Hebammensuche - die richtige Hebamme finden

Hebammensuche – die richtige Hebamme finden

Die häufigsten Fragen zur Hebammensuche lauten in etwa so: „Ab wann sollte man sich eine Hebamme suchen – welche Schwangerschaftswoche (SSW) ist die richtige? Wonach suche ich eine Hebamme aus? Und vor allem: Wie finde ich die für mich passende Hebamme für die Zeit der Schwangerschaft, der Geburt und des Wochenbetts?“
In diesem Artikel erwarten dich praktische Tips zur Hebammensuche, die dir dabei helfen werden, die für dich wirklich passende Hebamme zu finden – und für Newsletterabonnenten ist eine kleine Arbeitshilfe mit Checkliste inklusive.

Wie finde ich die für mich passende Hebamme?

Als erstes recherchierst du Hebammen, die bei dir in der Nähe arbeiten und das Leistungsprofil haben, welches dich interessiert und rufst sie einfach an. Du findest diese Auskünfte entweder in den örtlichen Hebammenlisten, die in Arztpraxen und Ämtern ausliegen, oder über eine  Hebammensuche im Netz, z.B. beim Hebammenverband oder auf hebammensuche.de .
In der Regel sprichst du dann erst mal mit einigen Anrufbeantwortern, da die meisten Hebammen tagsüber unterwegs bei Hausbesuchen, Kursen, etc. sind. Wenn du mehrere Anrufe tätigst empfiehlt es sich, eine einfache Liste anzulegen: Wen hast du erreicht, auf den AB gesprochen, oder wer steht noch aus. Da die Hebamme um deinem errechneten Termin herum verfügbar sein muss und  Hebammen auch immer nur ein bestimmtes Kontingent an Frauen annehmen können, solltest du also besser gleich mehr als eine kontaktieren.

Nach einem netten Telefonat, kommt die Hebamme dann zu dir zum Vorgespräch. Natürlich muss die Chemie stimmen, aber in meinem Beruf ist es quasi Grundvoraussetzung, dass man sich schnell auf die unterschiedlichsten Menschen einstellen kann. Ich betreue also auch Familien, die ganz andere Vorstellung haben als ich. Ich überrede auch niemanden zu etwas, das er nicht möchte. Ich kläre auf und betreue nach Bedürfnisslage. Ich bin ja auch kein Missionar, dessen Ziel es ist, seinen Glauben anderen Menschen über zu helfen. Mit dieser Einstellung und Haltung habe ich bisher immer gute Erfahrungen gemacht.

Die perfekte Hebamme finden

Ist die Entwicklung, die perfekte Hebamme finden zu müssen, gut oder schlecht? Wer meinen Blog schon eine Weile liest, weiß, dass ich für eine entspannte Grundhaltung mit einer ordentlichen Portion Selbstbestimmung eintrete. Ich finde es also gut, wenn sich Frauen intensiv mit ihrer Schwangerschaft beschäftigen und dabei herausfinden, was sie wollen und was ihnen wichtig ist. Und genau das möchte ich auch mit diesem Artikel weiter unterstützen. Apropos Entspannung: Lasst die Hebammensuche nicht durch falschen Optimierungswahn zum Krampf werden.

Ab wann sollte man sich eine Hebamme suchen?

Die Frage, welche Schwangerschaftswoche die richtige ist, ist leicht beantwortet: Es ist nie zu früh, sich eine Hebamme zu suchen! Du hast gerade festgestellt, dass du schwanger bist? Nur zu!
Irritiert? Ich weiß, viele Portale empfehlen die Hebammensuche viel später. Aber gerade in der Frühschwangerschaft gibt es ja bekanntlich schon oft Beschwerden, wie z.B. Übelkeit. Warum sollte man in diesem Fall nicht schon Hebammenhilfe in Anspruch nehmen? Und bestimmte Beratungsthemen sollten auf jeden Fall früh erfolgen. Was nützt es dir in der 20. SSW zu erfahren, dass du besser auf den „Hackepeter“ zum Frühstück verzichtet hättest?

Wonach suche ich eine Hebamme aus?

Der Kontakt zu deiner Hebamme wird im Verlauf der Schwangerschaft vermutlich eng sein. Deshalb ist es wichtig ist, dass du dich bei deiner Hebamme wohl fühlst. Und das führt zur Antwort auf die Frage nach dem Auswahlkriterium Nummer 1: Bauchgefühl!
Darüber hinaus gibt es aber natürlich ganz konkrete Dinge, über die du dir am Besten schon im Vorfeld Gedanken machst und dann auf dieser Grundlage mit der Hebammensuche beginnst:
Was will ich eigentlich? Wie stelle ich mir meine Geburt vor? Worauf lege ich Wert und was will ich nicht? Möchtest du eher eine Hebamme, die handfest, etwas älter und mütterlich ist? Oder lieber eine gleichaltrige Hebamme, die wie eine gut informierte Freundin auftritt? Entbindest du mit einer Beleghebamme in der Klinik, oder zu Hause? Welche Hebammenleistungen möchtest du in Anspruch nehmen? Und so weiter.
Das sind sehr individuelle Fragestellungen, die natürlich in ihren Antworten auch äußerst unterschiedlich ausfallen.

