Beckenboden-Training-Tools

Training-Tools für einen knackigen Beckenboden

Text enthält Affilliate Links*

Ich habe Beckenboden-Training-Tools getestet. Und ich muss sagen: Es hat Spaß gemacht! Mich wundert es jetzt nicht mehr, dass einige der Tools sowohl im medizinischen, als auch im Erotiksegment zu finden sind. ;-) Und holla, obwohl ich mit meinem Beckenboden soweit eigentlich zufrieden war, hatte ich teilweise echt dollen Muskelkater. Da geht also immer noch etwas mehr, als man denkt.

Wie wichtig Beckenbodentraining ist, und warum ihr keine „Uups-Momente“ akzeptieren solltet, hab ich euch bereits beschrieben. In diesem Text ging es vor allem um den Aufbau und die Funktionen des Beckenbodens und darum, wie man sich nach einer Schwangerschaft seinen Beckenboden zurückerobert, besonders wenn Harnverlust ein Thema ist. Wenn ihr mögt, dann lest das ruhig vorweg nochmal als kleine Grundlage für diesen Artikel. Aber auch ohne Inkontinenzerscheinungen ist es natürlich erstrebenswert, einen kräftigen Beckenboden zu haben. Er verbessert unsere Körperhaltung, beeinflusst unsere sexuelle Gefühlsintensität und macht uns insgesamt dynamischer.

Heute geht es ganz gezielt um entsprechende Beckenboden-Training-Tools. Denn es gibt einige Produkte, mit denen sich der Beckenboden ziemlich tunen lässt. Hier gebe ich euch einen kleinen Überblick über die aus meiner Sicht relevanten Trainer. Einige der hier vorgestellten Beckenboden-Training-Tools habe ich von den Herstellern auf Anfrage zur Verfügung gestellt bekommen. Andere wiederum habe ich selbst gekauft und dann allesamt ausgiebig getestet.

Kann jede Frau die Tools benutzen?

Die folgenden Trainer sind super dafür geeignet einen Beckenboden zu trainieren, der in gutem Zustand, aber eben noch nicht 100% fit ist. Wenn ihr zum Beispiel beim Trampolinhüpfen mit den Kindern merkt, dass der Beckenboden noch schwer zu halten ist, oder wenn ihr beim Sex noch nicht wieder so ein intensives Gefühl habt, wie ihr es aus der Zeit vor der Schwangerschaft gewöhnt seid, dann sind die Beckenboden-Trainer etwas für euch.
Solltet ihr hingegen wirklich große Probleme, wie z.B. ein permanentes Schwere- oder sogar Fremdkörpergefühl in der Vagina haben, dann solltet ihr zu einer Physiotherapeutin gehen, die auf Beckenbodentraining spezialisiert ist, bzw. euch in einem Beckenbodenzentrum vorstellen. Die Tools sind zwar echt hilfreich, können aber bei einer schweren Schädigung des Beckenbodens natürlich auch nicht zaubern.

Direkt nach einer Geburt empfehle ich euch in jedem Fall aber erst mal einen Rückbildungskurs zu absolvieren, bevor ihr dann bei Bedarf auf die folgenden Hilfsmittel zurückgreift.

Meine persönliche Training-Tool-Auswahl

Bei den Tools für das Beckenbodentraining unterscheide ich zwischen den sogenannten einfachen Kegeln und Kugeln, die auf der Biofeedback-Methode basieren, den ausgefeilteren technischen Geräten, die mit internen Trainingsprogrammen oder sogar eigenen Apps arbeiten, und den haltungsverbessernden Tools, die die Arbeit des Beckenbodens von außen unterstützen.

In Sachen Herstellungsmaterialien habe ich eine strenge Vorauswahl getroffen. Alle Trainer, die direkt mit der Haut in Kontakt kommen, sind aus hypoallergenem, medizinischem Silikon, BPA- & Phthalatfrei und daher gut hautverträglich, sowie pflegeleicht. Vorweg habe ich mich durch eine Menge Onlinerezensionen gelesen und Produkte, die dort beispielsweise als stark riechend beschrieben wurden, gar nicht erst in den Test aufgenommen. Auch wenn sie ansonsten vielleicht allen weiteren „Mindestanforderungen“ entsprechen mögen, sind Produkte, die wochenlang schreckliche Gerüche ausdünsten, in der Regel auch nicht gesund, schon gar nicht beim Einsatz an Schleimhäuten.
Ich kann euch alle Trainer, je nach Geldbeutel und persönlicher Vorliebe, ans Herz legen. Lediglich zwei der getesteten Geräte empfehle ich nur eingeschränkt, dazu aber gleich mehr.

