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"Geboren und Willkommen" im Mach mit Museum Berlin

„geboren & willkommen“ – eine Aufklärungs-Ausstellung im MACHmit! Museum für Kinder

Eine Aufklärungs-Ausstellung für Kinder über die Geburt? Ich war sofort Feuer und Flamme für diese Idee, als Uta Rinklebe, die pädagogische Leiterin des MACHmit! Kindermuseums in Berlin mich vor knapp einem Jahr kontaktierte. Sie fand mich im Netz aufgrund meiner Arbeit mit Schulklassen, und fragte, ob ich mir vorstellen könnte, sie bei diesem Projekt zu unterstützen. Wir trafen uns in den Museumsräumen, in einer alten Kirche im Prenzlauer Berg. Sie erzählte mir von ihren Ideen zur Ausstellung, in der es, abgesehen vom biologischen Wissen rund um die Geburt eines Kindes, um Begrüßungsrituale und kulturelle Unterschiede gehen sollte. Wir kamen sofort ins Reden und aus der halben Stunde Kennenlernen wurde ein mehrstündiges Gespräch; es passte also bestens. Während des letzten Jahres telefonierten wir, mailten oder trafen uns persönlich, um uns zu beraten und so wurde es eine „fruchtbare“ ;-) Zusammenarbeit – übrigens ehrenamtlich. Weiterlesen

Natur vs. Technik

Natur vs. Technik in der Geburtshilfe

Den Großteil der Menschheitsgeschichte haben Frauen ihre Kinder ohne technische Hilfsmittel zur Welt gebracht. Dabei ist die Menschheit zwar nicht ausgestorben, aber unzählige Mütter und Kinder sind bei den Geburten gestorben. Die technischen Errungenschaften der Medizin haben die Geburtshilfe also auf jeden Fall sicherer gemacht. Wenn ich mich entscheiden müsste, in welchem Zeitalter ich meine Kinder gerne bekommen hätte, dann würde ich mich für genau den Zeitpunkt entscheiden, zu dem ich sie bekam: Vor 16 bzw. 10 Jahren. Denn aus meiner Sicht gab es zu diesem Zeitpunkt noch ein vernünftiges Gleichgewicht zwischen dem Faktor Menschlichkeit in der Betreuung und dem immer rasanter fortschreitenden Grad der medizinischen Technisierung.

Wie viel hilft Viel – in der Geburtshilfe?

Und heute? Ich glaube, dass wir den Zenit einer guten Geburtshilfe bereits überschritten haben. Denn wir sind längst an einem Punkt angelangt, wo mehr Eingriffe in die Geburt, nicht auch zu mehr besseren Ergebnissen führen. Fakt ist: In den letzten 10 Jahren stieg die Zahl der Interventionen deutlich an, ohne dass sich das Outcome, also der Zustand von Müttern und Kindern nach der Geburt, noch messbar verbessert hätte. Wir kürzen aber gerade genau den Faktor weg, der für gute Geburten mindestens genau so wichtig ist, wie die Technik für den Notfall: Die Betreuungsqualität für die Gebärenden. Daran sind natürlich nicht primär die technischen Neuerungen schuld, sondern vor allem die Politik und das Krankenkassensystem. Aber das ist ein etwas anderes Thema.

Die Fragestellung von Natur vs. Technik in der Geburtshilfe hingegen lautet: “Welche technischen Hilfsmittel haben die Geburtshilfe signifikant verändert? Welche davon sind eher Fluch und welche ein Segen? Und zwar aus der Sicht von Mutter & Kind! Ich kann schon jetzt verraten, dass es nicht ganz so einfach schwarz & weiß werden wird… Weiterlesen

Erzählcafe-Aktion: "Start ins Leben"

Erzählcafé: „Start ins Leben“ – so geht’s

Früher wurde das Wissen um Schwangerschaft und Geburt von Großmüttern, Müttern und Schwestern an die nächste Generation weitergegeben. Auch heute mangelt es nicht an theoretischem Wissen und medizinischen Ratschlägen. Aber eine liebevolle, persönliche Unterstützung, wie in einem Mehrgenerationenhaushalt oder Familien-Clan, fehlt inzwischen vielen Frauen.
Stattdessen gibt es heute viele technische Neuerungen und meist verunsichernde Diskussionen in den vielen Foren im Netz. Der Austausch ist dort zwar gut; was er aber nicht wirklich bieten kann, sind persönliche, vertrauenswürdige Empfehlungen, die die eigene Lebenssituation, die eigenen Werte und Wünsche konkret und individuell berücksichtigen. Oft gleichen die Onlinegespräche eher dem „Medikamententausch-Prinzip“: „Hat mir geholfen, probier doch auch mal“. Da fehlt in der Regel Weiterlesen

Hebammen-Unterricht an Schulen für eine positive Geburtskultur

Hebammen an Schulen für eine positive Geburtskultur

Wenn Grundschullehrerinnen erfahren, dass sie Hebammen-Mütter in ihrer Klasse haben, engagieren sie diese meist gerne für den Aufklärungsunterricht. Denn in der dritten Klasse kommt das erste Mal ein großes Themenpaket rund um die Entstehung des Menschen ins Spiel.
Auch ich wurde von den Klassenlehrerinnen meiner Kinder für diese Unterrichtseinheiten gerne „gebucht“. Und ich muss sagen: Ich liebe diese Schulstunden! Die Kinder finden das Thema „Wie wurde ich geboren“ unglaublich spannend und machen immer mit Feuereifer mit.
Diese Woche hatte ich die Ehre in der 10. Klasse meiner Tochter eine Doppelstunde Bio zu geben. Das lief ganz toll, so dass ich es heute gerne zum Anlass nehme, die Möglichkeit, Hebammen an die Schulen zu bringen, bekannter zu machen.
Ich unterstütze das frühe Erlernen einer positiven Geburtskultur, und möchte mit meinem Beitrag zum Nachahmen und Weitersagen anregen. Weiterlesen