Der Hebammenbaukasten

Die ganze Hebammenbetreuung ist im Prinzip wie ein Baukastensystem, aus dem man frei wählen kann, was zu einem passt:

Vorsorge

  • ausschließlich von der Hebamme
  • abwechselnd mit dem Arzt
  • nur beim Arzt, aber mit Beschwerden, „Zipperlein“ und allem, was bei den ärztlichen Vorsorgen eher untergeht oder einfach nicht passt, zur Hebamme

Geburtsvorbereitung

  • ein Kurs für Frauen
  • ein Kurs für Paare
  • ein Frauenkurs mit ein bis drei Terminen, bei denen die Partner dabei sind

Geburt

  • Klinik mit Betreuung durch die diensthabende Hebamme (wie 90% der Frauen)
  • Klinik mit einer Beleghebamme
  • Hausgeburt mit einer Hausgeburtshebamme
  • Geburtshaus mit der dort tätigen Hebamme

Wochenbettbetreuung

  • Wochenbettbetreuung von einer freiberuflichen Hebamme

Rückbildung

  • Rückbildungskurs im Krankenhaus, Geburtshaus oder in der Hebammenpraxis

Diese Leistungen werden von der Krankenkasse bezahlt. Die Rufbereitschaftspauschale bei Haus- bzw. Geburtshausgeburt und der Partnerbeitrag beim Geburtsvorbereitungskurs müssen allerdings (meistens) privat bezahlt werden.
Aber, ganz wichtig: Das alles, außer der Klinikhebamme, muss man sich selber organisieren!!!
Einen genaueren Überblick über die gängigen Hebammenleistungen gebe ich in dem Artikel “Hebammenleistungen: Was beinhaltet das?

Zusatzleistungen
Viele Hebammen bieten zusätzliche Leistungen, wie z.B. Schwangerschaftsgymnastik oder Schwangerschaftsyoga, Schwangerenschwimmen, Massagen, etc. an. Das sind zwar durchaus schöne Begleitmaßnahmen, aber keine offiziellen Hebammenleistungen und werden natürlich nicht von der Krankenkasse getragen.

Das Hebammen-Interview

Mit den Vorüberlegungen von oben bist du nun schon sehr gut für ein Kennenlern-Telefonat, oder, wenn du es so nennen magst, das „Hebammen-Interview“ vorbereitet. Denn du weißt jetzt was du willst.
Aber wie führt man nun so ein Interview am besten? Entweder einfach gerade heraus, also wieder nach Bauchgefühl, oder du überlegst dir vorher einfach ein paar konkrete Fragen, die du im Telefonat „abarbeitest“. Was willst du, neben den harten Fakten, wie z.B. Verfügbarkeit, eventuell von ihr persönlich wissen?
Dies sind ein paar Fragen, die mir häufig gestellt werden:

  • Wie lange bist du schon Hebamme?
  • Hast du Kinder? (Für mich persönlich übrigens kein Kriterium. Es gibt ja auch Männer, die Frauenärzte sind.) ;-)
  • Wie stehst du zu ….? (Stillen, Homöopathie, Wunschsectio, …)
  • Wie läuft die Betreuung bei dir ab?
  • Wie oft und wie lange kommst du?
  • Kann ich dich auch zwischendurch anrufen, wenn ich eine Frage habe?
  • Wie erreiche ich dich? (Mail/Telefon/Handy)
  • Hast du eine Vertretung, wenn du mal nicht kannst oder krank bist?
  • Kennst du dich mit Naturheilmitteln/Akupunktur/Homöopathie aus?

Bei so einem Plausch am Telefon, bekommst du auf jeden Fall ein erstes Gefühl dafür, ob es passen könnte, oder eher nicht. Du muss ja nicht gleich einen Termin vereinbaren, und kannst, bei Bedarf, erst mal weiter telefonieren.

Wie tickst Du? – Das gegenseitige Abtasten

Hebammen sind ja in erster Linie für die Begleitung von natürlichen Prozessen da. Wenn du also am Telefon sagst: „Ich will übrigens einen Kaiserschnitt machen lassen und dann auch sofort abstillen“, dann musst du dir auch die Frage nach dem „Warum“ gefallen lassen. Oder stell dich zumindest darauf ein, dass sie kommt.
Ich frage immer nach. Allein schon, weil mir die Antworten viel über die Frau sagen: Vielleicht hat sie einen triftigen Grund einen Kaiserschnitt zu wollen, der dann natürlich auch für meine Betreuungsarbeit wichtig ist. Vielleicht ist sie aber auch völlig unaufgeklärt und will nur mit dem vermeindlichen Trend gehen. Vielleicht hat sie sich aber auch gut informiert und ihre Entscheidung bewusst so getroffen. Das sollte dann von der Hebamme natürlich respektiert werden, ansonsten ist sie die Falsche für den Job. Das Abtasten und Ausloten der jeweiligen Haltungen erfolgt also durchaus auf beiden Seiten. ;-)

Das erste Treffen

Wenn das Telefonat gut verlaufen ist, kann aber eigentlich auch gleich das erste Treffen für ein Vorgespräch verabredet werden. Wo das Treffen statt findet hängt davon ab, wie die Hebamme arbeitet: Manche Hebammen kommen zur Familie nach Hause. Andere machen einen Termin in ihrer Hebammenpraxis oder im Geburtshaus aus.
Beim Vorgespräch geht es erst mal darum sich (noch) besser kennen zu lernen: Die Hebamme sieht sich den Mutterpass an, tastet den Bauch ab und stellt Fragen zur Schwangerschaft. Ich frage auch gerne nach Erwartungen und Wünschen, manchmal auch nach Befürchtungen, wenn mir eine Frau z.B. sehr ängstlich vorkommt. Ich erkläre auch kurz wie ich arbeite, damit das Paar eine Vorstellung hat, was auf sie zukommt und lasse viel Raum für Fragen.

