Mein Hebammen-Indonesien-Abenteuer: Wie alles begann (1)

Ich wollte schon immer mal als Hebamme in einem anderen, fernen Land arbeiten. Bereits in der Ausbildung war das ein großer Wunsch von mir: sehen was fremde Kulturen geburtshilflich anders machen, in den Austausch kommen und voneinander lernen; das hörte sich für mich wirklich immer sehr verlockend an. Aber bis auf einen zufälligen Wochenbettbesuch im Dschungel von Costa Rica hatte ich noch nie das Glück, in einem anderen Land arbeiten zu können.

Dies ist der erste Teil einer Artikelserie über mein ganz persönliches Hebammen-Indonesien-Abenteuer im Sommer 2019. Weiterlesen

Podcast über die Geburt mit Eltern.de

Mit der „Eltern“ Redakteurin Julia Schmidt-Jortzig habe ich über Geburten gesprochen. Julia ist selbst Mutter dreier Kinder und hat mir richtig spannende Fragen gestellt. Im ersten Teil unseres zweiteiligen Podcasts (wir machen nächste Woche noch was zum Wochenbett) erfahrt ihr alles, was ihr über eine Geburt wissen müsst. Für’s Erste. Denn einen echten Geburtsvorbereitungskurs empfehle ich euch natürlich trotzdem auf jeden Fall.

Wir sprachen über folgende Fragen: Weiterlesen

Hebammenstudium für Quereinsteigerinnen – so geht’s in Berlin

Überall in Deutschland schießen Studiengänge für Hebammenkunde aus dem Boden. Und jetzt, nachdem die Akademisierung endlich beschlossen ist, werden es noch viel mehr werden. Bisher sind das alles Modellstudiengänge und dementsprechend unterschiedlich läuft das Hebammenstudium ab. Fast täglich werde ich von Kolleginnen angeschrieben, die wissen wollen, wie es hier in Berlin so läuft mit dem dualen Bachelorstudiengang Hebammenkunde (B. Sc. of Midwifery). Daher schreibe ich das jetzt mal für alle Interessierten zum Nachlesen auf. Und zwar aus meiner Sicht als Quereinsteigerin. Wie das für Hebammenstudiums-Neulinge ist, darüber hat Jenny ja im letzten Blogartikel schon berichtet.

Für bereits examinierte Hebammen gibt es an der Evangelischen Hochschule Berlin (ehb) die Möglichkeit in das 5. Semester des Studienganges Hebammenkunde einzusteigen. Allerdings gibt es zurzeit Weiterlesen

Meine persönliche, kleine Akademisierungsgeschichte

Seit Herbst 2018 studiere ich Hebammenkunde an der Evangelischen Hochschule in Berlin. „Warum machst du das?“, werde ich regelmäßig von Kolleginnen gefragt. „Was hast du denn davon?“ Es ist dieselbe Frage, die zurzeit auch in der Öffentlichkeit gestellt wird: „Warum soll der Hebammenberuf akademisiert werden?“

Ich bin seit 20 Jahren Hebamme. Natürlich fühle ich mich erfahren und sattelfest, wie wohl die meisten, die diesen Beruf eine Weile ausgeübt haben. Ich erhalte sehr viel Anerkennung und Dankbarkeit von den Familien, die ich betreue. Auch gehe ich, wie die allermeisten von uns, regelmäßig zu diversen Fortbildungen. Das macht mir Spaß, mal ganz abgesehen davon, dass es eine Fortbildungspflicht in meinem Beruf gibt. Ich fühle mich also durchaus fit und up to date.

Besser studiert?

Denke ich, dass ich nach dem Studium dann besser bin, als meine Kolleginnen? Ganz sicher nicht. Es ist und bleibt ein sehr praktischer Beruf, in dem man nur glänzen kann, wenn man ihn ausübt; mit ganzem Herzen, hochgekrempelten Ärmeln und ganz viel Engagement. Das dafür nötige Fachwissen hat uns natürlich auch die Ausbildung schon vermittelt.

„Hebammen arbeiten sehr selbständig und unabhängig – ein Alleinstellungsmerkmal im deutschen Gesundheitssystem. Sie müssen über umfassende Kenntnisse und aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse verfügen, komplexe physiologische und psychische Prozesse begleiten und einer großen Verantwortung gerecht werden. Hebammen arbeiten bereits heute auf einem akademisierten Niveau.
(Deutscher Hebammenverband, 2018)

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Wir sind im dritten Trimenon – ET: 20.3.

Werbung in eigener Sache

Wir bekommen ein Baby – in 7 Wochen ist der Termin. Zwei Mamas, ein Team, ein Baby. Es wird… der Reihe nach:

Im April letzten Jahres habe ich mich für einen Studienplatz in Hebammenkunde an der Evangelischen Hochschule Berlin beworben. Ich hatte schon eine ganze Weile darüber nachgedacht noch mal ein Studium an meine Ausbildung ran zu hängen, aber ein Fernstudium erschien mir so anonym und bis vor kurzem gab es die Möglichkeit in Berlin noch nicht. Ein Studium in einer anderen Stadt wollte ich meiner Familie und mir nicht zumuten. Nun gibt es an der EHB den Studiengang „Hebammenkunde“. Jährlich werden dort nur vier Bewerberinnen als Quereinsteigerinnen aufgenommen. Daher rechnete ich überhaupt nicht wirklich mit einer Zusage.

Anfang des Sommers bot sich mir dann plötzlich die Möglichkeit, ein weiteres Herzensprojekt in Angriff zu nehmen. Eine Buchidee, die mir schon lange vorschwebt. Auch hier war ich mir nicht sicher, ob es etwas werden würde. Weiterlesen