Sicherer Babyschlaf

05 Jun
5. Juni 2012

Neulich beim Hausbesuch:

Schon beim reinkommen hatte ich das Gefühl das Tropenhaus des Botanischen Garten zu betreten. Es war unglaublich warm und die Luftfeuchtigkeit, wohl durch’s morgendliche Duschen, extrem hoch. Um Luft ringend betrat ich das Kinderzimmer. Dort schlief das Baby. Das heißt ich sah zuerst gar kein Kind. Dafür aber ein Bett. So ein wunderschönes Kinderbett mit üppigem Betthimmel. Darin lagen herrliche, rüschige Kissen und Kuscheltiere. Gefühlte 100 Kuscheltiere in allen Farben und Formen. Vor allem aber schön plüschig. Und das Kind? Irgendwo unter einem Traum von einer rosa Decke, zwischen Spongebob und Bärchen, kaum zu entdecken. Der Kopf war knallerot, der Rücken etwas feucht. Also total überhitzt. Ich atmete zweimal tief durch und erklärte den jungen Eltern nochmal die Kriterien für sicheren Babyschlaf.

Also, eine sichere Schlafumgebung geht so:

Das Baby sollte am besten im Zimmer der Eltern, aber im eigenen Bett, in einem Schlafsack in Rückenlage auf einer festen Matratze liegen. Das Zimmer sollte eine Raumtemperatur von 16-18°C haben. Natürlich sollte das Zimmer, und am Besten die ganze Wohnung, rauchfrei sein. Kuscheltiere sollten nicht im Babybett liegen. Da sie meist nah am Köpfchen drapiert werden, besteht die Gefahr, dass die Atmung behindert wird. Säuglinge atmen fast ausschließlich durch die Nase. Das Baby braucht noch kein Kopfkissen und über dem Schlafsack sind keine weiteren Decken nötig. Sonst könnte das Baby sich durch Strampeln überdecken und überwärmen. Ob das Kind warm genug ist, kann man fühlen. Am besten am Rücken zwischen den Schulterblättern. Dort sollte das Kind warm sein, aber nicht Schwitzen. Ein Mützchen sollte beim Schlafen nicht getragen werden. Regelmäßiges Stoßlüften ist absolut empfehlenswert. Stillen hilft das Risiko für plötzlichen Kindstod zu verringern. Zigarettenrauch erhöht das Risiko.
Dies sind auch die Empfehlungen der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit, in Kurzform nachzulesen hier:

Und wenn ihr es trotzdem schön warm mögt, dann geht doch einfach mal wieder in den Botanischen Garten! :-)

 


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6 antworten
  1. baby schlaf says:

    Sehr interessanter Artikel den Sie da geschrieben haben. Ich mache bei meinen Leserinnen auch immer wieder die Erfahrung, dass die Temperatur in den Schlafräumen viel zu hoch eingestellt ist. Die 16 -18 Grad Celsius kann ich für einen guten Babyschlaf ebenfalls empfehlen.

    Wichtig ist meiner Meinung auch, dass man anstatt einer Decke einen Schlafsack verwendet, damit das Baby nicht darunter Rutschen kann.

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  2. Mama Schlaflos says:

    Ich finde es auch immer wieder erstaunlich wie voll gestopft manchmal die Baby-Betten sind. Von daher finde ich den Hinweis, dass Kuscheltiere (bis zu einem gewissen Alter) im Bett nichts zu suchen haben immer besonders wichtig.

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  3. Temperatur?? says:

    16-18 Grad wäre ja schön. Was macht man aber im Sommer? Und auch im Winter ist unser Schlafzimmer trotz total ausgeschaltener Heizung und nächtlichem Lüften nie unter (18-)20 Grad, da so viel Wärme von allen Zimmern rund herum kommt…. Tipps?

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    • Jana Friedrich says:

      Oh je, mal mit den Nachbarn reden? Naja, viele Kinder werden ja in weitaus wärmeren Ländern geboren. Wichtig ist immer für genügend Frischluftzufuhr zu sorgen. Und natürlich das Kind nicht so warm anziehen. Bzw. weniger warme Decke/ Schlafsack verwenden. Führt einfach den Wärmecheck am Nacken häufig durch um zu sehen ob Euer Baby schwitzt. Solange es einfach nur schön warm ist ist alles O.K.. Sollte es trotz aller Maßnahmen schwitzen muss es zum Ausgleich viel Trinken.
      Ich wünsch Euch viel Erfolg!

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  4. Sina says:

    Das Thema ist auch hier gerade aktuell, allerdings mit einer anderen Problematik. Mein Mann hat eine chronische Nebenhöhlenentzündung und möchte Nachts das Fenster auf haben. Ich finde das allerdings zu kalt für die Kleine, da das Fenster direkt am Bett ist. Ist es schlimm wenn ihr Gesich kalt aber der Rest durch Schlafanzug und Schlafsack warm gehalten wird?

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