Was, wenn es nicht passt?

Wenn man zwar alles richtig gemacht hat, aber nach dem ersten Termin dennoch merkt, dass die Chemie einfach nicht stimmt, dann ist es das Beste, das möglichst sofort zu kommunizieren und getrennter Wege zu gehen.
Bezogen auf die Leistungsabrechnung wird es dann allerdings ein wenig kompliziert. Denn das Gesundheitssystem ist nicht auf ein Hebammencasting eingestellt und bezahlt das Vorgespräch daher auch nur ein Mal!

Kosten für ein Zweitgespräch

Wenn du also eine zweite und dritte…Hebamme kennenlernen willst, geht das auf deine eigene Rechnung. Wenn du der zweiten Hebamme aber verschweigst, dir schon andere angeschaut zu haben, bekommt sie diese Leistung von der Krankenkasse einfach nicht bezahlt. Das kommt leider immer öfter vor und daher reagieren Hebammen schon mal pikiert, wenn sie hören, dass schon jemand vorher da war, oder noch eine kommt. Die Kosten für ein Erstgespräch liegen übrigens aktuell bei 15,- € pro angefangene 15 Minuten. 30 Minuten sind Minimum, plus Fahrtkosten.
Wenn du die Situation aber vorher telefonisch klärst, und vor allem bereit bist den Termin aus eigener Tasche zu bezahlen, dürfte das natürlich kein Problem sein. Denn auch Hebammen sind Dienstleister und haben im allgemeinen Verständnis dafür, wenn es beim Erstgespräch mit der Vorgängerin nicht gepasst hat.

Fazit

Es ist gar nicht mal so selten, dass die „erstbeste“ Hebamme auch gleich perfekt passt.
Fragen zu stellen und mit Checklisten zu arbeiten ist gut, aber verlasst euch letzten Endes am besten auf euer Bauchgefühl!

Aus aktuellem Anlass

Was ist, wenn ich keine Hebamme finde?

Checkliste – Hebammensuche

Als Hilfestellung für alle Newsletterabonnenten, habe ich eine Checkliste für die gut organisierte Hebammensuche erstellt. Darin enthalten sind die Anregungen und Tips aus diesem Artikel, und es gibt genug Platz für deine persönlichen Fragen und Antworten.
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Feedback

So, jetzt bin ich aber neugierig!
Wie habt ihr eure Hebamme gefunden? Musstet ihr wechseln, weil irgendwas gar nicht ging, oder war alles perfekt?
Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen. Habt ihr vielleicht sogar noch einen heißen Tip auf Lager? Ggf. nehme ich ihn dann gerne in die Checkliste mit auf!

 



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35 Antworten
  1. Claudia
    Claudia sagt:

    Ich bin in so um die 30. Woche umgezogen – ca. 600 km entfernt von zu Hause. Ich habe mir dann im Internet ne nett aussehende Frauenärztin ausgesucht, welche ich wirklich super fand, und diese empfahl mir dann eine Hebamme, die ein Geburtshaus in unserem neuen Wohnort leitete. Und – Gott sei dank – hat alles von Anfang an gestimmt. Sie arbeitete mit zwei anderen Hebammen, die mir auch auf anhieb sympathisch waren, zusammen. Rund acht Wochen später kam dann die Große im Geburtshaus, welches an ein Krankenhaus angeschlossen war, auf die Welt. Bei der Mittleren waren die Vorsorge immer Wechsel, was mir sehr gut gefallen hat.

    Beim Jüngsten ging dann ne kleine Rundreise los. Ich hatte nach unserem Rückumzug, einen Frauenarzt ausgesucht, der ne Hebammenpraxis gleich im Haus hatte. Eigentlich praktisch. Nun ja, die Hebamme, die mir sympathisch war, war selbst schwanger und hatte ET wie ich. Die andere Hebamme wollte mich aus Zeitgründen nicht betreuen, was mir allerdings nicht viel ausgemacht hat – sie war mir unsympathisch. So viel auch die Frage wieder in den Raum, wo das Kind auf die Welt kommen soll. Von dieser bekam ich jedoch den Tipp, bei einer Hebamme anzurufen, was ich auch tat. Bei ihr stimmte die Chemie auch von Anfang an. So kamen wir dann auch in ein Krankenhaus was wir zwar gar nicht auf der Rechnung hatten allerdings uns sofort da pudelwohl gefühlt haben.

    Antworten
      • Claudia
        Claudia sagt:

        Ja, irgendwie war mir dann zweitrangig, dass der Kinderarzt nicht direkt im Haus ist, sondern eben fünf Minuten entfernt ist. Ich habe mich im Krankenhaus sehr wohl gefühlt – es kam fast ans Geburtshaus ran ;-) .

        Antworten
  2. Liz
    Liz sagt:

    Ich hab meine Hebamme über eine Freundin “gefunden”. Sie hat mir ihre Beleghebamme wärmstens ans Herz gelegt, und da wir bezüglich unserer Vorstellungen und Ängste ähnlich ticken, hab ich die Empfehlung gern angenommen. Es hat dann auch sofort gepasst – ein Casting wäre mir gar nicht in den Sinn gekommen.

