Indische Brücke bei Beckenendlage

Beckenendlage – Klar zur Wendung?!

Was tun, wenn dein Kind kurz vor dem Errechneten Termin noch nicht wie gewünscht mit dem Kopf nach unten, sondern in Beckenendlage liegt? Dann heißt es in der Regel: „Alles Klarmachen zur Wendung!“ Bevor man dafür jedoch in die Klinik geht, gibt es einige Alternativmethoden, die man vor dem „amtlichen“ Wendungsmanöver erst mal selbst ausprobieren kann.

Gründe für eine Beckenendlage

Ungefähr 4% aller Babys liegen am Errechneten Termin in Beckenendlage. In der Hälfte der Fälle liegt aber dafür kein erkennbarer Grund vor. Etwaige Gründe könnten dennoch sein:

Bei der Mutter:

  • (Fehl-)Formen des Beckens
  • Tumore oder Fehlbildungen der Gebärmutter
  • Tiefer Sitz oder sogar Vorliegen der Plazenta (Plazenta praevia) 

Beim Kind:

  • Mehrlingsschwangerschaften
  • Frühgeborene
  • Zu viel oder zu wenig Fruchtwasser
  • Kopfform
  • Nabelschnurproblematiken
  • Fehlende Körperspannung

Konsequenzen und Optionen

Grundsätzlich kann ein Kind aus Beckenendlage spontan (also über den natürlichen Weg) geboren werden. Bei bestimmten, ungünstigen Kriterien sollte aber eine Schnittentbindung erwogen werden. Die Entscheidung sollte von Geburtshelfern und Eltern gemeinsam diskutiert und getragen werden, denn es gibt natürlich ein Für und Wider:

Risikofaktoren bei Spontangeburt

  • Das geschätzte Geburtsgewicht liegt über 4000g
  • Vorangegangene Schnittentbindung oder andere Gebärmutteroperationen
  • Fußlage
  • Geringe Fruchtwassermenge (kann auch auf eine Plazentainsuffizienz hinweisen)
  • Bestimmte Schwangerschaftserkrankungen
  • Kindliche Wachstumsverzögerungen
  • Kopf des Kindes ist sehr viel größer gemessen, als der Bauch

Die größte Befürchtung bei einer spontanen Beckenendlagengeburt ist natürlich die mögliche Sauerstoffmangelversorgung des Kindes. Die Nabelschnur könnte eventuell länger komprimiert werden, als bei der Schädellage und beim Geburtsprozess könnten die Arme des Kindes hochschlagen, was geburtshilfliche Spezialgriffe notwendig machen würde. Dadurch kann die Geburt des Kopfes dann entsprechend länger dauern und/oder auch eine Verletzung der Arme erfolgen. Aufgrund dieser Risiken kommt es, bei der Entscheidung für eine Spontangeburt aus Beckenendlage, vor allem auf die Erfahrung und das Können der Geburtshelfer an.

Wenn das Kind also zum Ende der Schwangerschaft in Beckenendlage liegt, gibt es drei Möglichkeiten:

  1. Das Kind wird aus dieser geburtsmöglichen Lage normal geboren. Es sei denn, es liegen die oben benannten Risikofaktoren vor.
  2. Es wird ein Kaiserschnitt geplant.
  3. Man versucht das Baby noch irgendwie zur Wendung zu bewegen.

Sanfte Wendung in Eigenregie

In der Regel drehen sich die Kinder bis zur 34. SSW in die Schädellage (im Mutterpass als „SL“ eingetragen). Aber ungefähr 4% der Kinder sitzen die Sache einfach aus. Und wenn sich dein Kind ab der 35. SSW immer noch in Beckenendlage (im Mutterpass „BEL“) befindet, kannst du versuchen dein Baby in Eigenregie zur sanften Wendung zu bewegen:

Indische Brücke
Dazu begibst du dich in Rückenlage und legst dir als Polster ein dickes Kissen unter den Po. Das Becken sollte dabei etwas höher positioniert sein, als dein Brustkorb. Lege deine Beine bequem ab. Du liegst dann ungefähr so, wie auf dem Titelbild, nur mit Polsterung. So bleibst du einfach eine Weile liegen – aber bitte nicht länger als 15 Minuten! So lange hält das aber eh keine Schwangere aus…
Dann stehst du mit etwas Schwung (!) über eine Seite auf.
Der Sinn der Sache: Durch die „Hintern-Hoch-Lage“ soll der kindliche Popo zunächst aus deinem Becken raus rutschen und das Baby anschließend, durch dein schwungvolles Aufstehen, zu einem Purzelbaum angeregt werden. Diese Lage ist für das Baby (und leider auch für die Mutter) eher unkomfortabel. Es wird also, so die Hoffnung, eine angenehmere Position einnehmen wollen. Mach es deinem Aussitzerkind also ein bisschen unbequem und sprich ihm dann gut zu. Es ist ja nur zu seinem Besten ;-)

Ich betreute mal eine Frau, die sich an der Ostsee falsch herum in die Dünen gelegt hat und ihr Kind so zur Wendung bewegte. („Schatz! Wir müssen an die Ostsee!“)

Aber Achtung: Wenn dir bei der Übung schwindelig wird, oder du dich schlecht fühlst, brich sie bitte umgehend ab.

Moxen
Das Moxen kommt aus der Chinesischen Medizin. Dabei hält man eine glühende Moxa-„Zigarre“ wenige Zentimeter vor bestimmte Akupunkturpunkte. In diesem Fall ist das „Blase 67“, am Nagelfalzwinkel der kleinen Zehe. Der Punkt wird dadurch erwärmt, also tonisiert. Dadurch soll das Baby über die Leitbahnen zur Wendung angeregt werden. Moxazigarren/Stäbchen bestehen aus gerolltem, oder gepresstem Beifuß. Am besten auf dem Balkon oder bei geöffnetem Fenster anwenden.

Taschenlampen-Methode
Mit einer Taschenlampe leuchtest du dem Baby den Weg. Ich gestehe, das hört sich wild an. Aber es gibt Leute, die behaupten, so hätte es funktioniert. Ich hab es, in meiner Verzweiflung meine Tochter noch zur Wendung zu bewegen, auch versucht. Allerdings ohne jegliche Reaktion. Und auch heute noch – mit 15 Jahren – muss man gute Argumente vorbringen, um sie zu etwas zu bewegen, das sie nicht möchte. ;-)

Glöckchenmethode
Funktioniert ebenso (wenig?) wie die Taschenlampenmethode. Aber ich führe es hier mal der Vollständigkeit halber auf. Auch hierauf schwören manche Eltern.

Chiropraktorik
Bei dieser Methode, wird die Mutter behandelt und bekommt in der Regel auch Übungen mit nach Hause. Durch eine optimierte Körperhaltung der Mutter, soll das Kind dazu angeregt werden, die Schädellage einzunehmen. Die Chiropraktorik geht davon aus, dass Haltungsprobleme bei der Mutter die Ursache für die „falsche“ Lage beim Kind sind.

Wenn alle sanften Versuche fehlschlagen, so wie bei mir, dann besteht immer noch die Möglichkeit zum Wendungsversuch in die Klinik zu gehen:

Äußere Wendung durch Fachpersonal

Zwischen der 36. SSW und der Geburt kann eine äußere Wendung versucht werden. Am besten bei SSW 37+0, denn dann ist das Kind noch ausreichend klein, so dass die Wendung sehr wahrscheinlich Erfolg hat. Und im Falle einer Komplikation kann es immer noch geholt werden, ohne eine Frühgeburt zu sein.

Der Ablauf ist in etwa so: Erst meldet man sich zum Vorgespräch an. Dort wird ein Ultraschall gemacht, bei dem geschaut wird, wie schwer das Baby ist, wie es genau liegt, wie viel Fruchtwasser vorhanden ist und an welcher Stelle in der Gebärmutter die Plazenta sitzt. Auch über Risiken wird gesprochen – dazu später mehr.

Am Tag an dem die äußere Wendung versucht wird, kommt man morgens nüchtern (also ohne zu Frühstücken) in die Klinik. Nach einem weiteren Ultraschall – es gibt nämlich Kinder, die sich in der Nacht vor der Wendung schnell noch drehen – wird erst mal ein CTG geschrieben, um zu sehen, dass es dem Kind gut geht. Parallel wird ein Zugang gelegt. Den braucht man, um ein wehenhemmendes Mittel zu geben. Denn sonst könnten, hervorgerufen durch die äußere Manipulation am Bauch, ungewollt Wehen entstehen.
Dann wird das Becken, ähnlich wie bei der Indischen Brücke, hochgelagert.
Nach ungefähr 20 Minuten kann die Wendung versucht werden. Dabei bemühen sich zwei Geburtshelfer das Kind genau so zu schieben, dass es einen Purzelbaum macht.
Ich sage deshalb „versucht“ und „bemühen“, weil die Statistik eine Erfolgschance von ungefähr 50% belegt. Manche Kliniken haben etwas bessere Statistiken.

Risiken
Bei der Wendung gibt es, wie bei allen medizinischen Eingriffen, Risiken. Diese zitiere ich nachfolgend aus einer statistischen Erhebung der Berliner Klinik für Geburtsmedizin „Vivantes Klinikum Neukölln“.
Die Statistik bezieht ihre Werte aus den Wendungsversuchen bei 1026 Frauen.

Die wohl schwerwiegendste Komplikation der äußeren Wendung ist die vorzeitige Plazentalösung. In unserem Wendungskollektiv musste die Diagnose in 3 Fällen (0,3%) gestellt werden. Bei 4 Patientinnen (0,4 %) kam es innerhalb von 2 Stunden nach der äußeren Wendung zu einem vorzeitigen Blasensprung, bei 34 Patientinnen (3,3 %) wurden anhaltende Wehen innerhalb von 24 Stunden registriert. Vaginale Blutungen hatten 30 Patientinnen nach Wendung, was einem Prozentsatz von 2,9 % entspricht. (…) Im aktuellen Kollektiv war ein Notkaiserschnitt in zwei Fällen (0,19%)erforderlich. Der Eingriff wurde im unmittelbar dem Kreißsaal angrenzenden OP durchgeführt. Schnellsectiones nach Wendungsversuch waren auch in den Jahren 1980 bis Juni 1999 ein extrem seltenes Ereignis und wurden bei 25 Patientinnen von insgesamt 2026 durchgeführt, was einem Prozentsatz von 1,2 % entspricht.

Klarmachen zur Wendung – oder lieber nicht?

Ich persönlich empfehle (bei von mir betreuten Frauen!) die äußere Wendung eigentlich immer, vorausgesetzt es gibt keine zusätzlichen Risikofaktoren.
Manche Wendungen gehen ganz leicht, so als hätte das Kind nur auf einen kleinen Anschubser gewartet. Andere sind schwieriger und auch schmerzhaft, denn es ist sicher kein angenehmes Manöver! Wenn man aber während der Wendung Angst bekommt, kann man natürlich jederzeit „STOP“ sagen und abbrechen.

Unabhängig davon, ob eine Wendung erfolgreich war oder nicht, wird das Kind anschließend noch eine Zeit lang per CTG überwacht, um sicher zu gehen, dass es ihm gut geht. In der Regel geht man aber am Tag der Wendung wieder nach Hause.

Beckenendlagengeburt

Und wenn nun alle Wendungsversuche fehlgeschlagen?
Dann gibt es immer noch die Möglichkeit, sich für eine spontane Beckenendlagengeburt zu entscheiden. Denn die Beckenendlage ist eine geburtsmögliche – wenn auch seltene – Lage! Oder eben der geplante Kaiserschnitt.

Übrigens: Im Jahr 2000 gab es eine Studie (Hannah M et al), die Beckenendlagengeburten schlechte Ergebnisse bescheinigte. Durch das Kompetenzzentrum Steißgeburten der Universität Bern kann man die methodologischen Mängel der Hannah-Studie in folgender Masterarbeit von 2011 gut nachvollziehen.
Leider spukt diese Studie auch heute noch in den Köpfen einiger Geburtshelfer herum. Darum: Wenn ihr eure Beckenendlage spontan gebären wollt, dann sucht euch eine Klinik, die auf der Höhe der Zeit arbeitet und sich mit Beckenendlagen gut auskennt. Aus meiner Sicht gibt es, wie beschrieben, nur wenig Gründe, eine Beckenendlage nicht spontan zu bekommen.

Prof.Dr.med. Kainer, Teamchefarzt der Abteilung Geburtshilfe und Pränatalmedizin an der Klinik Hallerwiese in Nürnberg fasst den Stand der Forschung zu dem Thema sogar folgendermaßen zusammen:

Für das Kind macht es keinen Unterschied, ob es vaginal oder per Kaiserschnitt zur Welt kommt.

Dieses Zitat habe ich aus der Juliausgabe 2014 der Apothekenzeitung „Baby und Familie“ entnommen, in der ich ebenfalls kurz zu Wort komme.

Vierfüßlerstand

Meine Tochter blieb von allen oben genannten Methoden unbeeindruckt und hat sich nicht zur Wendung bewegen lassen. Für mich war klar, dass ich eine spontane Geburt zumindest versuchen wollte. Es lagen auch keine Risiken vor. Leider war es zu der Zeit (1999) noch üblich, zumindest für den Endspurt unter der Geburt in Steinschnittlage zu gehen. Heute lautet die Empfehlung, Frauen mit Beckenendlage, im Vierfüßlerstand zu entbinden. Das kommt dem Geburtsmechanismus einer Beckenendlage deutlich mehr entgegen. Trotzdem hatte ich eine sehr schöne, spontane Beckenendlagengeburt. Und meine Tochter macht heute noch immer ihr ganz eigenes Ding. Gut so! ;-)

Gretchenfrage

Wie hast du dich entschieden und warum? Wie war es bei dir? Was hast du ggf. zur Wendung unternommen? Hast du noch einen heißen Tip auf Lager?
Oder: Wie würdest du dich entscheiden, wenn es soweit kommen sollte?



