Babys richtig tragen

Babys richtig tragen: Hintergründe und Produktempfehlungen

Babys werden als Traglinge geboren. Hebt man sie hoch, helfen sie mit, indem sie Körperspannung aufbauen und die Beinchen anziehen. Häufiges Tragen beruhigt Babys, da es ihr Grundbedürfnis nach Nähe und Geborgenheit stillt. Kinder, die getragen werden schreien weniger; die Bindung wird gefördert.
Das Tragen sorgt für Mobilität: Treppen, Waldwege, Strände und öffentliche Verkehrsmittel stellen keine Hindernisse mehr da. Und gerade für kurze Wege ist es manchmal einfacher, das Baby zu tragen, als den Kinderwagen zu aktivieren.
Darüber hinaus beugt das Tragen Hüftschädigungen vor. Voraussetzung dafür ist aber, dass es korrekt erfolgt. Leider fördert nicht jede Babytrage die richtige Haltung des Kindes.
Meine Empfehlungen als Hebamme und Mutter, worauf es beim Kauf von Babytragen ankommt, habe ich in diesem Artikel zusammengefasst.

Blickkontakt

Alle Babytragen, bei denen die Blickrichtung nach vorne geht, sollten grundsätzlich gemieden werden. Punkt. Dazu schreibt die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Dr. Inés Brock in einem Plädoyer für das richtige Tragen:

Für die psychische Entwicklung ergeben sich Risiken, die beim Vis-á-vis-Tragen nicht vorkommen. Die Babys haben keinen Blickkontakt zu Mutter oder Vater und können somit nicht erkennen, was das Elternteil für mimische und verbale Rückmeldungen gibt. Säuglinge können gerade in einem Abstand von ca. 20-30cm am schärfesten sehen, was dem Abstand zwischen Brust und Gesicht entspricht. Ihnen fehlt somit eine wichtige primäre Kommunikationsgrundlage. Ohne face-en-face-Kontakt können Säuglinge nicht lernen Gefühle zu identifizieren und Sprache zu erkennen. Das ist aber gerade in der aufregend neuen Welt außerhalb der Wohnung eine wesentliche Entwicklungsressource.

Auf die M-Position kommt es an

Mal abgesehen von der Reizüberflutung, der die Kinder hier ausgesetzt werden, ist die Sitzhaltung mit Blick nach vorne physiologisch schlicht ungesund: Denn der Tragesteg zwischen den Beinen des Kindes ist viel zu schmal, so dass sie einfach nur gerade herunterhängen. Das geht entgegen der natürlichen Beinstellung und ist entsprechend schlecht für die Hüftgelenke.
Bei allen Tragearten ist aber gerade die orthopädisch korrekte Anhock-Spreiz-Haltung der Kinder sehr wichtig. In dieser, auch M-Position genannten, Haltung sind die Beine etwa bis auf Nabelhöhe angehockt und leicht nach außen gespreizt. Po und Beine bilden somit ein „M“. Dadurch rutscht die Hüfte des Kindes nach vorn, der Rücken macht sich rund und unnötige Belastungen der Hüftköpfe sowie der Wirbelsäule werden vermieden.

Tragetuch oder Babytrage?

Im Wesentlichen gibt es zwei verschiedene Tragesysteme: Das Tragetuch, das einfach gewickelt und verknotet wird und die „fertige“ Babytrage. Beides sind gute Lösungen, wenn die oben genannten Punkte erfüllt werden. Der Rest ist Geschmackssache.
In meinem Alltag bevorzugen Frauen eher die Tücher, wohingegen Männer lieber mit einer Trage spazieren gehen. Aber ich will hier keine Geschlechtergräben ziehen. Die meisten können sich auf eine Variante einigen. Ihr solltet einfach beides ausprobieren und euch dann entscheiden.

Worauf sollte ich beim Kauf achten?

Wenn du eine Babytrage kaufst und diese voraussichtlich viel nutzen wirst, solltest du vor allem auf eine rückenschonende Konstruktion und eine gute Polsterung achten. Für den Fall, dass dein Kind bei einer längeren Tour einschläft, ist eine entsprechende Kopfstütze unverzichtbar. Bei Tragetüchern ist das Schöne, dass diese Kriterien – richtige Wickeltechnik vorausgesetzt – quasi automatisch mit erfüllt sind.

Eine für Drei

Wenn sowohl du, als auch dein Partner die Trage nutzt, und ihr unterschiedlich groß seid, sind komfortable Verstellmöglichkeiten, bzw. eine ausreichende Tuchlänge wichtig. Und natürlich sollte euch die Trage auch optisch ansprechen. Es wäre schade, wenn sie am Ende nicht benutzt wird, weil sich einer mit dem Look nicht wohl fühlt!

Das Tragetuch…

Mein persönlicher Favorit ist ganz klar das Tragetuch. Es lässt sich vielfältig verwenden und ist besonders weich und anschmiegsam. Das Binden, welches von vielen Familien anfänglich als kompliziert empfunden wird, ist schnell erlernbar. Das Tuch „wächst mit“ und passt eigentlich jedem, wenn, wie oben erwähnt, beim Kauf auf eine ausreichende Länge geachtet wurde. Das Tragetuch ist dünn und kann somit auch im Winter gut unter einer Jacke oder einem Mantel getragen werden.
Wickelanleitungen sind im Netz zahlreich vorhanden, oder ihr lasst euch das Binden einfach von eurer Hebamme zeigen. Nach dem ersten Zeigen konnten meine Familien die Wickeltechnik eigentlich immer selbständig und sicher anwenden.

…kann mehr als man denkt

Ich habe meine eigenen Kinder immer gerne und lange im Tuch getragen. Ein schöner Nebeneffekt war: Ich hatte zum Stillen immer ein „Verstecktuch“ dabei. Wenn meine Kinder unterwegs eingeschlafen sind, fungierte es als Decke. Als sie größer waren wurden sie manchmal, in Ermangelung eines ordentlichen Kinderstuhls, kurzerhand mit dem Tuch am Stuhl „befestigt“. Es diente als Hängematte, zur Verdunklung von Fenstern in Ferienwohnungen und als Wickelunterlage. Wenn es gerade nicht benutzt wurde, konnte es als kleines Päckchen in die Handtasche gesteckt werden.
Der einzige Nachteil bestand in meinen Augen darin, dass, wenn man im Winter aus dem Auto stieg, sehr aufpassen musste, dass die Enden nicht bis auf den nassen Boden hingen. Aber das war reine Übungssache. Eltern, die dem Tragetuch zuerst kritisch gegenüber standen, waren nach dem Ausprobieren oft überrascht, wie angenehm sich das Baby damit trug.
Tragetücher gibt es in diversen Farb- und Mustervarianten und aus den verschiedensten Materialien. Manche sind fester, andere haben mehr Stretch. Das Angebot der Hersteller ist also ziemlich groß, ohne, dass es in der Sache echte Unterschiede gibt.

Man sollte einfach selbst ausprobieren, was einem gefällt und zu einem passt. Deshalb gebe ich hier auch keine konkreten Einzelempfehlungen. Dennoch sei erwähnt, dass Didymos und Hoppediz zu den bekanntesten Anbietern gehören. Habt ihr mit weiteren Herstellern gute Erfahrungen gemacht?

Tip: Gerade für Frühchen ist ein Tragetuch die beste Wahl, da es sich den Körperkonturen optimal anpasst und so den Körperkontakt zwischen Mutter/Vater und Kind optimal unterstützt.