    Meine Hebamme hat ihren Urlaub sogar meinetwegen eine Woche vorverlegt, sie kommt nun zwei Tage vor dem ET zurück. Anders wäre es terminlich nicht gegangen, und nun hoffe ich natürlich, dass das Kind nicht früher kommt :-) Aber ich wollte so gern mit ihr entbinden, dass es mir das “Risiko” wert war.

    Aber selbst wenn die Kleine früher in die Welt möchte, die Vertretung ist auch supernett, und das schaffen wir dann schon. Mittlerweile bin ich in der 35. SSW und hab ein bisschen Angst vor diesem seltsamen, völlig unbekannten Abenteuer Geburt…aber meine Hebamme hat mich in meiner Schwangerschaft immer dermaßen ermutigt und bestärkt, dass ich das Gefühl habe, ich bin bestmöglich vorbereitet.

    Gut, meine Frauenärztin hat auch ihren Teil beigetragen mit ihrer ruhigen kompetenten Art – das muss ebenfalls gesagt werden.

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Das ist ja nett, mit dem Urlaub!
      Es wird schon alles klappen. Hört sich an, als wär die Betreuung echt optimal gewesen.
      Ein bisschen Angst ist normal und gehört dazu. Du schaffst das!
      Liebe Grüße und viel Glück!

      Antworten
      • Liz
        Liz sagt:

        Ja, die Betreuung war/ist das, was ich gebraucht habe. Sie hat so eine zupackende Art, was mir in meiner Unsicherheit echt gut getan hat. Ein bisschen ein Gegenpol zu mir.

        Das die Klinik, in der sie als Beleghebamme tätig ist, hat mir auf Anhieb gefallen. Ich hatte die Klinik auch gar nicht auf’m Zettel, aber als ich dann zum ersten Mal dort war, fand ich die freundlich-persönliche Atmosphäre super. Die meisten Frauen, die ich kenne, waren in so großen Kliniken – bei einer war ich dabei, das hat mich dort eher eingeschüchtert. Sehr routiniert, aber auch irgendwie etwas unpersönlich, so ne große Klinik.

        Antworten
  3. napa
    napa sagt:

    Wir waren im Geburtshaus und von den beiden anwesenden Hebammen war uns die eine einfach sofort sympathisch. Nach einigen Wochen eröffnete sie uns, dass sie bald nicht mehr im Geburtshaus arbeiten wird und uns schweren Herzens an eine Kollegin abgeben muss, es sei denn, wir wollten eine Hausgeburt.

    Damit hatten wir uns noch gar nicht auseinandergesetzt und wir nahmen deshalb den nächsten Termin bei ihrer Kollegin wahr. Haben beide aber sofort gespürt, dass das gar nicht passt.
    Also wurde es eine Hausgeburt mit unserer Wunschhebamme.

    Und bei der Geburt unseres Kindes, war sie bereits schwanger, heute sind unsere Kleinen und wir Grossen befreundet. Was bedeutet, dass ich mir die Hebammensuche für unser Zwerglein, was im nächsten Jahr zur Welt kommen wird, bereits schenken konnte :-) Wir hätten sie sowieso noch mal angefragt. Aber so ist’s natürlich auch schön – jetzt gebären wir mit einer Freundin!

    Antworten
  4. mamafraumensch
    mamafraumensch sagt:

    Bei mir war es leider nicht so einfach, eine Hebamme auszusuchen. Die einzige Beleghebamme dieser Region war schon “besetzt” (mir aber auch bei dem kurzen Treffen zum Tag der offenen Kreißsaaltür unsympathisch), also blieb nur noch das Geburtshaus in der 40km entfernten Großstadt und da arbeitete zu dem Zeitpunkt nur noch eine Hebamme. Für die Zeit der Schwangerschaft passte es auch noch ganz gut. Leider verlief die Geburt nicht wie gewünscht… für den Verlauf kann die Hebamme vielleicht nichts, aber wir hatten die ganze Zeit das Gefühl, dass es ihr gerade nicht passte, dass wir jetzt entbinden wollten… Auch die Nachbetreuung hatten wir uns anders vorgestellt. Sie sagte später mal, die Frauen müssen sie um Hilfe bitten… Aber als Erstgebährende weiß man doch gar nicht, wozu die Hebamme “danach” zuständig ist. Letztendlich hab ich sie mal darum gebeten, sich meine Naht anzuschauen oder das Baby oder meine Brust (Stillprobleme). Sie selbst hat diese Punkte von sich aus nicht angesprochen… Auch fand ich es schade, dass wir die Geburt nie besprochen haben. Sie meint irgendwann nur, es wäre eine normale Geburt gewesen, während ich sie sehr traumatisch empfand. Auch fand ich schade, dass sie sonst so viele alternative Ansichten und Techniken vertritt und bei der Geburt nichts davon angewandt wurde (auch keine Vorschläge, als Erstgebährende kann.ich da ja auch schlecht fragen, wo.ich nicht weiß, was möglich ist). Leider ist das Verhältnis nun nicht mehr so gut, dass ich kaum noch Kontakt zu ihr habe. Für eine zweite Geburt käme sie.nicht mehr infrage.
    Danke für deinen Beitrag!

