Hämorrhoiden in der Schwangerschaft - vorbeugen & behandeln

Hämorrhoiden in der Schwangerschaft – vorbeugen & behandeln

Viele Frauen haben in der Schwangerschaft, oder nach der Geburt, Probleme mit Hämorrhoiden. Der ganze Körper wird ja durch die Schwangerschaftshormone auf „weich & weit“ gestellt. Haut, Bindegewebe, Gefäße, Beckenboden, einfach alles. Das betrifft auch die Gefäße im Enddarmbereich.
Gleichzeitig wird, oftmals durch mangelnde Bewegung, der Darm etwas träger und Bingo! – schon entstehen Hämorrhoiden. Und spätestens dann kommt die Frage nach einer möglichen Behandlung, bzw. was man vorbeugend machen kann, um sie vielleicht sogar ganz zu vermeiden, auf. Dieses, für viele Frauen unangenehme, aber drängende Schwangerschaftsthema, steht im Zentrum dieses Artikels – Antworten natürlich inklusive*.

Hämorrhoiden erkennen

Man erkennt die Entstehung von Hämorrhoiden bereits frühzeitig an den dafür typischen Symptomen, wie Juckreiz und Schmerz, ggf. leichten Blutungen nach dem Stuhlgang, oder am Gefühl von unvollständiger Darmentleerung. Und manchmal kann man – dann ist es eindeutig – die herausgetretenen Hämorrhoiden sogar fühlen.

Bleiben die jetzt für immer?

Die gute Nachricht ist: Nach der Schwangerschaft gehen Hämorrhoiden – zumindest bei guter Pflege – oft wieder vollständig zurück. Deshalb empfehle ich, schon frühzeitig, also schon beim ersten Jucken, mit einer Behandlung zu beginnen.

Wann müssen Hämorrhoiden vom Arzt behandelt werden?

Bei starken Schmerzen oder Blutungen solltest du dich natürlich umgehend beim Proktologen (Arzt für Enddarm-Erkrankungen) vorstellen! Dieser wird dann feststellen, um welches Krankheitsstadium es sich handelt. Es gibt die Stufen 1-4, wovon 3 & 4 tatsächlich operationsbedürftig sind. Sehr häufig handelt es sich aber nur um eine eher harmlose Entzündung, Verletzung oder ein Hautläppchen. Das ist dann alles relativ leicht behandelbar.

Hämorrhoiden vermeiden

Natürlich ist es immer besser eine gute Prophylaxe, also Vorsorge, zu betreiben, als dann mühsam die bereits entstandenen Probleme wieder los werden zu müssen. Glücklicherweise gibt es Einiges, was man vorbeugend tun kann:

Immer schön locker bleiben

Der effektivste Weg, Hämorrhoiden zu vermeiden, ist Verstopfungen zu verhindern. Achte auf eine ballaststoffreiche Ernährung und trinke viel Wasser oder Tee. Sollte der Stuhlgang trotzdem zu fest sein, iss morgens einen Naturjogurt mit einem Esslöffel Lein- oder Flohsamen und trinke ein großes Glas Wasser dazu. Auch Trockenobst oder Pflaumensaft kann hilfreich sein.
Ein echtes Abführmittel solltest du aber besser nicht (schon gar nicht dauerhaft!) benutzen. Es kann das Problem der Darmträgheit letztlich noch verschlimmern. Ein Klistier (Enddarmspülung) kann im Einzelfall, z.B. nach der Geburt, aber durchaus sinnvoll sein.
Achtung: Eisentabletten verursachen einen festen Stuhl. Rede gegebenenfalls mit deinem Gynäkologen über andere Möglichkeiten der Eisensubstituierung. Kräuterblut-Saft ist hier z.B. eine gute Alternative.

Viel bewegen

Eine gute Strategie, um Hämorrhoiden in der Schwangerschaft zu vermeiden, ist die Darmtätigkeit durch Sport anzuregen. Über Sport in der Schwangerschaft habe ich einen kurzen Artikel hier im Blog verfasst. Wenn echter Sport, vor allem im letzten Schwangerschaftsdrittel, nicht mehr gut möglich ist, helfen auch schon einfache Spaziergänge, um die unerwünschte Darmträgheit zu verringern.

