Geburtsbericht: Eingeleitete Geburt nach Blasensprung

Geburtsbericht: Eingeleitete Geburt nach vorzeitigem Blasensprung

„Für mich gehört die Geburt meiner Tochter mit zu den schönsten Dingen, die ich bisher erlebt habe. Und das, obwohl es eine eingeleitete Geburt war, die ziemlich weh tat“, schrieb Mara, als sie mir den folgenden Geburtsbericht zur Verfügung stellte. „Denn an diesem Tag wurde unsere Tochter geboren und das war wunderschön.“
Ich fragte sie darauf hin nach dem Geheimnis ihrer positiven Geburtserfahrung. Und sie erklärte mir, dass es ihr vor allem Sicherheit gab, zu wissen, dass sie nicht alleine sein würde. In ihrem Mann hatte sie eine enorme Stütze: Denn er massierte ihr nicht nur permanent und in den unmöglichsten Positionen das Steißbein, sondern schenkte ihr immer wieder Kraft und Zuversicht. Und das half letztlich vielleicht am allermeisten. Außerdem hatte Mara das Gefühl, stets genau zu wissen, was in ihrem Körper passiert. Auch das war für sie wichtig und half ihr abzuschätzen, an welchem Punkt der Geburt sie sich jeweils befand. Das fühlte sich sehr selbstbestimmt an, wie sie sagt.
Aber beginnen wir am Anfang: Hier kommt Maras Geburtsbericht einer eingeleiteten Geburt nach vorzeitigem Blasensprung – wie immer mit kleinen Anmerkungen von mir in lila.

Blasensprung ohne Wehen

Am 29. September wurde ich morgens um halb sechs wach. Zwischen meinen Beinen fühlte es sich feucht an. Ich ahnte, dass die Fruchtblase geplatzt war. Auf der Toilette die Gewissheit, ja, das war Fruchtwasser das ich verlor.

Man spricht von einem vorzeitigen Blasensprung, wenn das Fruchtwasser vor dem Wehenbeginn abgeht.

Erst mal habe ich meinen Mann geweckt. Im Geburtsvorbereitungskurs hatte man uns gesagt, wir hätten in so einem Fall Zeit bis es los ging und sollten uns erst mal noch Ruhe gönnen. Schlafen konnten wir aber nicht mehr, dazu waren wir zu aufgeregt. Ich sprang also unter die Dusche, mein Mann machte Frühstück. Wir bummelten vor uns hin, bis wir gegen halb 10 ins Krankenhaus fuhren. Wehen hatte ich noch nicht.

Im Krankenhaus angekommen machte Hebamme S. erst mal ein CTG. Die Erkenntnis daraus: Unsere Tochter war topfit, aber keine einzige Wehe zu sehen. Die Fruchtblase war allerdings wirklich geplatzt, während der Muttermund noch komplett verschlossen war und auch der Gebärmutterhals noch stand. Es sah nicht so aus, als wenn es los gehen würde. Die Ärztin machte noch einen Ultraschall, das Baby lag in einer guten Geburtsposition und es war (logischerweise) nur noch wenig Fruchtwasser da.

Natürlich ist nach einem Blasensprung erst mal weniger Fruchtwasser da. Manche Frauen haben dann Angst vor einer „Trockengeburt“. Aber glücklicherweise wird weiterhin Fruchtwasser (in kleinen Mengen) nachgebildet, so dass bei der Geburt immer noch ein wenig davon vorhanden ist.

Erst mal abwarten

Wir wurden aufgenommen und durften unser Familienzimmer beziehen. Mein Mann blieb direkt bei mir im Krankenhaus. Wir wussten ja nicht, wann es jetzt losgehen würde. Den Tag verbrachten wir lümmelnd auf unserem Zimmer. Zwischendurch ging es immer wieder zum Kreißsaal zum CTG schreiben.
Leider tat sich nichts. Irgendwann hatte ich etwas Blut im Schlüpfer. Dass das Zeichnungsblutungen waren, erfuhr ich dann später.

Wenn sich der Muttermund etwas lockert, geht aus den innenliegenden kleinen Gefäßen oft etwas Blut ab – die sogenannte Zeichnungsblutung. Sie ist immer ein gutes Zeichen dafür, dass sich etwas tut.

