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Bumi Sehat Foundation auf Bali

Mein Hebammen-Indonesien-Abenteuer: Robin Lim in Bumi Sehat (2)

Dies ist der zweite Teil einer Artikelserie über mein ganz persönliches Hebammen-Indonesien-Abenteuer im Sommer 2019. Nachdem es im ersten Teil um die Organisation der Reise ging, wird es nun schon ein bisschen geburtshilflicher. Allerdings war ich zuerst ja noch mit meiner Familie auf Bali unterwegs. Dort war es natürlich eine abgemachte Sache, dass ich mir die Bumi Sehat Foundation in Ubud anschaue. Ich habe mich schon vorab von Deutschland aus mit der Hebamme und Gründerin der Foundation, Robin Lim, verabredet.

Der Bali-Kulturschock

Auf Bali machten wir vor allem erst einmal Urlaub. Wir relaxten am Strand, schwammen im Meer mit Schildkröten und Mantas, besichtigten Tempel und aßen leckeres, gesundes, meist veganes Essen. Und wir bekamen einen riesigen Weiterlesen

Geburtsbericht VBA2C im Geburtshaus

Geburtsbericht VBA2C – Spontangeburt im Geburtshaus nach zwei Kaiserschnitten

Sonja, ist fünffache Mutter. Bevor sie den folgenden Geburtsbericht verfasste, waren ihre ersten vier Erfahrungen mit Geburten alles andere als schön.

Ihre erste Tochter gebar sie leider still im siebten Monat der Schwangerschaft.

Zwei Jahre später folgte, nach Einleitung, die Geburt ihrer zweiten Tochter: spontan, aber etwas dramatisch und mit einem ziemlich schlimmen Dammriss.
Sieben Jahre später bekam sie dann, nach 17 Stunden Dauerwehen ohne Geburtsfortschritt, per Kaiserschnitt einen Sohn. Sie dachte damals nicht groß über die Tragweite der Operation nach: „Hauptsache ein gesundes Kind“.

Drei Jahre später dann nochmals das gleiche Szenario: Wehen über zwei Tage, aber der Muttermund ging nicht wirklich auf. Es wurde erneut ein Kaiserschnitt gemacht.
Das kleine Mädchen hatte starke Anpassungsstörungen und verbrachte ihre erste Lebenswoche auf der Intensivstation. Sonja durfte sie nicht in den Arm nehmen, konnte nur ihre winzig kleinen Finger durch den Inkubator streicheln. Ein traumatisches Erlebnis für die Mutter.

Sonjas vorangegangene Geburtserfahrungen waren also nicht die besten, als sich ein weiteres Kind ankündigte.

Im folgenden Geburtsbericht erzählt Sonja von ihrer Geburt Nr. 5, die sich ganz anders entwickelte, als die vorangegangenen. Und zwar erstaunlicherweise ziemlich schön. Ich finde das ist ein richtiges Mut-mach-Beispiel, für alle Menschen, die vielleicht auch eine schlechte Geburtserfahrung gemacht haben und nun Angst haben, es könnte wieder genauso kommen. Jede Geburt ist anders und somit auch jedes Mal eine neue Chance. Hier kommt Sonjas Geburtsbericht, wie immer mit kleinen Anmerkungen von mir in lila. Weiterlesen

Den richtigen Geburtsort finden

Auf der Suche nach dem richtigen Geburtsort

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Es ist Mittwoch Abend. Infoabend in einer mittelgroßen Berliner Klinik. Der Konferenzraum ist überquellend voll mit Menschen, auf der Suche nach dem perfekten Geburtsort. Die aufgestellten Stühle reichen nicht. Für die Frauen, die teilweise schon deutlich große Bäuche haben, werden galant noch Plätze freigemacht. Einige Männer setzen sich auf die breiten Fensterbretter, einige bleiben in den hinteren Reihen stehen. Auch auf dem Boden sitzen am Ende Menschen. Türen und Fenster bleiben offen, denn die Luft verbraucht sich schnell. Wasserflaschen und Becher wandern von Hand zu Hand. Es ist warm. Aufgeregtes Murmeln geht durch die Reihen.

Noch bis vor circa einem Jahr waren solche Infoabende entspannte Veranstaltungen. Seit dem Babyboom (in Berlin beispielsweise haben wir zurzeit tatsächlich mehr Geburten als Todesfälle) spürt man deutlich, dass die Kapazitäten knapp werden.

Dann beginnt der Informationsabend mit einem, von Fotos begleiteten Vortrag. Die Redner sind eine Kreißsaal-Hebamme und die Chefärztin der geburtshilflichen Abteilung. Es werden große Bilder aus den einzelnen Kreißsälen gezeigt, die in unterschiedlichen, pastelligen Farben gestrichen, und außerdem mit verschiedenen aussehenden Kreißbetten bestückt sind. Es gibt auch eine große, wirlpoolmäßige Badewanne zu bestaunen.
„Da drin werde ich mein Kind bekommen“, weiß eine der werdenden Mütter aus dem Raum. Eine Andere ist sich sicher, dass es auf jeden Fall Weiterlesen

Geburtsbericht: Baby mit Plazenta

Geburtsbericht: Geplante Hausgeburt – im Geburtshaus

Manchmal wird eine Hausgeburt geplant, aber dann entscheidet die betreuende Hebamme im Geburtsverlauf, dass eine Verlegung in die Klinik nötig ist. Und manchmal ist der Plan eine Klinikgeburt, aber das Baby hat es so eilig, dass kurzerhand eine ungeplante Hausgeburt daraus wird. Aber eine Hausgeburt, die dann im Geburtshaus beendet wird, ist doch eher selten. Aber Kim hat mir ihre besondere Geburtserfahrung geschickt, die genau davon berichtet. Hier kommt ihr Geburtsbericht, wie immer mit kleinen Anmerkungen von mir in lila: Weiterlesen

Geburtsbericht aus der Doppelperspektive von Mutter und Vater

Geburt mit Perspektivwechsel: Ein Geburtsbericht aus Mutter- & Vatersicht

Kennt ihr das, wenn mehrere Menschen von ein und demselben Ereignis berichten, es sich aber so anhört, als hätten sie etwas völlig Unterschiedliches erlebt?
Die beiden Eltern Rike und Thomas bringen mit diesem Geburtsbericht ein absolutes Novum in meinen Blog: Die Doppelperspektive! Die Mutter berichtet aus ihrer Sicht und der Vater aus seiner – sie haben den Text einfach als Paar zusammen geschrieben. Das finde ich ausgesprochen großartig, denn schon oft habe ich mich beim Lesen von Geburtsberichten gefragt, wie das wohl alles für den Partner gewesen sein mag.
Thomas schrieb mir: „Rike führte bereits ein Schwangerschaftstagebuch. Als ihr dann aber in der vielbeschäftigten und hormondurchfluteten Wochenbettzeit die Erinnerung an die Geburt zu verschwimmen drohte, schrieb ich die Geschichte für uns beide auf. Ich wollte dieses gravierende Erlebnis unbedingt konservieren. Als ich mit meiner Perspektive fertig war, hatte Rike das Bedürfnis ihre Sicht einzubringen und schon war die Idee geboren, beides ineinander fließen zu lassen.“

Ich bin den Beiden für diesen positiven Einblick sehr dankbar. Es ist ein total schöner und hinreißend persönlicher Text, der nicht zuletzt durch den ständigen Perspektivwechsel Weiterlesen