Den richtigen Geburtsort finden

Auf der Suche nach dem richtigen Geburtsort

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Es ist Mittwoch Abend. Infoabend in einer mittelgroßen Berliner Klinik. Der Konferenzraum ist überquellend voll mit Menschen, auf der Suche nach dem perfekten Geburtsort. Die aufgestellten Stühle reichen nicht. Für die Frauen, die teilweise schon deutlich große Bäuche haben, werden galant noch Plätze freigemacht. Einige Männer setzen sich auf die breiten Fensterbretter, einige bleiben in den hinteren Reihen stehen. Auch auf dem Boden sitzen am Ende Menschen. Türen und Fenster bleiben offen, denn die Luft verbraucht sich schnell. Wasserflaschen und Becher wandern von Hand zu Hand. Es ist warm. Aufgeregtes Murmeln geht durch die Reihen.

Noch bis vor circa einem Jahr waren solche Infoabende entspannte Veranstaltungen. Seit dem Babyboom (in Berlin beispielsweise haben wir zurzeit tatsächlich mehr Geburten als Todesfälle) spürt man deutlich, dass die Kapazitäten knapp werden.

Dann beginnt der Informationsabend mit einem, von Fotos begleiteten Vortrag. Die Redner sind eine Kreißsaal-Hebamme und die Chefärztin der geburtshilflichen Abteilung. Es werden große Bilder aus den einzelnen Kreißsälen gezeigt, die in unterschiedlichen, pastelligen Farben gestrichen, und außerdem mit verschiedenen aussehenden Kreißbetten bestückt sind. Es gibt auch eine große, wirlpoolmäßige Badewanne zu bestaunen.
„Da drin werde ich mein Kind bekommen“, weiß eine der werdenden Mütter aus dem Raum. Eine Andere ist sich sicher, dass es auf jeden Fall Weiterlesen

Zustand der Geburtshilfe im Wahljahr 2017

Geburtshilfe in Deutschland im Jahre 2017- Wahljahr!

Geschlossene Kreißsäle, Geburten im Auto & Verletzungen der Hinzuziehungspflicht, katastrophale Zustände in der Geburtshilfe – Immer wenn man denkt, es kann nicht schlimmer werden, kommt Murphy!

Geschlossene Kreißsäle

Durch den Trend zur Zentralisierung und den gleichzeitig beginnenden Hebammenmangel, schließen vor allem kleinere Kliniken ihre geburtshilflichen Abteilungen. Viele Regionen sind mittlerweile ganz ohne Kreißsaal. Die Wege für die Schwangeren werden weiter und weiter.

Jetzt bekommen die verbliebenen Häuser mit Geburtshilfe (oh Wunder, oh Wunder) Probleme damit, die vielen Geburten aufzufangen. Zusätzlich schwinden die Hebammen weiter. Das führt zu weiteren Schließungen oder anderen kreativen “Lösungen“. Weiterlesen

Sicher im Auto: Nur mit Babyschale

Von Anfang an sicher im Auto – nur mit Babyschale!

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Es gibt wenig Dinge, die mich bei meiner Arbeit wirklich aus der Fassung bringen. Aber eins davon sind Paare, die ernsthaft ihr zartes, neugeborenes, frisches Baby nach der Geburt ohne Babyschale im Auto nach Hause fahren wollen. Die also einfach mit dem Mini im Arm ins Auto steigen!
Glücklicherweise kommt das immer seltener vor, aber wenn…
Für solche Fälle haben wir in der Klinik Babyschalen zum Ausleihen da. Auch einige Taxiunternehmen haben sich schon auf schalenlose Eltern eingestellt und bringen sie auf Anfrage gerne mit. Aber ich staune immer – schließlich tritt so ein Baby doch meist mit einer gewissen Vorlaufzeit ins Leben. Und sinnvoller als ein voll eingerichtetes Kinderzimmer (was eigentlich kein Neugeborenes braucht), ist ein vernünftiger Kindersitz allemal.

Babyschale = Erstaustattung?

Es gibt sicher auch Familien, die ohne Babyschale auskommen. Aber die benutzen eben einfach kein Auto, sondern kommen zu Fuß und haben einen Kinderwagen oder ein Tragetuch. Aber die meisten Menschen nutzen Autos nun mal recht häufig und daher ist es mehr als sinnvoll, über eine gute, sichere (!) Lösung für den Babytransport nachzudenken – und zwar frühzeitig… Ich finde, eine Autoschale sollte immer Teil der Baby-Erstausstattung sein.

