Milchpumpen - mieten - kaufen – nutzen

Milchpumpen – mieten – kaufen – nutzen

Gründe für den Einsatz von Milchpumpen gibt es viele: Wunde Brustwarzen, Trinkschwäche des Babys, Milchstau, zu viel Milch, zu wenig Milch… Oder wenn Frauen während der Stillzeit arbeiten, bzw. einfach mal wieder ausgehen wollen. All das sind ja keine zwingenden Gründe gleich abzustillen. In diesem Artikel gebe ich ein paar Tips rund um das Abpumpen, sowie die richtige Pumpenwahl und beschreibe darüber hinaus, was ich „meinen“ Frauen in diesen Fällen empfehle*.

Die Mietpumpe

Wenn auf Grund eines akuten Problems, z.B. bei wunden Brustwarzen, nur vorübergehend abgepumpt werden muss, macht es Sinn sich eine Leihpumpe zu besorgen. Das funktioniert so: Das Milchpumpenrezept bekommt man vom Frauen- oder Kinderarzt. Damit kann man sich in vielen Apotheken eine Milchpumpe „auf Rezept“ – plus Mietkaution von ca. 100,- € – ausleihen. Das Rezept ist in der Regel für vier Wochen gültig und kann bei Bedarf jeweils um zwei Wochen verlängert werden. Ausnahmen sind nach Absprache mit dem Arzt natürlich immer möglich. Sobald das Problem behoben ist, gibt man die Pumpe zurück.

Pumpenalarm

Man kann die Pumpe übrigens auch sofort leihen und das Rezept später nachreichen. Wenn das Problem also sehr akut ist oder der Arzt gerade keine Sprechstunde hat, ist das sehr hilfreich. Einige Männer haben ihren Frauen schon bei der Nachtapotheke eine Pumpe besorgt und so, bei einem heftigen Milchstau, für die dringend notwendige Entlastung gesorgt.
Tip: Einige Apotheken haben sogar einen Lieferservice und bringen einem tagsüber die Pumpe ganz bequem nach Hause.

Kleine Fluchten

Vielleicht gibt es aber auch gar kein Problem, sondern es kommt der Moment in dem man nach der ersten, intensiven Babyzeit einfach mal wieder ausgehen möchte. Wenn man also stillt, kommt es jetzt bei der Frage: „Wie viel Abwesenheit kann ich mir erlauben?“ auf den aktuellen Stillabstand an. Bei angenommenen drei Stunden ist ein einfacher Kinofilm inklusive Werbung, sowie Hin- und Rückweg schon eine echte Herausforderung. Entspannter ist es, man hat sich eine kleine Milchreserve zugelegt, die der Papa, die Oma oder der Babysitter bei Bedarf verfüttern kann. Dann reicht es vielleicht auch noch für einen netten Plausch in der Bar.

Die Handpumpe

Für seltene oder kleine Überbrückungsmaßnamen reicht eine einfache Handpumpe vollkommen aus. Allseits bewährt und am weitesten verbreitet sind die Pumpen von Medela. Als „Gelegenheitslösung“ empfehle ich das Modell „Harmony“. Sie ist mit ca. 56,- € (Preisempfehlung des Herstellers) erschwinglich und funktioniert einwandfrei. Darüber hinaus ist sie auf zwei Stufen regulierbar und imitiert somit das kindliche Saugverhalten. Sie ist unhörbar leise und passt locker in die Handtasche. Damit kann sie einen ganz easy retten, wenn man sich z.B. bei der Freundin verquatscht hat und auf einmal bemerkt, dass einem gleich die Brust „platzt“.