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89 Kommentare
  1. Heike
    Heike sagt:

    Meine Tochter lag auch in Beckenendlage, und es hieß, dass der Kopfumfang relativ groß sei. Ich entschied mich auch für einen Wendeversuch, bereute es danach aber versucht zu haben. Es war wie oben erwähnt schmerzhaft , auch die kommenden Tage noch, und ich hatte Wehen bis in den nächsten Tag hinein. Meine Hebamme versuchte es auch mit Moxen, der Brücke.. Nichts half. Am Ende entschied ich mich in der 40ssw für einen Kaiserschnitt. Alles ging gut, meine Maus ist gesund zur Welt gekommen. Der Kopfumfang war kleiner als im Ultraschall vermessen. Ich hätte es gerne auf natürlichem Wege versucht, hatte nicht genügend Mut und zuwenig Unterstützung.. . Der Gedanke was wäre wenn…lässt mich aber nicht mehr los. Es war allerdings mein erstes Kind und wer weiß:-)

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Liebe Heike, sie wollte sich offensichtlich nicht drehen. Schade, dass Dich keiner darin unterstützt hat es spontan zu versuchen.
      Ich drück Dir die Daumen für’s Zweite!
      Liebe Grüße
      Jana

      Antworten
  2. Katharina
    Katharina sagt:

    Meine kleine war in der 36. SSW noch in Beckenendlage und die verschiedenen Reaktionen waren interessant. Meine Geburtsvorbereitungshebamme war total entspannt und meinte, dann ist die Kleine halt ein Spätzünder, aber ich solle mich bloß nicht verrückt machen, sie dreht sich bestimmt noch. Meine Frauenärztin war mega unentspannt und sprach gleich von Kaiserschnitt.
    Da wir uns wie beim ersten Kind für das Geburtshaus Fulda entschieden hatten, fragten wir natürlich auch dort nach Rat.
    Unsere Hebamme da war tendenziell auch eher etwas beunruhigt, hat aber gleich gefragt ob ich irgendwelche Ängste hätte oder sehr angespannt wegen etwas sei, das wäre ihrer Meinung nach auch oft ein Grund, wenn die Babys sich nicht drehen. Dann hat sie uns erstmal super beraten über die Möglichkeit einer Spontangeburt trotz Beckenendlage und hat uns als Hausaufgaben die indische Brücke und eine “Zigarre” zum Moxen mitgegeben.
    Und ihr bester Rat war, ich solle mal ganz entspannt Zwiesprache mit meiner kleinen halten und sie vom drehen überzeugen. Bei der Heimfahrt hab ich genau das dann getan und wirklich versucht, mich zu entspannen, was auch gut funktioniert hat. Zuhause haben wir dann erst die indische Brücke ausprobiert und anschließend gemoxt und irgendwann dabei hat mein Bauch gerumpelt wie verrückt.
    Naja, und beim nächsten Termin am nächsten Tag lag die kleine Maus richtig rum!
    Was davon genau geholfen hat kann ich nicht sagen, aber der Rat mit dem bewusst entspannen und in sich gehen hat zumindest für mich persönlich sehr gut geholfen!!!
    Der Kommentar ist ein bißchen länger geworden als geplant…. Sorry dafür! :)

    Lg Katharina

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Liebe Katharina,
      ich bin immer etwas zwiespältig, wenn Hebammen, oder Ärzte den Frauen sagen, sie sollen mal in sich gehen, wahrscheinlich gibt es da noch eine innere Blockade. Manchmal stimmt das vielleicht, kann aber auch zu einem schrecklich schlechtem Gewissen/ Gefühl führen. Bei Dir war es wohl die richtige Anregung. Das ist gut.
      Sie hat Dich ja dann auch super, ausführlich beraten. Das ist manchmal die beste Therapie, dass man seine Optionen kennen lernt und merkt, es gibt mehrere Wege.
      Vielleicht hat es auch einfach geholfen sich noch einmal ganz bewusst zu entspannen und dem Baby Raum zu geben.
      Auf jeden Fall: toll, dass es geklappt hat.
      Übrigens ich liebe ausführliche Kommentare! ;-)
      Liebe Grüße
      Jana

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  3. Bianca
    Bianca sagt:

    Mein Sohn lag bis zur 39. SSw in Bel… Meine Frauenärztin hat mich schon in der 30.ssw verrückt gemacht … Meine Nachsorgehebamme kam mit ins Boot und es schwirrte andauernd das Wort “Kaiserschnitt” um mich herum… Glücklicherweise hatte ich noch meine Hebammen aus dem Geburtshaus … Auch von ihnen bekam ich die von dir bereits beschrieben Tipps… Was habe ich mich mit der indischen Brücke gequält… Es war schweineheiß und ich hatte ne Mordskugel! Akupunktiert haben wir auch… Außerdem habe ich mir ständig eine Spieluhr auf den Bauch gelegt, dahin, wo sich das Baby drehen sollte…. Ich habe Purzelbaumöl probiert und Homöopathie… Dann bin ich in mich gegangen und habe mir überlegt, was mir mein Baby sagen wollen könnte mit seinem “Sitzstreik”…. Die ganze Zeit hatte ich von diesem kleinen Wesen erwartet, dass es mich mit meinem ersten Geburtserlebnis versöhne, ich habe versucht, von diesem Gedanken abzukommen, mich mit allen Eventualitäten anzufreunden, löste mich von meiner Frauenärztin, die mich zudem wahnsinnig machte,wegen Gestationsdiabetes ( den ich mit der Ernährungsumstellung wunderbar im Griff hatte) und weil der Kleine der Größennorm nicht entsprach (meine Kinder sind nunmal ziemliche Dickschädel :) )… Und siehe da… War das Köpfchen plötzlich unten zu ertasten … Und ich entband 40+4 meinen wunderschönen kleinen Jungen, (54cm, 4200gr, 38cm KU) Schädellage, spontan im Geburtshaus nur begleitet von zwei wundervollen Hebammen und dem Papa.
    Die Geburt aus Beckenendlage wäre übrigens theoretisch auch im Geburtshaus möglich gewesen…. Nur war der Belegarzt in Urlaub zum errechneten Termin…
    Ist ganz schön lang geworden, rührt aber auch so einiges auf ;)
    Ich grüße ganz lieb,
    Bianca

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Liebe Bianca, gut, dass Du noch darauf gekommen bist, was vielleicht das Problem war.
      Du hast völlig Recht mit der Relation vom Körper (vor allem Becken) der Mutter und der Größe des Kindes. Ob ein >4000g-Kind passt,oder halt nicht, kann man eigentlich nicht so pauschal sagen. Aber da greifen die Leitlinien. Bei >4000g müssen die Eltern über bestimmte Risiken aufgeklärt werden. Das führt meistens zur Verunsicherung…Wenn ein Arzt das nicht macht und es passiert etwas, ist er dran. So ist das.
      Danke für Deinen “langen” Beitrag! :-)
      Liebe Grüße

      Antworten
  4. Karen
    Karen sagt:

    Hallo!
    Ich habe eben den Artikel zur BEL im Apothekermagazin gelesen.
    Ich bin in der 36. SSW mit Zwillingen und beide liegen seit 3 Wochen mit dem Kopf nach oben. In der Klinik geht man derzeit von einem geplanten Kaiserschnitt 2-3 Wochen vor Termin aus. Meine Frauenärztin sagt auch, dass sie diese Wendemethoden bei Zwillingen nicht anwenden würde, da einfach mit zwei Plazenten, 2 Nabelschnüren und 4 Armen und 4 Beinen schon viel im Bauch ist, was “aneinanderhakeln” kann. Meine hebamme sagt auch, sie würde auf die Klinikmeinung bauen, weil die da einfach viele Geburten und auch einige Zwillingsgeburten haben.
    Hat jemand, vor allem Du, Jana, dazu Erfahrungen oder Meinungen?
    Nächste Woche bin ich wieder in der Klinik und wenn sie dann noch so liegen wird ein Kaiseschnittermin fixiert.

    Freue mich über ein Feedback!

    Viele Grüße,
    Karen

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Liebe Karen,
      das ist natürlich ein spezialgelagerter Sonderfall!. Ich würde auch die Finger von einer Geminiwendung lassen. Da ist das Risiko einfach ungleich höher. Leider! Ich wünsch Dir alles Gute für die Geburt!
      Liebe Grüße
      Jana

      Antworten
  5. Sandra
    Sandra sagt:

    Hallo Jana, unser Sohn hat sich kurz vor knapp noch dank Akupunktur durch meine Hebamme gedreht. Er hatte zuvor immer nur gesessen und keine Anstalten gemacht sich zu drehen ;) ich kann das wirklich bestens empfehlen! Damals sagte mir meine Ärztin, dass einen äußere Wendung bei mir nicht möglich sei, da ich eine Vorderwandplazenta hatte. Ist das immer so und wird auch hier individuell entschieden? Danke und viele Grüße, Sandra

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Eine Vorderwandplazenta spricht generell gegen eine Wendung. Hier ist durch die kräftige Manipulation das Risiko zu groß, dass sie sich ablöst.
      Ich hab noch nicht erlebt, dass anders entschieden wurde.
      LG
      Jana

      Antworten
      • Ulrike
        Ulrike sagt:

        Hallo,

        unsere Kleine hat sich nicht gedreht, so dass wir in der Woche 37+1 eine äußere Wendung vorgenommen lassen haben und ich habe eine Vorderwandplatzenta. Die Wendung wurde in der Charite durchgeführt und Dr. Larry Hinkson ist dafür absolut zu empfehlen! Viele Grüße, Ulrike

        Antworten
      • Sandy
        Sandy sagt:

        Hallo an alle, meine beiden Töchter waren beide BEL und ich habe bei beiden eine Wendung machen lassen. Bei der Großen hat es nicht geklappt aber bei der Kleinen. Die Wendung wurde trotz Vorderwandplazenta erfolgreich durchgeführt und war problemlos. Die Ärzte müssen sich nur trauen und viel Erfahrung haben dann geht es genau so.
        Ich Durfte dann Gott sei Dank das Wunder der Geburt erleben,obwohl die Ärzte in der heimischen Klinik mich nach Sectio beim ersten Kind und Wendung schon in den OP zum Kaiserschnitt schieben wollten!!
        Klar besteht immer ein Risiko, aber wir sind ein Beispiel dafür das es geht und ich würde es immer wieder so machen so lange das Baby nicht gefährdet wird natürlich! Das hat erste Priorität! Aber der Wendungsversuch ist immer besser als gleich zu sagen wir machen einen Kaiserschnitt!

        Antworten
  6. Marina
    Marina sagt:

    Hallo Jana,
    ich bin derzeit in der 37. Woche und mein Kleiner sitzt fast seit 10 wochen hartnäckig in BEL. Nach einem Besuch beim Osteopathen hatte er auch die linke Bauchhälfte als Aufenthaltsort für sich entdeckt. So rutscht er von Tag zu Tag mit Popo und Rücken von rechts nach links etc.
    Für das Moxen war ich leider schon zu spät, so die Hebamme im KH. Ich verweile aber 1-2 pro Tag in der indischen Brücke und weise dem Kleinen praktisch den Weg mit Massagen in Purzelbaumrichtung.
    Nächste Woche habe ich einen Termin mit dem Oberarzt in unserem KH, weil ich gerne vaginal entbinden möchte. Meine Tochter kam vor 3 Jahren ohne Komplikationen und PDA mit Normalmaßen zur Welt. Also habe ich Hoffnung, dass es diesmal auch klappt, eben mit Popo zuerst.
    Es wäre schön wenn sich der Kleine noch dreht (für die Nerven vom Papa allemal), aber ich glaube es ja fast nicht mehr ;)
    Eine äußere Wendung kam bzw. kommt für mich nicht in Frage bzw. fühl ich mich dabei nicht wohl, da unser Sohnemann bestimmt einen Grund hat “falsch” zu liegen.
    Wir werden sehen was kommt.
    Vielen Dank für deinen Bericht. Den hatte ich quasi sehnsüchtig erwartet ;)
    Liebe Grüße
    Marina

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Hallo Marina, Danke! Das freut mich, dass der Zeitpunkt für dich genau richtig war. Wenn Du das Gefühl hast, die Lage ist “richtig” so, dann mach auch keine Wendung. Die einzige echt dramatische Wendung habe ich bei einer Frau erlebt, die dazu überredet wurde.
      Ich bin gespannt, wie Ihr Euch nach dem Gespräch entscheidet. Nach einer unkomplizierten Spontangeburt sollte diese hier ja so, oder so kein Problem sein.
      Viel Glück Euch!
      Liebe Grüße
      Jana

      Antworten
  7. Nina
    Nina sagt:

    Meine Tochter (2011 geboren) wechselte ab der 18 Schwangerschaftswoche (soweit ich das mitbekommen habe) grundsätzlich vor jedem Ultraschalltermin ihre Position und war auch sonst sehr aktiv in ihrer “1-Raumwohnung” unterwegs, was auch jetzt noch ihrem Wesen entspricht: sie ist nach wie vor ein äußerst lebhaftes Kind.

    Ab der 34. SSW “hockte” sie in der zweiten Beckenendlage fröhlich auf meinen Nieren herum, bis ich an einem Montag in der 37. Woche dann mit einem Nierenstau, Fieber und Wehen ins Krankenhaus meiner Wahl fuhr. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich mit “Fräulein Comaneci” schon ausgemacht, dass ein Kaiserschnitt “nicht drin ist”. Schließlich hatte mich intensiv zur BEL belesen,war längst ein Fan von Ina May “The Business Of Being Born” und “A Breech In The System” – das musste jetzt einfach was werden. Klar die Ausgangslage war icht gerade ideal, das versicherte mir auch die diensthabende Ärztin, aber ich war mir trotzdem sicher: wir schaffen das… nur nicht mehr heute. Ich lehnte also den Kaiserschnitt ab und bekam erst mal Antibiotika verabreicht, was ich aufgrund der sich anbahnenden Nierenentzündung so oder so hätte nehmen müssen. Und siehe da: das Fieber verschwand und mit ihm die Wehen. Mein Muttermund war zwar immer noch 3cm weit offen, aber meiner Turnerin und mir ging es bestens.
    Also alles auf Anfang. Ich blieb zur Beobachtung im Krankenhaus, machte meine Übungen (einmal für Nieren & Blase und die Brücke für das Kind) und wartete… und wartete. An dieser Stelle möchte ich übrigens einmal erwähnen, dass es einen unheimlichen Unterschied macht, wenn man die Schwestern, Hebammen und Ärzte mit einem freundlichen “Einen wunderschönen guten Morgen!” begrüßt – auch dann wenn man sich der absurden Mischung aus klinischer Langeweile und vorgeburtlicher Anspannung schutzlos ausgeliefert fühlt. Ein Krankenhaus ist kein Hotel. Man muss nicht mit jedem in medizinischer Hinischt einer Meinung sein, aber Respekt und Wertschätzung(!) haben noch nie geschadet.
    Jedenfalls gab es am Freitag noch einen Fehlalarm – unter der Beschallung mit 90er Jahre Musik aus dem Radio im Entbinungszimmer verschwanden meine Wehen genau so plötzlich wie sie gekommen waren. (Dido ist eben viel zu entspannend…)

    Aber in der Nacht zum Sonntag ging es dann endlich los – Wehen gleich im 2-3 Minuten Abstand und ein letztes klärendes Gespräch mit dem Stationsarzt. Ich wollte es wenigstens versuchen. Über die Risiken wusste ich Bescheid, sah das ganze als einen “ergebnisoffenen Prozess”. Ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang, eine Fahrt ins Blaue. Die Richtung: Sonnenaufgang (es war ja kurz nach 1:00 Uhr morgens), das Ticket: eine Faltkarte aus Euphorie, Schmerz und Willenskraft. Die Euphorie brachte mich über die ersten 2 Stunden (wie Weihnachten und die erste Verliebtheit in einem Hormonmixgetränk), danach übernahm der Schmerz. Irgendwann war ich in meiner eigenen kleinen Welt, die nur aus bewusster Atmung und kreisenden Hüftbewegungen bestand. Dann der Endspurt: die erste Presswehe war kurz abecocktail)cocktail)r heftig. Die Hebamme hatte bereits grünes Licht gegeben – der Hintern war fzu sehen, die Herztöne meiner Tochter (man glaubt es kaum) im Ruhebereich… (O-Ton Hebi: “Also ihre Tochter ist von der ganzen Sache hier gar nicht beeindruckt, aber Sie machen das wirklich wunderbar!”) Mit der nächsten Wehe wollte ich gleich mitgehen, doch ich zögerte erst mal, alles fühlte sich sehr wund an. 3 Wehen rollten “über mich hinweg”, dann gab ich nach und in einem Rutsch (der Damm hielt wider Erwarten stand) war sie da – pünktlich zum Sonnenaufgang um 6:42 Uhr. Ein Sonntagskind an einem goldenen Oktobertag. Eine “perfekte” Geburt also? Aus meiner Sicht ja, bedenkt man alledings die Umstände, dann ist schnell klar, was alles hätte passieren können.

