Schwangerschaftsphobie

Schwangerschaftsphobie – Die Angst vor dem Schwanger sein

Gab es eine Zeit, in der ich dachte, dass ich einmal keine Kinder bekommen würde? Wahrscheinlich schon, aber ich kann mich nicht daran erinnern.
„Wenn ich groß bin, werd’ ich ne Tochter haben, die Mascha heißt“, verriet ich, damals noch als Grundschulkind, meiner besten Freundin. Ich wusste es einfach. Naja, eben so wie man weiß, dass man Feuerwehrfrau werden, oder in einem Schloss wohnen wird ;-). Mein Berufswunsch änderte sich mit der Zeit und das Schloss, naja fast…, aber der Kinderwunsch, der war immer da. Er wurde irgendwann realisiert – Ja, Mascha gibt es heute tatsächlich! – Und irgendwann kam dann noch ein kleiner Junge dazu. Ich hatte Glück! Wunsch, Umsetzung, Resultat, alles klappte wie erhofft. Keine Zweifel, keine Enttäuschungen.

Auch beruflich widmete ich mich dem spannenden Thema Schwangerschaft. Als Hebamme betreute ich Frauen – viele Frauen. Darunter waren Frauen, die Wunschkinder bekamen; Frauen, die sich sehnlichst ein Kind wünschten, aber leider keins bekamen und natürlich Frauen, die schwanger wurden, ohne es überhaupt zu wollen. Und im eigenen Freundeskreis kenne ich Frauen, die sich bewusst gegen Kinder entschieden haben. Da ich Hebamme bin (zumindest glaube ich, dass es daran liegt), erzählen mir viele Menschen gern und unaufgefordert von ihrer Familienplanung und ihren Problemen damit. Aber eine Schwangerschaftsphobie? Das war auch mir neu.

Schwangerschaftsphobie – ein Tabu?

Schwanger zu sein und Kinder zu bekommen ist weitestgehend ein erstrebenswertes Ziel. Es ist ein Zustand, der einem in der Regel Anerkennung und Wohlwollen beschert, sofern bestimmte Eckdaten von Beruf und Beziehung stimmen.
Der Kinderwunsch stellt sich oft schon früh ein, wird manchmal verschoben oder verdrängt, aber ich unterstelle, dass die meisten Frauen ihn kennen. Übrigens gibt es auch viele Männer, die ihn haben. Aber es gibt auch Menschen, die lernen ihn nie kennen und von denen gibt es wiederum welche, die ihn sogar fürchten. Sie haben Schwangerschaftsphobie. Fast alle kennen die Angst vor dem Geburtsschmerz, aber kennt ihr auch die Angst vorm Schwanger sein?
Über diese Angst hat mir eine Blogleserin sehr anschaulich und spannend berichtet. Sie selbst kennt die Angst vor dem Schwanger sein; vor der enormen Veränderung, vor dem Fremdkörpergefühl; und ich fragte mich, ob sie damit allein auf der Welt ist. Und relativ schnell fand ich heraus: Ist sie nicht! Laut einer britischen Studie von 2001 berichteten 13% der nicht schwangeren Frauen Angst vor der Schwangerschaft zu haben, so dass sie diese verschoben oder sogar gänzlich vermieden*.

Ich darf die sehr persönlichen Überlegungen meiner Leserin (quasi Co-Autorin) hier mit euch teilen und bin gespannt, ob es auch unter euch jemanden gibt, dem es ähnlich geht oder ging.

Kinderwunsch: Ja, oder nein? Jein!

Als ich Anfang 20 war, erzählte mir eine Frau, sie sei eines Morgens aufgewacht und wusste: „Ja ich will Kinder! Ich will Kinder und zwar mit diesem Mann.“ Seitdem warte ich jeden Morgen auf diesen Gedanken. Jetzt bin ich über 30…
Die Themen Schwangerschaft, Geburt und Kinder beschäftigen mich. Freunde bekommen Kinder, die Tante erkundigt sich gern nach den Zukunftsplänen, man überlegt und plant mit dem Partner. Aber so einfach ist das alles nicht. Ich beneide Frauen um ihr „Ja“ zu Kindern, um ihre Lust auf Kinder, ihren Mut, ihre Entschlossenheit, oder auch ihre rationale Entscheidung dafür, um ihre Freude am wachsenden Bauch und am Ergebnis. :-) Ich vermisse diese Sicherheit, denn bei mir gibt es nach wie vor nur ein paar „Vielleichts“.

Schwanger sein, das ist – „strange“!

Natürlich gibt es Kinder in meinem Freundeskreis und in meiner Verwandtschaft. Wenn ich Freundinnen frage, ob sie schon immer wussten, dass sie Kinder wollen, antworten die meisten sehr bestimmt und mit einem schrägen Blick: „Ja klar“. Die Frage nach dem „Wann“ ist ok – zunächst steht vielleicht ein Studium im Vordergrund, der erste Job, eine berufliche oder private Veränderung… Aber die Frage nach dem „Ob“ scheint für Frauen Anfang 30 allerdings irritierend zu sein, denn den grundsätzlichen Kinderwunsch tragen die meisten dann schon lange in sich. Oder eben ein klares Nein, auch in Ordnung.
Mal von außen betrachtet: Kinder würden in mein eigenes Leben durchaus „passen“. Davon abgesehen, dass dieser Gedanke vielleicht vermessen, etwas arrogant und vor allem nicht unbedingt geburtenfördernd ist: Es gibt in meinem Leben wenige Gründe, die äußerlich oder auch emotional gegen eigene Kinder sprechen. Und ich freue mich mit meinen Freunden über die Fortschritte ihrer Kleinen, sehe gerne die leuchtenden Augen auf beiden Seiten und bin davon überzeugt, dass Kinder das Leben reicher, schöner, intensiver und größer machen!
Aber die Vorstellung selber schwanger zu sein, finde ich sehr erschreckend. Dabei  würde ich so gerne das Gefühl vieler Frauen teilen. Eine Schwangere im positiven Licht sehen, hübsch finden, mich für sie freuen und ein „ach, schööön“ denken. Ich dagegen betrachte Schwangere eher mit einer Mischung aus Respekt, Bewunderung und Irritation! Das wäre wahrscheinlich auch ok, wäre ich denn erst 17. Aber jenseits der 30 scheint mir so ein Blick irgendwie unangebracht…
Ich möchte nicht, dass sich mein Körper so verändert. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, diese Veränderungen zu genießen, stolz, gespannt und erfreut sein zu können. Dass sich plötzlich etwas Lebendiges in mir bewegt? Wie könnte ich mich darüber freuen, ohne das Gefühl zu haben, in mir würde ein Alien wachsen?! Klar, es wäre einfach, sich auf die Hormone und den eigenen Körper zu verlassen, aber was, wenn das Aliengefühl bleibt? Was, wenn sich schwanger sein wirklich so „strange“ und erschreckend anfühlt wie ich es mir vorstelle? Aber Frauen werden eben schwanger und trauen sind eine Schwangerschaft einfach so zu. Liebe Frauen, wie macht ihr das??

Die Geburt – keine Angst?

Ich weiß, dass es einen Unterschied zwischen echten Geburten und der Version im Fernsehen gibt und dass kein Text, kein Gespräch und kein Geburtsbericht die eigene Realität beschreiben können. Aber wie schafft man es, sich in diese Realität zu trauen? Frauen werden schwanger, obwohl sie wissen, dass sie am Ende die Geburt erwartet! Sie wissen meist, was bei einer natürlichen Geburt passiert, was eine PDA bedeutet, was ein Kaiserschnitt. Sie wissen um die Nicht-Planbarkeit, um mögliche Dauer, Schmerzen, physische und psychische Prozesse. Und trotzdem haben Frauen schon immer Kinder bekommen… und werden es – hoffentlich! :-) – auch weiterhin tun. Liebe Frauen, wie macht ihr das??

Der Wunsch nach dem Kinderwunsch

Ich möchte keinesfalls arrogant oder anmaßend klingen – ich habe tatsächlich größten Respekt vor allen Schwangeren und Mamas. Ich möchte gerne eure Gedanken und eure Welt verstehen und vielleicht möchte ich irgendwann ebenso mutig sein und mich emotional und rational für Kinder entscheiden können!
Bisher habe ich aber das Gefühl, mit diesen Gedanken – als Frau – relativ alleine zu sein. Als Mann wäre meine „Position“ wahrscheinlich ok; ich vermute, viele Männer denken und fühlen ähnlich. Oder? Als Frau fühlt sich meine Sichtweise allerdings sehr ungewöhnlich an und vor allem gesellschaftlich wenig anerkannt. Ist man als Frau nicht stolz auf seinen Körper? Freut man sich nicht darüber, selbst die „aktive“ Rolle übernehmen zu dürfen? Eine Freundin erzählte mir vor kurzem, dass sie erst jetzt, bei ihrem ersten Kind, das Gefühl habe, ihr Körper würde „Sinn machen“. Heißt das, ein weiblicher Körper macht ohne Kinder keinen Sinn?
Natürlich darf man auch als Frau Schwangerschaft und Geburt intensiv, erstaunlich, besonders, befremdlich und in manchen Punkten auch angsteinflößend finden. Es jedoch sehr irritierend, erschreckend, verstörend und vielleicht auch eklig zu finden, ist, wie gesagt, gesellschaftlich nicht wirklich anerkannt. Und aus genau diesen Gründen heraus sogar bewusst kinderlos zu bleiben, ist wahrscheinlich feige und ganz schön traurig, oder?
„Sehr geehrter Herr Storch, wäre es möglich, statt Kindern erstmal nur einen klaren Kinderwunsch zu bekommen?!“

Geschrieben von: „Einer, wie ich finde, sehr mutigen Blogleserin, die natürlich anonym bleiben möchte“. Vielen Dank für Deinen offenen Text!

Habt ihr, nur für den Fall, dass ihr der „Herr Storch“ nicht antwortet, vielleicht eine Idee, was sie tun könnte?
Oder gehört ihr gar selbst zu den 13%? Gibt es jemanden, der die Angst auch hatte, aber sie überwinden konnte? Und wenn ja: Wie?

 

*Quelle: Hofberg KM, Brockington IF. Tokophobia: a morbid dread of childbirth. Its presence in Great Britain and Grand Cayman, British West Indes. J Psychosom Obstet Gynaecol 2001;22:96 (book of abstracts, suppl 1)



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353 Kommentare
  1. MamaCologne
    MamaCologne sagt:

    Ich hatte als Jugendliche auch einen Kinderwunsch. Aber während und nach meinem Studium, das ich mir hart erarbeitet und selbst finanziert habe, wollte ich keine Kinder. Aber eher weil ich in meinem Umfeld (in Bayern) nur klassische Rollenverteilung sah. Und das wollte ich nicht. Dann im Rheinland kam der richtige Mann und ich konnte mir vorstellen, wie das mit Familie anders gehen kann. Dann aber doch Angst vor der Geburt, den Schmerzen usw. Sicher kein Tipp, aber mich hat es dann ungeplant “getroffen”. Und dann war es auf einmal gut so. Dann tun die Hormone auch sicher das ihrige.

    Antworten
      • Aurelia
        Aurelia sagt:

        Hallo Jana,

        bin selbst 35 und schlage mich mittlerweile fast täglich mit ähnlichen, dem eigenen Wohlergehen auch nicht eben förderlichen Gedanken herum.
        Bin in guten Händen, könnte nach der Schwangerschaft problemlos wieder in den Job (Lehrerin) einsteigen, alles gute Bedingungen – bis auf die Abwesenheit helfender Familienmitglieder.
        Bei mir ist es eher die Unlust, meine Freiheit und Unabhängigkeit aufzugeben, sowie die Angst davor, zu Hause mit dem Kind zu sitzen, und vieles, was die Musikerin, Lehrerin und Koordinatorin in mir ausmacht, für die nächsten Jahre zumindest größtenteils zu begraben. Also eigene Eitelkeit, wie mir bereits oft mit leisem Vorwurf gesagt wurde. Da bin ich allerdings gerne eitel, weil ich mein Leben wie es ist, eben auch sehr schön finde, und kein Kleinkind in meinem Umfeld vermisse. Babys sind super, Kleinkinder, und das wird ja nun mal draus, bis zum Schulalter find ichabsolut mühsam. Habe Angst vor der Langeweile mit dem Kind, zumal ich eben mehr der Berufs- und Bewegungsmensch bin. Mit 35 tickt die Uhr allerdings bereits laut — und in meinem Umfeld kommen seit Jahren ständig Kinder, werden Kolleginnen und Freundinnen schwanger. Die Veränderung im Körper sehe ich als vorübergehen, weiss nicht, ob man dann ein “Aliengefühl” hat, sehe eher, dass die schwangeren Frauen meistens extrem gelassen sind, das fände ich eigentlich einen großen Zugewinn!! Ein Kollegin hat vor zwei Wochen via Kaiserschnitt entbunden, man sieht noch ein bisschen Bauch, ansonsten ist sie recht unverändert (auch schon vierzig Jahre) und SUPERglücklich mit ihrem Mäderl. Vielleicht ist es wie mit vielen Dingen im Leben: Aus der Distanz betrachtet hats viele Haken, wenn man drinsteckt, ist es doch so spannend. Die Haken sind trotzdem da, aber der Enthusiasmus überwiegt. Wünsch Dir in jedem Fall weiterhin Alles Gute und denke, dass Deine Ansicht genauso erlaubt und “normal” ist, wie die – ich nenn sie mal – traditionelle Ansicht, dass Mutterwerden “dazugehört” und unsere Bestimmung ist (uff!). Kritische und realistische Blicke auf die sogenannten natürlichen Prozesse im Leben sind halt nicht immer gefragt. Schaut man einen Mann schief an, wenn er angibt keine tiefe Liebesbeziehung zu wünschen? Schaut man einen Mann schief an, wenn er nach der Geburt eines Kindes nahezu normal weiter seines Weges geht – ich denke in vielen Berufssparten und Gesellschaftsschichten immer noch nicht. Die Wünsche sind eben unterschiedlich. Vielleicht passt es auch einfach nicht zu Deiner gewünschten Lebensführung oder zu Deiner Beziehung. Das Thema ist doch sehr vielschichtig. Kopf hoch. Vielleicht hilft es ja auch, manchmal die Kinder von Freunden zu “hutschen”, um zu sehen: Finde ich das so schön, dass ich das Eklige dran auf mich nehme? Ich hab den Verdacht: Wenn das Kind im Bauch größer wird, ist mannahezu zwangsläufig irrsinnig stolz, und wenn es später so herzig im eigenen Arm liegt, mit blauen Äuglein, ist man einfach nur entzückt. Und man ist trotzdem noch eine attraktive Frau.

        lg Aurelia

        Habe auch Angst davor und viel Skepsis auch vor der Geburt. Bin sehr schmal gebaut, und werde sicher aussehen wie ein Elefant, aber wie gesagt, das ist nun vorübergehen (meine Schwester hat den gleichen Körperbau und sieht nach zwei Kindern wieder aus wieder vorher) .