Beckenboden-Trainer mit Biofeedback

Das Beckenbodentraining mit Gewichten, die wie Kegel oder Konen geformt sind, basiert auf Biofeedback: Durch das Fremdkörpergefühl und das Gewicht, spannt man den Beckenboden teils reflexartig, teils bewusst an. Diese Kontraktionen bewirken eine Stärkung der Muskulatur. Zusätzlich helfen sie einem, die Beckenbodenmuskeln besser zu spüren.

Den Beckenboden trainieren mit: Kegeln, Konen und Gewichten

Die einfachsten und am längsten bekannten Beckenbodentrainer sind die sogenannten Kegel und Konen. Wie der Name schon sagt, sind das längliche oder tropfenförmige Gebilde, die in die Vagina eingeführt werden. Sie haben einen Rückholfaden, wie ein Tampon. Durch sein Eigengewicht, droht der Kegel ständig aus der Vagina zu rutschen. Der Beckenboden muss daher kontinuierlich angespannt werden, um den Kegel halten zu können. Ein Trainingsset besteht in der Regel aus unterschiedlich schweren Kegeln. Sobald der leichteste Kegel zuverlässig gehalten werden kann, nimmt man den nächst schwereren. Die empfohlene Trainingszeit mit Kegeln liegt bei zwei mal zehn Minuten pro Tag.

Mein Testergebnis:

Mit diesen Tools werden lediglich die vorderen, äußeren Beckenbodenmuskeln beansprucht. Dieser Bereich wird bei der Übung mehr oder weniger dauerhaft zusammengekniffen und geht daher trainingstechnisch nicht wirklich in die Tiefe.
Als kleine Erinnerung: Es gibt insgesamt drei (!) Beckenbodenschichten. Mit den Kegeln trainiert man jedoch vor allem die äußerste Schicht. Das Halten der schweren, recht dünnen Kegel & Konen ist zwar durchaus anspruchsvoll, vor allem, da auch hier, wie bei den meisten Beckenbodentrainern ein Gleitmittel zum Üben empfohlen wird. Aber ich halte herkömmliche Übungen, oder das Training mit Kugeln für weitaus effektiver, da diese auch die tiefer liegenden Muskeln trainieren. Obendrein ist das kontinuierliche Anspannen einer Muskelschicht nicht wirklich sinnvoll. Viel besser sind da variable Übungen, bei denen die Muskeln zwischen kurzen Impulsen und Maximalkraft hin und her wechseln müssen. Daher kann ich euch Kegel & Konen leider nicht wirklich guten Gewissens empfehlen. Es gibt einfach Besseres…

Funfakt: Man nennt die Übungen, bei denen man den Musculus pubococcygeus (PC-Muskel oder auch „Schambein-Steißbein-Muskel“) nach innen, oben hoch zieht auch „Kegel-Übungen“. Aber nicht etwa wegen der so geformten Beckenbodentrainer, sondern nach dem Erfinder dieser Übungen: Dr. Kegel.

Kegelübungen

Dr. Kegel entwickelte eine ganze Reihe solcher Übungen, die wirklich gut und daher immer noch Bestandteil eines jeden Rückbildungskurses sind. Übrigens: ein guter Rückbildungskurs beinhaltet natürlich weitaus mehr als nur das Training für den PC-Muskel.

Es sind genau diese Kegelübungen, die gerne in einschlägigen Frauenzeitschriften als ultimative Orgasmusbringer gehyped werden. Das ist auch nicht ganz unberechtigt, denn die Kegelübungen führen zu einer besseren Durchblutung und Stärkung des PC-Muskels, was durchaus zu intensiveren Gefühlen führen kann.
Das bietet aber – als wirklich schöner Nebeneffekt – auch ein vernünftiges Komplett-Training mit den deutlich effektiveren Beckenbodentrainern, die ich euch nun im Folgenden vorstelle. Ich bin daher gleich doppelt dafür, die „Angelegenheit“ etwas ganzheitlicher anzugehen, zum Beispiel mit den Liebeskugeln:

Den Beckenboden trainieren mit: Liebeskugeln – aka Geisha- & Rin-no-tama-Kugeln

Die Liebeskugeln funktionieren ähnlich wie die Konen. Allerdings sind sie etwas größer, fast wie Tischtennisbälle und ebenso rund. Vor allem beherbergen sie in ihrem Inneren eine weitere kleine Kugel aus Metall. Auch diese Trainingshilfen werden in die Scheide eingeführt und sollen dort gehalten werden. Auf Grund der Größe ist das erst einmal viel einfacher, als das Halten der Kegel. Jedoch bewegt sich die innenliegende Geisha-Kugel bei jeder Bewegung, so dass sie minimal vibriert. Und auf diesen Impuls reagiert der Beckenboden dann quasi automatisch und wird, ohne dass man sich bewusst anstrengt, permanent gefordert.

