Brief an mich: Quintessenz

Geheimnisse aus der Zukunft: Eltern-(Blogger)-Wissen

Hier kommt die Quintessenz der Sommerblogparade #MeinBriefAnMich!
Im Sommer sind bei mir 32 wunderbare Blogbeiträge von Frauen, die sich Briefe in die Vergangenheit geschrieben haben, eingetrudelt. WOW!
Wer das liest, kann später nicht sagen: „Hätte mir das doch nur einer früher gesagt!“ Also schaut mal rein und lest selbst, was euch alles erspart bleiben könnte. Es geht um Schwangerschaft, Geburt, die Zeit danach, u.v.m…

Zu Beginn lass ich hier aber erst mal eine begeisterte Leserin sprechen:

“Ich bin echt superdankbar für die vielen Briefe, die Ihr geschrieben habt, und auch für die Plattform, die Jana geboten hat! (…)– Eure Briefe waren so berührend und persönlich, aber einfach auch so hilfreich für mich, weil ich sehen konnte, was für eine Bandbreite an Themen auftauchen, und wie viele unterschiedliche Strategien Ihr gefunden habt, um damit umzugehen!

1. Der Anfang ist der Wahnsinn.
2. Einfach machen, Schritt für Schritt, es geht schon gut.
3. Lass die anderen reden, du kannst es eh nie allen recht machen.
4. Immer mit der Ruhe, Anforderungen von außen abschütteln, die können auch noch nach 14 Tagen zum Kaffeetrinken kommen und eigenen Kuchen mitbringen.”

Toll, oder? In diesem Sinne: Ganz herzlichen Dank an alle Bloggerinnen für’s Mitmachen bei der Sommerblogparade.
Ich freue mich natürlich ebenfalls riesig über die tolle Mischung der Beiträge! Und weil das alles so bunt, vielfältig und fast unüberschaubar ist, habe ich die Ratschläge der Bloggerinnen als kleine Quintessenzen für euch nach Themenbereichen gegliedert und verlinkt.

Die erste Zeit mit Kind… oder: Aller Anfang ist schwer

  • Mal alle Besucher raus schmeißen und sich einfach nur mit Mann und Kind im Bett einkuscheln. (Bella von Familieberlin)
  • Nicht alles runter schlucken und verdrängen! (Nadine von Zwischen Windeln und Wahnsinn)
  • Höre auf dein Bauchgefühl und habe Vertrauen in dich und das Baby!
    Einen Säugling kann man nicht verwöhnen!
    Schalte mindestens einen Gang runter!
    Besuch kann warten.
    Ratschläge – links rein, rechts raus.
    Manche Dinge muss man einfach akzeptieren.
    Der Mann und du – ihr seid ein gutes Team! (Rachel von Saperipopette)
  • Sei nachsichtiger mit dir und Anderen! (JesSi von feierSun.de)
  • Entspannen und nicht so viel vergleichen und lesen. (Nina vom Mainzer Wohnzimmer)
  • Manchmal sind schlechte Erfahrungen notwendig um im neuen Leben als Mutter anzukommen. (Frau S Marmeladenschuh)
  • Isoliere dich nicht und nimm Hilfen an. (Dani von Glucke und so)

Stillen

Über das Stillen, beziehungsweise darüber, dazu völlig falsch beraten worden zu sein, machten sich zwei Bloggerinnen Gedanken:

  • Am Ende wird alles gut und wenn nicht alles gut ist, ist es nicht das Ende. (Sarah von Mamaskind)
  • Stille so wie du es für richtig hältst.
    Stille wann und wo du willst.
    Stille wann und wo dein Sohn will.
    Stille solange du willst.
    Stille solange dein Sohn es braucht.
    Lass dir nicht einreden, du brauchst Zeiten.
    Lass dir nicht einreden, dass man mit einem halben Jahr zufüttern muss.
    Lass dir nicht einreden, dass man ein Kind mit einem Jahr nicht mehr stillt. (Chrissy von Sonnenshyn)

Kann ich alles unterschreiben! ;-)

Kaiserschnitt

Um ungewollte Kaiserschnitte und dramatische Starts ins erst mal arg überschattete Familienleben ging es ebenfalls mehrfach:

  • Halte durch, es lohnt sich – du schaffst es, Schritt für Schritt. (Anja von Die Kellerbande mit Herz und Seele)
  • Auch wenn es nicht so ist, wie du es dir gewünscht hast, und auch für eine lange Zeit nicht wird, so ist es doch irgendwann gut. Vielleicht bekommst du sogar noch eine ganz tolle zweite Chance. (Tanja von Tafjora)
  • Halte durch! (Stella von Brüderchen Feuer und Brüderchen Wind)
  • Vertraue auf dich und deinen Körper. Nimm nicht jeden gut gemeinten Ratschlag an. Informiere dich im Voraus besser und – ganz wichtig – setze dich nie wieder derart unter Druck. Dann wirst du das Kind schon schaukeln.“ (Anja von MamiAnders)

Entspannung!

Für eine entspannte und lockere Haltung in der Mutterschaft plädierten gleich fünf Bloggerinnen:

  • Mach dich nicht bekloppt (Anke von Lächeln und Winken) – Eins meiner persönlichen Highlights!
  • Vergiss Deine Interessen nicht. Vielen Frauen geht es wie dir! (Laraine von Essential unfairness)
  • Beachte deine Grenzen und genieße jede Minute! (Bettie von Das frühe Vogerl und die fabelhaften Veränderungen)
  • Sei gelassen und vertraue dir, deinen Kindern und deinem Umfeld. (Nadja von Mama im Spagat)
  • Sei unproduktiv und suche nach Verbündeten. (Sonja von MamaNotes) – Absolut großartig!