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        • Aurelia B.
          Aurelia B. sagt:

          Liebe Aurelia,

          mir geht es genauso wie dir! Ich habe laut lachen müssen, da ich erst deinen spannenden Beitrag gelesen habe und dann deinen Namen.
          Bei mir ist auch alles perfekt – Mann, Familie, Beruf (Lehrerin mit dem Fach Musik). Alles ist “vorbereitet” – aber je mehr ich mich mit dem Gedanken beschäftige, desto mehr wird mir bewusst, wie sehr ich meine Unabhängigkeit und meinen Beruf, die vielen Reisen und die ungestörte Beziehung zu meinem Mann liebe. Ich habe Angst, durch ein Kind alles aufgeben zu müssen.

          Es grüßt dich und alle Lesenden, Aurelia

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      • Paola
        Paola sagt:

        Hallo, habe gerade den Text und einige Antworten gelesen. Nun sitze ich hier und weine. Das sind genau meine Gefühle. Ich wünsche mir ein Kind und habe aber Angst während der Schwangerschaft “diesen Alien” ( genauso wie im Text empfinde ich es auch) nicht mehr in mir haben zu wollen oder können. Weiter ist da noch die Geburt vor der ich durch meine Angststörung unwahrscheinliche Angst habe dabei zu Sterben… Ich weiß nicht mehr weiter und weiss auch nicht an wen ich mich wenden kann oder soll.lg ola

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  2. Nalesh
    Nalesh sagt:

    Ich erkenne mich ein Stück weit im Text…. ich wollte zwar immer Kinder, aber ich hatte tatsächlich wahnsinnige Angst vor der Schwangerschaft. Einerseits, weil ich wusste, DASS sich mein Körper und meine Seele verändern würden, nur wusste ich noch nicht WIE. Ausserdem hatte ich die Befürchtung, dass mich die Kindsbewegungen komplett verstören könnten und ich das Kind dann nur noch “aus mir raus” haben wollen könnte….

    Dann wurde ich schwanger. Ich erinnere mich daran, wie ich in den ersten Wochen einen regelrechten Weinkrampf hatte und mir sicher war, dass ich die Schwangerschaft nicht durchstehen würde und sogar mir die Option offen lassen wollte, diese noch zu beenden….

    Alles wurde gut.
    Als ich mein Kindchen dann im Bauch zart spürte, fand ich’s schön. Ich wurde zwar keine “superglückliche” Schwangere und mir machten vor allem die seelischen Veränderungen zu schaffen. Mein Kind habe ich daheim geboren. Die Erinnerung daran ist wunderschön (die Geburt allerdings anstrengend und schmerzhaft :-)).
    Ich hab danach monatelang erzählt, dass ich zwar gerne weitere Kinder hätte, aber dass ich auf Schwangerschaft und Geburt absolut verzichten kann!

    Ich bin jetzt wieder schwanger. Die ersten 3 Monate hat’s mich wieder ziemlich durchgewirbelt, jetzt, wo ich mein Kleines spüre, trage ich stolz mein Babybäuchlein herum und bin richtig glücklich schwanger. Ich freue mich auf unsere nächste Hausgeburt. :-)

    Wenn eine Frau keinen Kinderwunsch hat, finde ich nicht, dass man daran was rütteln soll und muss. Wenn ein Kinderwunsch da ist, aber die Angst vor der Schwangerschaft diesen verdrängt, dann finde ich, sollte frau sich liebevoll begleiten lassen und erleben dürfen, wie schön es ist, Mutter zu werden und zu sein.

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Hallo Nalesh,
      das ist ja spannend, dass Du Dich hier wiedererkennst. Und gut, dass sich das “Fremdkörpergefühl” relativiert hat. Ich finde es ungemein mutig, trotz der Angst die Schwangerschaft zu wagen. Vielleicht machst Du anderen Frauen damit Mut.
      Danke!
      Jana

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    • Paola
      Paola sagt:

      Hallo Nalesh, dein Text hat mich sehr berührt. Was meinst du mit “liebevoll begleiten” lassen? Hast du nebenbei eine Therapie gemacht?

      Antworten
  3. HeuteMalNamenlos
    HeuteMalNamenlos sagt:

    Hmmm. Ich versuche mich mal. Psychologisch fundierte Ansätze oder wissenschaftliche Erkenntnisse kann ich auch nicht bieten. Nur mein eigenes Erleben – das dem der Leserin recht nahe kommt.

    Mit dem Kinderwunsch war das bei mir auch so eine Sache. Es gab nie einen klaren Wunsch. da waren die gleichen Vorbehalte und Emotionen, wie sie oben auch beschrieben werden. Die Vorstellung, dass da was Lebendiges in meinem Bauch ist, war für mich vorher auch lange erschreckend und ja, fast auch eklig. Die körperlichen Veränderungen…angstmachend. Als wir uns dann letzlich doch getraut haben, klappte es erstmal gar nicht. Zwei ganz frühe Abgänge und viele negative Tests. Das Thema Kinder habe ich dann wieder verdrängt – es sollte ja anscheinend sowieso nicht sein.

    Und tja, irgendwann ein Jahr später, in einem glücklichen und kopflosen Moment, wollte mein Körper dann anscheinend doch schwanger werden, und das Unterbewusstsein war einverstanden. Jetzt bin ich in der 37. Woche. Das Gefühl, dass mein Körper jetzt erst Sinn macht, habe ich nicht. Ich bin immer noch oft gestresst von den Veränderungen, genervt von Schmerzen oder Unbeweglichkeit. Schwanger zu sein, finde ich nicht so irre erfüllend. Aber so verstörend, wie ich mir das im Vorfeld ausgemalt habe, ist es längst nicht. Und wovor ich am meisten Angst hatte, nämlich vor dem Bewegungen eines fremden Wesens in mir – das ist jetzt das Schönste am Schwangersein. Es fängt ja auch ganz zart an, mit federleichten Impulsen. Die stören nicht, die sind wirklich schön und gar nicht beängstigend. Und mit der Kraft des Kindes wächst die eigene Vertrautheit mit diesen Bewegungen. Ich hätte nicht gedacht, dass es mir so gehen würde, aber es ist so. Mittlerweile reagiert meine Tochter auf meine Hände am Bauch, fast kann ich ein bisschen mit ihr spielen. Das erzählt mir auch etwas über ihre Persönlichkeit – so fremd ist sie also gar nicht mehr.

    Die Angst vor dem Schwangersein ist nie ganz verschwunden, bis jetzt nicht. Wenn man ein sehr starkes Bedürfnis nach Kontrolle und Sicherheit hat, dann ist die Fremdbestimmung einer Schwangerschaft eben erschreckend, oder kann es zumindest sein. Das verstehe ich sehr gut.

    Allerdings muss ich auch sagen, dass es einfach nicht möglich ist, sich diesen Lebensabschnitt vorher intellektuell auszumalen. Die meisten Dinge, die ich mir vorher so verstörend oder eklig vorgestellt habe, sind in Wirklichkeit ganz anders. Ich spring nicht permanent im Dreieck vor Seligkeit, aber ich kann es aushalten, besser als gedacht. Und ich hatte bisher viele schöne Momente, die ich mir so hätte gar nicht vorstellen können.

    Mein Fazit: Man kann sich da nicht verstandesmäßig “absichern”, also im Voraus. Ich denke, es gibt viele Frauen, die eben nicht zu diesem klaren Kinderwunsch gelangen. Mir mir war das so. Es brauchte ein bisschen Überschwang, und Unvernunft, und Mut. Vieles findet sich. Ich habe lange Jahre versucht, mich zu einem Ja oder Nein mit dem Kopf hinzuarbeiten. Hat nicht funktioniert. Führte nur zu einem unendlichen Hadern.

    Mir hat außerdem geholfen: keine “echte” Verhütung mehr. Laissez-faire. Es mal drauf ankommen lassen. Mir von meinem Körper die Entscheidung ein bisschen abnehmen lassen. Eine Portion “Ich mach das jetzt einfach”.

    Das war jetzt ein echter Roman, ne? Vielleicht hilft es ja der ein oder anderen :)

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Danke für Deinen “Roman”! ;-)
      Für Frauen, denen es ähnlich geht, ist es sicher wertvoll zu erfahren, wie sich das Gefühl in so einer Schwangerschaft entwickeln kann.
      Ich finde, Du hast das ganz toll beschrieben.
      Ich habe vor dem Artikel viel recherchiert und hatte etwas Angst vor abwertenden Kommentaren. In einigen Foren, in denen das Thema ganz zaghaft angesprochen wurde, kamen lauter Antworten a la: “wie kann man Angst vor Babys haben”, oder ” ach, alles Quatsch, einfach machen, dann ist alles rosarot”.
      Ich finde es ganz toll zu hören, dass zwar nicht alles toll war, aber, dass es sich wirklich gut und annehmbar entwickelt hat. Und dass Du sogar die Bewegungen genießen kannst.
      Liebe Grüße!

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      • HeuteMalNamenlos
        HeuteMalNamenlos sagt:

        Gerne. Ich finde, frau sollte wirklich über alles offen sprechen dürfen. Von (Baby-)Foren halte ich mich aus diesem Grund auch fern. Das ist mir zu sehr Marshmellow-Land. Ambivalente Gefühle sind da nicht gut aufgehoben, deshalb bin ich immer sehr froh, wenn ich mal Beiträge wie diesen lese. Meine Freundin Rike Drust hat in ihrem Buch “Muttergefühle” diese oft widersprüchliche Palette von Emotionen so schön auf den Punkt gebracht. Das ist auch eine Lektüre, die sich für Frauen mit Zweifeln echt gut eignet.

        Das wichtigste in meinem Fall war wohl: ich habe eine Beziehung zu dem Kind in meinem Bauch aufgebaut. Meine größte Angst war, dass es dann da drin ist und ich nichts empfinde. Aber da hat sich ganz langsam und zart was entwickelt. Ich bin jetzt gespannt auf sie. Und wenn sie sich dieser Tage mal seltener bewegt als sonst, mach ich mir gleich Sorgen. Ich glaube, wenn man so fühlt wie ich und einige der anderen Schreiberinnen, ist es besonders wichtig, sehr behutsam mit sich umzugehen in der Schwangerschaft. Sich immer wieder Zeit zu nehmen, zum hinhören und hinfühlen. Sich jemanden suchen, mit dem man offen drüber sprechen kann. Insgesamt, merke ich gerade, habe ich das dann doch wesentlich besser hingekriegt, als ich selbst im Voraus gedacht hätte :)

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        • Jana Friedrich
          Jana Friedrich sagt:

          Danke für das Bloglob!
          Das Buch kenne ich noch nicht, das kommt aber auf meine Leseliste.
          Mit den Foren ist es ganz unterschiedlich. Manche sind gut und es ist echt interessant Beiträge zu verfolgen, da sich einfach viele beteiligen. Da sieht man einfach woher der Wind weht… Aber in manchen ist es wie beim “Medikamente tauschen”: nicht wirklich hilfreich- im Gegenteil.