    Lg, Anja

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Ach, schade! Das hört sich nicht so gut an. Eigentlich – obwohl man als Hebamme schon viele Freiheiten in der Art seiner Betreuung hat – gibt es natürlich schon einen Standard. Einige Punkte werden bei jedem Wochenbettbesuch angeschaut, oder abgefragt. Im späteren Wochenbett kann es schon mal sein, dass man “nur” redet. Es ist nicht richtig, das die Initiative von der Frau ausgehen muss!
      Auch bestimmte Beratungspunkte sollten von alleine angesprochen werden. Wenn dann die Frau noch zusätzliche Fragen hat, um so besser!
      Liebe Grüße – und viel Glück für’s nächste Mal ;-)

      Antworten
  5. Anita
    Anita sagt:

    Ein Casting gab es hier auch nicht. Ich habe zuerst meinen (damaligen) Frauenarzt gefragt, ob ich denn schon mal mit der Hebammensuche beginnen sollte, da war ich in der 11. SSW. Er meinte, das sei nicht nötig, die würden zu diesem Zeitpunkt mit mir eh nur Kaffeetrinken… Zum Glück habe ich nicht auf ihn gehört und mich doch gleich auf die Suche gemacht. Ich habe eine ehemalige Nachbarin gefragt, die wiederum andere gefragt hat, weil sie ihre eigene Hebamme nicht empfehlen wollte. Die genannte habe ich dann angerufen, da sie selbst jedoch rund um den ET Urlaub hatte, hat sich mich an eine andere Hebamme verwiesen, die auch noch im gleichen Stadtteil wohnt wie wir. DIe wurde es dann auch und das war echt super. Sie hat einen Teil der Vorsorge übernommen, mich ermutigt meinen FA zu wechseln (nicht nur wegen der Hebammen-Bemerkung…) und hat mir im nicht ganz so leichten Wochenbett immer wieder das Gefühl gegeben alles richtig zu machen. Sie war zwar etwas verstreut und rückblickend würde ich manches auch anders machen als von ihr empfohlen – aber zu dem Wissen musste ich ja erst mal kommen. Ohne sie wäre ich in den ersten Wochen ziemlich orientierungslos gewesen.
    Und über den kleinen Paar-Geburtsvorbereitungskurs bei ihr haben wir tolle Paare kennengelernt (wir waren nur vier), mit denen wir heute befreundet sind, uns noch immer wöchentlich treffen und sogar zusammen Silvester feiern :)

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Kaffeetrinken…Super Idee! ;-)
      Leider gibt es immer noch Ärzte, die Hebammen als Konkurrenz betrachten, oder schlicht nicht ernst nehmen. Das ist schade. Es gibt aber auch immer mehr, mit denen die Zusammenarbeit toll ist. Ich habe ja auch eine Weile eine Hebammensprechstunde in einer Arztpraxis gemacht und ich finde das eine schöne Bereicherung für beide Seiten – vor allem aber, für die Frauen!

      Antworten
  6. mina
    mina sagt:

    Unsere erste Hebamme fand ich nicht So gut. Sie sagte ich solle Tee zufüttern weil meine kleine so viel trank und so schnell zunahm. Einen schnuller bräuchte sie auch unbedingt. Glücklicherweise ging ich zu der Zeit schon zu einem sehr fachkompetenten stillcafe mit ausgebildeten IBCLC kinderkrankenschwestern. Sie meinte, ach die haben ja keine Ahnung da im krankemhaus. Ich hab dann nur noch ja ja gesagt und gelernt nach dem Gefühl zu gehen, das wurde mir dort sehr schön vermittelt. Die 2. Hebamme hab ich dann im Gespräch nach ihrer Einstellung zum stillen usw. Gefragt und es war super. Beim ersten mal hatte ich einfach selbst noch keine Vorstellung davon was mir wichtig war.

    Antworten
  7. Tina
    Tina sagt:

    Hallo Jana,
    bei mir drehen sich seit Monaten die Gedanken um einige Fragen.
    Ich habe zwei Kinder. Ich werde ganz normal schwanger und es klappt meist recht zügig (3-6 Monate). Aber trotzdem hatte ich aufgrund Progesteronmangels immer ab der 6. -7. Woche Blutungen und musste Utrogest nehmen.
    Mein größter Wunsch ist es, eine Schwangerschaft ohne Utrogest, ohne frühe Arzttermine usw zu erleben. Am liebsten ohne ständigen US usw. Gibt es ausser Utrogst Möglichkeiten positiv einzuwirken?
    Habe einfach zu viel medizinische Interventionen erlebt und bin einfach so durch damit!
    Mein Zyklus ist 25-26 Tage, also vermute ich nur einen ganz minimalen Progesteronmangel.
    Die Ärzte winken mich nur ab und wollen mir stets komplette medizinische Versorgung aufdrücken…
    Bin ratlos…

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Liebe Tina, es tut mir so leid, aber das ist wirklich mal ein Thema, wo ich passen muss. Da kenn ich mich nicht gut genug mit aus. Du schreibst ” die Ärzte”, warst Du schon mal in einer richtigen Kinderwunsch-Praxis? Die sollten sich doch mit den Einstellungen sehr gut auskennen.
      Viel Glück!

      Antworten
  8. Frische Brise
    Frische Brise sagt:

    Ich kann nur von positiven Erlebnissen mit “meinen” Hebammen berichten. Ob Beleg- Geburtshaus- oder Hausgeburtshebamme, es hat immer gut gepasst und es waren allesamt ganz tolle Frauen.

