Geburtsbericht Weheneinleitung

Geburtsbericht: Spontangeburt nach Einleitung

Im dritten Geburtsbericht auf hebammenblog.de erzählt uns Katha von ihrer Erfahrung mit einer medikamentösen Weheneinleitung. Der errechnete Termin war schon zehn Tage überschritten, so daß sie sich mit ihrem Mann, und ganz ohne Wehen, auf den Weg in die Entbindungsklinik machte.
Katha selbst bezeichnet ihr Geburtserlebnis vor allem als „kurz und heftig“. Ihr Bericht, mit meinen Erläuterungen und Kommentaren “wie immer” in lila, zeigt, daß eine Geburtseinleitung nicht automatisch eine Kaskade von Interventionen nach sich ziehen muss.

ET + 10

Am 03.08.2013, also bei ET+10, sollte ich mich um neun Uhr am Kreißsaal melden. Eine medikamentöse Geburtseinleitung war geplant. Zunächst wurde ein CTG geschrieben. Ich hatte ein paar Wehen, die ich aber kaum gespürt habe. Also bekam ich um 10.30 Uhr die erste Tablette (Cytotec); zunächst nur die halbe Dosis (25mg). Anschließend wurde wieder eine halbe Stunde CTG geschrieben. Danach wurden meine Männe und ich spazieren geschickt.

Wenn Frauen über den Termin gehen, werden sie zu regelmäßigen Kontrollen in die Klinik bestellt. Solange alles in Ordnung ist, wartet man ab, ob die Geburt von selbst los geht. Denn das ist natürlich am besten. Ist der Termin aber 10 Tage überschritten, wird in der Regel die Einleitung der Geburt anvisiert.
Die Einleitung mit Misoprostol (Cytotec) hat die medizinische Hochschule Hannover in ihrem Aufklärungsblatt sehr schön erklärt.

Da wir noch nichts gegessen haben, suchten wir uns eine Pizzeria. Um kurz vor zwei waren wir dann zum nächsten CTG zurück am Kreißsaal. Die Ausschläge des Wehenschreibers waren nun höher, aber gespürt habe ich immer noch nicht mehr und bekam so die erste richtige Dosis Cytotec. Um 15.45 Uhr konnte ich dann endlich mein Zimmer auf der Station beziehen.

Bis die Wehen regelmäßig werden, kann Cytotec alle vier Stunden gegeben werden.
Ob die Ausschläge auf dem CTG hoch sind oder nicht, ist nicht sehr aussagekräftig. Denn es kommt darauf an, an welcher Stelle am Bauch der CTG-Knopf sitzt, ob du schlank bist, oder etwas mehr Pölsterchen auf dem Bauch hast… Aussagekräftig ist nur die Häufigkeit der Ausschläge, bzw. ob die Wehen auch muttermundswirksam sind. Und das wiederum merken wir vor allem am Verhalten der Frau ;-).

Wir haben uns dann ein wenig im Krankenhaus umgesehen, in der Cafeteria ein Stück Kuchen gegessen und einen Spaziergang im angrenzenden Park gemacht. Die Wehen wurden nun stärker und ich bekam schlechter Luft. Trotzdem fühlte es sich noch nicht nach Geburt an, so dass ich meinen Männe gegen 18 Uhr nach Hause schickte. Kurz danach musste ich dann wieder am Kreißsaal für’s CTG sein und bekam noch einmal Tabletten. Die Ausschläge der Wehentätigkeit waren jetzt zwar höher, aber unregelmäßig. Ich wurde also wieder auf die Station geschickt und sollte um 22 Uhr für ein abschließendes CTG kommen. Da sich dann immer noch nichts getan hatte, habe mich bettfertig gemacht und mit meiner Mutter und meinem Männe telefoniert, dass es wohl leider nichts mehr wird.

In der Regel pausiert man über Nacht die Einleitung. Denn wenn man die ganze Nacht über eingeleitet wird und es geht dann vielleicht in den frühen Morgenstunden endlich los, ist man ja schon völlig erschöpft. Da ist es sinnvoller noch mal zu schlafen und erst am nächsten Morgen erholt zu starten.