          Antworten
  4. northor
    northor sagt:

    Ich hab zwar keine komischen Gefühle einer Schwangerschaft gegenüber gehabt, aber lange auch keinen Kinderwunsch. War über 10 Jahre mit meinem Ex zusammen. Zu Anfang war mir klar: Jetzt auf jeden Fall noch nicht, erst Studium und zumindest erster Berufseinstieg, dann mal weitersehen. Aber auch danach fühlte ich mich nicht reif, hatte immer das Gefühl, meine bisherige Freiheit ist mir wichtiger als Kinder. Und immer die Angst, mit dem Kind überfordert zu sein. Begegneten mir angenehme Kinder, dachte ich manchmal: Wenn man sich das so aussuchen könnte, dann würde ich wohl Kinder haben wollen. Aber jedes nervige/schwierige Kind hat mich wieder abgeschreckt – woher weiß ich, ob ich nicht auch “sowas” in der Lebenslotterie ziehe? Langsam bröckelte auch die Beziehung vor sich hin, das unterstützt einen Kinderwunsch natürlich erst recht nicht…
    Inzwischen neue Beziehung, erste vorsichtige Gespräche wie das so mit Kinderwunsch auf beiden Seiten so aussieht. Wir haben dann beide festgestellt, dass wir uns den jeweils anderen gut als Eltern vorstellen können, nur uns selber nicht :) Und jetzt wagen wir das Experiment, und sind ganz optimistisch, das gemeinsam schon hinzukriegen. Kurz vor Halbzeit bin ich schon …

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Eine Entscheidung für Kinder, ist natürlich eine große. Kinder verändern das Leben extrem und nachhaltig. Das Gute ist: Ist sie gefallen, wächst man da rein!
      Herzlichen Glückwunsch zur Entscheidung und viel Glück für die Geburt!
      LG

      Antworten
  5. Neeva
    Neeva sagt:

    Also ich kann sowohl den unklaren Kinderwunsch als auch das Unwohlsein gegenüber Schwangerschaft und Geburt aus eigener Erfahrung gut nachvollziehen. Das intellektuelle Hin- und Herüberlegen, das Heutemalnamenlos beschreibt, hatte ich auch. sogar in der Form, dass ich jahrelang Angst vorm Kinderkriegen hatte. Hauptsächlich Angst vor dem erhöhten Alltagsstress und vor dem Feststecken in alten Rollenbildern.
    Tatsächlich getraut habe ich mich erst, als ich die kleinen Kinder meiner Freundin kennen lernte und feststellte, dass es keine Aliens sind, sondern ich aus dem Bauch heraus mit ihnen umgehen konnte. Da ich sonst ein sehr kopfgesteuerter Mensch bin, war das wirklich bemerkenswert für mich.

    Letztendlich gemacht habe ich es dann zum Teil tatsächlich _weil_ ich immer noch ein bisschen Angst hatte. Jetzt habe ich einen fünf Monate alten Sohn und Geburt und Muttersein sind tatsächlich fast die ersten Dinge, die ich in meinem Leben nach Bauchgefühl und nicht verkopft mache. (Was nicht heißt, dass sich hier nicht die Bücher über Babys, Stillen usw. stapeln würden.)
    Allerdings hatte ich das Glück, dass es mir in der Schwangerschaft körperlich sehr gut ging und ich mich auch mit der Geburt recht leicht getan habe.
    Ich kann nur nicht sagen, dass ich schon in der Schwangerschaft eine Beziehung zu meinem Baby aufgebaut habe, das fing erst nach der Geburt an. Vorher wusste ich zwar, dass da ein Kind in meinem Bauch ist, aber gefühlsmäßig war das einfach mein Körper, der komische Sachen machte. Ich bin auch nach wie vor der Meinung, dass das ungeborene Kind ungefähr so einzuordnen ist wie ein zusätzliches Organ. Wem das jetzt herabsetzend vorkommt, so ist es gar nicht gemeint: Überlegt mal, was ihr mit jemandem machen würdet, der euch eine Niere klauen will. :-) Und ich finde die Vorstellung weniger gruselig als ein fremdes Lebewesen in meinem Körper.

    Tatsächlich immer noch Angst habe ich vor Leuten, die mich über mein Muttersein definieren und mich darüber kontrollieren und einschränken wollen. In der Schwangerschaft ist das am unmittelbarsten, wenn man weiß, dass es Länder und Krankenhäuser gibt, die eher die Mutter sterben lassen, als einen Embryo abzutöten. (Es gab da einen Fall in Irland, kurz bevor ich schwanger wurde. Ein Urlaubsziel weniger.) Die mildere Variante davon sind die ganzen Verhaltensregeln für Schwangere für Essen, Trinken, Sport usw.
    Jetzt nach der Geburt kann ich die nächsten 25 Jahre damit zubringen in Bayern nicht im traditionellen Rollenbild zu landen. Bis jetzt kann ich sagen, das erfordert wirklich bewusstes Gegensteuern. Sobald man (bzw. meist “frau”) nichts macht, landet man nämlich magisch in der 50er Jahre Rollenverteilung. Ich schätze das ist in Berlin nicht viel anders, oder?

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Liebe Neeva, auch Dir vielen Dank, für Deinen Beitrag.
      Zu Deiner Frage: Ich denke, das mit der Rollenverteilung regelt sich in aller Regel über den Verdienst. Gerade, wenn Nachwuchs kommt, entscheiden die meisten Familien, dass der geringer Verdienende zu Hause bleibt. Das ist dann, in den meisten Fällen die Frau. Auch in Berlin. Bei meinen Wochenbettfamilien ist das zumindest meist so der Fall. Ist das eine Falle? Viele Frauen erzählen mir auch, dass sie diese “legale Pause” aus dem beruflichen Alltag genießen. Zur Falle wird es, wenn der dazu gehörige Partner die Erziehungs- und meistens ja auch Haushaltsarbeit nicht als solche anerkennt. Das erlebe ich glücklicherweise kaum noch. Meistens ist das den Männern total bewusst, dass es einfach anstrengend ist einen ganzen Tag (nicht 8 Stunden mit geregelten Pausen) präsent zu sein, trotz Schlafmangel und ohne viel intellektuelle Ansprache. Es sind schon meistens sehr bewusste Väter, die sich einbringen. Sie freuen sich auf die eigene Elternzeit und nutzen diese gerne.
      Also das ist zumindest das was ich oft erlebe.
      Na gut, das beschreibt natürlich nur die Familiensituation. Gesellschaftlich hast Du sicher Recht. Es wird Frauen nicht einfach gemacht in ihre Position zurück zu kehren. Sie werden oft indirekt vom Arbeitgeber unter Druck gesetzt und nehmen weniger Elternzeit, als sie wünschen. Sonst müssen sie sich oft entscheiden: Kind oder Karriere.

      Antworten
    • HeuteMalNamenlos
      HeuteMalNamenlos sagt:

      Liebe Neeva,
      ich kann Dich da total verstehen, was die Angst vor der Definition über das Muttersein und das Feststecken in Rollenbildern angeht. Das geht mir haargenau so.

      Bei uns ist es so, dass wir beide Freiberufler sind, und mein Mann auch viel von zuhause arbeitet. Der ist also präsent, auch wenn ich es bin, die 12 Monate aussetzen wollte – obwohl ich deutlich mehr verdiene. Ich hatte da einfach Bock drauf. Bin schon so lange in meinem anstrengenden Job und hatte einfach Lust, mal eine neue Lebenswelt zu erfahren mit Kind. Er nimmt dann 2-3 Monate Elternzeit, diese klassischen “Vätermonate”, wie das ja gern bezeichnet wird.

      Mittlerweile denke ich, hm, vielleicht hab ich mir da ein Eigentor geschossen. Zwar gehe ich davon aus, dass meine Kunden mich auch nach der Auszeit noch mögen, aber ich erfahre auch, wie selbstverständlich es wohl immer noch ist, dass ich es bin, die aussetzt. Während mein Mann von allein Seiten großes Lob dafür bekommt, dass er ÜBERHAUPT diese wenigen Monate nimmt. Das finden dann alle total super und machen sich Sorgen, ob ihm das wohl beruflich schadet (O-Ton: “Das ist so toll von ihm dass er das macht! Geht das denn so einfach in seinem Jon? Nicht, dass er da am Ende Nachteile von hat und so.”) Nochmal, bei uns bin ich seit jeher die Besserverdienende, aber mich hat noch nie jemand dafür gelobt, dass ich nun so lange aussetze, oder sich um eventuelle Karrierenachteile gesorgt. Puh. Habe mir angewöhnt, diese Diskrepanz den Gesprächspartnern direkt aufs Brot zu schmieren, also im Fall des Falles.

      Und ich habe meinen Mann direkt gefragt: Du, ich bin mir irgendwie nicht mehr so hundertprozentig sicher mit der Aufteilung – würdest Du Dir die Elternzeit auch hälftig mit mir aufteilen? Er sagte, ja, würde er auf jeden Fall tun. Das hat mich prompt bestärkt.

      In meinem Geburtsvorbereitungskurs wurden die Männer gefragt, wie lange sie sich denn frei nehmen wollen nach der Geburt. Bei einem war es ne ganze Woche, bei den anderen jeweils zwei Wochen, bei einem drei. Als mein Mann dann sagte, 3 Monate, hat die ganze Gruppe ihn angestarrt wie einen Alien :)

      Antworten
      • sb
        sb sagt:

        Ich verdiene auch deutlich mehr als mein Mann und bin freiberuflich tätig. Wenn ich ein Jahr aussetze, verpasse ich zwei Softwarereleases und muss mich total neu einarbeiten und auch bei den Kunden zu unpräsent. Ich nehme zwei Monate nach der Geburt Elternzeit, bin also insgesamt 3 Monate total weg, mein Mann bleibt anschließend 12 Monate zu Hause. Ich werde danach auch sehen müssen, wie viel ich arbeite und wie viel von zu Hause/ Büro in der Heimatstatt geht. Bei Dienstreisen wird mein Mann mit dem Baby teilweise mitkommen. Nach der Geburt nimmt mein Mann zusätzlich ca. 1,5 Wochen Urlaub

        Diese Aufteilung ist schon sehr ungewöhnlich. Bei ihm in der Firma nehmen die Männer (in seiner Abteilung sind gerade noch zwei andere Väter geworden) durchaus auch 4-6 Monate Elternzeit, was schon viel ist. Ich denke, im Näheren Umfeld (Familie, Freunde) wird unsere Aufteilung akzeptiert, aber im weiteren Umfeld kann das schon anders aussehen. Trotz Großstadt.

        Kinderwunsch war bei mir eigentlich nie ausgeprägt, eher so, wenn es sich ergibt, warum nicht, wenn nicht auch gut. Letztes Jahr haben wir uns entschieden, es darauf ankommen zu lassen. Es hat dann gleich geklappt, womit wir beide aufgrund von Alter und anderen Faktoren nicht gerechnet haben. Ich hatte keine großen Ängste vor der Schwangerschaft. Mir ging es weder sehr gut in der Schwangerschaft, noch hatte ich große Probleme. Ich bin eher der pragmatische Typ, ich hatte auch bis vor kurzem einfach keine Zeit (Arbeit, Sport,… ) mir allzuviel Gedanken zu machen (ich war regelmäßig zur Vorsorge, habe mich erkundigt was bei Sport, Reisen, Essen etc. zu beachten ist, und mich beruflich zurückgenommen – wirklich nur 40 Stunden gearbeitet inklusive Buchhaltung etc., seltener gereist, wenn dann oft Anreise am Vortag, viel Home Office). Das haben meine Kunden auch gut akzeptiert.

        Geburt ist in ca. 3 Wochen.

        Antworten
        • Jana Friedrich
          Jana Friedrich sagt:

          Finde ich gut, wie ihr das macht. Die Gesellschaft muss sich einfach daran gewöhnen, dass es verschiedene Modelle gibt. Wenn die Familien es gut nehmen ist doch alles gut.
          Man darf sich nur als Mutter kein schlechtes Gewissen einreden lassen. Wer zu Hause bleibt und sich um das Kind kümmert ist doch egal. Das können Väter wie Mütter!

          Antworten
          • Neeva
            Neeva sagt:

            Danke für die interessanten Antworten! Gerade habe ich meinem Arbeitgeber verkündet, dass ich nach einem Jahr wieder in Vollzeit zurückkommen möchte.

            Jana, es ist toll, dass du so viele engagierte Väter erlebst, allerdings ist das Wochenbett auch eine Ausnahmesituation.
            Die jungen Väter die ich hier gerade erlebe (Babyboom im Freundeskreis) sind die ersten Wochen auch bei jedem Mucks gesprungen und haben sich gekümmert. Nach drei Monaten kamen dann so Sprüche wie “Hier siehts ja immer noch aus wie heute morgen” oder “Gewaschen werden müsste auch mal wieder”.

          • HeuteMalNamenlos
            HeuteMalNamenlos sagt:

            Liebe Neeva, ähnlich hab ich es bei mir im Freundeskreis auch beobachtet. Da waren es weniger die expliziten Sprüche, sondern eher die immer ausgedehntere Abwesenheit der Herren mit gleichzeitigem Nicht-Anerkennen des “Arbeitsaufwandes” der jeweiligen Mütter. Aber zum Glück habe ich auch zwei Paare in unmittelbarer Nähe, bei denen das gar nicht der Fall ist. Da sind die Väter immer noch sehr präsent und wollen das auch so.

  6. Katha
    Katha sagt:

    Hallo!

    Ich hatte immer einen Kinderwunsch – schon seit ich denken kann. Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich als Grundschülerin die Vorstellung Sex zu haben eklig fand und versucht habe mir Möglichkeiten auszumalen, auch ohne schwanger zu werden (Rückblickend urkomisch, aber damals dachte ich so).