Langes Sitzen vermeiden

Für Berufe, die langes Sitzen unumgänglich machen, eignet sich ein spezielles Hämorrhoiden-Kissen.
Achtung: Sitzringe können die Hämorrhoiden noch verschlimmern, da sie die Blutversorgung verschlechtern. Prüf die Möglichkeit, deinen Job ab und zu auch mal stehend auszuüben oder mach viele kurze Pausen, in denen du dich möglichst viel bewegst.

Beckenbodentraining

Lass dir von deiner Hebamme Beckenbodenübungen zeigen. Denn bei einem starken Beckenboden kommt es seltener zu Hämorrhoiden, bzw. bekommt man sie dann einfach besser wieder in den Griff. Hier im Blog gibt es bisher leider noch nichts zu dem Thema. Steht aber auf der Liste!

Pressphase kurz halten

Manche Frauen kommen hämorrhoidenfrei durch die gesamte Schwangerschaft, nur um sie sich dann im wirklich allerletzten Moment – in der Pressphase der Geburt – doch noch zuzuziehen. Das ist natürlich echtes Pech, aber leider nicht immer vermeidbar. Dennoch sollte man folgende Regeln für die Geburt im Hinterkopf behalten:

  • Mit dem Pressen sollte erst begonnen werden, wenn der Pressdrang von selber da ist. (Eigentlich logisch, wird aber nicht immer befolgt.)
  • Bei einer Hockergeburt solltest du zwischen den Wehen immer mal wieder aufstehen, also nicht durchgehend oder lange sitzen bleiben.
  • Eine aufrechte Gebärposition vereinfacht das Pressen und verkürzt die Pressdauer fast immer.

Hämorrhoiden (selbst) behandeln

Du hast bereits festgestellt, dass es zu den lästigen Hämorrhoiden gekommen ist? Das ist natürlich unangenehm, aber es gibt erfreulicher Weise Einiges, das du zur Verbesserung deines Wohlbefindens, und als Therapie dagegen, unternehmen kannst. Du kannst also erst einmal versuchen, die Hämorrhoiden selbst zu behandeln. Sollte sich aber nach 14 Tagen keine Besserung einstellen, rate ich dir nicht zu zögern, sondern zügig einen Termin beim Proktologen zu machen. Du solltest hier den Leidensdruck also nicht zu groß werden lassen.

Entspannter Toilettengang

Druck ist einer der Hauptursachen für Hämorrhoiden. Reagiere deshalb prompt auf Druck im Darm und lass dir aber dann genug Zeit für den eigentlichen Stuhlgang. Mach dabei einen runden Rücken. Merkhilfe: „Po ins Klo!“ ;-)
Wichtig ist dabei vor allem nicht zu pressen! Du hast einen stressigen Job und eigentlich keine Zeit für die Toilette? Prioritäten setzen – in Ruhe sitzen!

Hämorrhoiden-Pflege

Nach dem Stuhlgang wäscht du die von Hämorrhoiden betroffene Region mit Wasser ab und trocknest mit unparfümiertem Papier vorsichtig nach. Danach trägst du eine gute Hämorrhoiden-Salbe auf. Fertig.
Wer meinen Artikel zur Dammpflege gelesen hat, kennt ja schon das Regenerations-Spray von Motherlove. Das kann natürlich auch zur schonenden Reinigung verwendet werden und hilft, wenn es mit dem Waschen (z.B. im Büro) eher schwierig ist. Passt übrigens in jede Handtasche.
Treten die Hämorrhoiden sogar schon hervor, kannst du versuchen sie zu reponieren, also zurück zu drücken. Wenn das nicht geht, ist es total wichtig, diese zumindest gut ein zu cremen, um weitere Fissuren und Blutungen zu vermeiden. Denn trockene Haut geht viel eher kaputt, als geschmeidige. Und spätestens jetzt solltest du dringend einen Experten drauf schauen lassen!

