Geburtseinleitung

Hilfe ich bin drüber! Geburtseinleitung: ja oder nein?

Stell dir vor du wachst am Errechneten Termin (ET) auf und hast keine Wehen. Dabei hast du doch schon 40 Wochen genau auf diesen Tag gewartet. Nun ist er da und… nichts passiert. Was nun?
Für viele Frauen ist das “Über den Termin gehen” eine Qual, die mit jedem verstrichenen Tag wächst.
Sollte man die Geburt jetzt einleiten? Und wenn ja, wie funktioniert dann die Geburtseinleitung?

In diesem Blogartikel findest du alle Informationen, die du brauchst, um selbst gut bewerten zu können, was eine Einleitung bedeutet und ob du sie tatsächlich schon brauchst. Denn die Entscheidung dafür oder dagegen liegt eigentlich immer bei Dir.

Aus Vorfreude wird Enttäuschung

Freudig und etwas ängstlich wartet man darauf, dass am Termin endlich was passiert. Die Verwandten fragen stündlich nach Neuigkeiten. Alles ist vorbereitet. Die Kindersachen sind sortiert, die Kliniktasche steht mahnend an der Tür. Nur die Wehen sind auch beim angestrengtesten Reinhorchen nicht zu spüren. Plötzlich werden alle kleinen Beschwerlichkeiten gigantisch groß, die Geduld ist am Ende. Die Geburtseinleitung scheint plötzlich eine attraktive Möglichkeit zu sein, das Warten zu beenden.

Statistisch ganz normal

Dass dein Kind am Errechneten Termin noch nicht da ist, ist keine Besonderheit und auch gar nicht schlimm! Nur circa 4% aller Kinder kommen am ET zur Welt. Alle Anderen etwas früher, oder eben etwas später. Alles innerhalb von drei Wochen vorher und bis zu zwei Wochen nachher ist letztendlich völlig normal.
Manchmal passiert auch ein Rechenfehler und schon steht ein falscher, vorzeitiger Termin im Mutterpass. Nach einer darauf hin zu früh eingeleiteten Geburt sieht man dem Baby die Unreife entsprechend an. Echte Übertragungen – und damit meint man Kinder, die nach der 42. SSW zur Welt kommen – sind wirklich selten. Auch das sieht man dem Baby an.
Also bitte immer dran denken: Auch bei aller Technik: 100%ig in den Bauch „reinschauen“ können wir eben immer noch nicht.

Was passiert am Errechneten Termin?

Du wirst am ET, spätestens jedoch bei ET+3, zum Frauenarzt oder in die Klinik einbestellt. Dort wird ein CTG (Herz-Wehen-Schreiber) angelegt. So kann man kontrollieren, ob es dem Kind gut geht. Da das CTG immer nur eine Momentaufnahme liefert, werden noch weitere Parameter betrachtet:

  • Die Fruchtwassermenge wird mit dem Ultraschallgerät gemessen.
    Wenn noch ausreichend (500-1000 ml) Fruchtwasser vorhanden ist, ist das ein Zeichen dafür, dass die Plazenta (Mutterkuchen) noch gut arbeitet.
  • Die Größe des Kindes wird kontrolliert.
    Diese Messung ist am Termin nur noch ungenau möglich. Schwankungen liegen bei +/- 500 Gramm!
  • Dann werden noch dein Blutdruck, Puls und Temperatur kontrolliert.
  • Es wird geschaut, ob du viel Wasser eingelagert hast.
    Am Termin sind leichte Ödeme normal.
  • Als Letztes musst du noch Urin abgeben.
    Dieser wird vor allem auf Eiweiß kontrolliert. Diese Messungen kennst du sicherlich schon von den Vorsorgeuntersuchungen.

Wenn alles in Ordnung ist, kannst du entspannt nach Hause gehen und weiter auf die Wehen warten. Das Kind braucht dann einfach noch etwas mehr Zeit. Bleib ganz entspannt: es ist ein natürlicher biologischer Prozess. Es geht los, wenn es los gehen soll.

Wenn eine Geburt partout nicht von alleine starten will, wird in Deutschland – nach den geburtsmedizinischen Richtlinien – bei ET 41+0, spätestens bei 41+3 eine Einleitung der Geburt empfohlen. Erstaunlicherweise werden in Deutschland Frauen mittlerweile sogar direkt am Termin eingeleitet, einfach nur, weil sie 40 Jahre oder älter sind. In einer Cochrane-Studie zur Einleitung nach dem Errechneten Termin heißt es in der Schlußempfehlung:

„Frauen sollten in angemessener Weise über ihre Möglichkeiten aufgeklärt werden, damit sie eine informierte Entscheidung zwischen einer geplanten Einleitung, einer späteren Einleitung oder einer Überwachung ohne Einleitung, treffen können.“

Die Geburt einleiten

Die Geburtseinleitung mit Hilfe von Medikamenten ist meist kein Spaß: Wenn der Körper noch nicht bereit für Wehen ist, dann passiert bestenfalls nichts. Schlimmstenfalls hast du aber ein bis zwei Stunden lang „künstliche“ Wehen, ohne dass sich etwas Bemerkenswertes in Richtung Geburtsbeginn tut. Wenn mit der Einleitung der Geburt aber erst mal begonnen wurde, musst du auf jeden Fall in der Klinik bleiben. Dann verbringst du deine kostbare Zeit zwischen Einleitung, CTG-Kontrollen und Langeweile. Es kann Tage dauern, bis eine künstlich eingeleitete Geburt tatsächlich los geht. Und Frauen, die eingeleitet werden, nehmen die Wehen sehr häufig als extrem schmerzhaft wahr.
Wie eine medikamentöse Einleitung der Geburt abläuft und welche Optionen es dabei gibt, erkläre ich weiter unten. Auch auf die natürlichen Einleitungsmethoden gehe ich später noch genauer ein.

Ab wann muss man die Geburt einleiten?

Aber muss man die Geburt denn wirklich an einem bestimmten Stichtag einleiten?
Man sollte immer bedenken, dass die geburtshilflichen Richtlinien genau das sind: Empfehlungen, nach denen man sich richten kann, beziehungsweise sollte. Es ist also keinesfalls gesagt, dass dieser empfohlene Zeitpunkt auch genau der richtige für die Geburt deines Kindes ist.

„An einem Apfelbaum sind auch nicht alle Äpfel gleichzeitig reif.“

(frei nach Ina May Gaskin)

Geburt einleiten am Errechneten Termin?

Wer entscheidet über die Einleitung der Geburt?

Die Empfehlung der geburtshilflichen Richtlinie tastet niemals deine Entscheidungshoheit an. Du hast das Recht über deinen Körper und die Aufnahme von Medikamenten selbst zu entscheiden.

Riskofaktoren, die für die Einleitung der Geburt sprechen

„Na wenn sie wollen, dass ihr Kind stirbt …“
Leider wird in der Geburts-“hilfe“ hin und wieder mit Angstmache gearbeitet. Und ja, manchmal stirbt ein Baby auch noch nach dem Errechneten Termin. Das ist furchtbar. Das kann aber auch zu jedem anderen Zeitpunkt der Schwangerschaft geschehen. Ich plädiere dafür, das möglichst objektiv zu bewerten.
Tatsächlich belegen Studien einen minimalen Anstieg der Totgeburtenrate ab der 39. SSW. Aber nur, wenn entsprechende Risikofaktoren vorhanden sind.

