PDA

Die Periduralanästhesie (PDA) – Fluch und Segen

„Na klar nehme ich ne PDA, ich würd mir ja auch nicht ohne Betäubung einen Zahn ziehen lassen.“
Ganz ehrlich: Diesen Satz kann ich nicht mehr hören.
Ich würde ernsthaft darüber nachdenken den Zahnschmerz in Kauf zu nehmen, wenn ich wüsste, dass es dadurch besser geht, der Zahn sich dadurch regeneriert, oder ein Neuer wächst. Sozusagen als Belohnung. Belohnt wird Zahnschmerz aber nie. Zahnziehen geht mit Schmerzen weder besser, noch schneller, noch schöner.
Anders beim Geburtsschmerz. Den auszuhalten kann lohnend sein, befriedigend, ja bewusstseinserweiternd.
Voll eso…?
Vorweg: ich bin ein Fan der PDA! Ich liebe die PDA! Ich liebe die Anästhesisten! Sie sind die Retter in der Not. Nur ohne Not haben sie im Kreißsaal einfach nix zu suchen.

So geht’s:

Zum Legen der Periduralanästhesie wird die Haut am Rücken lokal betäubt. Dann wird eine Hohlnadel zwischen die Wirbel bis zum Periduralraum geschoben. Durch die Nadel wird der Periduralkatheter gelegt, welcher dort verbleibt, nachdem die Nadel wieder entfernt wurde. Das Ganze wird am Rücken mit einem Pflaster fixiert. Dann kann über den Katheter ein Medikament, meist ein Gemisch von Opiat und lokalem Betäubungsmittel, gespritzt werden. Entweder als Bolus (schubweise), oder kontinuierlich. Dadurch wird bestenfalls eine Schmerzfreiheit erreicht, und die Geburt kann entspannt stattfinden. Soweit die Theorie…

Und dann…

Bei einem gut voranschreitenden Geburtsgeschehen sieht die Praxis aber meistens so aus:
Nach dem Legen der PDA freut sich die Frau. Dann lassen die Wehen tatsächlich (nicht nur subjektiv) nach. Also wird die Hebamme einen Wehentropf anhängen, und diesen in den nächsten Stunden zügig steigern, bis die Wehen wieder ausreichen.
Inzwischen schläft die Frau, unterhält sich angeregt mit ihren Angehörigen, oder spielt Karten.
Dem Kind nützt das nichts. Es ist weiter dem Geburtsgeschehen ausgesetzt, welches jetzt einfach länger dauert. Da die Mutter meist nur noch liegt, oder sitzt, sich nur minimal bewegt, und nicht mehr natürlicherweise eine aufrechte, oder vorn übergeneigte Position einnimmt, hat das Baby wenig Hilfe, im Becken voran zu kommen. Der Geburtsfortschritt stagniert. Im CTG (Herzton-Wehenschreiber) sind erste Stresszeichen des Kindes zu erkennen.
Nun wird die Hebamme versuchen die Frau zu motivieren alternative Positionen einzunehmen. Das kann sich äußerst schwierig gestalten, mit den ja auch meistens mitbetäubten Beinen. Durch die Infusionen, die die Frau zur Stabilisierung ihres Kreislaufes beim Legen der PDA erhalten hat, ist inzwischen die Harnblase ziemlich voll. Die Frau merkt das nicht. Das Medikament hemmt sowohl Harndrang, als auch das „los-lassen-können“. Also muß katheterisiert werden, denn die volle Harnblase verkleinert sonst den Beckenausgang und mindert die Wehentätigkeit.
Wenn der Muttermund dann endlich auf 10 Zentimeter geöffnet ist, und das Kind im Becken so tief gekommen ist, dass normalerweise die Presswehen einsetzen würden, ist die Frau oft überrascht. Sie merkt nämlich gar nichts. Manchmal vielleicht einen leichten Druck auf den Damm, manchmal ein Hartwerden des Bauches, aber leider selten Pressdrang. Manchmal wird jetzt die PDA etwas runtergeregelt. Doch, nach einer weitestgehend wehenfreien Zeit, wieder Schmerzen aushalten zu müssen ist doppelt schwer.
Das CTG zeigt nun oft ein deutlich gestresstes Kind. Es mußte die Geburt schon viele Stunden durchleben. Alle paar Minuten wird es von den Wehen zusammengedrückt, es steckt im engen Geburtskanal. Eventuell wurde an seinem Köpfchen schon eine Mikroblutuntersuchung durchgeführt, mit der festgestellt wurde, dass der Sauerstoffgehalt im Blut schon deutlich abnimmt. Es muß also raus.

So endet es – viel zu oft:

Da sich das Pressen ohne Gefühl nur in einem hochroten Kopf der Mutter, nicht aber in einem Geburtsfortschritt äußert, kommt nun die Saugglocke zum Einsatz.
Endlich kommt das Kind, mit deutlich langgezogenem Hinterhaupt (den Abdruck der Glocke wird man die nächsten 3-5 Tage bewundern können), und Kopfschmerzen zur Welt. Ach ja, meistens wird ein Dammschnitt gemacht, oder das Gewebe reißt bei dieser Prozedur.
Ganz ehrlich: Eine schöne Geburt geht anders!

Natürlich verläuft nicht jede PDA-Geburt so. Natürlich gibt es genug Situationen in denen ich eine PDA empfehle. Natürlich ist eine PDA in manchen Fällen die Rettung.
Aber dieser Geburtsverlauf ist leider exemplarisch für viele, viele Geburten.

Das müsst ihr also wissen, bevor ihr euch bewusst für diesen Rettungsring entscheidet.

 

 



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60 Kommentare
  1. Bianca
    Bianca sagt:

    Danke für diesen (hoch interessanten) Artikel!
    Was ich persönlich fast immer höre und schade finde: Wenn von der Geburt gesprochen wird, geht es immer um “Schmerz” oder “mein Mann weiß nicht, ob er es aushält, mich so leiden zu sehen”. Warum?
    Warum wird die Geburt nur als Schmerz oder Leid betrachtet? So habe ich es nie gesehen, von Anfang an nicht. Ich bin so ganz gut gefahren, denn ich hatte keine Minute der Schwangerschaft irgendwelche Bedenken, Ängste, dass etwas nicht gut laufen könnte oder Blockaden. Ich sehe es – auch immer noch – als etwas Schönes, Positives, eine Erfahrung, auf die ich nie verzichten möchte. Angst hatte ich nur vor einer PDA oder einem Kaiserschnitt, was ich beides nicht hatte – zum Glück.
    Immerhin bleibt dann auch noch der Gedanke daran: Tut das dem Kind gut? Medikamente?
    Jedenfalls meine Meinung ist: Der Wehen”schmerz” ist der einzige Schmerz, der sich lohnt, man hält sein Kind danach in den Armen! Vom Zahnschmerz kann man das nicht behaupten ;-)

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    • Kati
      Kati sagt:

      Kann man nicht einfach gebären ohne dass einem jeder zu dem raten möchte, was er selber für sich präferiert? Kaiserschnitt und PDA ohne Verurteilung? Geburt allein im Wald ohne Vorurteile? Jeder wie er mag? Ohne die Supermuttis, die alles besser wissen? Angst zulassen und drüber reden? Freude zulassen und drüber sprechen? Ich bin so genervt.