    Witzigerweise hatten alle meine Hebammen, die direkt bei den Geburten meiner Kinder anwesend waren, selber keine Kinder.

    Eine große Auswahl hatte ich gar nicht, da ich z.B. bei der Geburt meines 4. Kindes eine Hausgeburt geplant hatte und es selbst in einer Stadt wie Hamburg nur eine Handvoll Hausgeburtshebammen gibt.

    Und immer habe ich sofort nach Entdecken der Schwangerschaft eine Hebamme kontaktiert, da mir die persönliche Zuwendung einfach enorm wichtig war. Gegen die volle Stunde für alle meine Fragen bei mir zu Hause kommt keine Arztpraxis an.

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Ach super, dass es gepasst hat!
      Das mit der geringen Auswahl bei Hausgeburtshebammen kenne ich auch aus Berlin. Das ist wirklich speziell schwer. Wenn der Geburtstermin dann auch noch ungünstig liegt (Sommerferien/ Weihnachten) gehen die Chancen Richtung Null. Da kann man nur jeder raten sich so früh, wie möglich zu kümmern.

      Antworten
  9. alasKAgirl
    alasKAgirl sagt:

    Ich bin grade mit unserem dritten Kind schwanger und mir graut schon wieder vor der Hebammensuche.
    In der ersten Schwangerschaft hat die Hebamme aus dem Vorbereitungskurs bei mir auch die Nachsorge gemacht. Ich empfand die Hebammenbesuche als grauenvoll und war froh, dass sie meistens nach zehn Minuten wieder verschwunden war. Das wichtigste war ihr ohnehin meine Unterschrift.
    In der zweiten Schwangerschaft war die Situation komplizierter, da die Entbindung 90 km von unserem Wohnort entfernt stattfinden sollte. Ich hatte dann am Entbindungsort eine Hebamme. Wir sind aber schon eine Woche nach der Entbindung wieder nach Hause gefahren, so das ich letztendlich nur zwei oder drei Termine mit der Hebamme hatte. Ich fand es nicht so schlimm, da die Hebamme und ich nicht wirklich auf einer Wellenlänge lagen. An unserem Wohnort habe ich mir keine mehr gesucht und es auch nicht vermisst.
    Und nun sollte ich wieder eine suchen, aber ich will eigentlich gar nicht. Ich weiß nicht, wann ich neben Vollzeitjob und zwei Kindern noch die Zeit finden soll, die richtige Hebamme auszuwählen, zumal die Entbindungssituation wie bei der zweiten Schwangerschaft sein wird. Und das, was andere Frauen vielleicht gerne mögen, nämlich die Betreuung zuhause, ist mir unangenehm. Ich habe nicht gerne fremde Menschen bei mir zuhause. Geht es beim dritten Kind nicht auch ohne Hebamme?

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Oh, das tut mir leid, du hast offensichtlich keine guten Erfahrungen gemacht. Natürlich zwingt dich keiner, beim dritten Kind Hebammenhilfe in Anspruch zu nehmen. Allerdings ist jede Schwangerschaft/ Geburt, und auch jedes Kind anders. Man weiß nie… Ich habe auch schon eine Frau beim 8. Kind betreut und sie hatte viele Fragen an mich ( hat mich auch erstaunt, ich dachte da lern ich eher noch was von ihr ;-))
      Vielleicht solltest du doch- sicherheitshalber. Wenn dann alles super klappt, kannst du ja sagen, dass du klar kommst und keine Unterstützung mehr brauchst.
      Viel Glück!

      Antworten
  10. einfach-ich
    einfach-ich sagt:

    Hier ist die Sache einfach. Habe mich etwa im 5. Monat für einen GVK angemeldet. Der wird von den beiden Hebammen geleitet, die in unserer Gegend die Betreuung übernehmen. Vorsorge hatte ich ausschließlich beim Arzt, wenn man es anders wünscht kann man das im Kurs erfragen oder halt früher anrufen. Zur Geburt des Kindes gibt es hier die Wahl zwischen verschiedenen Krankenhäusern mit 20 Minuten bis 1 Stunde Anfahrtszeit. In unserem Landkreis gibt es leider keine Geburtshilfe mehr. Ist das Kind dann da, ruft man eine der beiden Hebammen an und sie kommt vorbei.

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Ja, das ist leider das Resultat der Politik in Deutschland. Schnell die Petition zu Rettung der Geburtshilfe unterschreiben. Sonst geben die beiden Letzten im Umkreis wohlmöglich auch noch auf. :-(

      Antworten
      • einfach-ich
        einfach-ich sagt:

        Die Petition habe ich gleich zu Beginn unterschrieben und weiter gereicht :-) hoffe es wird was. Meine wunderbare Hebamme die die Entbindung gemacht hat ist nach der Schließung des Kreißsaales in die Schweiz gegangen. Sehr verständlich, aber ich trauere schon ein wenig. Hätte sie gern wieder gehabt in Zukunft. Für mich persönlich ist die Situation auch sehr doof, die erste Geburt wäre -hätte es nicht so schwerwiegende Komplikationen gegeben -sehr schnell gegangen. Ich habe eigentlich keine Zeit für eine Stunde Anfahrt, soll aber auf Anraten des Arztes, der die Entbindung letztendlich durchgeführt hat, wie auch die nachfolgende Re-Lap, zur eigenen Sicherheit lieber in eines der größeren Krankenhäuser gehen. Ja toll, und nun?