Solche Risiken sind:

  • Eine Abnahme der Kindsbewegung
    -> spürt die Mutter
  • Verminderte Fruchtwassermenge
    -> sieht man im Ultraschall
  • Schlechte Durchblutungswerte
    -> kann man mit der Dopplersonographie erkennen
  • Das Kind ist deutlich kleiner, als das bei der vorliegenden SSW zu erwarten wäre
    („to small for date baby“)
  • Das Kind ist extrem groß
    (vor allem im Verhältnis zur Größe der Mutter)

In den „Guidelines for the management of postterm pregnancy“ heißt es dazu: “Es gibt keinen Beweis dafür, dass das reine „über den Termin gehen“ alleine ein Risiko darstellt.“

Und: „Es herrscht Konsens darüber, dass extrem viele Einleitungen stattfinden müssten, um dadurch ein einziges Kind vor dem intrauterinen Tod zu bewahren.“

„Routine Einleitungen ab der 41. SSW sind bei unkomplizierten Schwangerschaften nicht zu rechtfertigen, da es das fetale / neonatale Ergebnis nicht verbessert und mütterliche Komplikationen und die Wahrscheinlichkeit einer Schnittentbindung erhöht. Der entscheidende Punkt für die Auswahl der einzuleitenden Schwangerschaften ist die sorgfältige Identifizierung der möglichen mütterlichen und / oder fetalen Komplikationen, die bereits existieren.“, sagt Prof. Dr. Giampaolo Mandruzzato 2009 im Journal der polnischen Gesellschaft für Perinatalmedizin.

Das bedeutet: Solange bei den Kontrollen alles in Ordnung ist und du keine Veränderungen in den Bewegungsmustern deines Kindes erkennst und du noch auf einen natürlichen Geburtsbeginn warten möchtest, kannst du das tun und damit dein Baby seinen Geburtstag selbst wählen lassen.

Natürliche Geburtseinleitung – eine (gute) Option?

Nach diesem Plädoyer für einen zurückhaltenden und entspannten Umgang mit der Geburtseinleitung mag es ein wenig absurd erscheinen, dennoch über natürliche Einleitungsmethoden zu schreiben. Aber…
Es gibt durchaus Situationen, in denen ein natürlicher Einleitungsversuch Sinn macht. Wenn beispielsweise, das liegt auf der Hand, die medikamentöse Einleitung „droht“.
Genau dann finde ich es mehr als legitim, vorher mal auf ganz natürliche Weise und behutsam beim Körper anzufragen, ob er denn eventuell bereit wäre, nun mal langsam mit der Geburt loszulegen.
Denn nichts weiter als so eine Anfrage ist ein jeder Einleitungsversuch. Und wenn der Körper nicht will, wird es auch nicht klappen. Dann dauert es schon mal, wie oben erwähnt, viele Tage. Sollte er aber prinzipiell bereit sein, dann kann so ein kleiner Anstupser tatsächlich etwas bewirken.

Wehen fördern – so leitest du die Geburt natürlich ein

Es gibt viele Methoden und Hausmittelchen, die mehr oder weniger wirksam sind. Die bekanntesten habe ich hier mal zusammengestellt.
Von „wirkt manchmal“ bis „circa 50% Erfolgsrate“ ist alles dabei. Einige Methoden sind harmlos und können bei Bedarf einfach mal ausprobiert werden. Andere sollten wirklich nur in Absprache mit dem Arzt oder der Hebamme erfolgen! Leider gibt es nicht immer die dazu passende Studien, aber wo vorhanden, habe ich sie für dich natürlich gleich mit verlinkt.

Ananas essen

Ich habe die Ananas hier mit aufgenommen, weil dieser Tipp immer wieder kursiert. Tatsächlich wird der Ananas nachgesagt, ein wehenförderndes Enzym zu enthalten.
Das Enzym Bromelain, das vermehrt in unreifen Ananasfrüchten vorkommt, hat vor allem verdauungsfördernde, entzündungshemmende und muskelentspannende Eigenschaften. Auch Ödemen soll es entgegen wirken.
Bei Medikamentenstudien ist es so, dass ein Pharmaunternehmen, um ein Medikament auf den Markt bringen zu dürfen, vor allem nachweisen muss, dass es nicht schadet. So ist das auch beim Ananas-Enzym. Ob es aber wirklich Wehen fördern oder gar auslösen kann, ist fraglich. Schaden tut es zumindest nicht.
Im Zweifelsfall hat man eine extra-Dosis an Vitamin C, Biotin, Vitamin E, Magnesium, Eisen, Phosphor, Zink, Mangan, Jod, Beta-Carotin, Vitamin B12, Kalzium und Kalium aufgenommen. Und das ist ja auch nicht das Schlechteste, um „fit“ in die Geburt zu starten.

Scharfes Essen

Eben so unsicher wie die Ananas, ist der Tipp, etwas Scharfes zu essen. Es gibt immer mal wieder Frauen, die einen Zusammenhang zum Wehenbeginn feststellen. Aber hey, wenn’s schmeckt?!

Abwarten und Tee trinken

Am ehesten wirkt Tee mit Zimt, Nelken, Ingwer, Minze, Kardamom oder Eisenkraut. Einige dieser Zutaten sind ja typische Weihnachtsgewürze und dementsprechend häufig in Weihnachtsgebäck und Tee zu finden. Und daran sieht man schon, dass auch hier die Wirksamkeit begrenzt sein muss, denn sonst hätte man längst herausgefunden, dass im Dezember viele Kinder etwas eher zur Welt kommen. Aber auch hier ist es einen Versuch auf jeden Fall wert.

Tee-Rezept „Geburtseinleitung“:

  • 1 Stange Zimt
  • 10 Nelken
  • 1 El Eisenkraut
  • 1 Stück Ingwer (in Scheiben geschnitten)

Das Ganze mit 1 Liter Wasser aufgießen und über den Tag verteilt (circa 3 Tassen) trinken.

Einlauf

„Der Einlauf ist das beste Wehenmittel“ – dieses Uralt-Zitat von Ernst Bumm steht in: Praktische Geburtshilfe für Studierende und Ärzte* von Willibald Pschyrembel, einem der Standardwerke für Geburtshelfer. Ärzte und Hebammen haben sich jahrzehntelang daran gehalten. Nichtsdestotrotz ist es falsch!
Es ist immer wieder spannend, wenn Behauptungen von „Fachgöttern“ empirisch untersucht werden: Denn in zwei randomisierten Studien zeigte sich keine Geburtsverkürzung durch die Anwendung eines Einlaufs.
Dennoch ist es so, dass manche Frauen am Ende der Schwangerschaft an Darmträgheit leiden und daher die Möglichkeit des Einlaufs – nach einem oder sogar mehreren Tagen ohne Stuhlgang – sehr begrüßen.
So heißt es denn auch im Fachbuch „Hebammenkunde“, dass ein Einlauf oder Klistier genau dann indiziert ist, wenn sich entweder fester Stuhl in der Rektumampulle befindet und somit ein Geburtshindernis darstellt, oder wenn es sich die Frau zu ihrer Erleichterung wünscht.
Häufig kündigt sich die Geburt aber auch mit Durchfällen an. Dann macht es natürlich erst recht keinen Sinn, die Frau zusätzlich noch mit einem Einlauf völlig unnötig zu traktieren.

Wehen-Cocktail – nicht so cool, wie es sich anhört!

