Wundergriff "The Hold" für weinende Babys

Der Wundergriff für schreiende Babys – Was ist dran an „The Hold“?

Ein Youtube-Filmchen sorgt gerade für ziemlich große Aufregung im Netz. Ein amerikanischer Kinderarzt scheint einen Wundergriff zur Beruhigung von weinenden Babys gefunden zu haben!
Kann das sein? Das wäre doch wirklich zu schön! Ich werde bereits viel dazu gefragt: Wie ich das sehe, was ich denn glaube…
Ich bin skeptisch.
Aber wir können sicher ganz schnell gemeinsam herausfinden, was an der Sache wirklich dran ist! Und das geht so: Anschauen. Ausprobieren und anschließend die Ergebnisse in meiner kleinen Mini-Umfrage sammeln. Seid ihr dabei?

Anschauen

Im Film sehen wir Dr. Hamilton, der uns erklärt, wie er in seiner Arztpraxis Babys beruhigt, damit er sie besser untersuchen und auch entspannter mit den Eltern sprechen kann. Er nimmt uns im Film mit in seinen Behandlungsraum. Dort liegt ein weinendes Baby auf einer Behandlungsliege. Die Mutter sitzt ein kleines Stück entfernt auf einem Stuhl und schaut zu.

Warum sie das Baby nicht auf dem Arm hat? – Keine Ahnung! Es wäre reine Spekulation zu denken: Damit es weiter weint…
Dr. Hamilton erklärt also, dass dieses Baby gerade eine Impfung erhalten hat und daher weint. Dann nimmt er das Baby, dreht es in Bauchlage und faltet die kleinen Ärmchen unter der Brust des Babys, fixiert sie mit einer Hand und stützt dabei das Kinn ganz leicht ab. Mit der anderen Hand greift er unter den Po des Kindes und schuckelt ihn leicht hin und her. Das Baby hält er dabei im 45° Winkel. Er fügt noch hinzu, man könne das Kind auch spiralförmig nach links und rechts bewegen und man solle aufpassen, dass es nicht plötzlich den Kopf nach hinten wirft.

Er zeigt also, wie es geht und siehe da: Das Baby beruhigt sich sofort. Ein Wundergriff?
Das zweite Baby wird vorgeführt. Immerhin sitzt dieses jetzt auf dem Schoß der Mutter. Auch dieses Kind hat gerade eine Impfung erhalten. Es schreit ebenfalls. Wieder vollzieht der Arzt seinen kleinen Zauber. Wieder beruhigt sich das Baby sehr schnell. Eigentlich Toll, oder?

Wundergriff oder Hokuspokus?

Diese wahrscheinlich völlig normalen und gesunden Babys haben gerade eine Spritze bekommen. Natürlich sind sie darüber nicht happy – der Piekser tut echt richtig weh! Und natürlich beruhigen sie sich, wenn sie dann gleich abgelenkt werden. Die Fragen, die sich doch jetzt alle stellen lauten:

  • Ist das Ergebnis immer und bei allen Kindern, auch in anderen Schreisituationen, reproduzierbar?
  • Geht das auch bei richtigen Schreikindern?
  • Kann das jeder?
  • Warum funktioniert der Griff überhaupt?

Was ist also dran?

Meiner Meinung nach sind es drei Faktoren, die den Erfolg des Griffes bewirken:

  • Ein selbstsicherer, im Umgang mit Babys geschulter, Mensch kommt als unbeteiligter in eine „Schreisituation“ und strahlt Ruhe und Gelassenheit aus.
  • Das Baby wird ähnlich wie beim Pucken sanft aber bestimmt gehalten und erfährt dadurch Geborgenheit.
  • Das Baby wird geschuckelt und gewiegt. Diese Bewegungen gehören zu den Grundbedürfnissen von Babys und bewirken meistens Zufriedenheit.

Welche Einschränkungen gibt es?

