Geburtsbericht: Geburtshaus-Geburt

Geburtsbericht: Eine Geburtshaus-Geburt mit Überlänge

Jede Geburt ist einzigartig. Das ist eine Binsenweisheit, aber wahr. Es gibt zwar Richtlinien dafür, wie eine Geburt verlaufen sollte, aber nicht jede Geburt verläuft eben „nach Lehrbuch“. Nicht immer öffnet sich der Muttermund einen Zentimeter pro Stunde. Nicht immer ist ein Baby nach 12 Stunden geboren. In der Klinik steht für fast jede Art der Abweichung eine breite Palette von medizinischen Interventionsmöglichkeiten bereit. Und auch außerklinisch ist man nicht völlig unvorbereitet oder gar hilflos, wenn z.B. mal der Verlauf stagniert.
In Hannahs Geburtsbericht über die Geburtshaus-Geburt von Jonathan kann man sehen, dass die Hebamme tief in die Trickkiste gegriffen hat. Ich fand es sehr spannend, das zu lesen, denn ich hätte Hannah ganz anders betreut. Aber daran sieht man nur einmal mehr, dass es eben viele Möglichkeiten dafür gibt, wie man unter der Geburt agieren kann. Sowohl klinisch, als auch außerklinisch.
Hannah beschrieb Jonathans Geburt als langsam, aber kraftvoll und gut zu bewältigen. Sie schrieb mir, sie bekäme immer große, mitleidige Blicke, wenn sie von ihrer langen Geburt berichtet. Sie hat aber selbst das Gefühl, es sei alles sehr stimmig gewesen und empfand die vielen Stunden als recht angemessen für die großartige Belohnung am Schluss. Aber lest selbst: Hier ist Hannahs Geburtsbericht, wie immer mit kleinen Anmerkungen von mir in lila:

Geburtsvorbereitende Akupunktur

10 Uhr: 5 Tage bin ich nun schon über den Termin und in der Hoffnung, dass es das letzte Mal sein wird, schleppe ich mich bei einem starken Schneegestöber ins Geburtshaus zur Akupunktur und zum CTG. Die Nadeln tun nicht weh, auch nicht die in der kleinen Zehe und ich erwische mich bei zweifelnden Gedanken über die Wirksamkeit der Akupunktur, wo ich doch sonst immer sehr auf ganzheitliche Medizin anspreche. Das CTG ist in Ordnung und ich stapfe durch den Schnee wieder heim. Meine Hebamme meinte mit einem Zwinkern in den Augen, ich solle mich gleich aufs Ohr legen und nachdem ich aufgewacht bin, nochmal etwas stärkendes essen. Warum ist sie sich so sicher, dass die Akupunkturnadeln ansprechen werden, gehe ich doch schon seit der 36. SSW. regelmäßig zu ihr, um mir die Nadeln stecken zu lassen.

Vielleicht war es einfach eine Ahnung oder auf dem CTG war schon ein bisschen was zu sehen.

17 Uhr: Ich spüre ein leichtes Ziehen im Unterleib, so, als würde sich die Monatsperiode ankündigen. Das Ziehen hat einen auffallenden Rhythmus, es kommt nach einer gewissen Zeit wieder, manchmal stärker, manchmal schwächer. Ich warte. Verweile am Sofa und schlürfe weiter meinen Eisenkrauttee mit Zimt und Ingwer, genau so, wie ihn mir die Hebamme zusammengestellt hat.

Es handelt sich um eine wehenanregende Teemischung.

Geht es los?

18 Uhr: Flori kommt von der Arbeit und natürlich fragt er als erstes, ob ich denn schon etwas spüre. Endlich muss ich ihn nicht enttäuschen und die Antwort nach all der Warterei ist „Ja“. Er freut sich riesig und ist sich sicher: Unser Baby wird heute Nacht noch kommen! Ich muss auf die Toilette und sehe einen Schleimklumpen in meiner Slipeinlage. Ok, jetzt bin ich mir sicher, die Geburt unseres ersten Babys ist nicht mehr weit. Flori ist ganz vorfreudig aufgeregt und ich lasse mich anstecken und halte es für eine gute Idee, die Wehen mit einem Spaziergang anzukurbeln. Wir schlendern in unser liebstes Café, ich trinke eine heiße Milch mit Zimt und das Ziehen wird stärker und sehr periodisch. Abstände: 10 Minuten. Es ist jedoch nicht sonderlich stark, es fühlt sich noch immer nicht fremd an, ich kenne diese leichten Schmerzen bereits seit ich 14 bin. Na gut, abwarten.

Sehr oft beginnt eine Geburt mit diesen gut zu tolerierenden Anfangswehen, die den Regelschmerzen so ähneln.

Energie Tanken

22 Uhr: Wir gehen ins Bett und schlafen einen leichten Schlaf, ich erwache immer wieder mal aufgrund des Ziehens, es bleibt aber gleich schwach.

