Bedienungsanleitung fuer schreiende Babys

Bedienungsanleitung für schreiende Babys

Schreiende Babys können für Eltern eine regelrechte Zerreißprobe darstellen. Sie fragen sich: Was hat es nur? Und vor allem: Was kann man dagegen tun?
In einer von mir betreuten Familie wird das sicherlich kein großes Problem darstellen. Die sechsjährige Cholly, große Schwester eines wenige Tage alten Babys, hat für ihre Eltern einfach mal eine Baby-Anleitung geschrieben:

Baby-Anleitung

Baby Anleitung

Schreibaby-Anleitung-2

1.) Wenn das Baby schreit: tragen
2.) Wenn das Baby schreit: die Brust geben
3.) Wenn das Baby schreit: schlafen legen
4.) Wenn das Baby schreit: schaukeln
5.) Wenn das Baby schreit: im Kinderwagen schieben
6.) Wenn das Baby schreit: ein Lied singen

Ich finde Cholly’s Liste schon nahezu perfekt und denke, wenn man die Punkte „abarbeitet“, dann hat man am Ende gute Chancen mit einem sehr zufriedenen Baby dazustehen.
In Cholly’s Familie ist andauerndes Schreien jedenfalls kein Thema.

Der Babyapparat

Natürlich funktionieren Babys nicht nach Gebrauchsanleitung. Natürlich findet man nicht immer einen Grund für das Schreien. Und natürlich wird man nicht jedes Schreien verhindern können. Denn die Wahrheit ist: Man wird ein Baby nicht ohne gelegentliche Schrei-Phasen groß bekommen. Das bedeutet natürlich nicht, dass Babys manchmal einfach Fehlfunktionen haben, die man nur reparieren müsste. Es bedeutet aber, dass man eben nur gewisse Probleme aufdecken kann: Windel voll, Hunger, müde – das zu bemerken ist relativ einfach, aber Bauchdrücken, jucken, schlecht geträumt, etwas wollen, aber noch nicht können… diese Dinge sind schwer, bis nicht zu erkennen.

Schreien ist einfach keine Störung, die man irgendwie wegmachen kann, wie eine Fehlfunktion. Schreien ist ein Ausdrucksmittel des Kindes. Und zwar sein deutlichstes. Und da muss man einfach eins sagen: Es wirkt!
Wenn ein Baby schreit, sind wir sofort auf Hab-Acht-Stellung. Unser Puls geht hoch, wir sind aufgeregt, voller Mitleid und wollen es abstellen – sofort! Und wenn das nicht funktioniert, sind wir fix und fertig. Bitte wo war noch mal der Abstellknopf?

Kuscheln hilft immer

Die viel hilfreichere Frage ist doch, wie man damit gut umgeht. Für das Kind ist dabei natürlich wichtig, dass es mit seinem Problem nicht alleine gelassen wird. Und das auch dann nicht, wenn man partout nicht heraus bekommt, was die Ursache ist. Das Baby auf den Arm zu nehmen und es einfach nur spüren zu lassen, dass man da ist und Trost spendet, ist oft schon die halbe Miete. Mein Sohn (7 Jahre alt) sagt: „Kuscheln hilft immer.“
Für die Mutter oder den Vater ist es natürlich notwendig selbst die Nerven zu bewahren. Das ist einfacher gesagt als getan und wenn man ein Kind hat, das einen diesbezüglich sehr fordert, braucht man gute Rückenstärkung vom Partner, von den Eltern, oder der besten Freundin. Entlastung ist oft ein echter “Schrei-Radierer”. Denn zufriedene und entspannte Eltern haben öfter auch zufriedene und entspannte Kinder.

Strategien entwickeln

Auch wenn, oder gerade weil das Babyschreien den gesunden Menschenverstand so heftig torpediert, macht es Sinn sich in einer ruhigen Minute ein paar Strategien für den Umgang mit der Stress-Situation zurecht zu legen. Ich glaube, die ganzen Babyratgeber florieren so, weil sie einem einen mehr oder weniger handfesten Plan an die Hand geben, was zu tun ist. Das könnt ihr auch selber herausfinden. So wie Cholly es vorgemacht hat. Hier sind ein paar stichpunktartige Anregungen und Hinweise, die euch helfen sollen euren eigenen Weg dabei zu finden:

  • 3 x tief durchatmen
  • Trost und Liebe spenden
  • Gezieltes Abwechseln mit dem Partner
  • Liste der Testhandlungen abarbeiten (Musik, um den Block laufen, Fön, gemeinsam tanzen…) Manchmal ist der eigentliche Schreigrund schon nicht mehr vorhanden und eine kleine Ablenkung wirkt Wunder.
  • Das Schreien bewusst aushalten (nach dem gecheckt wurde, dass es „nichts hat“)
  • Und atmen, immer atmen und so lang wie möglich versuchen eine innere Entspannung zu halten (und nicht daran verzweifeln, wenn es nicht klappt – das ist eine Mammutaufgabe!)
  • Wenn eine Strategie nicht klappt: kein Problem, weiter machen!
  • Der häufigste Grund für anhaltendes Schreien ist einfach Müdigkeit. Das heißt, wenn alles Andere versagt hat, ist es gut alle Aktivitäten fallen zu lassen, sich einfach mit dem Baby hin zu legen und zu warten, dass es einschläft. Das passiert meist schnell, sobald man es geschafft hat, sich selbst zu entspannen. Dann merkt das Baby: „Alles ist gut“ und es kann auch endlich abschalten.

Tip: Am besten klappt das natürlich auf dem Bauch der Mutter oder des Vaters, manchmal auch mit Hilfe des Tragetuches.
Erwartet nicht vom Baby, dass es auf Knopfdruck funktioniert – aushalten – atmen – lieb haben, heißt die Devise!

Nur Mut

Kennt ihr das auch, wenn euch im Leben manchmal einfach nur zum Heulen und Schreien zu mute ist? Dann hilft kein Zäpfchen und keine Tablette, sondern einfach nur in den Arm genommen zu werden und Trost gespendet zu bekommen.
Und das können alle Eltern gut. Nur Mut!

Handfeste Hilfe

Wer gerne noch mehr darüber wissen will, warum Babys schreien und was man alternativ noch dagegen tun kann (viel ist es nicht mehr), der kann in meinem Artikel „Abendliche Schreistunden“ noch etwas mehr erfahren.
Bei anhaltendem Schreien gibt es Hilfe in der Schreiambulanz. Wie die aussieht könnt ihr in folgendem Artikel der Süddeutschen Zeitung nachlesen.

Bevor ihr aber jetzt kuscheln geht, bleibt doch noch kurz hier und sagt mir, ob euch dieser Artikel geholfen hat, und wie eure eigenen Erfahrungen, Fragen und Strategien sind. Kommentare frei! ;-)

 



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20 Kommentare
  1. Stefanie
    Stefanie sagt:

    Guten Morgen,
    ich hab es schon oft festgestellt, dass unruhige Eltern oft unruhige Kinder haben und kann micht zum Glück nicht beschweren. Ich kenne das Problem Schreikind nicht und denke, es liegt auch an unserem ruhigen Umgang mit den Kindern. Wenn bei uns nämlich mal das Chaos ausbricht, merkt man das auch an sehr unruhigen bzw “kontrproduktiven” Kindern. Vom kleinen Sohn behaupten ja manche, er wäre so ein tiefenentspanntes Baby, weil ich in der Schwangerschaft noch viel Yoga gemacht habe, ob das das Geheimnis ist?
    Auf jeden Fall gibt es aber auch bei uns Schreitage bzw. -abende und dann hilft manchmal auch einfach, dass sich Papa des kleinen Mannes annimmt, der ist doch entspannter, als ich nach einem Tag mit Baby und vielleicht auch noch großem Bruder. Ein anderes gutes Mittel, ist Stillen, auch wenn es oft nur ein Nuckeln ist, um sich zu beruhigen.

    Oder wie dein Sohn sagt: Kuscheln hilft immer. Dem ist ja eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.

    LG

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    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Hallo Stefanie,
      sich abzuwechseln ist natürlich super. Vor allem, wenn sich die Stimmung im Laufe des Tages schon etwas aufgeheizt hat. Manchmal hilft es ja schon, zu wissen, dass man nun nicht mehr allein verantwortlich ist.
      Ob das Yoga dem Kleinen geholfen hat…? Der Mutter bestimmt;-)
      Liebe Grüße und weiter entspannte Zeiten!

