Verhütung in der Stillzeit

Verhütung in der Stillzeit und der erste Sex nach der Geburt

Ohne Verhütung kann man in der Stillzeit theoretisch fast sofort wieder schwanger werden. Da man nach der Geburt meist alle Hände voll zu tun hat, macht es Sinn sich schon etwas vorher mit der Verhütungsfrage zu beschäftigen. Denn dieses Thema tritt mit der Geburt des Kindes unausweichlich und unmittelbar wieder in das Leben der Eltern.
In diesem Artikel gehe ich zunächst etwas grundsätzlicher auf das Thema „Erster Sex nach der Geburt“ ein und stelle danach einige Verhütungsmethoden vor, die sich vor allem für die Stillzeit eignen.

Sex – in der Wochenbettzeit tabu?

Ab wann ist Sex wieder erlaubt? Das werde ich bei meinen Wochenbettbesuchen oft gefragt. Obwohl jeder Kulturkreis andere Begründungen vorweist, gleichen sich die Antworten auf diese Frage sehr. Vier bis acht Wochen Enthaltsamkeit geben die meisten Religionen vor. Die westliche Medizin – also unsere Götter in Weiß – spricht von Infektionsgefahr und rät zumindest zur Kondombenutzung.
Denn acht Wochen ohne Sex geht für viele Paare an der Realität wohl einfach vorbei. Ich bin ebenfalls der Meinung, dass es mit Kondom und wenn keine Geburtsverletzungen bestehen, fast sofort wieder geht. Wieso mit Kondom, dazu später mehr.

Das erste Mal nach der Geburt

Wann Paare nach der Geburt wieder Lust auf Sex haben, ist natürlich sehr unterschiedlich. Manche mögen schon nach wenigen Tagen, andere brauchen Monate, um sich einander sexuell wieder zu nähern. Die Anstrengungen der ersten Zeit, der Schlafmangel, das neue Wesen, das die stillende Frau auch körperlich sehr beansprucht. Das alles verhindert oftmals das Aufkommen der nötigen Intimität und Lust. Wegen der körperlichen Veränderungen sind viele Frauen obendrein mit ihrer Sexualität unsicherer als sonst. Manche Männer sind völlig fasziniert vom ungewohnten Umfang des Stillbusens, andere sind abgeschreckt, wenn beim Orgasmus mal der Milchfluss ausgelöst wird. Manche Männer sind zu rabiat und wieder andere haben Angst etwas kaputt zu machen. In der Stillzeit kann manchmal die Scheide, hormonell bedingt, ungewohnt trocken sein. All das ist normal und jedes Paar wird seinen eigenen Weg finden müssen, mit diesen neuen Begebenheiten umzugehen. Wie immer hilft reden und ausprobieren. Die Regeln macht ihr!

Der Wochenfluss

Der Wochenfluss besteht aus Blut und Wundsekret aus der Wundfläche der Gebärmutter, an der während der Schwangerschaft die Plazenta saß. Er fließt anfangs stark, dann abnehmend für etwa vier Wochen. Manche Paare finden den Wochenfluss ekelig. Tatsache ist, dass er zwar nicht infektiös ist, dafür aber einen perfekten Nährboden für Keime darstellt. Man sollte also zumindest Kondome zur Verhütung benutzen solange der Wochenfluss noch da ist und möglichst auch auf Oralverkehr verzichten.

Geburtsverletzungen

Es versteht sich von selbst, dass Geburtsverletzungen, wie z.B. ein Dammriss, erst abgeheilt sein sollten bevor der erste Geschlechtsverkehr nach der Geburt wieder stattfindet. Um den Damm bei der Heilung zu unterstützen empfehle ich übrigens das Regenerations-Spray von Motherlove. Es kann direkt nach der Geburt angewendet werden und wirkt sofort heilend, entspannend und erfrischend. Die meisten Verletzungen sind bereits nach circa fünf Tagen zumindest oberflächlich verklebt. Bis auf wenige Ausnahmen sind sie nach fünf Wochen wieder komplett verheilt. Die verbleibenden Narben können sich noch bis zu zwei Jahre lang verändern, wobei die Haut wieder an Sensibilität gewinnt. Also, so lange die Wunde noch wehtut, ist der reine Geschlechtsverkehr natürlich ein No-Go. Danach kann man sich schön langsam wieder rantasten.
Acht Wochen nach der Geburt ist dann auch der nächste Vorsorgetermin bzw. in diesem Fall auch Nachsorgetermin beim Gynäkologen geplant. Er schaut ob alle Rückbildungsprozesse abgeschlossen sind und natürlich auch nach der Wunde bzw. Narbe. Bei diesem Besuch sollte auch ein Gespräch über die Verhütung während der Stillzeit stattfinden.