Schlafen zu gehen war eine gute Taktik. Der Körper braucht für die Geburt Energie und solange man noch schlafen kann, sollte man es tun. Auch dann, wenn es zwischen den Kontraktionen immer nur kurze Episoden sind.

8 Uhr: Am nächsten Morgen bleibt Flori sicherheitshalber schon mal von der Arbeit zuhause und wir vertreiben uns die Zeit mit Spazierengehen. Ich rufe Gabi, unsere Hebamme, an um ihr mitzuteilen, wie die Lage ist. Sie findet Spazierengehen eine sehr gute Idee, rät uns aber ein Nachmittagsschläfchen und ein gutes, stärkendes Essen einzuplanen. Teilweise ist das Ziehen jetzt schon sehr schmerzhaft und ich muss stehen bleiben, um mich an Flori zu stützen. Wir lachen viel und es fühlt sich alles richtig gut an. Ich kann es kaum erwarten, endlich unser Baby rauszupressen.

Hebammenbesuch

18 Uhr: Gegen Abend werden die Abstände immer kürzer und ich rufe erneut Gabi an. Sie schlägt vor, ihren jüngsten Sohn noch ins Bett zu bringen und anschließend zu uns zu fahren, um die Nacht bei uns zu verbringen.

21 Uhr: Gabi kommt und sie kontrolliert gleich bei ihrer Ankunft den Muttermund. 2-3 cm offen, naja, ich hab eigentlich nicht mit mehr gerechnet, aber die Abstände sind jetzt schon bei 4-5 Minuten und ich kann während der Wehe (mittlerweile reden wir tatsächlich schon von Wehen) nicht mehr sitzen, sondern muss sie bereits leicht veratmen.

Ich finde 2-3 cm einen tollen Anfangsbefund. Denn es hört sich so an, als seien die Wehen bisher echt gut erträglich gewesen. Es hätte auch gut sein können, dass am Muttermund noch nicht viel passiert ist.

23 Uhr: Gabi und ich schauen den bizarren, aber sehr passenden Film „8 ½“ von Fellini, während Flori versucht noch ein wenig zu schlafen.
1 Uhr: Die Wehen lassen nach und kommen nur alle 20 Minuten wieder, aber sehr abgeschwächt, kaum spürbar. Wir sind uns einig auch noch etwas Schlaf zu benötigen und legen uns hin. Ich wehe vor mich hin, kann aber überraschenderweise, und mit vielen Polstern unter meinem Bauch, im Vierfüßerstand ein wenig rasten/schlafen.

Sehr gut! Wie gesagt: Ausruhen, wann immer es geht. Man braucht die Kraft und die liegt bekanntlich in der Ruhe…

Stufe 2 – Aufbruch ins Geburtshaus

4 Uhr 30: Ich werde von sehr starken Wehen geweckt und plötzlich sind alle putzmunter. Ich hab seltsamerweise großen Hunger und Flori kocht mir zur Stärkung Grießbrei mit Zimt, ganz so, wie ich ihn mag. Gabi bereitet währenddessen alles für die Fahrt ins Geburtshaus vor und als ich aufgegessen hab, geht es auch schon los.

Ich sag jetzt mal knallhart: „Frauen mit Hunger haben in der Regel keine produktiven Wehen.“ Ich hätte Hannah vielleicht ein Wannenbad vorgeschlagen, um die Gebärmutter etwas zu entspannen und um zu testen, wie sich die Wehentätigkeit entwickelt. Vielleicht hätte sie noch ein bisschen länger ausruhen können. Aber das macht sicher jede Hebamme etwas anders (ich war ja auch nicht dabei) und für Hannah war ja auch alles stimmig.

Im Treppenhaus muss ich in jedem Stock, insgesamt sind es drei, stehen bleiben, um zu veratmen. Die Autofahrt ist kurz, aber sehr ungemütlich! Endlich sind wir im Geburtshaus angekommen!

Im Wasser

5 Uhr 30: Monatelang hab ich mich auf diesen Moment gefreut: Ich darf in die wunderschöne Geburtswanne gleiten, welche für mich schon mit warmen Wasser und einer stimulierenden Ölmischung bereitsteht. Maria, die Hebammenpraktikantin, hat den Geburtsraum fast schon festlich vorbereitet und ich bin so entspannt, wie ich es mir nie erträumt hätte. Interessanterweise habe ich auch schon seit ca. 15 Minuten keine Wehen mehr gespürt. Ich glaube, das liegt einfach an meiner Stimmung, ich bin den Tränen nahe, als ich in die Wanne steige, so ein tolles Glücksgefühl überkommt mich da!

Entweder, die Wehen waren wirklich noch nicht so stark, oder es war der berühmte „Ortswechsel-Schock“. Es ist nämlich sehr häufig so, dass bei der Ankunft in der Klinik, oder eben im Geburtshaus, die Wehentätigkeit erstmal nachlässt, und zwar so lang, bis die Frau dann wirklich „angekommen“ ist, und sich erneut entsprechend fallen lassen kann. Das ist bestimmt auch so ein übrig gebliebenes Steinzeit-Gen. Bei (vermeintlicher) Gefahr haben die Wehen ausgesetzt, um so die Überlebenschance von Mutter und Kind zu erhöhen. Denn unter Wehen wäre die Frau ja recht hilflos gewesen. Manchmal kommt es leider vor, dass sich eine Frau in der Klinik so unwohl und ungeborgen fühlt, dass die Wehen einfach nicht wieder (von allein) in Gang kommen wollen.

7 Uhr: Es geht wieder los und hier in der Wanne komme ich gut mit den kraftvollen Wehen klar. Eine Zeitlang ist alles ganz ruhig und ich bin nur am veratmen oder ausruhen. Irgendwann kontrolliert Gabi meinen Muttermund und stellt fest, dass er nicht sehr viel mehr geöffnet ist als zuhause, wir sind bei 3-4 cm. Na gut, ich hab noch viel Energie und eigentlich kein Problem damit (jaja, ich hab ja keine andere Wahl!) Draußen wird es hell, ich merke es an den Geräuschen auf der Straße, die zunehmend geschäftiger werden.

Die Trickkiste

Im Laufe des Tages versucht Gabi mit verschiedenen geburtshilflichen Tricks die Wehen anzuregen. Sie sind zwar muttermundwirksam, aber anscheinend nicht stark genug: Der Muttermund ist laut Gabi zäh und hart. Sie massiert mir den Bauch mit einer Aromamassage, verpasst mir einen Einlauf (was mir komischerweise nichts ausmacht, obwohl ich mir vor der Geburt sowas nicht vorstellen konnte), ich bekomme homöopathische Globuli und schlussendlich sticht sie mir die Fruchtblase auf. Auch die verschiedenen Positionen, die ich ausprobiere, mal in der Badewanne, dann am Hocker oder am Bett, helfen nicht viel. Wir versuchen es mit Musik und ein wenig Bewegung. Zwischenzeitlich sind die Wehen ganz weg und wir versuchen alle, ein wenig Kraft zu tanken und zu schlafen.

Die Fruchtblase zu öffnen, muss man sich immer gut überlegen. Denn das ist dann der „Point of no Return“. Ab da beginnt die Uhr zu ticken. Das Kind muss dann nach einer bestimmten Zeit auch geboren sein, da der „Schutzschild“ des Kindes ja wegfällt und so eine akute Infektion möglich wird. Daher wählt man diesen Schritt, in der außerklinischen Geburtshilfe, nur selten. Andererseits sitzen die wehenfördernden Prostaglandine ja in den Eihäuten, die dann frei gelassen werden…
Übrigens wär das in der Klinik der Zeitpunkt gewesen, an dem man sehr wahrscheinlich den Wehentropf angeschlossen hätte.

Jetzt wird’s ernst

16 Uhr: Mittlerweile ist es schon später Nachmittag und der Muttermund ist noch immer erst 6 cm offen. Alle Versuche, ihn weicher und lockerer zu machen, sind gescheitert. Gabi legt mir ruhig ihre Hand auf meine Stirn, schaut mich ernst an und ich bekomme plötzlich Panik, weil ich mir denke, sie möchte mir jetzt schonend vermitteln, dass wir ins Krankenhaus müssen und ich dort womöglich einen Kaiserschnitt bekomme – mein absoluter Albtraum! Stattessen schlägt sie eine Muttermundmassage vor. Nichtsahnend stimme ich ihr zu. Die darauf folgenden Minuten sind die schmerzhaftesten meines Lebens. Die Wehen nahm ich als kraftvollen, aber sehr produktiven „Schmerz“ wahr, sie machten mir nicht zu schaffen, ich konnte gut mit meinem Körper und der Atmung mitarbeiten. Aber die Muttermundmassage, bzw. Dehnung, tat höllisch weh und hat mich, um ehrlich zu sein, ein wenig traumatisiert. Flori hielt mich ganz fest und ich schrie einen, laut seiner Bezeichnung, Urschei und traumatisierte damit auch meinen so geduldigen und tapferen Liebsten gleich mit. Bei insgesamt drei Wehen dehnte mir Gabi den Muttermund auf und am liebsten wäre ich einfach nur auf und davon.

Mhm, das finde ich etwas problematisch. Man kann einen Muttermundsrand, der unter einem schon sehr tief sitzendem Babykopf eingeklemmt ist, wegschieben. Aber einen Muttermund wirklich aufzudehnen… Dabei könnte der Muttermund ja verletzt werden. Der sollte schon besser von alleine aufgehen.
Also wenn man das schon versucht, dann sollte die Frau natürlich (sowieso) immer die Möglichkeit haben – auch noch mittendrin – „Nein“ zu sagen!

16 Uhr 30: Danach hab ich ständig Wehen, kaum mehr eine Pause. Gabi möchte mich untersuchen, aber ich will jetzt nur noch mit mir und den Wehen alleine in der Badewanne sein. Ich spüre förmlich, wie jetzt der Muttermund aufgeht und bin sogar froh über die starken und langen Wehen. Bei jeder einzelnen zähle ich langsam und konzentriert bis 12, manchmal auch 15 und veratme sie gut. Plötzlich spüre ich einen Pressdrang.

Die Geburt

17 Uhr: Gabi untersucht ein letztes Mal den Muttermund, wobei ich ihr vorher das Versprechen, nicht wieder zu massieren, abringe, und tatsächlich, der Muttermund ist komplett geöffnet. Endlich darf ich mein Baby rauspressen. Ein Wunder, dass ich nach all den Stunden jetzt noch so viel Energie aufwenden kann, um dies zu tun. Aber ich bin höchst konzentriert und motiviert. Bei jeder Wehe presse ich was das Zeug hält und ich werde von allen Seiten angefeuert. Ich arbeite hochkonzentriert ganz mit meinem Körper und empfinde die Presswehen als absolute Erleichterung, gar nicht schmerzvoll.

Es geht vielen Frauen so, dass sie vor diesem Moment zwar im Vorfeld am meisten Angst haben, ihn dann aber als geradezu erleichternd empfinden.

18 Uhr: Man sieht das Köpfchen, ich greife mir zwischen die Beine und breche in Freudentränen aus, aber ich muss den Kopf noch ganz zur Welt bringen und auch den Körper.
Um 19 Uhr flutscht ein wunderschönes Baby aus mir raus. Ich greife gleich nach ihm und hole ihn in meine Arme. So etwas Wertvolles und Wunderschönes hielt ich noch nie zuvor in den Händen und ein Blick zu Flori genügt, um zu wissen, dass auch ihm das Herz über geht vor lauter Freude und Liebe für dieses nackte Geschöpf. Die ersten Minuten sind einfach nur magisch und Raum und Zeit sind keine Dimensionen mehr. Ohne es zu bemerken, finden wir uns nun zu dritt im Geburtsraum vor und genießen die erste Zeit als kleine Familie. Jonathan nuckelt auch zum ersten Mal an meiner Brust – welch ein schönes Gefühl.
Als Gabi zurückkommt, ist auch die Plazenta schon geboren und Gabi stellt fest, dass ich keine einzige Geburtsverletzung habe, was mir in diesem Moment jedoch sowas von egal ist! Sie hilft mir aus der Badewanne, während Flori unseren kleinen Sohn – gut eingewickelt in rote Tücher – zum ersten Mal zu sich nimmt. Er und Gabi wickeln ihn und kontrollieren nochmal, ob alles passt. In der Zwischenzeit esse ich die von Gabi bereitgestellte Kraftsuppe und schwebe auf Wolke 7, so verliebt bin ich in dieses goldige Geschöpf. Wir liegen wieder alle gemeinsam am Bett und mit wachen Augen beäugt Jonathan seine stolzen Eltern.

*hach*

Zurück daheim

22 Uhr: Gut drei Stunden nach seiner Geburt befinden wir uns wieder in unseren eigenen vier Wänden und können es einfach nicht glauben – wir sind jetzt nicht mehr nur Flori und Hannah, sondern auch Papa und Mama!

Die erste Woche ist so sehr schön. Draußen liegt die dickste Schneedecke und wir sind eingehüllt in unserer kleinen Wohnung, dauernd zusammengekuschelt mit unserem warmen Baby. Das Stillen funktioniert super, ich freue mich über jeden Besuch und genieße das Umsorgtwerden von Flori und der Hebamme.

Nachwort

Jonathan ist jetzt 8 Monate alt und ein richtiger Sonnenschein. Er strahlt in die Welt hinaus, ist ausgeglichen und hat einen wunderbaren Tag/Nachtrhythmus.
Wenn ich an die Geburt zurückdenke, erinnere ich mich hauptsächlich an meine optimale Betreuung. Es lief alles nach meiner Vorstellung und ich bin sehr stolz darauf, mein Baby auf natürlichem Weg geboren zu haben. Ich möchte mir gar nicht ausmalen, wie es gelaufen wäre, wenn ich ihn im Krankenhaus zur Welt gebracht hätte. Wehentropf, PDA, etc. Nein danke!
Trotzdem zweifle ich hin und wieder daran, ob ich wirklich echte Wehen hatte. Mein Muttermund ging ja schlussendlich nicht ganz von alleine auf und die Hebamme musste ihn aufdehnen. Ein bisschen Angst habe ich, auch bei der nächsten Geburt nochmal diesen fürchterlichen Schmerz des Aufmassierens spüren zu müssen, weil er die paar Zentimeter nicht von alleine aufgeht… Ich frage mich, ob die Massage wirklich hätte sein müssen, oder ob es auch ohne gegangen wäre, mit ein paar Stunden mehr Zeit für meinen Muttermund.

Hier kann man nur spekulieren. Ich selbst bin kein Fan vom Aufmassieren des Muttermunds. Und auch wenn ich nicht dabei war: Ich hätte vermutlich etwas Anderes versucht. Vielleicht auch eher noch etwas gewartet – vor dem Aufpieken der Fruchtblase. Ob es aber etwas gebracht hätte und ob der Körper irgendwann von alleine bessere Wehen gemacht hätte, weiß ich natürlich nicht. Sprich das doch nochmal mit Gabi durch. Frag sie einfach, denn das Grübeln tut Dir auf Dauer nicht gut. Hier aber die gute Nachricht: Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass eine nächste Geburt schneller und leichter geht.

Liebe Hannah, ich danke Dir für Deinen spannenden Geburtsbericht.

Hannah schrieb mir übrigens noch, sie erwarte Ende November ihr nächstes Baby und plane eine Hausgeburt, der sie äußerst positiv entgegen sehe.
Ich wünsche Dir alles Gute dafür!

 



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6 Kommentare
  1. jukefrosch
    jukefrosch sagte:

    Ich stelle grade fest, dass ich nach über sieben Monaten endlich wieder Berichte über natürliche Geburten (vor allem außerklinische) lesen kann, ohne neidisch zu seufzen.

    Ein schöner Bericht, auch wenn die Muttermundmassage wirklich fies klingt, ist es super, dass Hannah trotz der Länge ihr Kind ohne Probleme zur Welt bringen konnte. Es sollte wirklich viiiieeeel öfter so sein, egal ob KH, Geburtshaus oder daheim!

    Ich drücke ihr ganz fest die Daumen für die Hausgeburt (mein Traum fürs zweite Kind)!

    Antworten
  2. Limoncella
    Limoncella sagte:

    Ich wundere mich, dass die Akupunktur nichts geholfen hat. Ich hätte gedacht, damit soll der Muttermund schneller aufgehen?

    Antworten
  3. Alex
    Alex sagte:

    Hallo Jana,

    jetzt muss ich dir auch mal meine Geburtsberichte schicken. Bei der ersten Geburt 2012 habe ich gelernt, was alles anders laufen könnte/sollte und ich bin unendlich dankbar, dass ich das dann bei der zweiten Geburt 2014 umsetzen konnte/durfte!

    Bei der Geburt meiner Tochter war ich ziemlich unsicher, weil ich etwas Fruchtwasseraustritt hatte (war 1 Tag vor ET). Deshalb war ich im Krankenhaus, da hieß es: „Ja, ist Fruchtwasser, Sie bleiben jetzt hier.“ Zugang gelegt, MM 1 cm offen, Wehen zwar im CTG erkennbar aber noch nicht spürbar. Das war mittags. Gegen 17 Uhr hieß es dann, wir leiten jetzt ein, weil Infektionsrisiko bei vorzeitigem Blasensprung bestehe… Ich hab natürlich zugestimmt, weil ich es nicht besser wusste. Dann war Schichtwechsel und allmählich – so gegen 19 Uhr – wurden meine Wehen stärker und schmerzhafter. Mit der neuen Schicht hatte ich – sorry – einen richtigen Griff ins Klo!!! Die Hebamme war deutlich unmotiviert, sagte mir, das wird nur noch schlimmer und ob ich schon über PDA nachgedacht habe. Außerdem wollte sie, dass ich noch mal schlafe weil mein MM immer noch auf 1 cm war. Ich wollte weder PDA noch schlafen. PDA wollte ich nicht, da ich mir eine Wassergeburt wünschte und schlafen ging nicht, weil ich aufgeregt war und jetzt mein Kind kriegen wollte und außerdem Schmerzen hatte. Um 21 Uhr waren die Schmerzen schon sehr stark und ich habe versucht zu veratmen, bekam dabei wenig Hilfestellung von der Hebamme (jetzt weiß ich, ich hätte ruhiger atmen und mehr trinken sollen) und dann sollte ich noch so eine Tablette zur Einleitung nehmen, weil die Wehen ja längst noch nicht stark genug seinen und der MM immer noch bei 1-2 cm lag. Die nahm ich dann und wusste allmählich nicht mehr, wie ich mich bewegen sollte, die Schmerzen wurden sehr stark und kräftezehrend, weil ich zwischen den Wehen keine Pause hatte. Ich bat um ein Schmerzmittel. Das bekam ich über den Tropf und es half wenigstens insofern, dass ich zwischen den schmerzhaften Wehen mal wieder kurze Pausen hatte. Ich fragte dann, ob ich mal ein Entspannungsbad nehmen dürfe. Durfte ich. Da konnte ich mich auch kurz entspannen, aber dann wurden die Wehen sehr heftig und ich wollte auch bald wieder raus. MM war anschließend 7 cm auf – juhuu, wäre ich doch schon früher in die Wanne gegangen! Ich bat noch mal um ein Schmerzmittel, weil ich wieder keine Pausen zwischen den Wehen hatte. Bekam ich dann auch, allerdings lief der Tropf nicht mehr, weil die Braunüle wohl an einer Venenklappe lag und es musste ein neuer Zugang gelegt werden. Die Hebamme fragte, ob ich immer noch eine Wassergeburt wünsche und ließ, als ich das bejahte, die Geburtswanne ein. Sie sagte, es wäre sinvoll, vorher noch einen Einlauf zu machen, da stimmte ich leider zu. Der Tropf lief immer noch nicht richtig und die Wehen machten mich fertig! Ich dann zum Klo um den Einlauf wieder loszuwerden, musste dabei den Tropf, der nicht lief, mitnehmen und hochhalten (!), hatte dann, noch bevor ich mich aufs Klo setzen konnte, einen richtigen Blasensprung und stand völlig überfordert in einer Riesenpfütze mit dem blöden Tropf in einer Hand und beginnenden Presswehen! Ich versuchte noch den Einlauf wieder loszuwerden, klappte allerdings nicht, weil das Köpfchen jetzt schon zu tief lag. Na super. Ich sollte mich auf die blöde Liege legen. Nein! Die Wanne war doch schon voll! Ich war jetzt ausgeliefert, lag wie ein Käfer auf dem Rücken, fing trotz dem Vorsatz, nicht zu schreien, jetzt an, den Kreißsaal zusammenzubrüllen und dann hieß es pressen und Dammschnitt und dann war meine kleine Maus um 6.36 Uhr mit 4080 g und 53 cm da. Ich konnte alles noch gar nicht richtig fassen, war völlig am Ende. Das Licht war übrigens auch schön grell die ganze Zeit, super Geburtsumgebung!
    Jetzt war es aber nicht geschafft – die blöde Ärztin wurde ungeduldig, weil die Plazenta nicht so schnell kam und zog an der Nabelschnur. Als die Plazenta dann kam, war sie unvollständig. Sie versuchte die Plazenta noch manuell zu lösen, sagte ich solle Bescheid sagen, wenn es nicht geht. Ich schrie: „Aaaah, das geht nicht!!!“ Es tat so weh!!! Sie hörte aber nicht sofort auf. Erfolgreich war das Ganze trotzdem nicht. Plötzlich stand auch noch der Oberarzt vor mir (der mir noch vom Vorgespräch unsympathisch war), guckte die Plazenta an und erklärte mir, dass eine Kürettage erfolgen muss und ich dafür in Narkose muss. Ich dachte, ich bin im falschen Film! Ich war gerade Mutter geworden, hatte jetzt keine Zeit und Ruhe, mein Glück zu fassen und sollte dann auch noch in Narkose um hinterher überhaupt nicht mehr zu wissen, was los ist?! Ich fragte, ob nicht auch eine Spinalanästhesie möglich wäre. War möglich. Dann stand da auch noch der Anästhesist mit im grellen Kreißsaal und ich voll sauer: „Ich unterschreibe alles, her damit!“ Ich war einfach fertig mit meinen Kräften und mit meinen Nerven.