Der Wehen-Cocktail ist wohl – neben Sex – das berühmteste Mittel zur Einleitung der Geburt. Im Netz finden sich zahlreiche Anleitungen und Rezepte. Es ist aber auch eines der umstrittensten „Hausmittel“.
Ich bin keine Freundin davon, stelle ihn euch aber dennoch vor, denn wenn man nach Einleitungsmethoden sucht, kommt man an dem Wehen-Cocktail wohl einfach nicht vorbei. Schaut selbst, was ihr davon haltet.
Neben dem Rizinusöl, das fast immer Hauptbestandteil ist, wird er wahlweise mit Aprikosensaft, Eisenkraut und Sekt, gerne auch mit Mandelmus und Schnaps, verabreicht.

Ein klassisches Wehen-Cocktail-Rezept sieht dann so aus:

  • 2 El Rizinusöl
  • 2 El Mandelmuss
  • ¼ l Aprikosensaft
  • 1 Schnapsglas Hochprozentiges
    (Echt jetzt!? Für Schwangere?)
  • mit Sekt oder Wasser aufgießen, auf einen ½ Liter Flüssigkeit
    (also noch mehr Alkohol?)

Alles im Mixer kräftig durchmischen.

Durch das Rizinusöl soll der Körper bereits nach kurzer Zeit zu Wehen angeregt werden.
Nur weil diese Rezepte massenweise im Netz kursieren, bedeutet das leider nicht, dass der Wehen-Cocktail harmlos ist: Vielen Frauen reagieren mit starken Magenkrämpfen, mit immer wiederkehrenden Durchfällen und manchmal sogar mit Dehydrierung.
Im Ergebnis ist der Körper meist schon sehr geschwächt, wenn die Wehen dann irgendwann vielleicht mal kommen.
Also, wenn überhaupt, dann sollte dieser Cocktail nur unter Beobachtung von Hebamme oder Arzt angewandt werden. Tatsächlich machen das sogar einige Kliniken.
In der Cochrane-Studie „Castor oil, bath and/or enema for cervical priming and induction of labour„ konnte kein Unterschied zwischen Rizinus und Placebo gefunden werden. Es wurde allerdings festgestellt, dass allen Frauen, die den Wehen-Cocktail getrunken haben, danach schlecht oder schwindelig war.
Ich würde diese Methode unterlassen, da ich der Meinung bin, eine Frau sollte so kraftvoll wie möglich in die Geburt starten. Diese Chance nimmt man sich mit der Rizinuseinnahme.
Und by the way: Schnaps – für Schwangere ??? – Echt, ey!

Mit Sex die Geburt natürlich einleiten: Brustwarzenstimulation & Geschlechtsverkehr

Bei der Brustwarzenstimulation wird Oxytocin ausgeschüttet. Das ist ein Hormon, das für die Entstehung von Wehen zuständig ist. Und selbst schon das reine Küssen kann Wehen anregend sein. Dieser Mechanismus lässt sich übrigens auch ganz wunderbar dafür nutzen, um die Wehentätigkeit unter der Geburt weiter anzukurbeln. Gleichzeitig wird die Produktion schmerzlindernder Stoffe in Gang gesetzt – eine Art natürliches Schmerzmittel. In „Mehr Küsse unter der Geburt!“ beschreibe ich, was es damit genau auf sich hat.

Durch ungeschützten, vaginalen Geschlechtsverkehr können Prostaglandine, die im Ejakulat des Mannes vorhanden sind, ebenfalls für Wehen sorgen. Zusätzlich kann der weibliche Orgasmus für kleine „Kontraktiönchen“ sorgen, wodurch es wiederum zur vermehrten Ausschüttung von Oxytocin kommt.
Auch bei der medikamentösen Einleitung wird oft ein Gel mit synthetischen Prostaglandinen auf den Muttermund, beziehungsweise ins hintere Scheidengewölbe, eingebracht. Die sind aber noch um einiges stärker. (Mehr dazu weiter unten.)

Ich finde, dass Sex – wenn beide Partner Lust dazu haben – eine gute Möglichkeit ist, um die Geburt ein wenig in Gang zu bringen. Und sollte es nicht funktionieren, dann hatte man wenigstens Spaß dabei. Eine valide Studie gibt es hierzu natürlich nicht.
Ab und zu gibt es Paare, die diese Möglichkeit sogar noch in der Klinik praktizieren… Und manchmal klappt das auch – siehe kleine Anekdote aus dem Kreissaal: „Einleitungsversuch“.

Eipolablösung

Die Eipolablösung kann von der Hebamme oder der Gynäkologin durchgeführt werden. Sie findet im Rahmen einer vaginalen Untersuchung statt. Dabei wird die Fruchtblase vorsichtig vom Muttermundsrand gelöst. In den Eihäuten befinden sich Prostaglandine, die dadurch freigesetzt werden.
Die Eipolablösung kann schmerzhaft sein und es können leichte Blutungen auftreten.
In der Cochrane-Studie „Membrane sweeping for induction of labour“ konnte die Eipolablösung mit einer kürzeren Schwangerschaftsdauer und weniger Übertragungen in Zusammenhang gebracht werden.
Auch in meinen Beobachtungen wirkt sich die Eipolablösung oft positiv auf den Geburtsbeginn aus. Allerdings ist es wirklich unangenehm bis sehr schmerzhaft – für einen kurzen Moment.

Nelkenöl-Tampon

Bei dieser Methode wird ein Tampon in eine Ölmischung getunkt, der dann in die Scheide eingeführt wird. Er verbleibt dort eine Stunde. Danach gibt es eine Pause von 4-8 Stunden. Die Prozedur kann bis zu drei Mal pro Tag wiederholt werden.
Achtung, manche Frauen reagieren allergisch auf das Öl. Daher bitte vor der Anwendung an einer kleinen Stelle vorsichtig testen. Sollte das Öl ein bisschen brennen, kann die Mischung auch mit Oliven- oder Mandel-Öl weiter verdünnt werden. Kommt es zu Rötungen oder einem starken Brennen oder Wärmegefühl, dann bitte lieber lassen.

Rezeptur für die Ölmischung:

Die Anwendung von Nelkenöltampons löst bei ca. 32% aller Frauen Wehen aus.
(Dörken et al. Geburtseinleitung mit Nelkenöltampons – erste Studienergebnisse – aus: „Die Hebamme“ 2004/1)

Medikamentöse Geburtseinleitung im Krankenhaus

Natürlich kann es sein, dass aus einer medizinischen Indikation heraus (siehe oben) die Geburt eingeleitet werden muss. Vielleicht haben bereits alle eigenen, natürlichen Einleitungs-Anstupser versagt und nun drängt die Zeit, denn es gibt tatsächlich einen guten Grund, warum dein Baby so schnell wie möglich geboren werden sollte. Dann wirst du im Krankenhaus aufgenommen und bekommst Medikamente:

Geburtseinleitung mit Tablette

Die wahrscheinlichste Einleitungsart ist die mit einer Tablette Cytotec (Misoprostol). Es ist ein Medikament, das ursprünglich gegen Magengeschwüre entwickelt wurde. Dann entdeckte man, dass es eine extrem anregende Wirkung auf die Uterusmuskulatur hat. Es wird in der Geburtshilfe seit circa 20 Jahren zur Einleitung der Geburt benutzt, ist aber niemals für Schwangere zugelassen worden. Daher musst du diesen „Off-Label-Einsatz“ an dir gesondert unterschreiben.
Cytotec ist recht gut erforscht und das bei weitem meist benutzte Medikament für diesen Zweck. Es ist auch das einzige Prostaglandin (Wehen anregendes Hormon), das Oral eingenommen werden kann.
Vor der Einnahme der Tablette bekommst du ein halbstündiges Kontroll-CTG. Wenn das in Ordnung ist, nimmst du die Pille, und bleibst dann noch eine weitere Stunde am CTG. Dadurch wird beobachtet, wie es deinem Baby mit der Behandlung geht, und ob du Wehen entwickelst. Schlägt diese erste Behandlung nicht an, wiederholt man sie vier Stunden später erneut. Dabei wird dann die Dosis erhöht. Danach kann dieses Spiel alle vier Stunden noch für einige Zeit weiter gehen.