      Antworten
    • Alexandra
      Alexandra sagt:

      Liebe Stefanie,
      einer Mutter mit einem Schreikind zu sagen sie sei selbst schuld und sie solle sich doch einfach entspannen…. kann nur von einer Mutter mit “pflegeleichten” Kindern kommen. Ich war völlig entspannt, als mein Sohn plötzlich zu schreien begann und für Monate jeden Abend brüllte. Man hat natürlich genug Zeit, sich zu fragen was er hat und was man falsch macht. Man weint mit, brüllt mit, und bekommt einfach keine Antwort. (stillen hilft auch nicht immer, macht es manchmal sogar schlimmer) Mein Trost ist, dass ich eine total enge Bindung zu meinem Sohn aufgebaut habe, da ich ihn ja jeden Abend, über Monate im Arm hielt und ihm “zugehört” habe, als er sich seinen Frust los schrie. Man hört dann einfach auf sich zu Fragen, was man noch tun kann. Denn es ist was es ist, sagt die Liebe.

      PS: Ich habe vor und während der Schwangerschaft Yoga gemacht. Solche banalen Lösungen helfen nicht, wenn es ums Schreien geht. Du hattest bisher halt einfach “Glück”.

      LG

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      • Stefanie
        Stefanie sagt:

        Hallo Alexandra,
        die sog. Schreikinder meinte ich eigentlich auch nicht- da gibt es oft andere Mechanismen, das ist mir klar. Aber ich kenne Kinder, die von Grund auf eher ruhig sind und durch zu vollgestopfte Terminpläne und ab- bzw. überhetzte Eltern total überdreht sind. Diese Eltern können sehr viel für die Unruhe ihrer Kinder, sehen oft aber das Problem nicht, denn das Baby schläft doch während der Autofahrt etc.- dass solche unruhigen Tage viel Stress bedeuten, wollen sie nicht wahrhaben. Eltern von Schreikindern haben oft ruhige Tagesabläufe und trotzdem schreit das Kind, ich finde, da muss man einen großen Unterschied machen.
        Verstehst du, was ich meine?
        LG Stefanie

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        • Rico
          Rico sagt:

          Hi Stefanie,
          da muss ich Alexandra recht geben. Zu sagen es liegt an den Eltern bloß weil das eigene Baby nicht schreit wenn man es zu Bett bringen will,ist leicht gesagt und ehrlich gesagt Quatsch.Du fragst dich jetzt wieso?? Weil mein erster Sohn total pflegeleicht war und nachts vielleicht einmal wach geworden ist.Einmal in den Maxi Cosi und schon war er wieder weg.Beim zweiten probieren wir alles aus was uns einfällt, sobald Routine rein kommt ,hat er wieder Schlafprobleme und wir müssen uns was neues einfallen lassen.Wie kannst du mir das erklären? Also kann es ja nicht an den Eltern liegen, die meisten Eltern geben ihr bestes.

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    • Karin
      Karin sagt:

      Hallo, ja, der artikel hat geholfen! Er hat mir ein lächeln ins gesicht gezaubert! Vielleicht auch deswegen, weil mein 5 wochen alter sohn nach fast 2 h immer wieder brüllen nun endlich in meinem arm eingeschlafen ist – und mich dafür einfach nur entschädigt! Und danke an meinen mann, der mich einfach im schlimmsten schreien in die badewanne hat schlüpfen lassen!

      Ich habe mich im artikel wiedergefunden und der satz: aushalten – atmen – lieb haben wird mir lange in erinnerung bleiben!

      Viele grüße,
      Karin mit johannes

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  2. Judith
    Judith sagt:

    Hallo,

    meine kleine Prinzessin schreit zum Glück nur gelegentlich – oder sagen wir mal je nach Phase. Für solche Fälle habe ich von einer Freundin den Tipp bekommen, es mal mit einer Babywippe auszuprobieren und es hat tatsächlich geklappt. Natürlich ist die Wippe kein Ersatz für das Kuscheln oder für das Bei-dem-Baby-Sein, aber meine Kleine wird durch die Schaukelbewegung ruhiger und für eine kurze Zeit ist es eben doch eine gute Lösung.

    lG

    Judith

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Schaukeln ist super! Am besten mit Mama oder Papa im Schaukelstuhl!
      Bei Wippen muss man immer schauen, wie die Babys auf Dauer darin liegen: Rücken gerade? Rücken gestaucht wie im Kindersitz?
      Eine Wiege ist da manchmal die bessere Lösung.
      LG
      Jana

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  3. Lena
    Lena sagt:

    Tolle Liste von Cholly :) Da merkt man, dass Kinder einfach ganz natürlich und intuitiv handeln, was vielen Erwachsenen leider verloren geht.