Stillen verhütet, oder?

Es heißt: „Wenn man alle vier Stunden stillt, wird das Stillhormon Prolaktin so umfangreich produziert, dass es nicht zu einem Eisprung kommt und man nicht schwanger werden kann.“ – soweit die Theorie. In der Praxis gibt es viele Geschwisterkinder, deren Geburtstage ungeplanter Weise weniger als ein Jahr auseinander liegen.
Wann genau der erste Eisprung nach der Geburt stattfindet, variiert von Frau zu Frau. Bei stillenden Müttern kann er bis zu sechs Monate auf sich warten lassen. Aber genau so gut kann er schon nach vier Wochen erfolgen. Wenn das Kind zum Beispiel länger als die oben genannten vier Stunden schläft, kann die daraus resultierende Hormonschwankung bereits ausreichen, um einen Eisprung zu ermöglichen. Und da die Menstruation erst circa zwei Wochen danach einsetzt, kann man längst wieder fruchtbar sein, ohne es auch nur zu ahnen. Auf das Stillen als einzige Verhütungsmethode sollte man sich also nicht verlassen, es sei denn man plant Kinder mit geringen Altersabständen.

Verhütungsmethoden, die sich für die Stillzeit eignen

Nach dem 40 Wochen lang nicht verhütet werden musste, ist es spätestens im Wochenbett an der Zeit wieder über Verhütungsmethoden nach zu denken. Folgende Möglichkeiten – eine Auswahl ohne Anspruch auf Vollständigkeit – stehen in der Stillzeit zur Verfügung. Ich habe für jede Methode auch den Pearl-Index angegeben. Er berechnet die Wirksamkeit von Empfängnisverhütung. Dabei gilt: Je niedriger der Wert, desto sicherer die Methode. Manchmal ist eine Spannbreite angegeben. Einige Methoden sind theoretisch sehr sicher, es gibt aber viele Anwendungsfehler. (Die Erklärung für einige der aufgeführten Methoden findet Ihr als Wikipedia-Links in den jeweiligen Überschriften.)

Barieremethoden

Nur Barieremethoden bieten auch Schutz vor Geschlechtskrankheiten – konsequente Anwendung vorausgesetzt.

Kondom
  • Vorteil: Es kann immer und ohne viel Vorbereitung angewendet werden. Keine Hormone.
  • Nachteil: Es kommt erstaunlich häufig zu Anwendungsfehlern.
  • Wichtig für die Stillzeit: Für das Stillen muss nichts weiter beachtet werden.
  • Kostenpunkt: 0,20 bis 0,60 € pro Kondom – je nach Packungsgröße, latexfreie Kondome kosten ca. 1,20 € pro Stück.
  • Pearl-Index: 2-14
Diaphragma und Portiokappe
  • Vorteil: Keine Hormone. Kann steht’s ohne viel Vorbereitung angewendet werden.
  • Nachteil:  Erfordert einiges an Übung.
  • Wichtig für die Stillzeit: Die Größe wird drei Monate nach der Geburt vom Gynäkologen neu ausgemessen.
  • Kostenpunkt: 25-50,- €
  • Pearl-Index Diaphragma: 1-20
  • Pearl-Index Portiokappe: 6
Hormonelle Methoden

Hierbei bitte immer noch mal gründlich vom Gynäkologen beraten lassen.