Produktempfehlung

Als Hämorrhoiden-Salbe, bzw. Balsam, haben sich bisher folgende Präparate sehr gut bewährt:

  • Hametum – H-Salbe
    Der Wirkstoff ist ein Hamamelis-Destillat. Das Präparat kann mehrfach am Tag dünn aufgetragen werden und ist rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.
  • Faktu-Salbe
    Diese Hämorrhoiden-Salbe ist im Prinzip ähnlich aufgebaut. Von beiden Varianten gibt es auch Zäpfchen, die für eine längere Wirkdauer über Nacht gedacht sind.
  • Das Hämorrhoiden-Balsam von Mothelove ist mein absoluter Favorit, und ist deshalb auch im Hebammenblog-Shop erhältlich.
    Ich finde das Balsam toll, weil es neben dem (oh Wunder;-)) Hamamelis-Wirkstoff, noch weitere hautberuhigende Stoffe, wie Schafgarbe und Ringelblume enthält, die zu einer schnellen Linderung, der ja nun wirklich lästigen Beschwerden, beitragen. Es zieht schnell ein und schützt die empfindliche Haut nachhaltig. Die Olivenöl- & Bienenwachsbasis machen es zum geschmeidigen Balsam. Eigentlich ist es fast schon ein kleines Hausmittel.

Es gibt noch weitere, auch Cortison haltige, Präparate, die ich hier aber nicht vorstellen möchte, da sie nicht rezeptfrei sind und damit ohnehin nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt angewendet werden dürfen.

Du bist nicht allein!

Es leiden ca. 80% der Erwachsenen (Männer & Frauen) gelegentlich an Hämorrhoiden unterschiedlicher Stadien. Solltest du also davon betroffen sein, dann bist du zumindest kein exotischer Einzelfall!

Noch Fragen?

Ich bin positiv erstaunt und sehr erfreut, wie viele Rückmeldungen und Fragen es letzte Woche zum vermeintlichen Tabu-Thema Dammpflege nach Geburtsverletzungen gab.
Also immer raus mit der Sprache! Was hat euch geholfen? Gibt’s noch weitere Tips oder Erfahrungen, die ihr weitergeben könnt? Habt ihr noch Fragen?

*= Dieser Artikel enthält Affiliating-Links - Wenn du sie klickst und dann etwas kaufst, erhalte ich dafür vom Händler eine klitzekleine Vergütung - Danke dafür!

Meine Produktempfehlung für dich

Das Hämorrhoiden-Balsam von Motherlove ist Teil meiner täglichen Hebammenarbeit und hat sich bei den von mir betreuten Familien bereits vielfach bewährt. In meinem Shop zum Blog kannst du es jetzt kaufen – dort erhältst du übrigens bei vielen Produkten weitere persönliche Anwendungstips in Form eines kleinen Beipackzettels von mir.



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27 Kommentare
  1. Neeva
    Neeva sagt:

    Es gibt inzwischen Eisentabletten, in denen auch gleich ein Mittel gegen Verstopfung enthalten ist. Also bei der Frauenärztin ruhig danach fragen…

    Antworten
  2. zitrone
    zitrone sagt:

    Was auch sehr hilfreich ist: auf der Toilette die Füße auf einem Hocker abstellen, durch den Winkel kommt man der physiologischen Hockposition näher und es ist viel weniger Druck nötig.

    Antworten
  3. Küstenmami
    Küstenmami sagt:

    Hallo Zusammen,

    und ein großes Dankeschön für diesen tollen Artikel, Jana!

    Ich habe noch folgende Tipps, um den Stuhl weicher zu machen – und damit vorzubeugen oder den Stuhlgang erträglicher zu machen:

    – Statt oder zusätzlich zu Leinsamen Sonnenblumenkerne essen, das macht den Stuhl weich, aber nicht so schleimig
    – Naturtrüben Apfelsaft trinken: Am besten gleich nach dem Aufstehen ein Glas auf Ex :) Oder gemischt mit warmem Wasser, ebenfalls nach dem Aufstehen. Das wirkte bei mir prompt…
    – Wenn das nicht hilft: Sauerkrautsaft (gibt’s in der Drogerie oder im Reformhaus)! Schmeckt furchtbar (ging bei mir auch nur auf Ex), hat aber eine tolle Wirkung :)

    Viele liebe Grüße

    Küstenmami

    Antworten
  4. Stefanie
    Stefanie sagt:

    Ich hätte mal eine Frage, die nur indirekt mit Hämmorhoiden zu tun hat: Ich hatte während der Schwangerschaft überhaupt keine Probleme, aber nach der Geburt Verstopfung (die schlimmste meines Lebens). Hätte man das irgendwie verhindern können? Ich hab mich unter der Geburt fast ständig übergeben und hab eigentlich viel getrunken, aber möglicherweise nicht genug. Und als dann die Verdauung wieder angefangen hat, zu arbeiten, war das erste Ergebnis Verstopfung. Gibts da auch ein vorbeugendes Hausmittel? Der Bettnachbarin hat man Magnesium gegeben (mir nicht, ich bin wohl vergessen worden), wäre das was gewesen? Wann hätte ich das nehmen müssen?
    Danke für eine Antwort :)

