Spontane Zwillingsgeburt mit Beleghebamme

Geburtsbericht: Spontane Zwillingsgeburt mit Beleghebamme

Wenn man nach einer künstlichen Befruchtung – IVF – schwanger geworden ist und noch dazu Zwillinge erwartet, geht die Wahrscheinlichkeit für eine natürliche Zwillingsgeburt gegen Null. Denn sowohl IVF, als auch Gemini (Zwillinge) zählen zu den sogenannten Risikofaktoren. Und wenn die Frau dann nicht unbedingt eine natürliche Geburt möchte, ist der Kaiserschnitt schnell geplant. Für Emma stand von Anfang an fest, dass sie ihre Kinder spontan bekommen will. Ihr Frauenarzt machte ihr dabei auch Mut und erklärte ihr die dafür notwendigen Voraussetzungen: Zu denen gehört, dass der führende Zwilling in Schädellage liegt, nicht mehr als 500g kleiner ist, als der folgende Zwilling und die Schwangerschaft bis zur Geburt weit genug fortgeschritten ist.
Schon die Suche nach der passenden Klinik gestaltete sich nicht leicht. Aber am Ende fügte sich alles: Die betreuende Hebamme wurde zur Beleghebamme und organisierte den Rest in “ihrer” Klinik. Und so stand der Wunschgeburt nichts mehr im Wege.
Emma berichtet hier über ihre spontanen Zwillingsgeburten in einem kleinen Krankenhaus ohne Kinderklinik, wo sie letztlich genau so gebären durfte, wie sie es wollte.
Ich freue mich einen Geburtsbericht veröffentlichen zu dürfen, der zeigt, dass es immer wieder Wege und Möglichkeiten gibt, den schnell gewählten Standardweg zu verlassen und so zu seiner ganz individuellen Geburtsgeschichte zu gelangen. Kleine Erklärungen und Anmerkungen von mir, gibt’s wie immer, in lila.

Jetzt wird’s eng

In der 37. SSW stellte mein Gynäkologe fest, dass meine Mädchen nur noch sehr langsam wachsen, sie bekamen wohl Platzprobleme, ihre Versorgung war weiterhin gut und nicht zu beanstanden. Er riet mir, mit einer Einleitung nicht mehr allzu lange zu warten. Nach Rücksprache mit dem Krankenhaus und meiner Beleghebamme beschlossen wir Mitte der 38. SSW einzuleiten, wenn sie sich bis dahin noch nicht selbst auf den Weg gemacht haben. Der Befund besagte „geburtsbereit“, mein Gebärmutterhals war bereits verstrichen und der Muttermund fingerkuppendurchlässig.

Mein vorher verordnetes Schonprogramm war offiziell beendet, ich bewegte mich viel um die Mädchen auf den Weg zu bringen. Gartenarbeit, Fenster putzen, Wäsche aufhängen, Treppen steigen. Meine Hebamme unterstützte mit Akupunktur. Aber es tat sich nichts. Die Wehen, die ich bereits wochenlang immer mal wieder hatte, hörten komplett auf und ich wurde ungeduldig. Ich hoffte so sehr, dass wir auf eine Einleitung verzichten könnten.

Vorahnung

Sonntagabend, bei SSW: 37+0, beschlossen der Wundermann und ich, das Bett neu zu beziehen. Wir hatten uns fest auf Mittwoch zur Einleitung eingerichtet und dachten, so hätten wir ein frisches Bett nach dem Krankenhaus, in dem es aber schon Gerüche von uns gibt.
Ich war den gesamten Abend schon unruhig und rastlos. Ich konnte nicht einschlafen und mehr als ein Dämmerschlaf war nicht drin. Ich war häufig zur Toilette, das musste ich sonst nie. In meinem Kopf war ein großes Gedankenkarrussell: Sind wir gut vorbereitet? Haben wir an alles gedacht? Wird alles gut gehen?

Es geht los

Dann, um 1.45 Uhr Montagmorgen, hörte und fühlte ich ein dumpfes “Plopp” im Bauch und wusste sofort, dass es ein Blasensprung ist. Offensichtlich griff nun Murphy’s Law.

Eine Geburt ist ja nie genau planbar und Murphy ist immer dabei. Wenn man das mit einplant und locker bleibt, ist man gut gewappnet, um auch auf Unvorhergesehenes gut reagieren zu können.

