Babyhaut richtig pflegen

Luft & Liebe oder was? Hautpflege bei Säuglingen

Wasser, Luft und Liebe – das hört sich so schön an und war lange Zeit das Credo in der Säuglingshautpflege. Es stimmt – zumindest fast. Ein kleines bisschen umfangreicher ist es dann doch. Aber keine Angst: Die richtige Hautpflege ist babyeinfach.

Der erste Kontakt

Die Hautpflege beginnt schon im Kreißsaal. Das Neugeborene wird am besten nur abgetrocknet, damit es nicht auskühlt. Es muss aber nicht gewaschen werden. Es sei denn es gibt Stellen, an denen etwas Blut klebt – diese dürfen/sollen natürlich mit klarem Wasser abgewaschen werden. Eventuell noch vorhandene Käseschmiere könnt ihr einfach einmassieren, bzw. einziehen lassen. Das ist quasi die erste Hautpflege. Das Baden kann warten! Babys kommen erstaunlich sauber zur Welt, es herrscht also keine Eile. Die Reste der Käseschmiere, die irgendwann trocknet und hart wird, solltet ihr am nächsten Tag aus den Hautfalten (Leisten und Achseln) entfernen. Sonst können sie durch die Bewegungen des Kindes wunde Stellen verursachen.

Badefreuden

Apropos Baden. Ihr könnt euer Baby je nach Belieben ein- bis sieben Mal pro Woche baden. Aus rein hygienischen Gesichtspunkten reicht einmal die Woche vollkommen aus. Aber manche Babys lieben den Aufenthalt im Wasser. Dann dürfen sie natürlich auch häufiger hinein.

Wir haben hier in Deutschland den Brauch, dass das Baby erst gebadet wird, wenn die Nabelschnur abgefallen ist und der Nabelgrund überhäutet ist. Das soll Infektionen an der Wundstelle vermeiden. Ich halte mich an diese Gepflogenheit auch. Allerdings weiß ich, dass es diese Regel in anderen Ländern (Japan beispielsweise) nicht gibt. Trotzdem gibt es dort keine erhöhte Anzahl an Wundheilungsproblemen. Wichtig ist nur, dass der Nabelgrund nach dem Baden immer wieder akribisch trockengetupft wird.

Ein typisches Säuglingsbad dauert ca. 5-10 Minuten. Die Raumtemperatur beim Baden sollte über 22°C betragen und die Wassertemperatur 37-38°C. Übrigens kann das Waschen beim Baden eine untergeordnete Rolle spielen. Es darf zwar ein geeigneter Baby-Badezusatz ohne Duft und Konservierungsstoffe (!) verwendet werden – nötig ist er aber nicht.
Achtung mit Ölbädern! Sie machen das Wasser „flutschig“ und erschweren ungeübten Eltern das Baden ungemein. Wenn es aus irgendeinem Grund einen leichten Muttermilch-Überschuss gibt, dann könnt ihr den gerne als natürlichen Badezusatz verwenden. Die Milch hat einen hohen Fettgehalt und pflegt so die Haut mit guten, natürlichen Lipiden.

Das Baden ist eine aufregende, sinnliche Erfahrung für das Baby, welche es voll und ganz genießen darf. Besonders das erste Bad ist magisch und kann richtiggehend zelebriert werden. Viele Familien, die ich betreue, feiern das erste Baden mit sanfter Musik und Kerzenschein. Manchmal wird das ein wahres Badefest.

Ihr solltet euren Säugling nach dem Baden schnell abgetrocknen und einmummeln, damit er nicht auskühlt. Da er aber nach dem Baden eingecremt werden sollte – zumindest bei trockener Haut (dazu später mehr) ist eine Wärmelampe hilfreich. Dann könnt ihr auch hier das sinnliche Erleben durch eine schöne Babymassage fortsetzen.

Atopischen Erkrankungen durch gute Hautpflege vorbeugen

Es gibt eine starke Verbreitung der atopischen Erkrankungen, also von Asthma, Heuschnupfen und Dermatitis. Die Erkrankungsrate hat sich in den westlichen Industriestaaten in den letzten Jahrzehnten verdreifacht.