Pumpen on the Job

Wenn man schnell wieder arbeiten muss oder will, kommt man mit einer Handpumpe nicht weit. Ich habe da selber einschlägige Erfahrungen gemacht.
Nach der Geburt meiner Tochter bin ich nach fünf Monaten wieder voll arbeiten gegangen. Ich wollte dennoch unbedingt weiter stillen. Also stillte ich sie vor der Arbeit und pumpte während eines 8-Stunden-Dienstes einmal ab. An meinem Arbeitsplatz stehen ja glücklicherweise Milchpumpen zur Verfügung.
Ich ging in meiner Stillpause auf die Wochenbettstation ins Stillzimmer und pumpte mit der elektrischen Super-Luxus-Doppelmilchpumpe ratz-fatz ab. Zwanzig Minuten später war ich wieder entspannt an meinem Arbeitsplatz im Kreißsaal. Nach dem Dienst fuhr ich schnell zu meiner Tagesmutter, die in der Zwischenzeit meine Milch vom Vortag an meine kleine Raupe verfüttert hatte. Für den Rest des Tages und nachts war dann wieder Stillen angesagt. Das hat bei mir sehr gut geklappt. So einfach haben es die meisten Frauen auf der Arbeit aber leider nicht.
Übrigens: Eine zusätzliche (!) Stillpause von insgesamt 2 x 45 Minuten (innerhalb von acht Arbeitsstunden) steht, laut Mutterschutzgesetz allen Frauen zu; und zwar während der gesamten Stillzeit! Aber in der Regel gibt es kein geeignetes Stillzimmer, geschweige denn eine Milchpumpe. Also was tun?

Elektrische Milchpumpen

Als Erstes muss eine geeignete Pumpe angeschafft werden. Wenn wirklich fast täglich gepumpt werden soll, rate ich in jedem Fall zu einer elektrischen Pumpe. Andernfalls ist euch die Sehnenscheidenentzündung sicher ;-). Ich persönlich schwöre auf die Pumpen von Medela und Ardo – in Bezug auf Stabilität und Zuverlässigkeit habe ich mit diesen Herstellern einfach die besten Erfahrungen gemacht.
Von Medela gibt es zunächst das günstige und handliche Basismodell „Mini Electric“ für knapp 100,- €. Funktioniert einwandfrei, ist aber sehr laut und hat nur eine Saugstufe.
Das Mittelklassemodell heißt „Swing“. Diese Milchpumpe hat, dem kindlichen Saugverhalten angepasst, zwei Saugstufen, ist sehr effizient und vor allem leise! Das kann im Büro oder auch nachts wichtig sein. Sie passt ebenfalls noch recht gut in die Handtasche, kostet aber auch schon knapp 180,- €, bzw. 240,- € als Doppelset: Damit kannst du beide Seiten gleichzeitig abpumpen.
Das Ardo-Equivalent wäre dann die “Calypso” , als Einfachpumpe für 124,99€, bzw.”Calypso to go“, im Doppelset & Tasche für unterwegs für den Preis von 208,30€.

Zu guter Letzt gibt es noch das High-End-Modell „Symphony“ – für schlappe 1750,- €. Dieses Modell durfte ich damals benutzen. Es ist das Standardmodell für Kliniken, wird auch von Apotheken zum Verleih angeboten und man kann es eben auch für zu Hause kaufen. Sie ist quasi der „Mercedes unter den Milchpumpen“, aber natürlich nicht mehr ganz so handlich, und damit eher was für den Hausgebrauch (z.B. für Homeofficer). Wer sich für diese absolute Luxusmaschine entscheidet, kann sie am Ende der Stillzeit sicherlich auch gut weiter verkaufen!

Einfach pumpen – so geht’s

Bei Frühchen oder kranken Kindern bitte immer die besonderen Empfehlungen der Klinik beachten!
Saubere Hände sind natürlich Voraussetzung. Darüber hinaus gilt auch die Empfehlung, die Brust mit einem Waschlappen und klarem Wasser abzuwaschen (nun ja, schaden wird’s wohl nicht). Dann pumpt man die Milch einfach ab. Und „einfach“ meine ich wörtlich. Wer will kann sich natürlich ein Schulungsvideo bei Youtube anschauen. Das verlinke ich hier jetzt aber nicht.
Wenn man bei der Arbeit, also ohne Kind in der Nähe pumpt, ist es gut ein Foto anzuschauen oder intensiv an das Baby zu denken. Die Milch fließt dann einfach besser. Wenn man einen Rückgang der Milchmenge feststellt – ich hatte das nach mehreren Nachtdiensten am Stück öfter mal – sollte man, auch wenn die Milch schon nicht mehr fließt, noch etwas länger pumpen. Nach ungefähr 20 Minuten Pumpzeit ist die Ausschüttung des Stillhormons Prolaktin eigentlich wieder ausreichend gegeben. Die Milchmenge steigert sich in der Regel spätestens dann wieder, wenn man eine intensivere Zeit mit dem Kind verbringt. Bei mir war das nach einem Wochenende spätestens wieder der Fall.
Nach dem Pumpen sollten alle Teile, die mit Milch in Berührung gekommen sind, abgewaschen werden. Einmal pro Tag muss dann alles ausgekocht, oder dampfsterilisiert werden.

