Blogfamilia 2018 - Logbuch

Blogfamilia & Hebammentag 2018 – Ein Logbuch mit Filmschnipseln

*Tagebuchbloggen*
Die tollen und spannenden Termine fallen ja immer auf einen Tag. Mir geht das jedenfalls ständig so. In diesem Jahr waren das die Blogfamilia (die Konferenz der Familienblogger, die seit vier Jahren in Berlin stattfindet) und der internationale Tag der Hebammen (der Tag an dem die Arbeit von Hebammen geehrt und auf ihre gesellschaftliche Bedeutung hingewiesen wird).
Beides sind tolle und wichtige Events für mich, so dass mir dieses Zusammentreffen erst gar nicht passte. Glücklicherweise sortierte sich das dann aber von allein zurecht: Die Blogfamilia fand tagsüber statt und die Hebammenparty stieg erst abends.

Eine große Familie

Schon zwei Tage vor der Konferenz begann bei uns zu Hause das Blogfamilia-Feeling: Julia und Max, die zusammen den Blog „Die gute Kindestube“ schreiben, zogen mit ihren beiden supersüßen Kindern bei uns ein. Über Twitter hatten sie in Berlin nach einem Schlafplatz gefragt. Da bei uns, auf Grund der 5-monatigen Auslandsreise meiner großen Tochter, ein Zimmer freistand, und weil wir gerne Besuch haben, lud ich die vier zu uns ein. (Da soll noch einer sagen das Netz mache einsam ;-)). Irgendwie fühlt man sich ja auch wirklich ein bisschen wie ein Teil einer großen Familie. Durch das Lesen der vielen Blogs hat man oft das Gefühl, sich eh schon gut zu kennen. Und bei Julia und mir stimmt das sogar. Denn sie war nicht das erste Mal unser Gast.

Freitag – Kleiner Vorgeschmack & Aufbau

Am Freitagabend fuhr ich dann als Aufbauhelferin zu der Blogfamilia-Location. Da die Konferenz seit ihrer Gründung vor vier Jahren immer weitergewachsen ist, musste auch jedes Mal ein neuer Ort für die Veranstaltung gefunden werden. Diesmal war es das Hotel Aquino, das Tageszentrum der Katholischen Akademie in Berlin Mitte.

Der Nachmittag vor der Blogfamilia:

(Zu sehen sind: Katharina von: „Sonea Sonnenschein“, Thomas Guntermann: (Gunthermann GmbH) & „Ich bin dein Vater“ -Blog, Alu eine der Blogfamilia Gründerinnen und „Große Köpfe“ Blogschreiberin, Beatrice von „beatrice-confuss.de”, Christian vom “Familienbetrieb”, und noch ein paar andere, die da durchs Bild huschen.)

So, das waren jetzt mal ein paar Impressionen vom Tag davor. Wir haben alle Kartons ausgeräumt und eine Packstrasse gebaut. Danach wurden die Goody-Bags bestückt. Zwischendurch kamen noch zwei Lieferwagen prall vollgepackt mit Luftballons für die Deko an.

Dann haben wir die Stände für die Sponsoren aufgebaut. Ohne Sponsoren ist ein Event in so einer Größenordnung nicht mehr wirklich machbar. Es sei denn die Eintrittspreise gehen extrem hoch. Und die Blogfamilia soll ja umsonst bleiben. Wir alle zahlen nur einen kleinen Beitrag, der für die Preisverleihung gedacht ist. Denn jedes Jahr werden drei Blogger für besonders soziales Engagement geehrt. Die wiederum spenden das Geld dann für einen wohltätigen Zweck. <3

Daher auch von meiner Seite nochmal vielen Dank an die Sponsoren (Achtung Werbeeinblendung): TOMY, Rossmann, Bund der Freien Waldorfschulen, HP, AXA, das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend, rabach kommunikation, Betreut.de, Jugendherbergen zwischen Nordsee und Sauerland, die Verlagsgruppe Beltz, scoyo, phaeno, Kosmos Verlag.

Jedenfalls hat Konsti (Alu‘s Mann, zweiter „große Köpfe“-Schreiber und Blogfamilia Geschäftsführer) dann für alle Pizza und Getränke besorgt und es wurde noch ein bisschen gequatscht.

Me & We-Time

Danach hatten die Vereinsmitglieder noch eine Sitzung zu beschreiten und ich wurde von meinem Mann abgeholt. Schließlich begann ja auch das Wochenende.
Wir zwei sind dann noch kurz für einen Sundowner ins Bikinihaus gegangen. (Kleines, spontanes Elterndate – kann ich nur empfehlen).