Minipille
  • Vorteil: Keine „Unterbrechung“ beim Sex. Nur ein Mal pro Tag an Verhütung denken.
  • Nachteil: Sie muss täglich zur selben Zeit eingenommen werden. Bei einer Verspätung von mehr als drei Stunden ist die Wirksamkeit  nicht mehr gegeben und es muss ein zusätzliches Verhütungsmittel angewendet werden. Wie bei den meisten Medikamenten, kann es bei der Einnahme der Minipille zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen. Dazu zählen u.a. Gewichtsveränderungen, Kopfschmerzen, Depressionen, abgeschwächte Libido und Abgeschlagenheit.
  • Wichtig für die Stillzeit: Die Minipille enthält eine sehr geringe Dosis Gestagen aber kein Östrogen. Sie ist daher stillverträglich.
  • Kostenpunkt: 6,- bis 17,- € pro Monat
  • Pearl- Index: 0,5-3
Spirale
  • Vorteil: Nach der einmaligen Prozedur des Legens hat man quasi ein „rundum sorglos Packet“ und kann das Thema Verhütung für die nächsten fünf Jahre gedanklich abhaken.
  • Nachteil: In den ersten vier Monaten nach dem Einlegen der Spirale besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko. Menstruationsbeschwerden und verstärkte Regelblutungen können vorkommen. Extrem selten wird beim Legen der Spirale die Gebärmutter durchstoßen. Einige Frauen haben ein bleibendes Fremdkörpergefühl, mit dem sie nicht zurecht kommen.
  • Wichtig für die Stillzeit: Sechs bis acht Wochen nach der Geburt, wenn die Rückbildungsvorgänge abgeschlossen sind, ist es möglich sich die Spirale einsetzten zu lassen.
  • Kostenpunkt: ca. 170,- €
  • Pearl-Index: 0,9-3
Hormonspirale
  • Vorteil: Extrem hohe Wirksamkeit und wie bei der Kupferspirale eine andauernde Verhütung für die nächsten fünf Jahre.
  • Nachteil: Die Hormone werden zwar viel besser vertragen als bei der Pille, da sie lokal, also direkt in die Gebärmutter, abgegeben werden. Aber auch hier kann es zu unregelmäßigen bis hin zu ausbleibenden Regelblutungen kommen. Zahlreiche Frauen haben das allerdings schon als Vorteil benannt. ;-)
  • Kostenpunkt: Einmalig ca. 300,- € (hält aber auch fünf Jahre)
  • Pearl-Index: 0,16
Natürliche Methoden

Natürliche Verhütungsmethoden kosten kein Geld. Sie sind in der Stillzeit, vor allem für Frauen, die noch keine Erfahrungen mit diesen Methoden gesammelt haben, eher ungeeignet, da nicht vorhersehbar ist wann sich der Zyklus wieder einpendelt. Für Frauen, die bereits Erfahrung mit diesen Methoden haben und für die eine erneute Schwangerschaft nicht grundsätzlich ein Problem darstellt, sind sie eine gute Alternative.

Temperaturmethode
  • Vorteil: Keine chemischen, oder mechanischen Produkte im Einsatz.
  • Nachteil: Während der fruchtbaren Tage muss entweder Enthaltsamkeit geübt, oder eine zusätzliche Verhütungsmethode angewendet werden. Die Temperaturmethode erfordert vor allem eine gewisse Selbstdisziplin und Kontinuität in der Umsetzung. Darüber hinaus kann die Temperatur durch Krankheit (Fieber), Schlafmangel oder auch Stress beeinflusst werden.
  • Wichtig für die Stillzeit: In mindestens den ersten drei Zyklen ist die Temperaturmethode noch zu unzuverlässig. Temperaturschwankungen können durch Schlafmangel und Stress noch leichter entstehen.
  • Pearl-Index: 0,8-3
Billingsmethode
  • Vorteil: Keine chemischen, oder mechanischen Produkte im Einsatz.
  • Nachteil: Die hier notwendige Selbstuntersuchung erfordert viel Übung und Erfahrung, so dass die Methode  anfangs als extrem unsicher eingestuft wird. Bei dieser Methode müssen circa neun Tage im Monat mit zusätzlichen Verhütungsmitteln abgedeckt werden.
  • Wichtig für die Stillzeit: Durch veränderte Hormonlage schwierig, bis nicht ausführbar.
  • Pearl-Index: 5-15
Symptothermale Methode

Die symptothermale Methode kombiniert die Temperatur- und die Billings-Methode.

  • Vorteil: Erhöhte Sicherheit durch Beobachtung mehrerer Faktoren.
  • Nachteil: Erfordert gutes Körpergefühl, Beobachtungsgabe und Erfahrung.
  • Wichtig für die Stillzeit: Kommt erst in Frage, wenn sich der Zyklus wieder eingependelt hat. Frühestens nach drei Monaten.
  • Pearl-Index: 0,26–2,2
LAM (Lactational Amenorrhea Method)

Die LAM-Methode erklärt Anne Zietmann auf Ihrem Blog sehr gut.

