Kreissaal im indonesischen Krankenhaus von Medan-Indonesien

Mein Hebammen-Indonesien-Abenteuer: Visiten, Stillberatungen & Babys (7)

Dies ist der siebte Teil der Artikelserie über mein ganz persönliches Hebammen-Indonesien-Abenteuer im Sommer 2019. Nachdem ich im Laufe des ersten Tages endlich die Hospitationserlaubnis für das Krankenhaus erhielt, verbrachte ich dort eine interessant-schlimme Woche.

Im weiteren Verlauf des Internships hospitierte ich also im Krankenhaus. Tatsächlich hospitierte ich eher, als dass ich konkret mitarbeitete: also viel schauen, wenig machen. Das war ganz OK so, denn es war schon wirklich alles sehr fremd und anders. Ständig litt ich mit den Frauen. Der Umgang und das Maß der Aufklärung unterscheidet sich so grundlegend. Es wird sehr über die Köpfe hinweg entschieden und dann einfach und ohne viel Absprache ge- und behandelt. Bestenfalls werden die Frauen darüber informiert, was jetzt gerade mit ihnen passiert. Weiterlesen

Mein Hebammen-Indonesien-Abenteuer im Krankenhaus von Medan

Mein Hebammen-Indonesien-Abenteuer: Im Krankenhaus (6)

Dies ist der sechste Teil der Artikelserie über mein ganz persönliches Hebammen-Indonesien-Abenteuer im Sommer 2019. Nachdem ich die erste Woche in der Uni verbrachte und mich vor allem mit der Theorie der indonesischen Geburtshilfe beschäftigte, sollte es jetzt im Krankenhaus konkret und praktisch werden. Aber vorher gab es noch eine kleine Geduldsprobe für mich.

Geduld ist eine Tugend…

Endlich war es soweit. Ich sollte die Möglichkeit bekommen, im Krankenhaus zu hospitieren. Am Tag zuvor bekam ich einen blauen Kassak plus dazugehöriger Hose, worin ich mich fast schon so wie zu Hause in meinem Kreißsaal fühlte. Weiterlesen

Yogakurs an der Uni in Medan

Mein Hebammen-Indonesien-Abenteuer: Evidenz & Realität (5)

Dies ist der fünfte Teil der Artikelserie über mein ganz persönliches Hebammen-Indonesien-Abenteuer im Sommer 2019. Nach der überschwänglichen Begrüßung am ersten Tag, erlebte ich die sich daran anschließende Woche in der Uni als sehr strukturiert und fachlich wertvoll.

Ich habe ja auf Bitten der Direktorin mehrere Themen vorbereitet, die ich an den nun folgenden Tagen, jeweils morgens, den Studentinnen und Dozentinnen vortrug. Diese waren: „Notfallmanagement“, „Evidence based Midwifery“, und ein „Geburtshilflicher Ländervergleich“. Anschließend gab es stets Diskussionen und Kulturvergleiche und nach der Mittagspause ging es dann jeweils in‘s Skills Lab zur praktischen Anwendung.
Wieder war ich beeindruckt, wie gut die Studentinnen ihren Stoff auf dem Kasten hatten. Was hier jedoch leider gar nicht gefördert wird, ist kritisches Denken und Verhältnismäßigkeit. Einmal Gelerntes wird immer genau so angewandt. Also ohne situationsbedingte Anpassungen. Weiterlesen

Begrüßungstanz an der Uni in Medan

Mein Hebammen-Indonesien-Abenteuer: Erster Unitag (4)

Dies ist der vierte Teil der Artikelserie über mein ganz persönliches Hebammen-Indonesien-Abenteuer im Sommer 2019. Nachdem ich am Abend zuvor auf Sumatra angekommen bin, startete nun mein erster Tag an der Uni in Medan.

Ich wachte noch vor dem Wecker auf. Die neue Umgebung, ein im Wohnzimmer die ganze Nacht über plärrender Fernseher und natürlich die Aufregung haben mich nicht wirklich gut schlafen lassen. Schnell duschte ich, machte mich fertig und trank einen Tee. Die verschlafene Putri gesellte sich bald zu mir und verspeiste den obligatorischen Reis, den es hier ja zu jeder Mahlzeit gibt. Weiterlesen

Villa für Gäste der Uni in Medan

Mein Hebammen-Indonesien-Abenteuer: Ankunft auf Sumatra (3)

Dies ist der dritte Teil der Artikelserie über mein ganz persönliches Hebammen-Indonesien-Abenteuer im Sommer 2019. Nach meinem Familienurlaub auf Bali ging es weiter zum Arbeitseinsatz in Medan auf Sumatra.

Am ersten August war es dann endlich soweit. Plötzlich ging alles ganz schnell und ich musste los zum Flughafen. Ganz kurz bekam ich einen riesigen Bammel. Meine Familie würde ohne mich nach Hause fliegen und ich war auf dem Weg in eine ganz ungewisse Zeit. Aber nach vielen Küssen und Liebesbekundungen und einigen Tränchen konnte ich mich dann losreißen.
Und schwups, sechs Stunden später, war ich auf Sumatra. Neue Insel – neue indonesische Welt. Weiterlesen