Die Manduca

Die Manduca Babytrage finde ich sehr gut. Sie sorgt von Anfang an für die oben erwähnte orthopädisch korrekte M-Haltung. Für dich selbst ist die Manduca vor allem bequem, da sie das Gewicht auf die Hüfte bringt.
In der Manduca befindet sich sogar ein Sitzverkleinerer. Dadurch kann die Manduca von Geburt an verwendet werden. Empfehlung des Herstellers: ab 3500g.
Für größere Kinder wird die integrierte Rückenverlängerung einfach geöffnet. Bei den Kleinen dient sie erstmal noch als Kopfstütze. Kleine Babys werden mit der Manduca vor dem Bauch und die Großen auch gerne auf dem Rücken getragen.
Wird die Manduca gerade nicht verwendet, kann sie sehr klein zusammengefaltet und in die Tasche gesteckt werden. Alternativ kann man auch eine spezielle Tasche, die „Manduca pouch“, dazukaufen.
Die Manduca ist angenehmer Weise relativ leicht verstellbar. Bei häufigem Trägerwechsel kann das hin- und hergestelle aber auch mal nerven: „Schatz hast Du etwa meine Trage nicht wieder zurückverstellt?“ Das Phänomen gilt aber zugegebener Maßen für fast alle Tragelösungen.

Ergobaby

Der Ergobaby ist der Manduca ähnlich. Ihm fehlt allerdings der integrierte Neugeboreneneinsatz. Der muss bei diesem Modell einzeln mitgekauft werden. Der Ergobaby muss, im Unterschied zur Manduca, auf dem Rücken und auf Schulterhöhe geschlossen werden. Das empfinden einige Menschen als umständlich bis schwierig.

Marsupi

Den Marsupi habe ich erst relativ neu entdeckt, bin aber ganz begeistert von ihm, da er sich wirklich angenehm trägt und auf Grund seiner langen Klettverschlüsse sehr leicht und superschnell anzulegen ist. Den Marsupi gibt es in drei Größen. Und hier liegt auch ein möglicher Nachteil. Er kann nur dann von beiden Elternteilen benutzt werden, wenn sie beide halbwegs gleich groß sind. Und das ist ja eher selten der Fall. Wenn es aber zufällig passt, dann entfällt hier das „Verstellproblem“ aller anderen Lösungen. An die Klettverschlüsse muss man sich allerdings auch erst etwas gewöhnen und Vertrauen zu ihnen aufbauen. „Die Halten auf jeden Fall“, versicherte mir aber vor kurzem ein Fachberater und Vater.

Baby Björn

Der wohl bekannteste Hersteller von Babytragen hat es, meiner Meinung nach, auch nach 35 Jahren Erfahrung leider nicht geschafft eine Babytrage herzustellen, die die korrekte Sitzhaltung von Babys unterstützt. Der Steg ist immer noch zu schmal und es wird immer noch damit geworben, die Babys mit dem Bauch nach vorne zu tragen. Inzwischen gibt es sogar einen Harvardprofessor, der für das Teil wirbt. Die Grundlage hierfür erschließt sich mir nicht. Ich finde das wirklich enttäuschend und muss leider immer wieder Eltern davon abraten, die oft schon gekaufte Trage zu benutzen. Schade!

Chicco You and Me

Hier gilt, aus meiner Sicht, das Gleiche, wie beim Baby Björn. Also: Finger weg!

Hoppediz Bondolino

Die Babytrage Bondolino von Hoppediz ist aus dem querelastischen Stoff eines Babytragetuchs gemacht. Der Stoff passt sich, wie bei einem Tragetuch, dem Kind an. Die Babytrage ist stufenlos verstellbar und für Babys und Kleinkinder bis zu 36 Monaten geeignet.
Ich habe noch keine eigenen Erfahrungen mit dieser Trage gemacht, aber schon viel Gutes von Eltern gehört. Natürlich freue ich mich über weiteres Feedback hier im Blog.

Zwillings-Trage Weego „Twin“

Mit dem Weego „Twin“ können auch Zwillinge am Bauch getragen werden, denn er verfügt jeweils über einen separaten Innen- und Außenbeutel. Dadurch ist der orthopädisch korrekte Sitz der Babys sichergestellt. Die Zwillings-Trage kann von Geburt an verwendet werden, und zwar ab einem Gewicht von ca. 1600g. Damit ist er auch für Frühgeborene geeignet, was ja bei Zwillingen öfter der Fall ist.
Aus Gewichtsgründen ist er leider nur die ersten fünf bis sechs Monate verwendbar, aber immerhin! Ich habe diese Trage schon ein paar Zwillingseltern empfohlen und er hat ihnen die erste Zeit sehr erleichtert, sei es zum Treppen hochsteigen, oder für einen wertvollen Moment der Händefreiheit. Darüber hinaus schätzen natürlich auch Zwillinge den Körperkontakt!

Ich will aber nicht unerwähnt lassen, dass sich viele Zwillingseltern, auf Grund der größeren Flexibilität, eher für (zwei) Tragetücher entscheiden. Damit sind viele Tragekombinationen möglich: Zwei Kinder vorn. Oder eins vorn, eins hinten. Oder eins bei der Mutter, eins beim Vater. Diese kann man dann auch über die ersten sechs Monate hinaus benutzen.

Fazit

Es gibt viele Möglichkeiten sein Baby zu tragen. Welche die Beste ist, muss jede Familie für sich heraus finden. Wichtig ist, dass die gewählte Trageweise die Gesundheit von Eltern und Kind unterstützt und dass sie einfach zu den Lebensgewohnheiten der Familie passt. Ich hoffe sehr, dass euch mein kleiner Leitfaden in euren Überlegungen unterstützt. Eine Auswahl der oben besprochenen Tragehilfen gibt es auch in meinem kleinen Shop zum Blog.

Wer sich noch ausführlicher mit dem Thema beschäftigen möchte, dem empfehle ich “Tragen aus kinderärztlicher Sicht” von Dr. Renz-Polster,  und den Artikel “Vorteile zum Tragen kommen lassen“, den die Verhaltensbiologin Evelin Kirkilionis für das Hebammenforum geschrieben hat.

Erfahrungsaustausch

Welche Trageerfahrungen habt ihr gemacht?
Waren sie abweichend von meinen?
Was würdet ihr empfehlen?

Nachtrag (30.01.13)

Viele von euch sind meinem Aufruf gefolgt, über eigene Erfahrungen im Bereich Tragen/Tragehilfen zu berichten. Das ist vor allem in den Kommentaren zum Blog und auf Facebook geschehen und ich finde das klasse – vielen Dank dafür!
Es gibt immer wieder auch Neuerungen am „Markt“. Ich bin keine Trageberaterin. Ich informiere mich so gut ich kann, bekomme aber natürlich auch nicht alles mit. Von daher finde ich die Diskussion gut und vor allem hilfreich. Ich denke aber, es ist aber auch immer ein bisschen eine Glaubensfrage. Jedes Tool hat seine Lobby. Seit ich das beobachte ist das Rad nämlich schon mehrmals neu erfunden worden. Tragehilfen kommen und gehen. Daher bin ich selbst  ja bekennender Tragetuchfan. Das gibt es schon am längsten und es hat sich letztendlich immer bewährt.
Ich werde aber, nach all den guten Vorschlägen, den Artikel demnächst noch etwas ergänzen.

Meine Produktempfehlung für dich

Die Babytragen “Ringsling von Girasol”,”Mei Tai Babytrage von Fräulein Hübsch” und “Manduca Babytrage” sind Teil meiner täglichen Hebammenarbeit und haben sich bei den von mir betreuten Familien bereits vielfach bewährt.
In meinem Shop zum Blog kannst du sie jetzt kaufen – dort erhältst du übrigens bei vielen Produkten weitere persönliche Anwendungstips in Form eines kleinen Beipackzettels von mir.