  • Vorteil: Absolut natürliche Methode, keine Einnahme von Hormonen, keine Fremdkörper.
  • Nachteil: Funktioniert nur in den ersten sechs Monaten. Man muss für die LAM-Methode wirklich sehr diszipliniert sein.
  • Wichtig für die Stillzeit: Gerade in der ersten Zeit mit Baby im Wochenbett sind die Frauen oft ausgesprochen erschöpft. Da kann es leicht passieren, dass der empfohlene Stillrythmus von vier Stunden überschritten wird, wenn das Kind zum Beispiel mal länger schläft. Nicht alle Frauen bringen die Kraft auf, sich für diesen Fall auch in der Nacht einen Wecker zu stellen, um zu stillen. Viele sind sicher einfach nur dankbar für jede Extraportion Schlaf.
  • Pearl-Index: 2 (Wenn wirklich alle 6 LAM-Regeln  befolgt werden.)
Sterilisation
  • Vorteil: Nie mehr über Verhütung nachdenken müssen.
  • Nachteil: Eine sehr drastische, weil in der Regel endgültige Maßnahme ist die Sterilisation von Mann oder Frau.
  • Wichtig für die Stillzeit: Bei dieser Maßnahme sollte die Familienplanung abgeschlossen sein. Die Überlegungen dazu sollten bereits vor der Geburt oder lange nach der oft emotionalen Wochenbettzeit angestellt worden sein.
  • Pearl-Index: Versagen bei Sterilisation des Mannes: 1/400 ,Versagen bei Sterilisation der Frau:  1/10.000

Kostenübernahme für Einkommensschwache

Bisher ist mir leider nur aus Berlin bekannt, dass eine Kostenübernahme für Verhütungsmittel bei niedrigem Einkommen möglich ist. Hierfür  wendet man sich an das  Zentrum für Familienplanung.

Gut ist was gefällt

Welche Methode in der Stillzeit nun die Richtige ist, findet am besten jeder für sich selbst heraus. Manches kann man auch einfach mal ausprobieren. Weitere Infos zu Verhütungsmethoden – auch für Einsteiger – gibt’s bei Pro Familia.

 

(Mit diesem Blogartikel nehme ich an der Blogparade Mai 2013 zum Thema „Verhütung in der Stillzeit” auf trainyabrain-blog.com teil.)

Meine Produktempfehlung für dich

Das „Regenerations-Spray für den Damm“ von Motherlove ist Teil meiner täglichen Hebammenarbeit und hat sich bei den von mir betreuten Familien bereits vielfach bewährt.
In meinem Shop zum Blog kannst du es jetzt kaufen – dort erhältst du übrigens bei vielen Produkten weitere persönliche Anwendungstips in Form eines kleinen Beipackzettels von mir.



Hebammenblog.de gefällt Dir? Für's Liken & Teilen sag ich Danke! ;-)

Hier geht's zum Newsletter, der Dich alle 2-3 Wochen über neue Artikel informiert...


26 Antworten
  1. Kerstin
    Kerstin sagt:

    Eine schöne und sehr ausführliche Übersicht!

    Unsere Jungs sind beide 2009 geboren und keine Zwillinge. :)
    Absurderweise haben wir auf das erste Kind viele Jahre gewartet und medizinische Hilfe in Anspruch genommen, es wurde vollgestillt (und schlief sehr selten länger als 4 Stunden am Stück). Nach genau 3 Monaten hielt ich einen positiven Schwangerschaftstest in Händen (und schwankte zwischen Sprachlosigkeit, Entsetzen, Angst und Freude).
    Wir wussten, dass rein theoretisch die Möglichkeit einer Schwangerschaft besteht, hatten uns aber aufgrund der Vorgeschichte keinerlei Gedanken über Verhütung gemacht. Danach haben wir – sehr gewollt und gewünscht – zwei weitere Kinder mit kurzem Abstand bekommen. Derzeit schwanken wir noch. ;)

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Wow, vier Kinder, Respekt!

      So, wie du das beschreibst habe ich das bei den Familien, die ich betreut habe schon oft erlebt. Erst klappt es gar nicht, dann kommt (oft sogar erst nach medizinischer Hilfe) das erste Kind. Und dann ist es so als wenn ein Knoten geplatzt ist. Plötzlich kündigt sich schon das nächste Kind an. Die Paare haben natürlich gar nicht verhütet, ist es doch offensichtlich bei ihnen schwer mit dem Kinder-kriegen…

      Herzlichen Glückwunsch zur Großfamilie!
      Dein Blog ist klasse!

