Baby aus Hypnobirthing Hausgeburt

Geburtsbericht: Eine Hypnobirthing Hausgeburt

Das Thema Hypnobirthing lässt mich einfach nicht los. Und im positivem Sinne seid ihr auch ein bisschen mit Schuld daran, denn ich bekomme von euch immer noch viele Zuschriften mit Fragen oder Anregungen dazu. Franzis Geburtsbericht über eine Hypnobirthing-Hausgeburt habe ich schon lange in der virtuellen Schublade. Jetzt wird er endlich mal rausgezaubert, um euch zu zeigen, wie toll so eine HB-Geburt als Hausgeburt ablaufen kann.
Denn mein Artikel „Hypnobirthing aus Kliniksicht – Wunsch vs. Wirklichkeit“ war ja doch nicht ganz so positiv und Mut-machend, wie Franzis Geschichte. Ich finde den Ansatz, den Hypnobirthing verfolgt, richtig gut und glaube daran, dass er funktionieren kann. Deshalb freue ich mich um so mehr, hier eine Geburt veröffentlichen zu dürfen, die wirklich so ablief, wie Hypnobirthing es immer verspricht. Schmerzfrei.

Hier kommt Franzis Geburt, wie immer mit kleinen Anmerkungen von mir in lila:

Es soll endlich los gehen!

Sonntagmorgen. Fast eine Woche nach dem Errechneten Termin. Das Baby ist immer noch nicht da. Ich nehme all meine Überzeugungskraft zusammen und versuche, das Baby in meinem Bauch dazu zu überreden, dass es sich doch bitte jetzt auf den Weg machen möge, denn dann wird es noch ein Sonntagsbaby.
Je näher der Mittag rückt, desto öfter denke ich, „Ach, das schaffen wir heut noch“. Aber nichts passiert. Keine Wehe, keine geplatzte Fruchtblase. Kein GARNIX!
Ein wenig enttäuscht und vor allem geschafft – die „große“ Tochter ist 14 Monate alt, der Bauch ist schwer, die Luft zum Atmen wird knapp, ich habe Sodbrennen und muss ständig aufs Klo – gehe ich spät ins Bett. So gegen 23 Uhr, immer noch denkend, „Na es haben ja auch schon Frauen ihr Kind in knapp einer Stunde bekommen, seufz“. Aber es passiert einfach nichts und ich schlafe mit Kopfhörern im Ohr zur Hypnobirthing-Musik ein.

Hypnobirthing – gut vorbereitet

In den letzten Wochen und Monaten habe ich mich intensiv auf meine Hypnobirthing-Geburt vorbereitet. Wir haben eine Hausgeburt geplant und alles ist bereit: Der Geburtspool steht aufgepustet mitten im Weg. Der CD-Player ist startklar, die Hebamme ist in Rufbereitschaft und mit ihr die zukünftigen Omas und eine sehr gute Freundin, die dabei sein soll, um auf die große Tochter aufzupassen, falls sie wach werden sollte. Irgendwo her weiß ich, dass es in dieser Nacht losgehen wird. Weiche, rote Handtücher sind bereit und warten nur darauf einen kleinen Menschen zu umhüllen.
Ich habe viele Bücher zum Thema natürliche und selbstbestimmte Geburt gelesen und gemeinsam mit meinem Mann einen Hypnobirthing-Kurs besucht. Das ist ein Geburtsvorbereitungskurs, in dem wir verschiede Entspannungs- und „Hypnose“-Techniken erlernt haben; diese habe ich in den letzten Monaten der Schwangerschaft beinahe täglich geübt. Außerdem habe ich mir sehr viele Videos von entspannten Hypnobirthing-Geburten angesehen. DAS wollte ich auch! Besonders das Video von Clios Freebirth

hat mich tief beeindruckt und mich in meiner Annahme, dass Geburt nicht so sein muss, wie es in Film und Fernsehen gezeigt wird, bestätigt und mir Zuversicht geschenkt. Ich war mental so sehr auf eine einfache, schmerzlose und schnelle Geburt eingestellt, dass ich morgens manchmal aufwachte und dachte, das Baby wäre schon da, weil ich es mir so real und genau vorgestellt hatte.