        Antworten
  11. Gina
    Gina sagt:

    Ich hatte mich in meiner ersten Schwangerschaft von den Empfehlungen auf “Jameda” leiten lassen – zu einem krassen Irrtum. Die Hebamme war mir im ersten Gespräch noch echt sympathisch gewesen, schon am ersten Abend des GVK hatte ich Zweifel an meiner Wahl: Wir mussten zu Kinderliedern “Fahrrad-Fahren” -bei 28°C Raumtemperatur, während sie daneben saß und sich Luft zufächelte. Was sie uns von Schwangerschaft und Geburt erzählte, war oft verbunden mit der Kritik an irgendwelchen Frauen, die sie betreut hatte (“Ich hatte da mal eine Frau, die hat gar nicht gemerkt, dass ihr Baby fast verhungert wäre…”) – ich hatte echt Angst, dass sie später über mich genauso herziehen würde, wenn ich und das Kind nicht ihren Erwartungen entsprächen und wurde leider in diesen Ängsten durch ehemalige, unzufriedene Patientinnen von ihr bestätigt. Aber ich blieb ruhig, ich brauchte ja schließlich eine Hebamme und für einen Wechsel schien es mir da zu spät. Dann bekam ich hohen Blutdruck, Sehstörungen und massive Wassereinlagerungen. Diese Hebamme, wie auch mein damaliger Arzt, erkannten die Präeklampsie nicht. Mir lies das aber keine Ruhe- ging ins Krankenhaus und dort wurde die Geburt umgehend eingeleitet! Fast zeitgleich kündigte mir die Hebamme die Nachsorge, weil ich angeblich eine andere Frau gegen sie aufgehetzt haben sollte (was mir völlig wesensfremd ist). Als sich das dann als Missverständnis entpuppte, war das Vertrauen dann schon zerstört. Ich hatte riesiges Glück, denn ich (bzw. mein Mann) fand durch Vereinskameraden noch so kurzfristig eine Hebamme, zu der wir jetzt ein richtig herzliches Verhältnis haben (auch nach dem Wochenbett mit Nummer 2). Ich würde keine andere Frau mehr an meine Neugeborenen lassen! Sie war mir wirklich schon so oft (z.B. bei Milchstau und Trinkproblemen) eine große Hilfe – auch am Wochenende, wenn andere einfach “zu” haben. Auch als eine andere Hebamme im Geburtsvorbereitungskurs Nr. 2 (den ich dann abgebrochen habe) mir vor allen Beteiligten erzählte, dass ich durch das Stillen des ersten Kindes mein Ungeborenes “fahrlässig” gefährden würde, hat mir “unsere” Hebamme einen Link geschickt, in dem das ganz wissenschaftlich widerlegt wurde. Ich bin mehr als dankbar dafür, dass sich alles so ergeben hat. Ich kann jeder Frau nur raten, rechtzeitig eine Hebamme zu suchen und sich im Bekanntenkreis zu erkundigen – die Bewertungen im Internet kommen nicht an die Mundpropaganda ran!

    Antworten
  12. Sonja
    Sonja sagt:

    Hallo,
    über deinen Artikel bin ich erstaunt. Ich bin seit der 14. SSW auf der Suche nach einer Hebamme in Hamburg (mittlerweile SSW 18) und komme mir vor wie eine Bittstellerin. Zu 80 % wird sich nicht mal zurück gemeldet und der Rest meldet sich zwar, hat aber keine Termine frei, teilweise weil zwei Wochen nach Geburtstermin Ferien sind und die Wochenbettbetreuung wegen Urlaub nicht gewährleistet werden kann. Am Anfang meiner Suche hatte ich auch noch Vorstellungen wie meine Hebamme sein sollte, aber mittlerweile ist er mir total egal wer es ist, Hauptsache einigermaßen nett und verfügbar!!!! Ich frage mich ob es anderen schwangeren auch so geht oder ob ich irgendwas falsch mache. Von einem “Hebammencasting” wie du schreibst ist also keine Rede. Ich hoffe sehr ich finde wenigstens noch eine für die Nachsorge das ist mir wichtig. Vorsorge macht meine Frauenärztin auch ganz gut, da könnte ich zur Not drauf verzichten.
    Die Petition zur Rettung der Geburtshilfe vor einigen Monaten hatte ich zwar auch untersschrieben, aber das nutzt wohl alles nichts mehr.
    Wünscht mir Glück, heute hab ich schon 15 Hebammen kontaktiert aber ich geb noch nicht auf.

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Hallo Sonja, man könnte sagen das der Teil des Artikel inzwischen veraltet ist. Es haben seit dem so viele Kolleginnen aufgehört. Du machst nichts falsch, sondern bist einfach Opfer der Gesundheitspolitik. Auch hier gehen seit geraumer Zeit so viele Anfragen ein wie nie. Ich bin schon quasi für die nächsten 9 Monate im Voraus ausgebucht. Bei meinen Kolleginnen sieht es ähnlich aus. Und viele Frauen bleiben ohne Betreuung. Das ist echt Katastrophal!
      Trotzdem wünsche ich Dir viel Erfolg. Vielleicht hast Du Glück!
      LG Jana

      Antworten
  13. Jana
    Jana sagt:

    Ich habe offenbar zweimal Glück mit meiner Hebamme…. Mit der ersten Hebamme, die die Nachsorge meiner ersten beiden Kinder gemacht hat, war ich richtig gut zufrieden. Sie hat beim zweiten Kind sogar die Nachsorge übernommen obwohl wir aus ihrem normalen Einzugsgebiet weggezogen sind. Jetzt bei meiner dritten Schwangerschaft habe ich mir eine neue Hebamme näher am Ort gesucht, weil ich diesmal auch Vorsorge bei ihr machen lassen, abwechselnd mit dem Gyn, der auch neu für mich ist. Keine Konkurrenz zwischen den beiden und die Chemie zwischen mir und meiner Hebamme stimmt genauso wie bei der ersten. Glück gehabt!