Denkste!
Um 23.40 Uhr bemerkte ich eine vaginale Blutung. Also ging ich zum Kreißsaal. Dort empfing mich eine Hebamme, die ich schon vom Vorgespräch kannte und die mir gleich sympathisch war. Als ich sagte, dass ich blute, meinte sie nur ganz trocken: „Das ist normal, wenn man Wehen hat.“

Bei Wehen, die den Muttermund öffnen, kommt es zur sogenannten Zeichnungsblutung. Diese ist tatsächlich ganz normal und zeigt den Geburtsbeginn an. Dennoch sind Blutungen immer abzuklären. Solltet ihr also zu Hause, bei beginnenden Wehen, bluten, dann lasst bitte immer checken, ob es wirklich Zeichnungsblutungen sind, oder ob sie einen anderen Grund haben.

Dann kam ich für eine Stunde an das CTG und das zeigte dann auch endlich regelmäßige Wehen – alle zwei Minuten. Einige davon waren nun auch deutlich schmerzhaft. Die Hebamme legte mir einen Zugang in den linken Unterarm und ging mit mir Formulare durch, wie z. B. ob ich eine Behandlung durch die Chefärztin wünsche (wollte ich nicht). Dann nahm sie mir noch Blut ab und untersuchte mich. Der Muttermund war bei 1-2 cm und der Gebärmutterhals stand auch noch mit 2 cm. Die Hebamme bot mir Buscopan-Zäpfchen zum Entkrampfen an, damit ich schmerzfrei schlafen könnte, aber ich wollte die Wehen nicht gleich wieder kaputt machen und verzichtete lieber.

Warum Dir gleich ein Zugang gelegt wurde, kann ich absolut nicht nachvollziehen, aber das Buscopan-Zäpfchen hättest du ruhig nehmen können. Buscopan wirkt nur entkrampfend und macht den Muttermund weicher. Es verhindert aber keine Wehen.

Gegen ein Uhr war ich dann zurück in meinem Zimmer. Dort wurden die Wehen immer schmerzhafter, so dass ich um halb zwei meinen Männe anrief, dass er doch kommen muss (da war er gerade eingeschlafen).

Jetzt geht’s los!

Kurz nach zwei war er dann bei mir und richtete sich in unserem Familienzimmer ein. Die Wehen waren mittlerweile wirklich heftig und ich traute mir nicht mehr zu bis zum Kreißsaal zu laufen. Deshalb schob er mich im Rollstuhl. Dort wurde wieder eine Stunde CTG geschrieben, während ich auf dem Kreißbett lag und versuchte die Wehen zu veratmen – das gelang mir aber nicht so wirklich…

Man kann übrigens auch im Sitzen oder Stehen CTG schreiben. Einfach mal nachfragen!

Der Muttermundsbefund war leider immer noch unverändert. Schmerzmittel wollte ich nicht, also ging es gegen viertel vor vier zur Entspannung in die Wanne. Zwischen den Wehen ging es mir im warmen Wasser super, aber die Wehen selbst haben mich überrollt.

Auch wenn die Wehen im warmen Wasser natürlich nicht verschwinden, sind die Pausen meistens länger und entspannter. Daher geht der Muttermund im Wasser oft besser auf.

Ich habe alles zusammen geschrien und im Badezimmer hallt es natürlich auch noch besonders gut. Zwischendurch musste ich mich übergeben. Eine halbe Stunde habe ich es dort ausgehalten, dann wollte ich doch Schmerzmittel und bin von der Wanne wieder zurück ins Kreißbett. Die Untersuchung ergab: Muttermund bei 3-4 cm, Gebärmutterhals fast verstrichen.

Schön! Das war sicher der Wanneneffekt. Ich liebe Entspannungsbäder!

Ab 4.40 Uhr bekam ich dann etwas gegen die Schmerzen: Lachgas. Das war einfach super. Ich habe die Schmerzen nicht mehr so stark wahrgenommen und konnte auch gleichmäßiger atmen. Ich spürte die Wehen zwar, war aber ein bisschen wie „angetrunken“. Mein Männe lag hinter mir auf dem Kreißbett und hat mir zu Beginn der Wehe immer die Maske gereicht.

Super! Leider haben nicht alle Kliniken Lachgas auf Lager. Ich habe auch gute Erfahrungen damit gemacht.

Um 5.10 Uhr sprang die Fruchtblase, die Wehen fingen an nach unten zu drücken und kurz danach hatte ich auch schon Pressdrang. Mein Männe rief die Hebamme, die überrascht feststellte: Muttermund vollständig! Also durfte ich pressen. Das war für mich überraschenderweise der angenehmere Teil der Geburt.