 



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47 Kommentare
  1. Nadine
    Nadine sagt:

    Wir haben von Freunden den ergo bekommen Plus neugeboreneneinsatz. Anders als sie sind wir nicht so überzeugt, nicht nur weil man immer zwei Teile mit nehmen musste. Als ich die trage mit 5 Wochen ausprobiert habe, saß j. Gut, ich bin gleich zu Hause und lege mich dann zu meinen Männern ins bett  gut drin – das hat auch meine Hebamme gesagt. Das war erstmal eine große Erleichterung. Endlich Hände frei, um den Haushalt zu erledigen oder Kuchen zu backen, während das Kind friedlich schlummert. Ich habe ihn dann immer mitgenommen und ein oder zwei mal hat er wirklich geholfen, wenn im kiwa gar nicht mehr ging. Ich finde ja Tragen an sich sehr schön, aber bevorzuge doch womöglich den kiwa. Habe eh mit verspannungen zu kämpfen und nutze den Wagen einfach auch gern als Ablage für wickeltasche, Einkauf etc.
    Nun aber mein grösstes aber: zwischen 3 bis 5 Monaten Ca. Passte der ergo eigentlich gar nicht. Die Beine von j waren noch zu kurz, um rauszuhängen, aber zu lang, um tatsächlich in richtiger Position zu bleiben.
    Beim Pekip haben wir eine trage Beraterin kommen lassen, da fast alle Mütter egal ob ergo oder manduca das gleiche Problem hatten, und die Kinder nicht gut drin saßen. Anfangs dachten wir, der Fehler liege bei und dass wir nur falsch binden. Aber es lag einfach daran, dass die fertig Systeme doch recht starr sind.
    Ich habe dann den buzzidil probiert und war das erste mal wirklich angetan. Der Steg unten kann per kordel in kleinen Abständen erweitert werden und so sehr gut mitwachsen. Der Stoff vom rücken teil ist aus tragetuchstoff und schmiegt sich schön an, so dass das Kind eine angenehme Haltung einnimmt. Es gibt verschiedene Farben und Muster und man kann sich auch ein Modell nach eigenen Wünschen zusammenstellen, z.b. wenn man größer ist o.ä.
    Ich hadere noch mit mir, ob ich mir den gönne..
    Mein Tipp für alle, die ein fertig System wollen: manduca und ergo sind nicht das non plus ultra, es gibt meiner Meinung nach viel besser durchdachte Lösungen. Die findet man aber meist nicht in den großen Märkten. In Berlin hat z.b der laden hug and grow in Tiergarten eine große Auswahl. Wir sind auch extra aus Steglitz dort hingefahren, um uns beraten zu lassen. Und wie schon von jana geschrieben : es gibt nicht die eine Lösung. Was für den einen passt, kann für den anderen super unbequem sein.

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Liebe Nadine, Danke für Deine Ergänzungen. Die Manduca hat auch ein Tool um den unteren Steg zu verkleinern. Es gibt eben diese Phase, wenn der Neugeboreneneinsatz nicht mehr passt, aber das Kind ohne ihn noch zu klein ist. Den Buzzidil kenne ich noch nicht. Trageberatung ist auch eine super Idee, am besten schon vor dem Kauf! Liebe Grüße und noch viel Erfolg beim Tragen!

      Antworten
  2. Nadine
    Nadine sagt:

    Ja, aber beim buzzidil (auch bei anderen) ist der Steg stufenlos verstellbar. Also genauso wie es gerade gebraucht wird.danke und liebe grüsse

    Antworten
  3. Kathi
    Kathi sagt:

    Liebe Jana,

    darf ich eine Ergänzung/Anmerkung zur Manduca machen. Der Nachteil ist, dass die Träger am Paneel befestigt sind, dadurch wird der Rücken verhältnismäßig gerade gedrückt, was vor dem Sitzalter ja nicht empfohlen ist. Es gibt deutlich bessere Komforttragen für “Frischlinge”, z.B. Frl. Hübsch, Mysol, Huckepack Baby, Buzzidil Mini, etc., das hat Nadine ja auch schon angedeutet.

    Trotzdem glaube ich: Besser schlecht getragen als gar nicht getragen, aber eine Trageberatung ist in den meisten Fällen wirklich prima!

    Viele Grüße
    Kathi

    Antworten
  4. Kristin
    Kristin sagt:

    Hallo Jana,
    Vielen dank für diesen tollen Bericht! Wir haben jetzt beim Mini auch ein Tragetuch und sind damit beide sehr zufrieden (was bei meinem Freund einem Wunder gleich kommt ;-) ) eine Frage habe ich allerdings noch. Du hast geschrieben,dass man beim Autofahren bzw aussteigen aufpassen soll. Wir haben bis jetzt immer die Trage mit samt Mats abgelegt, weil ich es noch nicht geschafft habe,nur Mats raus zu holen und das Tuch gleich um zulassen. Gibt es dafür einen Trick oder Tipp? Bis jetzt haben wir deswegen das Tuch leider nur für größere Strecken genutzt, wo es sich auch gelohnt hat,aber ich würde Mats gern oft er tragen,gerade wenn ich den Großen vom KiGa hole,dort aber mit dem Auto hin fahre und ihn zwischen durch in die Babyschale legen muss. Puuhhh,das war lang… umso mehr freue ich mich über eine Antwort!
    Ganz liebe Grüße vom kleinen Tragling Mats und mir :-)

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Liebe Kristin, danke für den “langen” ;-) Kommentar. Ich persönlich habe das Tuch immer neu gewickelt (Kreuztrage), weil es frisch gebunden einfach besser saß. Aber es gibt viele, die das Tuch umlassen und nur das Kind raus nehmen und wieder rein tun. Am besten, Du lässt Dir das in einem Fachgeschäft, oder von einem/r Trageberater/in noch mal zeigen.
      Viel Spaß und liebe Grüße!

      Antworten
  5. Nicole
    Nicole sagt:

    Hallo Jana,

    wir haben den Hoppediz Bondolino für unsere Tochter genutzt als sie noch ein Baby war und werden ihn auch auch für das zweite Nutzen, welches im März zur Welt kommt. Mein Mann und ich waren damit recht zufrieden. Mein Mann hat eine steife Schulter, daher ist das nach-hinten-greifen um Clips o.ä. Zu schließen nicht möglich. Daher haben wir uns für den Bondolino entschieden. Wir hatten nie das Gefühl, dass unsere Tochter darin schlecht saß oder sich unwohl fühlte. Der große Vorteil ist meiner Meinung nach, dass er von Anfang an genutzt werden kann und zwar ohne Neugeboreneneinsatz. Unsere Tochter war sehr klein (48cm und 2500g) und wir haben sie wirklich ab der ersten Woche darin getragen. Etwas schwierig wurde es, als sie etwas an Gewicht zugelegt hat und ich sie gerne auch auf dem Rücken getragen hätte. D habe ich das Bindesystem doch als etwas unpraktisch und hinderlich empfunden, da es nach einer Gewissen Zeit angefangen hat doch recht stark im Hüftbereich zu drücken. Aber vielleicht ist das eine anatomische Besonderheit von mir, kann ich nicht beurteilen, weil wir die Einzigen in unserem Bekanntenkreis sind, die nicht Manduca oder Ergo nutz(t)en.
    Alles in allem waren wir aber wirklich zufrieden mit dem Bondolino und würden ihn auch weiterempfehlen.