Im Laufe des Tages lernten wir alle Hebammen der Früh-, Spät- und Nachtschicht kennen. Alle waren sehr nett zu uns. Trotzdem zeigte sich bis zum Abend keine einzige Wehe.
Wir gingen erst mal schlafen. Genau 18 Stunden nach dem Blasensprung bekam ich Antibiotika per Tropf, um eine mögliche Infektion zu bekämpfen und unsere Tochter davor zu schützen.

Das ist ein Standardprozedere. Denn natürlich vorhandene Keime können – ohne den Schutz der Fruchtblase – nun zum Kind aufsteigen und dort zu einer Infektion führen. Diese Gefahr nimmt mit der Zeit (nach dem Blasensprung) entsprechend zu.

Nach dem Tropf merkte ich ein regelmäßiges, leichtes Ziehen im Rücken. Ob das Wehen waren? Doch der Schmerz war gut zu ertragen und ich schlief erst mal ein.

Eingeleitete Geburt

Am nächsten Morgen erwachte ich… Ohne Wehen… Somit war klar, dass die Geburt eingeleitet werden würde.
Um halb 10 gingen wir zum Kreißsaal. Hebamme S. empfing uns und machte ein CTG. Wieder war unsere Tochter topfit und wieder waren keine Wehen zu sehen. Es kam eine der Assistenzärzte zu uns und klärte uns über die Einleitung auf. Die Wehen sollten nun künstlich erzeugt werden. Dazu bekam ich Misoprostol. Ein Medikament, dass das Hormon Prostaglandin enthält, das normalerweise Wehen erzeugt. Dadurch versprach sich das Klinikteam, dass ich endlich Wehen bekam. Wir gingen wieder zurück zu unserem Zimmer.

Misoprostol oder auch Cytotec ist ein Mittel, das eine dem Prostaglandin ähnliche Wirkung hat. Das heißt, es wirkt wie ein Wehenhormon. Ursprünglich wurde es mal als Mittel gegen Magengeschwüre hergestellt. Die eindeutig Wehen erzeugende Wirkung stellte sich dann erst später heraus. Bis heute ist Cytotec nicht offiziell für die Geburtshilfe frei gegeben. Das führt dazu, dass man für die Verwendung eine Einverständniserklärung ausfüllen muss. Cytotec wird in Deutschland aber schon seit circa 20 Jahren verwendet. Inzwischen ist die richtige Dosierung und Wirkweise also ziemlich gut bekannt.

Um 11:41 merkte ich die erste eindeutige Wehe. Die Wehe war nicht unangenehm. Sie fühlte sich etwas heftiger als die Schmerzen bei der Periode an. Der Abstand zwischen den Wehen lag bei etwa 15 Minuten. Das war gut auszuhalten.
Um 13:00 ging es wieder Richtung Kreißsaal. Wieder wurde ein CTG geschrieben. Mittlerweile hatte Hebamme A. ihre Schicht angetreten. Die Wehen waren endlich auf dem CTG zu sehen. Das Medikament wirkte also. Um die Wehen weiter voran zu bringen gab es um 14:00 die zweite Dosis. So ausgestattet ging es wieder zurück in unser Zimmer.

„Jede Wehe bringt uns unsere Tochter näher“

Gegen 15:00 wurden die Wehen sehr intensiv. Mit circa einer Minute Pause stürmten die Wehen auf mich ein. Ich musste mich bewegen. Lief im Zimmer auf und ab. Versuchte verschiedene Positionen, um die Wehen zu verarbeiten. Die eine ging in der Hocke super, die andere abgestützt auf dem Bett… Ich versuchte mir vorzustellen, wie unsere Tochter mit jeder Wehe einen kleinen Schritt weiter zu uns kommt. Leider waren die Pausen so kurz, dass ich kaum Zeit hatte, mich auf die nächste Wehe einzustellen. So machten wir uns wieder auf in Richtung Kreißsaal.
Wieder wurde zuerst ein CTG geschrieben. Die Wehen waren gut zu sehen. Um sie erträglicher zu machen bekam ich Buscopan und für den Flüssigkeitshaushalt eine Infusion.

Buscopan ist muskelentkrampfend und wirkt sich meist positiv auf den Muttermund aus; es macht ihn weicher. Die Infusion verstehe ich nicht so ganz. Du konntest ja eigentlich noch gut trinken, nehme ich an. Vielleicht hat man aber am CTG einen Flüssigkeitsmangel gesehen (das kann man an den Herztönen erkennen) und wollte einfach nur ganz sicher gehen?

Wir gingen zurück auf unser Zimmer.