    Der Kinderwunsch wurde immer stärker, ich fand den richtigen Partner und schaffte die Voraussetzungen (Einkommen, Wohnraum). Darüber was die Schwangerschaft und die Geburt mit meinem Körper und meiner Psyche anrichten würden, habe ich mir (leider) keine Gedanken gemacht. Deshalb traf es mich mit voller Wucht: Es gab das “Alien”-Gefühl, das Gefühl nicht mehr Herr meines eigenen Körpers zu sein, das Gefühl von “Ausgeliefertsein” bei der Geburt, das Gefühl durch die Geburt “misshandelt” worden zu sein, weil ich mit den Geburtsverletzungen nicht zurecht kam und mich die Hormonumstellung auch psychisch ziemlich fertig gemacht hat.

    Trotzdem habe ich die Schwangerschaft und die Geburt genossen und bin heute glückliche Mama. Ich würde es um nichts in der Welt rückgängig machen und ich will auf jedenfall noch so eins!

    Klingt verrückt? Ist es wahrscheinlich auch. Aber sonst wäre die Menschheit wohl schon ausgestorben.

    Liebe Grüße

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Liebe Katha, ja das klingt verrückt ;-)
      Du hast mich grad in drei Absätzen durch die emotionale Achterbahn mitgenommen. Und ich hätte echt nicht gedacht, das die Überlegung mit einem weiteren Kinderwunsch endet! ;-)
      Viel Glück beim Nächsten! Aber lass Dich bitte in der nächsten Schwangerschaft gut begleiten, damit es ein besseres Erlebnis wird!
      Liebe Grüße!

      Antworten
  7. Anita
    Anita sagt:

    Mein Kinderwunsch stand schon früh fest, ich hatte diesen nie in Frage gestellt und ich wollte auch schon früh Mutter werden. Doch dann folgte eine lange Kinderwunschzeit (6 Jahre), 3 Jahre davon mit Behandlungen (ICSI). Irgendwann wurde in mir das Gefühl immer stärker, dass ich das alles nicht mehr will. ICh begann mich zu fragen, woher mein Kinderwunsch überhaupt kam und landete immer wieder bei gesellschaftlicher Konvention. Die Frage lautete nie ob ich Kinder bekomme, sondern nur wann. Und ich erlebte eine ursprünglich politisch engagierte Frau, die als junge Mutter plötzlich NUR noch über ihr Kind sprach. Da wurde mir klar: Das will ich nicht. Mein Mann (dem die Entscheidung deutlich schwerer fiel und der sie wohl auch nur auf Zeit traf) und ich entschieden, zu zweit glücklich zu bleiben – und mir ging es gut damit, auch wenn es natürlich auch traurige Momente gab.
    Ein halbes Jahr später wurde ich unwahrscheinlicher und überraschenderweise spontan schwanger. Wir waren erst mal ziemlich überfordert…und auch ich hatte plötzlich das Alien-Gefühl und fühlte mich in meinem Körper fremdbestimmt. Ich konnte mich plötzlich nur schwer mit dem Gedanken anfreunden, dass bald noch jemand in unser Haus einziehen und dieses ganz schön bestimmten würde. Und ich hatte Angst davor, nur noch als Mutter wahrgenommen zu werden. Mir fiel es schon ind er Schwangerschaft schwer, dass etwas so privates, was das Kinder bekommen für uns immer war, zwangsläufig so öffentlich ist. Da habe ich meinen Mann, der entscheiden konnte, wer davon erfährt oft beneidet.
    Aber mit dem wachsenden Bauch und den immer besser spürbaren Kindsbewegungen, dem Wissen um das Geschlecht wurde all das besser. Und auch die unschöne Geburt mit Not-Kaiserschnitt unter Vollnarkose habe ich erstaunlich gut verkraftet. Heute ist mein Sohn schon ein Jahr alt und so langsam keimt der Wunsch nach einem zweiten Kind…
    Bei mir hatte sich alles so lange nur um das Schwanger werden gedreht, dass das schwanger sein im Grunde nie Thema war. Ich bin noch heute dankbar für diese geschenkte Schwangerschaft, die es mir ermöglichte auch diese ambivalenten Gefühle zuzulassen und zu verarbeiten. Wäre sie das Ergebnis harter (Kinderwunsch)Arbeit gewesen, wäre mir das sicher deultich schwerer gefallen.

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Liebe Anita, danke für deinen Beitrag!
      Ich bin ganz verwundert. Mir hat in 15 Jahren Hebammentätigkeit erst einmal eine Frau von dem “Aliengefühl” berichtet und nun sind hier so viele Frauen, die es beschreiben. Ich werde in Zukunft noch besser hinhören, wenn Schwangere ambivalent, oder zumindest nicht so euphorisch sind.
      Vielen Dank!

      Antworten
      • HeuteMalNamenlos
        HeuteMalNamenlos sagt:

        …da habe ich noch eine Kleinigkeit beizutragen, fällt vielleicht auch irgendwie unter “Ängste in/vor der Schwangerschaft”. Und zwar ist es das Thema Gewichtszunahme. Als Frau, die von der eigenen Mutter immer darauf getrimmt wurde, ja nicht “dick” zu werden und sich damit quasi seit Jahrzehnten mehr oder weniger unfreiwillig beschäftigt, hatte ich wirklich Angst vor dem stetigen Zunehmen. Das ist bis jetzt auch leider nicht vergangen. Und seit die Arzthelferin letzte Woche darauf hingewiesen hat, wie schwer es sei, das nach der Geburt wieder loszuwerden (sie zog beim Wiegen die Augenbrauen hoch und sagte das dann, als Hintergrund, ich bin nun 38. SSW und habe 15 kg zugenommen bei einem Startgewicht von 57 kg bei 1,69m)…naja, seitdem fühl ich mich deshalb richtig deprimiert.

        Und irgendwie scheint es auch ein Trend zu sein, schwangere Frauen, die prominent sind, direkt nach der Entbindung in den Medien mit Argusaugen zu beobachten, ob denn auch ja der Babyspeck sofort wieder weg ist. Sowas macht mich traurig und verunsichert mich zutiefst. Am liebsten hätte ich die innere Einstellung “Mein Körper leistet hier Schwerarbeit, der muss jetzt keinem Ideal genügen” – das fände ich gesund und ich beneide alle Frauen ein bisschen, die wirklich so fühlen.

        Vielleicht gibt es ja hier mal einen Beitrag zu dem Thema, das würd mich freuen. Und ich glaube, da gibt es auch sehr viele Frauen, die sich aus diversen Gründen angesprochen fühlen würden. Das fiel mir jetzt noch ein zum Thema “körperliche Veränderungen und die Angst davor”.

        Antworten
        • Jana Friedrich
          Jana Friedrich sagt:

          Ach, mach dich nicht verrückt! Also 15 Kg in der 38.SSW sind in Ordnung. Wenn es 25 wären…
          Die ganzen Celebs sind wirklich nicht der Standard. Die haben nen Diätkoch, nen Personal Trainer und ne Nanny (und Photoshop). Dieses superschnellen Diäten ist doch gar nicht gesund. Normale Körper brauchen eben ne Weile, bis sie so werden, wie vorher. Und, machen wir uns nichts vor, es werden auch nicht alle so wie vorher. Das ist zum Teil auch Veranlagung. Aber deshalb auf Kinder verzichten?
          Ich fand (nicht nur deshalb, aber auch) das Stillen toll. Die Kilos sind gepurzelt, obwohl ich so gut gegessen habe, wie noch nie zuvor. Ich musste nur beim Abstillen aufpassen. Alles andere ging von selbst. Das ist aber bei jeder Frau ein bisschen anders.
          Vielleicht greif ich das wirklich noch mal auf…
          Vielen Dank!

          Antworten
          • HeuteMalNamenlos
            HeuteMalNamenlos sagt:

            Danke für die beruhigenden Worte :)

            Ich fühl mich auch gar nicht “zu dick”, wenn man mal vom beschwerlichen Bauch absieht. Ich weiß ja auch, dass ich nicht irre viel gegessen habe in der Schwangerschaft. Anscheinend will mein Körper das jetzt eben so. Habe ich der Arzthelferin übrigens auch mitgeteilt. Stillen möchte ich sowieso aus vielen praktischen Gründen.

          • Neeva
            Neeva sagt:

            Ist ja interessant. Bei mir und den zwei anderen jungen Müttern, die ich kenne, sind zwar am Anfang Kilos gepurzelt, aber inzwischen sind wir alle vollstillenderweise seit Monaten auf dem gleichen Gewicht und das ist – nicht schlimm, aber merklich – über dem Vor-Schwangerschaftsgewicht.
            Den Versuch, möglichst wenig zu essen, habe ich gerade abgebrochen. Absolut nichts abgenommen, dafür aber Blutdruck so sehr im Keller, dass es ein Problem wurde.
            Vielleicht bin ich zu ungeduldig, die Entbindung ist ja erst 6 Monate her.

          • Jana Friedrich
            Jana Friedrich sagt:

            Liebe Neva,
            das ist ganz typisch: erst purzelt’s, dann stagniert es und purzelt wieder wenn es auf das Ende des ersten Jahres zu geht. Also noch etwas Geduld! :-)

          • HeuteMalNamenlos
            HeuteMalNamenlos sagt:

            Das finde ich jetzt auch glatt ermutigend. Gut, das im Voraus mal zu hören/lesen.

            Und off topic: Dieser Beitrag bzw. die vielen Kommentare hier sind für mich wirklich wertvoll gewesen. Deshalb schreib ich auch so viel. Der ganze Austausch ist sehr bereichernd, gerade zu diesem Thema, das so selten angesprochen wird.

  8. lafrancophile
    lafrancophile sagt:

    Hallo,

    vielen Dank für diesen Artikel!

    Nachdem ich sehr lange Zeit in meinem Leben sicher war, keine Kinder zu wollen, änderte sich das vor ca. zwei Jahren – möglicherweise eine Kombination aus “biologischer Uhr” und “richtigem Mann” ;)

    Jetzt sind wir seit knapp 9 Monaten verheiratet …. und bei mir ist gar nichts mehr klar, sondern alles durcheinander!

    Mein Mann hat derzeit damit zu kämpfen, seinen Kinderwunsch evt. noch etwas warten lassen zu müssen. Und ich kämpfe damit, dass ich einfach nur Panik vor einer Schwangerschaft und einem Kind habe, mich dementsprechend dem Kinderwunsch verweigere und gleichzeitig von der Sorge aufgefressen zu werden, dass mein Mann mich dann verlassen könnte.

    Ich habe den Eindruck, dass da für mich ziemlich viel zusammen kommt. Ich bin seit je eher so der “Kontrollfreak”. Dass sich nicht im Geringsten abschätzen lässt, was mir bei einer Schwangerschaft alles so widerfährt, macht mich wahnsinnig. Angefangen bei der möglichen Übelkeit zu Beginn – da ich Angst vor Übelkeit auch im Alltag habe, kann ich beispielsweise kaum Zug fahren oder öffentliche Verkehrsmittel nutzen, bis zu der Frage, ob ich nach der Geburt nicht zum “Hausfrau- und Mutter-Dasein” mit chronischer Überforderung durch das Kind verdammt sein werde.

    Ich schäme mich dafür, in meinem Alter keine “normale” Frau zu sein, sondern wegen der “normalsten Sache der Welt” vollkommen am Rad zu drehen. Ich fühle mich vollkommen hilflos und weiß nicht einmal, an wen oder was ich mich damit wenden könnte.

    Umso beruhigender (auch wenn das makaber anmutet), hier einen Artikel zu finden und das Wissen, dass ich nicht das einzige “Gefühlsmonster” bin, dass nicht so tickt, wie es sich gehört. (Zumal es in meinem Umkreis nur ideale Schwangere und Traumfamilien gibt …)

    Vielen Dank dafür! :)

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Liebe lafrancophile,
      vielen Dank für Deinen Beitrag!
      Sollte Dein Mann Dich verlassen, weil Du Ängste hast, dann ist er nicht der Richtige. Er soll Dich unterstützen. Schließlich ist das eine gemeinsame Sache. Nein, die gemeinsamste Sache, die es gibt!
      Ich werde nicht versuchen, Dich zu überreden, dafür bin ich nicht die Richtige. Wenn Du aber so enorm darunter leidest, dann würde ich mich an eine Psychologin wenden. Die sind schließlich für Lebenskriesen zuständig. ;-)
      Ja, Du bist nicht allein. Darüber zu reden, und zu sehen, wie andere damit umgegangen sind ist sicher ein guter erster Schritt.
      Viel Glück!

      Antworten
    • HeuteMalNamenlos
      HeuteMalNamenlos sagt:

      Liebe lafrancophile,
      ich kann Dich sehr gut verstehen. Du bist da echt nicht allein. Und was die Sache mit der Übelkeit angeht, da war ich vorher in der gleichen Situation (puh, ich merke, bei diesem Blogpost hier werde ich glatt zum Problemkind). Aber die Übelkeit in der Schwangerschaft, sofern sie überhaupt auftritt, ist dann nochmal eine ganz andere als die “psychische” Übelkeit, die ja durch Ängste entsteht. Vielleicht gilt das nicht für alle, aber ich kann ermutigenderweise behaupten, dass ich meine Schwangerschaftsübelkeit gut weggesteckt habe. Musste mich überhaupt nur zweimal übergeben, und das war, man glaubt es kaum, wirklich kein Problem und hat mich so gut wie gar nicht beschäftigt. Ähm ja, das nur hierzu. Offenbar habe ich neuerdings zu allem etwas zu sagen :)

      Antworten
  9. mamafraumensch
    mamafraumensch sagt:

    Wirklich interessant der Artikel und die Diskussion im Anhang.