      Antworten
    • Frederik
      Frederik sagt:

      Hallo Jana,

      das ist wirklich ein toller Blog mit einer sehr schönen Übersicht über die Verhütungsmethoden nach der Geburt.
      Aus medizinischer Sicht würde ich gerne noch ein Problem ansprechen, mit dem man als Arzt häufig konfrontiert ist.
      Nach der Schwangerschaft entscheiden sich sehr viele Frauen für die Spirale als Verhütungsmethode.
      Ein relativ häufiges Problem vor allem bei der Hormonspirale bereitet jedoch das Einsetzen.
      Sehr häufig berichten Frauen von einem schmerzhaften, unangenehmen Gefühl beim Einsetzen oder dem Wechsel der Spirale.
      Für dieses Problem gibt es eine sanfte und schonende Methode, die sich bereits bei vielen Frauen bewährt hat. Es handelt sich um einen weichen Kunststoffschlauch mit innen liegendem Metallröhrchen (Gebärmutterhals-Katheter), der sicher und schonend in den Gebärmutterhalskanal vorgeschoben wird und über den fortlaufend Betäubungsgel abgegeben wird. Nach einer kurzen Einwirkzeit, kann die Spirale schmerzfrei und schonend gelegt werden.
      Diese Methode hat sich bei zahlreichen Frauen und Medizinern bewährt und nimmt vielen Frauen die Angst vor der Spiraleneinlage.
      Weitere Informationen gibt es unter http://www.keine-schmerzen-bei-spirale.de

      Ich hoffe ich konnte auf diesem Wege etwas aufklären und informieren.

      Herzliche Grüße.

      Antworten
  2. Bianca
    Bianca sagt:

    Ich wende die symptothermale Methode an und finde dies sehr gut. SIe ist nicht so kompliziert wie manche vielleicht denken und ich bin “Fan” davon, weil man seinen Körper einfach einschätzen kann und weiß, was zu welchem Zeitpunkt im Körper passiert. Verhütung ist ja auch ein bisschen “Typsache”.
    An Kerstin: Herzlichen Glückwunsch und Hut ab! mit insgesamt vier noch so kleinen Kindern (wenn ich alles richtig verstanden habe…). Wie schön, so eine große Familie zu haben.
    Des Öfteren habe ich es gehört, dass ein Paar eine Weile einen unerfüllten Kinderwunsch hat und wenn es doch einmal geklappt hat und/oder man nicht damit rechnet (wie auch bei mir) und/oder man sich das “aus dem Kopf schlägt” und auf etwas anderes konzentriert, dann auf einmal hat es doch geklappt. Ist wahrscheinlich auch psychologisch, wenn der (oft selbstaufgebaute) Druck abfällt.

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Ich finde die natürlichen Methoden auch sehr spannend, da man seinen Körper noch viel besser kennen lernt. Für Schichtdienstlerinnen wie mich aber schwierig.
      Ich denke du hast Recht mit der Typsache. Gut, dass es so viele Möglichkeiten gibt… Meine Aufzählung ist ja noch nicht mal vollständig.

      Antworten
      • Laura
        Laura sagt:

        Ich kann auch nur bestätigen, dass die symptothermale Methode sich sehr gut für die Verhütung eignet. Kurz nach der Schwangerschaft wird es wahrscheinlich etwas schwieriger, da sich der Hormonhaushalt noch nicht hundertprozentig reguliert hat. Im Normalfall ist die symptothermale Methode bei richtiger Anwendung sehr sicher. Dass man dadurch auch seinen eigenen Körper etwas näher kennenlernt, ist ein guter Nebeneffekt. Viel zu oft wird zu hormonellen Verhütungsmitteln gegriffen. Klar sind diese leicht anzuwenden, bergen allerdings allerhand Nebenwirkungen. Zu der Verhütung ohne Hormone habe ich letztens auch eine sehr interessante Seite gefunden, die das Thema noch genauer beschreibt: http://harri-wettstein.de/verhuetung-ohne-hormone/

        Antworten
      • Anne Zietmann
        Anne Zietmann sagt:

        NFP/symptothermale Methode ist bei Schichtdienst schwieriger – das stimmt, aber möglich! Da würde ich jedoch empfehlen eine NFP Beratung zu besuchen, denn bei Schichtarbeiten gibt es ein paar Tricks, die man individuell besprechen sollte.

