Geburtsbericht: Eingeleitete Geburt nach Blasensprung

Geburtsbericht: Eingeleitete Geburt nach vorzeitigem Blasensprung

„Für mich gehört die Geburt meiner Tochter mit zu den schönsten Dingen, die ich bisher erlebt habe. Und das, obwohl es eine eingeleitete Geburt war, die ziemlich weh tat“, schrieb Mara, als sie mir den folgenden Geburtsbericht zur Verfügung stellte. „Denn an diesem Tag wurde unsere Tochter geboren und das war wunderschön.“
Ich fragte sie darauf hin nach dem Geheimnis ihrer positiven Geburtserfahrung. Und sie erklärte mir, dass es ihr vor allem Sicherheit gab, zu wissen, dass sie nicht alleine sein würde. In ihrem Mann hatte sie eine enorme Stütze: Denn er massierte ihr nicht nur permanent und in den unmöglichsten Positionen das Steißbein, sondern schenkte ihr immer wieder Kraft und Zuversicht. Und das half letztlich vielleicht am allermeisten. Außerdem hatte Mara das Gefühl, stets genau zu wissen, was in ihrem Körper passiert. Auch das war für sie wichtig und half ihr abzuschätzen, an welchem Punkt der Geburt sie sich jeweils befand. Das fühlte sich sehr selbstbestimmt an, wie sie sagt.
Aber beginnen wir am Anfang: Hier kommt Maras Geburtsbericht einer eingeleiteten Geburt nach vorzeitigem Blasensprung – wie immer mit Weiterlesen

Geburtsbericht: Hausgeburt bei Down-Syndrom

Hausgeburt bei Down-Syndrom – ein Geburtsbericht

Eine gewünschte Schwangerschaft – eine Frage – eine Untersuchung – das Ergebnis: Trisomie 21 – Down-Syndrom.
Wie eine Familie in eine Interventionsschleife gerät, sich davon wieder löst und dann daraus sogar eine Hausgeburt macht, beschreibt Rahel in ihrem Bericht über die Geburt von Tochter Zoe.
Rahel hat schon ihre erste Tochter zu Hause bekommen. Es war eine wunderschöne Geburt. Als sie dann drei Jahre später wieder schwanger wurde, war für sie von vorn herein klar, dass sie auch dieses „besondere“ Kind zu Hause auf die Welt bringen wird. Für die Pränatal-Diagnostiker hingegen war klar: Die Geburt muss im Krankenhaus stattfinden – intensivmedizinisch betreut. Weiterlesen

Geburtsbericht: Eine Geburt im Klinik-Alltag

Geburtsbericht: Eine Geburt im Klinik-Alltag

Tina schrieb mir, von ihrer „ganz normalen“ Klinikgeburt, die sie als sehr schön empfunden hat. Ich las ihren Geburtsbericht und fand auch: „Ja, eine schöne Geburt.“ Ich habe aber auch noch etwas zwischen den Zeilen entdeckt: Es war ein ziemlich geburtenreicher Tag in der Klinik und das Personal war ganz schön am rotieren. Ehrlich gestanden hatte Tina großes Glück, dass ihre Geburt so unproblematisch verlaufen ist. Denn für eine kontinuierliche Betreuung, so wie man sich das in der Regel ja wünscht, war gar keine Zeit.
Mir geht es als Hebamme immer häufiger so, dass ich denke: Nur gut, dass so viele Geburten ihren regelrechten Lauf nehmen. Denn der große Spardruck in den Krankenhäusern zeigt leider immer mehr seine Wirkung. Aber irgendwann wird eine dieser Geburten mal nicht so gut verlaufen. Und dann wird nicht mal mehr genügend Personal da sein, um das überhaupt zu bemerken. Genau vor diesem Tag habe ich Angst. Unzufriedene und sogar traumatisierte Frauen gibt es schon jetzt viel zu oft, wie der Roses Revolution Day dieses Jahr wieder deutlich gezeigt hat.
Natürlich bemühen sich in einem vollen Kreißsaal immer alle sehr, dass die Familien den Stress nicht so bemerken. Und ich bin froh, dass das auch oft noch klappt. Aber wir wünschen uns schon alle sehr, insgesamt wieder deutlich mehr Zeit für die Gebärenden zu haben, anstatt ständig zu vertrösten und mit Räumen und Materialien jonglieren zu müssen. Eine 1 zu 1 Betreuung, wie sie z.B. Organisationen wie Motherhood fordern, wäre ein Traum und wird es vermutlich auch noch lange bleiben.

