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Schwiegermütter – müssen leider draussen bleiben

Schwiegermütter – müssen leider draussen bleiben

Schwiegermütter im Kreißsaal, bzw. deren Anwesenheit unter der Geburt sind in Beratungsgesprächen mit Schwangeren, aber auch in den Kommentaren hier im Blog,  ein neues/altes Reizthema. Da fallen immer wieder Sätze, die ich schon als echtes Schwiegermutter-Bashing bezeichnen würde.
Ich habe mich gefragt: Warum nerven uns unsere Schwiegermütter bei der Geburt eigentlich so? Ganz im Gegensatz zu unseren eigenen Müttern, deren Anwesenheit wir doch oft eher als hilfreich empfinden. Weiterlesen

Begleiterscheinungen

Begleiterscheinungen – Die Fankurve vorm Kreissaal

Die Ruhe vor dem Sturm

Frühdienst. Ich betrete das Klinikgelände um kurz vor sechs. Es dämmert. Vom kleinen Fuchs, der manchmal im Morgengrauen am Brunnen vor dem Gebäude trinkt, ist nichts zu sehen. Aber die Vögel machen schon Alarm. Im Gebäude ist es unglaublich still. Schon bald werden sich die Schwangeren zu ihren Kontrollen einfinden und die gynäkologischen „Fälle“ in der Ambulanz. Aber jetzt ist es so ruhig, dass meine Schritte durch das Gebäude hallen. Ich gehe in die Umkleide und ziehe mich um. Dann bin ich gerüstet für meinen Dienst, der gleich beginnt.

Katerstimmung

Durch das Treppenhaus gelange ich in den zweiten Stock. Hier befindet sich der Kreißsaal. Ich öffne die Tür zum Vorraum und… es zeigt sich ein Bild der Verwüstung: Coladosen, Kaffeebecher, lose Seiten von Zeitungen liegen auf dem Boden neben verklebten Pizzadeckeln und einigen paar Schuhen. Die dazugehörigen Füße Weiterlesen

Kinderüberraschung

Kinderüberraschung

An Wochenenden und Feiertagen könnte das Arbeiten bei uns im Kreißsaal eigentlich sehr entspannt sein. Es gibt keine Routinen, sondern „nur“ Geburten und Kontrollen. Alle anderen Menschen sind bei ihren Familien zu Hause, oder ziehen mit Freunden um die Häuser. In die Klinik geht man ja nur im Ernstfall – sollte man meinen. Aber da sind eben noch die „Ersten Hilfen“, die an solchen Tagen, über den Kreißsaal abgewickelt werden. Und so bilden sich vor unserer Tür regelrechte Erste-Hilfe-Schlangen: Weiterlesen

Nachts im Kreißsaal

Nachts im Kreißsaal

Ankunft

Abends um zehn betrete ich den Kreißsaal, wie immer in der Ungewissheit wie die Nacht wohl werden wird. Ein kurzer Blick auf die Infotafel verrät mir mit wem ich Dienst habe – welche Kollegin und Ärzte es diesmal sind. Wir werden die nächsten acht Stunden zusammen arbeiten, reden, lachen und Entscheidungen treffen.
Der kurze Flur macht einen Knick nach links und gibt den Blick auf die Türen der einzelnen Kreißsäle frei. Sind sie geschlossen? Brennen die kleinen Anwesenheitslichter? Dann die nächste Infotafel: Wie viele Frauen sind noch in der Warteschleife, auf der Wochenbettstation oder in den Aufnahmezimmern? Oops – alles leer? Weiterlesen

Strumpfhose

Bankräuberbaby

Es gibt im Kreißsaal Tage, da scheinen sich alle Kinder zum gemeinsamen Geburtstag verabredet zu haben. Man hat dann das Gefühl, dass ein Bus vorgefahren sei, aus dem lauter Schwangere aussteigen. Sie strömen in den Kreißsaal und wir kommen kaum hinterher mit Betreuen, Entbinden, Wiegen, Messen, Untersuchen, Verlegen und Aufräumen der Entbindungssäle. So ein Tag war das auch an dem es in einer Tour an der Kreißsaaltür klingelte. Meine Kollegin und ich wechselten uns mit der Klingel ab, so gut es ging und  tauschten nur kurz im Vorbeigehen Organisatorisches a la „der rote Kreißsaal ist wieder frei“ oder „die Wanne muss noch geputzt werden“ aus oder warfen uns aufmunternde Blicke zu. Ich hatte gerade kurz Zeit zum Durchatmen und die Hoffnung mal schnell Frühstücken zu können, da klingelte es wieder. Ich fragte erst über die Sprechanlage nach und bekam nur ein panisches „ich hab Pressdrang!“ zu hören. Weiterlesen