Meistens sind es sogar zwei Rin-no-tama-Kugeln, die miteinander über einen Steg oder ein Band verbunden sind. Diese hintereinander geschalteten Liebeskugeln bringen sich dann obendrein noch gegenseitig zum Schwingen, was die Wirkung natürlich entsprechend steigert.

Die Kugeln stammen aus dem ostasiatischen Raum (wahrscheinlich Myanmar) und haben sich von da aus zuerst in Japan verbreitet (daher ist einer der vielen Namen: „Geisha-Kugeln“). Früher waren die Kugeln aus Gold, Silber oder Eisen, das Innere oft aus Quecksilber(!). Heute werden solche Tools jedoch aus Silikon und Metall hergestellt.

Aus dieser Rubrik kann ich euch gleich zwei Trainingssets empfehlen:

Meine erste Wahl ist das Dreier-Set: Intimina™ Laselle™ Kegel

Beckenboden-Training mit Geisha Kugel: Intimina Laselle

Es besteht aus drei Kugeln, mit jeweils unterschiedlichem Gewicht (28g, 38g, & 48g). Sobald das Einzeltraining erfolgreich absolviert wurde, können sie beliebig miteinander verbunden werden. Das heißt, man benutzt erst einmal nur die Kugel mit dem geringsten Gewicht und steigert sich dann nach und nach bis zur schwersten Kugel. Danach verbindet man zwei Kugeln unterschiedlicher Gewichte – je nach Gusto. So kann man sich sehr lange steigern, bis man dann an seinem ganz persönlichen Trainingsziel – den Beckenboden bewusst wahrnehmen und kontrollieren zu können – angelangt ist. Empfehlung des Herstellers ist, die Kugeln bis zu 60 Minuten täglich zu tragen.

Die Intima Kugeln sind mein absoluter Kugel-Favorit, weil sie alle einzeln getragen – und dann in verschiedenen Kombinationen miteinander verbunden werden können. Sie bieten, für ein Training mit Liebeskugeln, die größte Flexibilität.
Solltet ihr euch zu Beginn für das Einzelkugel-Training entscheiden, dann nehmt nicht die aller leichteste, sondern eine etwas schwerere Kugel. Sonst ist der Effekt auf Dauer zu gering. 28g sind wirklich ziemlich leicht und vielmehr als Kombinationsgewicht geeignet.

Meine zweite Empfehlung aus dieser Gruppe sind die Liebeskugeln: Ben Wa Ball Metall Rose Gold

Beckenboden-Training mit Liebelskugeln: Ben Wa Ball

Hier sind vier Kugeln enthalten, die sich ebenfalls in unterschiedlichen Kombinationen in eine feste Doppelhalterung einfügen lassen. Die zwei rosa Bälle wiegen 35g, die beiden goldenen jeweils 55g. Die Oberfläche ist angenehm glatt und kühl. Sie besteht allerdings nicht aus Metall, wie der Name vermuten lässt, sondern auch aus Silikon. Wie es zu dieser metallic anmutenden Ummantelung kommt, konnte ich nicht herausfinden. Der Hersteller spricht von einem speziellen „Metallplattierungsverfahren“.
Dieses Liebeskugel-Set kostet nur halb so viel, wie die Intima-Kugeln. Daher habe ich diese eher aus dem Erotiksortiment stammenden Kugeln hier als sehr gute Alternative zu den „medizinischen“ Trainern aufgeführt. Die empfohlene Tragezeit des Herstellers beträgt zunächst 15 Minuten.

Mein Testergebnis:

Beide Geisha-Kugel-Sets tragen sich super angenehm. Mit der Zeit vergisst man sie fast, bis sie dann durch die eigenen Bewegungen wieder in Schwingung geraten. Das ist dann wie ein leichtes Kitzeln, was einen dann wieder daran erinnert, dass man sie trägt. Im Gegensatz zu Trainingsübungen, die die volle Konzentration erfordern, ist die „Übung“ mit diesen Kugeln eher unwillkürlich und durchaus anregend. Ich kann schon verstehen, dass das Tragen der Kugeln im Alltag als heißer Erotik-Tipp gilt, der Vorfreude auf mehr machen soll.
Aber lasst euch nicht täuschen: Bei zu langer Anwendung wartet ein ordentlicher Muskelkater auf euch!

Beckenboden-Trainer mit Vibration & App

Neben den Kegeln, Konen und Kugeln gibt weitere Beckenbodentrainer, die ein noch gezielteres Training ermöglichen:

Intimina KegelSmart™ mit Vibration

Der Intimina KegelSmart™ ist ein batteriebetriebener Trainer für den Beckenboden.