Also raus aus dem Bett (ja, es ist sauber geblieben) und ab ins Bad. Dort bestätigte sich meine Vermutung. Ich rief meine Beleghebamme an, die mir dann ziemlich viele Fragen stellte, z.B. welche Farbe das Fruchtwasser hat, wann ich die Babys zuletzt gespürt habe und noch einiges mehr. Dann sagte sie, ich solle mich in Ruhe fertig machen und mich dann auf den Weg machen, ich hätte noch Zeit, Wehen hatte ich nämlich noch keine.
Ich weckte daraufhin meinen Mann:
“Du musst aufstehen.”
“Warum?”
”Ich habe einen Blasensprung.”
“Ist das dein Ernst?”
Männer aus dem Tiefschlaf… Was soll man dazu noch sagen? Ich ging duschen und mein Mann packte unsere restlichen Sachen. Um viertel nach drei kamen wir im Krankenhaus an. Auf der Fahrt dorthin hatte ich erste kleinere Wehen, die sich wie Senkwehen anfühlten.

Beginnende Wehen werden oft mit Regelschmerzen verglichen: Ein unangenehmes, unregelmäßiges Ziehen in Bauch oder Rücken, oft begleitet von einem schweren Gefühl im Beckenboden.

In der Klinik

Im Kreißsaal angekommen, wurde zuerst die Eingangsuntersuchung von der diensthabenden Hebamme gemacht (CTG, Blut, Muttermund, Blutdruck, Temperatur…) und dann informierte sie meine Beleghebamme über den aktuellen Stand.

Beleghebammen müssen ja zu jeder Tages- und Nachtzeit abrufbereit sein, um die Familien bei der Geburt zu begleiten. Da sie außerdem noch ihre Hausbesuche organisieren (und auch mal schlafen) müssen, empfiehlt sich manchmal genau diese Vorgehensweise. Die Klinikhebamme schreibt schon mal ein CTG, untersucht die Frau und informiert dann die Belegkollegin, ob sie sofort kommen muss, oder vielleicht noch schnell einen Hausbesuch absolvieren kann. Dafür unterstützt die Beleghebamme auch mal ihre fest angestellte Kollegin, wenn diese viel zu tun hat. Für die Frauen, mit denen das natürlich vorher abgesprochen wird, ist das meist in Ordnung so. Denn sie wissen, dass die Beleghebamme allerspätestens dann für sie da ist, wenn es wirklich ernst wird.

Die machte sich dann selbst auf den Weg und war um fünf bei uns. Ab da verlor ich jedes Zeitgefühl.
Ich hatte nun schon Wehen, die ich veratmen musste. Mein Muttermund war erst bei einem Zentimeter. Meine Hebamme prophezeite mir, dass es auch noch den ganzen Tag dauern könne. Das machte mir Angst, ich wusste nicht, wie ich so lange die Schmerzen aushalten sollte.

Wir legen uns zwar ungerne fest, was die Dauer der Geburt betrifft, aber beim ersten Kind kann man schon von 12 Stunden ausgehen.

Ich lief im Kreißsaal auf und ab, so ließ sich der Schmerz am besten ertragen. Mittlerweile hatte ich eine Wehe nach der anderen, eine Pause dazwischen hatte ich nicht. Ich bekam ein homöopathisches Mittel, das die Wehen effektiver machen und mir Pausen verschaffen sollte, jedoch ohne Erfolg.
Ich musste regelmäßig ans CTG, dann war es vorbei mit meinen Spaziergängen, denn dafür musste ich mich hinlegen. Das war wirklich schlimm für mich.

Bei Zwillingen funktionieren die Telemetriegeräte, mit denen man sich unter der Geburt bewegen darf, leider oft nicht. Es ist meist schon schwierig genug, zwei Kinder mit dem CTG „einzufangen“.

Ich hatte einen unglaublichen Schmerz, wenn ich mich setzen musste, den ich nicht ertragen konnte. Und da ich ständig zur Toilette musste, war das eine echte Qual. Zu allem Überfluss bekam ich auch noch Durchfall, was mich ziemlich verzweifeln ließ, weil ich nicht wusste, wie ich mich setzen sollte und die ständigen Wehen taten ihr Übriges. Es waren umständliche akrobatische Verrenkungen nötig, damit ich trotzdem die Toilette benutzen konnte und es war schmerzhafter als die Wehen. Da liefen auch ein paar Verzweiflungstränen.

Durch die Kontraktionen in der Gebärmutter wird auch die Darmtätigkeit gut angeregt. Daher passiert das meistens ganz automatisch.