Blogfamilia 2018: Sundowner

Allerdings bin ich bei der Gelegenheit so durchgefroren, dass ich danach zu Hause sofort in die Badewanne musste. Dazu habe ich mir unvernünftiger Weise eine Netflixserie angemacht und bin dann etwas versackt. Aber egal. Die Aufregung am nächsten Morgen hat dafür gesorgt, dass ich trotzdem relativ gut aus dem Bett gekommen bin.

Samstag – los geht’s

Direkt nach dem Aufwachen gratulierte ich erst einmal digital allen Kolleginnen zum Hebammentag. Dann machte ich mich fertig.
Die schlechte Nachricht an dem Morgen war: Der kleine Sohn meiner Gäste war krank. Also konnte nur ein Elternteil mit einem Kind zur Blogfamilia mitkommen. Max und die große Tochter kamen also mit mir mit und Julia blieb mit dem Kleinen zu Hause. Das tat mir echt sehr leid.

Als wir dann in der Katholischen Akademie ankamen, war es schon extrem wuselig. Meine Wunsch-Session war schon ausgebucht. Mist!
Aber egal. Ich wurde von drei netten jungen Mädels (Freundinnen meiner Tochter) eingewiesen und stürzte mich ins Getümmel.

Dann läuteten schon einige Helfer die Eröffnungsrede von Alu und Janny „Ich bin dein Vater“ ein. Und zwar mit katholischen Kirchen-Schellen. Das sollte der Running-Gag des Tages werden.

Blogfamilia 2018: Eröffnungsrede

Das private Bloggen ist politisch genug, um auch in der großen Politik anzukommen

Gleich danach folgte das Grußwort der Familienministerin, Frau Dr. Franziska Giffey. Besonders charmant war, dass die Familienministerin ihren Sohn dabei hatte. Schließlich war ja Wochenende. Er zuppelte ihr nach der Rede, als es ihm etwas zu lange dauerte, auch gleich am Arm und fragte, wann sie denn nun endlich gehen würden. Dass sich die Ministerin mit Vereinbarkeit auskennt, kann ja nur helfen.

Ich fand Frau Giffey ja schon in ihrem Amt als Neuköllner Bürgermeisterin sehr sympathisch und bin sehr gespannt auf ihre Arbeit für‘s Familienministerium.

Dann folgte die Keynote von Therese Bücker, der Chefredakteurin von EDITION F, die ich sehr mag. Ihr Vortrag kann hier nachgelesen werden.
Nach diesem grandiosen Auftakt hatte man 15 Minuten Zeit, um sich mal ein wenig umzusehen. Ich habe die Zeit genutzt, um ein paar Leute zu treffen und zu befragen, was sie denn motiviert hat, zur Blogfamilia zu kommen.

Zu sehen sind Sophie “Berlin Freckles”, Sandra “Smart Mama”, Bettie „Frühes Vogerl“, Fabian „New Kid and the Blog“, Isabel “Natur Gesund Familie”, Sonja “Mama Notes”, Jochen “Jochen König”, Rike Drust „infemme.com“ – Blog (und weitere)

Liebgewonnene Netzmenschen treffen

Danach begannen die Talks und Workshops, die ich, wie ich gestehen muss, geschwänzt habe. Denn ich hatte einfach so viel Spaß damit, alte Bekannte zu treffen und neue Leute kennen zu lernen. Daher schaute ich nur kurz beim TALK: „Leben im postdigitalen Zeitalter: Ein Balanceakt zwischen digitaler und analoger Welt“ rein, setzte mich dann aber in die Sonne, um mit Sonja (mama Notes) und Jochen König zu quatschen. Dort wurden wir dann aber bald von Konsti „verscheucht“, der uns darauf hinwies, dass es schon Mittagessen gab und es jetzt noch recht leer am Buffet sei. Recht hatte er.