Aufbewahrung und Fütterung

Die Muttermilch ist vier Stunden bei Zimmertemperatur, 48 Stunden im Kühlschrank, oder ein halbes Jahr im Drei-Sterne-Gefrierfach haltbar. Man kann sie entweder im verschlossenen Fläschchen oder in kleinen Gefrierbeuteln in das Eisfach stecken. Datum drauf schreiben nicht vergessen (first in first out)! Natürlich gibt es auch spezielle Gefrierbeutel von den verschiedensten Firmen, mit den unterschiedlichsten Gimmicks. Die Easyfreze Muttermilchbeutel (Ardo) haben sogar einen integrierten Wärmeindikator. Grundsätzlich sind allerdings Einmalbeutel auf Dauer nicht ganz günstig, weswegen ich zu kleinen Fläschchen oder anderen Lebensmittel-echten-Gefäßen raten würde – auch aus Nachhaltigkeitsgründen.
Ich höre immer wieder den Tip Muttermilch in praktischen Einmal-Eiswürfelbeuteln einzufrieren. Aber gerade hier kann ich nur zu guter Beschriftung raten. Ich hörte schon davon, dass sich Gäste über die milchige Färbung ihrer Drinks wunderten… ;-)
Bei Bedarf kann die gefrorene Milch dann im Wasserbad auf dem Herd oder, wenn es ganz schnell gehen muss, unter fließend heißem Wasser auf Körpertemperatur erwärmt werden. Bitte die gute Muttermilch nicht in die Mikrowelle stecken. Das zerstört kostbare Bestandteile wie Antikörper und Enzyme. Milch, die einmal aufgetaut wurde, sollte innerhalb von vier Stunden verfüttert oder dann verworfen werden. Sonst können sich schädliche Keime bilden.

Mieten oder kaufen

Zur Miete (ohne Rezept) ist nur die oben beschriebene „Symphony“ zu haben. Allerdings lohnt sich das nicht wirklich. Denn schon nach einem Monat Mietdauer hätte man das Geld für die „Mini Electric“ verbraucht.
Kaufen kann man die Pumpen von Medela & Ardo eigentlich überall: Bei Apotheken, Babyfachhändlern und direkt bei entsprechendem Fachpersonal wie z.B. Hebammen oder Stillberaterinnen. Und ab sofort in meinem Shop zum Blog.

Pumpen, stillen, arbeiten…
Wie klappt das Abpumpen bei euch? Gibt es andere Hersteller, die ihr empfehlen würdet? Welche Erfahrungen mit dem Still-Spagat habt ihr gemacht?

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Meine Produktempfehlungen für dich

Die Medela Milchpumpen sind Teil meiner täglichen Hebammenarbeit und haben sich bei den von mir betreuten Familien bereits vielfach bewährt.
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22 Kommentare
  1. Kiki
    Kiki sagt:

    Hi!
    Ich schreibe mal als Tochter von zwei Apothekern, die inzwischen auch aushilfsweise in der Apotheke mitarbeitet.
    Bereits vor einigen Jahren haben einige Apotheken aufgehört Milchpumpen zu verleihen. Es werden beständig mehr, inzwischen ist auch die Apotheke meiner Eltern betroffen.
    Grund dafür: Durch die Gesundheitsreformen ist immer weniger Geld da, es lohnt dich nicht mehr, ein kostendeckendes Arbeiten ist nicht mehr möglich. Und ab einen gewissen Punkt ist das dann auch nicht mehr tragbar.
    Ich kenne im Umkreis meiner Eltern und im Freundeskreis keine Apotheke, die noch Milchpumpen verleiht.
    Und eine Apotheke zu erwischen, die sowohl Milchpumpen als auch Notdienst hat – ziemlich unwahrscheinlich.