Beckenboden-Training mit KegelSmart von Intimina

Beim Einschalten des kleinen, leicht gebogenen Gerätes begrüßt einen zunächst ein blinkendes Licht, das den aktuellen Trainingsstand anzeigt. Bei der ersten Benutzung blinkt er für Level 1 genau einmal, und wenn man dann eine Weile trainiert, steigert sich das Blinken nach und nach, so dass man immer weiß, auf welchem Stand man sich gerade befindet.
Man führt das Gerät ein (wie die Kegel, hat es auch einen Rückholfaden) und dann beginnt nach einigen Sekunden das Training.
Das Gerät vibriert kurz und solange diese Vibration anhält, soll man den Beckenboden anspannen. Das ist nicht sonderlich schwer, denn es passiert mehr oder weniger von allein. Der Beckenboden ist es gewöhnt auf ungewohnte Reize, wie zum Beispiel Niesen oder Lachen mit Anspannung zu reagieren.

Nun führt der KegelSmart ein festgelegtes Programm aus kurzen und langen Vibrationsintervallen aus. Während der Anwendung misst das Tool die Beckenbodenstärke (also wieviel Druck man gerade ausübt), und wählt automatisch das passende Niveau für die nächste Übungseinheit aus.
Das komplette Trainingsprogramm erstreckt sich über fünf progressive Ebenen: von Stufe 1 = sehr schwach, bis hin zu Stufe 5 = stark genug, um mit dem Beckenboden Nüsse zu knacken. So kann es sein, dass man beim nächsten Einschalten schon gleich mit zwei Lichtimpulsen für Stufe 2 begrüßt wird.
Der Hersteller empfiehlt täglich eine Übungseinheit, bis man zu Stufe 5 gelangt und dann, zum Erhalt der Kraft, mehrmals pro Woche weitere Trainingseinheiten einzuplanen.

Mein Testergebnis:

Ich muss sagen, es war schon sehr gewöhnungsbedürftig, mit so einem extrem vibrierenden Gerät zu trainieren. Meine Tochter (19), die sich meine ganzen Tools interessiert anschaute, bemerkte auch nur trocken: „Ey, das ist doch locker`n Sextoy“.
Aber der Beckenboden hat eben – neben den Haltefunktionen – auch eine Bedeutung für das Sexualleben. So ist es auch nicht verwunderlich, wenn die Übergänge zwischen Training und Spaß fließend sind. Es können also beim schnöden Beckenbodentraining auch schon mal ungeplante Nebeneffekte auftreten.
Empfehle ich euch diesen Beckenbodentrainer? Jein. Denn ich fand das Stufentraining zwar grundsätzlich ganz gut, aber mir war diese dolle Vibration echt ein bisschen zu heftig. Deutlich besser hat mir da schon der Elvie-Trainer gefallen:

Elvie mit App

Der kleine Beckenbodentraining-Computer Elvie ist wohl das ausgeklügelteste Training-Tool in diesem Testlauf.

Beckenboden-Training mit App: Elvie
Elvie ist ein kleines, ovales Gerät, das ein bisschen wie ein überdimensioniertes Spermium aussieht. Zum Lieferumfang gehören: ein Aufsatz zur individuellen Größenanpassung und eine Aufbewahrungs- & Ladebox, inklusive USB-Kabel.
Man führt das Gerät ein und verbindet es über Bluetooth mit der dazugehörigen, kostenfreien App, was wohl mit den meisten halbwegs aktuellen Smartphones funktionieren dürfte. Die anschließenden Übungen kann man nach Belieben im Stehen oder Liegen ausführen, wobei einen die App durch das Training führt: Es ist wie ein Spiel. Man benutzt den Beckenboden quasi wie die Knöpfe an einer Spielkonsole. Auf dem Bildschirm sieht man einen kleinen Edelstein, mit dem man verschiedene Aufgaben ausführt:

  • Auftauchende Punkte berühren/abschießen
  • Ihn innerhalb eines schwebenden Kreises halten
  • Ihn oberhalb einer sich verändernden Landschaft halten
    also eine Art Berg- und Talfahrt
  • Maximale Kraft ausüben
    wie bei einem „Hau den Lukas“ auf dem Rummel
  • So schnell wie möglich pulsieren
    wer bereits einen Rückbildungskurs gemacht hat, kennt das sicher schon als „Blinzeln“

Man muss den virtuellen Stein also muskulär nach oben und unten steuern. Nach einigen erfolgreichen Übungseinheiten wird das jeweils nächste Level frei geschaltet. Die einzelnen Übungen dauern circa fünf Minuten, nach denen sich der Fortschritt über die App verfolgen lässt. Elvie erinnert einen natürlich auch an das tägliche Training.
Angeblich erkennt Elvie auch anhand von Bewegungssensoren, wenn die Übung nicht korrekt ausgeführt wird. Aber wie bei jedem Spiel kann man auch hier ein bisschen schummeln. Sollte man aber natürlich nicht…
Der Akku kann in der Aufbewahrungsbox über einen USB-Anschluss nachgeladen werden, hält aber auch einige Anwendungen lang durch.