Nach dem Essen wurde dann im Hof nahtlos weitergequatscht (oder auch genetzwerkt).
Zufällig hatten Johnny „Johnnys Papablog“ und ich ähnlichen Streifenfummel an. Als wir uns dann auch noch neben einander setzten, wurden wir irgendwie zum Fotomagneten. (Hier mit Sonja und Janni):

Die @blogfamilia ist vorbei aber ich bastel Euch am day after meine #Fotolovestory des gestrigen Tages. Schön war es! Mit vielen guten und lustigen Gesprächen, Inspirationen fürs Blog, Motivation wie #Pinterest und ich doch noch mal zusammen kommen, die Idee temporäre feministische Tattoos mit Kulli malen und damit groß raus kommen von @beatrice.confuss 😂, vielen Blogpostideen, die immer wieder wichtige Erkenntnis, dass das Private politisch ist, gerade bei Elternblogs – und vorallem so viel FLAUSCH! 😍❤ 🦄 Danke nochmal an die Veranstalter*innen, alle Vortragenden, die Sponsoren und die sehr gute Keynote von @fraeulein_tessa, die ich hoffe nochmal im Netz nachlesen zu können. #blogfamilia #dasprivateistpolitisch #dasinternetisteinguterort #elternblogs #elternblogger, #elternbloggerkonferenz #internetkonferenz #momblogger #dadblogger #familienblog #familienblogger #familienleben #familie #kindheit #kinder #lebenmitkindern #momlife #twitter

Ein Beitrag geteilt von Sonja Lehnert | mama-notes.de (@mama_notes) am


Wen hab ich noch getroffen? Also mit der lieben Jessica „Herz & Liebe“ habe ich mich sehr gut unterhalten. Wir kennen uns ja schon lange, sehen uns aber immer nur auf Veranstaltungen. Sie hat dann auch mein obligatorisches Luftballonbild geschossen. (Für nächstes Jahr werde ich versuchen, die Pose noch ein bisschen zu optimieren).

Blogfamilia 2018: Standardpose

Die wunderbare Nina „Juramama“, mit der ich allerdings dieses Mal einfach keine Zeit fand. Glücklicherweise laufen wir uns öfters mal über den Weg. Hier mit Sonja:

Blogfamilia 2018: Nina & Sonja

Die Mädels von Maternita waren natürlich auch da. Inga und Uli sehe ich tatsächlich auch außerhalb des Bloggerkontextes, da ja unsere „echte“ Arbeit durchaus Berührungspunkte hat. Mit Inga mache ich sogar gemeinsame Sache, denn wir leiten gemeinsam Zwillings-Geburtsvorbereitungskurse. <3

Blogfamilia 2018: Inga & Ulli & Jana

Carola’s Blog „frische Brise“ ist einer meiner Favoriten. Hier noch Mal mit Jessica:

Blogfamilia 2018: Carola & Jessica & Jana

Silke Plagge von (unter anderem) „Forty Something“ habe ich getroffen. Aber wir haben doch tatsächlich vergessen ein Foto zu machen. Dafür haben wir umso mehr gesprochen. Und wie mein Mann immer sagt: „Du hast mit dem Herzen ein Foto gemacht“. Ja, so ist das wohl.

Singende Dinos auf der Blogfamilia

Nach der Pause stürmten dann plötzlich riesige Dinofiguren den Saal. „Heavysaurus“ ist eine Kinder-Rock-Band für 3-10 Jährige. Wobei die kleineren Kinder das wohl doch etwas gruselig fanden. Aber die größeren haben ordentlich mitgerockt. Wie das klingt, wenn Dinos Musik machen, könnt ihr hier nachhören:

Schlagfertigkeit üben

Nach den Dinos kam eins meiner persönlichen Highlights:

Nicole Staudinger – „Die Schlagvertigkeitsqueen“ rockte die Bühne. Wow, ist das eine Powerfrau! Sie hätte für meinen Geschmack gerne doppelt so viel Zeit haben können. Denn schon in der Kürze konnte ich Einiges für mich mitnehmen. Denn es gibt für mich immer Mal wieder Momente, in denen ich leider sprachlos bin. Zum Beispiel wenn Mitmenschen unverschämt, oder einfach bösartig agieren. Also die Zweiwort-Sätze und auch den imaginären Schutzschild werde ich auf jeden Fall kultivieren. Neugierig?! Sie tourt auch. Im Herbst kommt sie nach Berlin und ich denke, da muss ich dann auch nochmal hin.

Content rules (weiterhin)

Nach Nicole kam die zweite Workshop-Runde und da bin ich zu Maret & Maximilian Buddenbohm’s „Content Generierung“ gegangen. Grundsätzlich habe ich zwar tatsächlich keine Probleme, Inhalte für meinen Blog zu finden (bei mir hapert es nur oft an der Zeit), aber ich schätze den Blog „Buddenbohm & Söhne“ sehr und war echt gespannt, die Familie mal offline zu sehen. Ich kann nur sagen, die vier – denn die Söhne waren auch anwesend – sind genau so sympathisch, wie im Blog.

Techtalk auch unter Elternbloggern

Danach standen die Buddenbohms, Sonja, Patricia und ich noch ein bisschen zusammen. Die Themen wechselten. Ich weiß nicht mehr, wie wir auf Spiele kamen, jedenfalls outete ich mich als Spieleverweigerer. Ich mach ja wirklich viele Dinge gerne mit Kindern: Basteln, Lesen, alle möglichen Draußenspiele, Experimente… aber ich mag so gut wie keine Gesellschaftsspiele und finde Computerspiele langweilig. Daher entsteht bei mir zu Hause leider die klassisch, konservative Verteilung: die Jungs zocken, ich nicht. Patricia‘s Blog „das Nuf“ lese ich natürlich (es war der erste Blog, den ich überhaupt gelesen habe). Daher kenne ich ihre Serie über Spiele, bzw. über Medienkompetenz und Kinder. Aber ich habe mich bisher noch nie davon inspirieren lassen, etwas auszuprobieren. Jedenfalls konnte sie das wohl nicht so stehen lassen und hat mir nun eine Reihe Spiele empfohlen. Das Erste (Achtung Werbung – weil Produktnennung) „Spaceteam“ habe ich gestern mit meinem 12-jährigen Sohn ausprobiert. Ich muss gestehen, wir hatten echt Spaß. Mein Mann kam irgendwann im Wohnzimmer vorbei, als wir gerade vor Lachen zusammenbrachen. (Also Patricia, falls du das liest: Danke! Ich probier das andere Zeug auch noch.)

Emotionen

Am Abend fand noch die Blogfamilia-Award-Verleihung statt. Die Ehrungen waren wirklich emotionale Momente. Und das passiert ja nur, wenn die Anliegen der Ausgezeichneten wirklich wichtig und echt sind. Man merkte allen die Rührung sehr an, was wiederum den ganzen Saal sehr bewegte.

Danach kam die Danksagung und Verabschiedung.

Es gab noch einen netten Ausklang im Hof. Dazu konnte man Bier und herzhafte Waffeln erwerben. Nach weiteren Gesprächen – endlich habe ich mal das zweite „gewünschteste Wunschkind“ Danielle kennengelernt (mit Katja hatte ich schön öfters mal die Ehre) – war ich platt.

Party zum Hebammentag

Erneut ließ ich mich vom Liebsten abholen, der im Hof auch noch ein bisschen mit uns den Ausklang genoß. Er kennt inzwischen auch einige von „diesen BloggerInnen“. Aber eigentlich waren wir verabredet, um zusammen auf meine Hebammen-Tanzparty zu gehen. Mein Mann schwächelte dann leider kurz vor knapp. Die Woche saß ihm noch etwas in den Knochen, so dass ich dann alleine zu meiner Party ging, wo ich viele Bekannte und Freundinnen traf und noch eine Menge Spaß hatte…

Drei liebe Kolleginnen hatten extra eine Partylocation gebucht und viele von uns eingeladen, gemeinsam „unseren Tag“ zu feiern. Mit eingeladen waren die Hebammenpartner, und auch die großen Kinder waren mit von der Partie. Ich kann nur sagen: Es war mir ein Fest!
Man soll ja nicht über Dinge schreiben, die unter Alkoholeinfluss und nach Mitternacht passieren, daher hier nur ein winziger Einblick:


Insofern kam ich sehr spät nach Hause.

Nachwehen

Der Sonntag war gleich wieder prall gefüllt mit Familienleben: Brunch mit Freunden und Kindern, Grips-Theater und einem mondänen Spargelessen am Abend (nee, der 12jährige mag natürlich keinen Spargel und bekam eine „Extrawurst“ – wir sind hier ganz normal).

Und am Montagmorgen verabschiedeten wir dann auch noch unsere Hausgäste, womit das letzte Fitzelchen Blogfamilia für dieses Jahr aus unserem Leben verschwand. Schade!

Bis auf die Goody-Bag. Die wurde natürlich noch ausgepackt und bestaunt.

Blogfamilia 2018: Goodiebag

Was soll ich sagen? Es war toll, es war spannend und ich habe mich gefreut, dabei sein zu dürfen und Teil dieser großen, bunten Familie zu sein.
Bleibt mir nur noch, den großartigen OrganisatorInnen „Danke“ zu sagen: Danke, dass ihr das alles macht. Ihr seid wunderbar! Wir sehen uns – im Netz.

*Knicks und ab*



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