    Antworten
    • Sabeth
      Sabeth sagt:

      Hallo-
      Ich habe unseren ersten beiden Kinder jeweils 2 Jahre gestillt (bis sie fertig waren ;-)) – und jeweils auch taeglich abgepumpt (mit einer eigenen Pumpe), da ich auch wieder gearbeitet hatte. Unser drittes Kind kam mit einer beidseitigen Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte zur Welt.. Ich habe 1 Jahr lang gepumpstillt – mit dem Mercedes unter den Pumpen :-) den ich mir bei unserer Apotheke ausleihen konnte – und wurde von unserer Apotheke und meiner Frauenaerztin dabei unterstuetzt. Wenn die Rezepte jeweils stimmen, ist es fuer die Apotheke auch kein Problem. Natuerlich ist es schwierig alle 4 Wochen ein neues Rezept zu organisieren- insbesondere dies mit den 3stuendigen Pumpsitzungen und 3 anderen Kindern zu koordinieren, aber wir haben es geschafft und sind alle stolz darauf ;-) besonders darauf, wie toll sich unser 3.Kind entwickelt. Schade finde ich nur, dass ich die Muttermilch die ich uebrig hatte niemandem spenden konnte.

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    • Lisa
      Lisa sagt:

      Apotheken sind heute immernoch extrem profitable Unternehmen. Sehr schade, dass man da keine Milchpumpen mehr anbieten möchte, weil damit kein Geld verdient wird. Vielleicht sollten Mütter ihren Babybedarf dann lieber online bestellen. ;)

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  2. Bianca
    Bianca sagt:

    Hallo,

    super Artikel! Ich hab mir die Ardo Calypso zuerst geliehen und dann gekauft bzw eigentlich ersteigert! Also ebay ist da echt eine super Sache wenn man ein bisschen Zeit hat und Geduld :). Mir war es ganz wichtig eine eigene Pumpe zu haben, da bei uns das Stillen am Anfang sehr schwierig war. Zuerst hatte ich nur eine Pumpe geliehen und da merkte ich schon dass das nicht so einfach war, da auch bei uns die Apotheken kaum mehr Pumpen haben und auch die Krankenhäuser kaum welche haben zum verleihen. Fühle mich mit meiner Pumpe superwohl, sehr unabhängig und ich würde sie sehr vermissen. Funktionieren tut sie auch super und ist sehr angenehm da man super regulieren kann wie schnell und wie stark sie pumpen soll. Ich würde auf alle Fälle diese Pumpe jedem empfehlen!

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  3. Sylvie
    Sylvie sagt:

    Ich bin nach 6 Monaten wieder arbeiten gegangen und habe etwa drei Monate lang jeden Vormittag einmal abgepumpt. Zum Glück gab es bei uns einen “Frauenruheraum”, den ich benutzen konnte. Es war zwar aufwändig (in anderes Gebäude latschen, Schlüssel holen, …) hat aber funktioniert. Ich habe eine Medela Pump in Style, die in einem kleinen Rucksack eingebaut ist. Macht den Transport auch ganz praktisch, auch wenn der Rucksack nicht wirklich so stylisch ist, wie der Name es hoffen läßt ;-)
    Mit einem vorher abgepumpten Vorrat und dem Büro-Abpumpen konnte mein Freund dem Kleinen dann morgens sein Fläschchen Milch geben :-)
    Es war allerdings am Ende echt frustrierend, weil mehr als 20ml pro Seite nicht mehr zu holen waren. Aber immerhin: Nachfrage erhalten für die Tage wo ich zu Hause war und stillen konnte.

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Einen “Frauenruheraum” will ich auch haben! ;-) Was für eine gute Idee!
      Gut, dass du trotz Milchrückgangs so gut durchgehalten hast! Ich fand’s auch manchmal frustrierend, wenn’s immer weniger wurde… Aber es hat sich dann immer wieder so ausgezahlt, wenn ich im “Frei” das Kind stillen konnte.