Dr. Hamilton erklärt in seinem Video, dass diese Technik bei allen Babys funktioniert, es sei denn, sie sind krank oder hungrig. Es würde mich interessieren, ob der Doc Schreibabys zu kranken Kindern zählt. Schließlich handelt es sich dabei ja um eine Regulierungsstörung. Oder ob es bei ihm gar auch bei diesen Kindern klappt? Im Begleittext zum Video heißt es: „Parents have learned it and have experienced great success at home. You can too.“ Also, dass auch Eltern mit diesem Griff zu Hause große Erfolge haben und dass das jeder kann.

Kann jeder so zaubern?

Theoretisch kann das jeder. Praktisch dürfte es gerade Eltern, die sich mit ihrem Baby in einer Schreisituation befinden sehr schwer fallen, die nötige Ruhe auszustrahlen. Denn das Babyschreien macht einen ja sehr nervös und wühlt einen emotional sehr auf. Ist man in dieser Situation ruhig genug, um das Baby zart aber bestimmt in diese Position zu bekommen? Strahlt nicht die Nervosität und Unsicherheit automatisch aufs Baby ab? Könnte es nicht sogar sein, dass man im Eifer des Gefechts und um schnelle Ruhe bemüht, das Kind ganz falsch anpackt?

Meiner Erfahrung nach kann gerade ein Fremder, der neu in eine Situation kommt, ein Baby besonders gut beruhigen. Wenn ich zu einem Wochenbettbesuch komme, in dem ein Kind schon eine ganze Weile schreit und ich nehme es, dann beruhigt es sich auch fast sofort – und zwar ganz ohne irgendeinen Zaubergriff. Ich bin also keine „Babyflüsterin“, sondern bringe dann einfach nur die nötige Ruhe in eine aufgeheizte Situation. Das ist für Eltern manchmal sehr frustrierend. Sie haben sich doch so bemüht… Aber hier greift einfach Punkt 1 der oben genannten Erfolgsfaktoren: Ich bin emotional viel weniger beteiligt und komme voller Selbstsicherheit, das Baby beruhigen zu können, in die Situation. Ich bespreche mit den Eltern dann immer die:

Alternativen zur Beruhigung

Wenn das Baby keinen Hunger hat, frisch gewickelt ist und trotzdem jeglicher Beruhigungsversuch fehl schlägt:

  • Lieb haben
    Dem Kind vermitteln: Ich bin für dich da und stehe das mit dir durch! Wir schaffen das! (Auch ohne Merkel!)
  • (Aus)Halten
    Das Baby einfach ruhig auf dem Arm halten und abwarten.
  • Reize einstellen
    Denn es ist gut möglich, dass das Baby einfach müde ist.
  • Raumwechsel
    Ein atmosphärischer Wechsel kann Wunder bewirken. Also im Zweifelsfall einfach mal mit dem Baby eine Runde um den Block gehen.
  • Hilfe holen
    Sich mit den Beruhigungsversuchen ablösen, wenn der Erfolg sich nicht einstellt und man nervös wird.

Ausprobieren

Aber wer weiß – vielleicht ist ja doch was dran an Dr. Hamiltons Griff „The Hold“ und es ist wirklich ein Wundergriff?! Ich bin, wie gesagt, eher skeptisch.
Lasst uns das also doch mal zusammen herausfinden! Ihr probiert den Griff beim nächsten Mal einfach aus und sagt mir dann in der Umfrage (weiter unten), ob es funktioniert hat.
Aber bitte seid sehr behutsam! Wenn euer Baby noch ganz klein ist, dann probiert den Griff erst mal über dem Bett oder Sofa, bis ihr genügend Sicherheit erlangt habt, um ihn gut anzuwenden. Das könnt ihr am besten schon mal üben, ohne das es schreit! Und seid bitte auch sehr vorsichtig mit dem Köpfchen und dem Hals des Babys.