Rückenmassagen & ein Entspannungsbad

Dort kam ich irgendwann auf die Idee, dass mein Mann mir den Rücken massieren könnte. Oh, das tat gut und half tatsächlich ein bisschen. Nach etwa einer Stunde, wurden die Wehen sehr schmerzhaft, so dass wir wieder zurück in Richtung Kreißsaal gingen. Hebamme W. öffnete uns die Tür mit den Worten: „Ah, wenn die Frauen in den Infusionsständer beißen, dann mögen wir das.“

Mögen wir?!

Wieder ein CTG. Eigentlich sollte ich liegen, doch das ging zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr. Ich musste stehen und mich bewegen. So hatte das nicht wirklich Sinn. Die Hebamme tastete nach dem Muttermund; dieser war zwei Zentimeter geöffnet.
In meinem Kopf ratterte es sofort: Noch acht Zentimeter, noch acht Stunden, uff, das war noch lang, aber es ging voran.

Ja, aber nur dann, wenn eine Geburt genau nach Lehrbuch abläuft. Aber welche Geburt tut das schon…?

Die Hebamme schlug mir vor, dass ich im Badezimmer ein Entspannungsbad nehmen durfte. Tolle Idee, das wollte ich probieren. Wir ließen das Wasser ein, schön warm und was tat das gut! Endlich konnte ich mich zwischen den Wehen etwas entspannen.

Das Baden im schönen warmen Wasser ist ja bekanntlich eines der effektivsten natürlichen Schmerzmittel. Immer wieder gut!

Nach einiger Zeit veränderten sich die Wehen wieder. Meinen Mann ließ ich nun nicht mehr von meiner Seite. Er hatte die Aufgabe, mir bei jeder Wehe den Rücken zu massieren. Das half in Kombination mit dem warmen Badewasser super.
Im Badewasser, im Vierfüßlerstand und mit einem Rücken massierenden Mann arbeitete ich mich durch die Wehen. Kurz bevor ich am Rande meiner Kräfte war, merkte ich, ich muss groß aufs Klo.

Es kommt!

Mein Mann half mir aus der Wanne. So gut es ging trocknete ich mich ab, während mein Mann der Hebamme Bescheid sagte, dass ich „groß aufs Klo“ musste. Die Hebamme horchte auf. Nach dem Bad sollte eigentlich noch ein CTG geschrieben werden, aber hoppla innerhalb der Stunde in der Wanne hatte sich der Muttermund auf 8 cm geöffnet.
So ging es direkt in den Kreißsaal Nummer 2. Hier sollte unser Kind also zur Welt kommen. Ich legte mich auf das Kreißbett. Kurz huschte der Gedanke über andere Gebärpositionen durch meinen Kopf, aber das war mir in dem Moment alles egal, dann musste ich halt den Steißbeinhügel bergauf pressen. Das würde schon klappen.

Ooooch, wie schade. Warum solltest du denn im Liegen pressen? Man muss nicht liegen! Meistens geht alles Andere nämlich deutlich besser… *grummel*

Innerhalb der (gefühlt) nächsten fünf Minuten hatte sich der Muttermund vollständig geöffnet und ich durfte endlich pressen. Oh, das tat so gut und ich verstand sofort, warum die Hebamme meinte: „Lachgas brauchst Du jetzt nicht mehr“. Die Presswehen waren so angenehm.

Das geht vielen Frauen so, dass die Pressphase geradezu als angenehm erlebt wird. Verrückt, aber wahr.

Innerhalb der nächsten 30 Minuten schob sich unsere Tochter zielstrebig durch mein Becken auf diese Welt. Welche Erleichterung, als sie von mir um 20:15 geboren wurde und das, mit ihrem ersten Schrei, der Welt kundtat. Mein Mann brach vor Glück in Tränen aus. Dann legte mir die Hebamme mein Kind auf die Brust. Ein überwältigendes, unglaubliches Gefühl!
Mein Mann schnitt die Nabelschnur durch und wir durften alle zusammen erst mal kuscheln.
Mein Mann war auch so glücklich, dass unsere Tochter auf der Welt war und wir waren beide sehr stolz auf unser kleines perfektes Mädchen.

