Beiträge

Sorry, leider ausgebucht – ein offener Brief

Sehr geehrte Frau Dr. Doris Pfeiffer (Vorstandsvorsitzende des GKV-SV),
sehr geehrter Herr Gröhe (Bundesgesundheitsminister),

was mach ich bloß mit all diesen Frauen, die mir täglich schreiben oder mich anrufen, weil sie keine Hebammen mehr finden? Ihnen steht Hebammenbetreuung zu, sie machen alles richtig, indem sie sich früh darum kümmern. Und doch bekommen sie eine Absage nach der Anderen. Alle meine Kolleginnen (also die, die unter den heutigen Bedingungen überhaupt noch arbeiten) berichten dasselbe.

Tägliche Anfragen

Jeden Tag bekomme ich diese Mails. Inzwischen habe ich eine Standard-Absage-Antwort, die ich nur noch einkopiere. Alles Andere wäre ein absurder Arbeitsaufwand. Ich bin, wie alle Hebammen, auf Monate ausgebucht. Mehr geht nicht! Ich lese trotzdem alle Anfragen, aber sie machen mich traurig. Damit Sie sich ein Bild machen können, zeige ich Ihnen mal (nur) die von heute:

Liebe Jana,
ich wende mich gerade aus Verzweiflung an dich. Ich bin in der 12.SSw und auf der Suche nach einer Hebamme. Ich bekomme eine Absage nach der anderen. Mein ET ist Weiterlesen

Hebammenprotest – Das Sterben geht weiter

Es ist an der Zeit mal wieder über den Eltern- und Hebammenprotest zu schreiben. Das letzte Update hier im Blog ist über ein halbes Jahr her. Aber ganz ehrlich: Es gibt leider nicht viel Neues und schon gar nichts Gutes zu berichten. Kurz und knapp: Das Haftpflichtproblem ist noch nicht gelöst – der Protest geht weiter – frohe Weihnachten!

Problem verschoben auf 2016

Auf der Seite des Deutschen Hebammenverbandes heißt es:

„Wir haben einen einjährigen Vertrag abgeschlossen, der bis Ende Juni 2015 läuft. Danach wird es einen neuen Vertrag geben, der bis Ende Juli 2016 läuft. Einher geht dieser allerdings wieder mit einer deutlichen Preissteigerung. Für die Zeit danach gibt es momentan noch keinen Versicherer.“

Dazu muss man leider sagen: Schon die letzte Preissteigerung haben viele von uns einfach nicht mehr hinbekommen. Wir haben noch nie großartig verdient – jetzt können wir von unserem Beruf oft nicht einmal mehr leben. Viele von uns können sich die Hebammerei nur noch mit einer Quersubventionierung durch den Lebenspartner leisten. Weiterlesen