Eltern-Umfrage zum Wundergriff „The Hold“

Ich möchte von Dir (natürlich anonym) wissen, ob Du Dein Baby mit der oben gezeigten Methode „The Hold“ von Dr. Hamilton beruhigen konntest.
Ich werde die Ergebnisse der Umfrage später hier im Blog veröffentlichen und bin schon sehr gespannt, was dabei herauskommen wird!
Es reicht übrigens völlig, wenn Du nur die erste Frage mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortest. Der Rest ist einfach ein bisschen Zusatzinfo, falls Du dazu Zeit und Lust hast.
Danke für’s Mitmachen! Los geht’s: Die Umfrage ist geschlossen.

Top oder Flop?

Je mehr mitmachen, desto besser wird das Ergebnis! Ich freue mich, wenn Du diesen Post teilst!
Und natürlich bin ich auch auf eure Meinung hier in den Kommentaren sehr gespannt.
Was sagt ihr: Top oder Flop?

Umfrage-Ergebnis

  • 206 Personen haben an der Umfrage teilgenommen
  • 80% der Teilnehmer-Babys waren zwischen 1-3 Monate alt
  • 52% der Babys haben weniger als 3 Minuten geschrien, bevor der Griff probiert wurde (32% mehr als 3 Minuten, und 15% länger als 10 Minuten)
  • 80% haben den Griff maximal 3 Mal ausprobiert
  • 72% waren mit „The Hold“ erfolgreich

Umfrage-Ergebnis: Hat The Hold bei Deinem Baby funktioniert?

Vielen lieben Dank für’s Mitmachen an alle Teilnehmer der Umfrage!

Und das sagen Eltern über den Erfolg(?) des Griffes

Natürlich ist eine „Umfrage“ mit gut 200 Teilnehmern nicht wirklich repräsentativ. Aber das Ergebnis erstaunte mich trotzdem. Denn, wenn man sich die reinen Zahlen ansieht, scheint der Griff ja echt zu funktionieren.
Viele von Euch haben übrigens die Möglichkeit, einen Kommentar in der Umfrage zu hinterlassen, genutzt. Es folgen ein paar Kommentare von Eltern, die angegeben haben, dass der Griff bei ihnen funktioniert hat:

  • „Mindestens eine der oben genannten „Alternativen“ funktioniert immer“
  • „.… Allerdings war der Friede nur von ca 5-minütiger Dauer ;-)“
  • „Meine Tochter hatte einfach nur keine Lust mehr in der Wippe zu liegen und alleine das herausnehmen hat sie schon im wesentlichen beruhigt.“
  • „Es wirkte kurz abgelenkt, begann dann aber wieder zu Schreien (nach Impfung).“
  • „Während das Baby so gehalten wurde, war es wirklich ruhig. Nur hat es danach sofort wieder angefangen zu schreien. Als beruhigt es in meinen Augen das Baby nicht, sondern „macht es still“ , was eher für die Eltern angenehm ist als für s Kind!“
  • „Klappt aber nur bis man das Baby wieder zurück dreht und auch nicht immer.“
  • „Ich denke, es lag an der Ruhe.“
  • „Ich glaube aber eher das es funktioniert hat weil sie in eine für Sie neue Position gekommen ist. Sie hat nämlich mit einem Mal aufgehört und rumgeschaut. Wir haben den Griff aber dann nicht mehr ausprobiert. Die so zu halten ist schon etwas unbequem.“
  • „Es funktioniert sofort, aber nicht über längere Zeit. Es scheint wie eine kurzfristige Ablenkung oder Verwirrung des Babies und kurze Zeit später schreit es wieder…“
  • „Der Griff funktioniert natürlich nur so lange wie man das Baby so hält.
    Aber als kleine Verschnaufpause ist er Spitze 😊“

Meine persönliche(!) Interpretation

Ich glaube weiterhin nicht an einen Wundergriff. Ich denke einfach, dass es oft hilft, das Baby mit einer gewissen Selbstsicherheit hoch zu nehmen und ihm zu vermitteln: „Alles ist gut! Ich bin da und tröste dich“. Ob das nun mit einem Spezialgriff geschieht, oder „nur“ ein ganz normales Auf-den-Arm-nehmen ist, macht – meiner Meinung nach – keinen Unterschied.
Ich denke, der Griff ist ein gutes Plazebo und funktioniert eben, weil man daran glaubt.