Die Wellen kommen

Um Punkt 03.05 Uhr wachte ich auf und wunderte mich, warum ich wach war. Ich sah auf die Uhr und dachte: „Oh wie schön, ich kann mich wieder umdrehen und weiterschlafen.“ Als ich plötzlich ein leises Ziehen im unteren Bauch bemerkte.
„Nanu“, dachte ich, „geht’s jetzt etwa los?“ Ich ging erst mal aufs Klo und legte mich dann wieder hin, um weiter zu schlafen. Da zog es wieder. Jetzt war ich wach. Ich war aufgeregt, aber voller Vorfreude, weil ich wusste, dass es jetzt soweit war.
Ich blieb im Bett liegen und atmete ruhig weiter. Wenige Minuten später spürte ich erneut ein leichtes Ziehen im Bauch. Und ein paar Minuten später noch mal. Die Abstände waren sehr unterschiedlich, mal drei Minuten, sechs Minuten, zwei Minuten, vier Minuten, sieben Minuten. Mittlerweile war es kurz vor Vier und die Wellen wurden mit jedem Mal intensiver, so dass ich beschloss, es sei an der Zeit den werdenden Vater zu wecken.

Für alle (noch) Nicht-Hypnobirthing-Experten: In der Vorbereitung von Hypnobirthing-Geburten legt man sehr viel Wert auf eine positive Sprache im Umgang mit der Geburt. So wird z.B. von Wellen, anstatt von Wehen gesprochen. Alles was Angst machen könnte, wird vermieden.

Hebamme wechsel Dich

Hakan, mein Mann, sprang sofort voller Freude aus dem Bett und fragte, was ich brauche. „Nichts“, sagte ich. „Nur, dass du da bist“. Danach rief ich unsere Hebamme an, die bei der Geburt dabei sein sollte.
Judith ging ans Telefon und klang sofort hellwach. Zu wach. Sie teilte mir mit, dass sie gerade bei einer anderen Geburt sei, diese schwierig wäre, noch lange dauern würde und sie deshalb ihre Kollegin zu mir schicken wird. So ein Mist! Mit Judith ist alles abgesprochen, sie weiß, dass ich die Geburt alleine versuchen möchte und keine Untersuchungen und Vorschläge will, außer ich bitte darum oder Judith hält es für unbedingt nötig. Und nun kommt eine mir völlig unbekannte Frau. Die mich nicht kennt, die unsere Vorbereitungen nicht kennt, und meine Schwangerschaft nicht kennt. Die Ärmste.

Die Ärmste? Nicht ich Ärmste? Dass Du Dir eher um die Hebamme, als um Dich Sorgen gemacht hast, zeigt schon mal eine ziemlich entspannte Grundhaltung. Denn das die Hebamme bei einer geplanten Hausgeburt nicht kommt, ist natürlich erst mal ärgerlich. Denn genau da hat man sich ja auf eine bestimmte Hebamme eingeschossen und möchte sich vertrauensvoll auf alles verlassen können. Aber Geburten sind nun mal nicht absolut planbar. So etwas kann immer passieren und da ist es gut, offen zu bleiben. Grundsätzlich denke ich, dass Hebammen, die sich gegenseitig vertreten, auch gut zueinander passen, ähnlich arbeiten und natürlich eine spezifische Übergabe machen – notfalls auch kurzfristig.

Letzte Handgriffe

Hakan bringt den Geburtspool ins Bad, stellt Kerzen auf und hängt das Fenster mit einem Tuch ab. Kurz nach Vier rufe ich meine Freundin Anne an, die bei der Geburt dabei sein soll, falls das große Kind wach wird und weil ich sie gerne als Unterstützung dabei haben möchte.
Währenddessen nehmen die Wellen an Fahrt auf, ich kann mich zwar noch gut unterhalten, muss aber schon sehr auf meine Atmung achten.
Als Anne keine 30 Minuten später da ist, sitzen wir noch zu Dritt auf dem Sofa und quatschen. Plötzlich merke ich, wie das Ziehen im Bauch noch stärker wird und ich mich beim Atmen mit geschlossenen Augen konzentrieren muss.

Im Geburtspool

Worauf ich mich konzentriere? Auf meinen Atem, tief einzuatmen und vor allem langsam und lang auszuatmen. Auf meine positiven Gedanken und die Bilder, die meine Geburt visualisieren. Nach ein paar Wellen merke ich, dass ich mich bewegen muss. Die Stimmen machen mich nervös. Ich will umherlaufen und ich will in den Pool. Also gehe ich mit Hakan ins Bad, während Anne im Wohnzimmer wartet und das Babyphone bewacht. Wir lassen Wasser in den Pool, zünden die Kerzen an und schalten die Hypnobirthing-Musik an. In diesem Moment bin ich so froh, dass ich jetzt nicht noch irgendwo hin fahren muss. Ich will mich konzentrieren, ich will ins warme Wasser, ich will atmen und das Baby rauslassen.