Ich war nun in einem Stadium, indem ich nur noch mit mir selbst beschäftigt war, was um mich herum geschah habe ich nicht wirklich wahrgenommen. Reaktionen durfte man nur noch von mir erwarten, wenn man mich direkt ansprach.

Das ist gut. Du warst einfach ganz konzentriert bei der Sache. Da bleiben einfach keine Kapazitäten mehr für andere (unwichtige) Dinge.

Aufgrund meiner ständigen Wehen bekam ich eine Infusion mit einem Mittel gelegt, das mir Pausen ermöglichen sollte und die Wehen effektiver macht. Leider hat das nicht gut funktioniert.

Bei manchen Frauen laufen die Wehen sehr unkoordiniert ab. Hin und wieder gibt es auch mal regelrechte Wehenstürme. Da kann so eine Infusion zeitweise schon helfen. Aber man bekommt eben nicht jede Urgewalt einfach mit einem Mittel in den Griff – einen Versuch war es aber sicher wert.

Ich habe jede Wehe mitgekreischt, bis meine Hebamme mir sagte, ich solle eine tiefere Stimmlage wählen, ich hätte dann mehr Kraft. Bei den nächsten Wehen tönte sie mit, um mich in diese Tonlage zu bringen. Das half sehr. Als der Muttermund 5 cm geöffnet war, fragte die Hebamme mich, ob ich nicht lieber eine PDA wollte. Die Geburt würde noch eine Weile dauern und durch die ständige Wehenbelastung war ich schon ziemlich erschöpft. Ich hätte in diesem Moment wirklich alles genommen, was mir eine Pause verschafft und so war der Narkosearzt sehr schnell da. Damit er genügend Zeit zum Legen bekam musste mir ein Wehenhemmer gespritzt werden.

Für das Legen der PDA muss die Frau einige Minuten lang ruhig sitzen oder liegen. Um das zu ermöglichen, wird manchmal kurzfristig ein Wehenhemmer gegeben.

Dann lag die PDA, ich sollte zurück ins Bett. Die darauf folgende Untersuchung ergab: Muttermund war vollständig, die PDA war also zu spät (tatsächlich wirkte sie erst, als alles vorbei war).

Ab dem Moment an dem die PDA gelegt wird, dauert es ungefähr 20 Minuten bis zur vollen Wirkung.

Meine Hebamme war ganz überrascht und sagte: “Marie kommt jetzt, wie möchtest du gebären?” Ich wollte das Sitzkissen (funktioniert wie der Gebärhocker, nur dass es auf dem Bett ist. Also halfen mir die Hebamme und der Wundermann auf das Kissen, der Wundermann hielt mich von hinten.

Das erste Baby kommt

Es waren nur wenige Presswehen. Marie kam auf die Welt. Es ging so schnell, dass der Arzt, der wegen uns schon in Bereitschaft in der Nähe war, trotzdem nicht rechtzeitig bei uns war. Marie wurde also nur in Anwesenheit der Hebamme geboren. Sie wurde mir auf den Bauch gelegt, der Wundermann nabelte sie ab.
Ehrlich gesagt konnte ich diesen Moment nicht genießen, ich konnte immer nur denken: “Oh nein, das muss ich jetzt noch mal!” Dann waren der Arzt und eine Hebammenschülerin da. Nun war der kritische Moment der Geburt gekommen, an diesem Punkt waren die meisten Komplikationen zu erwarten.

Sobald der erste Zwilling geboren ist, hat der Zweite plötzlich viel mehr Platz und rutscht ins Becken nach. Dabei sollte er möglichst mit dem Kopf, oder mit dem Po vorangehen. Rutscht er aber in Querlage, ist die Geburt unmöglich.

Das zweite Baby macht sich auf den Weg

Anna ging es Gott sei Dank gut, sie hat sich nicht in Querlage gelegt, sondern hat sich brav ins Becken eingedreht und wartete darauf auch geboren zu werden. Die Hebammenschülerin hielt Marie, damit der Wundermann mich halten konnte. Das Sitzkissen wurde unter mir weggenommen, der Arzt eröffnete die zweite Fruchtblase, ich bekam ein Wehenmittel, da meine Gebärmutter der Meinung war, sie sei mit ihrer Arbeit fertig, und vier Presswehen später war Anna da. Sofort hörte der Schmerz auf, es war so wunderbar. Ich bekam meine winzig kleinen Wunderwesen in den Arm.