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17 Kommentare
  1. Larissa//No Robots Magazine
    Larissa//No Robots Magazine sagte:

    Ich hab’s ausprobiert und es hat einen kurzen Moment geklappt. Aber mal ehrlich: Man muss auch erstmal in der Lage sein, ein älteres (und damit schwereres) Baby lange genug in so einer Position zu halten. Und bei einem Neugeborenen hätte ich Angst, dass die Eltern ihr Kind vor Aufregung und Erschöpfung fallen lassen.

    Antworten
  2. Anne
    Anne sagte:

    haha! ich hab mich auch gerade gefragt, wie ich das bei meinem 10kg baby umsetzen sollte. vielleicht probier ichs beim nächsten baby :)

    Antworten
  3. kinderdok
    kinderdok sagte:

    Ich verstehe nicht so ganz die Aufregung um dieses Video. Schön, dass es mal jm so explizit zeigt, aber Kinderärzte und sicher auch Hebammen haben doch ähnliche „Tricks“ drauf. Stichwort Fliegergriff usw.
    Insofern teile ich Deine Skepsis.
    Dennoch: Zeigt man Eltern von Anfang an das Handling eines Säuglings, entstehen viel weniger Stresssituationen für die Kleinen. So viele Babys werden bei der U3 von den Eltern im Rücken gestützt hochgehoben, so dass der Kopf nach hinten fällt, der Moro aktiviert und das Kleine losgreint.
    Sollte Teil der Nachsorge sein: „Wie fasse ich ein Kind kinästhetisch wertvoll an.“ Machen, glaube ich, nicht alle Hebammen.

    Antworten
      • Viktoria
        Viktoria sagte:

        Hmm also meine Hebamme bietet schon in der Schwangerschaft dazu einen extra Kurs an. Aber mal ehrlich, die meisten denken sie wüssten es auch ohne Kurs. Im KH zeigen sie es zumindest hier in der Region leider auch nicht. Es bleibt zu hoffen, dass die Eltern alleine merken, was sie ihrem Kind antun…

        Antworten
  4. freekymachine
    freekymachine sagte:

    Ich glaube das ist totaler Mist.

    Ein Einziger, auch noch amerikanischer, Arzt hat nach 10.000 Jahren Menscheitsgeschichte das Wunder gefunden ?
    Das ist alles wissenschaftlich unsauber, mehr ein Thema für die Bunte, Klatsch und Tratsch, aber nichts was man an einfach so ungeübten Eltern in die Hand geben sollte. Ist halt für die Masse an Amerikanern ohne Bildung gedacht.

    Wie beschrieben tut der „griff“ ja auch nichts viel anderes als eine kleine Liste an Grundbedürfnissen anzusprechen.

    Befragt 1000 Krankenschwestern nach deren Erfahrungen wie man eine ganze Station Kinder und Babys am besten behandelt. Meine Mutter war eine dieser Schwestern und die konnte einem tagelang solche stories von Wunderheilern, Mitteln, Alufulie im Schlafzimmer, Mondkalender, Pflegefällen etc etc erzählen. Das hört nie auf und wird es wohl auch nicht. Ein Wunder nach dem anderen, sogut wie nichts davon ist wirklich wahr gewesen und das was bekannt/nicht tödlich/sicher/allgemein&wissenschaftlich erforscht wurde steht oben bereits im Beitrag.

    Tip Nr.1 – ich glaube „Lieb haben“ gefällt mir da sehr gut :)

    P.s: Der „Griff“ soll nur für Kinder bis zum 3. Monat angewendet werden, funktioniert danach nicht mehr ?! warum eigentlich. Wenn Papa Wrestler ist, kann er das noch mit seinem Sohn machen auch wenn er 17 ist :)

    P.s.s.; Das hier ist Wissenschaft, nützlich, real, anfassbar, wiederholbar, überprüfbar.
    Googled : „ted motion microscope“
    „Ted Talk“ – Platform für Ideen, alles auf hächstem Niveau
    „Motion Microscope“ – Ein super Erfindung, Einsatzgebeit u.a. bei Babys um zu sehen ob sich z.b. noch atmen, ohne sie gleich zu wecken, ideal für Krankenhäuser zur Überwachung und Kontrolle gegen plätzlichen Kindstod. z.b.