    Ich würde es trotzdem immer wieder genau so machen, rate aber dennoch dazu sich vorher genau zu informieren und dann zu entscheiden. Wichtig ist es, zu seiner Entscheidung zu stehen und sich in keinem Fall hinterher Vorwürfe zu machen. Weder beim geplanten, noch beim Notkaiserschnitt oder anderen Interventionen und Komplikationen. Jede Geburt ist anders, man kann nicht alles planen, vorbereiten oder gar verhindern. Aber man kann positiv an die Sachen heran und mit ihnen umgehen. ;)

    Antworten
  8. Wolke
    Wolke sagt:

    Danke für diesen Artikel, er kommt genau zur richtigen Zeit- Mittlerweile bin ich bei 27+6 und unsere Maus (auch eine Turnerin) liegt gerade mit dem Kopf nach oben und mit dem Popo sitzt sie auf meiner Blase. Noch bin ich relativ ruhig und denke, dass sie sich noch drehen wird, aber komisch ist das schon. Die äußere Wendung kommt auch bei mir nicht in Betracht, da auch ich eine Vorderwandplazenta habe. Nun ja, warten wirs ab, Verrücktmachen kann ich mich auch noch in 10 Wochen ;-). Die BEL-Quote von 4 % beruhigt ungemein :-). Beim nächsten Vorsorgetermin bei meiner Hebamme werde ich das Thema trotzdem schon mal ansprechen.

    Viele Grüße
    Wolke

    Antworten
  9. Kirstin
    Kirstin sagt:

    Meine Tochter saß bis in die 39. Schwangerschaftswoche noch mit dem Kopf nach oben in meinem Bauch. Sie war, zumindest als die Ultraschalluntersuchungen gemacht wurden, auch nie einer anderen Position.
    Ich war die ganze Zeit ziemlich entspannt. Schließlich habe ich mich damals spontan vor dem geplanten Kaiserschnitt noch gedreht und der Papa der Kleinen wurde sogar aus Beckenendlage geboren. Wir waren also darauf gefasst, dass es eine gewisse genetische Prädisposition für die Beckenendlage gab.
    Meine Frauenärztin war zum Glück auch sehr entspannt. Sie hat mich erst in der 38. SSW an die Klinik zu einem Gespräch überwiesen. Einen Termin haben wir dann knapp eine Woche später am Mittwoch bekommen.
    Das Gespräch fand ich sehr unbefriedigend. Wir haben mit der Oberärztin gesprochen, die uns vor allem von Risiken erzählt hat. Sei es die Geburt aus BEL oder eben die Äußere Wendung. Ärzte sehen irgendwie oft nur Komplikationen und Fehler statt des Menschen der vor ihnen sitzt…
    Wir haben einen Kaiserschnitt von vornherein ausgeschlossen, sofern es zu vermeiden war. Blieben also die Optionen Spontangeburt aus BEL oder Versuch der Äußeren Wendung.
    Ich war besonders frustriert, da sie meinte eine vaginale Geburt aus BEL müsse in jedem Fall aus der berühmt berüchtigten Steinschnittlage geschehen, damit man da unten maximalen Platz hat. Außerdem meinte sie es müsse auf jeden Fall ein Dammschnitt gemacht werden und damit war ich absolut nicht einverstanden. Ich habe vorher viel zu Geburten aus BEL gelassen, auch hier auf deinem Blog und war mir sicher, dass ich auch eine Geburt aus Beckenendlage schaffen könnte – auch ohne Dammschnitt.
    Da eine BEL-Geburt wie ich sie mir vorstellte in dieser Klinik allerdings nicht möglich schien haben wir uns für den empfohlenen Versuch der Äußeren Wendung entschieden. Am Freitag sollten wir zur Voruntersuchung wiederkommen und am Montag sollte dann die Wendung durchgeführt werden.

    Für mich war das emotional sehr aufreibend, da ich mir nicht sicher war, ob eine Äußere Wendung wirklich der richtige Schritt war. Auf eins von den unwarscheinlichen aber möglichen Risiken hatte ich jedenfalls keine Lust. Zum Glück hat der Papa mir seelischen Beistand geleistet. Ich habe dann viel die indische Brücke gemacht und am Mittwochabend, als ich besonders unsicher war, haben wir es auch mit der Taschenlampe versucht.
    Irgendetwas besonderes gespürt habe ich nicht, denn bei mir im Bauch war immer schon viel los. Als wir dann am Freitag in der Klinik zur Voruntersuchung waren, wurde dann beim Ultraschall festgestellt, dass sie sich jetzt in Schädelllage befand. Wir waren sehr glücklich und sehr erleichtert. :)))
    Der ganze Quatsch mit der Äußeren Wendung wurde also abgeblasen.

    Am 4.6.2014 (41+4 SSW) um 12:33 kam unsere Tochter dann spontan zur Welt. Auch wenn sie 11 Tage nach dem Termin kam, war sie nicht übertragen. Ausschließlich die Hände waren leicht vom Fruchtwasser angegriffen. Ich habe die Geburt ohne Schmerzmittel, Schnitt oder Tropf überstanden. Nur einen Riss in der Scheide und der Labien habe ich davon getragen.

    Viele Grüße,
    Kirstin

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Wow, ganz frisch! Herzlichen Glückwunsch!
      Super, dass es noch geklappt hat. Ich hab den Purzelbaum von meinem Sohn auch nicht gemerkt. Auch er hat ihn heimlich in der Nacht vor dem Wendungstermin gemacht. ;-)
      Liebe Grüße und eine schöne Wochenbettzeit!
      Jana

      Antworten
  10. Anna
    Anna sagt:

    Hallo,
    Ich komme quasi gerade erst aus der Klinik nach einer erfolgreichen äußeren Wendung. :) Ich bin gerade 37+1. Wir waren am Dienstag zum vereinbarten Termin zur Geburtsanmeldung verabredet. Eigentlich hatte sich der kleine Mann nach endlosen Wochen in BEL.zwischendurch schon mit dem Kopf nach unten gedreht, was sowohl Frauenarzt als auch Hebamme ertastet hatten. Letzte Woche beim Ultraschall lag das Köpfchen aber wieder unter meinem Herzen – wie auch immer er das geschafft hat! ;) Da meinte der Arzt aber schon, dass noch genug Platz zum Drehen da ist und hat mit mir auch schon einige Möglichkeiten zur Wendung besprochen. Er ist auch Gott sei Dank keiner, der gleich mach einem Kaiserschnitt schreit, denn den will ich nicht, wenn es nicht unbedingt nötig ist. :)
    Am Dienstag in der Klinik meinten sie dann gleich, dass sie eine Wendung machen würden, wenn ich das will und dass ich gleich am nächsten Tag kommen kann. Ich und mein Freund wurden da auch super und umfassend beraten. Also sind wir gestern früh wieder in die Klinik, ich wurde vorbeteitet mit Ultraschall, CTG und Zugang und dann hat die Ärztin, die uns auch beraten hat, die Wendung durchgeführt. Dabei hat die Oberärztin den Ultraschall geführt, eine Hebamme das CTG umd eine weitere Schwester stand noch dabei. Mein Freund durfte selbstverständlich auch dabei sein. Es ging alles ganz fix, der Kleine hat super mitgemacht und es war nicht ein bisschen unangenehm, geschweige denn schmerzhaft. :
    Ich war aber auch recht entspannt, da ich mir ja vorher schon mit dem Frauenarzt darüber Gedanken gemacht habe. Beim CTG war dann das Baby später ein bisschen aufgeregter als sonst aber das hat sich schnell gelegt und nun hoffe ich nur noch, dass er bleibt, wo er ist. Da er nämlich generell ein sehr aktives Kerlchen ist, habe ich auch nie unterscheiden können wo seine Bewegungen ihn gerade hinführen. ;) Aber das beobachten wir jetzt und dann ist es hoffentlich bald soweit.

    Antworten
  11. Heidi
    Heidi sagt:

    Ich habe im Februar 2013 meinen Sohn spontan aus Beckenendlage geboren.

    Vor allem die letzten Wochen der Schwangerschaft habe ich mit vielen Sorgen und Ängsten in Erinnerung. Bei 37+0 hatte ich einen Termin für die äußere Wendung, von dem ich mir viel erhofft hatte. Im Vorfeld hatten wir es bereits mit indischer Brücke, Musik und Taschenlampe versucht, allerdings ohne Erfolg. Bis kurz vor ET waren die Maße meines Sohnes leider auch sehr ungünstig für eine Spontangeburt (schmaler Bauch, großer Kopf). Deshalb hatte ich in den letzten Schwangerschaftswochen immer einen drohenden Kaiserschnitt im Kopf, vor dem ich ziemlich Angst hatte. Ich ging also mit sehr vielen Hoffnungen in den Tag der Wendung. Insgesamt verbrachte ich etwa 9 Stunden im Krankenhaus (ohne Essen!), die geprägt waren von viel warten, viel Papierkram und schlechter Betreuung. Allein beim Anästhesisten verbrachte ich 2 Stunden im Wartezimmer. Leider schlug der Wendeversuch dann auch noch fehl, sodass ich total erschöpft und enttäuscht aus dem Tag ging.

    Im Laufe der nächsten Wochen wuchs der Kopf meines Sohnes dann nur noch wenig, dafür der Bauch umso mehr, sodass die Bedingungen für eine spontane Geburt günstig waren. Hier muss ich sagen, dass ich auch enormes Glück hatte, in einer Klinik zu entbinden, die auf spontane BEL spezialisiert ist. Bei den Untersuchungen im Vorfeld haben mir die Ärztinnen Mut gemacht, eine spontane Geburt zu wagen. Das hat mir sehr viel geholfen. Einen Tag vor ET hatte ich dann einen Blasensprung, der Ultraschall in der Klinik ergab, dass ein Fuß zu unterst im Geburtskanal lag, was aber wohl nicht als problematisch angesehen wurde.

    Die Geburt verlief anfangs sehr angenehm, während der Eröffnungsphase ging es mir noch so gut, dass ich und mein Mann Schwerzchen machen konnten. Während der Presswehen wurde dann routinemäßig ein Dammschnitt gemacht (den merkte ich nicht, dafür im Wochenbett dann umso mehr :-/). Nur die letzten 5 Minuten der Geburt verliefen sehr angespannt. Als alles bis auf das Köpfchen geboren war, kam merkwürdigerweise einfach keine weitere Wehe. Ich konnte richtig spüren, wie sich im Kreißsaal Unruhe breit machte und langsam Hektik aufkam. Glücklicherweise ging dann aber alles gut, allerdings war mein Sohn ziemlich blau und schlaff, sodass ihn die Kinderärztin sofort mitnahm. Er erholte sich aber schneller als gedacht und durfte dann auch endlich, endlich zu mir.
    Alles in allem also ein sehr aufwühlendes Ereignis mit einem glücklichen Ausgang :)

    Liebe Grüße,
    Heidi

    Antworten
  12. Pauline
    Pauline sagt:

    Ich bin erst in der 8 Woche Schwanger und habe es am Wochenende erfahren, habe nächste Woche meine erste Untersuchung und mache mich schon ganz verrückt! Da habe ich euren tollen Blog entdeckt! Finde es sehr schön, dass es sowas gibt! Die Geschichten hier von anderen Frauen sind sehr interessant!

    Danke dafür, dass es euch gibt!

    Pauline!

    Antworten
  13. Tina
    Tina sagt:

    Liebe Jana…
    ich bin nun tatsächlich schwanger und werde nach einem Notkaiserschnitt und danach geplanten Kaiserschnitt wegen Beckenschiefstand und dadurch Problemen bei der ersten Geburt dieses mal trotzdem eine natürliche Entbindung anstreben, mit Unterstützung meiner Ärztin.
    Ich habe osteopathisch den Schiefstand vorher behoben :-)

    Nun meine Frage: Gibt es Geburtsberichte von Mamas die nach Kaiserschnitt(en) natürlich entbunden haben?
    Würde mich extremst interessieren, damit ich ruhig und gefestigt diesen Wunsch auch gegen Unkereien durchsetzen kann.

    Hab einfach die Erfahrungen bisher einfach satt mit einmal KS, immer KS…

    LG,
    Tina

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Liebe Tina,
      eine spontane Geburt nach einem Kaiserschnitt ist natürlich generell möglich. Es kommt natürlich darauf an, warum der KS gemacht wurde und ob die selbe Situation nochmal droht. Aber da Du sagst: “mit Unterstützung Deiner Ärztin”, bedeutet das, das sie davon Überzeugt ist, dass es geht. Das ist doch super. Dann stehen die Chancen richtig gut.
      Viel Glück!
      Jana

      Antworten
  14. Clara
    Clara sagt:

    Hallo, mit einem ähnlichen Problem hatte auch ich zu tun, denn unsere Tochter entschied sich es zu Schluss noch ganz spannend zu machen! Bis zum ET +6 lag sie “richtig” , fehlten nur noch Wehen, tags drauf lag sie plötzlich quer. Warum wieso weshalb, das wusste niemand. Jeder war erstaunt, dass sie sich so spät noch drehte, noch dazu war sie gewichtsmäßig bei 3,5kg geschätzt worden, also keinesfalls sehr klein. Ich bekam immer zu hören, “ein Kind, das so spät schon in Schädellage liegt, bleibt auch so” aber ich bewies ja wohl das Gegenteil. Die nächsten 2 Tage waren geprägt von allen möglichen Drehversuchen, die allerdings erfolglos waren und so wurde es ein Kaiserschnitt bei ET+9. Sie war übrigens 3580g schwer und 53cm groß und ich rätsel noch heute nach 9 Monaten über die Gründe ihrer späten Drehung nach einer absolut komplikationslosen Schwangerschaft. Ich hätte soo gerne “normal” entbunden aber das war mir wohl nicht vergönnt ;-)
    Töchterchen ist auch heute noch ein Querkopf… ;-)
    Liebe Grüße und danke für den tollen Blog!
    Clara

    Antworten
  15. Märchenkönigin
    Märchenkönigin sagt:

    Oh was für ein tolles Thema und welch Zufall, dass ich dieses wunderbare Hebammen-Blog heute entdeckt habe!