    Viele Grüße, Nicole

    Antworten
  6. Liz
    Liz sagt:

    Oh super, das kommt gerade zur rechten Zeit (nächste Woche soll die Babytochter zur Welt kommen). Ich habe hier eine Manduca von einer Freundin und ein Storchenwiege-Tragetuch, das bekam ich als Geschenk. Für mich hat das Tuch die richtige Länge, für meinen Mann dürfte es zu kurz sein. Werde mir mal diverse Videos zur Bindetechnik anschauen und ein paar “Trockenübungen” machen.

    Frage an alle, die Manduca verwenden: kann man den Steg unten nicht einfach mit einer passenden Kordel verschmälern? Quasi als DIY-Lösung? Oder geht das aus Gründen nicht? Ich hab immer ein bisschen Schiss, am Baby irgendwas “kaputt” zu machen, wenn ich es falsch trage ;-)

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Hallo Liz, das geht bestimmt. Oder Du besorgst Dir den “size it”(www.manduca.de/de.deine-accessoires.manduca-size-it.html)
      Letztendlich machen die aber auch nichts anderes, als den Steg zusammen zu ziehen ;-).

      Antworten
      • Sabae
        Sabae sagt:

        Liebe Jana,
        Doch, bei Verstellbaren Traghilfen, hat es mehr als ein Abbinden, da verändert sich auch der Hüftgurt!

        Zudem ist die Befestigung der Träger am Rückenteil wirklich nicht zu empfehlen für Neugebornene, du als Hebamme solltest doch verstehen, dass ein Baby mit einem Rundrücken geboren wird und der sich erst zur doppelten S Form entwickelt!

        Zudem sind gute Tragen (im Bericht, die einzige “gute”, jedoch bereits veraltet ist der Bondolino) aus Tragtuschstoff, der sich dem Baby anpasst!

        Zudem finde ich es Super dass du so einen Bericht schreibst, doch geht eine Trageberterinnen Ausildung nicht sehr lange und wenn du die Eltern im Wochenbett beräst würde ich dir das nahelegen! Wir kämpfen dauernd gegen diese unwahrheiten an und die Eltern sind nur verwirt, durch dieses meine Hebamme hat gesagt!
        Ebenfalls wird die Kreuztrage seit einiger Zeit nicht mehr empfohlen oder angewendet!

        Ich unterstütze es sehr, dass Hebammen die Eltern für das Tragen motivieren und beraten, finde es aber Schade dass sie sich kein Fachwissen anneignen!

        Liebe Grüsse
        Sarbina

        Antworten
    • Sabae
      Sabae sagt:

      Liebe Liz,
      super, dass du dich Informierst! Das Tragetuch ist super!
      Die Manduca ist aber erst ab Sitzalter geeignet, wenn dann dein Kind noch zu klein ist für den Steg, besteht die Möglichkeit diesen abzubinden! Sitzalter heisst wenn das Kind selber aufsitzen kann !!!

      Der Steg am Anfaang auf die passende Breite abzubinden raten nur Leute die es nie versucht haben, durch den Stefen Bauchgurt, fängt er an zu Wellen, so kannst du ihn nicht mehr anziehen ^^

      Zudem sind die Träger der Manduca, am Rückenteil befestigt, was den Rücken des Kindes durchdrückt und viel zu viel Zug auf den Rücken bzw. die Bandscheiben gibt!

      Die Manduca besteht auch aus einen viel zu festen Stoff, der sich nicht an dein Baby anpasst und es nicht Ordentlich stützt.

      Besuche doch eine Trageberatung bei einer unabhängigen Beraterin, so findet ihr für euch und euer Baby die richtige Tragehilfe!

      Wenn du das binden selber üben möchtest enpfehle ich dir die Wickelkreuztrage, die ist eher einfach und eine der besten Bindeformen für vorne!

      Liebe Grüsse
      Sabrina

      Antworten
  7. betsi
    betsi sagt:

    Ich Habe die Manduca und war sehr froh, als mein Bub endlich die 3,5 kg Marke erreicht hatte. Jetzt wiegt er 5,5 kg und ist 11 Wochen alt, und mag die Trage immer noch nicht! Ich weiß, dass die meisten Babys gerne getragen werden, aber mein Bub mag es leider nicht per Tragesystem, sondern nur in unseren Armen oder wenn wir die Wippe tragen. Spätestens nach einer halben Stunde wacht er immer auf und boxt wild gegen mich. Dabei stimmen die Einstellungen, aus unsere Hebamme hat das überprüft. Ich komme aber auch gut mit dem Kinderwagen zurecht und hatte erst sehr wenige Situationen, in denen die Manduca sinnvoller gewesen wäre. Ich merke einfach immer wieder, dass nicht jedes Kind gleich ist :)

    Antworten
  8. Katrin
    Katrin sagt:

    Wir haben auch eine Manduca,aber ich fand sie für den Anfang recht starr und grob. Unser Kleiner hat sich darin auch nicht so richtig wohl gefühlt,obwohl er mit 4300 g schon das richtige Gewicht hatte. Wir haben dann nach viel Probieren noch eine Storchenwiege gekauft (bei karibu-baby in Dresden – sehr zu empfehlen). Vorteil: die Träger sind variabel,so entfällt das Verstellen,wenn der Papa auch getragen hat und der Steg ist je nach Größe des Kindes verstellbar.

    Antworten
  9. Stefanie
    Stefanie sagt:

    @ Kristin:
    Es gibt unterschiedliche Tragevarianten, die Wickelkreuztrage muss man eigentlich immer neu binden, die Doppelte Kreuztrage z.B. kann man umgebunden lassen, Kind raus, Kind wieder rein. Bei mir wars nur immer so, dass dabei, wenn das Kind länger nicht drin saß, die Konstruktion im Rücken etwas verrutscht ist, und dadurch das Baby vorn etwas tiefer saß beim Wieder-rein-setzen. Tut eigentlich nix, nur trägt sichs bequemer, wenn das Baby höher sitzt. Ich habe in solchen Fällen für kurze Strecken (Auto, Bäcker, wieder Auto z.B.) das in Kauf genommen, für längere mir ein stilles (sauberes, trockenes) Fleckchen gesucht und neu gebunden. Und wenn man eh ein Auto dabei hat, kann man neben der offenen Tür stehend binden, und die Enden ins Auto hängen lassen. Da die doppelte Kreuztrage ohne Kind fertig gebunden wird, ist das kein Problem.
    Wir haben unseren Kleinen 8 Monate lang ausschließlich getragen (wir haben keinen KiWa) und ich habe etwa 3 Lieblings-binde-varianten, die ich je nach Situation anwende, mein Freund liebt die Wickelkreuztrage. Als der Kleine so groß war, dass er unbedingt seinen Kopf drehen und gucken können wollte, habe ich ihn fast nur noch auf dem Rücken getragen (geht problemlos, wir waren auch wandern damit). Seit er etwa 10 Monate alt ist, kann man ihn nicht mehr lange tragen, nach etwa 30min bis 1h fängt er an zu arbeiten, er will selber sich bewegen. Jana, ist das bei allen Babys so?
    Achja, Tuchlänge: Die Herstellerangaben muss man nicht exakt nehmen, wir haben ein Tuch, das eigentlich zu kurz sein sollte für meinen Freund und die Wickelkreuztrage, ging trotzdem problemlos, auch als das Baby größer wurde. Er verknotet halt die allerletzten Enden vom Tuch (und der Knoten sitzt dann da, wo man die Enden noch verknoten kann, nicht notwendigerweise hinten mittig), das hat immer gehalten.