        Antworten
  3. Atieule
    Atieule sagt:

    Unsere Tochter kam 2011 auf die Welt und während der Stillzeit (leider nur bis zum 9ten Monat) hatte ich so gut wie keine Lust auf Sex… mehr als einmal pro Woche erschien mir unmöglich.
    Mittlerweile hat sich das natürlich geändert, aber ich persönlich denke Kondome reichen für die Verhütung während der Stillzeit völlig aus.

    Antworten
  4. Sophie
    Sophie sagt:

    Zu “Stillen verhütet, oder?”: das Gegenteil gibt es aber auch, ich stille meine 9 Monate alte Tochter schon seit 2 Monaten nur noch Morgens und Abends je einmal und schon seit 3 Monaten nachts nicht mehr und habe meine Periode trotzdem noch nicht bekommen. Als Verhütung natürlich ungeeignet, aber spart Tampons :)

    Antworten
  5. Thomas
    Thomas sagt:

    Welche Risiken birgt eine erneute Schwangerschaft, wenn die Mutter noch stillt, und die letzte Endbindung 14 Monate her ist?

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Fragst Du das, weil der Gyn das Risikokreutzchen bei “rascher Schwangerschaftsfolge” gemacht hat? Man geht dabei einfach davon aus, dass ein Körper schon am besten ein gutes Jahr (nach Sectio etwas länger) braucht, um sich von Schwangerschaft und Geburt zu erholen. Das Stillen sollte kein Problem sein. Es gibt Frauen, die auch durch die erneute Schwangerschaft hindurch stillen. Das Ganze geht dann nicht selten in Tandemstillen, beider Kinder über.

      Antworten
    • Thomas
      Thomas sagt:

      Wir haben schon 4 Kinder, und hatten mit der Familienplanung abgeschlossen. Die Woche kommt die Hebamme und dann schauen wir weiter.

      Antworten
  6. fatima
    fatima sagt:

    Ich habe bis jetzt meine periode seit 16.10 abgesehen von wochenbettfluss nicht bekommen möchte aber gerne die pille nehmen!
    Kann ich die jetzt einfach nehmen auch wen ich meine periode nicht bekomme?

    Antworten
  7. TiHa
    TiHa sagt:

    Ich warte seit 15 Monaten auf Eisprung und co :-) Nix, obwohl Mausi seit Wochen tagsüber nicht mehr trinkt, ganz selten mal zum Nachmittag, aber Nachts eben alle 3h. Bin gespannt wie lang das noch so geht:-)

    Antworten
  8. Franzi
    Franzi sagt:

    Hallo,
    Ich habe meine Tochter vor 6 Wochen bekommen und mein Wochenbettluss ist jetzt seit einpaar Tage weg. Ich hatte vor und in der Schwangerschaft kaum Lust auf Sex gehabt. Und jetzt habe ich so viel Lust wo mein freund sich schon wundert. Aber kann das normal sein. Weil mir kommt es ziemlich komisch vor.

    Bitte geb mir einen Rat.
    LG
    Franzi

    Antworten
  9. Xenia
    Xenia sagt:

    Also, dass manche angeblich schon ein paar Tage nach der Geburt wieder Sex haben erscheint mir schon als etwas wundersam. Ich hätte das nicht gekonnt.

    Antworten
  10. Zoe
    Zoe sagt:

    Ich wusste nicht, dass man die Pille nehmen darf, wenn man stillt. Das Baby bekommt doch dann die Hormone oder wie darf ich mir das vorstellen?

    Antworten

Trackbacks & Pingbacks

  1. […] noch kein Kind bekommen haben. Der Pearl-Index steigt dadurch von 2 – 7 auf bis zu 29 an. Das Diaphragma muss vor der Verwendung von einem Gynäkologen angepasst werden – danach ist es mit einem Pearl-Index von 2 – 6 recht sicher. Einen […]

  2. […] Ein sehr interessanter Artikel von Jana Friedrich vom Hebammenblog.  […]

  3. […] Die “Lakto-Amenorrhoe-Methode” scheint bei vollstillenden Frauen in den ersten sechs Monaten zu 98% zu funktionieren. Falls du die oben angegebenen Vorraussetzungen für diese Methode jedoch nicht erfüllst und auf keinen Fall schwanger werden möchtest, solltest du dich besser um alternative Verhütungsmethoden kümmern (siehe Verhütung in der Stillzeit). […]

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Schreib was!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *