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Hebammenkatastrophe: Letzter Aufruf zum #Elternprotest

Die Populationsgröße einer Art unterliegt ständigen, zufälligen Schwankungen von Generation zu Generation und von Jahr zu Jahr. Bei kleinen Populationen kann so einfach per Zufall, in einer Reihe von schlechten Jahren, die aufeinander folgen, die Populationsgröße auf Null absinken. (Wikipedia: Aussterben)

Größere Abweichungen von den normalen Umweltbedingungen einer Art, werden meistens als Katastrophen bezeichnet. Katastrophen sind zwar selten, führen dann aber um so unausweichlicher zum Populationsschwund. Eine selbstgemachte Katastrophe ist die Habitat-Zerstörung. Der Art wird einfach die Grundlage ihrer Existenz entzogen. Das Schlimme ist, dass es sehr schwierig ist, eine im Aussterben befindliche Art wieder aufzubauen.

Diesen „Point-of-no-Return“ haben wir Hebammen fast erreicht.

Ich informiere euch im Folgenden über den aktuellen Stand der Katastrophe und gebe Anregungen dafür, was man jetzt noch tun kann: Weiterlesen

Hebammenprotest – Das Sterben geht weiter

Es ist an der Zeit mal wieder über den Eltern- und Hebammenprotest zu schreiben. Das letzte Update hier im Blog ist über ein halbes Jahr her. Aber ganz ehrlich: Es gibt leider nicht viel Neues und schon gar nichts Gutes zu berichten. Kurz und knapp: Das Haftpflichtproblem ist noch nicht gelöst – der Protest geht weiter – frohe Weihnachten!

Problem verschoben auf 2016

Auf der Seite des Deutschen Hebammenverbandes heißt es:

„Wir haben einen einjährigen Vertrag abgeschlossen, der bis Ende Juni 2015 läuft. Danach wird es einen neuen Vertrag geben, der bis Ende Juli 2016 läuft. Einher geht dieser allerdings wieder mit einer deutlichen Preissteigerung. Für die Zeit danach gibt es momentan noch keinen Versicherer.“

Dazu muss man leider sagen: Schon die letzte Preissteigerung haben viele von uns einfach nicht mehr hinbekommen. Wir haben noch nie großartig verdient – jetzt können wir von unserem Beruf oft nicht einmal mehr leben. Viele von uns können sich die Hebammerei nur noch mit einer Quersubventionierung durch den Lebenspartner leisten. Weiterlesen

Protestmarsch der Berliner Hebammenunterstützung

Ich hatte mich am Morgen schon mit einigen Hebammenunterstüzungs-engagierten Freunden getroffen. Wir sind gemeinsam zur Demo gegangen und waren soooo gespannt, wie viele nun wirklich aufkreuzen würden. Wir mussten erst mal auf den ankommenden Fahrradcorso von Bianca Kasting warten, die mit drei anderen Frauen seit 10 Tagen mit ihren Kindern von Hameln nach Berlin radeln, um auf die Situation der Hebammen aufmerksam zu machen. Sie sollten bei ihrem Endspurt vom Grunewaldturm zum Kanzleramt von ungefähr 30 Eltern begleitet werden… Derweil konnte ich mich umschauen und schon mal die ersten Fotos machen. (Das Beste kommt am Schluss!) Weiterlesen

Elternprotest – Aufruf zur Berliner Demo

Manche Medien wollen uns bereits glauben machen, die Lösung im aktuellen Hebammendilemma sei bereits da. Dem ist nicht so! Das Drama dauert an und geht in den nächsten Akt. Wie lange noch?
Bis die Proteste abebben? Bis das öffentliche Interesse nachlässt, das nächste große Ding die Aufmerksamkeit der Menschen und Medien fesselt?
Unpopuläres Auszusitzen und dann, wenn alle wieder schlafen, schnell Fakten schaffen? – Gute Methode. Politik.

Ja, ich bin wütend! Richtig wütend! Weiterlesen

Geburtshilfe bleibt auf der Strecke – Eltern eilen zur Nachsorge! Kein Weg zu weit…

Die Hebammenrettung kommt in Fahrt: 400 Kilometer quer durch Deutschland, auf dem Fahrrad, mit dem Kleinkind im Hänger? Wer macht denn sowas?
Laura mit Mio, Jana mit Linn, Christiane mit Michel und Bianca mit Lotta (v.l. auf dem Foto)

Vorgeschichte

Bianca Kasting ist eine ganz normale, junge Mutter, mit einem überdurchschnittlich großem Engagement für Hebammen. 😉
Vor einem Jahr hat sie in einem Geburtshaus ihre Tochter Lotta geboren. Ein Ereignis, das sie nachhaltig prägte. Bis heute empfindet sie eine tiefe Verbundenheit zu ihrer damaligen Hebamme. Deren Arbeitsstelle, das Geburtshaus, musste inzwischen schließen. Es war unrentabel geworden. Viele weitere folgten. Nicht nur die Geburtshäuser schließen, es finden sich auch immer weniger Beleghebammen, die Krankenhausgeburten begleiten.
Der Grund: In Deutschland als freiberufliche Hebamme zu arbeiten, ist inzwischen weitestgehend unwirtschaftlich geworden. Und nun droht obendrein auch noch allen freiberuflichen Hebammen, durch den anstehenden Wegfall des Versicherungsschutzes, quasi ein Berufsverbot.
Bianca will das nicht hinnehmen und Weiterlesen