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Mmmh, wahrscheinlich wirklich vergessen worden. Normalerweise fragt man eine Wöchnerin in den ersten Tagen nach der Geburt täglich, ob sich schon was getan hat. Und wenn es zu lange dauert gibts verschiedene Hilfen…

      Antworten
  5. Melanie
    Melanie sagt:

    Das mit dem Hocker ist echt spitze. Ich nutze ihn jetzt seit ein paar Tagen und meine Beschwerden haben deutlich nachgelassen. Bestellt habe ich ihn bei Hoca und er passt sich der runden Form der Toilette prima an, sodass ich ihn bei jeder Sitzung verwenden kann. Klasse Sache und so simpel.

    Antworten
    • elena
      elena sagt:

      Hallo Melanie, ich habe mir vor ein paar Wochen auch einen Hoca aus Pinienholz gegönnt. Super verarbeitet und macht einen super Eindruck vor meiner Toilette. Durch die Hockhaltung kann ich mich blitzschnell entleeren und vor allem auch gründlich. Das ist ein super Gefühl. Zudem muss man auch nicht mehr pressen, das ist ja immer schmerzvoll bei Hämorrhoidenbefall. Dank des Hoca können wohl einige Darmkrankheiten effektiv vorgebeugt werden.

      Antworten
  6. Bine
    Bine sagt:

    Hämorrhoiden hatte ich während der Schwangerschaft und nach der Geburt (vor 4 Monaten) zum Glück nicht…mein größeres Thema war Verstopfung an sich – unter anderem auch wg. Eisentabletten – das beim „großen Geschäft“ häufig für ganz furchtbar viel Schmerzen gesorgt.
    Mein Eindruck war, dass der Stuhl sich am Darmausgang als fester, großer Ball gesammelt hatte – also durch fehlende Beckenbodenmuskulatur im Darmbereich nicht optimal bzw. wie früher „in Form“ gebracht wurde.

    Ich habe bisher mit niemandem dazu sprechen wollen/mögen sondern hab auf der Toilette einfach immer die tränenden Augen zusammengekniffen. Schließlich habe ich Sachen wie Leinsamen, Milchzucker etc. probiert und konnte mir dann mit Trockenpflaumen am besten helfen.
    Im Grunde denke ich, dass es vielleicht mehr Müttern so geht…?
    Wissen tu ich es natürlich nicht, weil ich bisher nicht drüber gesprochen habe…und vielleicht ist meine Annahme, dass es an der fehlenden „Formgebung“ im Enddarm liegt, auch komplett falsch?!

    Antworten
  7. Tanja
    Tanja sagt:

    Danke für diesen Artikel.
    Nach der Geburt meines zweiten Kindes hatte ich schon leichte Hämorrhoiden. Jetzt bei der dritten Schwangerschaft sind sie auch wieder da.
    Ich habe allerdings keine Probleme mit hartem Stuhl, der ist eigentlich immer weich, deshalb helfen mir Tipps wie Backpflaumen etc. wenig.
    Kann ich eigentlich jetzt schon während der Schwangerschaft zB Hametum Salbe oder dieses Regenerationsspray benutzen? Macht das überhaupt Sinn?

    Antworten
  8. Gänseblümchen
    Gänseblümchen sagt:

    Die hametum-salbe hatte ich auch, aber nach meiner 2.geburt kam sie gegen die Hämorrhoiden nicht mehr an…. meine hebamme empfahl mir dann den Hamamelis-Myrte-Balsam der Bahnhof Apotheke Kempten, am nächsten tag hatte ich schon keine schmerzen mehr!
    weiterer tipp von ihr, auf alufolie kleine „würstchen“ die ins Gefrierfach und schon hat man Zäpfchen mit angenehm kühlender wirkung!
    P.s.sorry für Rechtschreibfehler stille grad meine 2jungs☺

    Antworten
  9. dragonet
    dragonet sagt:

    Noch ein Tipp, wenn die Beschwerden noch leicht sind (oder man die hervorgetreten Hämorrhoiden einfach pflegen möchte): Honig drauf schmieren. Hat bei mir sehr gut geklappt und sogar einen kleinen Riss in der Haut geheilt. Hab mir in eine leere Kontaktlinsendose einen Löffel Honig getan, auf dem Klo deponiert und immer wenn ich dort war ein bisschen was aufgetragen.