Viele Frauen erleben den Pressdrang als erleichternd. Vielleicht auch weil sie wissen: Jetzt ist es gleich überstanden!

Ich habe beim Pressen gespürt, wie er tiefer rutschte. Irgendwann sagte die Hebamme: „Bei der nächsten Wehe ist er da“. Mein Mann hat meine Hand gedrückt. Ich habe meine ganze Kraft zusammengenommen und noch einmal gepresst und der Kopf war da – der Rest ist dann (mit Hilfe der Hebamme) einfach „mitgerutscht“.

Um 6.12 Uhr war es dann geschafft.

Es kam mir vor wie eine kleine Ewigkeit, bis mir die Hebamme den Kleinen, in einem Handtuch eingewickelt, auf den Bauch legte. Ich wollte ihn unbedingt sofort sehen und spüren. Als ich dann sein Gesicht sehen konnte, kam es mir total unwirklich vor, dass er in meinem Bauch gewesen sein soll.
Mein kleiner Schatz war da und wir durften direkt zu dritt auf dem Kreißbett kuscheln. Ich war ziemlich fertig, aber alle Schmerzen waren erst einmal weit weg.

Oxitocin, Endorphine und pures Mutterglück! ;-)

Gegen 6.50 Uhr folgte dann noch die Plazenta und dann musste ich noch genäht werden. Ich hatte einen Dammriss ersten Grades, einen Scheidenriss und einen Labienriss erlitten und das auch gemerkt. Ich habe mich mehrfach ziemlich erschreckt bei dem plötzlichen Schmerz. Mein Mann hat mir hinterher erzählt, dass die Hebamme ein Werkzeug benutzt hat. Ich habe aber hinterher vergessen nachzufragen.

Mmmh, da kann ich mir jetzt auch nichts vorstellen… Vielleicht hatte sie sich nur das Abnabelzubehör schon zurecht gelegt?

Das Nähen tat aber weniger weh, als ich befürchtet hatte. Danach sollte ich in ein rollbares Bett umziehen, aber dabei machte dann mein Kreislauf schlapp, so dass ich eine Infusion bekam. Sonst ging es mir aber gut.

Blick auf die Geburt heute:

Eine Geburt ist wirklich eine Naturgewalt. Es ist schwierig zu beschreiben. Der wichtigste Teil von dir ist von einer Sekunde auf die nächste außerhalb deines Körpers. Im Großen und Ganzen würde ich die Geburt als „kurz und heftig“ zusammenfassen. Ich bin dankbar, dass es keine Komplikationen gab und hoffe, dass die nächste Geburt ähnlich gut verläuft. Vielleicht dann ohne Verletzung? Die Heilung hat für einen verhältnismäßig kleinen Riss eher lange gedauert. Erst jetzt, nach zehn Wochen und vorsichtigem Massieren der Narbe mit Öl, bin ich wieder einigermaßen schmerzfrei. Jetzt merke ich die Narbe nur noch nach längeren Spaziergängen.

Das ist wirklich ungewöhnlich. Meist tun die Verletzungen in den ersten fünf bis sieben Tagen weh und sind nach spätestens vier Wochen super verheilt. Massagen mit einem schönen Narbenöl oder einer Creme (die APM Creme* ist toll) sind immer eine gute Idee.

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Fazit

Oft ziehen Eingriffe, wie eine Einleitung, weitere Interventionen nach sich. Das war hier zumindest nicht der Fall und das ist schön! Offensichtlich war Kathas Körper für die Wehen bereit und hat nur noch diesen kleinen anschupsenden Impuls gebraucht.

Alles in Allem, finde ich, war das eine schöne Geburt. Schade, dass die Heilung der Geburtsverletzungen noch so lange Beschwerden verursacht hat. Bei einer zweiten Geburt sind die Chancen, ohne Geburtsverletzungen davon zu kommen, sehr gut.

Liebe Katha, danke für Deinen schönen Bericht.



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12 Kommentare
  1. C.
    C. sagte:

    Es ist immer so schön, wenn die Geburt vorbei ist und man das Ergebnis auf den Arm kriegt.

    Kind 2 musste auch aus dem selben Grund eingeleitet werden, allerdings hab ich nur ne Viertel Cytotec bekommen und nach 2 Stunden war schon klar, dass das reicht.
    Bei Gelegenheit werd ich vielleicht mal die 2 Berichte aufschreiben und zum Kommentieren einreichen.