Endlich zu viert

Ich hatte einen Dammriss zweiten Grades, der genäht werden musste. Davon habe ich nicht viel mitbekommen, ich war zu sehr mit Staunen beschäftigt. Anschließend wurden wir als Familie erst einmal allein gelassen (natürlich war die Hebamme direkt nebenan in Rufnähe). So konnten wir unsere Wundermädchen, unser ganzes Glück, ganz allein bestaunen, berühren, riechen und spüren.
Erst nach zwei Stunden kam die Hebamme wieder herein und der frisch gebackene, stolze Papa durfte die Mädchen das erste Mal baden, wiegen und messen. Währenddessen durfte ich die jeweils andere das erste Mal stillen. Es wurde sich so unglaublich viel Zeit für uns genommen, alles wurde in Ruhe gemacht. Den Kreißsaal haben wir erst um vier verlassen, obwohl am selben Tag noch zwei weitere Geburten waren.
Das ist der klare Vorteil der Beleghebamme, sie war ausschließlich für uns da, musste nicht woanders hin und hatte so viel Zeit für uns, wie wir brauchten. Ganz ehrlich? Das würde ich immer wieder so machen. Ich hatte eine spontane Zwillingsgeburt mit Beleghebamme, die mir dieses Erlebnis so gestaltet hat, wie ich es mir gewünscht habe. Sie war schlicht unglaublich, hat wortlos verstanden, was ich gerade brauchte und das half mir mich zu entspannen und alles einfach geschehen zu lassen.

Nachwort

Jetzt habe ich es erlebt, eine Geburt. Es war ein absolut einmaliges Erlebnis, man befindet sich im völligen Ausnahmezustand und für mich war es wie in einer völlig anderen Welt. Dafür kann man kaum Worte finden, es gibt nichts Vergleichbares.
Nun bin ich eine Mutter mit den zwei wunderbarsten Mädchen dieser Welt. Das ist das schönste Geschenk meines Lebens. Ich liebe sie einfach so unglaublich!

Liebe Emma, vielen Dank für Deinen schönen Bericht!

Wer nun Lust bekommen hat mehr von Emma und ihren Wundermädchen zu lesen, dem sei Emmas Blog: „Emmas Wunderwelt“ ans Herz gelegt.

Übrigens: Zwillingsgeburten auf normalem Wege sind die große Ausnahme. Der Standard ist hier meistens der (geplante) Kaiserschnitt. Übernächste Woche erscheint hier ein weiterer Zwillingsbericht, der zeigen wird, wie steinig der Weg durchaus sein kann…
In Emmas Fall war die schöne und natürliche Doppelgeburt vor allem ihrem starken Willen, einer tollen Beleghebamme und einer Prise Glück zu verdanken.



Hebammenblog.de gefällt Dir? Für's Liken & Teilen sag ich Danke! ;-)

Hier geht's zum Newsletter, der Dich alle 2-3 Wochen über neue Artikel informiert...


24 Kommentare
  1. halitha
    halitha sagt:

    Eine wunderbare Geburt!
    Ich freue mich sehr für Emma und ihre Mädchen sowie ihren Mann, dass sie dieses Erlebnis haben durften. Ich lese jeden Geburtsbericht so gern, weil jede Geburt so einzigartig ist. Danke, Jana und danke an all die Familien, die ihre Erfahrungen hier teilen.

    Glg

    Halitha

    Antworten
  2. MaJos
    MaJos sagt:

    Eine sehr schöne Geburt<3
    Es ist faszinierend von spontanen Geburten bei Zwillingen zu hören. Ich durfte diese einmalige Erfahrung auch erleben und bin immer wieder gerührt wenn ich daran zurück denke.

    Antworten
  3. Martina
    Martina sagt:

    Durch Zufall bin ich hier gelandet. Es ist eine sehr schöne Seite.