„Atopie beschreibt eine Neigung dazu, mit Überempfindlichkeitsreaktionen auf den Kontakt mit ansonsten harmlosen Substanzen aus der Umwelt zu reagieren.“ – Quelle: Wikipedia

Ein Neugeborenes hat ein 50% Risiko, mindestens eine Erkrankung aus dem atopischen Formenkreis zu bekommen, wenn ein Elternteil Atopiker ist. Sind es beide, steigt das Risiko schon auf 75%. Einen Hauptgrund für den tatsächlichen Ausbruch der Erkrankung in der Säuglingszeit stellt eine gestörte Hautbarriere dar. Eine gestörte Hautbarriere bedeutet einen starken Flüssigkeitsverlust über die Haut, einen nicht mehr vorhandenen Säureschutzmantel und zu wenig Oberflächenlipide, also Fette. Durch die so gestörte Haut können Fremdstoffe, Allergene und Reizstoffe eindringen.

80 bis 100% der kleinen Hautpatienten, die eine solche gestörte Hautbarriere haben, sind mit dem Bakterium Staphylokokkus aureus besiedelt. Dieses produziert Toxine, die Hautentzündungen hervorrufen. Außerdem werden signifikant häufiger Dellwarzen und auch oft Herpes Simplex-Viren auf der betroffenen Haut gefunden.

Besonders beeindruckend finde ich die Tatsache, dass sogar Pollen durch reinen Hautkontakt beim Kind Asthma auslösen können. (Quelle: Priv. Doz. Dr. Natalie Garcia Bartels, Dermatologin – in ihrem Vortrag “Die ersten 100 Tage” auf dem Hebammenkongress in Soest 2015.)

Studien zur Hautpflege bei Säuglingen

In einer Studie aus den USA und Großbritannien wurden Kinder aus der Risikogruppe, also aus Allergiker-Familien, ab der dritten Lebenswoche täglich mit einer Basiscreme zum Hautschutz behandelt, wobei die Eltern die Creme selbst auswählen durften. Unter allen behandelten Kindern gab es eine Reduktion der Erkrankung um 50%, egal welches Produkt benutzt wurde!
Das war für mich ein erstaunliches Ergebnis, zumal sowohl Produkte aus pflanzlichen Ölen als auch aus Erdölen zu einem besseren Gesamtergebnis geführt hatten. (Ich würde trotzdem immer ein nicht-Erdöl-basiertes Öl für die Hautpflege empfehlen.)

Olivenöl – ehemals ein Lieblingsprodukt in der Babyhautpflege – gilt nach dem Stand der aktuellen Forschung als sehr stark haut-austrocknend und sollte daher besser nicht verwendet werden. Wenn du also ein Speiseöl benutzen möchtest, ist ein Sonnenblumenöl eher geeignet. (Öle, die speziell für die Säuglingspflege gemacht sind, werden allerdings stärker auf Schadstoffe kontrolliert, als die Öle, die wir verspeisen.)

Cremes, die auf Lanolin, also auf Schaffettbasis, aufgebaut sind, können bei Atopiker-Kindern allergieauslösend wirken, wenn die Haut schon gestört ist. Da auch sie die Hautbarriere schließt, ist es allerdings besser Lanolin-Creme zu verwenden als gar nicht zu cremen. Zudem gibt es auch gereinigte Lanoline, die extra für potentiell allergische Menschen hergestellt werden.

Ich bin oft sehr skeptisch, was Studien betrifft und frage mich immer: Wer hat sie in Auftrag gegeben und wem nützen sie? Allerdings hat es mich schon beeindruckt, dass hier nicht ein spezielles Mittel als Heiliger Gral angepriesen wurde, sondern, dass es tatsächlich das Cremen als solches ist, welches den atopischen Krankheitsbildern vorbeugt.

Man könnte natürlich noch die ketzerische Frage stellen, ob es eine Kontrollgruppe gab, die ohne jegliche Mittel einfach nur massiert wurde. Man weiß schließlich, dass die atopischen Erkrankungsbilder eine starke psychische Komponente beinhalten und Kinder vielleicht einfach von der reinen Zuwendung profitieren. Eine studiengestützte Antwort gibt es hier leider noch nicht. Aber wahrscheinlich reicht das Massieren bei aller Liebe doch nicht aus, um die Hautbarriere genügend zu stärken.