Mein Testergebnis:

Elvie ist ein echt cooles, zeitgemäßes Gerät. Die Benutzung ist einfach und das Training macht, vor allem durch die verschiedenen Level-Typen, auch Spaß.
In den Amazon-Rezensionen wird von einigen Anwendern moniert, dass Elvie nur mit eingeschalteter Standortbestimmung und überhaupt nur online funktionieren würde, und dass die Hersteller die Daten angeblich an alle möglichen Dienste weitergeben.
Auf Nachfrage wurde mir versichert, dass Elvie auch ohne Internetverbindung läuft (stimmt – das hab ich getestet), und dass die Daten immer nur auf firmeneigenen Servern gespeichert, und nur vom Hersteller selbst, anonymisiert, ausgewertet würden (was ich natürlich nicht überprüfen konnte).

Ich fand das Training mit Elvie am effektivsten. Ich habe deutlich gemerkt, dass alle Beckenbodenmuskeln im Einsatz waren und fand es sehr motivierend, den Fortschritt auf der App zu beobachten. Daher ist Elvie in diesem Test mein Favorit.

Elvie auf Rezept
Übrigens bekommt man den Elvie-Trainer, bei entsprechender Indikation auch auf Rezept. Wenn die Fachärztin also feststellt, dass eine Belastungsinkontinenz oder eine Beckenbodenschwäche (nach der Geburt oder auch praemenopausal) vorliegt, kann sie den Trainer verschreiben.  Elvie  ist unter der Nummer 15.25.19.2026 im Hilfsmittelkatalog gelistet.

  • Mit dieser Nummer erhaltet ihr bei eurem Arzt ein Rezept
  • dieses reicht ihr dann beim Sanitätshaus eures Vertrauens, oder direkt bei dem Elvie Kooperationspartner: Medizintechnik Kaasen ein

Beckenboden-Trainer mit Reizstrom (TENS)

TENS ist die Abkürzung für transkutane elektrische Nervenstimulation und bedeutet Reizstromtherapie. Dabei werden elektrische Impulse auf die Hautoberfläche übertragen. Für das Beckenbodentraining bedeutet das: Selbstklebende Elektroden werden auf bestimmte Punkte von Unterleib oder Bein aufgeklebt. Diese werden dann über ein TENS-Gerät mit kleinen Stromimpulsen versorgt. Dadurch werden die entsprechenden Muskelgruppen gereizt.

Es besteht auch die Möglichkeit, eine spezielle Sonde zu verwenden, die direkt in die Vagina eingeführt wird.
Aber auch, wenn ich TENS sonst sehr schätze (in der Geburtshilfe nutzen wir TENS zur Schmerzbehandlung), konnte ich es nicht über mich bringen, dieses Gerät vaginal zu testen. Auch wenn ich weiß, dass der Strom niedrig dosiert ist und wahrscheinlich nur leicht kribbelt. Hierzu kann ich euch also leider nichts berichten. Ich wollte es aber der Vollständigkeit halber zumindest erwähnen.

Hat eine von euch Erfahrung mit Beckenboden-TENS? Ich wäre schon neugierig mehr darüber zu erfahren. Von vielen MedizinerInnen wird das als sehr erfolgreich empfohlen.

Haltungs- & Beckenbodenunterstützende Tools

Elanee Sitzkissen

Das Sitzen auf dem luftgefüllten Elanee Sitzkissen ist wackelig. Das erzeugt eine muskuläre Stabilisierung des Beckens. Durch dieses aktive Sitzen wird also die Beckenbodenmuskulatur beansprucht. Das Kissen hat eine stark genoppte Seite, die zusätzlich die Durchblutung fördert. Ist einem das zu pieksig, dreht man das Kissen um und sitzt auf der nur leicht genoppten Seite.
Als netter Nebeneffekt führt das Kissen zu einer aufrechteren Sitzhaltung und wird daher auch bei Bandscheibenproblemen oder leichten Rückenschmerzen (vor allem im Lendenwirbelbereich) empfohlen.

Das Kissen hat einen Durchmesser von 33cm und ist 5cm hoch. Das etwas höhere Sitzen empfand ich erst mal gewöhnungsbedürftig. Die neue Sitzhöhe sollte man auch bedenken, wenn man mit einem nicht höhenverstellbaren Stuhl an einem Tisch sitzt. Bei Bürostühlen kann man das ja meist regeln. Sonst muss man gegebenenfalls den Tisch aufbocken.