    Ich wollte hier nur kurz schreiben, ich habe auch Zwillinge und sie sind spontan bei 36+1 bzw. 36+2 geboren.
    In der Klinik hat mir keiner einen KS raufdrängen wollen. Ich wollte es spontan versuchen und es hat geklappt. Und meine Jungs sind über Mitternacht geboren und jeder hat seinen eigenen Geburtstag. Die Ärzte in der Klinik hätten in die Geburtsurkunde des Erstgeborenen,den gleichen Tag wie bei meinen Zweiten eintragen wollen, aber die Hebamme und mein Mann haben sehr energisch dagegen gesprochen (es war ja 23.59 Uhr und 00.07 Uhr). Ich finde es so richtig und meine Jungs haben jeder für sich seinen eigenen Geburtstag.
    Leider waren beide noch etwas zu leicht und mussten auf die Frühchenstation. Was ich aber leider sehr vermisse, dass ich meinen Erstgeborenen überhaupt nicht bei mir hatte, nur der Zweite war ganz kurz auf meiner Brust und dann hab ich sie erst am nächsten Morgen auf der Station wieder sehen können. Im nachhinein finde ich es sehr schade und es nagt sehr an mir, dass Beide nach der Geburt nicht bei mir waren. Aber ich tröste mich dann immer, Hauptsache Beide sind gesund und munter und sind jetzt seit Donnerstag/Freitag 4 Jahre alt.

    Liebe Grüße
    Martina

    Antworten
  4. vivienne
    vivienne sagt:

    Ich musste gerade weinen weil ich es so schön fand.

    Ich hab meine Zwillingsmädels auch spontan
    bekommen, allerdings war die Geburt nicht so schön wie diese hier und endete mit der Saugglocke. Beim nächsten Kind bin ich schlauer und werde für meine Geburtsposition kämpfen, denn bei dieser hat man mich auf den Rücken gezwungen und das war äußerst unschön . Aber den beiden geht’s super und das ist die Hauptsache.

    Liebe Grsüße
    Vivienne

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Liebe Vivienne, ich werd auch immer ganz emotional, wenn ich die Berichte lese. ;-)
      Dir auch herzlichen Glückwunsch zu Deinen Mädels!
      Ja, mit der Geburtposition bei Gemini ist es natürlich schwierig. Einerseits will man die optimale Position für die Geburt, andererseits ist es z.B. bei dem Vierfüßlerstand viel schwieriger die Kinder per CTG, oder Ultraschall zu überwachen. Immer ein Dilemma für die Geburtshelfer…
      Wenn das nächste Kind ein “Einling” ist, ist es ganz sicher einfacher.
      Liebe Grüße
      Jana

      Antworten
  5. Chava
    Chava sagt:

    Hallo,
    ein toller Bericht. Ich finde es wichtig, dass die Frauen wissen, dass eine spontane Geburt bei Zwillingen möglich ist. Ich habe meine Zwillinge auch spontan bei 37+6 geboren. Dafür musste ich allerdings einen etwas längeren Weg ins Krankenhaus in Kauf nehmen, da die zwei anderen Krankenhäuser in meiner Nähe einen Kaiserschnitt gemacht hätten. Aber es hat sich gelohnt. Die Geburt war wunderschön. Ich durfte mir die Geburtsposition aussuchen die ich wollte (bei Geburt des führenden Zwilling entschied ich mich für den Vierfüßlerstand, bei dem 2. Zwilling war ich in der Sitzposition) Der führende Zwilling war in Schädellage, der zweite Zwilling in Fußsteislage. Es war ein Arzt und eine Hebamme während der Geburt anwesend (und mein Mann und mein Mutter) die Atmosphäre war total entspannt, ich brauchte und wollte keine PDA (schlechte Erfahrung mit PDA bei der Geburt meines ersten Kindes).
    Eine Zwillingsschwangerschaft und – geburt muss also nicht automatisch eine risikoreiche Sachen sein. Liebe Grüße,
    Chava

    Antworten
  6. Maria
    Maria sagt:

    Liebe Jana,
    Ich möchte bitte gerne wissen warum eine Spontan Geburt bei IVF entstandenen Zwillingen gleich Null sein soll????

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Wenn man eine spontane Geburt möchte, geht das – wie im Bericht oben zu sehen -natürlich schon. Aber die Denke der Ärzte ist da oft so: Zwillinge stellen ein erhöhtes Risiko dar, IVF stellt ein erhöhtes Risiko dar, und das bei Eltern, die offensichtlich besonders viel dafür getan haben um überhaupt schwanger zu werden. Da macht man doch lieber einen Kaiserschnitt.

      Antworten
  7. Minou
    Minou sagt:

    Ist das eine Klinik in Berlin?
    Wenn nicht, welche berliner Kliniken sind offen für spontane (möglichst selbstbestimmte) Entbindungen von Zwillingen mit Beleghebammen? Hast du da Empfehlungen, Jana?
    Danke :-)

    Antworten
  8. kithi
    kithi sagt:

    Hallo
    Ein wirklich toller Bericht der mir sehr viel Mut macht. Ich bin selbst in der 30. Ssw mit Zwillingen schwanger und möchte die beiden wenn irgend möglich spontan entbinden. Dieser Bericht bestärkt mich gerade sehr in meinem Vorhaben.