Ich habe das (mit dem Nachdenken) für euch mal gemacht und alles zusammengetragen, was man vor dem Kauf einer Babyschale bedenken sollte. Und weil meine eigenen Kinder dem Babyschalenalter schon einige Zeit entwachsen sind, habe ich mich von einem netten und kompetenten Mitarbeiter meines heutigen Kooperationspartners baby-walz auf den aktuellen Stand bringen lassen. Und dabei, unerwarteter Weise, ganz schön viel Neues erfahren. Da hat sich in den letzten Jahren ganz offensichtlich Einiges getan.
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Geburtsanzeigen mit Babyporto von Post-Individuell

Geburtsanzeigen mit personalisierten Babyfoto-Briefmarken

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Zu allererst muss ich etwas beichten: Ich habe schon lange keinen Brief mehr geschrieben. Briefe zu schreiben ist zwar schön, aber auch irgendwie etwas aus der Mode gekommen. Warum auch? Die meisten Menschen sind online gut zu erreichen. Den letzten Brief schrieb ich – glaube ich – meinem Sohn zur Klassenfahrt.

Aber es gibt Anlässe, die schreien förmlich nach einem ordentlichen Brief. Und das sind für mich Hochzeits-, Geburts-, & Todesanzeigen. Das geht nicht per Mail. Da muss ein schöner Brief her.

Als Hebamme bekomme ich ja ziemlich viele Geburtsanzeigen und freue mich immer sehr darüber. Besonders toll finde ich es, wenn die Geburtsanzeigen irgendwie besonders gestaltet sind. Kürzlich wurde ich vom Facebook-Team der Deutschen Post (dem Sponsor dieses Artikels) angeschrieben und entdeckte dadurch ein kleines und ziemlich cooles i-Tüpfelchen für Geburtsanzeigen, das ich euch heute vorstelle: Es gibt inzwischen die Möglichkeit, Briefmarken individuell mit Foto & Text zu gestalten – also z.B. mit dem Konterfei eures Babys – und diese direkt bei der Post online zu bestellen.
So könnt ihr eure Geburtsanzeigen sogar noch durch personalisiertes Baby-Porto aufpeppen. Und weil dieser Special-Service natürlich etwas extra kostet, gibt es für euch hier und heute einen Rabattcode – für alle, die das gerne mal ausprobieren wollen. Weiterlesen

Plazenta - Was tun mit dem Mutterkuchen

Plazenta – Bräuche rund um den Mutterkuchen

Was macht man mit der Plazenta? Aufbewahren, essen oder ein Bäumchen darauf pflanzen?

Die Plazenta hat das Kind die ganze Schwangerschaft hindurch ernährt und gehört solange einfach zum Kind dazu. In vielen Kulturen wird sie als Zwilling des Babys gesehen. Daher ist auch die Geburt der Plazenta, mal ganz abgesehen von den rein physiologischen Gründen, noch Teil des Geburtsprozesses. Die Plazenta wird manchmal nur wenige Minuten nach dem Kind, bis hin zu einer knappen Stunde später, geboren. Vorher wird der Mutter auch nicht gratuliert – da sind die meisten Hebammen ein bisschen abergläubisch.

Die Plazenta wird auch Nachgeburt oder Mutterkuchen genannt. Am Ende der Schwangerschaft wiegt sie circa 500 Gramm, ist zwei bis vier Zentimeter dick, und hat einen Durchmesser von 15 bis 30 Zentimetern. Es gibt eine mütterliche und eine kindliche Plazentaseite. Während die mütterliche Seite eher schwammig ist und vom Aussehen her oft mit Leber verglichen wird, ist die kindliche Seite glatt und glänzend. Auf ihr verlaufen die Blutgefäße sehr verästelt, was ihr den schönen Namen „Baum des Lebens“ eingebracht hat.

„In der anthroposophischen Medizin werden die umgebenden Embryonalhüllen und die Plazenta als ein physisches Korrelat des geistigen Wesens des Kindes aufgefasst, das in der Embryonalzeit den Aufbau seines individuellen menschlichen Organismus für ein irdisches Leben ermöglicht.“
Quelle: Merkblatt „Plazenta – Was tun mit der Nachgeburt?“ von der Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte in Deutschland e.V.

Aber was passiert nun nach der Geburt mit der Plazenta?
Wem gehört die Nachgeburt eigentlich und was macht man damit?
Kosmetik? Essen? Bäumchen pflanzen? Globuli draus herstellen lassen?
Vieles ist möglich. In diesem Blogbeitrag gebe ich euch einen Überblick sowohl über ein paar schöne Bräuche, aber auch ganz pragmatische Verwendungsmöglichkeiten. Entsprechende Hintergrundinfos und weiterführende Verlinkung inklusive. Weiterlesen