Geburtseinleitung mit Gel

Es gibt Faktoren, die das Einleiten der Geburt mit Cytotec zu risikoreich machen würden. Das wäre zum Beispiel ein vorausgegangener Kaiserschnitt oder andere Uterusoperationen. Dann wird bei einer vaginalen Untersuchung ein Minprostin-Gel ins hintere Scheidengewölbe eingebracht. Teilweise wird auch noch der Muttermund mit dem Gel massiert. Auch hier ist vorab ein halbstündiges CTG und danach ein zweistündiges CTG obligatorisch. Das Gel kann bis zu zwei Mal pro Tag gegeben werden.

Geburtseinleitung mit Wehentropf

Ist der Muttermund schon ein gutes Stück geöffnet, wird zur Einleitung der Geburt manchmal auch ein Wehentropf mit Oxytocin verwendet. Er wird unter dauerhafter CTG-Kontrolle kontinuierlich höher dosiert, bis die Wehentätigkeit die gewünschte Regelmäßigkeit zeigt.

Geburtseinleitung mit Stäbchen

Relativ neu ist die Einleitung der Geburt mit Dilapan-S. Es handelt sich dabei um ein dünnes Stäbchen, das wie ein Tampon in den Muttermund eingeführt wird. Es zieht dort Flüssigkeit an und quillt entsprechend stark auf. Dadurch eröffnet es den Muttermund.
Da das Stäbchen kein zusätzliches Medikament enthält, sondern rein mechanisch wirkt, wird es vor allem für die Cervixreifung (Verkürzung des Gebärmutterhalses) bei Frauen mit „Zustand nach Sectio“, oder nach anderen Gebärmutteroperationen empfohlen.

Da die Methode noch sehr neu ist, gibt es bisher nur eine sehr kleine Studie, die zu dem Schluss gelangt, das Dilapan „ein sicheres und effektives Mittel zur Cervixreifung vor Geburtseinleitung ist.“

Geburtseinleitung durch Fruchtblasensprengung

Die ungünstigste Einleitungsvariante ist sicherlich die gezielte manuelle Eröffnung der Fruchtblase, die sogenannte Fruchtblasensprengung (Amniotomie). Denn damit setzt man etwas in Gang, das nicht mehr rückgängig zu machen ist und womit man sich (womöglich unnötig) in Zeitnot bringt: Ist die Schutzhülle des Babys erst einmal eröffnet, steigt mit den kommenden Stunden die Infektionsgefahr.
Und wenn der gewünschte Wehenbeginn dann dadurch auch nicht erfolgt, bleibt – bei steigenden Entzündungswerten – irgendwann nur noch der Kaiserschnitt.
Es ist inzwischen sehr unüblich geworden, die Fruchtblase zur Geburtseinleitung zu eröffnen.

Mein Fazit: Geburtseinleitung nur mit gutem Grund!

Wie oben aufgeführt, gibt es durchaus triftige Gründe, die eine Geburtseinleitung notwendig machen können. Dann muss es eben sein. Aber ohne echte Indikation ist es aus meiner Sicht immer besser, den natürlichen Lauf der Dinge abzuwarten.

Ja, aber wann geht’s denn nun endlich los? Mehr über die ersten Anzeichen des Geburtsbeginns findest du im Artikel „Schatz, das Kind kommt! Nur wann?!“.

Und welche Einleitungs-Erfahrungen habt ihr gemacht?

Zu früh – zu spät?

Habt ihr natürlich eingeleitet? Wie lief’s?

Lässt der Artikel noch Fragen offen? Dann ab in die Kommentare damit!

 

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38 Kommentare
  1. mom
    mom sagt:

    Darf ich dazu was fragen?
    Ich bin jetzt ET+7, bis jetzt sind die Herztöne super, genug Fruchtwasser da, gute Versorgung. Seit 4 Tagen geht immer wieder Schleimpfropf ab und ich hab immer wieder so “Ziehen”, was die Hebamme gestern mit “eventuell eine Vorahnung von Kontraktionen” kommentiert hat. Der Kopf des Babys ist noch nicht ganz fest im Becken, sondern “abschiebbar”. Es ist mein 2. Kind.
    Nach ET + 10 beginnt die Klinik mit den Hufen zu scharren und Richtung Einleitung vorzufühlen.
    Ich würde gerne keine Einleitung vor ET + 14 machen lassen, weil ja alle Parameter “passen”. Ist das leichtsinnig? Was würde einem eine Hebamme raten?

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Ich kann das natürlich nicht pauschal und ohne selbst zu schauen und zu sprechen sagen. Aber solange wirklich alles schick ist, kann man auch warten. Du könntest ja deine “Kontraktiönchen” auch natürlich etwas ankurbeln.
      Sprich mal mit deiner Hebamme über ein Nelkentampon, oder Caulophyllum. Bei Wehenbereitem Uterus wirkt das beim zweiten Kind oft toll und ist viel Entspannter als ne echte Einleitung.
      Viel Glück!

      Antworten
  2. Anne
    Anne sagt:

    Liebe Jana,
    ich bin jetzt bei ET+11 mit meinem Dritten. Dem Baby gehts bestens, CTG, FW, Versorgung super. Gestern habe ich den Tip von einer Freundin (angehenden Hebamme) bekommen, das mit den Nelkentampons zu probieren.
    Wo bekomme ich das Oel her? Das ist ja auch eine Mischung, das Verhaeltnis ist wichtig. Wie mach ichs am Besten?
    Liebe Geuesse,
    Anne

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Hallo Anne!
      Du kannst die Nelkenöltampons ausprobieren. Das geht so:
      Du vermischst 25ml Mandelöl und 13 Tr. naturreines Nelkenöl (bekommst du in der Apotheke). Dann tränkst du ein Tampon damit , da reichen ca 5 Tropfen. Dann führst du das Tampon ganz normal in die Scheide ein. Sollte es brennen nimm es bitte gleich wieder raus. Am Besten du testest das auch vorher. Lass den Tampon ca drei Stunden drin. Du kannst das 2-3x pro Tag machen.

      Laut ersten Studien bekommen etwas mehr als 50% der Frauen, nach dieser Behandlung Wehen.

      Antworten
  3. Katharina
    Katharina sagt:

    Hallo.
    Ich hatte bei beiden Kindern Schwangerschaftsdiabetes. Beim 2. dann mit Insulin spritzen. Beim 1. Kind war der von der Gyn ausgerechnete Termin an einem Freitag. Übers Wochenende wurde ich nach Hause geschickt. Montag und Dienstag gab es Gel, Mittwoch Tropf und das Kind war relativ entspannt da. Einen Tag vor dem von mir errechneten Termin, weil ich den Eisprung mit eingerechnet hatte.
    Beim 2. Kind würde ich gezwungen am Tag des ET einzuleiten. Den Tag konnte ich abbiegen, weil 1 Jahr zuvor meine Oma gestorben war. Aber danach musste das Baby unbedingt kommen. Einleitung war mit Tabletten ab um 10. Der Wehensturm kam um 19 Uhr. Auf meine Symphysenlockerung wurde keine Rücksicht genommen. Ich bin das Bett gar nicht hoch gekommen. Eine PDA hab ich nicht bekommen, bei 3 cm nicht, bei 5 cm nicht. Bei 7 cm durfte ich den Fragebogen ausfüllen, die PDA wurde gelegt und der Pressdrang war weg als das Baby genau zwischen meinen Beinen hing. Sie war schwarz angelaufen und wurde uns gleich weggenommen. Eine Stunde wussten wir nicht wie es ihr geht. Aufgrund der Startschwierigkeiten, die sich keiner erklären konnte, wurde pauschal mal Antibiotika gegeben, was bei ihr übelsten Durchfall ausgelöst hat. Keiner hat auf meine Bedenken reagiert. Der Kinderarzt nicht, Hebammen, Schwestern keiner fand das komisch. Erst die Nachsorgehebamme hat reagiert und die richtigen Empfehlungen ausgesprochen, dass es ihr wenigstens körperlich wieder gut ging. Das Trauma Geburt haben wir uns erst nach nem halben Jahr überwunden. Ich eigentlich immer noch nicht. LG

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Liebe Katharina, das ist echt furchtbar! Es hört sich auch nicht so an, als ob viel erklärt oder du einbezogen wurdest. Das ist absolut nicht in Ordnung. Tut mir sehr leid, dass du so eine schlechte Erfahrung machen musstest.
      Hast du das mit Hebammen oder Ärzten aus der Klinik noch mal nachbesprochen?
      Ich würde einen Brief schreiben und erzählen, wie es dir mit der Behandlung ging. Das wird gelesen und in der Regel auch dem gesamten Team vorgelegt.
      Vielleicht hilft es auch dir auch, dir alles noch mal von der Seele zu schreiben?!
      Ganz liebe Grüße
      Jana

      Antworten
      • Katharina
        Katharina sagt:

        Ich war immer am Überlegen, ob ich einen Brief schreibe, um damit abzuschließen. Aber im Moment wäre er einfach noch zu verbittert und würde wahrscheinlich gar nicht verstanden werden. LG

        Antworten
  4. Miri
    Miri sagt:

    Ich wurde bei meiner 1. (und bisher einzigen) Geburt bei ET+12 medikamentös mit Cytotec eingeleitet. Ich habe glaube ich 4 von diesen 4-Stunden-Runden mitgemacht, wobei bei der letzten Runde schon die Cytotec-Dosis reduziert wurde, weil Kontraktionen da waren – von denen ich allerdings absolut nichts spürte. Wir haben also einen ganzen Tag im Krkhs verbracht, ohne dass für mein Gefühl irgendwas voranging. Meine Hebamme hat dann nach der 4. Cytotec-Dosis eine Eipolablösung gemacht, das war zwar unangenehm, aber nicht schlimmer als eine normale Untersuchung. Das mit den extremen Schmerzen kann ich also zum Glück nicht bestätigen… vielleicht macht das der ein oder anderen Mut ;)

    Nach der Eipolablösung platzte schließlich nach ca einer Stunde die Fruchtblase und es ging im Fast-Forward-Modus los: 4 Stunden später war ich vollständig. Keine Ahnung ob das mit am Cytotec lag, aber ich bin überzeugt davon, dass mein Körper an der Stelle einfach die Nase voll hatte vom Schwanger sein und die Einleitungsversuche nur der letzte Schubs waren.

    Ich wollte vorher übrigens auch unbedingt keine Einleitung haben, weil ich Angst vor den stärkeren Schmerzen hatte. Ich habe natürlich keinen Vergleich, aber als so schlimm habe ich’s dann gar nicht empfunden und konnte es bis zum Ende ohne PDA aushalten. Also keine Sorge: Einleitung muss nicht heißen, dass es furchtbar wird! Man kann es schaffen, think positive :)

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Ja, glücklicherweise verlaufen auch eingeleitete Geburten manchmal sehr schön. Hier im Blog gibt es auch einen Geburtsbericht dazu.
      Es ist gut, dass du das auch sagst, denn es nimmt sicher Frauen ein Bisschen die Angst, wenn sie eingeleitet werden müssen.
      Danke!
      Jana

      Antworten
  5. Lena
    Lena sagt:

    Hallo! Ich wurde auch bei ET+10 eingeleitet. Das Kind wurde auf recht groß gemessen und ganz ehrlich- mir kam die Einleitung auch entgegen. Ich war zu diesem Zeitpunkt einfach schon total erschöpft (lag vllt auch an meinem riesen Bauch). Zunächst wurde montags mit Cytotec begonnen, jedoch zeigte dies nicht die gewünschte Wirkung. Am Mittwoch tat sich noch immer nix,deshalb bekam ich eine Art Tampon mit Prostaglandin Wirkung…auch dieser Tag verlief recht ruhig. Bis dann abends um halb elf doch noch die Fruchtblase platze und ich 12std später meinen Sohn im Arm hielt. Die Wehen kamen sofort sehr heftig. Unglaubliche Schmerzen! Mein Plan war im Hebammenkreißsaal zu entbinden,wenn möglich ohne Schmerzmittel. War dann aber absolut nicht mehr möglich. Ich bekam eine PDA und kurze Zeit später noch einmal eine,da die erste nicht da wirkte wo sie sollte..die Saugglocke kam auch noch zum Einsatz..Ich war fix und fertig aber unendlich glücklich!
    Schwieriges Thema! Hatte vor der Geburt auch alle möglichen Mittelchen ausprobiert, doch nichts half. Heute denke ich auch,das mein Körper vllt einfach noch nicht so weit war. Aber wer weiß ob es ohne Einleitung wirklich noch von alleine los gegangen wäre…von daher…

    Antworten
  6. Trullamama
    Trullamama sagt:

    Geht zwar nicht direkt darum aber ichbhattecrine Einleitung am ET, ca 30std nach Blasensprung. Mit Tablette, hat Tage gedauert und als dann endlich Wehen kamen, kamen sie schnell und heftig. Hab natürlich keinen Vergleich (1. Kind) aber gefühlt hatte ich 6h Presswehen :)

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Ach herjeh, das ist heftig! Ein Blasensprung ist aber tatsächlich ein guter Grund. Man weiß einfach aus den Studien, dass die Gefahr einer Infektion fürs Kind immer weiter wächst, je länger er zurück liegt.

      Antworten
  7. Annika S.
    Annika S. sagt:

    Ich hab den Artikel sehr aufmerksam gelesen und finde es SEHR gut, dass die medikamentöse Einleitung hier mal durchleuchtet wird. Allerdings ist mir aufgefallen, dass bei der Einleitung mit Gel steht, dass das eine Alternative darstellt, bei vorangegangenem Kaiserschnitt. Meine FÄ sagte mir, dass das kontraindiziert ist und das Gel keinesfalls zum Einsatz kommen darf, da davon die alte Narbe im Uterus aufgehen kann?

    LG
    Anni

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Hallo Anni,
      eigentlich nimmt man bei “Zustand nach Sectio” immer das Gel und eben kein Cytotec. Genau aus dem Grund.
      Frag noch mal nach, vielleicht hat sie es missverständlich ausgedrückt?
      LG
      Jana

      Antworten
      • Katja Schäfer
        Katja Schäfer sagt:

        Liebe Jana,
        Annika und auch ihre Gynäkologin haben völlig recht, Prostaglandin Gel ist bei Zustand nach Section absolut kontaindiziert. Angewendet werden darf die Prostaglandin Vaginaltablette.
        Schade auch, dass du so
        wenig Erfahrung mit dem Rizinusöl hast, es ist außerklinisch eine sehr wirksame Möglichkeit die Geburt anzustoßen. Allerdings kenne ich kein Rezept, in den Schnaps und Sekt verwendet wird. Wenn überhaupt, dann nur eines von beiden und nicht auf 0,5 ml sondern auf 0,25ml. Man kann es allerdings auch ohne Alkohol mischen und trinken. LG

        Antworten
        • Jana Friedrich
          Jana Friedrich sagt:

          Hallo Katja, ich habe direkt auf dein Kommentar hin noch mal in der Klinik (mit der ich zusammen arbeite) nachgefragt und dort wurde das Prozedere bestätigt. Allerdings bedeutet das ja nicht, dass das überall gleich gehandhabt wird. Ich habe auch dieses http://www.frauenarzt.de/1/2002PDF/02-10-pdf/2002-10-acog-rath.pdf PDF dazu gefunden, was deutlich von Prostaglandingaben abrät. Wahrscheinlich beziehst du dich darauf? Ich werde das auch noch mal zur Debatte stellen. Aber, wie gesagt, so wird es bisher hier gemacht.
          Seid neuestem auch gerne mit den Stäbchen.

          Was den Cocktail betrifft: Leider hab ich damit (mit den verschiedensten Rezepten) Erfahrungen gesammelt. Wir haben das eine Weile sehr oft verwendet. Meist nur Rizinus mit Aprikosensaft.
          Sie waren häufiger schlecht als gut.
          Die Studie kommt zu dem selben Schluß. Aber es steht ja jedem frei…
          LG

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  8. Simone
    Simone sagt:

    Ich habe 3 Kinder ohne Einleitung im Geburtshaus deutlich nach dem ET bekommen: ET+10, ET+9 und ET+12. Ich war 31, 37 und 39 Jahre alt. Fruchtwassermenge, Herztöne und Plazenta waren immer ok. Beim letzten Kind musste ich am ET+0 zum Check bei der Frauenärztin. Die hat das Thema Einleitung tatsächlich am Rande angesprochen, weil das Baby laut Ultraschall da bereits 4.000 g wog (die anderen beiden waren bei Geburt knapp über 3 kg). Tatsächlich wurde es 12 Tage später mit 4.020 g jedoch problemlos geboren. Vielleicht habe ich einfach eine längere “Tragzeit” ;-) Nicht verunsichern lassen, wenn es keine Indikationen gibt!!!

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    • Anna
      Anna sagt:

      Danke, das macht Mut. Bin jetzt ET+8 und zerbreche mir den Kopf…will aber wenn irgend möglich bis ET+14 warten. Bisher sind alle Werte super.

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  9. Antonia
    Antonia sagt:

    ET+3 war ich beim FA und es war alles gut (und startklar) aber er hatte mir dann schon mal einen Termin für ET+7 zur Vorbesprechung der Einleitung machen wollen. Ich dachte mir das kann er vergessen ;) Also hab ich an dem Tag noch mal Sex gehabt und eine Kanne Zimttee getrunken, und bereits am Abend leichte Wehen. ET+4 war sie dann da. Sie hat nur einen sanften Schubs gebraucht :)

    Antworten
  10. Lena
    Lena sagt:

    Bei mir wurde bei ET+5 eingeleitet. Samstag wurde eingeleitet, Sonntag auf Montag in der Nacht ist die Fruchtblase geplatzt, ab da hatte ich Wehen. Um 14 Uhr hieß es dann, das Kind liegt nicht mehr richtig im Becken, die Nabelschnur war um den Kopf gewickelt und eine Hand hatte sich zwischen Hals und Nabelschnur geschoben, außerdem waren die Herztöne nicht mehr optimal… Mit riesen Angst und unter Tränen habe ich mein Kind dann deshalb per Kaiserschnitt bekommen, und ich könnte heute noch wetten, dass die Einleitung an dem Kaiserschnitt “schuld“ war. Wenige Tage vor der Geburt lagen Kopf und Baby nämlich laut Arzt noch perfekt im Becken. Ich glaube, durch die Einleitung wurde mein Baby (und ich) unnötigem Stress ausgesetzt. Zugestimmt hatte ich der Einleitung, weil es in unserem Krankenhaus tatsächlich der Normalfall ist, nach 1 Woche über dem Termin einzuleiten und leider auch aus Naivität, da ich halt einfach endlich mein Baby im Arm halten wollte… Heute würde ich es nicht mehr machen…

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  11. Julia
    Julia sagt:

    Ich habe beim 2. Kind ET+11 einleiten lassen und hatte eine ganz entspannte und schnelle Wassergeburt. Im Nachhinein zweifle ich wieder, ob ich nicht doch hätte warten sollen, andererseits war er echt fertig (keine Käseschmiere mehr) und es lief wirklich völlig reibungslos- vielleicht hat er den Schubs gebraucht…

    Antworten
  12. Johanna
    Johanna sagt:

    Bei mir begann die Geburt bei 39+2 mit einem Blasensprung ohne Wehen nachmittags.
    Im Krankenhaus meinten sie dann, wenn bis zum nächsten Morgen nichts passiert ist, würden sie mir eine Tablette geben.
    Gott sei Dank hat meine Tochter sich anders entschieden, abends um 7 begannen die Wehen, 6 Stunden später war sie da, eine spontane BEL übrigens.
    Nun meine Frage: Ab wann wäre es denn wirklich notwendig nach einem Blasensprung wehenfördernde Mittel zu geben?

    Antworten
  13. Elisabeth
    Elisabeth sagt:

    Ich hatte Schwangerschaftsdiabetes und wurde bei 38+5 eingeleitet dazu noch Schwangerschaftsgestose. Der Arzt schätzte das Gewicht von unserer kleinen auf ca. 4kg und meinte da es mein zweites ist und ich ja aber das erste mal entbinde könnte das schnell zu einem Notkaiserschnitt führen. Die Einleitung hat 5tage gedauert. Fast immer mit Gel außer einmal da haben sie nach einer erfolglosen Nacht mit Gel früh den Wehentropf rangehangen, hat auch nicht geholfen. Los ging es dann mit extremen Steißbein schmerzen wo Sie meinten das könnten Wehen sein. Ca. 23Uhr in der Nacht War dann die Fruchtblase aufgegangen aber nicht geplatzt. Gegen 8Uhr früh haben Sie mir aufgrund der Steißbein schmerzen dann eine PDA gelegt und einen Wehentropf sowie Antibiotika gegeben. Gegen 14Uhr War dann der Muttermund 9cm geöffnet und mit der Spätschicht ging es dann los. Da ich mit der Ärztin in der Spätschicht nicht klar kam blieb die von der Frühschicht mit da. Der Auslöser das es bei mir richtig losging war der Ausspruch der Ärztin aus der Spätschicht “…ich geb Ihnen noch 20min. dann machen wir einen Notkaiserschnitt…” das wollte ich auf gar keinen Fall. Naja nach Dehnung durch die Ärztin mit Unterarm und Hand, das drücken der Hebamme von oben und dann einem Schnitt, den selbst ich gehört habe war unsere kleine Maus dann 16:45Uhr da. Beim atmen hat mich dann immer die Ärztin der Frühschicht zurückgeholt und ruhig auf mich ein gewirkt sonst hätte ich das in den Presswehen wohl vergessen. Ich empfand es als okay da es meine erste Geburt war aber viele haben nur den Kopf geschüttelt als ich es erzählt habe wie es war. Selbst meine Hebamme war leicht geschockt.

    Antworten
  14. Klara
    Klara sagt:

    Hallo Jana!
    Vielen Dank für den tollen Artikel. Meine Tochter ist nun knapp 7 Monate alt. Und ihre Geburt beschäftigt mich immer wieder. Vielleicht kannst du mir ja deine Meinung dazu sagen – ich wäre dir sehr dankbar und könnte dann damit vielleicht “abschließen”.

    Und zwar hatte ich eine Wahlhebamme, die mich wegen Verdacht auf Schwangerschaftsvergiftung bei 37+2 in die Klinik bestellte, um mich zu untersuchen. Der Muttermund war schon seit Wochen 2cm offen mit Trichterbildung. Sie schmierte mir irgendetwas auf den Muttermund und massierte ihn recht lange. Und plötzlich setzten die Wehen ein (davor überhaupt nicht!). Sie meinte, es ist etwas Homöopathisches und durch die Stimulation des Muttermundes haben die Wehen eingesetzt, manchmal müsse man hier nachhelfen. 5 Stunden später war meine Tochter geboren. Vergiftung hatte ich keine, wie sich anhand der Blutwerte etc. heraus stellte.

    So. Und nun plagt mich seit Monaten der Gedanke, ob diese Geburt nun eingeleitet wurde oder nicht. Die Hebamme verneint das. Dieses “homöopathische Zeug” könnte ja auch das Einleitungs-Gel gewesen sein. Oder würde das die Geburt trotzdem nicht so schnell herbei führen, wenn der Körper nicht bereit ist? Auch irgendwelche Zäpfchen hat sie mir verabreicht. Sie meinte, wenn der Körper für die Geburt nicht bereit ist, passiert gar nichts, egal was und wie viel man gibt. Stimmt das?

    Meine Tochter hatte sehr große Startschwierigkeiten und wir mussten über 1 Woche in der Klinik bleiben.. Mittlerweile ist alles gut, aber dennoch frage ich mich sehr oft, ob das nun gewollt so schnell ging oder wirklich mein Körper so bestimmt hat.

    Ich danke dir für deine Hilfe!!

    Liebe Grüße,
    Klara

    Antworten
    • Martha
      Martha sagt:

      Liebe Klara,

      frag doch mal im Krankenhaus nach dem Geburtsprotokoll, da müsste doch drinstehen was genau gemacht wurde.

      Alles Gute!
      Martha

      Antworten
      • Klara
        Klara sagt:

        Liebe Martha!

        Danke für deine Antwort! Das hab ich schon gemacht. Da steht leider nichts drinnen. Also nichts in diese Richtung. Leider.

        Liebe Grüße!

        Antworten
  15. Steffi
    Steffi sagt:

    Hallo,

    ich kann mich auch in die Reihe der nicht so schönen Einleitungen einreihen…Mein Kind wurde als sehr groß eingeschätzt und 14 Tage vor dem Termin wurden wir gedrängt, eine Entscheidung zu treffen, da er wohl schon über 4 kg gehen würde und ab 4,5 kg würden sie dringend zu einem Kaiserschnitt raten. Da ich auch viel Wasser eingelagert hatte, hab ich mich dann mit der Einleitung arrangiert auch froh darüber, ein Ende vor Augen zu haben.
    Ich wurde auch mit Cytotec eingeleitet und bei der zweiten Gabe platzte die Fruchtblase und merkliche Wehentätigkeit. Das ganze zog sich dann ewig hin, später mit Wehentropf etc. und endete letztlich im Kaiserschnitt, weil sich der Muttermund leider nicht vollständig öffnete, wahrscheinlich, weil das Köpfchen auch vorher noch nicht fest im Becken war und so nicht ausreichend Druck ausgeübt hat. Auf die Welt kam er dann mit 3.400 g…
    Das ganze kam so über mich, dass ich mir jetzt in meiner zweiten Schwangerschaft direkt eine Hebammenbetreuung gesucht habe und eine Beleggeburt plane und einiges dafür geben werde, nicht noch einmal einleiten zu müssen.

    Antworten
  16. Rita
    Rita sagt:

    Ich habe das große Glück gehabt, eine tolle natürliche Geburt im Geburtshaus erleben zu dürfen an ET+8, obwohl das KH mich schon in der 38.SSW einleiten wollte. Ich hatte ab und an etwas Eiweiß im Urin und noch dazu erhöhten Blutdruck, das lässt natürlich jeden Arzt nervös werden. Spätestens ab ET wurde jeder Tag zur qual, ich war ein nervliches Wrack, doch meine wundervolle Hebamme hat mich immer wieder aufgebaut und mir gut zugesprochen, und mir immer wieder versichert, dass verschiedene Anzeichen dafür sprechen, dass unsere Tochter bald von alleine kommen wird! Mir war die natürliche Geburt ungeheuer wichtig, und ich habe abgewartet, obwohl das KH mich am liebsten da behalten und einleiten wollte. Und dann kam es wie Von meiner Hebamme prophezeit und unsere Maus wurde an ET+8 kerngesund spontan außerklinisch geboren. Ich bin so unendlich dankbar, dass ich diese Geburt auf diesem Wege erleben durfte! Danke, dass es Hebammen und außerklinische Geburten gibt! Eine Schande, dass der Berufsstand es so schwer hat. Nun bin ich ganz frisch wieder schwanger und ich hoffe sehr, dass ich nochmal so ein tolles geburtserlebnis haben darf….

    Antworten
  17. Katja
    Katja sagt:

    Hallo,
    ich habe bereits Erfahrungen mit zwei Einleitungen hinter mir, beide waren nicht positiv. Während meiner ersten Schwangerschaft wurde der Kleine so schwer geschätzt, dass man ihn 12 Tage vordatierte. Eingeleitet wurde dann bei 41+2, da er sonst über 4kg wiegen würde. Ich bekam Tabletten (vaginal), doch 2 Tage tat sich gar nichts. Am 3. Tag folgte ein Norkaiserschnitt, da die Herztöne auf einmal weg waren, Muttermund war noch total unreif, keine einzige Wehe da. Befund lautete dann auf Nabelschnurvorfall; die Nabelschnur war wohl vor das noch nicht fest im Beckem sitzende Köpfchen gerutscht und als dann der Kopf endlich ins Becken rutschte, klemmte sich der Kleine selbst die Nabelschnur ab. Außerdem war das Fruchtwasser grün, da er unter dem Stress Kot abgesetzt hatte. Mein Gefühl ist, dass er einfach noch nicht so weit gewesen ist: Schließlich wurde er ja 12 Tage vordatiert, um dann 9 Tage “später” eingeleitet zu werden. Doppelt bitter ist, dass er am Ende nur 3100g wog statt guten 4kg.
    Ich würde auch noch gern auf Folgendes hinweisen: Ein Kaiserschnitt bringt tatsächlich oft viele Komplikationen mit sich, die man anfangs gar nicht sieht: Mein Kleiner hat immer noch Untergewicht, entwickelt sich langsamer als andere, er hat kein gut funktionierendes Immunsystem und eine Wahrnehmungsstörung und Sprachverzögerung. Insbesondere die Wahrnehmungsprobleme und das schwache Immunsystem bringen Kritiker heute häufig mit Kaiserschnittgeburten in Verbindung. Die Sprachverzögerung kommt von den vielen Krankheitszeiten. Er ist nicht behindert, aber Integrationskind.
    Mein 2. Sohn wurde spontan entbunden. Auch bei ihm hieß es wieder, er wäre viel zu schwer. Ich habe mich aber dieses Mal einer Vordatierung widersetzt. Eingeleitet wurde wieder bei 41+2; es wurde viel Druck gemacht, gesagt, dass sich danach Totgeburten häufen würden und dass dieses Baby “garantiert” 4,5kg wiegen würde. Zwei Tage lang tat sich wieder gar nichts, am 3. wurde ich nach der 2. Medikamentengabe um 17 Uhr untersucht und es hieß, alles noch völlig unreif. Um 19.30 hatte ich von einer Minute auf die andere extreme Wehen, sofort im Abstand von 2 Minuten. Die Oberhebamme hielt das aber für Theater und meinte, dass das bei dem letzten Befund gar nicht möglich wäre. Ich sollte mich nicht so anstellen, hätte wohl was Falsches gegessen. Ich wurde dann in einem winzigen Abstellraum an ein CTG angeschlossen. Immer, wenn ich klingelte, wurde ich angemeckert. Beim 3. Mal kam eine ganz junge Hebamme, die dann aber schließlich per Handy den Arzt rief, weil ihr das CTG sehr schlecht vorkam. Der Arzt untersuchte mich endlich um 20.30: Es war alles bereit und offen, Gebärmutterhals komplett weg. Der Arzt sagte, er hätte wirklich Sorgen, weil die Geburt viel zu schnell voranginge und er nicht sagen könnte, wie es dem Kind geht. Für PDA und Kaiserschnitt war es schon zu spät. Ich bekam wieder Medis, um die Geburt aufzuhalten, brachte nichts. Der Arzt hat dann (irgendwie) zu verhindern versucht, dass die Fruchtblase platzt, um die Geburt zu verlangsamen. Das waren unglaubliche Schmerzen. Um 20:58 war mein Sohn da. Er wog 3500g, also erneut eine Differenz von 1kg. Gott sei Dank ist er sonst gesund. Die junge Hebamme hat sich später bei mir entschuldigt, die andere hat allen Ernstes gesagt, ich hätte das gemacht, um sie blöd dastehen zu lassen.
    So, nun bin ich das 3. Mal schwanger. Noch ein Junge. Das Baby soll seiner Zeit wieder zwei Wochen voraus sein, vom Gewicht. Ich bin jetzt in der 34. SSW und mache mich langsam komplett verrückt. Es wird zwar dieses Mal ein anderes Krankenhaus werden, aber wird sich alles wieder wiederholen?
    Vielleicht kann mir jemand folgende Fragen beantworten: Kann ich denn tatsächlich die vollen 2 Wochen drüber ausreizen und sagen, dass ich nicht einleiten will? Was passiert dann bei 42+0? Bisher war ich ganz entspannt, aber jetzt “fressen” mich die Erinnerungen auf. Und diese blöden Gewichtsschätzungen: Jeder Arzt meint, man wolle speziell ihn und seine Messungen in Frage stellen, dabei ist mir schon klar, dass keiner absichtlich falsch misst und es haben ja auch jeweils mehrere Ärzte dasselbe gemessen.
    Danke schon mal.

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Liebe Katja, das sind ja wirklich schlechte Erfahrungen, die du da leider machen musstest. Das tut mir echt leid.
      Für die nächste Geburt:
      Besprich die ersten Verläufe noch mal mit jemandem nach. Am Besten mit deiner betreuenden Hebamme. Versucht noch mal zu analysieren, wo, was falsch gelaufen ist.
      Eine Beleghebamme wäre gut. Alternativ, erzähle -bei der Anmeldung- von den vorausgegangenen Geburten und frage dort nach, wie ein ähnlicher Verlauf diesmal gehandhabt werden wird. Beziehe sie in deine Sorgen ein und macht gemeinsam einen Plan.
      Natürlich kannst du eine Einleitung ablehnen. Es ist dein Körper.
      Es ist bekannt, dass es Fehlmessungen +/- 500g gibt. 1kg Differenz ist echt viel! Es ist total unwahrscheinlich, dass das nächste Kind nun extrem viel größer wird. Also lass dich nicht verrückt machen und vertraue darauf.
      Höre auf deinen Körper.
      Such dir Hilfen in Form von mutmachenden Affirmationen/ Elementen aus dem Hypnobirthing, zur Stärkung.
      Ich wünsche dir ganz viel Glück und Kraft und die Chance eine richtig gute Geburt zu erleben!
      Liebe Grüße
      Jana

      Antworten
      • Katja
        Katja sagt:

        Liebe Jana,

        vielen Dank für Deine Ratschläge. Ich fürchte, meine Hebamme ist mir irgendwie abhanden gekommen. Sie war zwischenzeitlich krank oder ist es immer noch? Jedenfalls wollte sie sich melden, wenn es ihr besser geht. Das war vor 6 Wochen. Ich werde es nochmal bei ihr versuchen. Das Gespräch im Krankenhaus steht ja erst noch an. Leider wollten die bei meiner 2. Geburt nichts hören von evtl falsch gemessen oder so. Jeder meint dann immer, man unterstelle ihm, schlecht zu arbeiten, was ja so gar nicht stimmt. Den Tipp mit dem Hypnobirthing nehme ich gerne an! Vielen Dank auch für Dein Engagement mit dem Blog hier und alles Liebe!

        Katja

        Antworten
          • Katja
            Katja sagt:

            Ja, ich habe der Hebamme jetzt noch einmal eine Nachricht geschickt und werde erst einmal das Anmeldegespräch im Krankenhaus abwarten. Ich danke Dir erste einmal sehr!

  18. Josefine Heinz
    Josefine Heinz sagt:

    Liebe Jana,

    ich bin in der 39. ssw und habe Diabetes Typ 1. Die ssw ist gut verlaufen, die Werte sind super eingestellt, CTG´s und Fruchtwasser in Ordnung, Größe und Gewicht des Kindes auch. Trotzdem macht meine Klinik Druck, dass am ET (18.1.) eingeleitet werden muss. Sie hat sich nicht mal darauf eingelassen, dass ich am ET in die Klinik komme, mich stationär aufnehmen lasse und dort die weiteren Untersuchungen (Doppler-Sono, Ultraschall, CTG) mache. Ich hatte von Anfang an kein gutes Gefühl beim Thema Einleitung und mein Horror wäre, dass aufgrund dessen dann ein Kaiserschnitt gemacht werden muss, weil der Körper einfach noch nicht soweit war. Natürlich möchte ich auch kein Risiko eingehen, deshalb wäre ich ja auch zu allen Untersuchungen bereit. Und die Ärzte schwingen immer die Angstkeule. Jetzt bin ich total verzweifelt, weil ich nicht weiß, was ich machen soll. Ich wäre sehr dankbar für einen Rat!
    Liebe Grüße, Josefine.

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Du musst dich nicht einleiten lassen, wenn du das nicht willst. Du solltest auf die üblichen Bewegungsmuster des Kindes achten. Wenn sich alles anfühlt, wie immer und die Untersuchungen das Selbe sagen, kannst du selbst, von Tag zu Tag entscheiden, dass du noch warten willst. Es ist so wie mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum: Das läuft auch nicht am Stichtag ab. Ist denn irgendwas besonders auffällig? Leider gibt es diese neue Regel, dass Diabetes-Frauen am Termin eingeleitet werden. Wenn allerdings nicht Auffällig ist…Es ist dein Körper, dein Baby!

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  1. […] Du möchtest keine Zangengeburt und eine Saugglocke nur im äußersten Notfall? Du lehnst eine Einleitung ab? Notiere es an dieser […]

  2. […] medikamentöse Einleitung ist so eine Sache. Ein geburtsbereiter Körper springt darauf sehr schön an, erklärte mir Julia. […]

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