Zustand der Geburtshilfe im Wahljahr 2017

Geburtshilfe in Deutschland im Jahre 2017- Wahljahr!

Geschlossene Kreißsäle, Geburten im Auto & Verletzungen der Hinzuziehungspflicht, katastrophale Zustände in der Geburtshilfe – Immer wenn man denkt, es kann nicht schlimmer werden, kommt Murphy!

Geschlossene Kreißsäle

Durch den Trend zur Zentralisierung und den gleichzeitig beginnenden Hebammenmangel, schließen vor allem kleinere Kliniken ihre geburtshilflichen Abteilungen. Viele Regionen sind mittlerweile ganz ohne Kreißsaal. Die Wege für die Schwangeren werden weiter und weiter.

Jetzt bekommen die verbliebenen Häuser mit Geburtshilfe (oh Wunder, oh Wunder) Probleme damit, die vielen Geburten aufzufangen. Zusätzlich schwinden die Hebammen weiter. Das führt zu weiteren Schließungen oder anderen kreativen “Lösungen“. Weiterlesen

Sicher im Auto: Nur mit Babyschale

Von Anfang an sicher im Auto – nur mit Babyschale!

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Es gibt wenig Dinge, die mich bei meiner Arbeit wirklich aus der Fassung bringen. Aber eins davon sind Paare, die ernsthaft ihr zartes, neugeborenes, frisches Baby nach der Geburt ohne Babyschale im Auto nach Hause fahren wollen. Die also einfach mit dem Mini im Arm ins Auto steigen!
Glücklicherweise kommt das immer seltener vor, aber wenn…
Für solche Fälle haben wir in der Klinik Babyschalen zum Ausleihen da. Auch einige Taxiunternehmen haben sich schon auf schalenlose Eltern eingestellt und bringen sie auf Anfrage gerne mit. Aber ich staune immer – schließlich tritt so ein Baby doch meist mit einer gewissen Vorlaufzeit ins Leben. Und sinnvoller als ein voll eingerichtetes Kinderzimmer (was eigentlich kein Neugeborenes braucht), ist ein vernünftiger Kindersitz allemal.

Babyschale = Erstaustattung?

Es gibt sicher auch Familien, die ohne Babyschale auskommen. Aber die benutzen eben einfach kein Auto, sondern kommen zu Fuß und haben einen Kinderwagen oder ein Tragetuch. Aber die meisten Menschen nutzen Autos nun mal recht häufig und daher ist es mehr als sinnvoll, über eine gute, sichere (!) Lösung für den Babytransport nachzudenken – und zwar frühzeitig… Ich finde, eine Autoschale sollte immer Teil der Baby-Erstausstattung sein.

Ich habe das (mit dem Nachdenken) für euch mal gemacht und alles zusammengetragen, was man vor dem Kauf einer Babyschale bedenken sollte. Und weil meine eigenen Kinder dem Babyschalenalter schon einige Zeit entwachsen sind, habe ich mich von einem netten und kompetenten Mitarbeiter meines heutigen Kooperationspartners baby-walz auf den aktuellen Stand bringen lassen. Und dabei, unerwarteter Weise, ganz schön viel Neues erfahren. Da hat sich in den letzten Jahren ganz offensichtlich Einiges getan.
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Geburtsanzeigen mit Babyporto von Post-Individuell

Geburtsanzeigen mit personalisierten Babyfoto-Briefmarken

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Zu allererst muss ich etwas beichten: Ich habe schon lange keinen Brief mehr geschrieben. Briefe zu schreiben ist zwar schön, aber auch irgendwie etwas aus der Mode gekommen. Warum auch? Die meisten Menschen sind online gut zu erreichen. Den letzten Brief schrieb ich – glaube ich – meinem Sohn zur Klassenfahrt.

Aber es gibt Anlässe, die schreien förmlich nach einem ordentlichen Brief. Und das sind für mich Hochzeits-, Geburts-, & Todesanzeigen. Das geht nicht per Mail. Da muss ein schöner Brief her.