      Antworten
  2. Nadine
    Nadine sagt:

    Hallo!
    Vielen lieben Dank für deine interessanten Artikel/Berichte! Hier kann ich tatsächlich einmal eine Menge über Dinge lesen, die ich noch nicht weiß (ich bin Sozialpädagogische Assistentin und studiere Bildung und Erziehung – kenne mich also in der Praxis eher mit Kindern ab einem Jahr aus). Kinder sind nach dem Studium geplant – mit so viel Wissen kann ich da ja dann ganz entspannt ran gehen :)

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  3. Kristin
    Kristin sagt:

    Vielen Dank für diesen tollen Artikel! Mein 1. Kind hat mich sowohl in seiner Entstehung als auch mit seiner 4 Wochen zu frühen Ankunft ordentlich überrascht :-) im Nachhinein konnte mir aber nichts besseres passieren… nun beim 2. gehe ich nicht mehr so naiv an die Sache heran und weiß leider wie sehr eine Geburt schmerzen kann und eine robuste,nicht zu einem passende Klinikhebamme es nicht unbedingt besser macht… hast du liebe Jana Erfahrungen mit 2. gebärenden,die nun nervöser und ängstlicher sind?!
    LG und ein <3-liches Danke für all deine tollen Artikel!!

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    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Liebe Kristin,
      wenn das Problem vor allem die Hebamme war, würd ich dir zu ner Beleghebamme raten. Dann kennt ihr euch schon vorher und könnt Vertrauen aufbauen. Sie kann mit dir noch mal die Probleme der letzten Geburt aufarbeiten und ihr könnt einen Plan für diese Geburt schmieden: Was wünschst du dir?/ Was kann helfen, dir das nötige (selbst)Vertrauen wieder zu geben…Und in der Regel sind die zweiten Geburten ja schneller und einfacher als die Ersten. Nur Mut!
      Alles Liebe!

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  4. Kristin
    Kristin sagt:

    Vielen Dank für die lieben Worte. Ja,eine Beleghebamme wäre schon was feines,nur sind die bei uns nicht nur vom Aussterben bedroht,es gibt im Raum Zwickau\Umgebung bzw. Ostthüringen keine einzige mehr… :-( das ist sehr deprimierend,da ich bisher von Freunden und Kollegen aus anderen Regionen nur gutes über die jeweilige Beleghebamme und die damit verbundene Geburt gehört habe. Nun ja,es nützt nix,da müssen wir 3 jetzt wohl durch. Sollte beim 2. Baby wieder der Drachen Dienst haben,veratme ich die Wehen einfach bis zum Schichtwechsel :-D

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  5. Jennifer
    Jennifer sagt:

    Ich finde schade, dass ich mich schon vor der Geburt darauf einstellen muss, eventuell einen Kampf mit einer Hebamme auszufechten und dann ewig auf den Anästhesisten zu warten statt darauf zu vertrauen, dass ich die PDA wirklich bekomme wenn ich sage es geht nicht mehr.

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Liebe Jennifer,
      von PDA verweigern ist gar keine Rede! Ich möchte nur, das Frauen, die eine PDA in Anspruch nehmen, auch wissen, was genau da auf sie zu kommt. Mit allen Konsequenzen. Ich glaube es ist immer gut, informiert zu sein.
      Ich betreue oft Frauen, die im Nachhinein aus allen Wolken fallen, weil die Geburt mit PDA dann so anders verläuft, als gedacht…
      Wenn mit dem Vorwissen trotzdem die bewusste Entscheidung für die PDA fällt, ist das in gut.

      Antworten
  6. Laura
    Laura sagt:

    Irgendwie beruhigt mich dieser Artikel ungemein! Ich stelle mir eine Wassergeburt total entspannt vor, aber dieses Thema mit der PDA hat mich da immer völlig verunsichert. Quasi geisterte mir die Entscheidung zwischen PDA und Wassergeburt immer im Kopf herum.
    Allerdings darf man ja sowieso nicht vergessen, früher haben die Mensche es ja auch ohne PDA geschafft. Was die können, können wir dann doch schon lange!

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    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Warmes Wasser ist auch ein super Schmerzmittel. Die Muskeln entspannen sich. Die Wehen sind natürlich noch da, aber die Pausen wirken immer etwas länger. Viele Frauen brauchen dann keine weiteren Mittel. Einen Versuch ist die Wanne immer wert!

      Antworten
  7. jolun
    jolun sagt:

    Liebe Jana,
    zurückhaltender Umgang mit PDA in allen Ehren, aber von einer Hebamme hätte ich mir mehr als nur ein “was alles nicht gut ist” vorgestellt. Was du schilderst entspricht sicher einigen individuellen Geburtsberichten. Es gibt aber auch extreme Unterschiede beim Einsatz der PDA – beim WIE. Und es gibt Zeitpunkte, da ist sie so gut wie alternativlos.

    Bevor ich ins Detail gehe: Ich würde allen werdenden Eltern dazu raten, vorher Präferenzen zu dokumentieren & kommunizieren (Schmerzmittel ja/nein, KS oder PDA gerne/vielleicht/auf keinen Fall, etc. etc. etc. )

    Kurz anskizziert ein Geburtsverlauf mit PDA, den wir, wenn auch sehr anstrengend, als gut empfunden haben:
    14 Tage überfällig, nachdem Versuche der sanften Einleitung nicht halfen Wehentropf (&mobiles CTG wobei ja mobil relativ ist….). Ca. 3 Stunden ineffiziente Wehen, davon über 1h im 3 Minutentakt. Geburtsfortschritt: 1,5cm ….de facto Geburtsstillstand. Mutter erschöpft, Hebamme riet zur PDA. PDA gelegt, ca 4-5h gute Fortschritte, Mutter döste – Erholphase. PDA nach einigen Stunden gezielt auslaufen lassen für die Pressphase (!!!!)
    Mutter konnte in der kommenden Phase sich bewegen, mit Unterstützung von Partner & Hebammen Presswehen, kein Fortschritt. Feststellung (leider verzögert, das war unnötig), dass das Kind nicht richtig gedreht mit dem Kopf in den Geburtskanal eingetreten war (Blick auf rechte Hüfte statt gen Steiss) -> Bett, Gynäkologen geholt -> Zange und Dammschnitt.

    Nachsatz: Das war in der Filderklinik. Dort haben sie den Ehrgeiz, wenn möglich (und von den Eltern gewünscht) eine niedrige Kaiserschnittt-Rate zu haben. Zitat des Oberarzt “Und wer eine niedrige KS-Rate will der muss halt mehr komplizierte Geburten in Kauf nehmen”

    Solch ein PDA Einsatz ist m.E. eine ziemlich andere Sache als das von dir beschrieben (Grauens)Szenario. Manchmal muss eingeleitet werden (und anderswo wär schon nach 10 Tagen eingeleitet worden), das kann leicht ineffiziente Wehen nach sich ziehen und DANN kann die PDA eine gute Lösung sein, um die Geburt in Gang zu bringen.

    Wenn dann noch ein guter Anästhesist die PDA so dosiert (und Glück hat), dann kann die Mutter in der Pressphase mitarbeiten. Hier war die PDA nicht Schmerz-Weg sondern Geburts-voranbringend

    Wenn du mit deinem Beitrag jetzt eine Mutter verängstigt, die eine vergleichbare Option hätte wie ich, dann fände ich das schade.

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Liebe Jolun! Was ich schildere entspricht leider den meisten PDA-Geburten. Was Du schilderst ist die Ausnahme, die im Artikel auch genannt wird: “Es gibt Geburten, bei denen ist die PDA die Rettung…” Ich habe den Artikel geschrieben, weil ich zu einem kritischen Umgang anregen möchte. Es gibt Frauen, die nehmen die PDA wie Pfefferminzbonbons. Ich bin ganz sicher nicht für Angstmache, aber auf jeden Fall für Aufklärung. Sieh den Artikel einfach wie einen Beipackzettel. Die Risiken, die dort aufgelistet sind, halten, bei Notwendigkeit auch keinen vom Medikament ab.