Die Geburt war ein tolles Erlebnis. Am Wichtigsten war für mich die Unterstützung durch meinen Mann. Ohne ihn hätte ich das nicht geschafft. Toll fand ich auch, dass Hebammen und Ärzte gut zusammen arbeiten. Während die Ärztin mir die PDA anbieten wollte (und die hätte ich vor der Wanne auch genommen), schlug die Hebamme die Wanne vor. Die half super, so dass ich keine PDA brauchte. Trotz Einleitung habe ich im Nachhinein ein sehr positives Gefühl, wenn ich an Hannah’s Geburt denke. Ich bin sehr dankbar, dass ich das so erleben durfte.

Mit etwas Abstand betrachtet:

Wir haben die Geburt unserer Tochter später noch mal Revue passieren lassen. Was mich gewundert hat ist, dass mein Mann die ganze Zeit nicht an mir gezweifelt hat. Für ihn war es total klar, dass ich das schaffe. Ich war zweimal an dem Punkt, wo ich selbst dachte, ich schaff das nicht. Einmal kurz bevor es in die Wanne ging und das zweite Mal, kurz bevor die Presswehen los gingen. Dass mein Mann so an mich geglaubt hat, hat mir viel Kraft geschenkt.

Liebe Mara, vielen Dank für Deinen Bericht.

Viele Frauen hadern mit sich im Nachhinein, wenn es eine eingeleitete Geburt sein musste. Sie sagen, die künstlichen Wehen sind viel schlimmer gewesen, als spontan entstandene. Und auch, wenn man natürlich nie wissen kann, wie es denn anders gewesen wäre, macht das meiner Meinung nach schon Sinn. Denn bei künstlich eingeleiteten Wehen hängen die körpereigenen Schutzmechanismen nun deutlich hinterher: Die „positiven“ Hormone, die zum Abpuffern des Wehenschmerzes gebildet werden, brauchen für die Entstehung jetzt einfach länger.

Trotzdem muss eine Einleitung ja auch manchmal sein. Um so besser, dass Mara trotz der Einleitung eine schöne Geburt hatte. Aus meiner Sicht haben ihr dabei zwei wichtige Faktoren ganz sicher geholfen:

  • Die positive Einstellung zu den Wehen: „Wehen sind gut, denn sie bringen mir mein Kind!“
  • Ein richtig guter Geburtsbegleiter, der auch noch an sie und ihre Kraft glaubte, als sie das selbst nicht mehr konnte. Das ist etwas ganz großartiges und damit hat auch Maras Mann entscheidend zu einer guten Geburt beigetragen.

Und wie bereitet ihr euch auf eine schöne Geburt vor? Was ist (oder war) euch wichtig? Habt ihr einen Plan dafür, wenn es anders kommt als erwartet?



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8 Kommentare
  1. J.B.
    J.B. sagte:

    Hach da muss ich gleich weinen… Ein wirklich schöner Geburtsbericht, danke für’s teilen!

    Die Geburt meines Sohnes liegt nun knapp 2 Wochen zurück und wurde auch eingeleitet. Allerdings ohne vorzeitigen Blasensprung sondern aus anderen Gründen.

    Aber wie Mara hatte ich eine wundervolle Geburt – dank meines Mannes und dank einer ganz fantastischen Hebamme!

    LG

    Antworten
  2. A Bullerbü Life
    A Bullerbü Life sagte:

    Mir hat eine vertraute Umgebung und vertraute Menschen um mich herum geholfen. Das hat mir Sicherheit und Geborgenheit gegeben. Und gleichzeitig hat es dafür gesorgt, dass ich meine Kinder gebären konnte und nicht entbunden wurde.

    Ich hoffe, dass zukünftige Geburten ähnlich verlaufen können.

    Antworten
  3. Krokodil
    Krokodil sagte:

    Auch ich hatte vor gut zwei Jahren eine eingeleitete Geburt. Es war meine erste und hatte von der erstem Wehe bis zum Schluss knappe drei Stunden gedauert. Die Geburt verlief heftig & ich war durch die Schmerzen in einem absoluten Rauschzustand. Was hat mir geholfen? Die Hebammenschülerin, die sich (ohne Unterbrechung) liebevoll & wenn nötig energisch, um mich gekümmert hat. Im Kreissaal war gerade High-life & ich bin immer noch dankbar die junge Frau an meiner Seite gehabt zu haben.
    Zum Geburt selbst kam der Chefarzt hinzu. Der Satz, der mir noch in den Ohren klingt (von der Hebammenschülerin) ist: „Glückwunsch! Erste Geburt, drei Stunden, keine Verletzung & Chefarztbehandlung – das werden wir beide wohl nicht mehr erleben. Wann sehen wir uns wieder?“