    Ich würde mich mittlerweile auch als Kopfmensch bezeichnen (haben mich Schwangerschaft und Wochenbett gelehrt… Man lernt eine Menge über sich selbst in dieser Zeit), und das Thema Kind war nie so wirklich auf der Tagesordnung. Erst mit meinem Mann und Schaffung der für mich wichtigen Grundvoraussetzungen (Studium, Job) habe ich der Natur freien Lauf gelassen… und selbst das war eine bewusste und schwierige Entscheidung gewesen! Vielleicht klappte es deswegen auch sofort (von wegen, jetzt oder nie)…

    Angst vor der Schwangerschaft hatte ich keine. Im Nachhinein war das wohl eine der wenigen Zeiten, in denen ich meinen Körper endlich mal so akzeptiert habe, wie er ist (nie hat mein Bauch soviele Streicheleinheiten erhalten). Auch wenn ich das Alien-Gefühl auch kenne – nicht beängstigend, aber eben anders. In 9 Monaten gewöhnte ich mich daran. Und die Ultraschallbilder, wo man sich einbilden könnte, ein Gesicht gesehen zu haben, halfen natürlich ungemein.

    Vor der Geburt hatte ich auch Angst, aber nur in dem Maße, nicht zu wissen, was kommt (leider habe ich “Gruselgeschichten” meiner eigenen Geburt von meiner Mutter schon als junge Frau zu hören bekommen). Letztendlich haben aber sooo viele Frauen vor mir schon Kinder bekommen, da klappt das bei mir sicher auch! Hat es dann ja auch.

    Man kommt hier wirklich schnell ins Romane schreiben…

    Jedenfalls denke ich, bei generellem Kinderwunsch und Ängsten vor Schwangerschaft, Geburt und Muttersein, helfen nur ein Sprung ins kalte (Frucht)Wasser (ein bisschen Spaß muss sein) und die Betreuung durch eine wirklich liebe Hebamme oder Doula sowie ein gute soziales Netz für die Zeit nach der Geburt.

    Sprüche, wie “ohne Kind hast du was verpasst” finde ich persönlich dagegen wenig hilfreich. Und man ist keine “unnormale” Frau, nur weil man kein Kind zur Welt gebracht hat.

    Lg, Anja

    Antworten
  10. Stefanie
    Stefanie sagt:

    Hm… Aliengefühl kenne ich auch. (Achtung, nix für Leute mit zu lebendiger Phantasie! Lieber nicht weiterlesen…) Als ich zum ersten Mal spüren konnte, wie mein Sohn sich in meinem Bauch bewegt, hatte ich das ganz klare Bild im Kopf von einem Haufen schwarzer, glitschiger Blindschleichen, die sich in meinem Bauch bewegen. Ich habe das Bild aktiv vernunftgesteuert verdrängt, und als die Bewegungen eindeutiger wurden, nicht mehr das diffuse Streicheln sondern ein konkreter Tritt, war es auch komplett weg, aber das war mein erster Impuls….
    Es hat auch nach der Geburt fast einen Tag gedauert bis zum “Klick”, bis mein Sohn einfach ein Teil von mir war. Ich habs am Geruch gemerkt, vorher hat er seltsam gerochen, nach dem “Klick” wars der beste Geruch auf der Welt. Er riecht immer noch so, egal wie er sonst noch riecht (Schweiß, Brei, Magensäure… ist halt ein Baby). Seit dem “Klick” ist er MEIN Baby. Hat aber wie gesagt gedauert, auch wenn ich definitv keine Schwangerschaftsphobie hatte. Ich würde wirklich auf die Hormone hoffen, die regeln erstaunlich viel. Und: So ne Schwangerschaft dauert 10 Monate, das geht auch wieder um. Danach dauerts noch bis zum Abstillen, dann hat man seinen Körper langsam wieder für sich. Falls dieses Wissen eine Hilfe ist.

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Oh, la la, das ist wirklich etwas gruselig… Gut, das es wieder verging!
      Das es etwas dauert, bis das Baby wirklich zum eigenen geliebten Kind wird, höre ich oft. Ist ja eigendlich auch klar: erst kennen lernen, dann verlieben. Das irritiert aber viele Frauen.
      Danke für Deinen Beitrag!

      Antworten
  11. Frollein M
    Frollein M sagt:

    Das ist mal ein interessanter Artikel! Darüber habe ich mir vorher nie Gedanken gemacht, aber meine Geschichte passt hier wohl auch rein…
    Mir war schon früh klar, dass ich Kinder haben wollte, möglichst noch vor 30, auch während des Studiums kein Problem, notfalls sogar ohne Partner, meine Mutter hat mich schließlich auch allein groß bekommen. Schwanger sein stellte ich mir toll vor. Es hat sich aber einfach nicht ergeben, ein Vater für ein Kind war jahrelang nicht in Sicht, also hab ich mir gedacht, ohne Mann und Kinder kann das Leben auch schön sein (war immer noch keine 30… im Nachinein irgenwie bescheuert). Prompt ist mir der tollste Mann der Welt über den Weg gelaufen, der auch Familie wollte. Super! hab ich geadacht.
    Nach knapp drei Jahren haben wir mal etwas konkreter über Familienplanung gesprochen, es wurde “ernst”. Und ich bekam plötzlich Angst. Ich sollte jetzt ernsthaft die Pille absetzen. Obwohl ich vom biologischen Standpunkt genau wusste, was alles passieren würde, und genau das auch immer gewollt habe, hatte ich plötzlich regelrecht Panik. Vor dem positiven Test, der körperlichen und psychischen Veränderung, der Endgültigkeit. Ich verstand mich selbst nicht mehr. Ich hatte genau das, was ich immer wollte und war mir plötzlich gar nicht mehr sicher. Die Unumkehrbarkeit der Entscheidung hat mich ziemlich beschäftigt, ich sollte jetzt meinen Körper und mein Leben einem Kind widmen.

    Entscheidungen von solcher Tragweite zu treffen fällt mir ziemlich schwer. Ich habe Angst davor, das Falsche zu tun und es später zu bereuen. Andererseits belastet mich aber auch das lange “Schwangergehen” mit solchen Entscheidungen sehr, so dass ich irgenwann meinen ganzen Mut zusammennehme, den Kopf ausschalte und ins kalte Wasser springe. Mit dieser Entscheidung kann ich dann leben. Hinterher rumjammern gibts nicht.
    Also hab ich die Pille abgesetzt. Zwei Monate später hielt ich den positiven Test in der Hand. So wirklich gefreut habe ich mich nicht. Ich war eher erleichtert, dass die Entscheidung jetzt endlich durch war. Mit den ersten Ultraschallbildern, den ersten Bewegungen wurde es immer besser, aber das Aliengefühl kenne ich auch gut. Auch wenn bisher alles problemlos verlief und ich mich auf unser Kind sehr freue, die absolute Erfüllung im Schwangersein hab ich nicht gefunden. Dazu ist mein Körper dann doch zu “fremdbestimmt” und die körperlichen Einschränkungen zum Ende hin machen mir zu schaffen. In ein bis zwei Wochen ist es geschafft, dann darf ich meinen Krümel auch im Arm halten und hab zumindest meinen Bauch wieder für mich ;-) Vor der Geburt hab ich gar keine Angst, bin nur gespannt wie es wird.
    Irgendwann soll es auch noch ein Geschwisterchen geben, aber das hat erstmal noch Zeit. Sooo schnell muss ich nicht nochmal schwanger sein. Ich sehe die Schwangerschaft eher als eine Phase durch die man halt durch muss. Nicht so schlimm wie befürchtet aber jetzt auch nicht die schönste Zeit meines Lebens. Ich habe mich für ein Leben mit Kind entschieden und dazu gehört halt auch die Schwangerschaft. Jede Lebensentscheidung erfordert eine Portion Mut und von seinen Ängsten sollte man sich nicht einschränken lassen. Es kommt eh immer anders als man denkt.

    Antworten
  12. krachbumm
    krachbumm sagt:

    Zwei Sachen fallen mir spontan beim Drüberlesen ein. 1.) Ich hatte oft das Gefühl von Science Fiction während der Schwangerschaft – sprich Alien im Bauch, aber auch wenn unmotiviert Milch rauskam – und das war absolut ok so. 2.) Die Fernsehgeburt kann durchaus real sein. Nach einer Geburtseinleitung hatte ich einen Kaiserschnitt, und es sah für mich exakt so aus wie im Fernsehen. Ne ziemliche Enttäuschung. Aber auch das gibts.
    Da meine eigene Geburt und die meiner Schwester nicht grad wünschenswert waren, hab ich mich Vorfeld komplett versucht davon zu distanzieren, mich auf ne Hausgeburt vorbereitet, nen Hypnobirthing-Kurs gemacht (der mir sehr geholfen hat) und war guter Dinge. Hatte nie Angst. Nicht mal als ich 12 Tage drüber war und ins KH spaziert bin und gesagt hab, sie solten jetzt vl mal was tun. Bloß die Fernsehgeburt, auf die war ich nicht gefasst. – und jetzt taraaa nach all dem hab ich doch wieder ein bisschen Schiss vor der nächsten Geburt, wobei die noch nicht ansteht.

    Antworten
  13. krachbumm
    krachbumm sagt:

    Ach und jetzt hab ich in nem Kommentar weiter oben noch was von dem “Klick” gelesen, von wegen fast einen Tag gedauert. Einen Tag? Bei mir hat das Monate gedauert. Auch wenns nach außen nicht so gewirkt hat. Aber wer gibt das schon gern zu. Aber wie gesagt, Fersehgeburt. Mittlerweile ist mein Baby auch wirklich MEINS und ich denke alles ist ok und braucht seine Zeit und kein Geburtserlebnis ist wie das andre.

    Antworten
    • Stefanie
      Stefanie sagt:

      Puh, das muss bestimmt sch**** gewesen sein, dass der “klick” so lange gedauert hat. Ich kam mir schon blöd vor mit meinem einen Tag, von wegen, eine Mutter, die ihr Kind nicht liebt etc., das darfs einfach nicht geben! Betonung auf dürfen… Ich hab halt einfach mechanisch gemacht, stillen, hutschen wenn er weint, auf die Schulter heben, auf den Bauch legen, blablabla. Bis zum “Klick”, ab da war alles super. Bis dahin… wars etwas strange. Ja, ein bißchen wie ein fremdes Baby, zu dem man keinen Bezug hat, aber für das man jetzt auf einmal verantwortlich sein soll, und das auch noch, ohne selber ausgeruht zu sein.
      Ich bin so froh für dich, dass es nach Monaten endlich weggegangen ist bei dir. Ich stelle mir das echt schlimm vor. Zum Glück hatte ich vorher schon gelesen, dass das “bonding”, also der Klick, etwas auf sich warten lassen kann, und mir keine Gedanken gemacht. Wie Jana schon bei meinem Kommentar oben schrieb, erst kennenlernen, dann verlieben. Das triffts ziemlich gut.

      Antworten
  14. mzansi
    mzansi sagt:

    Hallo!
    Vielen Dank für diesen Artikel. Ich finde mich in dem Beitrag und den Kommentaren sehr häufig wieder.
    Seit ich denken kann habe ich eigentlich Angst vor Schwangerschaft und Geburt. In meiner Jugend hatte ich oft einen Alptraum bei dem ich plötzlich schwanger bin mit einem riesigen Bauch und denke oh Gott jetzt gibt’s keinen Weg zurück, jetzt muss ich das Kind auf die Welt bringen. Gleichzeitig wollte ich aber auch immer irgendwann mal Kinder haben. Nur dieses irgendwann lag immer beruhigend weit in der Zukunft. Ich habe lange darauf gewartet plötzlich aufzuwachen und diese Angst ist weg. Plötzlich sicher zu sein das alles auch in der Realität wirklich zu wollen und mir zuzutrauen. Aber das ist nie passiert. Jetzt bin ich Anfang 30 und mir wird immer mehr bewusst dass es vielleicht zu spät ist wenn ich so lange warte bis ich mich sicher fühle. In diesem Jahr soll es jetzt soweit sein. Einerseits passt ein Kind inzwischen perfekt in unser Leben und fühlt sich richtig an. Andererseits bin ich völlig panisch und weiss nicht wie ich diesen Sprung ins kalte Wasser schaffen soll. Dabei habe ich vor allem Angst ausgeliefert zu sein, die Kontrolle zu verlieren und während der Schwangerschaft oder Geburt zu sterben. Meine Freundinnen sind alle eher nebenbei und sehr selbstverständlich schwanger geworden. So wirklich nachvollziehen können sie meine Angst nicht. Meine Frauenärztin meinte irgendwann als ich mal sehr vorsichtig meine Bedenken angesprochen habe ich solle doch einfach erstmal schwanger werden. Ich versuche auch vorher alle Risiken einzuschätzen, mit dem Verstand zu entscheiden. Aber wie soll das gehen wenn man so gar nicht weiß was passiert und Erfahrungsberichte von absoluter Horror bis hin zu rosarot reichen. ..
    So jetzt hab ich auch einen Roman geschrieben:-)
    Lg