      Übrigens kommt es laut “Repetitorium Anästhesiologie” von Michael Heck,M. Fresenius, durch die PDA häufiger zu Einstellungsanomalien beim Kind, da der Basaltonus fehlt. Du siehst also: Es gibt nicht nur schwarz und weiß in der Geburtshilfe.
      Liebe Grüße

      Antworten
  8. jolun
    jolun sagt:

    Das stimmt sicher, auch die “och dann nehm ich ne PDA”-Pfefferminzbonbon-Mentalität.

    Ich habe allerdings inzwischen auch erlebt, dass informierte Mütter Angst vor der PDA haben und dann z.B. im geschilderten Fall eher zu spät sich überzeugen lassen.

    Antworten
  9. Stefanie
    Stefanie sagt:

    Ich hatte so eine Geburt wie im Blogeintrag geschildert (Mutter erschöpft, PDA, Wehen lassen nach, Mutter schläft, Wehentropf, Infusion, Katheter, schlechtes CTG, Mikroblutuntersuchung, Saugglocke, kristellern, Dammriss, volles Programm und dabei natürlich kaum selber bewegen können).
    Zuerst: Liebe Jana, vielen Dank, dass du diesen Blogeintrag geschrieben hast. Ich habe sehr mit dem Geburtsverlauf gehadert, weil das alles genau das war, was ich nie wollte und ich hab mir Vorwürfe gemacht, dass alles so “bergab” ging, dass ich quasi nicht mehr in der Lage war, mein Kind selbst auf die Welt zu bringen. Dein Artikel hat mir klar gemacht, dass das kein Versagen meinerseits war sondern der Geburtsverlauf einfach eine Konsequenz der PDA. Wenn ich das vorher gewusst hätte, hätte ich vermutlich beim Schmerztropf aufgehört und keine PDA mehr genommen. Allerdings weiß man beim ersten Kind auch nicht, wie schlimm die Schmerzen noch werden. Ich wusste vor der Entbindung auch leider nicht, welche Schmerzmittel zur Verfügung stehen, in meinem Kopf gabs nur “Akupressur” und “PDA”, dazwischen befindet sich nix.
    Warum hatte ich eigentlich eine PDA? Ich war im letzten Trimester fast nur noch krank, die letzten beiden Wochen vor Geburt hatte ich eine Nebenhöhlenentzündung mit Fieber. Am ersten Tag, an dems mir etwas besser ging, kam dann das Kind, Wehen, sehr früher Blasensprung, grünes Fruchtwasser und Fieber. Ich weiß nicht mehr, wie oft ich mich in der Nacht übergeben habe. 10h später war der Kleine dann da. :-)
    Die PDA hat mir geholfen, meine arg angegriffenen Kräfte fürs Wesentliche zu schonen und sie war in meiner Situation wohl auch keine ganz schlechte Entscheidung. Schön wäre gewesen, von den Presswehen tatsächlich was zu spüren, man kommt sich blöd vor, wenn man pressen soll und nicht weiß wann. Fürs nächste Mal nehme ich mir ganz fest vor, mich vor der Geburt extrem zu schonen, kein Kontakt mehr mit verschnupften Mitmenschen. *g
    Zum Schluß: Auch mit PDA ist man nicht komplett schmerzfrei, meine saß etwas einseitig, also Wehenschmerz links, aber rechts nicht. Man büßt sehr viel von seiner Eigenständigkeit ein, weil man ans Bett gefesselt ist. Ich habe allerdings nochmal kurz nach dem Legen 2h geschlafen.
    Also, vielen Dank für den Blogeintrag, er hat mir viel geholfen, mein Geburtserlebnis zu verarbeiten. Ich finde es auch schön, dass du mit deinen Frauen als erstes die Geburt durchsprichst, das hat meine Hebamme leider nicht getan.

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Liebe Stefanie,
      das freut mich sehr, dass dir der Artikel im Nachhinein noch bei der Verarbeitung geholfen hat! Allerdings muß ich sagen, nach dem Vorlauf war es vielleicht trotzdem ein guter Weg. Du warst ja nicht wirklich in der besten Verfassung, um in die Geburt zu starten. Also hardere nicht zu sehr damit.
      Deinen Plan für’s nächste Mal finde ich gut! Aber deine zweite Geburt wird eh toll! Zwei Mal bekommt man in der Regel nicht “die volle Packung”. ;-)
      Ganz liebe Grüße
      Jana

      Antworten
  10. Ines
    Ines sagt:

    Hallo und vielen Dank für diesen Artikel! Ich harderte genau mit dieser Entscheidung zu einer PDA bzw. überhaupt einer Einleitung am 7. Tag nach ET (nach neuesten Studien so empfohlen, aber in unserem Fall ohne wirkliche Indikation). Ich fiel wie beschrieben aus allen Wolken bzgl des Geburtsverlaufs, aber ich entschied mich aufgrund der bis dahin erlebten Wehen (übrigens nach einem heissen Bad) und dem Gedanken “eingeleitete Wehen sind heftiger als natürliche” für PDA und trotz eines guten Vorbereitungskurses mit “Einstimmen auf eine möglichst natürliche Geburt” hatte ich keinen Schimmer von der Andersartigkeit unter PDA (mit Schlafen, kaum Bewegen) und der anschliessenden “Interventionskaskade” (Wehentropf, Fruchtblasenanstich, Dammschnitt, erneute Betäubung zum Nähen…) geschweigedenn von milderen Schmerzlinderern…! Schön auch, dass der Stillstart im Krankenhaus vermiest wurde und meine Nachsorgehebamme dann erstmal eine Saugschwäche beim Kind feststellte, weil es wahrscheinlich gleich “mitbetäubt” worden war! Schön auch, wenn das sich überstreckende Kind + der Geburtsverlauf von verschiedenen Therapeuten beurteilt wird, von wegen, das war wohl nicht des Kindes eigenes Tempo!!! Kind Nr. 2 wird anders geboren, definitiv! ET wird nicht verraten, Schonzeit vor der Geburt ist ein super Tipp, die werde ich zelebrieten und Interventionen und Geburtsverletzungen lasse ich überhaupt nur im Notfall zu!

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Ach, Du Arme! Da bist Du ja genau in die Interventionsfalle gegangen. Nee, ich denke, das kann man auch nicht wissen. Ich finde aber, darüber sollte auch aufgeklärt werden. Denn solche Geschichten höre ich soooo oft.
      Allerdings ziehen nicht alle die gleichen Schlüsse daraus. Viele denken im Nachhinein ihre Geburt war einfach so schwierig, da war all das einfach nötig. Das gerade das Eingreifen in einen, bis dahin, natürlichen Verlauf das Ganze erst entgleisen lässt, das ist vielen auch im Nachhinein nicht klar. :-(

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  11. Riiike
    Riiike sagt:

    Liebe Jana,
    Ich finde Deinen Blog-Eintrag leider sehr einseitig. Du schreibst, dass Du die PDA liebst, aber auch verfluchst. Dann beschreib doch bitte auch einen positiven Geburtsverlauf, in dem sich die Gebärende und das Kind durch die PDA erholen konnten, Kraft für die Austreibungsphase tanken konnten und somit vor Herztonabfällen und einer eventuellen Sectio bewahrt wurden. Und nicht nur den nicht so wunderbaren Verlauf einer Geburt, von der man nicht weiß, wie sie ohne PDA verlaufen wäre. Vielleicht hast Du schon mal von der “Walking-PDA” gehört, bei der das Lokalanästhetikum eine so geringe Konzentration hat, dass es zwar die Schmerzfasern hemmt, jedoch nicht die motorischen Fasern, sodass den Frauen Muskelkraft zum Pressen bleibt. Natürlich gibt es eine Menge Frauen, die ihre Kinder ohne Schmerz-oder Hilfsmittel auf die Welt bringen können, aber es gibt auch genug Frauen, für die eine PDA (oder auch ein Kaiserschnitt!!!) eine große Hilfe bzw die einzig richtige Möglichkeit ist, ihr Kind gesund auf die Welt zu bringen.