    Ich habe mich sehr viel mit dem Thema BEL beschäftigt. Unsere Erstgeborene lag seit der 25 SSW. mit dem Köpfchen nach oben. Vorher quer. Ich habe mir damals keine Gedanken gemacht, denn Zeit zum Drehen war ja noch genug. Als sie dann allerdings in der 35. SSW immer noch mit dem Popo nach unten lag (immer schön mit den langen Beinen nach oben, wie ein Taschenmesser) und das auch schon recht tief, bekam ich plötzlich Angst und Panik, weil die Vertretungs-Ärztin so klar vom Kaiserschnitt sprach. Der Mann und ich telefonierten noch zwei Tage später mit einer empfohlenen Hebamme (über den Arbeitskollegen den Kontakt hergestellt) um zu “moxen”. Meine Hebamme war nämlich gerade im Urlaub und mir diesbezüglich noch zu entspannt und wir selbst wollten wenige Tage später in die Flitterwoche… ich werde nie vergessen, wie sie dann am Sonntagnachmittag zu uns nach hause kam, mir das erste mal die indische Brücke zeigte, die Moxa-Zigarre mitbrachte und wir daraufhin das Arbeitszimmer einräuchterten. ;-) Da wir regelmäßig moxen sollten, nahmen wir das “Ding” dann auch mit ins 5-Sterne-Hotel und die Dame an der Rezeption im Wellnessbereich hat schon ziemlich dämlich geschaut, als wir dann mit unserem Anliegen an sie wanden (unser Hotelzimmer hatte leider keinen Balkon für derart Aktionen). Sie hielt uns wohl für so ziemlich durchgeknallt. *g* Und so kam es, dass wir fortan jeden Tag erst bei einen heißen Saunagang entspannten und dann (Anfang April bei Nieselregen und 8°C Lufttemperatur) die Außenterrasse am Pool betraten um dort auf den Liegen ein paar Minuten “zu räuchern”. Danach ging es ins Whirpool-Becken (ohne Sprudel), wo ich die kleine im Bauch zappelnde Maus versuchte in die Richtung zu stubsen). Wir werden ihr diese Story sicher später noch auf ihrer Hochzeit unter die Nase reiben. ;-)

    Leider tat sich in den 8 Tagen nix und auch das Moxen bei meiner Hebamme und indische Brücke daheim blieb leider ohne Erfolg. Sie rutschte zwar gut aus dem Becken raus und ein bisschen in die richtige Richtung, ließ sich aber leider nie komplett drehen.
    In der 36. SSW hatte ich dann den Vorstellungstermin und Gespräch in der Klinik, in der ich entbinden wollte. Glücklicherweise ist diese auch auf BEL-Geburten spezialisiert. Die Hebamme dort tastete und meinte auch, der Popo sitze schon sehr tief und ich bekam einen Termin für die äußere Wendung bei 38+0. Aber eigentlich war ich mir unsicher ob ich das machen lassen sollte. Ich hatte bisher nur von Notlkaiserschnitten als Folge davon gehört (zwei Fälle in unserem Bekanntenkreis) und dachte mir, dass sie wohl schon einen Grund haben wird, dass sie so herum liegt. Und außerdem wurde unsere Tochter bisher immer als eher klein und zierlich vermessen und lag sehr günstig für eine spontane BEL-Geburt, deshalb wollte ich es gerne versuchen.Gottseidank fand ich in meiner Fauenärztin und der “Vertretungshebamme” tolle Unterstützung dafür.

    Bei 37+6 abends setzten dann die “richtigen” Wehen ein und als wir kurz nach Mitternacht im KH ankamen und zur Erstuntersuchung ins Zimmer geschickt wurden, da lautete der Befund bereits 2-3 cm Muttermund offen und geschätztes Kindsgewicht 2800-3200g. Die Kopfmaße passten auch, die Beine hatte sie immer noch schön hochgeklappt und so bekam ich das GO für den Kreissaal. Um kurz vor 6 Uhr in der früh (bei 38+0) lag sie dann in meinen Armen, das kleine Bündel (2665g, 50cm). Alles ging gut mit der Geburt, auch wenn sie viel Klinikpersonal als Publikum auf sich zog… und nur 6 Stunden später hätte ich den Termin zur äußeren Wendung gehabt. ;-)

    Meine Geburtsbericht stelle ich den Autoren dieses Blog gerne zur Verfügung und ich würde mich freuen, wenn er sich in die bisherigen Berichte einreihen darf: http://maerchenkoenigin.wordpress.com/2012/05/15/die-geburt-der-prinzessin/

    Da ich gerade mit dem zweiten Kind schwanger bin, war meine Befürchtung bezüglich der Lage bisher groß. Bisher haben wir aber ein Turner-Kind dass sich fröhlich im Kreis dreht und jede Woche anders herum liegt. Parallel machte ich nun schon ein paar mal die indische Brücke und gehe nun zum Osteopathen und lasse mein Becken “behandeln” (wegen Schmerzen in der Nacht beim Liegen). Ich denke, dass dies auch gut helfen kann um dem Kind den optimalen Platz im Bauch zu schaffen und evtl. Beckenfehlstellungen auszugleichen. Einen Chiropraktiker, der nach der Webster Methode behandelt habe ich auch schon heraus gesucht und nun hoffe ich einfach mal, dass ich mit keine Gedanken weiter machen muss. Glücklicherweise gibt es hier im neuen Wohnort (wir sind vor einem Jahr einmal quer durch Deutschland gezogen) auch wieder eine auf BEL-spezialisierte Klinik. Ich bin also bestens vorbereitet und warte nun ge- und entspannt auf die letzten verbleibenden 10 Schwangerschaftswochen…

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Liebe Märchenkönigin, vielen Dank für das nette Bloglob!
      Die Flitterwochensorry ist ja super! ;-) Das ist wirklich was für die Hochzeitsrede…
      Du brauchst ja diesmal keine Angst haben. Wenn es wieder eine BEL ist, weißt Du schon was auf Dich zu kommt. Wenn nicht: auch gut. Du kannst nur gewinnen.
      Viel Glück!
      Jana

      Antworten
  16. Petra Haubentaucher
    Petra Haubentaucher sagt:

    Lange ist’s her…
    Aber da meine jüngste Tochter jetzt selbst schwanger ist, habe ich mich auf diese Seite “verirrt”.

    Meine vier Kinder kamen immer im Abstand von etwa 2 Jahren zur Welt – die ersten beiden weitgehend komplikationslos aus SL. Das dritte Kind lag etwa ab der 30. Woche in BEL. Die Uni-Klinik mit angeschlossener Kinderklinik, in der ich wegen Wohnortnähe und Gefahr einer Rhesusunverträglichkeit, entbinden wollte, lehnte Spontangeburten aus BEL damals grundsätzlich ab. Auch mein eigentlich ziemlich entspannter Frauenarzt war beunruhigt, weil der Kopf des Kindes deutlich größer zu sein schien, als bei den anderen beiden. So entschloss ich mich zu einem Wendungsversuch in einer anthroposophischen Klinik, die damit viel Erfahrung hatte. Und wer hätte das gedacht: es brauchte nur einen kleinen Schubs, Sohnemann machte seinen Purzelbaum, kam zwei Wochen später problemlos aus SL zur Welt und hatte tatsächlich 3 cm mehr Kopfumfang als seine Schwestern.

    Als dann das vierte Kind sich zwei Jahre später wieder in BEL einrichtete, dachte ich, dass auch diesmal die äußere Wendung die richtige Lösung sein würde. Aber Pustekuchen: Dieses Kind wehrte sich mit Händen und Füßen gegen jeden (vorsichtigen) Versuch der Ärzte.
    Obwohl in der Uni-Klinik offiziell noch immer keine BEL-Geburten möglich waren, fädelte meine Hebamme alles so ein, dass ich sicher sein konnte: Wenn es keine außergewöhnlichen Komplikationen geben würde, dann würde mein Kind trotzdem spontan zur Welt kommen.

    Die Umstände der Geburt waren dann fast so spannend wie ein Krimi: Frühmorgens vorzeitiger Blasensprung mit grünem Fruchtwasser (vermutlich weil die Kleine am Abend vorher vergeblich versucht hatte, doch noch einen Purzelbaum zu machen) und “meine” Hebamme ausgerechnet an dem Tag bei einer Fortbildung. Aber sie hatte eine Vertretung organisiert, die noch in der DDR Erfahrungen mit BEL-Geburten gesammelt hatte. Ich wurde in einen Nebenraum gebracht, der sonst nur in Notfällen benutzt wurde um möglichst unbehelligt zu bleiben vom normalen Betrieb. Wegen des grünen Fruchtwassers wurde die Geburt mit Wehentropf eingeleitet. Ein Anästhesist und ein Gynäkologe waren eingeweiht und abrufbereit, ein OP-Raum wurde für eine Not-Sectio freigehalten. Aber die Geburt verlieft völlig problemlos, nach vier Stunden war mein Mädchen da. Wegen der typischen Hinterkopfform wurde sie, sogar von den gerade ankommenden Studenten, sofort als BEL-Kind erkannt und vom Chefarzt bewundert. So wurde sie zur Wegbereiterin dafür, dass schon wenig später auch in dieser Klinik BEL-Geburten möglich wurden.

    Ab und zu habe ich mit meiner Kinderschar die Hebamme in der Klinik besucht, die mir durch ihren Mut (und auch sonst tolle Begleitung!) vier “normale” Geburten ermöglicht hat. Heute ist sie Leiterin der Hebammenausbildung an dieser Klinik und meine jüngste Tochter ist selbst Hebamme geworden…vielleicht auch ein wenig deshalb, weil ihre Geburtsgeschichte doch eine ganz besondere Geburtsgeschichte war.

    Antworten
  17. hony29
    hony29 sagt:

    Hallo, ich bin in der 35 ssw Woche und mein Baby liegt seid Monaten in der Beckenendlage. Ich wollte mal die Indische Brücke versuchen, bin aber verunsichert, da ich oft lese das sich die Narbelschnur umwickeln kann, wenn man die Indische Brücke versucht. Kann das wirklich passiert? Danke und lg

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Liebe Hony,
      entschuldige, Dein Kommentar muss mir irgendwie durchgerutscht sein.Hier meine verspätete Antwort:
      Also, auf die Gefahr hin, dass sich das doof anhört: Das Leben ist gefährlich. Babys turnen im Bauch wie verrückt herum, solange sie dazu noch genug Platz haben und dabei produzieren sie auch manchmal Knoten – ganz von alleine und ohne Brücke von außen. Nicht selten finden wir dann bei der Geburt echte Nabelschnurknoten vor. Sehr, sehr selten kommt es auf Grund dieser Knoten zu Problemen.
      Also: Wer nicht wagt, der..
      Liebe Grüße
      Jana

      Antworten
  18. flocki
    flocki sagt:

    finde solche Geschichten immer spannend:) und ich möchte jetzt den werdenden BEL Mamas ein wenig Mut machen…

    mein zweiter Fratz kam spontan BEL zur Welt, Zoé, 3.750Gramm und 37cm Kopferl. Ohne Riss, Schnitt oder sonstiger Verletzung. Die Geburt war lange, sehr anstrengend aber wunderschön, würde die Erinnerung um nichts in der Welt missen wollen.

    Die Geburt war das beste was ich mir und meiner Tochter schenken konnte, denn unsere Beziehung ist unvergleichbar innig, und das obwohl mir die zweite Schwangerschaft zu allererst nicht zu 100 Prozent willkommen war (nicht falsch verstehen, der Altersunterschied der beiden war gerade 18 Monate und ich als Mama ein wenig überfordert)

    Achja noch etwas, lasst euch nicht einreden das Becken wäre zu schmal, das Kind zu groß wie auch immer; ich bin bei 168cm 47kg wirklich zart gebaut und mein Becken war laut Arzt auch viel zu schmal (Arzt: nein das geht sich nie und nimmer aus) und ich durfte auch nur normal “versuchen”, weil es mein zweites Kind war und sie es sehr klein schätzten, ja denkste;)
    Für mich fühlte sich die Entscheidung zu einer normalen Entbindung von Anfang an ganz natürlich an, ich verstand die große Hektik darüber eigentlich nicht und wurde kurzzeitig allein durch die Ärzte verunsichert; aber zum Glück ließ ich mich nicht beirren, versuchte auch die äußere Wende nicht (Plazenta vorne war mir zu riskant)

    und eigentlich wusste ich sehr bald, dass dieses Kind sich nicht mehr drehen würde, die saß da drin wie klein Buddha;)

    ich wünsche allen werdenden Mamas eine wunderschöne Entbindung!

    PS: Die Kleine war das bravste Baby, das man sich vorstellen kann, brauchte nie einen Schnuller, konnte mit 11 Monaten laufen und rennt heute mit der Großen (3J) schon um die Wette:)

    Antworten
  19. Sarah
    Sarah sagt:

    Ich bin zwar nicht schwanger, plane es auch nicht für die nächste Zeit, aber lese mir gerne Geburtsberichte durch. Finde es einfach wahnsinnig spannend und deine Seite, Jana, finde ich besonders schön und gelungen. Hoffe es gibt bald neue Geburtsberichte mit deinen Kommentaren. :)

    Ich habe kürzlich gelesen (inwiefern es natürlich stimmt, gute Frage ;) und wo erst recht) das eine schwangere Frau mit BEL verkehrt herum im Bett geschlafen hat. Also da wo sonst der Kopf liegt, lagen die Füße. Und erstaunlicher Weise hat sich das Kind gedreht. :) Versuch ist es denke ich mal wert, Schaden kann es ja nicht. :)

    LG
    Sarah

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Vielen Dank! Es wird natürlich weitere Berichte geben. Es liegen noch ganz viele hier – ich muss “nur” dazu kommen. ;-)
      Das mit dem falsch rum liegen gehört sicher eher in den Bereich von Aberglauben. Aber es schadet ja nichts.
      Liebe Grüße
      Jana

      Antworten
  20. Verena
    Verena sagt:

    Hallo,

    dann will ich doch auch mal erzählen! Meine Kleine lag auch in der 31. Ssw noch in BEL, und das seit 10 Wochen. Also fing ich langsam an, mich darüber zu informieren und war erstmal geschockt. Ich wollte eigentlich nie einen Kaiserschnitt, aber bei den Berichten und der “Panikmache” war ich schon verunsichert. Bei der Feindiagnostik eine Woche später (wegen zu wenig Fruchtwasser und Risikoschwangerschaft Ü35) lag die Maus dann in SL. Also war
    erstmal Entspannung angesagt, denn “wenn sie jetzt richtig rum liegt, dann wäre es schon ziemlich hinterhältig, wenn sie sich jetzt nochmal
    dreht” ;-). Tja…was soll ich sagen? Die nächste Untersuchung in SSW 36 zeigte dann wieder ne Drehung. Zu spät fürs moxen, äußere Wendung wurde zwar vorgeschlagen, war mir aber irgendwie nicht wohl bei dem Gedanken, auch wegen einer Vorderwandplazenta (und das alles beim ersten Kind ;-)). Also sind wir dann in verschiedene Krankenhäuser gefahren, meist hieß es: Kaiserschnitt. Spätester Termin wäre der 05.04. gewesen. ET 09.04. Sie kam dann am 19.04. mit 2830g und 49cm mit dem Popo zuerst :-D. Wir sind extra in ein anthroposophisches Krankenhaus gefahren, 30km von zu hause entfernt, und das nach ET alle 2 Tage… aber es hat sich gelohnt. Ich habe uns und den Hebammen vertraut und nach 6 Stunden war sie da.
    Ist jetzt auch echt lang geworden, aber zusammenfassend lässt sich sagen: hört auf euren Bauch, lasst euch nicht verunsichern, vertraut euch. Ich hatte keine Sekunde Zweifel, obwohl ich die Gelegenheit gehabt hätte, jederzeit einen “sanften” Kaiserschnitt machen zu lassen, worauf der Chefarzt übrigens getippt hatte.
    Es war ein tolles Erlebnis und ich bin froh über diese Entscheidung, obwohl selbst meine Mama nicht verstanden hat, warum ich den KS nicht wollte. So, jetzt bin ich fertig ;-). Lg aus Köln

    Antworten
  21. Katharina
    Katharina sagt:

    Hallo, dann willich meine Geschichte auch mal erzählen! Ich hatte eine Traum Schwangerschaft, so gar keine Beschwerden, und der kleine lag von Anfang an richtig, bis zur 37 ssw da hat er sich mal einfach in Steißlage gedreht! Das kam heraus als wir zum Geburtsvorbereitetem Gespräch in unserer Wunsch Klinik waren, dort wurde direkt ein Termin zum Keiserschnitt gemacht! Doch das War so gar nicht das was ich wollte. Also hab ich darüber noch mal mit meiner Hebamme gesprochen und die empfahl mir eine Klinik die auf spontane Bel Geburten spezialisiert sind, also wir denn Keiserschnitt Termin abgesagt und zur anderen Klinik! Dort wurden Ultraschall gemacht und das Geburtsgewicht auf gut 4000g geschätzt dazu Kamm ein großer Kopf, aber der Oberarzt hat mich bestärkt das ich eine natürliche Geburt schaffe und mein Mann hat mich auch super unterstützt!!! Dann kam es so das ich 7 Tage über Termin gegangen bin und eingeleitet wurde, drei Tage lang tat sich nichts! Am dritten Tag platzte dann die Fruchtblase und ich bekam auch ziemlich schnell starke wehen! Bekam dann nach 5 Stunden wehen eine pda und ab da ging 7 gar nichts mehr keine wehen kein Fortschritt, bekam dann wehen mittel aber weiter nichts 7 Stunden lang! Die Diensthabende Hebamme begann schon denn Keiserschnitt zu planen, doch dann hat sie mich nach einer weiteren Stunde untersuchte sie mich noch mal und siehe da 9 cm Öffnung! Ihr könnt euch nicht vorstellen wie ich mich gefreut habe!! Dann Kamm auch schon der Oberarzt und die Presswehen setzten ein! Leider musste ich geschnitten werden weil der kleine man ja kein leicht Gewicht wWar, hab ich aber nichts von gemerkt wenn der Arzt es nicht gesagt hätte! Und dann am 17. 7 erblickte unser Sohn mit 4000g
    56 cm und einem Kopfumfang von 39,5 cm mit dem Hintern vorraus die Welt:-)! Leider hat er nicht sofort selbstständig geatmet und musste kurz bebeutelt werden! Und da ich werend der Geburt Fieber bekommen habe musste er auf die Intensivstation zur Beobachtung! Aber dafür ist er jetzt umso fitter und ein kleiner ( großer ) Sonnenschein! Ich würde es immer wieder so machen, allerdings nur in einer Klinik die auf Beckenendlagen spezialisiert sind und eine Kinderklinik dabei haben!
    Liebe Grüße

    Antworten
  22. Simone
    Simone sagt:

    Hallo!Meine Freundin hat vor einer Woche Ihren Sohn in Bel zur Welt gebracht. Der kleine Schreit viel und hat wohl imner noch Schmerzen, was kann man machen, des es Linus besser geht?

    Vieken Dank schon mal.
    Sinone

    Antworten
  23. Bianca
    Bianca sagt:

    Hallo
    Ich bin jetzt in der 38. SSW und mein Baby ist von Anfang an ein Sitzling. Seit bereits 3 Monaten spricht meine FÄ daher von einem geplanten Kaiserschnitt – mein absoluter Alptraum, genau das, was ich mir nie vorstellen konnte. Eine OP ist meiner Meinung nach keine Geburt und sollte doch nur in Notfällen eingesetzt werden. Nun mache ich mich also bereits seit 3 Monaten verrückt. Ich habe alles ausprobiert – indische Brücken gebaut, meinen Partner beim Moxen halb dem Erstickungstod ausgesetzt (am Ende sassen wir dafür schlotternd in Decken gehüllt auf dem winterkalten Balkon), Spieluhr, Taschenlampe, gut zureden, Akupunktur, Meditation. Nichts hat bisher genützt. Also haben wir den Versuch mit der äusseren Wendung gewagt. Ich habe dafür ein tolles anthroposophisches Krankenhaus gefunden, in dem man sehr liebevoll und gut betreut wird. Aber nach einer viertel Umdrehung hat der kleine Mann sich gesträubt und ist einfach wieder in seinen Sitz zurück gerutscht. Offensichtlich will er nicht. Und nun bin ich verzweifelt. Die Ärzte und Hebammen im Krankenhaus sind die einzigen, die mir Mut machen bez. BEL – Geburt. Sie haben sehr viel Erfahrung und das Kind sitzt in Klappmesserstellung wohl in guter Position dafür. Alle anderen Menschen um mich herum verunsichern mich jedoch dermassen und jeder versucht mir diese Geburt auszureden. Da ich mit geistig behinderten Kindern arbeite, ist mir das Ausmass nur sehr bewusst, falls etwas schief geht. Dann sage ich mir wieder, es kann bei jeder natürlichen Geburt was schief gehen, egal wie rum die Zwerge liegen. Befinde mich in einem Wechselbad der Gefühle und mein Bauch sagt weder zum einen (Kaiserschnitt) noch zum anderen (BEL-Geburt) ja. Dann lese ich, man soll sich einfach mal entspannen. Das wäre die Methode, die ich bisher noch nicht probiert habe, da ich nicht weiss, wie das geht in so einer Situation

    Antworten
  24. Christine
    Christine sagt:

    Hallo Jana,
    zuerst ein großes Lob und vielen Dank für deinen Blog. Da mein Kind schon etwa seit der 20. Ssw in der BEL verweilte, war ich auf den verschiedensten Sites unterwegs. Bei dir fand ich wertvolle Antworten!
    Leider hat mein behandelnder Arzt mir recht schnell klar gemacht, dass es für ihn bei BEL keine Alternative zum Kaiserschnitt gibt. Dieser Gedanke beschäftigt mich nun schon sehr lange, die Beunruhigung bezüglich eines geplanten Kaiserschnitts nahm immer mehr zu. Gleichzeitig war mit klar, dass mir als Erstgebärender der Mut und die Argumente für eine normale Geburt fehlen.
    Glücklicherweise wurde ich von einer Hebamme auf die
    Möglichkeit der äußeren Wendung aufmerksam gemacht. Ich habe mich nach einigem Zögern – weil mein Arzt mir dies vorenthalten hat? – in der entsprechenden Klinik beraten und untersuchen lassen. Alles sprach dafür dass eine äußere Wendung versucht werden kann. Als ich dann meinen Arzt darauf ansprach und seine Meinunh hören wollte, bekam ich folgende Antwort: “Das ist out. Außerdem ist bei einer Erstgebärenden die Gebärmutter noch so fest, ….” Anstatt vernünftiger Aussagen bekam ich das zu hören und war maßlos enttäuscht.
    Trotzdem hatten wir vor zwei Tagen in der 37. Ssw den Termin zur äußeren Wendung wahrgenommen und es ist gelungen. Ich hatte keine Schmerzen, natürlich ist es unangenehm wenn jemand am Bauch tätig wird, aber ich habe es mir viel schlimmer vorgestellt. Die Ärztin und das Team waren wunderbar! Unser kleiner Schatz hat mitgemacht und eine andere Position eingenommen. Ich habe das Gefühl, dass er sich anderds und mehr bewegt. Vielleicht war die Wendung für ihn genauso wichtig wie für mich? Ich bin überglücklich diesen Schritt unternommen zu haben und kann nur jeder Frau dazu raten, die Aussagen ihres Arztes auch mal zu hinterfragen.
    Ich freue mich jetzt auf die Restschwangerschaft und eine hoffentlich normal verlaufende Geburt.
    Viele Grüße
    Christine

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Liebe Christine,
      ich freue mich sehr, dass du dich zu dem Schritt entschlossen, und die Wendung unternommen hast. Schließlich sind Wendungen zu 50% erfolgreich. Das sie “out” seien kann ich nicht bestätigen. Ich finde es auch ganz spannend, dass du sogar sagst, du hast das Gefühl deinem Kind würde es nun sehr gut so gefallen. Toll!
      Ich freue mich sehr, dass du hier gerne ließt und wünsche dir eine schöne Geburt!
      Liebste Grüße
      Jana

      Antworten
  25. Stefanie
    Stefanie sagt:

    Hier meine Geschichte zur BEL-
    nach erfolglosem moxen, indischer Brücke, ostheopatischer Sitzung immer noch BEL.
    Das Kind hatte eine Nabelschnurumschlingung (Hals), ich eine tiefsitzende (ehemals plaz.praev.marg.) Vorderwandplazenta und die Fruchtwassermenge war ausreichend, aber im unteren Normbereich.
    Ich war in einer Klinik wegen Info zur äußeren Wendung, die nannten mir die o.g. Risikofaktoren und eine geringe Mobilität im Bauchraum und dass sie eine Wendung in SSW 36/37 versuchen würden, das Risiko aber erhöht sei. Wir lehnten ab.
    Meine Hebamme meinte, die “können das nicht, geh in die x-Klinik (Namen will ich hier nicht nennen) wegen BEL Geburt”.
    Meine Antwort war, dass ich das auch nicht möchte, da die Klinik 60km entfernt war, die 1. Geburt schon schnell ging und ich nicht auf der Autobahn ein Kind in BEL entbinden möchte. Sie war aber so vehement davon überzeugt und ich ich vertraute ihr so, dass ich doch zur Info in die Klinik fuhr.
    Ergebnis-sie würden BEL Geburt betreuen, trotz leicht größerem Kopf i.V. Bauch, sehen aber das Risiko der Fahrtwegs schon durchaus auch. Vorschlag-äußere Wendung machen in KW 39+1.
    Ich äußerte meine Bedenken, und fragte, kann man denn jetzt noch wenden und von wegen vorhandene Risiken (Vorderwandplazenta, Nabelschnur um Hals). Ja, man kann. Und nachdem der Wendungsversuch 1 Tag vor geplanter Sectio stattfand….sagte ich zu.
    Wendung war für mich wenig schmerzhaft, aber für den Arzt schwer. Ich blieb 1 Tag zur Überwachung, da die NS sich beim wenden gespannt hatte.
    Am nächsten Morgen war die NS am US nicht mehr gespannt und alles schien gut zu sein.
    39+6-Geburtsbeginn. Alles lief erstmal gut. Beginn Preßwehen, wahnsinnige Schmerzen (kein Wehenschmerz mehr)-Notsectio. Ende vom Lied, Lebensgefahr für Mutter und Kind durch vorzeitige Plazentalösung während Geburt und anschließende Hysterektomie wegen Atonie, Gebärmutter in Schock durch Plazentalösung.
    Jetzt frage ich mich, habe ich etwas falsch gemacht? Ich wollte immer maximale Sicherheit für mein Kind und alles ging so schlimm aus.
    Dazu muss ich noch sagen, die X-Klinik, die die Wendung vorgenommen hat-es wurde hier kein erhöhtes Risiko genannt wg. Nabelschnurumschlingung und Vorderwandplazenta, auf meine Rückfrage diesbzgl., war die Antwort, keiner will ein Risiko, wir wollen alle Sicherheit…

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Oh jeh, das ist ja furchtbar. Du hast natürlich gar nichts falsch gemacht. Bliebe noch zu Ergründen, ob die Notsectio etwas mit der Wendung zu tun hatte. Eigentlich ist es ja so: wenn danach etwas passiert, dann eigentlich gleich – weswegen die Wendung unter Sectiobereitschaft vorgenommen wird.
      Vielleicht kannst du das Geburtsgeschehen noch mal mit der Hebamme nachbesprechen? Das hilft oft etwas bei der Verarbeitung.
      Tut mir sehr leid!
      Alles Liebe
      Jana

      Antworten
      • stefanie
        stefanie sagt:

        Die x Klinik, die die Wendung vorgenommen hat, ist der Meinung, dass die Lösung nicht mit der Wendung zusammenhängt (wie du auch sagst, sind sie der Meinung, wenn, dann passiert gleich oder am Tag danach was. Das war der Grund warum ich sagte, OK dann lass uns die Wende versuchen…falls was passieet und eine Notsectio gemacht werden muss….einen Tag später habe ich sowieso geplante sectio).
        Meine Entbindungsklinik ist der Meinung, aber natürliche ist die Wendung schuld, ist eine Manipulation am Bauch und bei einer Vorderwandplazenta sowas zu machen sei unverantwortlich (das klang so, als ob ich dumm sei, sowas zu riskieren -ich wusste aber gar nicht, dass die Vorderwandplazenta ein explizites Risiko darstellen kann bei der Wendung). Weiter argumentieren die, geplante sectio-keine Wehen-keine Plazentalösung- sehr sehr wahrscheinlich keine Atonie.
        Das ist es was mir zu schaffen macht. Das ich aufgrund Unwissenheit oder mangelnder Aufklärung ein Risiko eingegangen bin, dem ich mir nicht bewusst war.
        Gespräch mit Hebamme ist schwierig. Sie sagte im Nachhinein eben auch, ja klar…Lösung erfolgte wegen tiefsitzender Vorderwandplazenta. VOR Geburt war sie es, die mich so vehement noch in eine andere, zweite Klinik zur Wendung schickte (obwohl wir uns schon dagegen entschieden hatten). Ich frag mich, warum sie, der ich absolut vertraut hatte, mich nicht drauf hingewiesen hat, dass Vorderwandpl. Problematisch sein kann\könnte. Sie kannte ja alle meine Daten, hat Vorsorgen gemacht und mich von Anfang an betreut…aber leider hat sie keine Risiken erwähnt, nur dass ich unbedingt in der x Klinik Wendung oder bel Geburt machen soll. Ach ja…

        Antworten
  26. mom
    mom sagt:

    Liebe Jana,

    ich bin jetzt in der 26. Woche und das kleine Mädchen sitzt vergnügt und konstant in Beckenendlage. Ich fand das nicht weiter besorgniserregend, aber mein Ärztin meinte, sie hätte sich noch nie gedreht, das wäre schon verdächtig.
    Ist es sinnvoll, jetzt schon immer wieder die Indische Brücke auszuprobieren, oder bringt’s das gar nicht?
    Vielen, vielen Dank für die vielen Infos hier! Du bist echt meine Erstanlaufstelle in Schwangerschaftsfragen geworden. :-)

    Antworten
  27. mom
    mom sagt:

    Liebe Jana, vielen Dank für die Antwort! Ich hab’s gerade zum 1. Mal probiert und gespürt, wie das ganze Baby nach vorne (also Richtung zu meinem Kopf) geploppt ist (ohne zu drehen). Ich glaube, sie fand’s seltsam bis unkomfortabel, dem Gestrampel hinterher zu urteilen. Mal sehen, wie’s weitergeht – eine manuelle Wendung geht ja wohl nicht, herzlichen Dank an die Vorderwandplazenta! :-)

    Viele Grüße,
    Mom

    Antworten
    • stefanie
      stefanie sagt:

      Ich weiß nicht, ob eine Vorderwandplazenta ein Kriterium ist, dass nicht gewendet werden darf\ soll. Würde mich auch mal interessieren, wie die Meinung dazu ist. Ich hatte auch eine Vordere.plazenta und die Wendung wurde trotzdem gemacht. Weder Hebamme noch Klinik sahen da scheinbar ein Hindernis und ich hatte keine Ahnung, dass das eine Gefahr darstellen könnte

      Antworten
        • mom
          mom sagt:

          Also, zur Vorderwandplazenta, BEL und äußere Wendung.
          Meine Gynäkologin – langjährig erfahren – meint, Vorderwandplazenta wäre blöd, da sie die Wendung erschwert, aber es würden auch äußere Wendungen bei Vorderwandplazenta gemacht. Sie meint, die Plazenta könne sich IMMER lösen (täte es aber meist nicht), und darum werden die Wendungsversuche auch mit bereitstehendem Kaiserschnittteam und in der kuscheligen Atmosphäre des OPs gemacht.
          Sie sagt auch (meine Hebamme auch), dass sich die Indische Brücke et al. erst ab der 32. Woche “lohnt”, weil sich sonst das Baby wieder zurückdrehen kann; ansonsten meint sie, so wie Du auch, Jana, dass sich die Babies oft noch auf die letzte Sekunde drehen und deshalb immer noch mal nachgeschaut werden muss, wie sie liegen, bevor Äußere Wendung oder Kaiserschnitt gemacht werden.
          Kann es sein, dass es regional recht unterschiedliche Ansätze gibt, wann bestimmte Dinge (Äußere Wendung) gemacht werden?