Abgrenzung

Über die Notwendigkeit der Abgrenzung und der Befreiung aus überzogenen Erwartungen wussten ebenfalls fünf Frauen zu berichten:

  • Hör nicht so viel auf den Rat Anderer! (Sarah von Zwergenzimmerchen)
  • Bleib dir treu und lass dich nicht von Anderen verunsichern. (Fenja von Nutella und Weißenbier)
  • Lass dich von denen inspirieren, die dir Mut zusprechen und lass die links liegen, die dir nicht gut tun. (Anna von A Bullerbü Life)
  • Konzentrier dich, trotz aller Anstrengung, auf die guten Seiten! (Julia von Die gute Kinderstube)
  • Regel die hoch gesteckten Erwartungen runter, um gute Entscheidungen treffen zu können. (Sophie von Kinder haben und trotzdem Leben)

Selbstbestimmung

Darum, wie eine gute, selbstbestimmte Geburt zu erreichen ist, ging gleich zwei Mal:

  • Mach dir einen Geburtsplan! (Tabea von MamaBabyVision)
  • Du hast vieles selbst in der Hand. (Susanne von Meine Traumgeburt)

Ängste

Super mutig fand ich diese beiden Texte, in denen es um Ängste geht:

  • Versuche nicht so verkopft und ängstlich zu sein! (Catharina von Kleine Böcke)
  • Genieße die Schwangerschaft, anstatt dich von der Angst lähmen zu lassen. (Alina von Liebling ich blogge jetzt)

Kinderwunsch

Besonders gerührt hat mich der Beitrag von Düse (von Wunschkinderwege), bei dem es um die Zeit geht, da sie verzweifelt versuchte schwanger zu werden und einige Enttäuschungen erlebte.

Aus einem Paar wird eine Familie

Alu (von Großeköpfe) brachte mit ihrem Blogbeitrag ein ganz spannendes Thema in die Parade: Es geht in ihrem Text darum, wie sie und ihr Mann sich als Paar durch ein gemeinsames Kind verändert haben.

Fehlgeburt

Den Beitrag von Andrea von MeWorkingMom fand ich einerseits traurig, auf der anderen Seite auch sehr tröstend und Mut machend. Andrea hat meinen größten Respekt dafür, diese intime Geschichte öffentlich gemacht zu haben, um somit vielleicht auch anderen Frauen in ähnlichen Situationen zu zeigen, wie man damit umgehen kann.

Genderfragen

Sabrina von Wunschkind-Herzkind-Nervkind machte sich Gedanken um die Bedeutung, die dem Geschlecht des Kindes zugewiesen wird. Ihr Beitrag ist ein schönes Plädoyer gegen Schubladendenken.

Ausbleibende Mutterliebe

Ebenfalls sehr gefreut habe ich mich über Hannas Text (von Rubbelbatz). Meiner Erfahrung nach ist es gar nicht so selten, dass eine Mutter ihr Kind nicht vom ersten Moment an abgöttisch liebt. Ebenso wie Hanna fühlen sich Viele in erster Linie erst einmal nur überfordert. Es gibt eben die Liebe auf den ersten Blick, aber auch die, die erst langsam wächst. Ich fand es großartig, dass Hannah sich getrau hat, diese Sorge, dass mit ihr etwas nicht stimmen könnte, so öffentlich zu beschreiben.

„Hätte mir das doch nur einer früher gesagt…“

Ich hoffe, dass die Eine oder Andere von euch sich hier schon ein paar nützliche Tipps abgreifen konnte. Ich habe die Beiträge jedenfalls alle super gerne gelesen. Zwischen weise und augenzwinkernd war von Allem irgendwie etwas dabei.
Zum Schluss möchte ich aber noch mal Anke zu Wort kommen lassen. Sie schrieb:

„Hat irgendwie gut getan. Und auch wenn’s mir rückwirkend natürlich nicht wirklich helfen wird, das erste Jahr mit Kind entspannter zu erleben, lese ich meinen Brief an mein früheres Ich vielleicht ja auch einfach nochmal, wenn/falls sich ein zweites Kind ankündigt. Ich hege nämlich irgendwie die Befürchtung, dass mich die Schwangerschafts- und Stillhormone durchaus noch ein zweites Mal völlig aus den Schuhen hebeln könnten – womöglich nicht mehr so dolle wie beim ersten Mal und vielleicht auch irgendwie anders.“

Klar, man muss letztendlich seine eigenen Erfahrungen machen. Aber vielleicht hilft’s einem im entscheidenden Moment dann doch ein bisschen hier gelesen zu haben.

Will noch jemand was zum Besten geben? Was ist euer: „Hätte mir das doch nur einer früher gesagt…“?



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2 Antworten
  1. Susanne
    Susanne sagt:

    Liebe Jana!

    Ich danke Die nochmal für die ganze Mühe die Du Dir gemacht hast, es ist wirklich eine ganz tolle und besondere Sammlung geworden.
    Viele Grüße an Dich und alle Leser Deiner wunderbaren Blogparade aus Dublin
    Susanne

    Antworten

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