    Antworten
  12. Aada
    Aada sagt:

    Es gibt gute Hebammen, aber auch regelrecht ignorante. Obwohl ich mich für den Erhalt dieses Berufsstandes aktiv einsetze hoffe ich dennoch, dass einige Hebammen sich dann doch einmal etwas weiter entwickeln…nicht nur den Frauen zu Liebe, sondern auch deren Kindern. Aber oft sprüht da der pure Egoismus. Eine Art Starrköpfigkeit, die für mich unglaublich schwer zu begreifen ist.

    Es ist gut sich dafür einzusetzen, dass werdenden Müttern in der Zukunft weiterhin die Wahl bleibt und darum macht es eben u,a. Sinn für die Hebammen zu kämpfen. Es ist aber auch gut, dass die Medizin drüber steht. Denn hätten wir diese Entwicklung nicht durchgemacht, hätten wir nicht diesen Fortschritt…oh! Wie viele tote Kinder kämen dann immer noch zur Welt? Wie viele Frauen würden unter ihrem Wehenschmerz dahin sterben? So manch eine Hebamme sollte sich darüber mal Gedanken machen und etwas realistischere Beiträge zu diesem Thema verfassen.

    Gerne schließe ich mich auch dem Kommentar von RIIIKE an, die es ja wesentlich netter auszudrücken vermochte als ich und ich feiere den Bericht des Blogs ‘aufZehenspitzen’.

    Nichtsdestotrotz: die feinsten Grüße einer Frau, die beides sehr wohl kennt und weiß wovon sie spricht!

    Antworten
  13. Junija-Lose
    Junija-Lose sagt:

    Liebe Jana,

    herzlichen Dank für diesen tollen Beitrag. Er hat mir ein kleines Stück weitergeholfen und ich hoffe noch mehr interessanter Beiträge zu finden die mich positiv einstimmen auf die bevorstehende Geburt.
    Bisher habe ich 5 Kinder auf natürliche Weise zur Welt gebracht und es dauerte nie länger als 4 1/2 Std. Zugegebenermaßen bei zweien mit Schmerzmittel. Derzeit habe ich große Angst vor der Geburt im August und leiderkann das keiner in meinem Umfeld so richtig verstehen. Deshalb spielte ich mit dem Gedanken einer PDA. Davon bin ich jetzt kuriert. Mir war bisher gar nicht klar, dass es ja nur mir “hilft” und ich gar nicht daran dachte was es für das Kind bedeutet.
    Und noch ein Satz von dir war sehr gut :” Gebt euch nicht an der Kreißsaaltür ab.” Habe beschlossen diesmal nicht wie ein Käfer nur auf dem Rücken zu liegen, tapfer die Wehen zu veratmen und mich nicht mehr bewegen zu können vor lauter Kabel (Infusion ; CTG; etc.) Werde das vorher mal ansprechen und ich habe meinen Mann instruiert meine Wünsche “weiterzugeben” da ich nicht mehr in der Lage bin das selbst mit dem nötigen Durchsetzungsvermögen zu tun. Angst habe ich immernoch, aber diePanik ist gewichen…Liegt wahrscheinlich auch an den Zeitabständen von dann 4 Geburten in 6 Jahren. Bei den ersten Beiden bzw. dreien lag wenigstens einige Zeit dazwischen.
    Also nochmal vielen Dank für den tollen Blog :)

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Vielen Dank! <3
      Ja, sei kein "Käfer"! ;-) Aufrechte Positionen helfen ungemein. Um einen Zugang wirst Du wahrscheinlich beim 5. Kind nicht herum kommen, aber alles Andere sollte möglich sein. Gut, dass Du Deinen Mann instruiert hast! Viel Glück! Du schaffst das!
      LG

      Antworten
  14. Heike
    Heike sagt:

    Liebe Jana.
    Ich verfolge bze. lese in deinem Blog schon länger, da ich in wenigen Tagen mein zweites Kind bekommen werde. Es liegt in Beckenendlage. Und ich kann das Wort PDA schon nicht mehr hören. Sowohl mein Gynäkologe als auch die beratende Ärztin in der Entbindungsklinik haben sie mir ja “wärmstens” Empfohlen. Als ich als Gegenargument die auch von dir aufgeführten Nachteile einer PDA geschildert habe, wurden sie nur abgewunken. Zum Glück hab ich ne Beleghebamme, zum Glück mach ich nicht das was andere mir empfehlen ohne vorher darüber nachzudenken und zum Glück hab ich die Erfahrung schon gemacht wie es ist ohne PDA oder sonstiges zu entbinden. Daher weiß ich ja auch das man nicht davon stirbt und das eine Geburt ohne PDA ein einzigartiges Ereignis ist, dass einen stark macht. Ich möchte dir sagen: mach weiter so und sei so ehrlich und kläre die Frauen auf was PDA bedeutet.

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Liebe Heike, vielen Dank für Deine lieben Worte!
      Gerade wenn es Dein zweites Kind ist, und Du keine PDA möchtest, lass Dir auch keine aufschwatzen. Wenn Du dieses Mal doch eine brauchen solltest, dann nimmst Du sie. Ganz einfach. Du bestimmst, was für Dich richtig ist. BEL ist kein zwingender Grund für eine PDA!!!
      Alles Gute für die Geburt.
      Jana

      Antworten
  15. Janne172
    Janne172 sagt:

    Liebe Jana,

    anknüpfend an deine letzten Ausführungen zur Konsequenz der PDA (Saugglockengeburt…):

    Mein erstes Kind wurde als Sterngucker geboren, sein CTG war pathologisch, wodurch es zum Einsatz von Saugglocke und damit einhergehendem Scheidenriss und sehr tiefem Dammschnitt bei mir kam (Zitat meiner Hebamme: “Okay … Also der ist wirklich sehr, sehr tief … Den möchte ich auch nicht haben.”). Die Geburtsverletzungen mussten unter Vollnarkose genäht werden.

    Mein Körper war tagelang noch völlig gestresst und hat nachts unkontrolliert gezittert. Der Milcheinschuss kam erst fünf Tage nach der Entbindung. Zwei Wochen lang musste ich Schmerzmittel nehmen, ich konnte nicht sitzen, kaum laufen, ich habe viel geweint. Und das Schlimmste ist, dass ich mein Kind nicht stillen konnte. Es war einfach alles zu viel.

    Und ich hatte keine PDA.

    Dafür die schlimmsten Schmerzen, die ich jemals erlebt habe, furchtbare Angst und das Gefühl von völliger Hilflosigkeit und Abhängigkeit. Wehen, die mir das Gefühl gaben, ein Tier zu sein, dem Stromschläge verpasst werden. Und nur die Gewissheit: So kann es nicht richtig sein. So kann es nicht gut sein. Um meine Zimmernachbarin zu zitieren: “Das kann keiner wollen.”

    Ganz ehrlich:

    Wenn eine Geburt auch ohne PDA in ein pathologisches CTG des Babys, Saugglockengeburt und Geburtsverletzungen führen kann und zu all dem, was mir und vielen anderen Frauen passiert ist – dann doch lieber eine Geburt mit PDA.