    Die Woche lief ein Bericht in der Sendung 37° auf ZDF über 3 Geburten aus der Sicht der Männer. Ich spoiler mal: 2 waren im Endeffekt Kaiserschnitt, einmal Zwillinge in BEL (33.Woche) und einmal Geburtsstillstand. Frage an die Hebamme: Wie erlebst du die Männer während der Geburt? Gibts da Kategorien?

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagte:

      Männer während der Geburt? Mhhh!? Das wär ja mal einen Artikel wert ;-)!
      Also in Kurzform: Die meisten sind für die Frauen seeeehhhr hilfreich. Umkippende Männer gibt es nur sehr selten. Männer, die die ganze Zeit in ihren Handys rumtippen, können auch gleich draußen bleiben. Männer werden in der Regel am Kopfende der Frau positioniert – die Gefahr was zu sehen, was Mann nicht sehen will, ist also nicht automatisch gegeben ;-)! In ca. 95% aller Fälle schneiden sie die Nabelschnüre durch (meine private Statistik)!
      Der olympische Gedanke zählt: „Dabei sein ist alles!“
      Demnächst mal mehr… ;-)

      Antworten
  2. Sina
    Sina sagte:

    Hey, sehr schöner Bericht! Bei dem Teil mit der Geburtsverletzung, bekam ich kurz Gänsehaut. Muss sehr schmerzhaft gewesen sein :(
    @Jana
    Kann man eine Einleitung eigentlich verweigern und einfach warten, selbst wenn es weit über dem ET ist. Vorausgesetzt natürlich es geht dem Dabei gut.
    Lg Sina

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagte:

      Danke! Das geb‘ ich weiter!
      Ja, die Richtlinie sagt: Einleiten nach ET+10. Man wird dann darüber aufgeklärt, dass statistisch gesehen, die Plazenta nicht mehr so gut arbeitet… Je nachdem wer aufklärt, und wie drastisch, sagt dann kaum noch eine Frau, dass sie warten möchte. Aber klar, das geht. Es gibt auch Kinder, die erst bei ET+14 kommen. Es muß halt sonst alles stimmen: CTG, Fruchtwassermenge…
      Liebe Grüße
      Jana

      Antworten
  3. Stella
    Stella sagte:

    Bei mir war es ähnlich, auch Einleitung durch Cyclotec. Allerdings hatte ich einen hohen Blasensprung ohne Wehen, weshalb wir 30 Stunden später ins KH zur Einleitung sind. Wir haben solange in Absprache und Kontrolle mit meiner Hebamme zuhause gewartet, da es eigentlich eine Geburtshausgeburt werden sollte.
    Habe im KH dann alle vier Stunden eine halbe Cyclotec und Antibiotika bekommen. Die dritte Tablette schlug an und nach 4-6 Stunden Wehen war unsere Maus schon da. Die Geburt war trotz Wehen, die man sich so nie vorstellen kann, sehr schön. Das ist auch der Hebamme geschuldet, die in der Nacht Dienst hatte und ein echter Glücksfall war. Sie hat nur uns betreut, wir waren in einem kleinen KH und waren die einzige Geburt in der Nacht. Hier gab es ein Funk CTG, ich durfte dabei auf dem Pezi Ball sitzen. Auch sonst waren wir ziemlich frei, bei dem was wir machen wollten, sind viel gelaufen, auch während der Wehen. Nur am Ende ging nur das Bett. Was nicht so schön war, dass unsere Maus sofort abgenabelt wurde und auf die Kinderstation kam, wegen einer Anpassungsstörung…was der Chefarzt am nächsten Morgen als übertrieben fand. Ich habe sie also nicht direkt auf den Arm bekommen, sondern erst gesehen, nachdem ich genäht war. Das macht mich etwas traurig. Vielleicht klappt es beim zweiten Kind mit der Geburt im Geburtshaus, dann wird alles sicher anders laufen. Dennoch war es für uns ein schönes Geburtserlebnis ohne Interventionen nach Einleitung. Ich habe zweimal auf Wunsch Schmerzmittel bekommen und ich glaube vor den Presswehen Sauerstoff.