    Antworten
  14. mom
    mom sagt:

    Hebammensuche…bei uns mehr so: “Wie jetzt, du willst echt wen haben, der zu dir passt? Ähm hallo, wir sind eine Kinderboomstadt, sei froh, wenn Du überhaupt noch eine findest, die Dich zwischen ihre zahlreichen Termine quetschen kann.”
    Super für die Hebammen, ich gönne es ihnen von Herzen – für die Schwangeren und Mütter eher naja… :-)

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  15. Kalli
    Kalli sagt:

    Guten Morgen,
    ich habe zwei Hebammen am gleichen Tag telefonisch kontaktiert. Die erste ist mir leider ziemlich unsympathisch weil Sie auch sehr komisch am Telefon rüber gekommen ist..kalt und trocken. Ich habe allerdings trotzdem einen Termin ausgemacht, vor Angst keine mehr zu bekommen.
    Die zweite war mir dagegen sofort sympathisch und ich habe mich innerlich auch schon für Sie entschieden.
    Die Frage ist jetzt, wie soll ich der ersten Hebamme am besten absagen? Soll ich ehrlich sein oder lieber einfach sagen, dass kein Interesse mehr besteht?
    Danke für eine Antwort :)
    Schönen Sonntag!
    Kalli

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    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Liebe Kalli, was soll ich Dir raten? Mach es so, wie Du ein gutes Gefühl damit hast. Die Hauptsache ist doch, Du sagst überhaupt ab und ermöglichst der Hebamme so, noch eine andere Frau in dem Zeitraum anzunehmen. Manchmal ist es ja einfach so, dass zwei Menschen irgendwie nicht passen.
      LG
      Jana

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      • Kalli
        Kalli sagt:

        Liebe Jana,
        ja das ist klar, dass es manchmal so ist :-) Ich wollte nur wissen, ob es für Hebammen generell wichtig ist den Grund zu erfahren, warum man doch nicht mit ihr zusammen kommen möchte. Ich würde es z.B. gerne wissen wollen an ihrer Stelle.
        Mittlerweile habe ich ihr aber abgesagt. Ich habe ihr einfach geschrieben, dass ich mich anderweitig entschieden habe.
        LG
        Kalli

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  16. Heidi
    Heidi sagt:

    Ich hatte mich bereits im zweiten Monat um einen Termin in einer Hebammenpraxis in der nähe Bemüht da ich gehört hatte daß es etwas schwierig sei in Berlin.
    Mir wurde trotz Nachfrage am Tel. welche Hebammen denn Kontingente hätten und ob ich denn selbst wählen könnte beim Erstgespräch eine Hebamme vorgesetzt. Ich fand es zwar ärgerlich daß meine Fragen von Seiten der Praxis nicht beantwortet wurden aber da die Chemie zw. Mir und der “zugeteilten” Hebamme gestimmt hat hab ichs gut sein lassen.

    Aufgrund von Streitigkeiten zw. der Hebammenpraxis und meiner betreuenden Hebamme kündigte meine Hebamme die Mitarbeit in der Praxis und bot mir an,mich als selbstständige Hebamme weiter zu betreuen.
    Zw. Praxis und Hebamme entstand ein Gerangel um Patienten. Ich entschied mich dazu mich von meiner Hebamme weiter betreuen zu lassen nachdem mir die Praxis versucht hat ohne Erklärung oder Beantwortung von Fragen eine andere Hebamme vorzusetzen.

    Das Ergebnis des ganzen war, daß meine Hebamme öfters kurzfristig Termine abgesagt und umverlegt hat und ich ihr wegen Terminen tagelang hinterherrennen mußte. Außerdem war sie so überfordert und unzuverlässig daß ich meine Vorsorge nur noch hab beim Arzt machen lassen und mich in der 26. SSW wieder auf Hebammensuche begeben weil ich Bedenken hatte daß ich im Wochenbett ohne Betreuung bin.

    Ich bin so verärgert und genervt daß ich mir überlegt habe ganz auf eine Hebamme zu verzichten weil ich es einfach unmöglich finde wie unprofessionell und unverschämt sich einige Hebammen verhalten nur weil genug Nachfrage von Schwangeren da ist.

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  1. […] und Autorin des lesenswerten Hebammenblogs, hat einen schönen Beitrag geschrieben, wie man bei der Hebammensuche am besten vorgehen sollte. Wenn man ihre Tipps berücksichtigt, findet frau sicher die Hebamme, die […]

  2. […] (selber Hebamme) hat dies und noch einiges mehr zu dem Thema in dem Artikel Hebammensuche — die richtige Hebamme finden beschrieben. Ein sehr lesenswerter […]

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