Übrigens: Hypnobirthing-Geburten müssen nicht zwangsweise im Geburtspool stattfinden. Aber das warme Wasser ist eben einfach oft sehr hilfreich. Unter der Geburt arbeitet nun mal die Muskulatur und Muskeln entspannen einfach besser durch Wärme. Bei allen Geburten…

Es ist kurz nach Fünf, als ich in die Wanne gehe. Das warme Wasser ist herrlich, ich entspanne mich sofort, atme mit den Wellen, mache lange mmmmmmmmmmmmmhs und aaaaaaaaaaaaaahhhhhhs, während Hakan meine Schultern mit einer besonderen Massage berührt, die wir im Kurs gelernt haben: Die Light-Touch-Massage. Sie sorgt dafür, dass Hormone ausgeschüttet werden, die Schmerzen lindern und Glücksgefühle hervorrufen. Schmerzen habe ich keine – es ist nach wie vor ein kräftiges Ziehen im Bauch, das ich mit den ruhigen Atemzügen gut aushalten kann. Zwischen den Wellen kann ich mich jedes Mal gut ausruhen, fühle mich glücklich und bin aufgekratzt, weil das Baby gleich kommt. Wir wissen noch nicht, was es wird. Es ist ein Überraschungs-Ei ;-)

Wasser marsch!

Ich lehne im Sitzen an der Wand des Geburtspools, als die nächste Welle kommt und meinen Bauch zusammendrückt. Plötzlich macht es BLUBB und ich merke, wie ein Wasserstrahl aus mir heraus schießt und der Druck im Bauch nachlässt. „Ich glaube, die Fruchtblase ist gerade geplatzt“, strahle ich. Es fühlte sich so an, als würde jemand einen Wasserballon unter Wasser platzen lassen.

Ankunft der Hebamme

Ich sitze immer noch angelehnt im Pool, als die Hebamme herein kommt. Es ist ungefähr 5.20 Uhr. Sie stellt sich kurz vor, ich stelle mich vor und muss eine Pause zum Atmen machen. Dann wechsle ich in den Vierfüßlerstand, weil ich merke, wie der Kopf des Babys nach unten drückt. Ute (die Hebamme) will meinen Muttermund untersuchen, wie das eine Hebamme nun mal macht, wenn sie zu einer Gebärenden kommt, aber ich zische sie an: „Finger weg!“, denn es tut sofort weh und ich will in diesem Moment auch nicht berührt werden. Die Ärmste, das konnte sie ja nun wirklich nicht wissen. Also fragt sie mich, ob sie mit dem Ultraschall-Doppler die Herztöne des Babys abhören kann. Natürlich, das darf sie gerne. Die Herztöne sind super, das Baby ist fit und macht prima mit.

Natürlich möchte sich eine Hebamme ein schnelles Bild von der Situation machen, wenn sie mitten in der Geburt dazu gerufen wird. Noch dazu bei einer ihr fremden Frau, die sie ja nicht so gut einschätzen kann, wie eine, die sie vielleicht schon über Wochen betreut hat. Ich glaube, ich hätte in der Situation auch gerne ganz kurz untersucht, um festzustellen, ob das Kind richtig liegt und soweit alles in Ordnung ist. Herztöne hören ist natürlich Pflicht.

Es drückt

Da Ute nicht selber tasten darf, bittet sie mich mal zu fühlen. Vorsichtig untersuche ich mich selbst, stoße aber irgendwo an und frage mich, was das sein könnte?! Ute sagt „Das ist das Köpfchen!“ Waaaaaaaas??? Jetzt bin ich wirklich aus dem Häuschen. Ich habe soeben mein Baby zum ersten Mal gestreichelt und das, obwohl es noch komplett in mir ist. Wahnsinn!
Ein paar Sekunden später überkommt mich ein starker Pressdrang. Ich lasse meinen Körper gewähren. Ich presse NICHT mit, sondern versuche weiter nach unten zu atmen, mein Baby heraus zu atmen. Mein Körper macht die ganze Arbeit allein. Ich atme und konzentriere mich darauf, entspannt und locker, weich und offen zu sein, damit das Baby leichter heraus kann. Bei der nächsten Welle – mein Körper zieht sich zusammen und schiebt das Baby weiter hinunter – kann ich spüren, dass der Kopf fast da ist. Ich frage, ob es wirklich der Kopf ist, weil es jetzt gerade unheimlich anstrengend ist und wenn das NICHT der Kopf ist, dann will ich jetzt nicht mehr weiter machen. „Doch, doch…“, beruhigt mich Ute, „..es ist der Kopf, gleich ist er da.“