    Antworten
  10. Bianca
    Bianca sagt:

    Hallo!
    Finde den Artikel echt super! Aber ich hätte noch eine kleine Anmerkung bzw. vermisse ich ein Tragesystem: Den emeibaby. Das ist eine Mischung aus Tuch und Trage und wirklich sehr zu empfehlen! Für meinen Mann und mich war er von Anfang an super zu tragen, und das wo unsere kleine Maus nur 2550g gewogen hat. Er ist auch sehr einfach einzustellen, also kein Problem wenn mein Mann und ich uns abwechseln. Da dieses System noch sehr neu ist, kennt man es noch nicht so gut, aber ich empfehle es wirklich sehr gerne, auch weil es noch den Vorteil hat sehr Rückenschonend zu sein (ich kann meine Maus trotz Bandscheibenvorfall locker vier Stunden tragen!). Man merkt diesem Tragesystem einfach an, dass es von einer dreifachen Mama entwickelt worden ist!

    Antworten
    • Nadine M.
      Nadine M. sagt:

      Emeibaby fehlt eindeutig in der Aufzählung. Ist fast die perfekte Mischung aus Tuch und Komforttrage, v.a. bekommt man das Gewicht gut auf die Hüfte, was beim Tuch quasi nicht möglich ist, oder irre ich? Finde allerdings, dass für größere Kinder der Rückenteil zu kurz ist und ich bin dann ab etwa 1 Jahr auf die vorhandene Manduca umgestigen. Habe die Anschaffung keinesfalls bereut.
      Mein Mann hat alledings lieber den Bondolino benutzt.
      Allgemein finde ich: man kann nicht genug verschiedene Systeme/ Tücher haben, lieber beim Kinderwagen sparen ;)

      Antworten
      • Kathrin
        Kathrin sagt:

        Hallo Nadine! Ich finde die emeibaby auch sehr gelungen und empfehle sie meinen Eltern in den Beratungen sehr gerne. Umso mehr freut es mich, dass es jetzt eine Toddlergröße gibt, da ist das Rücketeil länger. Die ist ab einem Jahr etwa geeignet. Toll also für Elter, die Anfang z.B. das Tuch benutzen und dann auf eine Tragehilfe umsteigen möchten. Ansonsten ist die normale emei bis ca 3 Jahre aber auch gut nutzbar, für kurze Wege. Der Steg lässt sich breit genug einstellen und die Arme sind ja eh draußen. Nur wenns Kind einschläft zeigt sich der Nachteil des kurzen Rückenteils, Kopf und Schultern lassen sich dann nicht mehr stützen.Ich bin jedenfalls gespannt auf die Toddler emei und werde sie mit meiner 3-jährigen ausprobieren.

        Antworten
  11. MamaCologne
    MamaCologne sagt:

    Ich kann einen RingSling empfehlen. Das ist vor allem für kurze Strecken super! Am Anfang habe ich diesmal wieder im Tuch getragen, der sling war mir da noch nicht so geheuer. Jetzt auch manchmal im ergo. Ab Größe 68/ 74 passt der gut.
    @Betsi: ich habe festgestellt, dass unsere Kleine meist Pippi musste, wenn sie aus dem Tuch raus wollte. Wir sind nicht windelfrei, aber da hat abhalten geholfen. Am Anfang machen sie tatsächlich kein/selten Pippi im Tuch.

    Antworten
  12. Kathi
    Kathi sagt:

    Wir haben zwei Tüchern, eine Marsupi und den Ergo Carier. Die Marsupi ist direkt nach den Tüchern super wenn die kleinen für den Ergo z.B. noch zu klein sind. Aber dann wird sie für längeres Tragen zu unbequem. Finde ich zumindest. Den Ergo finde ich auch nicht sooo ideal weil er wenn man vorne trägt, das Kind doch sehr ins Holzkreuz zwingt. Auf dem Rücken geht es dann wieder, da kann ich ihn etwas lockerer stellen so das meine Tochter nicht so starr sitzt. Aber ich würde ihn nicht noch einmal kaufen. Im mom nähe ich mir selber eine Mai Tai.
    Kathi

    Antworten
  13. Sabrina
    Sabrina sagt:

    Hallo,

    wir haben zuerst oder besser ich im Tuch getragen. Als unser Herzkind dann älter wurde, wollten wir gerne eine weitere Tragemöglichkeit und haben uns nach ausführlicher Beratung und Probetragen für den Bondolino entschieden. Mein Mann und mich trennen 20cm Körpergröße und der Bondolino kann ruckzuck ohne Schnallenverstellen oder sonstige Anpassungen von einem zum anderen Elternteil umgeswitcht werden.
    Wir tragen unseren Zwerg seit er etwa 5 Monate alt ist darin und mit seinen 13 Monaten und 10,5kg immer noch sehr gern! Der Bondolino ist sehr praktisch und richtig umgeschnallt, können auch lange unebene Strecken gut bewältigt werden.
    Wir gehen gerne Geochachen, auch mitten durch den Wald und Matsch und der Zwreg verschläft gerne die Zeit im Bondolino ob vorne oder hinten getragen.
    Einen kleinen Bericht mit Bildern gibt es hier: http://wunschkind-herzkind-nervkind.blogspot.de/2014/01/urlaub-bei-freunden-und-ein-kleiner.html

    Liebe Grüße, Sabrina

    Antworten
    • Nadine M.
      Nadine M. sagt:

      Ich hab den Bondolino auch gut gefunden, bis ich von einer Freundin mal eine Manduca ausprobiert habe ;) Das Gewicht kann man beim Rückentragen fast völlig auf die Hüfte bekommen und das ist wirklich ein Riesenunterschied.

      Antworten
  14. Tragenetzwerk e. V.
    Tragenetzwerk e. V. sagt:

    Hallo Jana,

    danke für den Artikel zum Tragen und Dein Engagement! Unsere Erfahrungen und Beobachtungen decken sich in weiten Teilen mit Deinen. Ein paar Ergänzungen und Vorschläge haben wir:

    1. Zum Blickkontakt: der zitierte Artikel von Dr. Inés Brock stammt aus einer Zeit, wo das Wissen um die Nachteile des Tragens face-out noch nicht so weit verbreitet war. Einerseits hat sie mit ihrer Beobachtung sicher recht, andererseits heißt das aber nicht, dass das Tragen auf dem Rücken mit Gesicht zum Tragenden die selben Nachteile hat. Denn hier kann das Kind sich nach Bedarf zurückziehen, es kann den Erwachsenen sehen, spüren und sich bei Bedarf bemerkbar machen. Das Tragen auf dem Rücken gibt dem Kind zusätzliche Bewegungsanreize, weil es sich dabei in Laufrichtung der Erwachsenen bewegt und gleichzeitig vielfältige visuelle Eindrücke erhält, wenn es über die Schulter von Mama oder Papa linsen kann.