    Antworten
  10. Christin
    Christin sagt:

    Guten Abend,

    Ich frage mal in meiner Verzweiflung hier nach.

    Sind im Urlaub, die letzten 2 Tage je 10km & mehr am Strand spaziert & nun kam gestern (wie aus dem nichts) eine dicke Hämorrhoide aus meinem Po, die furchtbar schmerzt. Nun bin ich in die Apotheke. Dort hat man mir gesagt es gäbe nichts, was laut Beilage unschädlich fürs Baby wäre & sagte Lidocain salbe sollte helfen. Tut sie aber nach 4/5x rauf schmieren nicht. Also lasse ich es wieder.
    Es scheint laut Google eine H. 4. Grades zu sein.
    Was kann ich nun tun? Hab einen Termin beim Proktologen gemacht, aber alles was ich lese ist eine furchtbare OP als Lösung. Das kann doch in der SS nicht das einzige sein :-(
    Und wenn doch, wem ging es vielleicht genauso?

    Antworten
    • Meike
      Meike sagt:

      Hallo Christin,

      belibt die Hämorrhoide denn dauerhaft außerhalb des Anus? Eine Hämorrhoide 4. Grades sorgt dadurch ja leider auch für Stuhlinkontinenz. Medikamente helfen bei Hämorrhoiden leider ohnehin nur gegen die Beschwerden, aber ändern nichts an der Ursache. In der Schwangerschaft ist so eine OP wirklich nicht ratsam. Das einzige was im Alltag hilft wäre ein Sitzkringel, Bewegung, viel Flüssigkeit und ausgewogene Ernährung. Gerade die Ernährung ist super wichtig, damit es nicht zu Verstopfungen kommt und das Pressen beim Stuhlgang das Hämorrhoidalleiden noch verstärkt. Ich wünsche Dir gute Besserung!

      Antworten
  11. Annette
    Annette sagt:

    Also meine Hebamme hat mir damals Neo Ballistolöl empfohlen und das war echt klasse. Hat auch beim Abheilen der Geburtsnarbe sehr gut geholfen. Wie soll ich sagen? Es fühlt sich an, wie ein Eisbonbon ;) , wirkt von demher kühlend und lindert Schmerzen und Juckreiz. Gibt es rezeptfrei in der Apotheke.

    Antworten
  12. Rita
    Rita sagt:

    Danke für diesen Artikel! Das Thema wird wirklich viel zu sehr tabuisiert, obwohl es auch so viele Nichtschwangere und Männer betrifft….
    Hier noch ein Ansatz zur Vorbeuge: Ich hatte früher des Öfteren Probleme mit Hämorrhoiden und hab dann irgendwo gehört, man soll sie zum Vorbeugen morgens nach dem Duschen immer ordentlich „erschrecken“ – sprich, den Anus ausgiebig mit kaltem Wasser abduschen. Das kostet vor allem im Winter etwas Überwindung, aber ich hab mich (nach mittlerweile gut 2 Jahren) dran gewöhnt und hatte seitdem keine Probleme mehr.

    @Jana: Bitte um Einspruch, sollte während der Schwangerschaft etwas gegen diese Methode sprechen. Bin zum ersten Mal schwanger und das noch sehr frisch, daher fehlen mir diesbezüglich die Erfahrungswerte ;-)

    Antworten
  13. Lisa1
    Lisa1 sagt:

    Hey Rita,

    die Sache mit dem kalt duschen klingt einleuchtend, ich weiß gar nicht warum ich da nicht auch schon drauf gekommen bin! Durch die Kälte verengen sich ja die Blutgefäße und die Hämorrhoide kann besser abschwellen.
    Eigentlich gibt es ja dieses Ammenmärchen, dass Kälte und Sitzen auf kalten Steinen Hämorrhoiden begünstigen soll. Meine Hausärztin sagt aber, dass wäre totaler Blödsinn.