    Wenn unser Baby weint, sagt mein großer Sohn (4 Jahre) immer: “Mama, das Baby will Mimi trinken.” Oder: “Mama, das Baby muss mal Pipi. Halte sie mal ab.” Und ja, er merkt eigentlich immer, was seine Schwester gerade für ein Bedürfnis hat :) Das ist toll.

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  4. Johanna
    Johanna sagt:

    Nachdem meine Tochter schon nach kurzer Zeit super ins Bett ging und durchschlief, kippte es von einen auf den anderen Tag in Brüllen und Toben bis tief in die Nacht! Ich war nach vier Wochen am ende der Kräfte…..
    Und dann habe ich eingeführt, dass ich jeden Abend mit ihr zehn bis fünfzehn Minuten in meinem Bett mit ihr kuschel und wenn sie will stille! Und siehe da, die kleine Maus schläft wieder super ein und ich gehe wieder entspannt daran sie ins Bett zu bringen! Aber es war nicht leicht, selber wieder entspannt zu sein und ihr die Möglichkeit zu geben, zur Ruhe zu kommen…..

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  5. Nadine Lenz
    Nadine Lenz sagt:

    Hallo Jana,
    meine Tochter wird heute 1 Jahr und zur Feier des Tages habe ich mir ein Video aus ihrer schlimmsten Schreizeit angeguckt und mich gefreut, dass wir diese schlimme 4 Monate dauernde Phase überstanden haben. Das Video habe ich für die Schreiambulanz aufgenommen. Geholfen hat mir aber letztendlich mein Tragetuch. Inzwischen ist sie ein freundliches und ausgeglichenes Kind und wir freuen uns jedem Tag über sie. Meine Große ist 5 und liebt ihre Schwester sehr. Aber manchmal sprechen wir über die schwere Anfangszeit. Dann nehmen wir uns in die Arme und sind stolz auf uns. Die Große hat übrigens auch 4 Monate lang jeden Tag mehrere Stunden (meistens vor Müdigkeit) geschrien. Bei ihr war ein Föhn unsere Zauberwaffe. Das Geräusch brachte sie innerhalb von 5-10 Minuten zum Schlafen. Bei Mini war der Föhn wirkungslos. Warum ich das alles schreibe? Weil das Eltern von Schreikinder Mut machen soll. Die Phase geht vorbei! Auch wenn man sich das nicht vorstellen kann, irgendwann wird es besser. :-)

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Liebe Nadine, Danke für Deinen Beitrag! Ich glaube den Stress eines Schreikindes kann sich ein Außenstehender kaum vorstellen. Gut das Du ein Tragetuch und offensichtlich viel Geduld hattest. Glückwunsch zu zwei tollen Mädels nach einem harten Start.
      LG
      Jana

      Antworten
  6. Nadja
    Nadja sagt:

    Ich muss leider sagen, ich kann unsere Schreiambulanz hier nicht empfehlen!
    Da wäre man glaube ich bei einer guten Familien-) Hebamme, Stillgruppe oder gar AP-Gruppe besser aufgehoben. Denn hier wird leider nicht AP-freundlich/-affin beraten, sondern strikt die Förderung von selbstberuhigendem Verhalten der Babys anvisiert. Leider selbst auch dann, wenn es garkeine “wirklichen” Schreikinder sind und es auch andere Möglichkeiten der Schrei-Stoppung gäbe wie Stillen etc.
    Nach inzwischen viel Hilfserfahrung kann ich nur jedem raten: Ja, holt euch professionelle Unterstützung/ Beratung wenn Ihr nicht weiterwisst, aber achtet dabei immer auf Eurer Bauchgefühl & Instinkt!
    Und zu dem Tipp (den man manchmal gutgemeint erhält), ein Kind müsse sich seinen Kummer/Frust auch mal von der Seele schreien dürfen, hat meine Hebamme damals so schön gesagt: Wenn das Zwergi sich durch Stillen, Tragen,… beruhigen lässt, dann enthält man ihm gewiss keine Gefühlsbewältigung vor, denn wenn es in dem Moment nicht das wäre was das Baby braucht, dann würde es das auch nicht annehmen!

