Plazenta - Was tun mit dem Mutterkuchen

Plazenta – Bräuche rund um den Mutterkuchen

Was macht man mit der Plazenta? Aufbewahren, essen oder ein Bäumchen darauf pflanzen?

Die Plazenta hat das Kind die ganze Schwangerschaft hindurch ernährt und gehört solange einfach zum Kind dazu. In vielen Kulturen wird sie als Zwilling des Babys gesehen. Daher ist auch die Geburt der Plazenta, mal ganz abgesehen von den rein physiologischen Gründen, noch Teil des Geburtsprozesses. Die Plazenta wird manchmal nur wenige Minuten nach dem Kind, bis hin zu einer knappen Stunde später, geboren. Vorher wird der Mutter auch nicht gratuliert – da sind die meisten Hebammen ein bisschen abergläubisch.

Die Plazenta wird auch Nachgeburt oder Mutterkuchen genannt. Am Ende der Schwangerschaft wiegt sie circa 500 Gramm, ist zwei bis vier Zentimeter dick, und hat einen Durchmesser von 15 bis 30 Zentimetern. Es gibt eine mütterliche und eine kindliche Plazentaseite. Während die mütterliche Seite eher schwammig ist und vom Aussehen her oft mit Leber verglichen wird, ist die kindliche Seite glatt und glänzend. Auf ihr verlaufen die Blutgefäße sehr verästelt, was ihr den schönen Namen „Baum des Lebens“ eingebracht hat.

„In der anthroposophischen Medizin werden die umgebenden Embryonalhüllen und die Plazenta als ein physisches Korrelat des geistigen Wesens des Kindes aufgefasst, das in der Embryonalzeit den Aufbau seines individuellen menschlichen Organismus für ein irdisches Leben ermöglicht.“
Quelle: Merkblatt „Plazenta – Was tun mit der Nachgeburt?“ von der Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte in Deutschland e.V.

Aber was passiert nun nach der Geburt mit der Plazenta?
Wem gehört die Nachgeburt eigentlich und was macht man damit?
Kosmetik? Essen? Bäumchen pflanzen? Globuli draus herstellen lassen?
Vieles ist möglich. In diesem Blogbeitrag gebe ich euch einen Überblick sowohl über ein paar schöne Bräuche, aber auch ganz pragmatische Verwendungsmöglichkeiten. Entsprechende Hintergrundinfos und weiterführende Verlinkung inklusive. Weiterlesen

Babyhaut richtig pflegen

Luft & Liebe oder was? Hautpflege bei Säuglingen

Wasser, Luft und Liebe – das hört sich so schön an und war lange Zeit das Credo in der Säuglingshautpflege. Es stimmt – zumindest fast. Ein kleines bisschen umfangreicher ist es dann doch. Aber keine Angst: Die richtige Hautpflege ist babyeinfach.

Der erste Kontakt

Die Hautpflege beginnt schon im Kreißsaal. Das Neugeborene wird am besten nur abgetrocknet, damit es nicht auskühlt. Es muss aber nicht gewaschen werden. Es sei denn es gibt Stellen, an denen etwas Blut klebt – diese dürfen/sollen natürlich mit klarem Wasser abgewaschen werden. Eventuell noch vorhandene Käseschmiere könnt ihr einfach einmassieren, bzw. einziehen lassen. Das ist quasi die erste Hautpflege. Das Baden kann warten! Babys kommen erstaunlich sauber zur Welt, es herrscht also keine Eile. Weiterlesen

Buchtipp zum Thema Wochenbettdepression: "Nur die Liebe fehlt"

Buchtipp: „Nur die Liebe fehlt“ – über die Wochenbettdepression

In jeden guten Geburtsvorbereitungskurs gehört auch ein aufklärendes Gespräch über das Thema Wochenbettdepressionen, auch bekannt als Postpartale Depression.
Wenn die Paare bei mir im Kurs sitzen, sich über die kugeligen Bäuche streichen und sich gemeinsam über Tritte und Bewegungen ihrer Babys freuen, scheint dieses Thema seltsam fern und abwegig.
Und trotzdem könnte es jede dieser Frauen treffen. Denn eine Wochenbettdepression macht nicht halt vor Frauen mit Wunschkindern, nicht vor sozial gut gestellten Familien und nicht vor bestimmten Altersgruppen.
Eine Wochenbettdepression kann jede Frau treffen.
Daher ist es ratsam, sich in Zeiten, in denen es einem gut geht, wenigstens mal kurz mit dem Thema zu beschäftigen. Dadurch ist die Wahrscheinlichkeit weit größer, eine Wochenbettdepression auch als solche zu erkennen, sollte sie denn entstehen. Und das ist bei immerhin bei 10 – 20% der Frauen der Fall. Richtig dramatisch entwickeln sich die Wochenbettdepressionen bei ungefähr 2%.
Das Buch „Nur die Liebe fehlt – Von Depressionen nach der Geburt und Müttern, die ihr Glück erst finden mussten, das ich euch heute dazu vorstelle, bietet dafür einen spannenden Einstieg, denn es beinhaltet überwiegend kommentierte Fallbeispiele. Das ist ziemlich spannend. Weiterlesen

Stillen und Füttern mit Flasche im Wechsel ohne Saugverwirrung

Stillen: Von der Brust zur Flasche & sicher wieder zurück

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Kürzlich betreute ich eine junge Frau, die ihr Kind mitten im Studium bekam. Sie wollte das Baby auf jeden Fall stillen, gleichzeitig aber natürlich auch das Studium beenden. Wir überlegten also zusammen, wie es am besten zu bewerkstelligen sei. In dem Fall war das relativ einfach, da ihr Partner erst einmal in Elternzeit ging. Sie würde nach dem Wochenbett direkt weiter studieren und der Papa das Baby zum Stillen einfach in die Uni vorbeibringen.
Allerdings standen auch noch Prüfungen an, die ja nicht so gut durchs Stillen unterbrochen werden konnten. Und auch sonst würde es Zeiten geben, wo das Stillen einfach sehr ungünstig sein würde. Sie musste also pumpen, damit dann der Papa dem Baby die bereitgestellte Milch bei Bedarf mit der Flasche füttern konnte. Aber natürlich sollte auch der Wechsel zurück an die Brust unkompliziert stattfinden. Für all das brauchten wir einen guten Plan.

Und für diejenigen von euch, denen es ähnlich geht – ob ihr nun arbeiten gehen wollt oder müsst, oder einfach mal etwas Zeit für euch braucht, schreib ich jetzt mal auf, wie die temporäre Flaschenfütterung bei gestillten Kindern am besten zu bewerkstelligen ist und was man beachten sollte, um keine sogenannte Saugverwirrung aufkommen zu lassen. Weiterlesen

"Das Wochenbett" Eine Buch-Rezension

Das Wochenbett – Buchrezension

Das Wochenbett ist ein Neubeginn, eine transformative Zeit und ein großes Abenteuer.
Ein gutes, entspanntes Wochenbett füllt die Kraftlager der frisch geborenen Mutter auf, begünstigt die natürlichen Rückbildungsprozesse und liefert die Grundlage für eine gute Eltern-Kind-Beziehung. Alles ist neu und aufregend, aber auch anstrengend und Kräfte zehrend. Dabei wird die Bedeutung dieser besonderen Zeit oft unterschätzt.
Daher freut es mich sehr, dass meine Hebammen-Kollegin Anja Constance Gaca gemeinsam mit Loretta Stern ein Buch geschrieben hat, das sich ausschließlich mit der Wochenbettzeit beschäftigt. Das Buch „Das Wochenbett“ liest sich sehr angenehm, ist gut strukturiert und besteht aus drei Teilen: Einem reinen Mütterteil, einem Wissensteil von dem beide Eltern und auch Großeltern oder beste (helfende) Freunde profitieren und Weiterlesen