    2. Die M-Position und die Anhock-Spreiz-Haltung werden gerne synonym verwendet, sie sagen aber nicht das Selbe aus. Die Anhock-Spreiz-Haltung hat zwei Komponenten, die Anhockung (ca. 90° bis 110°) und die Spreizung (ca. 45° von der Körpermitte abgespreizt, also ca. 90° zwischen den beiden Oberschenkeln). Die M-Position sagt dagegen “nur” aus, dass die Knie des Kindes höher als sein Po sein sollen in der Tragehilfe, über die Spreizung kann ich anhand einer M-Form nichts sagen. Wenn die Tragehilfe das Kind jedoch stärker als die oben angegebenen 90° spreizt, so richtet sich auch die Wirbelsäule des Kindes stärker auf und es kann sich nicht mehr so schön rund einkuscheln. Damit kommen wir zu

    3. den für uns für kleine Babys empfohlenen Tragehilfen: wir achten hierbei vor allem darauf, dass die Tragehilfe gut passt und sich überall an’s Kind anschmiegt, dass das Kind die Anhock-Spreiz.Haltung möglichst gut einnehmen kann und sein Rücken nicht zu stark aufgerichtet wird. Das geht im Grunde nur, wenn die Schultergurte nicht am Rückenteil, in dem das Kind sitzt, seitlich angenäht sind, sondern unter dem Po des Kindes geknotet werden oder seitlich zum Hüftgurt der Tragehilfe führen. Vom Alter der Kinder unabhängig bevorzugen wir Systeme, bei denen die Stegbreite stufenlos verstellbar ist und nicht wie bei Manduca oder Ergo auf eine oder zwei Breiten festgelegt ist. Beim Abbinden von festen Tragehilfen wie Manduca oder Ergo kommt man nämlich schnell an seine Grenzen, weil die seitlichen Gurte dem Kind an den Oberschenkeln drücken können.
    Für kleine Babys können wir empfehlen: MySol von Girasol, Fräulein Hübsch Mei Tai Babysize, DidyTai von Didymos, Bondolino von Hoppediz, Storchenwiege Carrier, Emeibaby
    Für größere Kinder gibt es viele Tragen in Kleinkindgrößen, genannt “Toddlersize”, beispielsweise Buzzidil, Huckepack, Fräulein Hübsch usw.
    Viele Informationen rund um Tragehilfen haben wir auch auf unserer Webseite: http://www.tragenetzwerk.de/index.php/tragen/informationen-zu-tragehilfen

    4. Es wurde auch schon in anderen Kommentaren genannt: der Ring Sling ist eine tolle Ergänzung zum Tragen im Tragetuch oder in der Tragehilfe und kann auf allen Strecken, auf denen Eltern sonst eine Babyschale schleppen, wertvolle Dienste leisten. Man kann ihn eingefädelt im Auto liegen lassen und muss nur schnell reinschlüpfen und festziehen, und man hat gerade im Winter nicht das Problem, dass das Tuch auf dem Boden schleift. Slings gibt es genau wie Tücher in allen möglichen Farben und Stoffqualitäten. Hier haben wir neben dem Ring Sling auch noch andere, empfehlenswerte Trageweisen mit dem Tuch und gute Videos zusammengestellt: http://www.tragenetzwerk.de/index.php/tragen/trageweisen

    5. Den Weego Twin empfehlen wir nicht gerne, denn die Haltung der Kinder ist alles andere als optimal. Für Zwillinge gibt es – wie Du schreibst – gute Kombinationen, wir haben vor allem gute Erfahrungen gemacht damit, ein Kind schon recht früh auf dem Rücken zu tragen, so dass die Hände oder der Bauch frei sind für das andere Baby. Auch hier kann man prima mit einer Rückentrageweise und einem Ring Sling arbeiten, wichtig ist uns aber immer: jedes Kind braucht sein eigenes Tuch.

    Wer bis hierhin durchgehalten hat: toll, wir freuen uns über das Interesse am Tragen! :-) Mehr über uns und unser Engagement für das Tragen auf unserer Webseite: http://www.tragenetzwerk.de Dort gibt es auch eine Liste ausgebildeter Berater/-innen, die Eltern gerne in einem Hausbesuch oder in einer Informationsveranstaltung bei Auswahl, Anlegen, Einstellen, Binden von Tuch oder Tragehilfe unterstützen.

    Herzliche Grüße und viel Erfolg bei Deiner guten Arbeit,
    Dein Tragenetzwerk-Team

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  15. Laura
    Laura sagt:

    Ich stimme den Ausführungen vom Tragenetzwerk e. V. voll und ganz zu und würde mich freuen, wenn im Hauptartikel die Produktempfehlungen ein wenig aktualisiert werden würden.

    Als Trageberaterin begleite ich seit fast 4 Jahren Familien dabei, die für sie passende Trageweise zu finden.
    Dabei spielen die bekanntesten Tragehilfen, die die meiste Werbung machen, interessanterweise die geringste Rolle.
    Mittlerweile sind die “alten” Modelle wie Marsupi und Weego von Fräulein Hübsch Mei Tai und MySol überholt worden – da diese sich einfach viel besser an Kind und Tragende anpassen lassen.
    Auch bei den “Komforttragen” mit dick gepolsterten Trägern hat sich viel getan – hier geht der Trend eindeutig zu mitwachsenden Systemen und da können Manduca und Ergo nicht mithalten, weil sie (trotz gegenteiligen Herstellerangaben) eben nicht von Geburt bis 18 Kilo passen.

    Übrigens gibt es beim Tragenetzwerk Infos und Beratung Für Eltern und Hebammen!

    Antworten
  16. Laura
    Laura sagt:

    PS: Die M-Position ist ein Werbewort von Manduca und sagt nicht viel aus über eine gute und gesunde Haltung, da ein M ein zweidimensionales Gebilde ist!

    PPS: Zwischen gewebten und elastischen Tragetüchern gibt es große Unterschiede – bei den Bindetechniken, der Stützung des Kindes und der Entlastung der Tragenden.
    Gerade für Frühchen ist eine gute Stützung durch ein gewebtes Tuch wichtig, da sie einen geringen Muskeltonus haben (wie auch schlafende Babys). Für Frühchen eignen sich der Ringsling sowie das Bauchkänguru mit einem gewebten Tragetuch besonders gut.

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  17. Verena
    Verena sagt:

    Ich hatte die Manduca bei unserem Sohn, aber er möchte darin gar nicht gerne sein. Es war ihm zu eng, er konnte sich nicht richtig bewegen und gucken schon gar nicht. Bei unserer Tochter hatte ich sie nochmal gekauft, weil ich dachte, das unser Sohn einfach kein Tragebaby ist. Aber auch unsere Tochter möchte die Manduca nicht, aber ich muss auch sagen, das ich die Handhabe der Tragehilfe “kompliziert” finde. Ich habe mich trotz viele negativberichte für die Baby Björn entschieden und muss sagen: ein Unterschied wie Tag und Nacht. Einfach im “handling” und unsere Tochterr fühlt sich darin sehr wohl.

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  18. Jana Friedrich
    Jana Friedrich sagt:

    “Glaubenskrieg” über die Deutungshoheit rund ums Thema “Babys richtig tragen”

    Konstruktive Kommentare sind mir immer sehr willkommen!
    Belehrungen von Oben herab, wie von Sabae hier im Blog, und sogar Anfeindungen inklusive Unterstellungen, wie in ihren Kommentaren auf der Facebookseite von Dr. Renz-Polster finde ich allerdings mehr als unnötig.
    So unnötig, wie den ganzen “Glaubenskrieg” über die Deutungshoheit rund ums Thema “Babys richtig tragen”, dessen Existenz mir erst nach Veröffentlichung dieses Artikels bekannt wurde.
    Als Beispiel: “Statement einer Trageberaterin im Kreuzfeuer
    Schaut euch das mal kurz an und lest dann im Anschluß “Ein Appell an die Trageszene”, eine (lange) Rede von Manduca-Chefin Petra Schachtner anläßlich der Linzer Tragetage 2013. Sie sagt: “ Wir sollten unsere Zeit nicht damit verschwenden, hier interne Grabenkämpfe zu führen, weder als Trageberaterinnen noch als Produzenten, die sich für die Tragebewegung aus innerer Überzeugung einsetzen.”
    Dem kann ich mich nur anschließen.