    Ich denke, das manchen Babys das Leben heutzutage einfach “zu viel” ist, zu hektisch, zu laut, zu wechselhaft. Das können die in ihren kleinen Köpfen einfach nicht so schnell verarbeiten. und das kann dann manchmal auch ganz plötzlich auftreten, weil die Wahrnehmungsmöglichkeiten der Außenwelt eines Babys sich ja ständig verändern und weil vielleicht auch irgendwann einfach der letzte Tropfen ins Faß platscht.
    Nicht aber auch zu vergessen die Kinder die oft von Anfang an viel weinen und unglücklich scheinen. Bei denen ist sicherlich der Prozentsatz der alleingeborenen Mehrlinge oder anderer (prä-) nataler Traumata sehr hoch. Da hat man dann sinngemäß die besten Chancen wirkliche Hilfe zu bekommen, wenn man sich auch diesen Ursachen widmet und nicht nur versucht an den Symptomen rumzuschrauben.

    Zum Schluß vielleicht noch ein anderer Tipp meiner Hebamme: Etwas in einer Dauerschleife vorzusingen wenn das Baby weint, ist schon deshalt gut, weil das auch für die eigene Psyche wie ein Mantra wirken kann, vorrausgesetzt man lässt sich darauf ein und schaltet den Kopf ein bisschen aus dabei. Sich selber etwas einlullen sozusagen :-)

    Antworten
  7. Schanett
    Schanett sagt:

    Hallo, danke für den Post. Wir haben aktuell eine Schrei-/Kreischphase. Die Maus ist 7,5 Monate und kreischt aus heiterem Himmel ganz laut los und hört nicht wieder auf. Meist möchte sie etwas, ich finde allerdings nicht immer heraus, was. Es ist schlimmer, wenn sie müde ist. Ich trage sie schon fast den ganzen Tag, aber sie ist sehr agil und springt mir nachmittags fast aus dem Mysol. Nachts geht es weiter, sie ist müde, aber kurz vorm Wegnicken fängt sie wieder an zu zappeln… Sie ist ein sehr unruhiger Geist. Ich hoffe, es ist nur eine Phase. Mir klingeln abends echt die Ohren, und es ist schwer, zugewandt zu bleiben, wenn sie über Stunden SO LAUT ist…

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Oh ja, das hört sich anstrengend an. Wahrscheinlich hilft nur ein sehr geregelter Tagesablauf, viel Reizabschirmung und Geduld. Toll, dass du sie so viel trägst! Hast du schon mal zwischendurch Pucken versucht?
      Halt die Ohren steif!
      Liebe Grüße
      Jana

      Antworten
  8. Sina
    Sina sagt:

    Meine kleine Maus kommt zwar erst im August, dennoch habe ich privat und lange Zeit als Erzieherin in der Krippe viel Schreien aushalten müssen und Erfahrungen sammeln dürfen was hilft. Bei älteren Kindern, so ab 8 Monaten, ist Ablenkung immer gut…ein Windspiel oder andere Kinder beobachten zum Beispiel und immer reden, reden, ich habe den Minis ganze Märchen erzählt, macht auch nix wenn ihr immer das selbe erzählt. Gut hilft auch einen Blick ins grüne zu werfen und erzählen was man alles sieht, Natur beruhigt.
    Natürlich muss man alles mögliche ausprobieren, denn Kinder sind so verschieden. Bei dem einem hilft das, bei dem anderem was anderes.
    Bei noch Kleineren habe ich immer ein sehr rhythmisches Lied gesungen, zum Beispiel das TV Lied von Flipper ;) und dazu im Takt gewippt oder geschaukelt ….innerhalb weniger Minuten beruhigen sich die Kinder oder schlafen sogar ein.
    Bin gespannt ob meine Tipps dann auch bei meinem Mini wirken.

    Antworten
  9. Nils Ackermann
    Nils Ackermann sagt:

    Die Liste ist toll! Wobei ich denke, dass ABLENKEN wirklich eine der sinnvollsten Methoden ist. Nur womit lenke ich ab, wenn mein Baby sich scheinbar in einen Unruhemodus eingeklinkt hat? Nuckel hilft immer, aber ist das die Lösung?

    Antworten
  10. frauke
    frauke sagt:

    Hallo ,
    der Beitrag ist gut besonders die Anleitung von der großen Schwester echt süß.
    Ich denke auch das es viel mit der persönlichen Stimmung zu tun hat wie sich ein Kind verhält. Ich merke es immer wieder an Tagen wo ich selber total gestresst bin ist auch meine Tochter anders drauf. So das man sich an diesen Tagen gegenseitig hochschaukelt.

    Also versuche ich so gut es geht entspannt zu wirken ;-)

    Antworten

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