    Antworten
  5. Tabea
    Tabea sagte:

    Als ich dieses Video letzte Woche durch die Netzwerke geistern sah, fühlte ich mich beim Anblick unmittelbar sehr unwohl.

    So ging es gsd vielen Leserinnen im Austausch.

    Meine erste Frage war natürlich auch „funktioniert es“ … als dann die Antwort „ja“ lautete war meine Frage: warum funktioniert es.

    Dazu hab ich im Netzwerk der Stillberaterinnen nachgefragt, wo viele Gesundheitsberufe vertreten sind. Verschiedene Erklärungsansätze kamen dabei vor.
    – evtl. wird ein alter Teil des Stammhirns angesprochen (das sog. Reptilhirn) und die freischwebende, unnatürliche Haltung ist Auslöser für eine Schutzstarre
    – eine Überforderung der Sinne

    In allen Fällen bleibt ein ungutes Gefühl für die unnatürliche Haltung eines Babys. Unsere Menschenbabys sind ja keine Katzenbabys, die im Maul getragen werden.

    Außerdem wird überhaupt nicht geforscht, was das eigentliche Bedürfnis des Babys ist … hat ja sicher einen Grund, warum es weint.

    Darüber hinaus dürfen wir eines nicht vergessen. Aus Sicht von uns als medizinischem Fachpersonal: Gerade in den ersten 3 Monaten lernen Eltern das Halten von so Mini-Babys erst – bloß weil wir unsere Hände dabei so unterbringen, dass es „sicher“ ist und keinen Sturz verursacht, heißt es noch lange nicht, dass Eltern eine solch punktuelle Haltung üben sollten.

    Besser wäre es da, das Tragen im Tuch und nah am Körper zu erlernen – davon hat man auch über die im Video 3 genannten Monate etwas hinaus

    Lg ~Tabea

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagte:

      Ganz klar: eine Dauerlösung soll das natürlich auf keinen Fall sein. Ich sehe das allerdings nicht so drastisch wie du. Ich finde die Babys sehen schon recht zufrieden aus. Aber ich denke, dieser Zustand ist sicher nicht von Dauer. Grundsätzlich finde ich es auch viel schöner und natürlicher, das Baby nah am Körper zu halten.
      LG

      Antworten
  6. kiddelfee
    kiddelfee sagte:

    Ganz ehrlich?! Beim ersten Mal gucken, fand ich das Video toll, beim 2. Mal kochte mir die Galle über. Okay, wenn eine schreigeplagte Mama auf der Suche nach Erlösung dieses Video sieht, wird sie begeistert sein, noch dazu wenn es mit ihrem Schreihälschen funktioniert. Aber MEINE Kinderärztin hätte mir in dieser Situation schon mindestens 2 Mal den Kopf abgerissen, erstens Weil das Baby da ohne irgendeinen Schutz auf einem Tisch liegt (hallo, gibt noch nicht genug Stürze deswegen?) zweitens weil die Eltern da so total entspannt da sitzen und zuschauen , wie ihr Kind nach Trost und Zuspruch ruft – nach einer Impfung! Da brauchen die Würmeln halt die Nähe der Eltern, Aufmerksamkeit und vertrauten Mama-Duft. Kein Wunder, dass es schreit! Ich bin erbost!