    Unsere Maus konnte dann mit ihrem Papa Bonding machen und ich kam in den OP. Der Anästhesist und der Arzt waren aber nett und machten das gut. Anschließend durfte ich endlich zu meiner Maus und sie an meine Brust legen. Ich war so fertig, hab auch ganz viel Blut verloren (Hb war hinterher bei 8,3 statt 12). Dann lag ich auf der Wöchnerinnenstation, konnte Bauch und Beine noch nicht wieder spüren oder bewegen und um das Ganze noch perfekt zu machen, kam dann verspätet der Einlauf wieder raus. Das war mir unfassbar peinlich!!! Ich konnte nichts steuern und ja auch nicht zum Klo! Dann mussten mich zwei Schwestern „trockenlegen“, ich hätte im Boden versinken können.
    Etwas später meinte eine Schwester, dass meine Tochter blau angelaufen sei. Das konnte ich nicht feststellen, aber ich glaubte ihr das mal und machte mir Sorgen. Sie meinte, sie bringen sie mal in die Kinderklinik. Okay, da lag ich nun, konnte mich nicht bewegen, hatte Kreislaufprobleme durch den Blutverlust, meine Tochter war nicht mehr bei mir und ich wusste nicht, was los war! Ich rief meinen Mann an, der sich auf den Weg in die Kinderklinik machte. Ich musste ewig warten und dachte, irgendwas ist nicht in Ordnung. Endlich kam mein Mann. Die Ärzte hätten ihn draußen warten lassen und dann vergessen ihm Bescheid zu sagen, dass alles in Ordnung ist! Sie wollen sie aber noch zur Beobachtung da behalten.
    Langsam konnte ich meine Beine wieder bewegen, aber als ich aufstehen wollte, bekam ich arge Kreislaufprobleme, so dass ich mich wieder hinlegen musste. Klasse.
    Abends hat mein Mann mich dann mit Rollstuhl in die Kinderklinik gefahren. Endlich war ich bei meiner Maus und ich musste weinen, weil sie so verkabelt war mit Braunüle in der kleinen Hand und sie wollte sofort bei Mama kuscheln. Ich wollte sie gar nicht wieder hergeben. Ich fragte, ob ich stillen darf, da hieß es: „Nein, sie hat gerade getrunken, sonst wird ihr wieder schlecht.“ Ich kann es immer noch nicht glauben, dass das wirklich so stattgefunden hat und dass ich das mit mir habe machen lassen!
    Dann musste ich wieder in die Wöchnerinnenstation und war nur am Heulen, weil ich meine Tochter bei mir haben wollte. Zu allem Überfluss wurde dann eine Zimmernachbarin mit ihrem Kind reingeschoben und ich konnte nicht mehr aufhören zu heulen. Ich fragte, ob mich jemand zu meiner Tochter bringen kann, aber da hieß es nein, zu wenig Personal, geht erst wieder morgen. Meinen Mann wollte ich auch nicht aus dem Bett klingeln, er brauchte auch mal etwas Schlaf. Ich heulte also die Nacht durch und war dann vormittags mit meinem Mann bei unserer Tochter, wo uns gesagt wurde, dass alles okay ist, sie aber noch eine weitere Nacht zur Beobachtung da bleiben soll. Noch eine Nacht??! Ich wieder nur am Heulen, wann darf ich denn endlich meine Tochter wieder haben? Sie wollte doch bei mir sein, kuschelte immer, wenn sie auf meinem Arm war. Abends war ich dann noch mal ganz spät (gegen 23 Uhr) mit meinem Mann in der Kinderklinik und da war ein ganz netter Pfleger, der mir anbot, ins Stillzimmer zu gehen und wir hätten alle Zeit der Welt. Wie schön, die Maus freute sich total, wusste gleich, wie es funktioniert und trank ganz lange an meiner Brust. Ich war so gerührt und glücklich in dem Moment!!! Wir brauchten doch nur uns, sonst nichts! Am nächsten Morgen wurde sie endlich zu mir auf die Wöchnerinnenstation gebracht, da hab ich auch vor Freude geheult. Hatte auch Milcheinschuss und brauchte meine Maus! In der folgenden Nacht hatte sie Nachholbedarf und wollte Dauerstillen, da hatte auch so eine furchtbar nette Schwester Dienst, die nur sagte: „Was? Sie stillen schon 3 Stunden? Das geht nicht, dann müssen sie zufüttern.“ und stellte mir eine lauwarme Milchflasche hin und verschwand wieder. Danke auch. Ich versuchte die ganze Nacht zu stillen und meine Maus zu beruhigen, am nächsten Morgen bei Schichtwechsel schlief meine Maus dann ganz friedlich und ich war wieder nur am Heulen, weil ich vollkommen entkräftet und verzweifelt war. Naja, bin dann nach Hause und hatte da eine tolle Nachsorge-Hebamme und tolle Unterstützung durch meinen Mann, so dass wir dort endlich begreifen konnten, dass wir jetzt eine Familie sind und uns an die neue Situation gewöhnen konnten.