    Was mir total gut geholfen hat nach der Schwangerschaft waren Leinsamen, Lidocainsalbe und später dann die Bewegung beim Rückbildungskurs. Ich habe richtig gemerkt, dass die Hämorrhoiden sich immer weiter zurückgezogen haben, je mehr ich meinen Beckenboden trainiert habe.
    Vielleicht war das aber auch dem Faktor geschuldet, dass ich mich nach der langen Erholungszeit vom Kaiserschnitt generell wieder mehr bewegt habe, wer weiß…

    Ganz weg gegangen sind sie leider nicht, aber immerhin bin ich die Schmerzen und die ständigen Entzündungen los…Zum Glück! :)

    Wie war das bei euch? Werden die Hämorrhoiden schlimmer nach jeder Schwangerschaft?

    Antworten
  14. Inga
    Inga sagt:

    Hallo,
    mein Tipp: Blistex Lippenbalm (hatte ich mal unterwegs als Notlösung probiert und als super befunden). Und dann Heilwolle drauf (hilft bei Babys wund sein ja auch)- und dann juckfrei durch die Nacht :-)

    Antworten
  15. Caro
    Caro sagt:

    Hallo, bin gerade schwanger und wollte noch ergänzen, dass bei stark schmerzenden „Hämorrhoiden“ in der Schwangerschaft manchmal auch eine Analvenenthrombose vorliegen kann. Für Laien ist die Verwechslungsgefahr recht gross. So nämlich kürzlich auch bei mir. Da helfen die gängigen Hämorrhoidensalben nicht. Ich würde daher bei entsprechenden Beschwerden empfehlen, immer den Arzt aufzusuchen und nicht zuerst auf Eigenbehandlung zu setzen. Das kann einige schmerzhafte Tage sparen. Viele Grüsse an alle.

    Antworten
  16. Uli
    Uli sagt:

    Noch ein Tipp zur Vorbeugung: nach dem Toilettengang statt Klopapier Feuchttücher verwenden. Was für Baby gut ist, ist auch gut für Mama. =)

    Antworten
    • Sanne
      Sanne sagt:

      Darüber ob feuchte Tücher gut sind, egal für wessen Popo müssen wir verhandeln. Sie enthalten Chemikalien, damit sie feucht bleiben und können die Haut austrocknen. Ich nehme sie jedenfalls nur um hartnäckigen Schmutz z.b. den vom Bratenfett verklebten Lampenschirm in der Küche zu säubern. An die empfindliche Stelle zwischen meinen Pobacken würde ich damit garantiert nicht gehen. Geschweige denn an meine Kinder.
      In vielen Ländern gibt es eine kleine Brausepulver an der Toilette um sich damit zu reinigen. Das Papier ist dann nur noch zum trocken tupfen.
      Dafür geht auch eine Plastikflasche mit einen kleinen Loch im Deckel.
      Das spart ausserdem Geld und Müll, denn feuchte Tücher gehören nicht in die Toilette und können diese verstopfen.
      Sorry für die Schlaumeierei.
      Danke für den schönen Artikel.

      Antworten
  17. Dr.Par
    Dr.Par sagt:

    Es gibt Verschiedene Einflussfaktoren, welche dazu beitragen können, dass sich Hämorrhoiden während der Schwangerschaft vergrößern. Dies führt entsprechend zu den häufigsten Symptomen des Hämorrhoidalleiden wie Juckreiz, Brennen, Nässen und Schmerzen im Analbereich. Syptome jeglicher Art können im anfangs Stadium mit einfachen Salben gelindert werden. Hämorrhoiden im Anfagsstadium können sowohl in der Schwangerschaft, als auch danach gut behandelt werden.

    Antworten
  18. Christina
    Christina sagt:

    Ich habe schon vor der Schwangerschaft öfter mal Probleme mit Hämorrhoiden gehabt, teilweise auch mit Schmerzen und starkem Juckreiz. Liegt wohl an meinem doch ziemlich schlechten Bindegewebe. Was ich wirklich sehr empfehlen kann sind Sitzbäder mit Eichenrinde. Diese wirken zusammenziehend. Ich menge hierzu stets immer noch Kamillenblüten hinzu, die sind ohnehin mein Allerheilmittel für alles :)
    Eichenrinde bekommt man sicherlich auch im Reformhaus, ich habe einfach einen größeren Beutel bei Ama**n bestellt ;)

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