    Antworten
  19. Steffi
    Steffi sagt:

    Wir haben von cybex die first.Go Babytrage.
    Ich hatte mir so gewünscht Josefine zu tragen. Zweimal hatten wir die Trage genutzt. Josi und ich haben es geliebt. Dann waren wir beim Osteopathen, aufgrund Josi´s Kopfgelenkblockade. Er riet uns ab, die Trage weiter zu verwenden, da Babytragen zu rückenschädlich für die Babys wären. Beim Kauf achteten wir aber extra darauf, dass Josi den Rücken rund machen kann und die M-Haltung gesichert ist.
    Ich bin wirklich traurig darüber…

    Antworten
  20. Franziska
    Franziska sagt:

    Vielleicht noch ein Hinweis – ich hatte bei meinem großen sowohl ein Tragetuch als auch die Manduca und mit beiden sind wir gut zurechtgekommen – seinen Kinderwagen hingegen hat er gehasst, jedenfalls bis er sitzen konnte.
    Jetzt macht sich Nummer 2 auf den Weg und es wird wohl noch ein Bondolino dazu kommen, da wir diesen zwischen mir und meinem Mann nicht umstellen müssen (das musste ich übrigens immer übernehmen), also denke ich mal, dass dann der Bondolino perfekt für ihn und natürlich auch für mich ist.
    Aber was ich sagen wollte ist, dass mindestens zwei Möglichkeiten zum Tragen super sind. Ich hatte ein totales Speikind und leider reicht die Nacht nicht immer zum Trocknen aus, also eine Alternative musste immer da sein.

    Antworten
  21. Frau B.
    Frau B. sagt:

    Selbst habe ich meine Tochter mit dem Bondolino getragen, der mir im Gegensatz zur Manduca wesentlich besser gefallen hat. Zunächst ist er von Anfang an sehr gut geeignet. Den Neugeboreneneinsatz der Manduca erschien mir unbequem für das Kind. Zudem ist er so dick gepolstert, daß er im Sommer wohl eher eine Qual ist. Letztlich ist er eben doch nur ein Hilfsmittel, denn ursprünglich ist die Manduca erst ab dem 4. Lebensmonat gut geeignet.
    Zurück zum Bondolino. Er ist für mich eine ideale Kombination aus Traghilfe mit Tragetucheigenschaften. Leicht anzulegen, auch auf dem Rücken. Durch das Binden der Gurte (im Gegensatzu zur Manduca die Schnallen hat) ist er ohne Verstellen immer individuell auf die Trageperson einstellbar. Vor allem bei Partnern unterschiedlichen Körperbaus spart man sich da viel zeit- und nervenraubendes Einstellen. Der Stoff ist ein Tragetuchstoff, paßt sich also prima der Spreizhüftstellung an, liegt idealer, fast wie bei einem Tragetuch, am Körper des Babies und der Trageperson. Zudem ist er sehr robust und waschbar. Der breite Hüftgurt macht das Tragen sehr bequem, mit einer Schnur ist er auf den Kniekehlenabstand des Kindes sehr gut einstellbar. Für mich war der Bondolino die beste Wahl bei den Tragehilfen, preislich gibt es keinen Unterschied zur bekannteren Manduca.
    Zudem empfehle ich immer eine gute Trageberatung, sie lohnt sich bei der persönlichen Wahl der Tragehilfe, Tragetuch, Bindeweise etc.
    Und für kältere Tage/Jahreszeiten empfehle ich gerne den MAM Multicover, da spart man sich teure Trageacken und kann sie auch als Fußsack für die Autobabyschale nutzen bzw. im Kinderwagen.

    Antworten
  22. Fiona
    Fiona sagt:

    Hallo,
    also ich finde es ganz mies, dass der Babybjörn immer so nieder gemacht wird. Habe für meinen Junior den Babybjörn Original zur Geburt bekommen und er ist immer gerne drin gesessen, so ab fünf Monaten aber lieber mit Blick nach vorne (außer zum schlafen und zum Stillen). Nun ist er mit 11 Monaten und 10 kg leider zu groß geworden. Und weil immer alle so auf Babybjörn schimpfen, habe ich mir dann zum Ausprobieren eine Manduca und einen Ergobaby bestellt, und mein Zwerg fand beide gräßlich. Nun sind wir doch wieder beim Babybjörn One gelandet, und beide superzufrieden. Also ich wär für etwas mehr Toleranz hier :-)
    LG Fiona

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      *lach* Naja, ich find’s nur schade, dass die sich nicht weiter entwickeln. Der Babybjörn war ja eine der ersten (oder sogar die erste???) Tragen, die erfunden wurden. Und ich fänds einfach schön, wenn sie ein paar Änderungen zum Nutzen der Babys durchführen würden. Das wär ja nicht so schwer. Aber nein, sie ziehen wieder besseren Wissens ihr Ding durch.

      Antworten
  23. Hummelfitz
    Hummelfitz sagt:

    Da wir im Dachgeschoss wohnen ind 86 Stufen dahin führen, hatte ich in der Schwangerschaft bereits eine Manduca gekauft – für “später”, wenn die Hummel schwerer ist. Mit der Manduca kann man sieja leichter die Treppe hinauf tragen. Tja..m es kam dann alles ganz anders. Hummel entwickelte leider eine sehr unschöne Angewohnheit. Die schreit im Schlaf. Das macht sue nur am Tag. In der Nacht schläft sie ganz ruhig. Leider schreit sie auch im Kinderwagen, wenn sie schläft. Mir tut das dann immer sehr weh, da ich kaum eine Chance habe sie beruhigen. Sie nimmt mich nicht wahr in den Momenten. Daheim wecke ich die dann immer. Doch leider funktioniert das unterwegs nicht. Aus lauter Verzweiflung habe ich mich dann an die Manduca erinnert und bin mit ihr spazieren gegangen. Zunächst war es für uns beide sehr ungewohnt. Es war so seltsam, keinen Kinderwagen dabei zu haben. Doch von Tag zu Tag lernten wir das Tragen immer mehr lieben. Hummel hat nur sehr selten im Schlaf geweint. Wenn die es doch tat, dann nur kurz (im Kinderwagen hat sie schon bis zu 45 Minuten wie am Spieß geschriehen – Kind völlig dirchgeschwitzt – Mama den Tränen nah und völlig fertig). Jetzt ist sie 13 Wochen alt. Wir haben ungefähr Mitte/Ende Februar mit dem Tragen begonnen. Seitdem kann ich wieder entspannt mit ihr spazieren gehen. Zwischenzeitlich hatte ich schon richtig Angst davor. Mit der Manduca kommen wir gut zurecht. Allerdings kreuze ich die Träger auf dem Rücken. So ist es angenehmer. Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal ein Tragebaby haben werde. Den Wagen nehmen wir nur noch ganz selten (z.B. wenn etwas mehr zu transportieren ist oder es zum Kinderarzt geht) Auch der Papa trägt seine kleine Hummel mit Stolz durch die Stadt. Die logische Konsequenz war dann noch die Anschaffung einer Tragejacke. Nach langer Suche, bin ich suf eine total schöne von Agnesh gestoßen. Zum Glück passt auch diese dem Papa. So wurden wir Eltern eines Tragebabys. Ich genieße die Nähe sehr. Es ist einfach schön!
    Ich hoffe sehr, dass sich das Schreien im Schlaf noch verliert. Denn leider tritt es daheim noch immer auf und auch im Kinderwagen (manchmal – wenn auch selten – ist er einfach praktischer). Zu meinem Glück fehlen mir dann immer “nette Leute” die einen Kommentar abgeben müssen (….ohhhhh, das ist aber schlimm…). Aber das ist eine andere Geschichte.