Liebe Tina, ich hoffe Du verzeihst mir, dass ich anhand Deines Geburtsberichtes versuche, das aktuelle Problem der Einsparungen in der Geburtshilfe, ein bisschen zu verdeutlichen. Ich finde übrigens, dass Du die Umstände sehr sportlich und ziemlich gelassen genommen hast. Gerade Deine Flexibilität und offensichtliche Entspanntheit hat sicher Einiges zum positiven Gelingen beigetragen. Respekt!

Hier kommt Tinas Geburtsbericht über eine Geburt aus dem Klinik-Alltag, Weiterlesen

Geburtsbericht: „Punktlandung in tiefer Hocke“

Geburtsbericht: „Punktlandung in tiefer Hocke“

Etwa nur 5% aller Babys werden am Errechneten Geburtstermin (ET) geboren. Es ist einfach nicht möglich, ganz genau vorherzusagen, wann sich ein Baby auf den Weg machen wird. Das ist normalerweise ja auch nicht so schlimm. Denn dann ist es – anstelle eines Zeitpunkts – einfach ein Zeitraum, auf den man sich einrichtet. Aber wie sieht die Sache aus, wenn das Paar in einer Fernbeziehung lebt, der Vater aber bei der Geburt dabei sein soll? Maja berichtete mir von der Geburt ihres Sohnes Tim, bei der sie zwei Wünsche hatte: Ihr Partner soll dabei sein und sie wollte auf keinen Fall im Liegen ihr Kind bekommen. Soll ich mal spoilern?! Siehe Titel… Maja schrieb mir noch, wie gerne sie Geburtsberichte anderer Frauen lese. Sie fänd es einfach total spannend, wie unterschiedlich Geburten verlaufen. Ich muss sagen, dass finde ich auch. ;-)
Hier kommt der Geburtsbericht von Maja, Weiterlesen

Geburtsbericht: Spontangeburt nach zwei Kaiserschnitten

Geburtsbericht: Spontangeburt nach zweifachem Kaiserschnitt

Einmal Kaiserschnitt, immer Kaiserschnitt? Ganz bestimmt nicht! In vielen Kliniken wird Frauen – nach vorangegangenem Kaiserschnitt – zur Wahl gestellt, ob sie es diesmal spontan versuchen wollen, oder von vornherein einen Kaiserschnitt bevorzugen. Aber nach zwei Kaiserschnitten sieht das meistens schon ganz anders aus. Da wird doch eher davon ausgegangen, dass nun gleich eine Schnittentbindung (Sectio) geplant wird. Aber möglich, wenn auch selten, ist es auch spontan. Eine dieser Ausnahmen ist Marleen. Ihren Geburtsbericht hat sie mir zur Verfügung gestellt.

Marleen ist Mutter von drei Kindern. Die ersten Beiden kamen per Kaiserschnitt zur Welt. Bei der Geburt der einen Tochter kam es nach dem Setzen der PDA zum Geburtsstillstand, was sehr schade ist, denn der Muttermund war bereits nach zwei Stunden vollständig eröffnet. Während ihrer zweiten Schwangerschaft lagerte sie 20 kg Wasser ein und ihr wurde gesagt, dass sie es gar nicht erst spontan versuchen bräuchte – dass bringe eh nichts. Auch das ist wirklich schade, denn ohne Wehen lässt sich schwerlich voraussagen, wie sich ein Muttermund wohl unter der Geburt verhalten wird. Damals traute sie sich nicht zu widersprechen und willigte dem geplanten Kaiserschnitt ein.

Nach den Geburten freute sie sich zwar über zwei gesunde Mädchen, jedoch blickte sie wehmütig zurück: Ihr fehlten die Geburtserlebnisse, das Ankommen und Beschnuppern. Bei der zweiten Geburt bekam sie ihre Tochter sogar schon gebadet und angezogen überreicht. Das machte sie richtig wütend. Der Anfang fehlte ihr. Weiterlesen