          Antworten
          • mom
            mom sagt:

            Jana, unter welchen Umständen ratet Ihr Hebammen denn zu einer Spontangeburt bei BEL? Ich hab mir gerade auf Youtube in Lehrvideo dazu angesehen und bekam den Eindruck, dass das echt machbar ist.

          • Jana Friedrich
            Jana Friedrich sagt:

            Liebe mom, das kommt wirklich immer drauf an. Vor allem orientiert man sich am Kopf-Bauch-Verhältnis, an der Größe des Kindes insgesamt, ob es das erste Kind ist, oder schon andere Kinder spontan geboren wurden… Wenn alles passt und man das will, würde ich mich immer dafür entscheiden! warum nicht?

          • Jana Friedrich
            Jana Friedrich sagt:

            Ich denke das ist nicht nur regional -, sondern sogar von Klinik zu Klinik verschieden. Es kommt sicher auch auf die “Risikobereitschaft” bzw die Ausstattung der Klinik an.

          • mom
            mom sagt:

            Vielen Dank für Deine Antwort! Total interessant, oder? Es lohnt sich schon, die Kliniken zu vergleichen…

      • mom
        mom sagt:

        Mach ich gerne, im Moment ist es ja noch nicht so akut. Ich hab mehr Yoga und indische Brücke gemacht und den Eindruck, das Baby liegt jetzt mehr so seitlich drin, aber mehr weiß ich erst nach der nächsten Untersuchung so Ende Juni.
        Ich werde auch meine Frauenärztin wegen der Äußeren Wendung bei Vorderwandplazenta fragen und dann hier rückmelden. Aber so als Laie und spontan hätte ich mir auch gedacht, dass man da mit äußerem Wenden vielleicht mehr kaputt macht als hilft.

        Antworten
  28. Estherinho
    Estherinho sagt:

    Liebe Jana,
    nach wochenlangem Lesen dieses Blogthreads mit all den interessanten Beiträgen zum Thema Spontangeburt aus Beckenendlage möchte ich mich persönlich zu Wort melden und zum Ausdruck bringen, wie sehr mir diese Erfahrungsberichte Mut gemacht haben, meinen Sohn selbst vor knapp zwei Wochen in BEL spontan zu bekommen. Es hat alles wunderbar geklappt, eine Traumgeburt sozusagen, schnell (7 h) nach Blasensprung und leichten Wehen am Vortag, komplikationslos und tatsächlich erträglich ohne Schmerzmittel. Wir sind so dankbar für dieses Erlebnis und ich kann auch nur jeder Bald-Mama Mut machen, die sich mit dieser Entscheidung herumärgern muss, es zu probieren, wenn man sich in guten und erfahrenen Händen weiß. Die Uniklinik in unserer Mainmetropole hat sich inzwischen zum Zentrum von BEL-Spontangeburten entwickelt. Beim Vorgespräch in der 38 SSW lief alles routiniert und ohne viel Aufregung ab: Vermessung des Kindes per Ultraschall für Gewicht und Proportionen und dann ein MRT. Als alle Werte passten, gab man uns grünes Licht, und wir haben dann einfach nur noch dem Team vertraut. Bei der Geburt selbst war noch eine Oberärztin zusätzlich zum Klinikalltag anwesend und der Kreißsaal insgesamt gut gefüllt. Wir hatten zu jeder Minute das Gefühl, dass alle wissen, was passiert und zu tun ist und uns immer sicher gefühlt. Ich kenne zwar nicht den Vergleich mit der Schädellage, aber ich würde sagen, das fühlte sich an wie eine “normale” Geburt :-) – alles also viel unspektakulärer als man meint und als uns vorher prophezeit wurde.
    Bei den Meinungen zu BEL-Geburten haben wir die Erfahrung machen müssen, dass diejenigen, die bereits eine gesehen/erlebt haben, positiv und ohne Vorbehalte an das Thema herangehen. Alle Kritiker und Angstmacher, die leider stark in der Überzahl sind, haben anscheinend noch nie eine Spontangeburt aus BEL selbst miterlebt und referieren über Risiken, die bei professioneller Herangehensweise schlicht und einfach ausgeschlossen werden können. Hier gilt es, sich nicht verunsichern zu lassen.
    Ich habe mich leider im Vorfeld trotz einer sehr objektiven und verständnisvollen Frauenärztin und einer sehr Mutmachenden Hebamme ziemlich verrückt machen lassen von all den Kaiserschnittverfechtern und Kritikern und mir damit die letzten Schwangerschaftswochen mit Sorgen und schlaflosen Nächten vermiest. Wie schade!!! Aber dafür genieße ich im Nachhinein umso mehr das Gefühl, den Mut gehabt zu haben, TROTZ dieser Vorbehalte dieses tolle Geburtserlebnis erfahren zu haben UND ein gesundes Kind zur Welt gebracht zu haben.
    Da dieser Geburtsmodus vermutlich noch länger brauchen wird, um wieder “normal” zu sein, kann ich jeder BEL-Schwangeren nur raten, auf ihr Bauchgefühl zu hören, wenn sie sich in guten und professionellen Händen weiß und sich klarzumachen, dass jede Geburt Risiken birgt – Schädellage oder Beckenendlage. Das wird bei all dem Risikenaufzählen zur BEL-Spontangeburten immer gern vergessen.
    Ich glaube, dass die Besonderheit bei seiner Geburt meinen Sohn und mich immer auch besonders verbinden wird. Mit seinem frühzeitigen Rutschen mit dem Hinterteil ins Becken in die Startposition hat er mir deutlich gemacht, dass er genau so auf die Welt kommen will. Sein Wunsch war mir Befehl :-) .
    LG

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Liebe Estherinho, Danke für deine Geschichte! Du hast absolut Recht! Viele Kritiker der Beckenendlage haben echt keine Ahnung wovon sie sprechen. Dafür vertreten sie ihre Meinung um so vehementer. Ich glaube die verflixte Hannah-Studie haben damals einfach alle gelesen, aber kaum einer hat mitbekommen, wie falsch sie war. Über ca 10 Jahre wurden in vielen Kliniken keine BEL-Geburten mehr gemacht. So dass junge Ärzte das teilweise nie zu sehen bekommen haben.
      Ich will auch nicht sagen, das eine spontane BEL-Geburt immer das Beste ist, aber wenn nichts dagegen spricht, und das Bauchgefühl gut ist, und das Team erfahren, ist es genauso sicher wie eine Schädellagen-Geburt.
      Das ist witzig, dass du schreibst, du hattest das Gefühl, dein Sohn will eben so auf die Welt kommen. Ich hatte das selbe Gefühl bei meiner Tochter. Und nun, da ich sie besser kenne, ist mir auch klar, dass sie sich schon damals nicht so schnell von einer – einmal gefassten – Meinung abbringen ließ. ;-)
      Schön, dass es bei euch, trotz aller Vorbehalte von außen, so gut geklappt hat.
      Liebste Grüße
      Jana

      Antworten
  29. Heidemarie
    Heidemarie sagt:

    Auch ich habe meinen Sohn im Oktober 2014 in einer wunderschönen Geburt spontan in Beckenendlage entbunden.
    Ich habe mir die Entscheidung nich leicht gemacht, hatte aber immer Leute im Umfeld, die mir viel Mut gemacht haben:
    – Eine Klinik, der die spontane BEL Geburt ein großes Anliegen ist
    – zwei bekannte, die diese Geburt ebenfalls versucht haben ( bei Ihnen leider im Ks geendet)
    – eine Vertretungsärztin, die vor ihrer Praxistätigkeig in einer der damals wenigen Kliniken Deutschlands Beckenendlagengeburten geleitet hat
    – eine Nachbarin meiner Mutter, die als Hebamme Beckenendlagengeburten entbindet und ebenfalls den Versuch ebenfalls selber versucht hat in BEL spontan zu gebären.
    – die Ärztin, die die äußere Wendung versucht hat. Sie leitet ebenfalls BEL Geburten und hat ihr Kind spontan so entbunden
    – viel Zuspruch im www
    …. Ich war also durch dieses ganze positive Feedback einfach prädestiniert für einen Versuch

    In der 27. Ssw, bei der kreissaalführung in der klinik, die auch die Beckenendlagengeburten leitet, drehte sich mein kleiner in BEL und nie wieder zurück. In der 37. Ssw versuchte ich eine Wendung aber mein Sohn sträubte sich und die Ärztin machte uns Mut für einen Geburtsversuch, da bei uns alle Parameter stimmten. Ich dachte auch immer an die Risiken, aber tief im Herzen wusste ich, dass die Spontangeburt die richtige Entscheidung sein wird.
    Bei 38+5 platzte dann meine fruchtblase und ich kam in die klinik. Dort leitete man mich zwei Tage ein. In jeder Schicht hofften die Hebammen, dass sie diejenigen sind, die mich bei der Geburt betreuen werden, denn BEL Geburten machen solchen Spaß und sind so etwas besonderes.
    Da ich aber vorher keine senkwehe gehabt habe, war mein Körper die ersten zwei Tage damit beschäftigt, alles fertig für die Geburt zu machen. Trotz der offenen fruchtblase waren alle wunderbar entspannt und drängten niemals zu einem Kaiserschnitt obwohl das kh auch noch restlos überfüllt war. Ich durfte die Nächte sogar in einem eigens für mich reservierten Kreißsaal verbringen.
    In der dritten Nacht dann war ich nur noch genervt, weil um mich herum immer zu Frauen gebärten und um ihr Leben schrien. Ich hatte zwar auch Wehen, aber die bewirkten nix am Muttermund. Ich dachte also, ich bin zu zimperlich für eine Geburt. Um0 Uhr war der Gebärmutterhals gerade verstrichen ( ich kam mit etwa 2,5 cm Länge ins Krankenhaus ). Ich hielt die Schmerzen dann aber nicht mehr aus und bekam dann endlich meine pda… Damit ich die Nacht bis zum Kaiserschnitt am nächsten morgen endlich etwas schlafen kann, dachte ich. Als sie gelegt war wurde wieder untersucht, und siehe da, der Muttermund war bei 9 Zentimetern…. Die Wehen waren also doch effektiv gewesen und ich nicht zu zimperlich.
    Ich bekam noch einen wehentropf und mein Bein wurde auf einem Beinhalter gelagert. Dann habe ich gedöst. Nach etwa 30 Minuten würde die Beckenendlagenbereitschaft angerufen und die pda wieder abgehängt. Ich spürte aber nix mehr. Gegen halb sechs kam dann noch ein Anästhesist hinzu, eine Kinderärztin, noch ein Gynäkologe und eine ärztin die zuschauen wollte. Mit den zwei Hebammen und meinem Mann war es richtig voll. Das Personal setzte sich im Halbkreis vor mich und ich ging in den Vierfüßler. Etwas skurril war die Situation schon. Denn ich spürte keinen Schmerz und keinen Pressdrang und um mich herum saßen die Leute wie in einer Manege. Eine Hebamme fühlte dann immer an meinem Bauch wann eine wehe kommt und sagte mir wann ich pressen muss.
    Ich würde leicht panisch und wusste erst nicht wohin pressen. Aber ich machte meine Sache wohl zufriedenstellend. Bald schon kam der po, dann ploppten die Beine raus ( extended legs)’ dann die Arme. Als der Kopf an der Reihe war feuerten mich alle an, dass ich pressen soll und der Ton wurde etwas rauer. Aber auch das dauerte nicht lange. Bald schon schälte er sich aus mir heraus und mein Sohn war um 6:31 mit 50 Zentimetern und 3570 Gramm geboren, der Kopfumfang betrug mehr als 36 cm. Meinem kleinen ging es so gut, dass die anwesende Kinderärztin auf die sonst Obligatorische verzichtete und ihn bei mir lies um das Bindung nicht zu unterbrechen., auch unter der Geburt würde ich glaube ich nie angefasst und die Geburt Hands Off geleitet.
    Auch mir ging es blendend, ich habe nicht einen Kratzer abbekommen und bin jeden Tag aufs neue dankbar für dieses wunderbare Erlebnis. Es war die beste und richtigste Entscheidung meines Lebens!!!!!!

    Antworten
  30. mom
    mom sagt:

    Hier meine letzte BEL-Info aus dem Geburtsvorbereitungskurs, vielleicht kann sie jemand brauchen:
    In München baut wohl die Frauenklinik in der Maistraße ein Team auf, das mehr Erfahrungen mit BEL-Spontangeburten sammelt/gesammelt hat.

    Viel Glück Euch allen!

    Antworten
  31. Thorben Kaufmann
    Thorben Kaufmann sagt:

    “Für das Kind macht es keinen Unterschied, ob es vaginal oder per Kaiserschnitt zur Welt kommt.”

    Der Herr Professor ist wohl, wie so mancher Uni-Gott, eher ein Mechaniker. Wer so etwas sagt, dem speche ich jegliche tiefere Kompetenz ab, oder gewisse Lobby-“Interessen” zu.

    Unglaublich!

    Antworten
  32. zwei bel-spontan-geburten
    zwei bel-spontan-geburten sagt:

    Meine beiden Kinder kamen spontan und völlig komplikationslos aus BEL zur Welt. Beim ersten war es eine Überraschung (ich habs bemerkt als der Po bereits geboren war) und daher sogar eine Wassergeburt –> für mich ein wunderbares Erlebnis. Beim zweiten wussten wir es vor der Geburt und von daher wurden alle Vorsichtsmassnahmen getroffen. Dennoch durfte ich ohne Eingriff der Geburtshelfer in der von mir gewünschten Position gebären. Beides schnelle (5 und 2 Stunden jeweils ab Wehenbeginn), schöne und verletzungsfreie Geburten. Ich bin froh Ärzte und Hebammen gefunden zu haben, die mich unterstützt und ernst genommen haben.
    Falls es ein drittes Kind geben wird, bin ich echt gespannt ob ich doch noch eine Geburt aus Schädellage erleben darf :)

    Antworten
  33. Laura
    Laura sagt:

    Ich wollte mal meine Erfahrungen zum Thema äußere Wendung teilen.
    Ich hatte gestern bei 38+1 eine äußere Wendung, nachdem alle anderen Wendeversuche (von Akupunktur bis Kerze) gescheitert sind. Einen geplanten Kaiserschnitt wollten wir vermeiden und haben uns gemeinsam (mit Beratung unserer lieben Geburtshaushebammen) für die Wendung entschieden.
    Es war teilweise schon recht unangenehm, aber aushaltbar und erfolgreich. Ich musste eine Nacht im KH übernachten und es wurde einige CTGs geschrieben.Nachdem immer alles gut war bei den Untersuchungen (CTG und Ultraschall) konnte ich nach Hause gehen.
    Einer schönen Geburtshausgeburt steht nun hoffentlich nichts mehr im Weg.
    Ich bin auf jeden Fall sehr erleichtert und würde es weiterempfehlen (wenn aus medizinischer und auch emotionaler Sicht nichts dagegen spricht!)

    Viele Grüße

    P.s.: Liebe Jana, dein Blog gefällt mir echt gut!!

    Antworten
  34. Frohnatur
    Frohnatur sagt:

    Liebe Jana,

    Ich bin vollkommen fertig gerade und suche Beistand.
    Ich bin jetzt in der 36 Ssw und meine ganze Schwangerschaft war ein einziges auf und ab. Ich habe seit der 20. Woche schon 30-40 Kontraktionen täglich. Meine Hebamme sagte damals ich solle nur noch liegen und malte schlimme Szenarien eines behinderten Babys durch Frühgeburt an die Wand. Meine Frauenärztin war zum Glück entspannter, da die zerfix noch gut war und ich war teilweise arbeiten. Als sich dann die zerfix verkürzte, lag ich ab da 5 Wochen im Krankenhaus mit allen Mitteln. Tokolyse, Lungenreifespritze, Antibiotikum.
    Nun bin ich schon 3 Wochen zuhause, nehme nach anraten meiner Ärztin weiter Wehenhemmer bis Ende 37 Woche, da die zerfix nur 1,5 mm ist.
    Nun liegt mein Schatz in BEL und wir haben die Klinik gewechselt, um Ende der 38. ssw eine Wendung zu machen. Meine Hebamme war heute da und sagte wir seinen verrückt. Ich bin zu alt (35) und als erstgebährenden wäre eine Wendung sehr riskant. Auch ein späterer Kaiserschnitt wäre ein starkes Risiko, weil bei einem Blasensprung die Nabelschnur rauskommen kann und das Baby dann behindert wäre.
    Ich habe immer auf mein Bauchgefühl gehört im Leben. Nun redet meine Hebamme immer von den Risiken und was passieren können. Da es nicht um mich, sondern um die Gesundheit des Babys geht, kann ich mich nach einem Gespräch mit der Hebamme nicht abgrenzen und bin ihren Ängsten völlig ausgesetzt. Ich habe wieder das Gefühl alles falsch zu machen und bin gerade völlig fertig.
    Ist bei einer Erstgebährenden das Risiko so hoch?
    Ich freue mich auf Nachricht. Lieben Dank

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Hallo Frohnatur,
      ojeh, du bist ja völlig durcheinander gebracht worden!
      Also erstens bist du mit 35 Jahren noch wirklich keine späte Spätgebärende. Du bist gerade mal über die Grenze geschliddert. Das macht erst mal keinen weiteren Unterschied, außer dem Stempel: “Risiko” im Mutterpass. Ignorier den!
      Dann: Einen Wendungsversuch sollte man Ende der 36sten/Anfang der 37sten Woche machen. Das Baby soll möglichst reif, aber auch noch nicht so tief ins Becken gerutscht sein. Bei 37+0 wäre also ideal. Ich würde das immer wieder versuchen (habe ich bei meinem ersten Kind, welches auch in BEL lag auch gemacht. Sie hat sich aber nicht drehen lassen und kam dann spontan aus BEL). Klar gibt es auch bei einer Wendung Risiken. Darum macht man das ja unter Beobachtung und bei Profis. Schlimmstenfalls muss ein Notkaiserschnitt gemacht werden. Ich persönlich habe das in 16 Jahren Hebammentätigkeit 2x erlebt.
      Dann: Du hast meistens die Wahl ob du dein Kind spontan oder per Sectio bekommen möchtest. Es sei den das Kopf-Bauch-Verhältnis deines Babys ist extrem ungünstig, oder das Baby ist schon sehr schwer gemessen.
      Wenn ein Kaiserschnitt geplant wird, dann normalerweise nicht früher als eine Woche vor ET.
      Wenn du eine spontane Geburt planst und du hast einen vorzeitigen Blasensprung legst du dich eben hin und lässt dich erst mal von der Hebamme untersuchen, oder du lässt dich von der Feuerwehr liegend in die Klinik bringen.
      So weit erst mal?
      Vielleicht kannst du mit den Infos noch mal in der Klinik vorsprechen und deine Möglichkeiten ausloten.
      Ich wünsche dir ganz viel Glück!!!
      Alles Liebe
      Jana

      Antworten
  35. Claudi
    Claudi sagt:

    Bei meinem Sohn vor 11 Jahre musste ich einen kaiserschnitt wegen BEL machen lassen. Ich dachte damals dass MUSS so sein, denn es wurde mir keine alternativen genannt oder darüber sonst irgendwie geredet. Schade. Denn wenn ich das hier lese, hätte mich das damals zum Nachdenken gebracht.

    Bin nun wieder schwanger, udn hoffe dass die Kleine dann richtig rum liegt :D

    Antworten
  36. Claudia
    Claudia sagt:

    Hallo Zusammen,

    gestern habe ich eine äussere Wendung in SSW 36+5 machen lassen. Und es war erfolgreich und gut!
    Mein erstes Kind gebar ich selbstbestimmt und schmerzfrei zu Hause und dies wünsche ich mir auch für mein zweites Kind. Leider lag es stur, aber beweglich fast immer schon in BEL. Ich bin vertrauensvoll an den Geburtsgedanken, egal in welcher Position, heran gegangen, aber da es als eine Risikogeburt eingestuft wird und man im Krankenhaus unter sehr strengen Richtlinien gebären muss, bekam ich Angst, zumal mir der Oberarzt wenig Aufmerksamkeit zuteil werden lies und mich wie eine Nummer in einem 10minüten Gespräch abarbeitete.
    Also nach erfolglosen Moxen, Hypnose, Osteopathen, Glöckchen, Indischer Brücker, Vierfüsslerstand, Taschenlampe und gutem Zureden, beschäftigte ich mich auf Anraten mehrerer Ärzte (denn ich wollte einen Arzt den ich mag und dem ich Vertrauen konnte für die Geburt auswählen) mit der äusseren Wendung- ich stand dem SEHR kritisch gegenüber, da ich für natürliche Geburt ohne jegliche Intervention bin.
    Gestern vereinbarte ich spontan einen Termin bei einer erfahrenen Oberärztin in der Klinik. Sie hatte viel Feingefühl, nur gute Erfahrungen und ich fühlte mich sicher bei ihr.
    Sie informierte mich ruhig und eingehend. Schaute dann per Ultraschall nach den Gegebenheiten.
    – genug Fruchtwasser
    – Plazenta an Hinterwand
    – keine Nabelschnurumwicklung
    – kindliches Becken beweglich
    Und fraget mich, ob ich es jetzt versuchen wolle. Auf einmal war ich sicher!
    Ich erhöhte mein Becken, sodass das Kind etwas herunter rutschen konnte. Sie fasste das Becken meine Kindes und schob es langsam hoch und rüber, mit der anderen Hand führte sie den Nacken des Kindes. Zwischendurch kontrollierte sie per Ultraschall immer wieder die Herztöne, sie waren unauffällig.
    Die Wendung dauerte ca 10min. Das Kind war locker und ruhig, mein Bauch blieb ohne Medikamente entspannt, ich kommunizierte gedanklich mit meinem Kind und erklärte ihm was passiert und wozu.
    Die Wendung war unangnehm, nicht sanft, aber auch nicht schmerzhaft- es war vertretbar. Heute fühle ich äusserlich noch, dass ich gestern berührt wurde, es gibt aber keine blauen Flecken oder ähnliches.
    Ich blieb noch etwa 30min auf der Seite liegen, wo das Kind den Rücken hatte und wir warten bis das Kind die Füsse aus seinem Gesicht nahm und in “normaler” Embyrohaltung war. Kein CTG wurde gemacht, alles ist bis jetzt ruhig und in Schädellage.
    Ich bin total baff und erleichtert- jetzt darf ich zu Hause gebären.
    Wenn ihr euch von mehreren Seiten her informiert habt, gut fühlt und Vertrauen habt, dann macht es, wenn nicht, lasst euch nicht drängen, ihr kennt euren Körper und euer Kind am besten. Ich denke, jede Frau kann gebären, wenn sie gesund ist und von Ängsten frei.

    Liebe Frohnatur, wie ist es dir ergangen? Wofür hast du dich entschieden?

    Alles Liebe und viel Vetrauen
    Claudia

    Antworten
  37. Iris
    Iris sagt:

    Hallo Jana,

    ich hatte schon einmal einen Kommentar unter dem Artikel “Guter Hoffnung sein” geschrieben, in dem ich meine Schwierigkeiten mit der aufziehenden BEL-Geburt beschrieb. Hier möchte ich nun über den glücklichen Ausgang berichten.
    Nachdem mich die Ärzte schon vor der 35. SSW verrückt machen wollten und nur meine Hebamme mich unterstützte, eine BEL-Geburt zu wagen, begann eigentlich erst die Odyssee, die mich in manchem Momenten richtig depressiv werden liess, aber aus der ich sehr gestärkt hervorgegangen bin.
    Ich habe auch praktisch alles versucht, damit das Baby sich noch dreht: Moxa, Akupunktur, Licht, Indische Brücke und eine äussere Drehung in der 37+0. Letztere führte meine Hebamme bei sich zu Hause aus, 5 Minuten weg von der vorgewarnten Geburtsklinik, ganz sanft, und als es in beide Richtungen Widerstand gab, versuchte sie es nicht weiter.
    Ab da blieb dann nur noch abwarten. Ich machte zwar alles weiter, ausserdem halfen natürliche Pillen für die Geburtsvorbereitung, Yoga, Fussreflex-Massage, Akupunktur und Dammmassage, um alles zu lockern, was zu lockern ging. Ausserdem begann ich, jeglichen Artikel und Bericht auf allen drei Sprachen die ich verstehe zu lesen, der sich mit BEL-Geburten befasste. Das kann für manche Schwangere eher schädlich sein, aber mir half es bei der Entscheidungsfindung. Vor allem Artikel, die von Hebammen verfasst waren, sprachen immer wieder von der Machbarkeit einer Steissgeburt, solange die begleitende Person sich mit möglichen Komplikationen auskennt.
    Je näher die Geburt rückte, desto sicherer wurde ich, es probieren zu wollen. Meine Hebamme hatte schon mehrfach Steissgeburten betreut, sie ist gut für Notfälle ausgestattet (Sauerstoff, Instrumente für Dammschnitt, etc.), und hat beste Verbindungen zur Geburtsklinik, die vorgewarnt wurde.
    Am 4. Januar war es dann so weit. Um kurz nach Mitternacht begannen die Wehen, um 6 Uhr morgens riefen wir die Hebamme, und um 13.25 war unsere Tochter da.
    Ich hatte eigentlich nicht mit einer Wassergeburt gerechnet, aber als der Pool aufgeblasen war, probierte ich ihn aus, und wollte gar nicht mehr raus, so angenehm war es. Ich wurde aber trotzdem dazu aufgefordert, ab und zu mich auch zu bewegen. Mein Mann, hielt mich von Anfang bis Ende bei jeder Wehe fest umarmt. Meine Mutter und die helfende Doula kochten entspannende Tees, und meine Hebamme legte mir von hinten heisse Ingwerwickel auf das Steissbein, was unglaublich guttat. Interessant war, dass ich eigentlich von mir erwartet hatte, dass ich es doch mit der Angst bekommen würde, wegen der Horrorgeschichten, die mir die Ärzte erzählt hatten, aber sobald die Wehen begannen stärker zu werden, war ich nur noch auf mein Baby konzentriert und die Angst wie weggeblasen.
    Die Austreibungsphase dauerte etwa 2 Stunden und es zahlte sich scheinbar aus, dass ich mich so auf das Lockern der Muskulatur vorbereitet hatte. Da das Baby in der reinen Steinlage sass, kam zuerst das Mekonium heraus (durch den Druck auf den Babybauch), danach der Po, in den nächsten Presswehen der Bauch und in der letzten Wehe Brust und Kopf zugleich.
    Meine Hebamme machte – nichts!
    Denn hier liegt der Knackpunkt: sobald das Baby angefasst wird, kann es erschrecken und im Reflex die Arme hochziehen, was dazu führen kann, dass es im Geburtskanal stecken bleibt. Meine Hebi hatte mich aber schon vorher darauf vorbereitet, und so war es einfach meine Aufgabe, das Baby herauszupressen. Aus es dann da war, wurde es direkt unter meinen Beinen durchs Wasser zu mir geleitet, und nach einer kurzen Brustkorbmassage begann es auch gleich zu atmen.
    Ich bin sehr froh, dass ich mich nicht verrückt machen habe lassen, denn
    – Ich war nach allen Gesichtspunkten keine Risikoschwangere/-geburt, nur nach dem der Ärzte, die einfach nicht mehr darauf trainiert werden, solche Geburten durchzuziehen. Wo ich wohne (Ecuador) gibt es keine einzige Klinik, die Steissgeburten durchführt, es sei denn, der Po schaut praktisch schon raus.
    – Ich habe mich körperlich und psychisch so gut es ging auf die mögliche BEL-Geburt vorbereitet.
    – Ich hatte ein tolles Team um mich, und eine nahe Geburtsklinik in der Rückhand, falls etwas nicht richtig laufen sollte.
    – Ich hatte ein gutes Gefühl, die ganze Schwangerschaft hindurch und konnte dieses bis zur Geburt retten, auch wenn einige professionelle Schwarzseher (Ärzte) versucht haben, mir dieses kaputtzumachen.
    – die Hausgeburt war wunderschön, harmonisch und relaxt, während ich im Krankenhaus von hektischen gesichtsverhüllten Unbekannten in einem OP entbunden worden wäre, und zwar mit Sicherheit per KS.
    Mittlerweile ist meine Tochter 2 1/2 Monate alt und kerngesund. Und ich bin froh, dass ich Ihr doch noch eine sanfte Geburt ermöglichen konnte.
    Im ecuadorianischen Parlament wird diese Tage über ein Gesetz zur selbstbestimmten Geburt und gegen (psychische und physische) Gewalt während der Geburt abgestimmt. Sehr gut!