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Danke, für Deinen “Roman”! Die absolute Sicherheit wird es bei dem Thema natürlich nie geben. Ich glaube, entweder man hat das Glück, dass es einfach so passiert, oder man muss den Sprung ins kalte Wasser einfach wagen und darauf hoffen, dass es gut geht.
      Ich denke, das eine gute Betreuung von Anfang an essentiell ist. Dafür muss man jemanden finden, mit dem man auch offen über alle Bedenken sprechen kann. Denn oft werden Ängste erst gar nicht so groß, wenn sie immer wieder in den Anfängen zerstreut werden.
      Viel Glück!
      LG Jana

      Antworten
      • mzansi
        mzansi sagt:

        Vielen Dank! Ich glaube es ist wirklich schwierig für Frauen die große Angst haben, dass diese Betreuung oder Zuspruch erst dann zu bekommen sind, wenn man den Schritt schon gewagt hat. In der schwierigen Zeit davor ist man aber ziemlich alleine mit seinen Fragen und Sorgen, es sei denn man hat das Glück jemanden in Familie oder Freundeskreis zu haben, mit dem man offen reden kann und der einem Mut macht. In meinem Umfeld sind da leider eher Erfahrungsberichte nach dem Motto”zum Glück haben wir es überlebt” zu holen. Ansonsten wird man als nicht-Schwangere oft mit seinen Ängsten nicht wirklich ernst genommen. Ich habe sogar schon überlegt mal einen Termin bei einer Hebamme zu machen und mit ihr zu sprechen. Allerdings kommt man sich da auch ein wenig doof vor. Sonst bleibt wohl tatsächlich nur der Sprung ins kalte Wasser und die Hoffnung auf eine gute Betreuung danach..
        Lg

        Antworten
  15. Anja
    Anja sagt:

    Ohhh! Danke, Danke für den Artikel!
    Ich wollte früher (Teenager, Anfang 20) nie Kinder, ich fand die Vorstellung schräg und neben vielen Aspekten die auch in dem Artikel erwähnt wurden hatte ich das merkwürdige Gefühl, dass ich mit einem Kind nicht mehr ich bin… dass mein “Ich” verschwinden würde und ich nur noch Mama wäre…
    Ich bin 32, das Gefühl zum Kinderkriegen ist nicht mehr ganz so schräg, aber ein klares: “Jaaaaa, ich will!” will sich einfach nicht einstellen. Bzw, ein klares “Nein” täte es ja auch… :( schwierig!
    Dabei kann ich ganz gut mit Kindern. Mein Freund hat selber schon zwei, alles läuft gut, ich mag die beiden, die beiden mögen ich, aber es ist ja nicht dasselbe wie selber schwanger zu werden…
    Ich glaube ich könnte auch viele Aspekte einer Schwangerschaft bzw des Mutterseins spannend finden. Aber offensichtlich ticke ich da anders als andere Frauen… Ich habe mich schon immer gefragt, was mit mir da nicht stimmt und bis gerade eben habe ich mich ziemlich alleine gefühlt mit diesem Gefühl…
    Also, nochmals: Danke!

    Antworten
  16. Tina80
    Tina80 sagt:

    Herzlichen Dank für diesen tollen Artikel und vielen Dank für die vielen offenen Worte zu diesem schwierigen Thema!
    Ihr habt mir bis hierhin schon mal sehr geholfen!!! Einfach weil ich jetzt weiß, dass ich nicht alleine bin.
    Bei mir ist eigentlich alles perfekt. Ich habe einen tollen Mann, wir haben ein großes Haus mit großem Garten, wir sind seit 17 Jahren zusammen und seit 6 Monaten verheiratet…
    Mein Mann wünscht sich Kinder und das auch schon immer und bei mir ist es immer bei einem vielleicht geblieben. Eigentlich haben wir uns letztes Jahr für dieses Jahr vorgenommen es mal drauf ankommen zu lassen, aber meine Angst ist unglaublich groß. Sobald das Thema aufkommt fange ich an zu weinen und ich merke, wie absolute Panik in mir aufsteigt.
    Ich verstehe mich selbst nicht! Ich habe immer gedacht, dass ich keine Kinder will, bzw. fand diese irgendwie immer doof (bitte mich dafür nicht hauen). Mein Bruder hat Zwillinge und seitdem die beiden da sind merke ich erst wie schön, aber wie anstrengend es auch ist Kinder zu haben. In unserem Freundeskreis ist gerade der absolute Babyboom ausgebrochen, es sind alle schwanger außer ich… Es gibt kaum mehr ein anderes Thema und ich warte nur auf die Frage, wann wir denn endlich schwanger werden… Es ist für mich sehr schwierig ständig mit so vielen Schwangeren konfrontiert zu sein, warum genau weiß ich nicht so richtig. Aber es löst furchtbare Ängste in mir aus und auch den Wunsch zu flüchten. Ich muss mich sehr zusammen nehmen, dass ich nicht davon laufe… Und dann ärgere ich mich über mich selbst, dass ich so unnormal bin und mich nicht für die Paare freuen kann oder das schön finden kann oder… und ich fühle mich so schrecklich!
    Vor 2,5 war ich schon mal mit Zwillingen schwanger (ein “Unfall”), mußte aber eine Ausschabung machen lassen, weil beide keine Herztöne hatten (9. Woche). Das schwanger sein und auch die Ausschabung war für mich/uns ein schreckliches Erlebnis. Mein Mann hat sich wie bolle gefreut als ich schwanger war und ich habe nur geweint, wochenlang… Als ich mich dann grade an den Gedanken gewöhnt hatte schwanger zu sein, musste ich die Ausschabung machen lassen… das hat mich sehr verstört… Das einzig Gute an der Situation war, dass ich gemerkt habe wie mächtig Hormone sein können und das ist das einzige was mir ein bißchen Mut macht…
    Meine Mutter hat mir als Kind immer gesagt “Wenn alles vorbei ist freust du dich nur noch” Das sollte mir glaube ich Mut machen, hat aber das Gegenteil bewirkt. Es hat mir große Angst gemacht…

    Jetzt habe ich glaube ich viel wirres Zeug geschrieben! Schon mal Danke an diejenige, die das ließt und mir schreibt!

    Ich habe also unglaubliche Panik vor dem Schwanger sein und vor der Geburt sowieso, aber da hab ich schon gelesen, dass man einen Kaiserschnitt machen lassen kann. Mein Mann wünscht sich ein Kind, ich finde es, glaube ich, schön Kinder zu haben, aber nicht welche zu bekommen… Wer kann mir helfen? Ich würde so gerne diese Panik los werden und ich möchte mich besser fühlen! Macht es Sinn mit einer Hebamme darüber zu sprechen? Oder mit einer Psychologin oder einfach “der Sprung in das kalte Wasser”…?

    Ich wäre so dankbar für einen Rat!!
    Tina

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Liebe Tina, ich weiß wirklich nicht, ob ich die Richtige für einen Rat bin. Das hört sich schon nach einem handfestem Problem an und ich würde mich auf jeden Fall von einem Psychologen begleiten lassen. Ich glaube zwar auch, dass die Hormone vieles regeln, aber ein Psychologe wird Dich auffangen, wenn nicht. Also ich würde den Sprung ins kalte Wasser mit Bademeister wagen! ;-)
      Viel Glück!
      Jana

      Antworten
  17. Heute.mal.namenlos
    Heute.mal.namenlos sagt:

    Liebe Tina,
    ich möchte Dir auch gern noch ein paar Zeilen schreiben, auch wenn ich Dir vermutlich wenig helfen kann. Habe ja auch weiter oben viel mitgeschrieben und fühle mich dieser Diskussion irgendwie “verbunden”.

    Also erstens: Jana hat Recht, ich würde auch mal, und wenn es nur vorsichtshalber ist, mit einer Psychologin sprechen. In meinen Augen ist es einfach sehr hilfreich, mit guter Unterstützung einige dieser Knoten im Kopf lösen zu können. Mir hat das sehr viel gebracht, und es war ein gutes Gefühl, zu wissen: Da ist jemand für mich da, auch wenn’s zu Problemen kommt nach der Entbindung.

    Und zweitens: Du bist nicht unnormal. Dann wäre ich ja auch unnormal, und die ganzen anderen Frauen, die hier geschrieben und ähnliches berichtet haben. Und wir sind allesamt nicht unnormal, sondern aus verschiedensten Gründen vielleicht einfach sehr sensibel bei dem Thema. Sag ich jetzt einfach, weil ich davon überzeugt bin :)

    Und: seit meinem letzten Beitrag hier wurde meine Tochter geboren, sie ist jetzt 10 Wochen alt. Meine größte Angst war, aufgrund allgemeiner Verkopftheit und dieser ganzen Ängste vielleicht nichts für sie zu empfinden. Oder irgendwas komisches zu empfinden. Oder sofort in eine riesige Depression zu fallen. Spoiler: So kam es nicht. Die Geburt war leider schwierig, und am Ende, nach langen Wehen und totaler Verausgabung, wurde es ein Kaiserschnitt. Nicht wirklich schön war das.

    Aber meine Tochter hat sich von den Schwierigkeiten überhaupt nicht beeindrucken lassen. Kaum auf der Welt, entpuppte sie sich als robustes kleines Persönchen. Und ich? Nach den ersten Stunden der Erschöpfung kam da auf einmal ein Empfinden auf, mit dem ich gar nicht gerechnet habe in all meiner Schwarzmalerei. Sie lag da neben mir im Klinikbett, in ihrer ersten Nacht auf der Welt, und schaute mich mit ihren großen Augen an. Und da hat es mich irgendwie erwischt, das Gefühl – ein ganz starkes “Du gehörst zu mir und ich zu Dir”. So unbekannt war das Gefühl, dass ich Mühe hatte, es dem Papa zu beschreiben. Mittlerweile habe ich begriffen: Das ist wohl schlichtweg Liebe. Diese Mutterliebe, von der immer alle reden ;)

    Und die wächst immer weiter, und ich bin so unendlich dankbar dafür.

    Wieder mal ein Roman von mir…was ich damit sagen will, ist wohl: Ängste und Ambivalenz und Aliengefühl und Teufel-an-die-Wand-malen hin oder her – es kann auch einfach alles gut werden. Einfach so.

    Antworten
  18. Steffi
    Steffi sagt:

    Toller Bericht. Bei meinen Schwangerschaften ging es mir nie wirklich gut, aber schwanger zu sein hat auch so viele schöne Seiten. Werdende Mamas oder Frauen, die es werden möchten, sollten sich nicht zu viele Gedanken machen. Es kommt, wie es eben kommt. Und wie sagte mein uralter FA immer: Es ist noch keins drinnen geblieben ;-) LG, Steffi

    Antworten
  19. Cataleya
    Cataleya sagt:

    Hallo :(
    ich habe ein großes Problem…
    Ich freue mich so das ich schwanger bin :) bin jetzt in der 10 ssw das Problem ist aber das ich eine ganz große Frauenarzt Phobie habe und das habe ich schon immer :( mich konnte noch nie eine Frauenärztin vaginal untersuchen ich Reiß mich auch immer zusammen aber das klappt einfach nicht :( habe auch schon zisch mal meine Ärzte gewechselt. Ich habe jetzt eine recht gute aber sie ist glaub ich auch genervt das sie mich nicht normal untersuchen kann wie jede schwangere :( ich bin psychisch echt am Ende und weiß nicht weiter ich weiß nicht was ich machen soll. Morgen hab ich auch ein Termin bei der FA ich habe jetzt schon Angst das es nicht klappt mit der Untersuchung sie will es morgen wieder versuchen :( ich bin so traurig und weiß echt nicht weiter…
    Lg

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Liebe Cataleya,
      das ganze vaginale Untersuchen in der Schwangerschaft ist ehrlich gestanden unnötig. Untersucht werden muß nur, wenn der Verdacht auf vorzeitige Wehen besteht und nachgeschaut werden muss, ob sich der Gebärmutterhals dadurch verkürzt. Ansonsten bringen die vag. U’s rein gar nichts. Du kannst das also getrost ablehnen. Es muss auch nicht jedesmal ein vag. Ultraschall gemacht werden. Auch das kannst Du ablehnen. Laut Richtlinien sind nur drei Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaft nötig. Davon ist nur der erste vaginal.
      Liebe Grüße
      Jana

      Antworten
  20. Suse
    Suse sagt:

    Hallo,
    ich habe mich in diesem Beitrag sehr gut wider erkannt. Ich bin auch jenseits der 30 und habe alles erreicht, was ich mir gewünscht habe. Vor einigen Jahren habe ich meinen Mann kennen und lieben gelernt. Ohne darüber zu sprechen wurde klar: ER möchte Kinder mit mir. Kinder haben, das wollte ich auch, aber ich konnte mir nicht vorstellen, dass es schön, spannend oder was auch immer positives sein sollte, wenn da etwas in mir heranwächst, sich quasi an mir nährt und von mir abhängig sein sollte.
    Zunächst verdrängte ich diese Gefühle, weil sie mir falsch vorkamen. Schließlich sollte unsere kleine Familie wachsen und dazu gehörten auch Kinder, am liebsten zwei. Ein großer Bruder und eine kleine Schwester.