    Antworten
  7. Kristin
    Kristin sagte:

    Liebe Jana,
    das ist aber ein echtes Fundstück, dieses Video. Wenn dieser Griff funktioniert, wird er wohl einigen Eltern das Leben in manchen Momenten etwas leichter machen.
    Ich sehe das Ganze jedenfalls nicht so streng, wie manche meiner Vorschreiberinnen. Einzige Ausnahme: die Szene im Video, in der das schreiende Kind ohne Runterfallschutz auf der Liege liegt. Da richten sich mir die Nackenhaare auf. Aber das ist hier ja nicht das Thema.
    Ich kann den Griff selbst nicht ausprobieren, unsere Kinder sind nun zu groß dafür. Aber ich hätte es bei unserem Mädchen auf jeden Fall mal versucht. Die gehört nämlich zu den Charaktären, die, wenn sie einmal angefangen haben, etwas schlimm zu finden, nicht mehr so leicht aus der Situation rausfinden (selbst wenn die Quelle des Unheils längst behoben ist, seufz). Und das zeigte sich bei ihr schon im Babyalter. Und ich hätte diesen Griff dann in der einen oder anderen Situation ausprobiert, einfach um zu sehen, ob sie noch Probleme hat (dann hätte sie weiter gebrüllt, da bin ich mir sicher), oder ob sie einfach nur nicht „runterkommt“ vom Stresslevel. Und wäre letzeres der Fall gewesen, hätte ich sie dann, halt etwas beruhigter, sowieso ins Tuch gebunden. Denn mit „The Hold“ hat man ja keine Hand frei für den Staubsauger… ;-)
    liebe Grüße,
    Kristin

    Antworten
  8. Paulinchen
    Paulinchen sagte:

    Hey :)
    Ich wollte auch mal meine Erfahrung mitteilen.
    Bin Erziehrin in der Krippe. Unser Jüngstes Kind ist 4 Monate und unser Ältestes 2 Jahre.

    Nach dem Video war ich natürlich auch sehr gespannt. Und habe den Griff gleich bei unterschiedlichen weinenden Kindern ausprobiert.
    Fazit: es funktioniert!
    Die Kinder waren nach wenigen Sekunden still und entspannt.
    Da wir immoment keine Kinder unter 3 Monate haben, habe ich beim Griff das Händeüberkreuzen weggelassen. Die ließ ich runterhängen. Die hätten sie eh immer versuch zu entfesseln :P
    Falls die Kinder mir zu schwer wurden, habe ich sie dann in dem Winkel über mein Knie gelegt.

    Der Griff hat mich bis jetzt wirklich überzeugt!

    Falls Fragen aufkommen sollten:
    Die Weinsituationen entstanden meistens im Eingewöhnungungs/Trennungsphasen oder Stresssituationen (hat sich erschreckt, Lärm etc.)

    Lieben Gruß

    Antworten
  9. Milda
    Milda sagte:

    Bei unsere 1Monat Sohn klapt das 100%.Ohne diese halt kõnnen wir unsere Sohn Abends gar nichts beruigen… Der Griff ist totall toll !

    Antworten
  10. Paula
    Paula sagte:

    Uns wurde der Griff von Freunden gezeigt, die wiederum hatten ihn von ihrer Hebamme gezeigt bekommen. Er funktioniert bei unserer Tochter bei Blähungen. Wenn wir sie sonst so heben und leicht drehen in ist sie durch die ungewohnte Haltung kurz irritiert und schreit dann weiter. Manchmal löst sich aber ein Pups und es geht ihr besser :)

    Antworten
  11. Spifico
    Spifico sagte:

    Man sollte mal nach Dr Robert Hamilton auf Youtube suchen. Es gibt mehr Videos von ihm, nicht nur dieses eine. Er zeigt, dass der Griff bei Babies aus aller Welt funktioniert. Er war z.B. in Afrika und hat Babies so beruhigt, nachdem sie nach einer Impfspritze geweint haben. Außerdem war er in einer japanischen TV-Show und hat an einer Challenge teilgenommen, in der er mehrere Babies in kürzester Zeit beruhigt hat. Der Griff funktioniert also definitiv, bestätigt die Umfrage ja auch. Natürlich darf man hinterfragen, warum er funktioniert. Jedenfalls sehen die Babies allesamt entspannt aus, nicht in Schockstarre.

    Antworten

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