    Antworten
  38. Franziska
    Franziska sagt:

    Ich bin total begeistert von dieser Seite.ich selbst bin jetzt in der 35+3,und meine kleine ist auch im sitzstreik l,auch ich habe alles versucht um die kleine Maus zu motivieren sich doch mal zu drehen,doch irgendwie hat sie da so gar keine Lust drauf.
    Ich habe mich schnell mit dem Gedanken beschäftigt in BEL zu entbinden,vorallem weil ich meiner FA von Anfang an gesagt habe das ich auf keinen Fall einen Kaiserschnitt Möchte.Sie hat mir auch von Anfang an geraten in BEL zu entbinden und mich voll und ganz unterstützt.trotzdem(weil es ja nun nicht alltäglich) ist,ist man einfach verunsichert,vorallem weil einige einem ja immer so tolle Horror Geschichten erzählen,obwohl sie keine Ahnung haben.Danke an alle,die hier ihre Erfahrungen geschrieben haben,denn die machen einem wirklich Mut.ich habe nächste Woche ein Gespräch in einer spezialklinik,und freue mich schon wirklich auf die Geburt.auch eine äußere Wendung steht noch im Raum,und eigentlich spricht auch nichts dagegen,bin mir aber nicht mehr sicher,ob ich das überhaupt will.

    Antworten
    • Franziska
      Franziska sagt:

      Hallo ihr lieben,ich hatte vor zwei Tagen einen Termin in einer Klinik,wo die Wendung gemacht werden sollte.ich bereue es auch total,lieber ertrage ich die Geburtswehen,als das noch einmal machen zu lassen es war wirklich sehr schmerzhaft,mein Bauch ist grün und blau.ich würde aus meiner Erfahrung niemandem dazu raten.nun werde ich hoffentlich bald meine kleine in BEL entbinden,und freue mich schon sehr darauf.nie hätte ich gedacht das eine Wendung so schmerzhaft sein wird.

      Antworten
  39. Jana
    Jana sagt:

    Hallo Jana,
    es war so was von erleichternd heute diese Beiträge zu lesen. Bei uns ist es 37+4 – das dritte Kind – die ersten beiden ganz entspannt spontan entbunden und diesmal irgendwie Streß in der Mama, weil die Kleine (die Hoffnung ist mit mir!) eben die ganze Zeit von Quer- und Schräg oder in Steinlage wandert. Alles in mir sagt “om, schön entspannt bleiben. die Kleine hat echt viel platz, kann ganze “Meere” durchschwimmen und es gibt wirklich nichts, was sie einschränkt. Und doch lass ich mich kirre machen. Ich weiß, sie wird sich drehen, wenn ihre Zeit gekommen ist.
    Viele waren hier dabei, die geschrieben haben, dass es erst kurz vor knapp passiert ist und genau das wird es wohl bei uns auch.
    Aber das “was ist wenn” und die Vermeidungsstrategie eines Kaiserschnittes sowie überhaupt eines Besuches im Krankenhaus lassen mich mir selbst und der Kleinen gerade Raum und Gelassenheit nehmen. Daher war es so schön zu lesen (weil ich unbedingt googlen mußte, welche Chancen eine solche Wendung denn nun hat – denn ein Arzt, wo ich eigentlich hin wollte, meinte, sie würden dafür keine Werbung machen, denn die Chancen wären ja so gering….) – Alles in mir – wie auch schon bei den ersten beiden Jungs – sagt “die Kleine weiß was zu tun ist” und es wird eine “normale” Geburt und Punkt. und wenn alle Stricke reißen, sollte ich wohl die Sectio erleben, aus welchem Grund auch immer.
    Allein schon dieses Gewusel, was bei einer Wendung alles anfallen würde – puh! Dabei haben wir die ganze Zeit auf allen möglichen “Sicherheitsstandards” verzichtet, weil wir wissen, dass alles ok ist. Also warum jetzt ein Risiko eingehen und in was reinhängen, was nicht dran ist. Alle Turnübungen haben wir vollzogen, uns berauschen lassen vom getrockneten Beifuß und visualisiert, was das Zeug hält. “innere Blockade” bei Mama – war aber auch noch mal ein schöner Ansatz ;)
    Nun ja…mit jeder Schwangerschaft geht Frau wohl mit einem Thema “schwanger” und hat mal wieder die Chance was zu lernen. Jetzt wird das mal fein manifestiert und dann wird das schon flutschen.
    Hab Dank und dir weiterhin frohes Schreiben und Gelesen werden!

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    • Nic
      Nic sagt:

      Hallöchen, ich mag auch meine Geschichte in der Kurzfassung mal hier niederschreiben, da ich auch eine ganze Zeit lang hier mitgelesen habe.
      Im Dezember ist mein drittes Kind zur Welt gekommen. In Steiß-Fußlage spontan und ambulant.
      Ich hatte sehnlichst gehofft und nix unversucht gelassen ( äußere Wendung, moxen, indische Brücke) ihn zu Drehung zu bewegen, da ich sooo gern zu Hause entbinden wollte. Aber nichts zu machen, der kleine Mann ließ sich davon nicht beeindrucken. Nun gut, dann halt in der Klinik. Ging recht schnell (ca.5 Std.) mit Wehentropf. Kein Schnitt, kein Riss, keine PDA, alles in Allem eine komplikationslose Geburt. Trotzdem beschäftigt mich das Thema immernoch und ich denke oft an meine Hausgeburt aus der nichts geworden ist. Die Geburtshelfer waren alle sehr bemüht, jedoch empfand ich manche Vorgehensweisen, Dauer CTG, abtasten, etc, als störend. Ich musste mich sehr auf mich selbst konzentrieren, um mich davon nicht ablenken zu lassen. Nun wird unser kleiner Schatz bald fünf Monate alt und es ist die reinste Freude ihn wachsen zu sehen

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  40. Julia
    Julia sagt:

    Hallo Jana,
    seit ca einem Jahr lese ich deinen Blog, damals im letzten Drittel meiner ersten Schwangerschaft und bin wirklich begeistert! Du schreibst über so wichtige Themen klar und verständlich und gleichzeitig alles andere als trocken. Genau das, was eine Schwangere im heutigen Zeitalter der Verunsicherung braucht.
    Das Thema BEL war auch bei mir aktuell, ab der 25. SW wollte meine Kleine nur aufrecht im Bauch sitzen.
    Am Anfang dachte ich noch, kein Problem, die dreht sich sowieso wieder rum, aber als das in der 36. SW immer noch nicht passierte, habe ich langsam über Alternativen nachgedacht.
    Fürs Moxen habe ich mich leider zu spät im örtlichen Krankenhaus informiert und eine äußere Wendung wurde mir von der Hebamme dort nicht empfohlen, sie meinte, das wäre “ziemlich rabiat”.
    Irgendwann, nachdem ich gehofft und gebetet hatte, dass sich mein Bauchling noch dreht, habe ich mich auf den Gedanken eingelassen, sie spontan in BEL zu gebären und das war für mich die beste Entscheidung, die ich treffen konnte. Wir haben auch ein darauf spezialisiertes Krankenhaus in der Nähe, sodass ich mir da keine Gedanken machen musste.
    Am Tag der Geburt war ich noch relativ lange zu Hause und bin erst ins Krankenhaus gefahren, als die Fruchtblase geplatzt war, sodass ich nur 2 Stunden im Krankenhaus verbracht habe, bis meine Kleine gekommen ist.
    Noch heute geht mir jedes Mal ein Lächeln übers Gesicht, wenn ich an diesen Tag zurückdenke, denn die Geburt war wunderschön :-)

    Ich denke, das Wichtigste ist, hinter der Entscheidung zu stehen, die man gemacht hat. In meinem Geburtsvorbereitungskurs waren alle ungläubig überrascht, dass ich eine BEL spontan entbinden möchte, ” Das ist doch viel zu gefährlich…!”. Hätte ich auf meine Mitschwangeren gehört, hätte ich wahrscheinlich einen Kaiserschnitt verpasst bekommen, was meine Horrorvorstellung war.
    So bin ich stolz und froh, dass wir es alleine, natürlich aber mit Geburtshelfern geschafft haben und so natürlich wie möglich.
    Dieser Artikel hat im Wesentlichen dazu beigetragen, diesen Weg zu gehen und darauf zu vertrauen, dass alles gut gehen wird.
    Danke Jana!

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  41. Christin
    Christin sagt:

    Liebe Jana,

    auch unser Zwerg möchte sein Köpfchen lieber ganz nah an Mamas Herz lassen.
    Da schon meine Mama meine große Schwester in BEL als Erstgebärende vaginal entbunden hat, stand meine Entscheidung von Anfang an fest. Ich probierte es auf anraten der Ärztin und Hebamme mit moxen und indischer Brücke, aber eigentlich nur um mir nicht vorwerfen lassen zu müssen ich hätte es nicht probiert. Eine äußere Wendung kam für mich nie in Frage. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass der kleine Mann einen Grund für seine Position haben wird und wir diese Prüfung gemeinsam meistern werden.
    Dennoch fühlt es sich teilweise an wie der buchstäbliche Kampf gegen Windmühlen, da diese Entscheidung vom Umfeld ständig hinterfragt wird. Teilweise kann man es schon fast als Vorwurf verstehen sein Kind bewusst in Gefahr zu bringen, nur um “die kleine Narbe am Bauch” zu umgehen.

    Für mich ist es wirklich wahnsinnig hilfreich all die positiven Berichte hier zu lesen, wenn meine Motivation durch zu viele negative Gespräche mal wieder etwas angeschlagen ist.
    Also vielen Dank an dich liebe Jana, für diese tolle/sehr positive Seite und vor allem an all die anderen Frauen, die hier Ihre Erfahrungen teilen und dadurch eine große Stütze meiner Motivation geworden sind. Danke!

    Viele Grüße,
    Christin (SSW 38 + 2)

    Antworten
    • Christin
      Christin sagt:

      So, nun habe ich es geschafft und möchte natürlich auch gern meine persönliche Erfahrung mit euch teilen:

      Ich war zunächst etwas überfahren als es zum Kontrolltermin am Geburtstermin in der Klinik hieß, dass die Geburt nun kurzfristig eingeleitet werden würde, damit das Baby nicht zu groß wird. Eigentlich wollte ich alles so natürlich wie möglich erleben und meinem Schatz so viel Zeit geben wie er braucht. Wir haben uns dann allerdings doch dazu entschieden 3 Tage später die Einleitung mit Prostaglandinen in Tablettenform zu beginnen. Schließlich war das die beste Möglichkeit den Wunsch nach einer vaginalen Geburt doch noch umzusetzen.
      Und ich muss sagen, diese Entscheidung habe ich nicht bereut. Ich bekam am Montag mittags die erste Tablette. Am Dienstag um 14:30 Uhr sprang dann die Fruchtblase. Ab dann wurden die Wehen stetig kräftiger, und um 21:48 Uhr hielt ich den kleinen Mann schon in den Armen. Er war die ganze Geburt über total entspannt und es gab keinerlei Komplikationen.
      Auch ich habe keine PDA oder andere Schmerzmittel gebraucht und keinen Moment daran gedacht danach zu fragen. Lediglich ein Dammschnitt wurde durchgeführt. Man sagte mir allerdings schon im Vorfeld, das man hier bei BEL (das auch noch bei einer Erstgebärenden) vorsichtshalber etwas großzügiger sein wird. Aber so ein Schnitt ist mir tausend mal lieber als mir die Bauchdecke aufschneiden zu lassen. ;-)

      Ich kann allen Frauen mit BEL-Babys nur raten:
      Hör auf dein Bauchgefühl, wenn es dir sagt du schaffst das, dann stimmt das auch. Es ist dein Körper der die Arbeit machen muss, da steckt niemand anderes drin!
      Die vielen Zweifler und Angstmacher sollten dir eher ein zusätzlicher Ansporn sein erst recht zu beweisen, dass eine vaginalen BEL-Geburt ohne Komplikationen möglich ist. Ich jedenfalls bin froh, dass ich mich von Vorwürfen und Horrorgeschichten nicht habe entmutigen lassen.

      Antworten
  42. Franziska
    Franziska sagt:

    Hallo ihr lieben.mir hat diese Seite wahnsinnigen Mut und Unterstützung gegeben.ich habe meinen Sohn am 30.04.2016 spontan in BEL zur Welt gebracht,und es war die beste Entscheidung.ein Kaiserschnitt kam für mich nie infrage.und Doch muss man sich wirklich bei allen ja schon fast rechtfertigen,warum man sich für die BEL entscheidet.es war super.ich habe morgens um 04:00uhr wehen bekommen und um 09:36uhr war mein kleiner schon da.. Ich brauchte weder eine pda,oder sonst irgendwas…nicht geschnitten,nicht gerissen…besser geht es garnicht.ich würde es immer wieder tun und auch jedem empfehlen auch in BEL sein Kind spontan auf die Welt zu bringen.

    Antworten
  43. Anna L
    Anna L sagt:

    Hi,
    ich war in der Charite in Berlin zur äußeren Wendung, da mein Kind in der 37. Schwangerschaftswoche immer noch in der Beckenendlage war. Ich hatte Horrorgeschichten über diese Wendung gehört, die aber alle nicht zutrafen. Die Wendung dauerte ungefähr 10 Minuten und tat nicht weh. Ich hatte keinen Tropf und musste auch keine Wehen hemmenden Tabletten nehmen. Dr. Hinkson in der Charite Berlin hat eine Soft Touch Methode entwickelt, bei der er sich die Reflexe die neugeborene Babies haben zu nutze macht. Er forciert nichts, sondern reibt einem den Bauch mit Massageöl ein, und streicht dem Baby mal über den Rücken, mal über die Hände. Die Drehung geht vom Kind aus und er hat eine riesige Erfolgsquote.
    Es gibt Vor- und Nachuntersuchungen bei denen immer wieder die Lage des Kindes, die Positionierung der Nabelschnur und die Plazenta untersucht wird, wie auch die Herztöne des Kindes. Alles wird im Krankenhaus gemacht, damit die Sicherheit besteht, dass im Falle eines Falles schnell gehandelt werden kann.
    Ich kann diese Wendung mit Dr. Hinkson nur empfehlen. Ich kann jetzt spontan gebären, ohne weitere Probleme. Dem Kind geht es weiterhin gut und mir auch.
    Ihr könnt euch den Prozess auch in einem Video ansehen: https://www.youtube.com/watch?v=Noa-5oGkaMk
    Das bin nicht ich im Video, aber das ist Dr. Hinkson und man sieht wie sanft die ganze Prozedur ist.
    Ich hoffe diese Information hilft jemanden, und dass jemand anders genauso erleichtert sein kann eine Spontangeburt in der normalen Position erstreben zu können!
    Alles Liebe,
    Anna

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  2. […] abschafft. Zahlen wirken, auch falsche. Das haben wir anhand von Studien gesehen, die jahrelang die spontane Geburt aus Beckenendlage fälschlicherweise als wesentlich riskanter gegenüber einem Kaiserschnitt einstuften oder aber […]

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