Ring aus Brennnesseln

Es ist 5.40 Uhr. Ute macht eine Kompresse, um meinen Damm zu schützen. Plötzlich brennt es – wie ein Ring aus Brennnesseln – und dann hört das Brennen auf. Kein Schmerz. Kein Stechen, nur noch ein immenser Druck.
Der Kopf vom Baby ist da! Ich kann ihn sehen! Unter Wasser, lauter schwarze Haare! Ein weiteres Mal atme ich tief ein und atme langsam nach unten aus, da flutscht das Baby heraus und ich kann es mir selbst nehmen und auf die Brust legen! Mein Baby! Ich habe mein zweites Kind geboren! Unfassbar – ein Wunder! Ich schaue es an, es ist so wunderwunderschön, mir kommen die Tränen – um 5:49 Uhr.

Schwester-Glück

Das Baby gurgelt ein bisschen und fängt an zu meckern. Da merke ich, dass es die Nabelschnur im Nacken hat, die es nach unten zieht. Mit Utes Hilfe befreie ich mein Baby von der Nabelschnur, die nur um den Nacken, aber nicht um den Hals liegt, und das Baby wird sofort wieder ruhig, schaut uns mit blinzelnden Augen an.
„Was ist es denn?“ fragt Ute. Ich schaue vorsichtig nach. Ein Mädchen!!!
Wir freuen uns alle so sehr: Eine kleine Schwester für unser großes Mädchen. Was für ein glückseliger Moment.
Ich lege meine Tochter an die Brust und sie fängt sofort an ein wenig zu saugen. Wir bestaunen unser kleines Wunder. Der Papa durchtrennt die Nabelschnur und ich gebe ihm unser kleines Mädchen in die vorgewärmten Handtücher.

Baum des Lebens

Ute wartet geduldig mit mir auf die Plazenta, die aber noch nicht kommen will. Mir wird im Wasser langsam kalt und wir beschließen nebenan im Bett auf die Plazenta zu warten.
Gesagt getan: Hakan und Ute helfen mir aus dem Wasser, rüber ins Bett. Dann muss ich noch Mal etwas mitschieben und schon kommt die komplette Plazenta, mit Nabelschnur, Fruchtblase, und den vielen kleinen Verästelungen. Wir schauen sie uns dieses Mal in aller Ruhe an, denn sie sieht wirklich faszinierend aus. Wie ein richtiger Baum – der Baum des Lebens.
Ute untersucht mich und findet eine winzig kleine Abschürfung, die aber nicht genäht werden muss.

Toll! Da haben sicher das warme Wasser und das kontrollierte, langsame Schieben zu bei getragen.

Happy Geburtstags-Frühstück

Ich sitze im Bett, mein Baby an der Brust. Es gibt frische Brötchen, Kaffee und Saft. Die beiden frisch gebackenen Omas sind auch gekommen, bestaunen das neue Baby und spielen mit der großen Tochter.

Es war eine traumhafte Geburt. Es war noch viel schöner, als ich es mir vorgestellt habe. Wenige Minuten nach der Geburt denke ich tatsächlich, dass ich es am Liebsten sofort noch mal machen möchte. Diese Geburt ist mit Abstand das Erfüllendste, das ich je erlebt habe! Ich fühle mich so kraftvoll und gestärkt – ich habe unserer kleinen Familie einen wunderschönen Menschen geboren. Das ist das größte Geschenk. Ich liebe dich, mein Baby! <3

Franzi, ich danke Dir für Deinen schönen Geburtsbericht!
Die liebe Franzi ist übrigens eine Bloggerkollegin von mir. Wer jetzt Lust hat noch mehr von ihr zu lesen, kann das auf ihrem schönen einfach klein – Blog tun, in dem es besonders viel um Trage- und Windelfrei-Themen geht. Ich liebe vor allem ihre exquisite Serie „Tragen ist Liebe“. Schaut mal vorbei!