Mein Testergebnis:

Das Sitzen auf den Noppen ist zunächst ungewohnt und ich musste das Kissen anfangs immer mal wieder wenden. Vielleicht liegt es auch an den sommerlichen Temperaturen, bei denen ich momentan nur dünne Stoffe trage. Mit einem festen Jeansstoff unter dem Po ist das sicher anders.
Das wackelige Sitzen mag ich. Ich bin das allerdings gewohnt, weil ich meine Schreibtischzeiten immer auf einem Swopper verbringe. Das aktive Sitzen ist einfach gut für die Wirbelsäule und den Beckenboden. Allerdings ist es aus meiner Sicht eher ein zusätzliches Hilfsmittel, als ein echter Trainer für den Beckenboden. Nur Sitzen allein reicht einfach nicht aus. Ist das Sitzkissen eine gute Ergänzung? Auf jeden Fall.

Meine abschließende Empfehlung

Funktioniert haben irgendwie alle Beckenbodentrainer. Nur waren die Trainingseffekte sehr unterschiedlich. Von: „zu einseitig“, bis hin zu: „etwas überstimulierend“ war eigentlich alles dabei.

Als Einsteiger-Tool sind – meiner Meinung nach – die Liebeskugeln ideal. Sie fordern den Beckenboden schon sehr, sind aber eben auch noch recht günstig in der Anschaffung. Wenn ihr gleich richtig aufrüsten wollt, dann holt euch den Elvie-Trainer und ladet euch die App runter. Das ist auf jeden Fall eine gute Investition in eure Beckenboden-Fitness. Und die ist ja nicht nur nach der Geburt, sondern lebenslang durchaus erstrebenswert.

 

“May your coffee, pelvic floor, intuition and self-appreciation be strong.”
– AutorIn unbekannt –

So, ich hab mich inzwischen für euch also ganz schön (k)nackig gemacht, um euch von diesen ausführlichen beckenbodenstärkenden Tests berichten zu können. Habt ihr Lust, mir von euren Erfahrungen mit den oben genannten, oder auch ganz anderen Beckenboden-Tools zu erzählen? Gibt’s sonst noch Fragen? Und vielleicht hat eine von euch ja sogar schon mal – ganz mutig – ein TENS-Gerät ausprobiert?!
Erzählt doch mal…

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33 Kommentare
  1. Andrea
    Andrea sagte:

    Ja, hier ‍♀️! Ich habe ein TENS-Gerät zum Beckenbodentraining benutzt. Es war ein Kombigerät mit Elektrostimulation und Biofeedback. Fragen dazu beantworte ich natürlich gerne! Liebe Grüße, Andrea

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagte:

      Liebe Andrea, magst du mal etwas ausführlicher berichten? Gibt es verschiedene Programme. Wie fühlt sich das an? Seltsam, oder OK? Wie lange sind die jeweiligen Übungseinheiten und wie oft soll man die Sonde benutzen?Wie ist dein Urteil? Hat es funktioniert? Bist du mit dem Ergebnis zufrieden?
      Kann man dein TENS-Gerät auch für andere Zwecke benutzen? Kann man Z.B. mit zusätzlichen Klebesonden Rückenschmerzen o.ä. behandeln? Also ist es ein Kombigerät?
      Auf Fb haben sich zwei Frauen darüber ausgetauscht und eine sagte, sie würde ab und zu einen gewischt bekommen? Das wär ja der Horror! Passiert sowas?
      Ich bin ja so neugierig!
      LG
      Jana

      Antworten
  2. Idgie
    Idgie sagte:

    Das Elvie scheint ja wirklich gut zu sein und macht das ganze schön spielerisch wie es scheint. Aber als ich drauf klickte hab ich nen halben Herzinfarkt bekommen. 200€ sind schon eine Stange Geld und komplett außerhalb meines Budget.
    Schade

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagte:

      Liebe Idgie, du hast Recht. Es ist nicht gerade ein Schnäpchen. Glücklicherweise – und das habe ich direkt mal im Text ergänzt – gibt es auch die Möglichkeit Elvie (bei entsprechender Indikation) auf Rezept zu bekommen.
      Vielleicht ist das ja ein Weg…
      Liebe Grüße
      Jana

      Antworten
  3. Lisa
    Lisa sagte:

    Liebe Jana,
    ich bin mit dem zweiten Kind schwanger und würde gern jetzt schon meinen Beckenboden mit Liebeskugeln trainieren. Gibt es Einwände, die Kugeln auch während der Schwangerschaft zu benutzen?
    Danke für deine Antwort und liebe Grüße von Lisa

    Antworten
  4. Nina
    Nina sagte:

    Hallo ich weiss zwar nicht ob es ein TENS Gerät ist aber mache gerade BeBo Training bei einer Physiotherapeutin und die nützt auch ein Gerät mit Biofeedback und Elektrostimulation. Ich finde den Stromanteil auch eher unangenehm obwohl ich natürlich sagen kann wie stark sie es einstellen soll.
    Vom Programm her funktioniert es wie der „Hau den Lukas “ Part vom Elvie das ich wesentlich besser finde. Vor allem sagt das „TENS“ Gerät meiner Physiotherapeutin statt Anspannen-Entspannen, „STROM!-Entspannen das ist dem Entspannungsteil gar nicht förderlich. Also kurz gesagt du hast nix verpasst! Ganz Liebe Grüsse Nina

    Antworten
  5. Liah
    Liah sagte:

    Hallo,

    Du hast einen tollen Bericht geschrieben! Die Idee mit dem Elvie-Spiel find ich super. Aber in den meisten Kritiken steht, dass die Sonde sich oft nicht mit dem Handy verbindet, vorrangig bei Android Geräten. Wie war das bei dir?

    Viele Grüsse,
    Liah

    Antworten
  6. ML
    ML sagte:

    Hallo Jana,

    Ich habe nach meiner zweiten Schwangerschaft (ca. 12 Wochen nach der Geburt )eine Blasensenkung 1. Grades diagnostiziert bekommen. Sie war von einen auf den anderen Tag einfach da.
    Nun soll ich regelmäßig meinen Beckenboden trainieren, da dies zum Beheben reiche, so die Gynäkologin.
    Sind aus deiner Sicht die Hilfsmittel dazu ebenfalls förderlich und vorallem schneller zielführend?

    Antworten
  7. Rebecca
    Rebecca sagte:

    Hallo Jana, danke für den umfangreichen Testbericht! Ich habe eine Verständnisfrage: trainieren alle „Hilfsmittel“ nur die äußere Schicht oder eignen sie sich einige auch als vollumfängliches beckenbodentraining um an alle drei Schichten ranzukommen? Welches Tool wäre da am wirkungsvollsten? Vielen Dank und LG Rebecca

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagte:

      Liebe Rebecca,
      ich denke, die Elvie ist schon am wirkungsvollsten. Kostet leider aber auch am meisten.
      Ansonsten würde ich die Liebeskugeln versuchen. Durch diese innere Vibration, trainiert man schon mehr als nur das Außen.
      LG
      Jana

      Antworten
  8. Laura
    Laura sagte:

    Liebe Jana,

    danke für den tollen Artikel!

    Wie kann den Elvie alle drei Schichten trainieren? Für mich klingt das wieder sehr nach dem bewussten Anspannen der äußersten und kleinsten Schicht. Oder habe ich da etwas übersehen?

    Denn an sich ist die Idee natürlich supercool!

    Liebe Grüße
    Laura

    Antworten
      • Anke
        Anke sagte:

        Liebe Jana,

        vielen Dank für den tollen Überblick. Hast du den innovo auch testen können oder ist der aus dem Testkriterien gefallen?
        Hat jemand damit Erfahrungen gesammelt?

        Viele Grüße!

        Antworten
          • Laura
            Laura sagte:

            Ich finde leider nicht mal die Studie bei schnellem Suchen im Netz. Solche Zahlen kommen ja gerne nicht sehr belastbar zustande, wie 93% berichten von Besserung.
            Das macht es für mich jetzt auf den ersten Blick nicht sehr vretrauenserweckend.

          • Jana Friedrich
            Jana Friedrich sagte:

            In dem Artikel berichte ich über meine persönliche Testreihe. Daher verstehe ich gerade den Einwand nicht. Ich habe ja keine Studie durchgeführt und beziehe mich auch auf keine. ?

          • Lauta
            Lauta sagte:

            Ich meine nicht dich, Jana, sondern das schreiben die auf ihrer eigenen Website und zitieren da eine nicht leicht auffindbare Studie.

          • Jana Friedrich
            Jana Friedrich sagte:

            OK, habs trotzdem noch nicht ganz verstanden, auf welche Studie du dich beziehst?
            Meinst du eine Hersteller- generierte?
            Von welchem Gerät?
            Vielleicht kann ich dir da helfen…?
            LG
            Jana

          • Anke
            Anke sagte:

            Ja von den 93% berichtet der Hersteller Innovo auf der Homepage. Ich bin da zwar auch skeptisch, aber da mir EMS bei Rückemproblemen eine super Ergänzung war, probier ich es mal aus in Kombi mit Elvie. Erste Anwendung war angenehm und hat mindestens an ein-zwei Tagen schon mal den Tonus gut unterstützt. Mein BeBo war nie der kräftigste und nach der Geburt vom ersten Kind mit dem damit verbundenen nun schweren Schleppen und dass das BeBotraining im Alltag doch öfter zu kurz kommt erhoffe ich mir eine gute Unterstützung. Ich berichte und frag auch mal die Physiotherapeutin detaillierter, da hab ich auch EK verschrieben bekommen.