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  4. Lena
    Lena sagt:

    Ich hatte anfangs eine Symphony ausgeliehen, weil unsere Tochter in der ersten Woche noch im Krankenhaus bleiben musste. Ab Februar gehe ich wieder arbeiten, mag dann aber nicht automatisch abstillen. Als Vorbereitung und für einen Abend außer Haus habe ich mir jetzt schon von Medela die Handpumpe gekauft. Ist es normal, wenn ich in ca. 20 Minuten auf beiden Seiten zusammen nur ca. 10ml bekomme? Wir haben den Calma Sauger – aber irgendwie mag meine Tochter den nicht bzw. sie kommt nicht damit klar. Wie kann ich sie “überzeugen”, dass sie auch aus der Flasche trinkt? :-/
    Viele Grüße, Lena

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Hallo Lena, 10ml sind schon sehr wenig :-(. Sicher, das alles mit der Pumpe stimmt? Vielleicht das winzige Ventil vergessen? Also, mit der Handpumpe sollte man die ersten ca. 3 min mit der kleinen Seite des Pumpschlegels ganz schnell pumpen, bis die Milch gut fließt. Dann den Schlegel (heißt das so?) umdrehen und gemütlich mit ruhigen, langsamen Bewegungen die Milch gewinnen. So machen das auch die Babys. Wenn nichts mehr kommt, noch mal umdrehen… Wenn gar nichts mehr kommt, wie gesagt noch etwas weiter pumpen – zum Stimulieren! Und da du sonnst Stillst, sollte das klappen!?!
      Manche Kinder kommen mit dem “Calma” nicht klar. Sie müssen sich halt richtig anstrengen – wie an der Brust. das ist eigentlich gut. Aber wenn sie den nicht mag, würde ich umsteigen. Sie wird jetzt wohl keine Saugverwirrung mehr bekommen.
      Viel Glück!

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  5. Ingrid
    Ingrid sagt:

    Ich möchte eine Lanze für die elektrische Pumpe von Philips Avent brechen. Ich bin acht Wochen nach der Geburt unseres zweiten Kindes wieder stundenweise arbeiten gegangen. Da ich aber an fünf von sieben Tagen beim Baby war, kam abstillen eigentlich nicht in Frage. Das Philips-Modell ist in einem neutralen schwarzen Täschchen untergebracht (sah immer aus, als sei ich mit Beamer auf dem Weg zu einer Präsentation :-) ), hat Kühlakkus und Platz für mindestens eine Milchportion. Ich war total zufrieden und kam nach ca einer Woche Eingewöhnung zuverlässig auf 130ml. Der Babysohn hat die Flasche recht schnell akzeptiert – allerdings nur, wenn ich nicht anwesend war. Was ja aus Babyperspektive eigentlich ganz vernünftig ist :-)

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  6. mamafraumensch
    mamafraumensch sagt:

    Ich habe in der Klinik sowohl mit der Ameda Elite als auch der Medela Symphony abgepumpt. Bei der Ameda fand ich angenehm, dass sowohl Intervall als auch Saugstärke stufenlos regulierbar sind und das mit großem Spielraum. Der Nachteil im Vergleich zur Symphony war, dass zumindest in der Klinik nur einseitig abgepumpt werden konnte (aber es soll wohl auch einen Adapter geben, wo dann zwei Pumpsets angeschlossen werden können).

    Für Zuhause hatte ich die Symphony dann erst auf Rezept und später für kurze Zeit selbst in der Apotheke gemietet. Ich hatte allerdings in drei Städten (mit 3000, 160.000 und 500.000 Einwohnern) kein Problem, eine Pumpe zu bekommen. Manche Apotheken waren höchstens gerade “ausgebucht”. Die Mitgebühren pro Tag waren teilweise sehr unterschiedlich von 1.10€ in der Metropole bis 2.45€ bei uns im Nest. Daher hab ich mich bald entschieden, eine eigene Milchpumpe zu kaufen.

    Letztendlich habe ich mich für die Medela Swing entschieden, die im Post bereits erwähnt wurde. Auch weil ich mittlerweile diverse Sets zuhause hatte. Und ich bin zufrieden, da sie mit der Pumpleistung der Symphony gut mithalten kann. Frau kann allerdings nur einseitig abpumpen.

    Da es seit ein paar Monaten mit dem Teilstillen ganz gut klappt, liegt die Pumpe wieder verpackt in der Babykiste und wartet auf weiteren Nachwuchs.

    Lg, Anja

    Antworten
  7. Andrea
    Andrea sagt:

    Mein Sohn ist jetzt 3 Monate als und ich überlege mir, eine Milchpumpe zu kaufen. Das Stillen läuft bei mir (mittlerweile) gut und ich möchte abpumpen, damit ich ab und zu mal länger von zuhause weg sein kann. Wahrscheinlich werde ich die Pumpe aber nur für Freizeitaktivitäten brauchen und für 3-5 beruflich bedingte, ganztägige Abwesenheiten in den nächsten Monaten. Da es mir für die ganztägien Aktivitäten zu umständlich erscheint, mit der Hand zu pumpen, ich aber für die paar Male eine richtige Pumpe neu zu teuer finde und ich ziemlich lärmempfindlich bin, frage ich mich, ob etwas gegen den EInsatz von gebrauchten Pumpen spricht (z.B. die Swing Electric)? Ist das irgendwie unhygienisch? Wie funktioniert es denn dann bei der Symphonie?

    Antworten
  8. Tina
    Tina sagt:

    Meine Tochter wollte von Anfang an nicht richtig an meiner Brust trinken. Auf die gute Muttermilch wollte ich aber nicht verzichten. Nachdem die Brustwarzen dann noch blutig waren, war es Zeit für eine Milchpumpe. Anfangs habe ich eine Handmilchpumpe genutzt -LEIDER-
    Denn gerade in der Nacht war es sehr anstrebend. Meine Hebamme hat mir dann eine elektrische Milchpumpe empfohlen. Zum Glück bekam ich von meiner Frauenärztin ein Rezept für eine. Wenn ihr also häufig pumpen müsst, dann holt euch auf jedenfall eine elektrische Milchpumpe!
    Gruß Tina

    Antworten
  9. Netti
    Netti sagt:

    Hallo. Ich habe meine Tochter auch gestillt. Das war mir von Anfang an sehr wichtig. Ich hatte allerdings anfangs zu wenig Milch. Deshalb entschied ich mich auch für eine elektrische Milchpumpe, um meine Milchmenge zu steigern. Ich habe mir die Medela Swing gekauft und fand sie ganz prima. Schon nach wenig Zeit wurde meine Muttermilch mehr und ich konnte tatsächlich auch etwas einfrieren. So konnte dann auch der Papa die Kleine Mal füttern, wenn ich einen Termin hatte oder verabredet war.

    Antworten
  10. Sarah
    Sarah sagt:

    Liebe Jana, der Artikel ist zwar schon älter, aber vielleicht schaust du ja doch noch in die Kommentare rein :) Wenn mein Baby vier Monate alt ist werde ich mit 50 % wieder einsteigen, allerdings nicht fünf Tage halbtags, sondern drei fast volle Tage. Da ich weiter stillen möchte ist also pumpen angesagt. Ich habe mir direkt eine eigene elektrische Pumpe besorgt, da ich sie ja voraussichtlich intensiv nutzen werde. Habe mich für eine elektrische Einzelpumpe von Philips Avent entschieden, da mich der vergleichsweise hohe Preis der Medela doch etwas abgeschreckt hat. Mit der Pumpe bin ich recht zufrieden, allerdings habe ich das Gefühl, dass die Brusthaube nicht zu 100% passt. Ich muss schon immer mit der Hand gut “gegenhalten” und zum Teil den Sitz korrigieren, damit das Vakuum gut anliegt.

    Ansonsten klappt das Pumpen super. Wenn ich pumpe statt zu stillen bekomme ich in knapp zehn Minuten 120 bis 180 ml raus (beide Seiten zusammengezählt), paradiesisch…. Das führt mich allerdings gleich zu einer Frage:
    Was ist für den Erhalt der Milchmenge nun ausschlaggebend, die Häufigkeit des Anlegens, bzw. Abpumpens, oder spielt auch die abgepumpte Milchmenge oder die Pumpzeit eine Rolle? Habe diesbezüglich nun schon sehr unterschiedliche Aussagen gelesen. Ich frage, weil ich nach den zehn Minuten nur aufhöre zu pumpen, weil der Becher dann voll ist…Eigentlich würde da noch mehr kommen und die Brüste fühlen sich auch bei Weitem noch nicht so weich an wie nach dem Stillen. Sollte ich also weiterpumpen, oder ist es eher wichtig, dass ich genauso oft pumpe, wie ich sie in der Zeit stillen würde? Von der Menge her wäre es nicht nötig noch mehr abzupumpen, da die Kleine lieber aus der Brust trinkt und aus der Flasche nur Miniportionen (derzeit 60-80 ml) zu sich nimmt. Da landet leider sehr viel Milch im Ausguss :(

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Erst mal grundsätzlich ca. so oft, wie du Stillen würdest. Wenn die Menge reicht, musst du auch nicht länger pumpen.
      Die Zeit wird zeigen, wieviel sie trinkt und ob es dann weiterhin so reicht oder ob du die Menge erhöhen musst. Am Anfang fänd ich es entspannter, ein bisschen mehr in Reserve zu haben.
      Ach und sonst nimm doch die Restmilch zum Baden. ;-)

      Antworten
  11. Katharina
    Katharina sagt:

    Liebe Jana,
    Wir erwarten aktuell Nummer zwei und tragen deshalb unsere ganzen Babysachen wieder zusammen… Die Milchpumpe ist auch schon gerüstet!
    Da ich nach der Geburt unseres Sohnes direkt (nach dem Mutterschutz) wieder Ganztags in der Uni war (8-18h), habe ich damals zunächst eine Pumpe auf Rezept des Kinderarztes geliehen. Da mussten wir auch nichts zuzahlen! Unser Sanitätshaus verleiht Milchpumpen jedoch maximal 6 Monate – der Kinderarzt verlängert das Rezept auch maximal bis das Kind 6 Monate alt ist – das wussten wir auch von vornherein. Wenn man sich einmal auf den “Luxus” einer Medela Symphony eingestellt hat und man weiß, dass man sicher länger stillen möchte als 1/2 Jahr fällt es jedoch schwer eine andere Pumpe zu nutzen. Ich habe also die Augen nach einer gebrauchten Pumpe aufgehalten, hatte Glück und habe damals eine gebrauchte Symphony bei Ebay ersteigert (knapp 300€/ noch mit Rechnung und Garantie!). Habe sie in meiner Apotheke warten und reinigen lassen (war auch gar nicht teuer, ca. 20€!!). Pumpensets hatte ich ja schon und konnte somit wie gewohnt weiterpumpen.
    Da es in der Uni keinen Raum zum Abpumpen gab, habe ich mir für die Pumpe ein KFZ-Kabel (gibt’s auch im Internet, bei Ebay, Amazon & Co.) besorgt und mich einfach immer gemütlich ins Auto auf die Rückbank gesetzt :)
    Da konnte keiner reinschauen, ich hatte meine 15Minuten Ruhe und die Kühlbox mit Kühlakkus stand auch direkt bereit. Habe zweimal über den Tag verteilt abgepumpt, hatte aber leider viel zu viel Milch (jedesmal ~280-320ml beide Seiten zusammen) pro Abpumpen gesammelt, aber so musste unser Sohn nie Hunger leiden… :)
    An die Fläschchen hat unser Sohn sich gut gewöhnt, nur bei mir wollte er sie nicht trinken, aber das könnte ich gut verstehen.
    Bis zum Abstillen hat es dann gut zwei Jahre gedauert, denn wir waren einfach ein gut eingespieltes Team. Ich hoffe bei Nummer 2 klappt es auch so gut – gerne darf es da auch ein bisschen weniger Milch sein – meine Pumpe steht jedenfalls bereit :)
    Liebe Grüße
    Katharina

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Liebe Katharina, das ist ja ne echte Pump-Erfolgs-Story! Vielen Dank dafür. Das ist toll zu hören, wie gut das manchmal klappt und macht sicher auch anderen Frauen Mut.
      Dann wünsche ich dir alles Gute auch für’s zweite Kind!
      Liebe Grüße
      Jana

      Antworten

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  1. […] Aufbewahrung der Muttermilch: Dieses Wunderding st vier Stunden bei Zimmertemperatur, 48 Stunden im Kühlschrank oder ein halbes Jahr im Gefrierfach haltbar. Entweder im verschlossenen Fläschchen oder in Gefrierbeuteln in das Eisfach stecken. Es wird auch empfohlen das Datum darauf zu schreiben und entsprechend zu nutzen (Das älteste Datum zuerst nehmen). Quelle: Hebammenblog. […]

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