Hautpflege im Windelbereich

Das feuchte Milieu in der Windel begünstigt das Wachstum von Bakterien. Der Urin ist basisch und greift dadurch zusätzlich den Säureschutz der Haut an. Ihr solltet die Windel daher regelmäßig alle 4 bis 6 Stunden bzw. nach Bedarf wechseln, um die Haut trocken und sauber zu halten.

  • bei Mädels: die Scheide immer von vorne nach hinten reinigen. Das Scheidensekret dient der natürlichen Selbstreinigung der Scheide und sollte nicht akribisch entfernt werden.
  • bei Jungs: Die Vorhaut des Gliedes in den ersten zwei Lebensjahren nicht zurückstreifen. Oft sind Vorhaut und Eichel miteinander verklebt. (Einfach die Kinder daran spielen lassen, dann erledigt sich das meist von selbst). Wenn sich das nach zwei Jahren nicht gelöst hat, sprecht mit eurem Kinderarzt/ Ärztin.

Waschlappen

Die optimale Reinigung erfolgt hier immer mit einem weichen, feuchten Waschlappen. Danach muss die Haut gut getrocknet werden und am Schluss sollte (bei trockener oder gereizter Haut) eine dünne Creme benutzt werden. Es sei denn, die Haut ist richtig wund – was immer mal vorkommen kann. Dann hilft eine Wundcreme. Zur Not, aber nicht standardmäßig, mit Zink, denn das beschleunigt die Heilung.

Natürlich möchte man, dass ein Baby-Po-Waschlappen schön weich ist. Wir haben hier in Berlin extrem Kalk-haltiges, hartes Wasser, was sich leider auch innerhalb von kürzester Zeit in „Wäscheverhärtung“ niederschlägt. Weichspüler kann ich nicht empfehlen, da sie wiederum die kindliche Haut negativ beeinflussen. Ich habe daher bei meinen Kindern Waschlappen aus Molton* verwendet und diese dann immer mit einem Schuss Essig gewaschen. So blieben sie lange kuschelig weich.Viele Eltern benutzen gerne Feuchttücher, die ja auch wirklich sehr praktisch sind. Allerdings reagieren extrem viele Babys, vor allem Neugeborene, auf die Stoffe in diesen Tüchern. Bei einigen, wie dem Methylisothiazolinon (einem Konservierungsmittel) ist die Kontaktdermatitis als Reaktion sogar schon gut bekannt. Im Ökotest 2016 haben die Naty by Nature Öko-Feuchttücher und die Babydream Med von Rossmann sehr gut abgeschnitten.

Feucht- & Öltücher

Gegen Öltücher lässt sich in dieser Hinsicht nichts Schlechtes sagen, wenn man darauf achtet, dass sie zur Aufrechterhaltung des Säureschutzmantels der Haut, einen Citratpuffer aus Citronensäure oder Natriumcitrat enthalten. Duftstoffe, ätherische Öle oder aggressive Tenside wie Natrium­laurylsulfat dagegen sollten in keinem Fall enthalten sein. Und da zeigt sich schon die Problematik. Irgendwas findet sich fast immer. Denn zumindest Konservierungsstoffe sind ja nötig, um die Keimbesiedelung in den Tüchern zu verhindern. Daher würde ich auch Öltücher nur für Ausflüge benutzen. Für zu Hause halte ich den oldschool Waschlappen immer noch für das Mittel der Wahl.
Alternativ gibt es natürlich noch die Möglichkeit, sich für Unterwegs selbstgemachte Öltücher mitzunehmen: Einfach ein Mull- oder Einmalwaschlappen, mit einem selbstgewählten Öl tränken und in eine kleinen Brotdose oder einen anderen Behälter stecken.

Abgesehen vom häufigen Wickeln und einer guten Creme tut es der Haut im Windelbereich sehr gut, häufig mal an der Luft zu sein. Also wann immer es möglich ist, einfach mal die Windel weglassen und das Baby im warmen Zimmer auf einer Decke nackt strampeln lassen.