Als Hebamme bekomme ich ja ziemlich viele Geburtsanzeigen und freue mich immer sehr darüber. Besonders toll finde ich es, wenn die Geburtsanzeigen irgendwie besonders gestaltet sind. Kürzlich wurde ich vom Facebook-Team der Deutschen Post (dem Sponsor dieses Artikels) angeschrieben und entdeckte dadurch ein kleines und ziemlich cooles i-Tüpfelchen für Geburtsanzeigen, das ich euch heute vorstelle: Es gibt inzwischen die Möglichkeit, Briefmarken individuell mit Foto & Text zu gestalten – also z.B. mit dem Konterfei eures Babys – und diese direkt bei der Post online zu bestellen.
So könnt ihr eure Geburtsanzeigen sogar noch durch personalisiertes Baby-Porto aufpeppen. Und weil dieser Special-Service natürlich etwas extra kostet, gibt es für euch hier und heute einen Rabattcode – für alle, die das gerne mal ausprobieren wollen. Weiterlesen

Plazenta - Was tun mit dem Mutterkuchen

Plazenta – Bräuche rund um den Mutterkuchen

Was macht man mit der Plazenta? Aufbewahren, essen oder ein Bäumchen darauf pflanzen?

Die Plazenta hat das Kind die ganze Schwangerschaft hindurch ernährt und gehört solange einfach zum Kind dazu. In vielen Kulturen wird sie als Zwilling des Babys gesehen. Daher ist auch die Geburt der Plazenta, mal ganz abgesehen von den rein physiologischen Gründen, noch Teil des Geburtsprozesses. Die Plazenta wird manchmal nur wenige Minuten nach dem Kind, bis hin zu einer knappen Stunde später, geboren. Vorher wird der Mutter auch nicht gratuliert – da sind die meisten Hebammen ein bisschen abergläubisch.

Die Plazenta wird auch Nachgeburt oder Mutterkuchen genannt. Am Ende der Schwangerschaft wiegt sie circa 500 Gramm, ist zwei bis vier Zentimeter dick, und hat einen Durchmesser von 15 bis 30 Zentimetern. Es gibt eine mütterliche und eine kindliche Plazentaseite. Während die mütterliche Seite eher schwammig ist und vom Aussehen her oft mit Leber verglichen wird, ist die kindliche Seite glatt und glänzend. Auf ihr verlaufen die Blutgefäße sehr verästelt, was ihr den schönen Namen „Baum des Lebens“ eingebracht hat.

„In der anthroposophischen Medizin werden die umgebenden Embryonalhüllen und die Plazenta als ein physisches Korrelat des geistigen Wesens des Kindes aufgefasst, das in der Embryonalzeit den Aufbau seines individuellen menschlichen Organismus für ein irdisches Leben ermöglicht.“
Quelle: Merkblatt „Plazenta – Was tun mit der Nachgeburt?“ von der Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte in Deutschland e.V.

Aber was passiert nun nach der Geburt mit der Plazenta?
Wem gehört die Nachgeburt eigentlich und was macht man damit?
Kosmetik? Essen? Bäumchen pflanzen? Globuli draus herstellen lassen?
Vieles ist möglich. In diesem Blogbeitrag gebe ich euch einen Überblick sowohl über ein paar schöne Bräuche, aber auch ganz pragmatische Verwendungsmöglichkeiten. Entsprechende Hintergrundinfos und weiterführende Verlinkung inklusive. Weiterlesen

Kreissaal Tür-Schild

Es brennt! – Zur Situation angestellter Hebammen in Deutschland

Viel wurde in den letzten Jahren zur „Hebammenproblematik“ berichtet. In der öffentlichen Wahrnehmung ist inzwischen angekommen: Es gibt ein Versicherungsproblem bei den freiberuflichen Hebammen. Die Versicherungsbeiträge steigen. Das können die armen Hebammen mit ihren schmalen Vergütungen durch die Krankenkassen nicht mehr stemmen.

„Tja, egal. Schließlich gehen ja 98% aller Frauen zur Geburt in eine Klinik, und auf die Klinikhebammen trifft das Ganze ja wohl nicht zu, oder? Hausgeburten sind irgendwie eh ein unsicherer Luxus. Wenn es also irgendwann keine Haus- und Geburtshausgeburten mehr gibt, ist das kein großer Verlust.“ – Ich glaube, das wird immer noch von vielen so gesehen.

Mittlerweile kommt jedoch ein Folgeproblem an die Oberfläche:
Freiberufliche Hebammen betreuen ja nicht „nur“ Hausgeburten, sondern versorgen auch die frischgebackenen Familien im Wochenbett. Diese Leistung ist langsam aber sicher faktisch nicht mehr abrufbar, denn dafür mangelt es (inzwischen) deutlich an Hebammen. Stichwort „Hebammensterben“. Wer sich nicht direkt nach dem positiven Schwangerschaftstest eine Hebamme sucht, hat wenig Chancen überhaupt noch eine zu finden – wir sind schlicht ausgebucht: Monate im Voraus!1 Weiterlesen