    Der frisch gebackenen ZwillingsMai wünsche ich eine schöne Kennenlern- und Kuschelzeit :)

    Antworten
  9. Tina
    Tina sagt:

    Hallo zusammen, mit großem Interesse habe ich die Kommentare gelesen.
    Ich bin auch schwanger mit Zwillingen, gerade in der 31. Woche , zweieiig mit 2fruchtblasen u vorder- und hinterwandplazenta.
    Ich möchte gerne eine möglichst natürlich e Geburt, bin aber auch mit einem Kaiserschnitt einverstanden, wenn die Lage der Kinder riskant wäre oder es in den nächsten Wochen Komplikationen bei mir oder den Babies gäbe. ..
    Bis jetzt geht es mir sehr gut und die Babies entwickeln sich gut. Ich bin übrigens auch ein icsi Fall, es sind absolute Wunschkinder und wir haben lange auf sie gewartet.. es hat such lange gedauert, bis ich mich auf die Icsi eingelassen hab und es hat beim ersten u letzten Mal gegklappt . Ich habe viel erlebt und wäre glücklich, wenn mir pauschalisierende Standardisierungen für die Geburt erspart blieben.
    Heute war ich beim geburtsplanungsgespräch und hatte ein wunderbares Gespräch mit den Hebammen, die mich in dem Wunsch einer natürlichen Geburt bestärkten. Ich hatte ein sehr gutes Gefühl und kam dann zum Abschluss zum Chefarzt. Dieser schockte meinen Mann u mich indem er auf meine Antwort, wie ich denn die Kinder bekommen wolle, sagte, ob ich denn nicht wüsste, dass bei einer erstgebärendenden die sterblichkeitsquote/ Behinderung durch die Geburt bei50% läge und ob ich das mit der natürlichen Geburt verantworten könnte, , wenn doch ein Kaiserschnitt risikolos wäre..
    erst danach schaute er sich die Babies auf us an-und sagte “besser könnten die sich bis jetzt nicht entwickelt haben; doppler, Gewicht, Herztöne alles gut, mutter keine Beschwerden. .. ich verstehe das alles nicht und bin jetzt sehr verunsichert. Nirgendwo habe ich etwas über diese 50% gefunden, von denen er sprach aber ich möchte natürlich die Babies nicht in Gefahr bringen. Es ist schwierig, die Kompetenz eines Arztes anhand eines Gesprächs auszumachen.. Hier lese ich, dass es zwilli- Mamas mit natürlicher Geburt gibt.. stimmt es mit dem hohen Sterblichkeitsrisiko oder ist es nur die Angst des Arztes. Ich war bei den allgemeinen vorstellungsrunden noch in 2 anderen Kliniken , der eine Arzt sah keine Probleme bei Zwillinge, solange die reif u gesund sind, es ist allerdings ein kleines Krankenhaus ohne kinderstation. der andere empfiehlt geburtseinleitung ab der37. Woche… was sagt ihr dazu??

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Liebe Tina, das ist Quatsch! Wenn die Klinik Zwillingsgeburten durchführt, und bei euch alles in Ordnung ist, dann sollte es auch bei dir möglich sein, die Kinder spontan zu bekommen. Wenn der Chefarzt irgendwelche Probleme sieht, dann sollte er dir diese erläutern.
      Zwillinge kommen in der Regel von selbst früher zur Welt, so dass eine Einleitung normalerweise gar nicht notwendig ist.
      Ich finde die Aufklärung, die du bekommen hast, grauenhaft. Vielleicht kannst du noch mal mit einem anderen Arzt sprechen, einen der Oberärzte vielleicht?

      Antworten
  10. Tina
    Tina sagt:

    Ich bin nicht so erfahren in der Internet Schreiberei.. ich hoffe, das Thema ist noch aktuell.. über eine kurze Antwort freue ich mich.

    Antworten

Trackbacks & Pingbacks

  1. […] Geschichte von einer mühsamen Risikoschwangerschaft und die spontane Zwillingsgeburt von Emmas […]

  2. […] aufbringen könnt und wollt. Einen Geburtsbericht über eine Beleggeburt könnt Ihr auf meinem Hebammenblog […]

Dein Kommentar

Du hast Anregungen oder Kommentare?
Schreib was!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.