    Als ich wieder schwanger war, dachte ich viel über die Geburt nach, las viele Bücher (Hypno birthing, Die selbstbestimmte Geburt, die freie Geburt…) sprach viel mit meiner Hebamme und war mir sicher, dass ich meine nächste Geburt anders haben wollte und zwar möglichst natürlich. Ich wählte eine andere Klinik und dort nahm man mich im Vorgespräch auch ernst und verstand, wie es mir nach der ersten Geburt ging.

    Ich hatte dann 8 Tage vor ET einen Blasensprung (so richtig alles nass im Bett, gegen 3 Uhr) und wusste es geht jetzt los. Ab da war alles ziemlich sicher, ich war in diesem Film mein eigener Regisseur. In der Klinik wussten die noch vom Vorgespräch, dass ich eine Wannengeburt möchte und bereiteten alles vor. MM war bei 5 cm. Ich wurde zu meinem Erstaunen sogar gefragt, ob sie einen Zugang legen dürfen. Ich erlaubte es. Die Ärztin wollte noch schnell Ultraschall machen, sie konnte aber die Größe nicht mehr abschätzen, weil der Kopf schon zu weit unten war (zum Glück, sonst hätte ich wahrscheinlich nicht mehr in die Wanne gedurft!)
    Ich durfte dann gleich in die Wanne, entspannte mich dort schön und fing an zu tönen und auch bald zu schreien, da ich diesmal ganz andere Vorsätze hatte als letztes Mal. Das Schreien tat mir auch gut gegen die Schmerzen. Einmal musste ich sogar lachen, weil ich beim Schreien einen Frosch im Hals hatte. Zwischen den Wehen konnte ich mich immer super entspannen in dem warmen Wasser.
    Dann war Schichtwechsel und eine super liebe Hebamme kam, stellte sich vor und meinte, dass sie sich freut, weil sie mein Baby sehen darf. Dann kam die Ärztin, die ich schon vom Vorgespräch kannte und die mir sehr sympathisch war. Sie lächelte mir wissend zu. Die Presswehen gingen schon ziemlich bald los und dauerten ganz schön lange. Die Hebamme unterstützte mich super, erinnerte mich daran, ruhig zu atmen und mein Mann gab mir nach jeder Wehe einen Schluck zu trinken. Ich durfte selber die Geburtsposition bestimmen. Die Hebamme hatte es nicht leicht, die Sensoren vom CTG unter Wasser zu halten, wenn sie verrutschten, aber sie ließ mich trotzdem meine aufrechte Position einnehmen, wofür ich ihr soooo dankbar bin!!! Im Liegen hätte es nicht geklappt und ich hätte es nicht ausgehalten. Als ich irgendwann mit den Kräften am Ende war und nach einer Wehe schnaufend sagte: „Ich kann nicht mehr!“, sagte die Hebamme, dass das ein gutes Zeichen ist, dass ich das jetzt sage, weil es dann nicht mehr lange dauert. Okay, Ende in Sicht. Irgendwann wurden dann die Wehen weniger und seltener und die Hebamme beriet sich mit der Ärztin und erklärte mir dann, dass es besser sei, wenn wir außerhalb des Wassers weiter machen, damit es wieder vorwärts geht. Ich sagte: „Bitte noch 5 Wehen.“ Sie meinte, ich soll bitte jetzt nicht diskutieren weil es auch medizinische Gründe gibt, aber ich kann es jetzt noch einmal versuchen, bei der nächsten Wehe richtig doll mitzupressen. Alles klar, ich wollte nicht aus der Wanne raus, also presste ich so doll ich konnte und dann spürte ich, dass das Köpfchen kommt! Ich sagte: „Jetzt kommt er!“ Und sie sagte: „Atme noch mal tief durch und bei der nächsten Wehe presst du noch mal mit aller Kraft!“ Gesagt, getan, und dann war er da, mein kleiner Spatz um 8.57 Uhr mit 4560 g (!) und 54 cm.
    Ich war so glücklich, hatte aber noch ein bisschen Angst, dass das mit der Nachgeburt wieder problematisch werden könnte wie beim letzten Mal. Das wusste die Hebamme aber und ließ mir Zeit und versprach mir, nicht an der Nabelschnur zu ziehen. Sie half mir aus dem Wasser raus und ich fühlte mich gut aufgehoben. Ich muss auch sagen, dass der Kreißsaal schön ruhig und abgedunkelt war, so wie ich es mir gewünscht hatte. Eine ganz andere Atmosphäre als in der anderen Klinik! Ich bekam dann noch ziemlich starke Nachwehen und die Hebamme half mir dabei mich aufzurichten und ich sollte noch mal richtig doll pressen (ich hatte eigentlich gar keine Kraft mehr übrig, versuchte es aber trotzdem) und dann plötzlich – platsch – war die Plazenta da und zwar vollständig. Ich war so erleichtert und glücklich! Mein Mann durfte jetzt auch Bonding machen und die Ärztin nähte noch meinen Dammriss 2. Grades. Als ich meinte, dass es mich wundert, dass ich so einen Dammriss trotz Wassergeburt habe, meinte die Hebamme, dass der große Junge ja auch irgendwie raus musste.
    Ich hab mir ein Einzelzimmer gegönnt und war die ganze Zeit mit meinem Baby zusammen, keiner nahm ihn mir weg und wir konnten uns gut von der Geburt erholen. Seine große Schwester kam mit Papa zu Besuch und sagte: „Bruder!“ und machte „Ei!“, da musste ich heulen, weil ich so gerührt war und vor Glück!

    Ich bin so unendlich dankbar für diese zweite Geburt, dass alles so toll verlief, dass meine Wünsche ernst genommen wurden, ich toll unterstützt wurde und ich auch so lange (etwa 3,5 Stunden) in der Wanne sein durfte. Durch die 2. Geburt konnte ich das „Trauma“ von der 1. Geburt verarbeiten.

    Antworten
  4. Julia Braun
    Julia Braun sagte:

    Dieser Geburtsbericht klingt wirklich wundervoll, obwohl ich an 2 Stellen schlucken musste: Beim 1. Mal, als die Fruchtblase aufgestochen wurde, und beim 2. Mal, als die Muttermundmassage dran kam. Davon hatte ich auch noch nichts gehört und war schockiert, als ich las, was für Schmerzen die Arme dabei hatte…
    Wir wollten ja auch im Geburtshaus entbinden, aber trotz Akupunktur, Globuli, Wehentee usw. endete das Ganze dann im Krankenhaus mit einem Notkaiserschnitt. Es war für uns Drei sehr traumatisch.
    Umso mehr freue ich mich, Geburtsberichte zu lesen, die zu Hause, im Geburtshaus, auf völlig natürliche Weise vonstatten gingen. Das macht mir Mut, falls wir uns irgendwann für ein 2. Kind entscheiden.
    Also vielen Dank für diesen Bericht und die Kommentare dazu :)

    Antworten

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