Erkenntnisse zum Thema Mindset & Geburt

Mindset & Geburt: Neues aus Wissenschaft und Forschung

Wie ihr wisst, studiere ich seit einem Jahr Hebammenkunde an der Evangelischen Fachhochschule in Berlin. Durch mein Studium begegnen mir immer wieder spannende Forschungsergebnisse, die mich beeindrucken, freuen, oder einfach nur darin bestätigen, was ich durch meine Arbeit bereits empirisch erfahren habe. Manchmal stellt so eine Studie allerdings auch einige Glaubenssätze auf den Kopf…
Natürlich möchte ich euch gerne an diesem Wissen teilhaben lassen, daher gibt es hier ab heute die Rubrik Hebammenwissenschaft.

Den Anfang in Sachen Forschungsergebnisse macht Gastautorin Dipl.-Psych. Lisa Hoffmann vom psychologischen Institut der Uni Bonn, mit einem Forschungsprojekt zu „Mindset & Geburt“. Lisa erklärt ihr Projekt so: „Ziel des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Forschungsprojektes war es zu erforschen, welche Rolle psychologische Faktoren wie z.B. das geburtsbezogene Mindset (geburtsbezogene Annahmen, die beeinflussen, wie geburtsrelevante Informationen aus der Umwelt wahrgenommen werden), Persönlichkeitseigenschaften oder die Paarbeziehung für Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett spielen.“ Weiterlesen

Podcast Thema Geburt mit Eltern.de

Podcast über die Geburt mit Eltern.de

Mit der „Eltern“ Redakteurin Julia Schmidt-Jortzig habe ich über Geburten gesprochen. Julia ist selbst Mutter dreier Kinder und hat mir richtig spannende Fragen gestellt. Im ersten Teil unseres zweiteiligen Podcasts (wir machen nächste Woche noch was zum Wochenbett) erfahrt ihr alles, was ihr über eine Geburt wissen müsst. Für’s Erste. Denn einen echten Geburtsvorbereitungskurs empfehle ich euch natürlich trotzdem auf jeden Fall.

Wir sprachen über folgende Fragen: Weiterlesen

Erzähl-Cafe für Väter

Papa erzähl‘ mal! Geburt ist auch Vätersache

Ihr wisst ja, dass mir die Väter* auch immer sehr am Herzen liegen. Die Mütter natürlich sowieso, aber Väter werden immer noch oft vergessen, beziehungsweise unterschätzt. Ich erlebe die meisten Väter als sehr engagiert, teilhabend und wissensdurstig. Oft scheinen sie aber auch noch sehr auf der Suche nach ihrer Rolle in der ganzen Familiennummer zu sein. Kein Wunder, denn so abwesende Väter, wie es vielleicht ihre eigenen Väter oder Großväter waren, wollen sie meist nicht sein. Und die rein häusliche Rolle, die jahrhundertelang Müttern zugeschrieben wurde, wollen nur die wenigsten „neuen Väter“ in Gänze ausfüllen. Also irgendwas dazwischen. Was genau, das ist ungewiss. Hier und da tauchen zwar die ersten Rolemodels auf, aber nicht jeder findet sie ohne Weiteres in seinem unmittelbaren, persönlichen Umfeld vor. Und so scheinen viele Väter erst einmal weitestgehend allein auf der Suche zu sein.

Auf der Suche nach Orientierung sind natürlich auch Mütter, denn Eltern werden ist und bleibt ein stetiges Experimentieren mit Ideen, Wünschen und Vorbildern. Aber was tun, wenn man keine hat? Zumindest keine Guten? Ein Ansatz ist Vernetzung, also der Austausch mit Menschen, die in der selben Situation sind oder es schon waren. In meinen Geburtvorbereitungskursen ist der „getrennte Abend“, bei dem sich Mütter und Väter für eine Stunde getrennt voneinander austauschen, ein viel gelobtes Highlight. Eine weitere, gute Vernetzungsidee stellt uns Frau Dr. med. Stefanie Schmid-Altringer im heutigen Gastartikel vor. Sie ist Mitinitiatorin der Erzähl-Cafes, von denen ich früher schon einmal berichtet habe. Anlässlich des internationalen Tag der Hebamme am 5. Mai 2019 haben sie sich das folgende Väterprojekt ausgedacht:

Wie entstehen Vatergefühle?

Jedes Kind hat eine Mutter und einen Vater, aber was macht aus einem Paar, das guter Hoffnung ist, Eltern? Wie entstehen Mutter- und Vatergefühle? Weiterlesen

Wie ich im Dienst plötzlich und unerwartet ein Kind bekam

Simulationstraining – oder: wie ich Mal plötzlich und unerwartet mitten im Dienst ein Kind bekam…

Dass `ne Hebamme im Dienst Kindern auf die Welt hilft, ist ja erst einmal nichts Ungewöhnliches. Etwas Besonderes ist es, wenn sie plötzlich selbst ein Kind bekommt. Und das ohne Schwangerschaft…
Aber immer schön der Reihe nach:

Da denkste nix Böses…

Es war ein gewöhnlicher Dienstagnachmittag und ich hatte mal wieder einen Extrawachendienst. Ich arbeite ja nicht mehr regelmäßig im Kreißsaal, aber wenn jemand krank wird oder zu einer Fortbildung gehen möchte, werde ich gefragt ob ich einen Dienst machen kann. Und wenn es passt, mache ich das sehr gerne.

Ich war schon etwas früher da, um mich zu akklimatisieren. Da kam unverhofft die leitende Hebamme auf mich zu. Heute wäre ein Simulationstraining angesetzt und da ich nun Dienst hätte, müsse ich eben auch mitmachen. Ich dachte natürlich, dass meine Handlungsfähigkeit getestet werden würde. Aber nichts da. Es stellte sich heraus, dass ich die für die Simulation nötige Schwangere spielen sollte. Die Übung galt also meinen Kolleginnen: Hebammen und Ärztinnen, die an diesem Tag mit mir Dienst hatten. Weiterlesen

Beckenbodenmodell

Let`s talk about (In)Kontinenz! #Lebenstattmüssen

Eine Schwangerschaft und eine natürliche Geburt erhöhen das Risiko von Inkontinenz. Auch wenn es unsinnig ist, aus diesem Grund lieber einen Kaiserschnitt zu machen (die Vorteile einer Spontangeburt überwiegen in den allermeisten Fällen die Nachteile), so muss man doch auch mal über Inkontinenz sprechen. Denn glücklicherweise gibt es eine ganze Menge, was man – auch präventiv – gegen Inkontinenz tun kann, statt die scheinbar harmlosen „Uups-Momente“ lächelnd zu ertragen. Weiterlesen