Adventskalender mal anders 2018

Der etwas andere Adventskalender

enthält Affiliating-Links*

Im Advent gibt es in zahlreichen Blogs täglich schöne Dinge zu gewinnen. Ich mache das hier mal anders:
Im Laufe des Jahres begegnen mir immer wieder Menschen, die tolle Projekte ins Leben rufen, schöne Produkte anbieten oder wunderbare Bücher schreiben. Ich schaffe es oft nicht, all das in jeweils einen Blogpost zu packen, obwohl ich euch all das immer gerne vorstellen würde.

Deshalb gibt es hier jetzt gesammelt 24 persönliche Tipps von mir, die sich allesamt auch als Geschenkideen für Weihnachten eignen. Und damit ihr genug Zeit habt, vielleicht die eine oder andere Sache noch rechtzeitig zu besorgen, gibt es heute schon alle „Türchen“ auf einmal.

Los geht’s: Weiterlesen

Nabelschnurblut-Spende

Nabelschnurblut-Spende versus Spätes Abnabeln

Pro Nabelschnurblut-Spende

„Die Stammzellen im Nabelschnurblut sind wertvoll und können Krankheiten heilen. Daher muss früh abgenabelt werden, um möglichst viel davon zu gewinnen!“

Pro Spätes Abnabeln

„Das Nabelschnurblut gehört dem Baby. Deshalb darf es nicht abgenabelt werden, bevor die Nabelschnur aufgehört hat zu pulsieren!“

Bei vielen Fachfragen, die mir gestellt werden, habe ich eine ganz klare Meinung. Aber es gibt Themen, die sind nicht einfach nur mit Richtig oder Falsch zu beantworten, sondern sind so komplex, dass sie nur jeder selbst für sich und sein Kind entscheiden kann.
Was mit dem Nabelschnurblut nach der Geburt passieren soll, ist für mich so ein Thema.
Zum Einen gehört dieses Blut – meiner Meinung nach – dem Baby und daher sollte es davon auch maximal profitieren. Zum Anderen kann dieser wertvolle Stoff aber auch kranken Menschen helfen wieder gesund zu werden. So ist die Nabelblut-Spende eben auch ein legitimer Ansatz.

Heute stelle ich euch hier beide Möglichkeiten mit allen mir bekannten Vor- und Nachteilen evidenzbasiert vor. Die Entscheidung liegt am Ende dann bei euch. Weiterlesen

Die Geburt verarbeiten

Eine schwierige Geburt verarbeiten – So hilft dir das Schreiben deines Geburtsberichtes

Seit ich Geburtsberichte veröffentliche (2013), werde ich von entsprechenden Zuschriften regelrecht überschwemmt. Tatsächlich habe ich hier noch gut 100 Texte auf Lager!
Das zeigt, was für ein großes Bedürfnis es vielen Frauen ist, die eigene Geburt – ganz gleich, ob es eine gute oder schwierige Geburt war – im Nachgang zu reflektieren. Bei einer schönen Geburt ist das relativ leicht. Da sprudeln die überwiegend positiven Erinnerungen nur so heraus. Wenn es jedoch eine schwierige Geburt war, vielleicht sogar traumatisierend, dann ist das schon gar nicht mehr so einfach. Aber gerade dann ist es wichtig und hilfreich, die Geburt aktiv zu verarbeiten. Nur: wie geht das genau?

Meine heutige Gastautorin – Tanja Liebl – ist Hebamme und angehende Psychotherapeutin. In ihrer Praxis in Österreich bietet sie Geburtsvorbereitung mit Hypnose (Hypnobirthing) an und begleitet Frauen bei der Verarbeitung schwieriger Geburtserlebnisse und emotionalen Krisen rund um’s Kinderkriegen. Zu diesen Themen veröffentlicht sie Blogartikel und zeigt in einem kostenlosen Online-Minikurs, wie frau eine schwierige Geburt verarbeiten kann.

Anleitung zum Geburtsbericht verfassen

Speziell für den Hebammenblog hat sie eine praktische Anleitung geschrieben, wie man das Projekt: „Geburtsbericht verfassen“ am besten angehen könnte, ohne dabei von eventuell auftauchenden, negativen Gefühlen überwältigt zu werden. Es ist ein 4-tägiger „Schreibplan“, den ich richtig gut finde. Aber lest selbst: Weiterlesen

100 Jahre Hebammenschule Berlin-Neukölln

100 Jahre Hebammenschule Berlin Neukölln – eine Retrospektive

Vor kurzem besuchte ich eine sehr besondere Geburtstagsfeier: Meine alte Hebammenschule Berlin Neukölln beging ihren 100-jährigen Geburtstag. Etwas aufgeregt machte ich mich auf den Weg zu den Feierlichkeiten. Mir schossen so viele Erinnerungen durch den Kopf. Und mir wurde auch klar, wie viel sich für mich persönlich, aber auch in der Geburtshilfe generell, seit meiner Ausbildung verändert hat.
Hier erhielt ich ein solides Hebammenwissen – und die Erfahrungen von damals haben mich natürlich bis heute geprägt. Irgendwie bin ich ein bisschen stolz darauf, an dieser geschichtsträchtigen Ausbildungsstätte gelernt zu haben.

Und weil das so ist, möchte ich euch einen kleinen Überblick über die Geschichte „meiner“ Hebammenschule geben.
Die folgenden Informationen stammen zum größten Teil aus der Ausstellung „Ein Beruf für’s Leben – 100 Jahre Hebammenschule Neukölln“, die momentan als Wanderausstellung in Berlin unterwegs ist. (Kann ich sehr empfehlen). Und weiter unten gibt es dann noch einige persönliche Anekdoten aus meiner Ausbildungszeit von vor 20 Jahren (-krass!). Weiterlesen

Den richtigen Geburtsort finden

Auf der Suche nach dem richtigen Geburtsort

Werbung

Es ist Mittwoch Abend. Infoabend in einer mittelgroßen Berliner Klinik. Der Konferenzraum ist überquellend voll mit Menschen, auf der Suche nach dem perfekten Geburtsort. Die aufgestellten Stühle reichen nicht. Für die Frauen, die teilweise schon deutlich große Bäuche haben, werden galant noch Plätze freigemacht. Einige Männer setzen sich auf die breiten Fensterbretter, einige bleiben in den hinteren Reihen stehen. Auch auf dem Boden sitzen am Ende Menschen. Türen und Fenster bleiben offen, denn die Luft verbraucht sich schnell. Wasserflaschen und Becher wandern von Hand zu Hand. Es ist warm. Aufgeregtes Murmeln geht durch die Reihen.

Noch bis vor circa einem Jahr waren solche Infoabende entspannte Veranstaltungen. Seit dem Babyboom (in Berlin beispielsweise haben wir zurzeit tatsächlich mehr Geburten als Todesfälle) spürt man deutlich, dass die Kapazitäten knapp werden.

Dann beginnt der Informationsabend mit einem, von Fotos begleiteten Vortrag. Die Redner sind eine Kreißsaal-Hebamme und die Chefärztin der geburtshilflichen Abteilung. Es werden große Bilder aus den einzelnen Kreißsälen gezeigt, die in unterschiedlichen, pastelligen Farben gestrichen, und außerdem mit verschiedenen aussehenden Kreißbetten bestückt sind. Es gibt auch eine große, wirlpoolmäßige Badewanne zu bestaunen.
„Da drin werde ich mein Kind bekommen“, weiß eine der werdenden Mütter aus dem Raum. Eine Andere ist sich sicher, dass es auf jeden Fall Weiterlesen