    Ich habe im Freundes- und Bekanntenkreis und auch in der Familie viele Schwangerschaften erlebt, doch jedes mal hatte ich nur Respekt, wie die Frauen dieses aushalten. Kein verklärter Blick, wie schön schwanger aussehen könnte (mein Mann war immer begeistert von diesem “Strahlen einer Schwangeren”).
    Etwa ein Jahr nach der Hochzeit haben wir uns entschieden, selbst Kinder zu bekommen. Ich hatte immer noch Bedenken, dachte aber, dass diese bestimmt verschwinden würden, sobald ich einen positiven Test in den Händen halten würde. Doch innerlich habe ich mich jedesmal gefreut, wenn der Test negativ war. Ich war erleichtert und konnte die Enttäuschung meines Mannes nicht verstehen. Ohne ihn zu informieren bin ich zu einer Psychologin gegangen, weil ich mir so komisch vorkam. Schließlich möchte ich Kinder haben, wie kann man sich dann freuen, wenn man keine bekommt?!?

    Nach einigen Gesprächen mit der Psychologin, die mit mir gemeinsam das Gespräch mit meinem Mann gesucht hat, haben wir uns beim Jugendamt nach Pflegschaften oder Adoptionen erkundigt. Das war unsere persönliche Lösung. So haben wir nun einen prächtigen kleinen Jungen, den wir über alles lieben und verehren, auch wenn es nicht unser eigen Fleisch und Blut ist, so wiegt die Liebe alles auf!
    Ich bin dankbar, dass mein Mann meine Bedenken akzeptieren konnte und wir trotzdem unsere Familie haben.

    Antworten
  21. Jana Friedrich
    Jana Friedrich sagt:

    Liebe Frauen! Ein Fernsehsender ist auf die Brisanz der Thematik aufmerksam geworden. Dieser sucht nun nach Frauen, die sich öffentlich zur Schwangerschaftsphobie äußern würden. Also gebe ich Euch die Frage hiermit mal weiter. Wenn eine von Euch Lust dazu hat, meldet Euch einfach direkt beim Sender:

    “Zum Thema Schwangerschaftsphobie suche ich – wie erwähnt- dringend eine Frau, die mir ehrlich zu dem Thema Auskunft geben kann.
    Wir planen ein seriöses TV-Interview „Mit eigenen Worten“ für das Mittagsmagazin RTL Punkt 12 zum Thema Schwangerschaftsphobie.
    Dabei soll die Frau nur in ihren eigenen Worten darüber sprechen, wie sich diese Angst bei ihr zeigt und warum sie nicht schwanger werden möchte.
    Dieses Interview wird atmosphärisch bebildert, es werden keine Veränderungen am Inhalt durch einen Sprechertext o.ä. vorgenommen. Wir geben lediglich der Frau eine Stimme, sodass Zuschauer über diese noch unbekannte Angst aufgeklärt werden.
    Selbstverständlich wird das Interview auch vergütet.”
    Anke Reichardt
    Redakteurin

    T: 030/788 907 605
    M: 0176/569 14 648
    Akazienstraße 29
    10823 Berlin
    http://www.glashaus-tv.de

    Antworten
  22. Lena
    Lena sagt:

    Hallo,
    ich bin hier auf diese Seite gestoßen und habe all´ Eure Kommentare gelesen. In diversen Beiträgen sehe ich mich so stark wieder! Irgendwie gibt es mir ein gutes Gefühl nicht alleine zu sein mit diesen Gedanken um die Schwangerschaft und den Kinderwunsch … Danke für Eure Beiträge!

    Ich bin mittlerweile seit 17 Jahren mit meinem Mann glücklich verheiratet. Wir haben ein Haus, eine Firma und eine glückliche Beziehung – im Grunde alles perfekt für ein Kind. Wäre es n ach meinem Mann gegangen, hätten wir heute das ganze Haus voll mit Kindern. Ich aber schiebe eine Schwangerschaft Monat für Monat und somit Jahr für Jahr vor mich her …

    Jetzt ist es so, dass eine Entscheidung getroffen werden muss, denn ich habe keine Zeit mehr .. Jetzt oder gar nicht. Die Entscheidung für „gar nicht“ macht mir aber mindestens so große Angst wie die Entscheidung „für jetzt“. Ich habe große Angst, dass es in absehbarer Zeit zu spät sein wird und ich es bereuen werde nie ein Kind bekommen zu haben … dieser Gedanke treibt mir Tränen in die Augen . Gleichzeitig steigt aber auch eine riesen Angst vor dem Schwangerwerden in mir auf … bei dem Gedanken habe ich regelrecht Panik. Wenn ich aber Babys auf der Straße oder in der Famile oder bei Freunden sehe verstarrt mein Blick auf ihnen … mein Herz wird schwer und der Wunsch nach einen Baby ist wieder da. Ich weiss eigentlich, dass ich ein Baby will .. und gleichzeitig kann ich diese verdammte Angst nicht ablegen. WARUM? Es passt doch nicht zusammen … wenn ich esmir doch so wünsche .. warum dann diese verdammte Angst? Ich habe heimlich schon so viele Tränen vergossen .. weil ich es mir doch so wünsche … ich aber diesen Sprung nicht schaffe … Ich verstehe es nicht!! 

    Vor 2 Monaten war ich schon bei meiner Frauenärztin und habe ihr gesagt, dass wir jetzt schwanger werden wollen. Ich zähle nunmehr den Zyklus mit , habe Angst und schiebe es wieder auf bis zum nächsten Monat .. und weine wenn ich den vergangenen Zyklus wieder nicht genutzt habe …. Und ärgere mich so sehr!

    Ich weiß, dass ich nicht alleine wäre. Meine Eltern würde sich so freuen und wären immer für mich da. Mein Mann würde sich sooo freuen. Ich wünsche mir so sehr, dass ich diese Zeit der Schwangerschaft glücklich mit meinem Mann verbringen könnte .. uns zusammen auf unser Glück freuen können, alles aussuchen, einkaufen, einrichten … Es ist doch so schön. Ich habe auch das Gefühl, dass doch noch was im Leben kommen muss … Ein Baby wäre eine so schöne Aufgabe .. und dann beschleicht mich wieder diese Angst … Ich verstehe mich selbst nicht …. 

    Ich wünschte ich könnte einfach so in den Tag leben, wie viele andere Frauen es können …. Aber irgendwie tun Eure Berichte hier sehr gut .. Es ist gut zu wissen, dass man nicht alleine ist auf diesem Weg und mit diesen Gedanken.

    Liebe Grüße, Lena

    Antworten
    • Tani
      Tani sagt:

      Hallo Lena,

      du bist nicht allein… genau diese Ambivalenz kenne ich sehr gut… wie. z.B. die Sache mit dem Zyklus, den man nicht nutzt… noch nicht mal zum üben….

      Ich wünsche dir Kraft…. vieleicht findest du auch jemanden, der dir damit helfen kann.

      Antworten
  23. Mia
    Mia sagt:

    Nicht nur Frauen, die bisher keine Kinder hatten, können diesen Zustand erfahren.
    Meine Schwangerschaft begann wunderschön, fühlte sich natürlich und zauberhaft an.
    Irgendwann ist es wohl gekippt; zu viel Stress, zu viele beängstigende äußere Faktoren und zu wenig Halt. Aufgestaute Ängste machten eine viel zu späte Entbindung zum Horrortrip, seither leidet mein Gedächtnis, was die letzten Schwangerschaftsmonate betrifft, an krassen Aussetzern.
    Ich kann mir die runden Bäuche glücklicher werdender Mütter nicht mehr anschauen, auch meine eigenen alten Fotos nicht. Beinah anderthalb Jahre nachdem mein kleiner Liebling zur Welt kam,
    bin ich immer noch der Überzeugung, nie wieder schwanger werden zu wollen.Ich möchte es gern wollen, aber ich kann nicht.

    Antworten
    • bettina
      bettina sagt:

      Hallo mia mir geht’s ähnlich . Hast du den Schritt noch einmal gewagt ? Unser kleiner ist jetzt bald 3 und ich kann mich immer noch nicht durch ringen haben auch schon wg Pflegekind überlegt… lg Tina

      Antworten
  24. an
    an sagt:

    Hallo,

    ich denke seit ca. 2 Jahren fast täglich darüber nach, ob ich Kinder möchte oder nicht…
    wir sind seit 10 Jahren zusammen, seit 2 Jahren verheiratet. Am Anfang der Beziehung sagte ich immer:”Klar will ich mal Kinder” aber da war das ja auch noch kein konkretes Thema und vielleicht nur so dahin gesagt…um den gesellschaftlichen Erwartungen zu entsprechen.
    Viele unserer Freunde haben bereits Kinder und ich finde sie ja auch ganz nett, aber bin immer wieder froh wenn sie gehen. Ich habe einen guten Job, wir haben eine große Wohnung, alles wäre bereit für ein Kind…nur ich stecke in diesen ganzen Ängsten und Zweifeln fest…mein Mann sieht das alles optimistischer:”Das kriegen wir schon alles hin.” Ich hab irgendwie Angst, am Ende mit dem Kind zu hause zu sitzen und eben nicht diese erfüllende Mutterrolle leben zu können, weil ich eben gerne arbeite und meine Freizeit mit meinem Partner verbringe. Egoistisch..ja…
    Gleichzeitig schau ich mir aber gerne Kinderkleidung an, überlege welchen Kinderwagen ich mir aussuchen würde, wie wir das Kinderzimmer gestalten würden…habe dann aber wieder angst um meine Figur, Angst, dass sich die Partnerschaft verändert usw…komisch oder?
    Ich bin so froh hier ähnliche Gedanken zu finden, denn dieses Thema kann ich in meinem Umfeld nicht wirklich ansprechen, ohne als Egoistin oder “nicht normale Frau” abgestempelt zu werden.
    Manchmal frag ich mich einfach: “Bin ich normal??”

    lg an euch alle!!!

    Antworten
  25. Lena
    Lena sagt:

    Hallo “AN”,
    ich kann mich so sehr in deinen Worten wiedererkennen. Dein Text hätte so von mir sein können ..
    Ich denke auch täglich nur noch daran ob ich Kinder will oder nicht und es macht mich mittlerweile fix und fertig. Ich will nicht mehr daran denken müssen :-( Und auch ich stelle mir ständig vor wie ich das Kinderzimmer toll einrichten würde .. und ich war auch gerade erst im Babyladen und habe mir alles angesehen und Kinderwagen angesehen .. dachte mir, dass es mir Mut macht eine Entscheidung zu treffen wenn ich mich damit konfrontiere … Und ja, in dem Augenblick wenn ich da stehe, geht’s mir auch gut und ich würde dort auch einkaufen wollen .. für mein Baby ♥ … aber dann Zuhause wieder die Angst!

    Ich muss eine Entscheidung treffen … Aber dann ist sie wieder da .. die Angst vor der Angst … Die Angst, dass ich in Panik gerate wenn ich wirklich feststelle, dass ich schwanger bin. Die Angst davor was in diesem Augenblick dann mit mir passiert …. Aber eigentlich macht es mir auch Angst, dass es irgendwann zu spät sein könnte diese Entscheidung noch treffen zu können :-((

    Dann denke ich mir, vielleicht kommt auch alles anders und die Angst wandelt sich in Freude … aber weiss ich das?

    Bei mir spielt auch vielleicht im Hinterkopf eine starke Angst vor der Geburt mit – die ich nicht ablegen kann. Vielleicht ist auch das der Auslöser .. ich weiss es nicht ….

    Sind wir noch normal? Gute Frage …. Ich würde so gerne normal sein :-(

    LG, Lena

    Antworten
    • AN
      AN sagt:

      Hallo Lena!!

      Vielleicht denke ich auch einfach zu viel nach..war schon immer eher ein Kopfmensch..möchte alles kontrollieren! Bewundere Frauen die in allen Dingen diese gewisse Leichtigkeit haben… unbekümmert.. spontan eben! Hatte schon immer Respekt vor neuen Dingen… oft auch ganz unbegründet!! :-) vielleicht werden wir auch mal ganz super tolle Mütter, eben verantwortungsvoll und nicht so spontan, aber trotzdem gute Mütter mit all ihren guten und weniger guten Facetten!! Gehen haben wir auch nicht an einem Tag erlernt und im besten Fall haben unsere Kinder viel mehr Geduld mit uns, als wir uns selbst zukommen lassen!! :-) bin ein pessimistischer Realist ;-) , aber manchmal sollten wir einfach mehr Vertrauen in uns haben und das ganze auf uns zukommen lassen!!

      Lg

      Antworten
      • Tani
        Tani sagt:

        Liebe AN und liebe Lena,

        ganz genauso wie euch gehts mir auch …. mein Partner sagt auch dauernd “wir kriegen das schon hin”… aber am Ende stünde ich doch mit dem ganzen Mist alleine da ( so jedenfalls meine Vorstellung).

        Antworten
        • Lisa
          Lisa sagt:

          Freunde von uns haben die Elternzeit ganz “demokratisch” geteilt: außer dem ersten Monat, in dem beide zusammen zuhause waren, waren sie das erste Jahr immer abwechselnd drei Monate zuhause bzw. arbeiten. Vielleicht wäre so etwas in der Art für euch auch machbar?
          Dann bleibt sicher nicht “alles” an dir allein hängen ;-)
          Alles Gute für das Abenteuer Schwangerschaft und Eltern-sein!

