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Geburtsbericht: Baby mit Plazenta

Geburtsbericht: Geplante Hausgeburt – im Geburtshaus

Manchmal wird eine Hausgeburt geplant, aber dann entscheidet die betreuende Hebamme im Geburtsverlauf, dass eine Verlegung in die Klinik nötig ist. Und manchmal ist der Plan eine Klinikgeburt, aber das Baby hat es so eilig, dass kurzerhand eine ungeplante Hausgeburt daraus wird. Aber eine Hausgeburt, die dann im Geburtshaus beendet wird, ist doch eher selten. Aber Kim hat mir ihre besondere Geburtserfahrung geschickt, die genau davon berichtet. Hier kommt ihr Geburtsbericht, wie immer mit kleinen Anmerkungen von mir in lila: Weiterlesen

Geburtsbericht: Ein Glückstag im Krankenhaus

Geburtsbericht: Ein Glückstag im Krankenhaus

Bis heute haben sich auf Hebammenblog.de fast 30 Geburtsberichte versammelt. Und vor kurzem fiel mir auf, dass es sich dabei zum Großteil um außerklinische Geburten handelt. Das widerspricht natürlich etwas der Geburtenstatistik in unserem Land, nach der ja nur 2% (in Berlin bis zu 4%) aller Geburten außerhalb von einem Krankenhaus stattfinden.
Höchste Zeit also, dass ich den „normalen“ Klinikgeburten etwas mehr Aufmerksamkeit schenke. In einer kleinen Facebook-Umfrage, die ich dafür gestartet habe, habt ihr euch das ohnehin von mir gewünscht. Das ist auch überhaupt kein Problem, denn ich habe hier noch einen ganzen Stapel richtig schöner Berichte liegen.
Zum Beispiel den von Jessica. Sie schrieb mir:

„Zum Glück bin ich während der Schwangerschaft auf deinen Blog aufmerksam geworden. Die vielen Geburtsberichte haben mir einen tollen Einblick gewährt, wie alles ablaufen kann und dass oft alles anders kommt als geplant. Auch konnte ich so besser herausfinden, was ich selber möchte. Gerade weil mir das so gut geholfen hat würde ich gerne meinen eigenen Geburtsbericht zur Verfügung stellen“.

Das freut mich natürlich sehr. Jessicas Geburt fand in einem Krankenhaus statt und wurde von einer Krankenhaushebamme betreut. So wie es in den meisten Fällen eben ist. Und es lief super! Jessica hat sich vorab gut informiert und wusste genau was sie wollte. Ich fühle mich dadurch in meiner „Mission“ bestätigt: „Wer sich im Vorfeld Gedanken macht und sich ein bisschen vorbereitet, bekommt auch eher die Geburt, die er sich wünscht.“ Ich habe ein ganzes Buch darüber geschrieben, aber das wisst ihr ja bestimmt…
Hier kommt Jessicas Bericht von der Geburt ihrer Tochter, wie immer mit kleinen Anmerkungen von mir in lila. Weiterlesen

Geburtsbericht aus der Doppelperspektive von Mutter und Vater

Geburt mit Perspektivwechsel: Ein Geburtsbericht aus Mutter- & Vatersicht

Kennt ihr das, wenn mehrere Menschen von ein und demselben Ereignis berichten, es sich aber so anhört, als hätten sie etwas völlig Unterschiedliches erlebt?
Die beiden Eltern Rike und Thomas bringen mit diesem Geburtsbericht ein absolutes Novum in meinen Blog: Die Doppelperspektive! Die Mutter berichtet aus ihrer Sicht und der Vater aus seiner – sie haben den Text einfach als Paar zusammen geschrieben. Das finde ich ausgesprochen großartig, denn schon oft habe ich mich beim Lesen von Geburtsberichten gefragt, wie das wohl alles für den Partner gewesen sein mag.
Thomas schrieb mir: „Rike führte bereits ein Schwangerschaftstagebuch. Als ihr dann aber in der vielbeschäftigten und hormondurchfluteten Wochenbettzeit die Erinnerung an die Geburt zu verschwimmen drohte, schrieb ich die Geschichte für uns beide auf. Ich wollte dieses gravierende Erlebnis unbedingt konservieren. Als ich mit meiner Perspektive fertig war, hatte Rike das Bedürfnis ihre Sicht einzubringen und schon war die Idee geboren, beides ineinander fließen zu lassen.“