    Es gibt sie bestimmt, die natürliche, spontane Geburt mit Wehenschmerzen, die die Frau aber wieder vergisst. Und es gibt sie, die Frauen, die nach der Grenzerfahrung “Geburt” noch weitere Kinder bekommen möchten. Solch ein Geburtserlebnis wünsche ich von Herzen jeder Frau und jedem Partner, der bei der Geburt dabei ist.

    Für mich bestehen aber nur zwei Möglichkeiten: entweder kein weiteres Kind oder Entbindung per KS. Ganz ehrlich.

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Liebe Janne,
      das tut mir sehr leid für Dich, dass Du so ein schreckliches Geburtserlebnis hattest! Und ich kann auch total verstehen, dass Du sicher im Nachhinein lieber eine PDA gehabt hättest. Vielleicht sogar einen Kaiserschnitt. Bei einem Sternengucker ist die Gefahr von schlimmen Rissen auf Grund des größeren Durchtrittsdurchmessers ungleich höher. Da ist es eigentlich verwunderlich, das man Dir auf Grund dieser Lage und dem schlechten CTG keine PDA angeboten hat. Aber es ist immer schwer zu spekulieren, wenn man nicht dabei war.
      Natürlich garantiert einem keiner, das man ohne PDA eine tolle Geburt hat. Und ich habe ja auch gesagt, das ich die PDA in manchen Fällen sehr schätze. Nur hat die Erfahrung gezeigt, das es mehr schwere Verläufe mit Saugglocke etc. mit PDA gibt, als ohne.
      Das ist natürlich für Dich kein Trost.
      Solltest Du Dich zu einem zweiten Kind durchringen, wird man Dir ganz sicher einen KS ermöglichen, wenn Du das möchtest.
      Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du Dich gut an Körper und Seele erholst.
      Alles Liebe
      Jana

      Antworten
  16. Regina
    Regina sagt:

    Ich hatte eine furchtbare Grenzerfahrung vor vielen Jahren – Wehentropf am Anschlag über Stunden, Wehensturm bis fast zur Besinnungslosigkeit, und eine Hebamme, die mir PDA verweigerte, mit den Worten,dass bräuchte ich nicht. Ich war so weggetreten, dass man das Kind aus mir herausquetschte. Schlechtes CTG des Kindes, Kristellern, Dammriss III-IV Grades, Hoher Scheidenriss bis zum Allerheiligsten. Verweigerung der örtlichen Betäubung bei Versorgung der Wunde, über eine Stunde nähen. Ich habe ein Problem mit Hebammen, die gegen Schmerzmittel sind. Ich empfand es damals sadistisch. Ich habe geschrien und gebettelt, als ich noch artikulieren konnte, aber eine PDA war für meine Hebamme der Inbegriff der Verweichlichung. So etwas muss heute nicht mehr sein.
    Ich werde dieses traumatische Erlebnis nie vergessen, und kann nur allen Frauen raten, eine PDA einzufordern, wenn man sie möchte. Dabei habe ich vor einem Jahr nochmals eine komplikationslose Spontangeburt ohne PDA gehabt. Wichtig war mir allerdings,dass ich jederzeit Schmerzmittel bekommen hätte, wenn ich es nicht mehr geschafft hätte.

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Oh Mensch, das ist ja furchtbar, was Dir passiert ist – nein angetan wurde! Das tut mir sehr leid und ich schäme mich für meine Kollegen.
      Ich denke, dass hier nicht allein das Verweigern der PDA das Problem war, sondern die gesamte Geburtsleitung eine Vollkatastrophe. Furchtbar!
      Danke für Deinen Beitrag!
      Jana

      Antworten
  17. Hanna
    Hanna sagt:

    Dieser Artikel ist wirklich klasse und beantwortet die Frage, der ich bisher (ich bin erst 14.SSW) noch nicht nachgegangen bin: warum sollte irgendeine Frau die Schmerzen der Geburt aushalten, wenn es eine Möglichkeit gibt, diese zu umgehen?
    Dank dem Beitrag ist mir mal wieder klar geworden, dass die moderne Medizin viel zu oft in die natürlichen Abläufe im Körper eingreift und man sie wirklich nur anwenden sollte, wenn es sonst gefährlich wird. Unser Körper regelt ja eigentlich alles von ganz alleine. Ich bin immer wieder fasziniert, dass wir als Schwangere eigentlich gar nichts machen müssen, alles entwickelt sich von ganz alleine, wie ein kleines Wunder.
    Natürlich habe ich wie alle Frauen Angst vor den Schmerzen der Geburt, aber spätestens dein Artikel bestätigt mich, dass diese trotzdem notwendig und zu bewältigen sind.

    Antworten
  18. Laura
    Laura sagt:

    Deinen Artikel finde ich super. Ich habe auch eine “scheiß” PDA erlebt, nur dass ich eigentlich keine PDA wollte. Der Kreissaal war während der Geburt meiner Tochter total überbelegt, eine Hebamme und drei parallele Geburten (das kann eigentlich nicht sein). Im Kreissaal nebenan wurde eine PDA gelegt und bei mir kam die Geburt in eine Phase, in der ich wirklich schlimme Schmerzen hatte und das Gefühl hatte, ich kann nicht mehr. TRotzdem wusste ich, ich schaffe das, aber es war einfach schlimm und ich hätte Unterstützung gebraucht. Die bekam ich in Form einer PDA, nicht einer Hebamme. O-Ton: Damit sie mal wieder still sind, erst kommt das andere Baby. Und ich war so baff, ich wusste in dem moment nicht, wie ich mir selbst helfen konnte und lies gewähren. Die PDA wurde gelegt, ohne vorher den noch einmal zu Muttermund zu untersuchen. Ich sollte mich anschließend hinlegen, tat das auch, zitterte aber nur noch und spürte irgendwie nichts mehr, irgendwie aber auch das Köpfchen zwischen den Beinen, so als würde es fast schon rauskommen. Merkwürdig breitbeinig fühlte ich mich. Als die Hebamme nach 30 Minuten wieder kam, war der Muttermund natürlich vollständig, ich hatte Presswehen die ich nicht spürte, habe es aber trotzdem zum Glück noch gut geschafft und mein Kind ohne Glocke zur Welt gebracht. Danach dann die störende Nadel im Rücken bis zum nächsten morgen um 10, da musste ich irgendwann einen wahnsinns Aufstand machen, dass sie mir endlich entfernt wird. NIE wieder PDA, sage ich da nur! Und NIE wieder ohne Beleghebamme ins Krankenhaus.
    Mein Kind kam dann übrigens doch vor dem anderen. Und ich hätte die Geburt so gerne ohne diesen Eingriff erlebt, denn im Nachhinein kann ich die schlimmen Schmerzen auch einordnen. Ich hätte nur ein wenig Unterstützung benötigt, keine PDA!

    Antworten
  19. Nicole
    Nicole sagt:

    Es gibt, meiner Meinung nach noch einen Grund, weshalb der der Zahnarztvergleich hakt: Zahnschmerzen sind Zeichen eines pathologischen Vorgangs. Da wird auf einem Nerv rumgebohrt, was evolutionaer nunmal eher nicht vorgesehen ist. Das tut weh! Saumaessig weh! Geburtswehen sind ein physiologischer Vorgang, weshalb der Koerper im Normalfall dafuer sorgt, dass gleichzeitig die entsprechenden Drogen ausgeschuettet werden, die das ganze ertraeglich machen.