Babyseifen

Es ist, wie gesagt, gar nicht nötig, eine Seife oder Waschlotion für Babys zu benutzen. Wenn ihr es aber doch ausdrücklich wünscht, sollten diese einen pH-Wert von ungefähr 5,5 haben. Dieser leicht saure Bereich fördert die gewünschten Milchsäurebakterien und unterstützt die Hautbarriere. Aggressive Tenside und die häufig in Kinder-Shampoos und Waschmittel enthaltenen Stoffe Cocamidopropylbetain und MIPA-Laureth Sulfate sind bekannte Allergieauslöser und sollten vermieden werden.

Schutz vor Sonne und eisigen Temperaturen

Eine besondere Herausforderung an die Babyhaut stellen extreme Temperaturen dar. Beim Sommerspaziergang solltet ihr euer Baby an den nackten Stellen mit Sonnencreme einreiben. Ein Sonnenbrand in Babytagen erhöht das Risiko später an Hautkrebs zu erkranken enorm. Auch ein breitkrempiger Sonnenhut bietet sich an. Zurück zu Hause oder spätestens am Abend müsst ihr diese zumeist sehr fettige Creme natürlich wieder abwaschen. Wenn es tagsüber heiß war, ist ein kurzes Bad am Abend für das Baby sehr angenehm.

Sind im Winter Minusgrade, könnt ihr die empfindliche Gesichtshaut mit einer fetthaltigen Creme vor Kälte schützen. Hier hat sich besonders die „Wind und Wetter Creme“ bewährt. Vor dem ins Bett gehen müsst ihr die Creme aber bitte wieder abwaschen, damit die Haut über Nacht gut atmen kann.

Hartnäckige, wunde Stellen

Babys werden, besonders im Windelbereich, sehr leicht mal ein bisschen wund. Das liegt selten am Essen der stillenden Mutter, manchmal am Zahnen und manchmal an einem kleinen Infekt, der den Körper beschäftigt. Oder der Tag war einfach so turbulent, dass man etwas zu wenig zum Wickeln gekommen ist. Mit ein bisschen Hautpflege und einer guten Creme heilt solch eine Stelle oft so schnell wieder ab wie sie entstanden ist.
Ist das nicht der Fall und die Rötung verstärkt sich, wird glänzend, nässend oder gar blutig, informiert bitte eure Hebamme oder lasst, wenn es gar nicht besser wird, bitte euren Kinderarzt drauf schauen. Manchmal handelt es sich um einen Soor (Pilzerkrankung), der sich auf eine Wunde setzt und die Heilung stört oder um einen anderen Grund, der eine Spezialsalbe nötig macht.

Und die Liebe hilft doch…

Die Haut ist unser größtes Sinnesorgan. Neben all der Pflege sind es natürlich die liebevollen Berührungen, Massagen und Streicheleinheiten, die der Babyhaut wohltun. Babys genießen jede einzelne Kuschelstunde. Dabei kommt es gar nicht darauf an, dass es besondere Massagegriffe sind. Die pure Zuwendung ist das Wichtigste.

Empfehlungen

Anfang der Woche habe ich eine kleine Facebookumfrage zu euren Lieblingsprodukten gemacht, an der sich bisher über 100 Personen beteiligt haben (Danke dafür! ♥).
Ich war sehr angetan von euren Empfehlungen, die sich zum Großteil sehr mit meinen decken und möchte daher hier nochmals die Top 10 von Eltern für Eltern auflisten:

Für die Haut:

Speziell für den Windelbereich:

  • Muttermilch
  • Heilwolle (bitte nur auf wunde- nicht auf offene Stellen)
  • Windelbalsam nach Ingeborg Stadelmann
  • Lanolin

Abschlußfrage

Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Cremen gemacht? Und habt ihr einen absoluten Geheimtipp, der euch und euren Babys geholfen hat? Ich freue mich auf eure Kommentare!

 

*= Dieser Artikel enthält Affiliating-Links - Wenn du sie klickst und dann etwas kaufst, erhalte ich dafür vom Händler eine klitzekleine Vergütung - Danke dafür!


Hebammenblog.de gefällt Dir? Für's Liken & Teilen sag ich Danke! ;-)

Hier geht's zum Newsletter, der Dich alle 2-3 Wochen über neue Artikel informiert...


14 Kommentare
  1. Shiri
    Shiri sagt:

    Eine Ergänzung zu den Feuchttüchern/Waschlappen: Man kann auch Windeleinlagen mit lauwarmem Wasser verwenden, das sind Wasserresistente Tücher, die kleben nicht, zerreissen nicht und sind schön weich. Machen jedoch genau so viel Abfall, wie Feuchttücher.

    Antworten
    • Tine
      Tine sagt:

      Hallo Shiri, wenn du so ein Windelvlies meinst, die halten auch ein paar Waschgänge bei 60 Grad ziemlich gut aus und sind damit wiederverwendbar. Damit lassen sich Feuchttücher schön selber herstellen und sogar “recyclen”. Viele Grüße
      Tine

      Antworten
  2. TAC
    TAC sagt:

    Vielen Dank für den ausführlichen Artikel.
    Sohnemann war im ersten Lebensjahr ein Neurodermitiskind. Auslöser war vermutlich die Empfehlung der KiÄ, nicht nur MuMi zum Cremen zu verwenden in Kombination mit diversen anderen Faktoren (sehr heißer trockener Sommer, erste Impfung…). Als es immer schlimmer wurde mit seiner Haut, empfahl die Ärztin ein Mandelölbad, wodurch ich heraus fand, dass wohl Mandelöl gar nicht gut ist für ihn. Ich schaute auf allen Produkten nach, die wir getestet hatten und die ich selbst nicht vertrug. Tatsächlich war überall Mandelöl enthalten. Leider hat auch das akribische Weglassen aller Cremes und Lotions mit Mandelöl nicht ausgereicht. Im Blut-Allergietest wurde keine Reaktion auf Mandelöl festgestellt, dafür eine ganz leichte auf Erdnüsse.
    Zwischenzeitlich mussten wir eine leicht cortisonhaltige Creme nutzen und wir bekamen über die Krankenkasse einen Spezial-Schlafanzug aus ganz dünner Baumwolle, wo die Nähte außen und die Handöffnungen zugenäht waren (den empfehle ich allen Familien mit Neurodertitisbabys, der war echt super).
    Der Aha-Effekt stellte sich erst ein, als die Ärztin uns eine zinkhaltige, sehr teure Spezialsalbe verschrieb und ich auf der Suche nach bezahlbaren Alternativen bei der dicken Penatencreme gelandet bin. Außerdem half die Zeit, mit dem ersten Geburtstag verbesserte sich sein Hautbild komplett und heute mit 6 ist er eigentlich beschwerdefrei. Allerdings ist seine Haut besonders bei sehr kalten Temperaturen extrem trocken und an den Handgelenken hat er manchmal diese typische Schuppenbildung. Bis heute cremt er dann ganz dünn mit Penaten, meist über Nacht, und am Morgen ist die Haut sehr viel besser.
    Generell haben wir die Erfahrung gemacht, je weniger Cremen, umso besser.
    Ich achte drauf, keine Produkte mit Mandelöl im Haushalt zu haben. Beim Essen haben wir bisher nichts festgestellt, Sohnemann isst und verträgt alles, ich ja auch. Nur eben Mandelöl in großen Mengen äußerlich anwenden sollten wir wohl besser beide nicht.
    LG von TAC (die langsam der Geburt entgegen kugelt *g*)

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Danke für deinen ausführlichen Kommentar.
      Tatsächlich ist es so, dass Nussallergien (vor allem auf Erdnüsse) im Vormarsch sind. Vor allem im amerikanischen Raum, werden daher gar keine Babyprodukte auf Mandelölbasis mehr hergestellt. Für die Ölbenutzung, wird von Hautärzten jetzt immer eher ein Sonnenblumenöl gewählt).
      Daher habe ich ziemlich überlegt, ob ich die Mandelölempfehlung (die von extrem vielen Leserinnen kam) mit in die Liste aufnehme. Ich habe mich dann auf Grund der Fülle der Empfehlungen, dazu entschieden.
      Aber du hast Recht, bei einer entsprechenden Allergie hat es natürlich einen schlechten Einfluß auf das Hautbild.

      Alles Gute und viel Glück bei der Geburt!
      Liebe Grüße
      Jana

      Antworten
  3. Jana
    Jana sagt:

    Unser kleiner Frieden hatte im ersten Lebensjahr starke Hauptprobleme. Arme und Brust sahen aus wie Sonnenbrand. Geholfen hat nach viel ausprobieren (Ernährungsumstellung der Stillmami, Wechsel des Waschmittels, diverse Salben und Cremes) nur die Empfehlung einer Freundin, von ROCHE POSAY Lipikar Baume AP+ Balsam.

    Antworten
  4. Inga
    Inga sagt:

    Unser Sohn (jetzt 14 Monate) wurde nach der Geburt nicht gebadet, aber vor der Entlassung aus dem Krankenhaus dort noch mit einer Schwester zusammen. Das fand ich gut, es gab uns Sicherheit. Wir sollten nur 1x wöchentlich baden und nur cremen, wenn die Haut wirklich trocken ist- es gab nie Probleme.
    Mein Tipp aus dem Nordenn(Finnland): Lasst die Finger von sämtlichen Kältecremes. Bei leichten Minusgraden braucht man die eh nicht, wenn es ernsthaft kalt ist sind sie gefährlich! Ich wollte ihm einmal was Gutes tun mit der angeblich wasserfreien Creme von Weleda. Bis die lila-rötlichen Flecken von seinen Bäckchen weg waren hat es Wochen gedauert…! (Von Welada habe ich übrigens zu dem Thema nie eine Antwort erhalten). Ohne Creme war immer alles gut- und wir waren auch bei -20 Grad noch draußen :-)

    Antworten
  5. Paula
    Paula sagt:

    Meine Hebamme hat uns für wunde Stellen die normale Weleda Calendula Creme gegeben da in den ganzen Baby Produkten (auch weiße Malve) immer auch Zink enthalten ist. Wir haben damit bis jetzt gute Erfahrungen gemacht.
    Nach dem baden (1x Wo) cremen wir eigentlich gar nicht, nun überdenken wir das vielleicht….

    Antworten
  6. Brigitta
    Brigitta sagt:

    Liebe Jana,

    danke für diesen spannenden Artikel. Ich fand es wirklich interessant, dass Cremen so einen extremen Präventionseffekt haben kann. Uns wurde ja leider eher immer vom Cremen abgeraten, die Haut würde sich an die Pflege gewöhnen und dann selbst nicht mehr genügend Pflege produzieren. Na ja macht nix, ich hab die Kinder eh täglich massiert,da hatten sie durch das Öl auch genug Pflege. :)

    Ich wollte nur noch was zu den Mandeln und der Nussallergie sagen: Mandeln sind gar keine Nüsse (sondern Steinfrüchte) und können deshalb doch auch gar nicht mit einer Nussallergie in Verbindung stehen?

    Liebe Grüße,

    Selphie :)

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Liebe Brigitta, die Mandeln gehören, wie einige Steinfrüchte zu den Kreuzallergenen und sind daher für Nussallergiker problematisch. Vielleicht habe ich das unklar beschrieben.
      LG
      Jana

      Antworten
  7. Manu
    Manu sagt:

    Hallo!
    Super-Artikel, danke dafür!
    Beziehen sich die Studien nun auf Cremes oder aufs ölen? Gibt ja alles zu kaufen
    Oder ist auch das egal?
    Und gilt das auch für die Gesichtshaut?
    Danke!
    Manu

    Antworten
  8. Sarah
    Sarah sagt:

    Ich kann bei offenen Wunden und Stellen (auch im Windelbereich) nur Beinwellsalbe empfehlen. Das war auch das einzige, das beim anfänglich stark strapazierten und wunden Brustwarzen nach dem Stillen geholfen hat. Ein totaler Pro-Tipp von meiner Hebamme!
    Liebe Grüße,
    Sarah

    Antworten

Dein Kommentar

Du hast Anregungen oder Kommentare?
Schreib was!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.