  9. Sophia
    Sophia sagte:

    Hallo!
    Super übersichtlicher Artikel! Bin selbst schon auf den Genuss dieser kleinen Helfer gekommen aber hatte bisher (Gott sei Dank) noch keinen Muskelkater ;-)
    lg
    Sophia

    Antworten
  10. Tina
    Tina sagte:

    Hallo,
    Seit meiner zweiten Geburt habe ich einen schwachen Beckenboden – das ist jetzt 14 Monate her. Mein Frauenarzt hat mir die Konen von Elanee empfohlen. Bei der ersten Benutzung ist die leichteste Kone nach etwas mehr wie 10 Minuten bei einem größeren Schritt rausgerutscht. Beim zweiten Versuch am selben Tag konnte ich die Kone kaum 1 Minute halten. Das beunruhigt mich nun, da ich damit gar nicht gerechnet habe. Kann ich einfach weitertrainieren, oder sollte ich das besser Untersuchen lassen?

    Gruß Tina

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagte:

      Liebe Tina,
      es ist normal, dass es am Anfang sehr schwierig ist. Lass dich nicht so schnell entmutigen.
      Dennoch ist es eine gute Idee mal bei einem Profi (Physiotherapeutin) vorbei zu schauen.
      LG
      Jana

      Antworten
  11. Sandra
    Sandra sagte:

    Liebe Jana,

    Vielen Dank fuer diesen tollen Bericht. Ich habe meine zweite Tochter vor 18 Tagen geboren (die erste Schwangerschaft ist 10 Jahre her … hat bei uns etwas länger gedauert) und bin sehr sehr ungeduldig was den Wiederbeginn mit Joggen betrifft, wofür der Beckenboden ja nun mal wieder in Schuss sein sollte. Fuer mich ist es praktisch ein Garaus, dass ich damit mehrere Monat warten soll. Allerdings wird es mir auch nicht moeglich sein an einem Rückbildungskurs teilzunehmen (gibt es in dem Land meiner Wahl nicht in der klassischen Form und ich muss auch in ein paar Wochen schon wieder arbeiten gehen) und daher wuerde ich “deine” empfohlenen Tools gern sofort verwenden; sprich: ohne Kurs und nur 3 Wochen nach der Entbindung (Blutungen noch minimal vorhanden). Vielleicht sollte ich hinzufügen, dass ich trotz meiner 42 Jahre wirklich fit bin, immer schon sehr viel Sport gemacht und meine Figur schon seit ein paar Tagen zurueck habe (nur das Waschbrett ist noch ein bisschen weicher als vorher. Haha!) Nun aber endlich zu meiner Frage: wuerden deine Erfahrung und Expertise gegen meinen Plan sprechen diese Tools als einziges Mittel und schon so bald zu nutzen?

    Vielen Dank und beste Gruesse
    Sandra

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagte:

      Ich bin etwas vorsichtig mit den Tools als einziges Mittel. Und ich würde trotz aller Sportlichkeit, dem Körper gerne etwas mehr Zeit geben. Um so besser klappt es dann.
      Vielleicht kannst du ja mal bei Youtube schauen. Es gibt wirklich einige gute Videos zu Übungen. Wenn du dann grundsätzlich erst mal wieder ein ganz gutes Gefühl hast, dann kannst du mit den Tools starten.
      Viel Erfolg!
      LG

      Antworten
  12. Ines
    Ines sagte:

    Liebe Jana;
    Vielen Dank für den tollen Artikeln mit den ausführlichen Testergebnissen.
    Gerne würde ich die ben wa balls ausprobieren, die es aber mit diesen Gewichten (35&55gr)
    scheinbar nicht mehr gibt.
    Hast Du vielleicht einen Tipp, wo ich noch fündig werden könnte?
    Vielen Dank und sommerliche Grüße Ines

    Antworten
  13. Susanne
    Susanne sagte:

    Hallo Jana,
    wie lassen sich denn die Intima Kegel verbinden? Die Beschreibung auf deren Website ist leider nicht sehr schlüssig. Ist die Reinigung der Kugeln und Bänder sehr aufwändig?
    Viele Grüße
    Susanne

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagte:

      Liebe Susanne, die Kugeln lassen sich über das „Rückholbändchen“ verbinden. Die Reinigung ist super einfach. Einfach mit Wasser und Seife kurz abwaschen, trockenreiben oder einfach trocknen lassen, fertig.
      LG
      Jana

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  1. […] erste Beckenbodentraining findet ganz ohne Anstrengung statt. Einfach nur durchs Atmen, Aufstehen, Laufen, Hinsetzen, […]

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