    Ich bin eine echte Memme! Ich kann vor Zahnarztbesuchen nicht schlafen und habe mich mal wegen eines eingewachsenen Zehennagels so dermassen angestellt, dass der Arzt mich am liebsten aus der Praxis geschmissen haette… Und ich habe meinen Sohn ohne jegliche Schmerzmittel in weniger als 3 Stunden geboren, und wuerde das auch jeder Zeit wieder machen!

    Es war keine schmerzlose Geburt. Ich hatte SEHR starke Schmerzen (und am naechsten Tag einen respektablen Muskelkater), aber gleichzeitig irgendwie immer genau den richtigen Hormoncocktail im Blut, um die Schmerzen relativ problemlos aushalten zu koennen. Das fand ich spannend.

    Antworten
  20. erika
    erika sagt:

    Was mir bei diesem Artikel def. fehlt ist die positive Darstellung einer Geburt mit – oder wie es viele anscheinend hier sehen – trotz der PDA… Und die gibt es tatsächlich! Ich hatte eine und ich schäme mich nicht dafür und werde auch beim zweiten Mal in wenigen Monaten ohne mit der Wimper zu zucken nach einer verlangen… Schmerzempfinden ist nämlich sehr sehr unterschiedlich und ich bin auch noch nach sechs Jahren immer noch sehr dankbar, dass ich eine PDA bekommen habe… Geburtsfördernde Maßnahmen kommen nämlich sehr schon lange vor der PDA zum Einsatz, so auch in meinem Fall, und ich empfinde es auch als höchst sadistisch Frauen diesen Schmerzen auszusetzen! (Den Vergleich mit Stromschlägen finde ich persönlich auch sehr treffend!) Meine PDA, die auch super saß und auch zum Glück in der Pressphase nicht abgestellt wurde, war absolut befreiend! Und ja, die Pressphase war tatsächlich etwas länger – vielleicht lag es aber auch an der falsch geschätzten Größe des Kindes? Ich konnte trotzdem eine gesunde Tochter im Arm halten – auch ohne Einsatz der Glocke etc… Und ich bin mir auch absolut sicher, dass ich diesen Moment als den schönsten meines Lebens nur bezeichnen kann, weil ich eben meine PDA davor bekommen habe! Den Vergleich mit Pfefferminzbonbons passt für mich eher bei allen anderen “schmerzmilderneden” Mittelchen, die da angeboten werden, u.a. übrigens auch die Badewanne!

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  21. Biene
    Biene sagt:

    Hallo,

    ich hatte zwei Geburten mit PDA und Pudendus Block. Ich wollte eigentlich ohne Schmerzmittel auskommen. Beide Male habe ich aner auch wundervolle Glückshormone bekommen und die Babys waren super Fit und hatten auch den höchsten Apgar. Beide Geburten mussten mit Saugglocke erfolgen. Nach der ersten Geburt wurde mur gesagt, dass das aber alles ganz normal ist. Das ist schade. Wenn dem nicht so wäre, wäre evt. auch jemand auf die Idee gekommen, dass evt. es bei mir nicht normal ist. Bei der Zweiten Geburt sah alles nach einer perfekten Wassergeburt aus und war am Ende dann doch wieder PDA, Pudendus Block, Saugglocke und Geburtsverletzungen 4. Grades obwohl ich die Wassergeburt mit dem Wunsch eines Kaiserschnittes abgebrochen habe. Die Oberärztin kam am nächsten Tag und sagte, das ich ihrer Meinung nach nicht ohne Hilfe gebähren kann, da anatomisch etwas im Weg ist. Sie hat es deutlich beim herausziehen gemerkt und konnte daher die letzte Kopfdrehung nicht mehr vollziehen.

    Fazit:
    – wenn alles gut läuft ist die Geburt extrem häftig, aber aushaltbar (auch mit mehr als drei Presswehen)
    – Einleitung mit Wehentropf sind Mist
    – PDA ist super wenn sie wirkt und nur als Pause für neues Kräfte sammeln und neue Übungen dient
    – wenn eine Frau sagt, es geht nicht, dann sollte das ernst genommen werden.
    – wenn die erste geburt schwirig war, sollte das vernünftig aufgearbeitet werden. Die Babys werden immer größer, da sollte es nicht abgetan werden, dass sie evt. nicht normal auf die Welt kommen können.

    In beiden Berichren stand, dass ich den unbedingten Willen zur Geburt hatte und richtig gepresst hatte. Ich kann bis heute nicht beantworten, ob ich wirklich durch bin mit dem Thema und ich habe große Angst, dass meine Tochter später das gleiche durchmachen muss, wenn Sie Kinder haben will.

    Hör auf dein Herz und sprich aber mit deiner Hebamme oder dem Krankenhaus vorher durch wo deine Grenze ist. Was für dich schlimmer ist. Bauch-Narbe oder Geburtsverletzungen. Das muss jeder für sich beantworten. Keiner kennt dich so gut wie du selbst. Ich hatte darauf vertraut, dass die 3 Hebammen und die zwei Ärzte von der Ersten Geburt Recht hatten und das alles normal ist.

    Aber egal wie, die beiden Zwerge waren das auf jeden Fall alles Wert.

    Antworten
  22. Ella
    Ella sagt:

    Ich hatte auch eine rettende PDA. Nach vorzeitigem Blasensprung und gefühlt endlosen 9 Std Wehen, war ich irgendwann schlichtweg am Ende. Ich hatte mich vorher intensiv mit Hypnobirthing auseinandergesetzt, habe geatmet, versucht mich zu entspannen, und wollte keinesfalls eine PDA.
    Leider hatte ich auch einen absoluten Hebammendrachen. Die Frau hat mich jedes Mal, wenn ich ihr sagte, dass ich die Schmerzen nicht aushalte, am CTG geparkt, jeweils 45min und verschwand ohne weiteren Kommentar. Ich konnte zu dem Zeitpunkt schon nicht mehr sprechen vor Schmerzen. Sie zwang mich immer in der Position still liegen zu bleiben, die für mich am unerträglichsten war “denn ein paar Wehen brauchen wa schon, ne?!”. Mein Mann wurde dann Gott sei Dank irgendwann ziemlich bestimmt bei der Dame, die dann unter hämischen Kommentaren und Murren die Aufklärungspapiere für die PDA brachte (nicht ohne darauf hinzuweisen, dass sie hier diejenige ist, die darüber entscheidet, nicht ich). Zu dem Zeitpunkt war ich schon derart verkrampft, dass ich bewusst gegen die Wehen presste, was mir bewusst war, aber es ging einfach nicht anders.
    Zwei Stunden hat sie mich dann noch warten lassen, es war grauenhaft. Dann kam der Schichtwechsel und der Drachen war weg, ein Glück.
    Die PDA selbst war so wundervoll. Sie saß perfekt, ich spürte jede einzelne Wehe, aber nicht mehr schmerzhaft. Meine Beine waren etwas kribbelig, aber nicht taub. Danach ging es dann relativ schnell, weil ich mich endlich entspannen konnte. Zu den Presswehen hatte die Wirkung der PDA auch schon komplett nachgelassen. Natürlich tat es weh, aber das war ein Schmerz, der absolut auszuhalten war, ein ganz anderer. Mein Baby kam dann relativ zügig ohne Dammschnitt und Saugglocke ganz natürlich zur Welt.

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Liebe Ella,
      schade, dass mit dem Drachen! Aber gut, dass die PDA bei Dir offensichtlich genau richtig dosiert war und auch keine weiteren “Nebenwirkungen eintraten”. Herzlichen Glückwunsch und: Ja! – die PDA kann auch ein Segen sein!
      LG
      Jana

      Antworten
  23. Silvia
    Silvia sagt:

    Noch ein Nachtrag… “Jede Wehe bringt Dich Deinem Kind näher.” klingt in meinen nachdem ich eine Geburt hinter mir habe (!) wie Hohn.