Ich bin den Beiden für diesen positiven Einblick sehr dankbar. Es ist ein total schöner und hinreißend persönlicher Text, der nicht zuletzt durch den ständigen Perspektivwechsel Weiterlesen

Geburtsbericht: Eine Geburt im Klinik-Alltag

Geburtsbericht: Eine Geburt im Klinik-Alltag

Tina schrieb mir, von ihrer „ganz normalen“ Klinikgeburt, die sie als sehr schön empfunden hat. Ich las ihren Geburtsbericht und fand auch: „Ja, eine schöne Geburt.“ Ich habe aber auch noch etwas zwischen den Zeilen entdeckt: Es war ein ziemlich geburtenreicher Tag in der Klinik und das Personal war ganz schön am rotieren. Ehrlich gestanden hatte Tina großes Glück, dass ihre Geburt so unproblematisch verlaufen ist. Denn für eine kontinuierliche Betreuung, so wie man sich das in der Regel ja wünscht, war gar keine Zeit.
Mir geht es als Hebamme immer häufiger so, dass ich denke: Nur gut, dass so viele Geburten ihren regelrechten Lauf nehmen. Denn der große Spardruck in den Krankenhäusern zeigt leider immer mehr seine Wirkung. Aber irgendwann wird eine dieser Geburten mal nicht so gut verlaufen. Und dann wird nicht mal mehr genügend Personal da sein, um das überhaupt zu bemerken. Genau vor diesem Tag habe ich Angst. Unzufriedene und sogar traumatisierte Frauen gibt es schon jetzt viel zu oft, wie der Roses Revolution Day dieses Jahr wieder deutlich gezeigt hat.
Natürlich bemühen sich in einem vollen Kreißsaal immer alle sehr, dass die Familien den Stress nicht so bemerken. Und ich bin froh, dass das auch oft noch klappt. Aber wir wünschen uns schon alle sehr, insgesamt wieder deutlich mehr Zeit für die Gebärenden zu haben, anstatt ständig zu vertrösten und mit Räumen und Materialien jonglieren zu müssen. Eine 1 zu 1 Betreuung, wie sie z.B. Organisationen wie Motherhood fordern, wäre ein Traum und wird es vermutlich auch noch lange bleiben.

Liebe Tina, ich hoffe Du verzeihst mir, dass ich anhand Deines Geburtsberichtes versuche, das aktuelle Problem der Einsparungen in der Geburtshilfe, ein bisschen zu verdeutlichen. Ich finde übrigens, dass Du die Umstände sehr sportlich und ziemlich gelassen genommen hast. Gerade Deine Flexibilität und offensichtliche Entspanntheit hat sicher Einiges zum positiven Gelingen beigetragen. Respekt!

Hier kommt Tinas Geburtsbericht über eine Geburt aus dem Klinik-Alltag, Weiterlesen

Spontane Zwillingsgeburt mit Beleghebamme

Geburtsbericht: Spontane Zwillingsgeburt mit Beleghebamme

Wenn man nach einer künstlichen Befruchtung – IVF – schwanger geworden ist und noch dazu Zwillinge erwartet, geht die Wahrscheinlichkeit für eine natürliche Zwillingsgeburt gegen Null. Denn sowohl IVF, als auch Gemini (Zwillinge) zählen zu den sogenannten Risikofaktoren. Und wenn die Frau dann nicht unbedingt eine natürliche Geburt möchte, ist der Kaiserschnitt schnell geplant. Für Emma stand von Anfang an fest, dass sie ihre Kinder spontan bekommen will. Ihr Frauenarzt machte ihr dabei auch Mut und erklärte ihr die dafür notwendigen Voraussetzungen: Zu denen gehört, dass der führende Zwilling in Schädellage liegt, nicht mehr als 500g kleiner ist, als der folgende Zwilling und die Schwangerschaft bis zur Geburt weit genug fortgeschritten ist.
Schon die Suche nach der passenden Klinik gestaltete sich nicht leicht. Aber am Ende fügte sich alles: Die betreuende Hebamme wurde zur Beleghebamme und organisierte den Rest in „ihrer“ Klinik. Und so stand der Wunschgeburt nichts mehr im Wege. Weiterlesen