Vorbereitungsmaterial

Franzi hat sich ziemlich ausführlich auf die Geburt vorbereitet und wir wollen euch ihre Quellen natürlich nicht vorenthalten…

– Franzis persönliche Vorbereitungs-Bibliothek –

– Franzis Youtube-Video-Liste –

Achtung: Trigger-Warnung! Hier werden zwar wunderschöne Geburten gezeigt, aber man sieht eben wirklich alles…

Noch Fragen?

Wenn ihr jetzt mehr über Hypnobirthing wissen wollt und Fragen dazu habt, hinterlasst einfach einen Kommentar. Franzi und ich, sowie bestimmt auch die ein oder andere (mitlesende) HB-Expertin, tun dann unser Bestes, sie zu beantworten.

 



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8 Antworten
  1. Anne
    Anne sagt:

    Wow, das ist einer der schönsten Geburtsberichte, den ich je gelesen habe. Muss gerade mal ein paar Tränchen wegwischen. Diese Geburt klingt so ruhig und unaufgeregt und mir gefällt die Idee mit der angstfreien Sprache sehr.

    Antworten
  2. Dorli
    Dorli sagt:

    Hallo,

    die Frage mag etwas komisch klingen, aber wo ist denn hier die Schmerzfreiheit? Abgesehen vom Hybnobirth werden die Abschnitte wie bei meiner Geburt beschrieben (die völlig anders ablief). Gut, als der Damm gerissen ist, habe ich Angst bekommen. Heute ist mir das klar, dass es Angst war. Da habe ich gekreischt. Aber der Rest ist auch nicht anders.

    Hier gibt es ja noch den anderen Artikel zum Hybnobirth. Da frage ich mich eben auch, was den Unterschied machen soll. Frauen sind unterschiedlich schmerzempfindlich und nur weil man für Schmerzen andere Wörter benutzt, sind sie nicht “einfach” weg.

    Vielleicht empfinde ich es auch nur so, weil Schmerzen bei mir nicht per se negativ belegt sind… *grübel*
    Dorli

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Ich denke eben, dass Hypnobirthing nicht unbedingt bewirkt, dass keine Schmerzen spürbar sind. Sondern es bewirkt eine positive Einstimmung auf die Geburt. Also eben Freude, statt Angst.
      Wenn Du sagst, bei Dir sind Schmerzen eh nicht so negativ belegt, dann brauchtest Du wahrscheinlich auch kein Hypnobirthing! ;-)
      LG

      Antworten
  3. Sarah
    Sarah sagt:

    Ich denk, Hypnobirthing ist einer von mehreren möglichen Wegen, während der Geburt im Kopf angstfrei und damit auch im Körper so entspannt wie möglich bleiben/werden zu können. Um die Ausschüttung von Streßhormonen mögiichst gering zu halten, denn diese sind Antagonisten (=Gegenspieler) des Oxytocins. Sprich je mehr Streßhormone im Blut, desto weniger Oxytocin wird ausgeschüttet. Die Konsequenz: Die Wehen werden schwächer, dadurch zieht sich der gesamte Geburtsprozess unnötig in die Länge und obendrein wird unter Streß die Gebärmutter weniger gut durchblutet, wodurch weniger Sauerstoff zum Kind kommt, was wiederum dessen Herztöne abfallen lassen kann. Und dann ist man an dem Punkt, an dem allzugerne gutgemeint medizinisch in den Geburtsprozess eingegriffen wird (mitsamt der daraus resultierenden Rattenschwänze)…

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Trackbacks & Pingbacks

  1. […] Bloggerin Franzi aus Berlin hat ihr zweites Kind zu Hause mit Hilfe von Hypnobirthing auf die Welt gebracht und einen Bericht auf dem Hebammenblog von Jana Friedrich veröffentlicht, die dazu auch einige Anmerkungen gemacht hat. Den Bericht dieser tollen Geburt findet ihr hier. […]

  2. […] auf Hebammenblog.de eine schöne Hypnobirthing […]

  3. […] die jedes Mal sehr interessant und ebenso unterschiedlich sind. Heute habe ich für euch meine 2. Geburt in einem Erfahrungsbericht niedergeschrieben, der ab sofort auf dem Hebammenblog zu finden ist. Ich kann euch sagen, diese […]

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