    Antworten
  4. Kathrin
    Kathrin sagte:

    Hallo Jana!
    Auch ich durfte eine Spontangeburt nach Einleitung erleben. Mich haben die Ereignisse sehr überrollt. Meine liebe Hebamme mit Sicherheit auch. Ich erlebte alles als reines Durcheinander, leider. Und einen Kreißsaal bekam ich erst zu den Presswehen. Oft grübel ich darüber warum alles so lief wie es lief. Vielleicht darf ich dir ausführlich berichten ubd vielleicht hast du ja noch ein paar Antworten für mich? Ich würde mich sehr freuen!
    Vlg Kathrin

    Antworten
  5. Carola Reger
    Carola Reger sagte:

    Ich habe mein 4 Kind auch per Einleitung mit der Tab. bekommen.
    Hatte aber meine 3 Kinder alle normal Entbindung ohne Hilfe. Hatte ja schon 2 Hausgeburten.

    ich hatte um 3.00 uhr Blassensprung und um 4.00 uhr wahr ich im Kreißsaal. Mein Muttermund wahr offen 3 cm und hatte Wehen. Als ich bis Mittag noch nicht ausreichende Wehen hatte.
    Bekam ich erst mal Wehenmittel und dann würen die Wehen etwas stärker. Und um 16.00 uhr bekam ich die halbe Tab.
    Aber jetzt hatte ich es kaum noch bis in das Zimmer geschafft. Von Kreißsaal aus, ich bin zusammen geklappt vor starken Wehen.
    Oh man, könnte keine Hilfe holen.
    Es wahr echt schlimm, es wahr gerade kein Personal da.
    Ich müsste warten, bis die Wehe weg wahr. Und dann könnte ich in mein Zimmer.
    Und bin mit der Hebamme in den Kreißsaal zurück.
    Da habe ich mich noch ein wenig hin und her gerdeht. Und könnte noch das läste Bild von CTG machen um 16.28 uhr. Und um 16.33 uhr wahr meine Tochter da.
    Es ginn alles so schnell, das meine Hebamme sagte zu mir. Sie kann das Köpfchen schon sehen.
    Sie hat mich alleine Entbunden und meinte zu mir . Wir schaffen das.
    Sie könnte , gerade noch ihre sachen herichten.
    Aber mein Frauenarzt kam zu spät, und mein Freund auch. Er hatte mich noch kurz bevor am Handy angerufen. Das er kommen soll, da wahr es schon an den Bresswehen.

    oh man, das wünsche ich keiner Frau . Es ist echt heftig, oh man .
    Mein Körper wshr am zittern und ich wahr beschäftigt. Die Wehen noch zu verarbeiten, ich wahr so über rumpelt gewesen.
    Bin schon fast weg gekippt, man musste mit mir reden.
    Mein Frauenarzt wahr froh das es so gut aus gegangen ist.
    Ich wahr froh meine kleine in den Arm zu halten. Sie hat auch erst mal gepraucht.
    Sie hatte keinen Ton gesagt, nur ein Auge aufgemacht.

    oh man, wahr das schön und der schreck. Das sie nicht,s gesagt hat oder geweint. Wahr echt ein schreck gewesen erst mal.
    Ich müsste auch erst mal die Geburt verarbeiten. Ich habe 1 Jahr lang geweint wenn ich an diese Geburtgedacht hatte.

    Antworten
  6. martina
    martina sagte:

    Hallo Jana,
    ich hatte auch misostropol gel bekommen, und nach dem zweiten mal ging’s los … allerdings hat man mir nicht geglaubt und gesagt, man hätte mit Einleitung immer erst schmerzhafte Wehen, die nichts bewirken … ein paar Stunden später habe ich dann nach Buscopan gefragt, denn wenn unwirksame wehen schon so weh tun, brauchte ich doch Schmerzmittel. Habe auch gleich 250 ml tropf bekommen, ohne dass die Ärztin nach dem muttermund geguckt hat. Kurz darauf hat die Hebamme geguckt und war erstaunt, schon 3 cm auf. Sie hat dann dem Arzt bescheid gesagt, der kam eine halbe Stunde später, da war der muttermund schon fast vollständig auf … es waren wirklich extrem starke wehen, und ich denke, ich hatte eine nach der anderen. Leider gab es dann auch noch abfallende herztöne … jetzt frage ich mich, war meine Gebärmutter durch das Gel überstimuliert, oder hat die große Menge Buscopan geschadet? Soll Buscopan nicht auch herzrhythmusstörungen verusachen können? Also bei mir hat das mit der interventionsspirale gestimmt, denn die Geburt wurde dann im op beendet :-(