    Antworten
  4. Kathrin
    Kathrin sagte:

    Meine wichtigste Vorbereitung auf die Geburt meines zweiten Kindes war Kommunikation. Erstmal mit mir selbst um herauszufinden was mir wichtig ist und dann mit meinem Mann und meiner Hebamme, damit sie mich auf meinem Weg unterstützen können.
    Wichtig war mir eine interventionsarme Geburt, bei der ich mich viel bewegen und mein Kind gedanklich willkommen heißen wollte. Insgesamt habe ich das ganze aber immer vom Ergebnis her betrachtet: Ich wollte vor allem ein gesundes Kind und das möglichst schnell.
    Der Plan für andere Geburtsverläufe war ganz klar: ich vertraue meiner Hebamme. Was sie an Maßnahmen vorschlägt hätte ich ohne zu hadern mitgemacht. Und obwohl ein Kaiserschnitt für mich eine schreckliche Vorstellung ist, hätte ich diesen freudig begrüßt, wenn er notwendig geworden wäre. Hauptsache mein Kind wäre gesund!
    Dabei herausgekommen ist übrigens eine ungeplante Hausgeburt, bei der mein Kind es derart eilig hatte, dass ’nur‘ der Papa als Geburtshelfer zur Stelle war. Rückblickend kann ich sagen, dass wir beide einen hervorragenden Job gemacht haben. Wir sprechen von dieser Geburt auch meist mit einem stolzen Grinsen im Gesicht.

    Antworten
  5. Nadine
    Nadine sagte:

    Nachdem ich eine nicht so schöne Geburt mit Einleitung hatte, die letztendlich trotz großem „Kampf“ mit einem Kaiserschnitt und Kind in Kinderklinik endete, werde ich beim nächsten Mal einen geplanten Kaiserschnitt haben. Selbstbestimmte Geburt kann halt manchmal auch das bedeuten.

    Antworten
  6. Jule
    Jule sagte:

    Ein toller Bericht.
    Mein Mann war auch meine wichtigste Stütze. War mein stiller Cheerleader ohne den es nicht gegangen wäre. Ohne ihn hätte ich die PDA genommen- und sämtliche anderen Dinge.
    Ich habe mir ehrlich gesagt vorher nicht wirklich Gedanken darüber gemacht wie ich die Geburt haben möchte. Die Schwangerschaft war rückblickend keine schöne Zeit, mit viel Angst und Stress. Ich wollte einfach ein gesundes Kind.
    Im Nachhinein würde ich aber meine Geburt als schön bezeichnen. Auch ich hatte das Glück 12 Stunden eine Hebammenschülerin an meiner Seite zu haben, und eine Hebamme die es geschafft hat meinen kleinen Sternengucker doch noch unter den Wehen zu drehen.

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  7. Katja
    Katja sagte:

    Etwas verspätet möchte ich auch noch auf den tollen Geburtsbericht antworten. Er spricht mir sehr aus der Seele. Auch ich hatte einen vorzeitigen Blasensprung und habe dann zwei volle Tage gekämpft bis unser kleiner Schatz auf die Welt gekommen ist. Am zweiten Tag lag ich von 12:00 bis 23:39 Uhr mit immer stärker werdenden Wehen im Kreissaal. Aus den anderen Räumen hörte ich nach und nach, wie andere Frauen ihre Kinder auf die Welt brachten und irgendwann fragte ich mich, warum das bei mir nur so unendlich lange dauerte. Ich verlor mit jeden Stunde, die verging, den Mut und die Kraft die Geburt durchzustehen. Mein Mann zweifelte aber auch kein Stück an mir, er war wie ein Fels in der Brandung. Ruhig, liebevoll und aufmerksam und ich muss sagen, dass ich ihn nach diesem Tag direkt noch einmal geheiratet hätte, weil er so wunderbar war. Ich wünsche allen Frauen, dass sie jemand bei diesen schweren Stunden begleitet, denn ich denke, dass dies wohl wichtiger ist als alle Schmerzmittel zusammen.

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagte:

      <3 absolut richtig! Ein guter Begleiter ist ein effektives Schmerzmittel, ein Motivator und einfach großartig, bei einer Geburt.
      Ich finde auch, dass Paare nach einer gemeinsam gemeisterten Geburt, oft noch inniger zusammenkommen.

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