    Antworten
  24. Ella
    Ella sagt:

    Ich wollte bei meiner ersten Geburt auch unbedingt ohne PDA hatte Angst davor. Nach ca 32 Stunden unregelmäßigen Wehen und 12 Stunden regelmäßigen im KH war mein Körper so geschwächt das nix mehr voran ging. Meine absolut super Hebamme meinte eigentlich müsste sie mir Wehensstiller geben und ich müsste schlafen. Aber die Geburt war zweit fortgeschritten. Sie wusste auch ich das ich gegen PDA bin riet mir aber zu dem Zeitpunkt dazu. Was sehr gut war, 20 min später war mein Kind ohne Riss und sonstigem da. Trotz der Länge fand ich immer es war ein tolles Erlebnis und hätte auch eine zweite Geburt wieder so erleben mögen.
    Doch eine zweite Geburt kann ganz anders aussehen. Nachmittags Kindergeburtstag, 17.30 Krankenhaus. 18.40 Muttermund 3 cm geöffnet. 19.05 Kind da. Keine Zeit über PDA oder sonstigem nachzudenken. Aber die Schmerzen der schnellen Geburt waren grauenhaft und es war keine Schöne Geburt.

    Antworten
  25. Claudi
    Claudi sagt:

    Toller Artikel. Ich habe viel zu viel Angst vor der PDA und den tauben Beinen, ich glaube ich würde dann eine Panikattacke bekommen und da wäre mir auch nicht geholfen. Eine PDA kommt bei mir daher schon mal gar nicht in Frage. Zudem dann auch noch die Gründe die du in deinem Artikel beschrieben hast.

    Antworten
  26. Anna
    Anna sagt:

    Hallo Jana,

    Danke für deinen Artikel, hätte ich ihn nur früher gelesen…
    kann eine PDA auch dazuführem, dass die Herzschläge des Kindes sinken?
    Zum langezogenen Hinterkopf: wir hatten keine Saugglocke und trotzdem war der Kopf hinten langezogen. Woran liegt die Verformung?

    Liebe Grüße
    Anna

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Also ein Absacken der Herztöne kann genauso wie ein Kreißlaufproblem bei der Mutter durch die PDA passieren.
      Der langgezogene Hinterkopf hat mit der PDA nichts zu tun. Das liegt an der Einstellung des Kindes ins Becken, an der Beckenform und am Geburtsverlauf.
      Liebe Grüße
      Jana

      Antworten
  27. Alexandra
    Alexandra sagt:

    Ich finde ihren Artikel wahrlich “zum Kotzen”! Entschuldigen Sie bitte meine Ausdrucksweise, aber ich habe lange vergeblich nach etwas passenderem gesucht.
    Die Geburt meines Sohnes (2010) war ein Kaiserschnitt wegen BEL und insgesamt kein allzu schönes Ereignis. Die Prozedur an sich war einfach unnatürlich und ich habe mich noch lange danach schlecht gefühlt – emotional und körperlich. Deswegen war es für mich total wichtig alles dafür zu tun, dass meine Tochter (Mai 2015) normal zur Welt kommt. Die Vorzeichen standen gut, auch wenn vorausgesagt wurde, das sie ein großes und schweres Kind ist. Die Geburt ging an einem Mittwochabend los… Donnerstagmorgen waren wir im KH. Endlose Stunden mit heftigen Wehen begannen… Nach 12h im KH nur 3cm offener Muttermund. Die Wehen kamen im Abstand von nur wenigen Sekunden, ich war vor Schmerzen kaum noch ansprechbar. Homöopathische Schmerzmittel, sowie Buskopan zeigten keine Wirkung. Ich sah mich schon in den OP fahren, als man dann nach 16h als letzte Option vor dem KS eine PDA vorschlug. Ich habe sie mir geben lassen, sie war super. Ich habe weiterhin jede Wehe gespürt und hatte auch noch Schmerzen, aber ich konnte zwischendurch Luft holen und sogar auf den Toilettenstuhl! Nach weiteren 6h ohne Fortschritt am MuMu wurde ein Wehentropf gelegt und dann ist endlich die Fruchtblase geplatzt und der MuMu war innerhalb von 2h ganz offen. Alles nachfolgende können Sie ebenso in ihrem Blogeintrag nachlesen. Auch wenn bei uns keine gewöhnliche Saugglocke zum Einsatz kam und auch keine Schädelverformung nach sich zog.
    Es liest sich wie Häme! Als wären alle Frauen die eine solche Geburt erlebt haben nicht in der Lage gewesen eine “normale Geburt” zustande zu bringen.
    Dank Ihrem Blogeintrag habe ich noch mehr das Gefühl bei beiden Geburten versagt zu haben.

    Aber ich bin auch so stark zu erkennen, dass ich mit “diesem Dilemma” einem wunderschönen Kind das Leben geschenkt habe und ich bin sehr stolz auf mich. Auch wenn ich keine Bilderbuchgeburt hatte!
    Und solche Aussagen von Hebammen bestärken mich nur wieder darin, dass es die richtige Entscheidung war auf deren “Betreuung” zu verzichten

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      “Natürlich verläuft nicht jede PDA-Geburt so. Natürlich gibt es genug Situationen in denen ich eine PDA empfehle. Natürlich ist eine PDA in manchen Fällen die Rettung.” – gelesen? Wie auch immer. Tut mir leid, dass du keine Bilderbuchgeburten hattest.
      Aber die Häme, die du hier zu lesen scheinst, gibt es nicht. Mir war es wichtig, einfach mal zu beschreiben, was die ungenannten Nebenwirkungen der PDA sehr häufig sind. Vielen Frauen ist es nämlich nicht bewusst, dass es die gibt. Sie denken, sie haben dieselbe Geburt, nur ohne Schmerzen – ein Irrtum.
      In deinem Fall hat dich die PDA sehr wahrscheinlich vor einer weiteren Sectio bewahrt. Das ist gut. Auch das du – zu Recht- stolz darauf bist.

      Dich hier so auszukotzen finde ich inadäquat. Man kann eine andere Meinung freundlich oder zumindest neutral vertreten.

      Antworten
  28. Alexandra
    Alexandra sagt:

    Ja natürlich habe ich auch diese Sätze gelesen. Aber meine zweite Geburt ist genauso verlaufen wie du sie oben beschrieben hast! Lediglich die Gründe waren nicht ausschließlich die Schmerzen bzw der Wunsch nach einer Schmerzfreien Geburt.

    Und das du meinen Eintrag als “auskotzen” siehst, verstehe ich nicht. Ich habe schließlich versucht ausführlich zu erklären warum sich dieser Blogeintrag für mich so schrecklich liest und unfreundlich oder beleidigend war ich bestimmt nicht. Und ich denke dass man unbedingt über Vor- und Nachteile einer PDA aufklären sollte, aber ohne diesen Unterton der in deinem Eintrag mitschwingt. Denn der ist auch alles andere als neutral.