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagte:

      Eine Überstimmulation ist möglich. Daher sollte eine Tagesdosis von 3mg PG-Gel nicht überschritten werden. Es kann trotzdem zu starken Reaktionen kommen. Die Wirkung lässt nach ca 4 Stunden nach. Es kann auch sein, dass dann schon die körpereigenen Stoffe übernommen haben. Auch da kommt es manchmal zu übermäßiger Wehentätigkeit. Man kann also schlecht pauschal sagen, ob das Medikament schuld war. Aber es ist natürlich wahrscheinlich.
      Wenn die Wehen sehr stark sind und man gibt Buscupan, geht der Muttermund oft auch sehr zügig auf. Das ist zwar schön, aber manchmal geht es den Kindern auch einfach zu schnell und sie reagieren auf diese „Achterbahnfahrt“ mit schlechten Herztönen.
      Es lässt sich alles nur spekulieren. Ich war nicht dabei und kenne auch den Geburtsbericht nicht.
      Aber es tut mir sehr leid, dass diese Geburt im OP enden musste.
      Hast du mit deiner Hebamme noch einmal alles nachbesprochen? Das kann manchmal ziemlich gut tun.
      LG

      Antworten
  7. Ismene
    Ismene sagte:

    Liebe Jana Friedrich!
    Ich wurde nach vorzeitigem Blasensprung, wobei das Fruchtwasser unbemerkt tröpfchenweise abging, nach über 24 Stunden ebenfalls mit Cytotec eingeleitet in 36+0. Da ich in der 20. SSW auf B-Streptokokken positiv getestet wurde, erschien es mir unmöglich, den Arzt davon zu überzeugen auf eine Antibiose unter der Geburt zu verzichten. Da ich bereits nicht schmerzhafte, aber regelmäßige Wehen gehabt hatte, schlug bereits eine viertel Tablette sofort an sodass ich schnell alle zwei Minuten Wehen hatte. Nach sechs Stunden hatte ich mein Kind bekommen.
    Eigentlich wollte ich im Geburtshaus gebären, aber die Rufbereitschaft hätte erst eine Woche später begonnen. Und ins Krankenhaus wollte ich eigentlich auch nicht und keinesfalls eine Antibiose und Einleitung eigentlich auch nicht. (Nichtsdestotrotz fühle ich mich eigentlich ganz wohl in Krankenhäusern, das ist mehr so meine Angst vor unnötigen Entscheidungen von Ärzten). Aber der Arzt war der Meinung, dass das nun alles wegen der Infektionsgefahr nötig sei. Und nach vielem Nachfragen und Hinterfragen war auch mein Partner der Meinung, dass ich da nun nicht drum herum komme.

    Meine Fragen (A): War das alles wirklich so nötig, auch in Ihren Augen, also die Einleitung und Antibiose? (B) Und habe ich da wirklich keine Wahl gehabt, wie es der Arzt mir mit seiner Art kommuniziert hatte?

    Ich habe diese Geburt als ein barbarisches Ereignis wahrgenommen und habe das Gefühl, dass ich nicht in den Genuss von eigenen Hormonen gekommen bin. Ich hatte danach zwar kein ablehnendes Gefühl dem Kind gegenüber, aber verbunden habe ich mich auch nicht mit dem Kind gefühlt, es war mir eher fremd (aber ich habe mich trotzdem bemüht mich um seine Bedürfnisse zu kümmern, wie es halt von einer Mutter erwartet wird. Aber von Mutterglück würde ich nun gar nicht sprechen). Während der Geburt habe ich wegen der immensen Schmerzen, denen ich mich hilflos ausgeliefert gefühlt hatte, mein Kind auch zeitweise gehasst.

    Danach mussten wir noch zwei Wochen wegen Gelbsucht im Krankenhaus bleiben, was die Bindung nicht gerade erleichtert hat, denke ich.

    Jetzt ist alles gut und ich mag mein Kind :) Aber ich frage mich zusätzlich (C), ob meine Distanz zu Beginn dem Kind gegenüber und die als sehr stark empfundenen Schmerzen der künstlichen Einleitung zuzuschreiben sind.

    Ich würde mich über Ihre Einschätzung freuen, bzgl. (A), (B) und (C)!
    Mit den besten Grüßen!

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