    Antworten
  24. Torsten
    Torsten sagt:

    Hi, danke für den Artikel, ich war gerade auf der Suche nach Infos, ob die Trage auch zu lange eingesetzt werden kann und dann Rückenschäden verursacht.

    Wir haben übrigens eine Stokke mycarrier und sind sehr begeistert. Wir haben sie ab der 1. Woche genommen und sowohl wir als auch unsere Tochter lieben es.

    Kinderwagen mag sie gar nicht, wir haben ihn in 3 Monaten keine 10x benutzt. Da wir viel mit U-Bahn und Bus unterwegs sind, wäre der sowieso nervig.

    Was mich noch interessieren würde, ist, ob man die Trage sinnvoll auf dem Fahrrad verwenden kann (sobald sie den Kopf richtig halten kann natürlich).

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Mit dem Baby auf dem Rücken Fahrrad zu fahren, ist ein Risiko, welches Ihr selbst abschätzen müsst. Da möchte ich Euch nichts zu raten.
      Ich würde warten, bis sie sitzen kann und dann einen Kindersitz fürs Fahrrad besorgen.
      Liebe Grüße
      Jana

      Antworten
  25. Olga
    Olga sagt:

    Jana, danke für den Beitrag! Ich bin auf der Suche nach richtige Tragehilfe für den Keinen, wähle zwischen Ergo und Hoppediz Bondolino. Bin aber nicht sicher, er spreizt seine Beinchen nicht in M-position beim tragen. Schläft er mit weir gespreizte Beine und hält die so im liegen, aber wenn ich im hoch nehme hält er die Beinchen eher gerade oder leicht gespreizt. Für Babytrage ist es aber zu wenig. Im Geschäft sagen die Verkäuferin dass kommt später, er ist jetzt fast 4 Monate. Im Internet finde ich nichts darüber, unsere Kinderärztin findet auch keine Störungen. Vielleicht weisst du, ist es wirklich so, dass er Zeit für M-Position braucht, soll ich bisschen warten bis er 5 Monaten wird oder muss schon alarmieren?

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Mhm, das kann ich aus der Entfernung jetzt echt schlecht beurteilen. Eigentlich machen Babys das von Anfang an. Frag doch noch mal bei deinem Kinderarzt nach. Oder geh zu einer richtigen Trageberatung. Vielleicht passen die Tragen einfach nicht richtig?
      Viel Glück!
      J

      Antworten
  26. Jessi
    Jessi sagt:

    Hallo! :) Hier muss ich mich doch auch mal einbringen. Ich habe mich auch sehr sehr sehr lange und ausführlich über die verschiedenen Tragemöglichkeiten informiert. Die Manduca und Ergobaby kann ich von meiner Sicht aus nicht empfehlen. Denn sie passen nur kurze Zeit und zwar aus folgendem Grund. Die Stegbreite ist hier nicht verstellbar (stufenlos zB toll verstellbar ist die MySol, für die wir uns auch letztlich entschieden haben). Und da der Steg aber immer bis in beide Kniekehlen des Kindes reichen sollte, ist er am Anfang natürlich zu breit (man müsste den Steg abbinden), dann passt er er etwa bei Größe 80/86 meine ich gelesen zu haben und dann ist er ganz schnell schon wieder zu kurz, sodass man ihn mit einem Tuch oder Schal verlängern müsste. Anderenfalls ist die korrekte Anhochspreizhaltung nicht gegeben (M-Haltung) und außerdem könnten die Beinchen oder Füße einschlafen. Daher empfehle ich, zB Freunden, immer nur Babytragen oder Tragehilfen mit verstellbarem Steg. Ich habe diese Seite nur beim Googeln gefunden und habe nichts mit denen zu tun, aber lies dich mal auf folgender Seite ein. Da ich nicht weiß, ob ich hier Links einstellen darf, tu folgendes. Gib bei Google “Babytrage Vergeich” ein. Unter den ersten Einträgen findest du zu einer Seite, die nestling punkt org heißt. Dort gibt es einen ganz tollen Vergleich der gängisten Tragen. Ganz liebe Grüße vom Westerwald.

    Antworten
  27. Steffi
    Steffi sagt:

    Mein Kind ist 8 wochen alt und kann ich die Trage benutzen. Mein Kumpel sagt soll in erst mal da nicht rein tun wegen der Wirbelsäule das da nix passiert oder kann ich ihn ohne Probleme benutzen Manduca zu können

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Du kannst die Trage benutzen. Dem Rücken passiert nichts. Wichtig ist allerdings, darauf zu achten, dass die Beine nicht so stark gespreizt werden. Dafür gibt es einen extra Stegverkleinerer von Manduca. Am besten du lässt dich von einer Trageberaterin zum Handling beraten. LG Jana

      Antworten
  28. Sarah-Jane
    Sarah-Jane sagt:

    Hallo! Ich habe heute diesen Blog entdeckt und bin ganz begeistert am lesen! Wir leben derzeit in London und ich bin ganz traurig das die Hebammen hier leider ganz anders sind :( dieses Jahr ist eine Baby Björn Trage rausgekommen die wohl die M-Punkte erfüllt, aber ich kenne mich da nicht so aus. Hab mir eine Kokadi bestellt und bin gespannt wie es sich damit tragen lässt (ET ist am 12/07)

    Antworten
  29. Susanne
    Susanne sagt:

    Hallo, vielen Dank für diesen tollen Blog und die vielen hilfreichen Tipps! :ö)
    Zum Thema Tragetuch und Tragehilfen möchte ich gerne meine Erfahrungen weitergegeben: Wir haben viel ausprobiert und haben uns die ersten zwei Monate mit einem elastischen Tragetuch von Manducca am wohlsten gefühlt (kostet neu ca 50 €). Für unterwegs, gerade bei Regen, finde ich das Tuch unpraktisch, da die Enden eigentlich immer nass wurden. Ich habs einfach nicht anders hinbekommen ;-)
    Eine Freundin hat mir dann ihren Bondolino ausgeliehen. Mein Kleiner saß sehr gerne darin. Mich haben aber die sehr breiten Schultergurte gestört – war mir einfach zu massiv. Durch Zufall habe ich bei einer Bekannten die Marsupi-Trage entdeckt und fand sie klasse: Leichter Stoff, kein unnötiger Schnickschnack, alle Einstellungen werden ruckzuck mit den Klettverschlüssen erledigt, die Trage kann schon für Neugeborene genutzt werden und man kann sie als Bauch- und Hüfttrage anlegen. Ich habe mir die Trage vor 2 Wochen selbst gekauft und wir lieben sie. Das Beste: Neupreis 43 €! Der einzige Nachteil: in den vielen Klettverschlüssen kann viel hängen bleiben. Dem Tragekomfort macht das aber nichts!

    Antworten
  30. Viktoria
    Viktoria sagt:

    Super ausfürhlicher Artikel :) Vielen Dank dafür. Die Anhock-Spreiz-Haltung ist extrem wichtig für die richtige Entwicklung der Knochen. Auch interessant: Kinder, die öfter getragen werden, entwickeln auch weniger Verlustängste :)

    Liebe Grüße,
    Viktoria

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  1. […] So, das war meine kleine Übersicht zu Babytragen. Detailliertere Infos sowie Kaufempfehlungen und Hinweise, welche Babytragen nicht geeignet sind, findet ihr hier. […]

  2. Babys tragen: Was du unbedingt übers Tragen mit Tragetuch oder Komforttrage wissen solltest – MINI AND ME sagt:

    […] https://www.hebammenblog.de/babys-richtig-tragen-hintergruende-produktempfehlungen/ […]

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