    Antworten
  29. Cat
    Cat sagt:

    Hallo,

    ich oute mich hier mal direkt als Schmerzphobikerin. Also als jemand, der bei Schmerzen schnell innerlich und äußerlich verkrampft. Persönlich lege ich kaum Wert darauf, die baldige Geburt total bewusst zu “erleben”, weil schon der Gang in eine stinknormale Arztpraxis, wo Blut abgenommen wird, für mich jedes Mal ein psychischer Horrortrip ist. Meinetwegen könnte ich den Vorgang selbst in Vollnarkose verschlafen und wäre dankbar, mich an keinen Schmerz erinnern zu können. Deswegen werde ich auf jeden Fall eine Anästhesie in Kauf nehmen, wenn ich merke, ich kann oder will nicht mehr, verkrampfe und werde ängstlich oder aggressiv dabei. Ja, ich freue mich auf unser Kind. Aber ich möchte hinterher die Geburt selbst wahrscheinlich einfach nur vergessen und für immer aus dem Gedächtnis löschen, weil Schmerzerinnerungen bei Ärzten/ in Krankenhäusern bei mir eine traumatische Wirkung haben. Was Sie schreiben, mag durchaus Sinn machen – aber wenn man aus echter, schlimmer Angst blockiert, ist dem Baby dadurch leider auch nicht geholfen. Ich würde mich nie leichtfertig für schwerere Interventionen entscheiden, doch vermutlich wäre bei dieser Art innerer Blockade das Medikament noch das geringere Übel.

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Ich bin auch sehr froh, dass es die Möglichkeit der Schmerzbekämpfung gibt. Nicht jede Frau hat den Wunsch und den Willen eine Geburt ohne zu durchleben. Ich finde es trotzdem gut, zu wissen, worauf man sich einlässt. Das ist eben nicht jeder Frau klar. Nur dann kann man doch eine gute Entscheidung treffen. Wie die aussieht ist natürlich jeder selbst überlassen.

      Antworten
  30. Claudia
    Claudia sagt:

    Liebe Jana,
    danke für den Beitrag. Ich bin noch dabei, die Geburt unserer 6 Monate alten Tochter zu verarbeiten. PDA und Kaiserschnitt waren für mich rote Tücher, ich wusste, ich kann das ohne schaffen. Nach 7h Wehen hat mir unser Sternenguckerchen einen Wehensturm beschert. Ich konnte kaum noch atmen und habe 2h später nach der PDA gefiept. Der Konsequenzen war ich mir nicht bewusst, da ich mich schlicht zu wenig informiert hatte. Weitere 4h später war der Muttermund vollständig offen, doch es folgte: ein Geburtsstillstand. Der Arzt versuchte unter der Geburt vaginal ihren Kopf richtig in den Geburtskanal einzudrehen, mir graut noch heute davor, ich war ja betäubt… Nochmals 4h später schob man mich in den OP. Unter Tränen. Dank der Intervention steckte meine Süsse zudem im Becken fest und musste mit Kraft herausgepresst werden. Nie habe ich mich mehr ausgeliefert gefühlt: aufgeschnitten bis ins Allerinnerste und dann reissen die den Kopf deines Babys aus dem Becken. Und die OPs-Schwester ob meiner Tränen so: ‘Warum weinen Sie denn?’ … Dank höllischer Schmerzen nach dem KS bekam ich Morphin. Ich habe meine Kleine erst 6h nach der Geburt zum ersten Mal gesehen und hatte riesige Schwierigkeiten, sie und das Geschehene anzunehmen. Ich weiss nicht, ob die PDA ‘schuld’ war. Ich nehme aber an, sie hat ihren Teil beigetragen, vielleicht sogar sehr viel. Meine nächste Geburt läuft hoffentlich anders ab – schon alleine weil ich jetzt weiss, dass es zwischen der PDA und Akupressur noch viele andere Möglichkeiten gibt. Die PDA kann ein Segen sein, im Moment empfand ich sie auch so. Aber im Endeffekt war sie wohl ein Fluch… Sie ist für mich nur noch ‘the very last resort’.

    Antworten
    • Yvi
      Yvi sagt:

      Hallo!

      Ich bin Mutter von 4 Kindern.
      Meine erste Geburt war der reinste Horror! Es wurde mit wehentropf eingeleitet 14 Tage nach ET. Ich hatte kaum wehenpausen, war wie weggetreten, dachte ich sterbe, nicht mehr im Stande Schmerzmittel zu verlangen, geburtsstillstand. Das einführen der saugklocke war mehr als schmerzhaft. Mein Kind wurde mir,ohne warten auf eine wehe, rausgerissen. Ich hatte ein total zerfetztes Gewebe und starken blutverlust. Beim zweiten war mein Trost davor wieder eine solche Geburt zu haben eine PDA. ICH HABE KEINE BEKOMMEN!!! Und das nicht weil es zu schnell ging. Bei meiner 3 Geburt habe ich eine bekommen. Es war so schön, hatte wärend der Geburt keine Angst und habe im Kreißsaal geweint vor Freude auf meine Tochter! Bei meinem 4 Kind habe ich wieder keine PDA bekommen, obwohl ich vorher mit der Klinik geredet habe.
      Ich finde das eine totale Frechheit!

      Antworten
      • Jana Friedrich
        Jana Friedrich sagt:

        Liebe Yvi, das ist ja total schrecklich und mir vollkommen unverständlich. Ich kann deinen Ärger absolut nachvollziehen.
        Ich schreibe ja auch, dass es Frauen gibt, für die die PDA ein Segen ist. Da gehörst du sicher dazu. Ich finde es echt furchtbar, dass sie dir versprochen und dann nicht gegeben wurde. Was soll ich sagen? Es tut mir wirklich leid.

        Antworten

Trackbacks & Pingbacks

  1. So hilft dir ein Geburtsplan bei der Entbindung - Hibbelinchen sagt:

    […] dass du dich über ein paar Dinge informierst. Vielen Frauen ist es zum Beispiel egal, ob sie eine Periduralanästhesie (PDA) bekommen. Einige wünschen sich diese sogar, damit die Schmerzen unter den Wehen […]

  2. […] Objektiv wird der Verlauf aber gestört und das hat Folgen: Ich habe diesen Mechanismus in meinem PDA-Artikel bereits ausführlich beschrieben. In einer neuen Studie über den Gebrauch von PDAs wird sogar […]

  3. […] Uhr: Die Hebamme kommt, endlich. Ich bitte sie, dass sie mir sämtliche Dokumente für eine PDA (Anm. d. Red.: Peridualanästhesie) bringt, damit ich die ausfüllen kann, FALLS ich sie irgendwann […]

  4. […] findet ohne übergroße Eile statt. Zur Betäubung des Operationsgebietes wird eine Peridual- (PDA) oder Spinalanästhesie (SPA) gemacht oder manchmal auch eine Kombination (CSE) beider Verfahren. […]

  5. […] die medikamentöse Schmerzbekämpfung, den Einsatz der Geburtszange und die Nachfrage nach einer Periduralanästhesie signifikant reduziert. Außerdem zeigte sich, dass nach einer Geburt mit Doula wesentlich mehr […]

  6. […] ihre Berechtigung in der Geburtshilfe, auch wenn man nicht verschweigen darf, dass sie auch negative Auswirkungen auf den Geburtsverlauf haben kann ebenso wie Nebenwirkungen für Mutter und Kind. Sie sollte also […]

  7. […] ordentlich eingegriffen wurde. Also nach einer Einleitung und einem Wehentropf und einer PDA, ja sogar nach Kristella-Hilfe. Normal ist die Geburt dann aber nicht mehr […]

  8. […] durch eine reine Schmerzbefreiung einfach nicht zu ersetzen. Die PDA ist also als Rettungsring in abgewägten Einzelfällen zu […]

  9. […] “Es gibt Frauen, die nehmen die PDA wie Pfefferminzbonbons”, lese ich auf einem Hebammenblog*. Beratung, anyone? Respekt vor der Angst vor Schmerzen schaut anders […]

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