          Antworten
  26. Frauke
    Frauke sagt:

    Hallo,

    ja auch ich habe Angst vor Schwangerschaft, aber nicht weil ich Schmerzen fürchte oder das veränderte Körpergefühl mich quälen würden. Ich habe Angst aus wirtschaftlichen und sozialen Gründen. Wir leben z.Zt. zu dritt in einer 1,5 Zimmer-Wohnung, ich bin als Erzieherin Hauptverdienerin und mein Freund ist auf das Wohlwollen vom Ausländeramt angewiesen. Außerdem bin ich z.Zt. in keiner guten körperlichen Verfassung. Deise Angst kann man wirklich schwer beschreiben oder jemandem erklären. Eigentlich hangel ich mich von jeder Periode zur nächsten obwohl wir doppelt verhüten. Jedes Muskelzucken oder jede Übelkeit versetzt mich innerlich in Panik. Ich liebe Kinder sehr und mein Sohn ist unser Sonnenschein, aber im Moment fühle ich mich einfach nicht bereit dazu. Bei meinem nächsten Gyn-Termin werde ich mein Problem (hoffentlich) ansprechen können, denn ich schaffe es nicht allein damit fertig zu werden.

    Ich weiß nicht, ob es noch mehr Frauen so geht und ich wünsche es ihnen nicht.
    Gruß.
    Frauke

    Antworten
  27. Mel
    Mel sagt:

    Auch ich gehöre zu den Schwangerschafts-Phobikerinnen hier.
    Und jetzt, wo bald die große “30” ansteht, beschäftigt mich das Thema mal wieder. Oder es liegt daran, dass die wenigen weiblichen Personen die ich kenne entweder schon ein Kind haben oder aktuell schwanger sind – vielleicht ist es auch die Kombination aus Beidem, welche in mir wieder eine enorme Torschlusspanik auslöst.

    Bei mir ist alles jedoch noch etwas komplizierter – behaupte ich jetzt einfach mal dreist… ;-)

    Seit meinem 20. Lebensjahr bin ich psychisch erkrankt, ich leide an einer Agoraphobie mit Panikattacken, wodurch ich seither schwerbehindert bin.
    Zuvor schien die Welt für mich in Ordnung zu sein, Abitur gemacht usw.
    Wenn ich jedoch so zurück blicke, war wohl vielleicht doch nicht alles so rosig…schwierige Familiensituation/Kindheit. Kommen andere auch mit klar – ich wohl irgendwie leider nicht.
    Wie dem auch sei…seither kämpfe ich mich so durchs leben, versuche irgendwie mein Studium abzuschließen – nach abgebrochener Ausbildung (wg. Erkrankungsbeginn).

    Aber auch in mir keimt die Frage: Kind oder nicht?!

    Ein liebevoller Partner wäre vorhanden, ums finanzielle habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht…dazu komme ich erst gar nicht, denn über die Frage die mich quält ob ich so eine Schwangerschaft überhaupt überleben würde, komme ich erst gar nicht hinaus.
    Allein die Vorstellung so einen dicken Bauch zu haben, wo sich meine Gedärme zusammen quetschen, lässt mich stark bezweifeln, dass das alles so “angenehm” sein soll.
    Ich leide u.a. unter einem Reizdarm, so dass mir manchmal jeder kleine Pups die übelsten Krämpfe beschert, sodass ich sogar schon öfter fast ohnmächtig geworden bin. Und dann erst eine Entbindung?!?!
    Auch ich gehöre zu den Kontrollfreaks und frage mich daher Dinge wie: was ist, wenn ich nach einigen Monaten der Schwangerschaft plötzlich merke, NEIN, ICH WILL (DOCH) NICHT MEHR! Dann gibt es einfach keine Möglichkeit mehr es wieder rückgängig zu machen/abzubrechen. Was mach ich dann?
    Vor Jahren fasste ich eigentlich schon den Entschluss keine Kinder zu bekommen. Denn mit meiner Erkrankung könnte ich nicht die Mutter sein, die ich mir für mein oder irgendein Kind wünschen würde… Ich möchte es meinem Kind ersparen, später, durch eine (tja, wie soll ichs nennen) mangelhafte Kindheit, einmal ebenso psychisch zu leiden. Und nur weil ich den Wunsch nach einem Kind habe, soll dieses ja nicht darunter leiden – mit einer wie mir als Mutter (klingt hart, aber so denke ich).

    Für mich stand zuvor immer schon fest ich würde irgendwann mal Kinder haben…aber dieses irgendwann ist JETZT. In den letzten 10 Jahren dachte ich immer, du bist erst 20,21,22 in den nächsten Jahren wird das besser mit der Erkrankung, dann wirst und willst du sicher Kinder haben, es ist noch so viel Zeit…
    Und die Zeit läuft ab…
    Sicher, Frauen kriegen auch noch mit 40 Kinder…damit kann ich mich derzeit trösten…10 Jahre noch, dann nicht mehr…

    Ich habe so sehr Angst das ich es bereuen werde, wenn ich kein Kind bekäme…und das würde ich sicherlich…

    Ich habe nur dieses eine Leben…und es würde sich so ungenutzt anfühlen. Zumal es dies die letzten 10 Jahre bereits für mich war. Im Grunde habe ich kein Leben, ich versuche jeden Tag irgendwie zu überstehen…wie kann ich da an Kinder denken?
    Ich weiß, dass es Quatsch ist in meiner momentanen Situation überhaupt daran zu denken, aber die Uhr tickt und es bringt mich zur Verzweiflung. Ich möchte mir nicht noch eine Erfahrung im Leben nehmen, zumal es wohl die bedeutendste im Leben einer Frau ist!!! Und die weitreichendste!

    Ich weiß, dass mir hier niemand helfen kann und da nur professionelle Hilfe vielleicht irgendwas ausrichten kann, aber ich wollte meine Gedanken und Gefühle gerne teilen. Vielleicht geht es irgendwem ähnlich. Oder vielleicht ermutigt es unentschlossene den Weg zu gehen, weil sie lesen, dass es noch komplizierter und schlimmer sein kann…
    Hätte ich diese Erkrankung nicht, ich würde es wagen!

    Noch eins zum Abschluss. Ich bin nicht die typische Frau…mich kriegt keiner in Stöckelschuhe oder sowas. Ich liebe Mathematik, spielte früher gerne Fußball, hämmer und bohre und habe auch sonst eher männliche Züge (jetzt nicht optisch). Vielleicht haben es “diese Frauen” schwerer mit der Entscheidung zu einer Schwangerschaft???
    Wäre ich ein Mann würde ich SOFORT ein Kind zeugen…auch wenn es jetzt naiv, dumm und total beschert klingt, aber irgendwie würde man sich doch dann nicht so verpflichtet fühlen (wobei ich hier keinem Mann auf den Schlips treten möchte ! Es ist nur meine Vorstellung als Mann). Und die Ängste und Bedenken von wegen Schwangerschaft und Geburt würden sich erst gar nicht stellen…!!!!

    Soviel zu meinem Roman…
    Über Kommentare würde ich mich dennoch sehr freuen :-)

    Allen Schwangeren, herzlichen Glückwunsch und eine schöne Schwangerschaft und Geburt! Ihr habt meinen größten Respekt!

    Antworten
    • Tani
      Tani sagt:

      Haha… jaaa… das hab ich zu meinem Mann auch gesagt… wenn du das Kind bekommen könntest würden wir sofort eins machen :)

      Ich kann deine Bedenken auch zu einem großen Teil sehr gut nach vollziehen. Auch ich bin nicht die “typisch weibliche” Frau und mir fallen diese weiblichen Klisches sehr schwer… und wie eine andere Leserin schrieb “Mutter werden ist ja das weibliche Klische schlecht hin”

      Antworten
  28. Sissi
    Sissi sagt:

    Beruhigend zu wissen, das man nicht alleine ist.
    Ich kenne diese Gefühle nur allzu gut. Ich bin im 5. Monat schwanger und war bis vor kurzer Zeit sehr glücklich daruber. Und plötzlich, ganz unerwartet tauchtend meine Ängste auf. Ich fühle mich gar nicht mehr wohl, habe Angst vor der Schwangerschaft und dem Gefühl “das da was in meinem Bauch” ist. Die Endgültigkeit und die Tasache es nicht mehr ändern zu können nehmen wir jeden Gedanken.
    Ich beneide jede schwangere Frau die niemals mit solchen Gefühlen zu kämpfen hat und hoffe natürlich sehr das sehr sehr bald auch wieder glücklich schwanger sein kann.

    Antworten
  29. Kieselchen
    Kieselchen sagt:

    Hallo,

    ich bin auf diesen Artikel gestoßen, weil auch ich ein sehr verkopfter Mensch bin, der schwer einfach emotionale Entscheidungen treffen kann. Und ich war gerade sehr froh, zu lesen, dass es offenbar sehr vielen Frauen ähnlich zu gehen scheint.
    Mein Freund und ich sind beide 29, gut 2 Jahre zusammen, wohnen seit 1,5 J.in einer tollen Wohnung, der erste gemeinsame “Nachwuchs” in Form eines Hundes ist vor einem Jahr eingezogen, beide Beamte, perfekte Voraussetzungen also eigentlich für ein Kind. Wir wollen beide welche, er zwei, ich sage immer, eigentlich will ich auch zwei, aber erstmal ein Kind bekommen und dann mal schauen, wie das so war. Denn auch ich habe Angst. Das wird mir aber jetzt erst so richtig bewusst.
    Wir suchen gerade nach einem Haus in meiner Heimatstadt, da ich mich beruflich so verändern will, dass ein Haus mit Garten nötig ist (Hundestaffel bei der Polizei). Nun dauert ein Hauskauf ja schon ein wenig, wenn ich erst einmal im neuen Job bin, wäre eine baldige Schwangerschaft auch schwierig, denn wer lange (mehrere Monate) aussetzt, muss den Hund abgeben, was für mich ein schwieriger Gedanke ist, denn wenn ich mir anschaue, wie eng die Bindung zu unserem jetzigen Hund und zu meinem ersten war, dann wäre eine Abgabe sehr hart für mich. Zudem möchte auch ich mich natürlich beruflich weiterentwickeln und gerne auch mal befördert werden, dann gleich wieder auszusetzen nach 2 oder 3 Jahren ist eben auch nicht so förderlich…Zumal ich ab dem Tag, an dem ich offiziell eine Schwangerschaft verkünden würde, nur noch Innendienst versehen dürfte und somit auch erstmal nichts mit Traumjob wäre….Aber zu warten, bis der Hund in Rente geht (nach ca 7-10 jahren) wäre dann auch etwas zu spät für ein Kind, zumal mein Freund so lange nicht warten will. Und ich eigentlich auch immer mit 30 das erste haben wollte…

    So überlege ich jetzt für mich im stillen Kämmerlein ob nicht vielleicht jetzt der richtige Zeitpunkt wäre… Auf den Traumjob muss ich eh noch warten, bis das Haus gebaut ist, vorher ein Kind zu bekommen wäre eigentlich ideal. Weil ich mich eben leider entscheiden muss zwischen Traumjob und Kind, in dem Traumjob eines zu bekommen, wird schwierig bis unmöglich und auf den Job zu verzichten kann ich mir nicht vorstellen. Also wieso nicht jetzt ein Kind und dann sobald es möglich ist in den Traumjob? Ja wieso?

    Weil ich Angst habe, Angst vor der Entscheidung, vor der Verantwortung, davor ein Leben lang ein Kind zu haben, meine Freiheit zu verlieren, davor dass sich die Partnerschaft verändert, die Zweisamkeit weg ist, ich mich selbst verliere, mich einschränken muss, in ein Rollenbild gedrängt werde, einen alle auf das Mutter sein reduzieren. Dazu die Angst vor der körperlichen Veränderung, mich nervt mein Körper ja schon tierisch, weil ich nach einer Knieverletzung keinen Sport machen konnte und jetzt wieder quasi bei null anfange. Auch nur kurzfristig (also nach der Entbindung) Übergewichtig zu sein…allein der Gedanke macht mich fertig und das ist ja nun nur das kleinste Übel, was einem bei so einer Schwangerschaft “droht”. Wirklich “gesund” ist das für den eigenen Körper ja nicht….
    Ja und dann noch die Angst, das Kind dann nicht lieben zu können, keine Bindung aufbauen zu können. Auch ich bin und war nie das “typische Mädchen” so rein charakterlich, fühle mich mit den immer noch vorherrschenden Rollenbildern sehr unwohl und wehre mich dagegen, da auch nur ansatzweise reingedrängt zu werden. Nun ist “Mutter sein” aber ja iwie DAS Klischee schlechthin und mir graust es davor, mich da hinein fügen zu “Müssen”.

    Andererseits wäre ich gerne Mutter, wenn auch vielleicht “anders”, als man das überwiegend gesellschaftlich erwartet. Ich würde gerne schnell wieder arbeiten, trotzdem meinen Hobbies nachgehen, irgendwie weiter den “hippen Lebenswandel” haben wie jetzt, ich bleiben, nicht ausschließlich Mutter sein. Mit Kind geht das sicher auch und macht wohlmöglich sogar richtig Spaß mit nem Knirps, aber ich kenne nur so “traditionelle” Familien und SO will ich nicht leben.

    Es ist also vielleicht gar nicht nur die Angst vor der Schwangeschaft / Geburt und ihren Folgen und Risiken, sondern auch die Angst davor, gesellschaftlich anders da zu stehen, als man das eigentlich will und diese Entscheidung auch nicht mehr rückgängig machen zu können. Die meisten Frauen kennen eben noch nur die traditionellen “Mütterbilder”, in denen zumindest ich mich nicht sehen kann und will. Sicher ist das nicht der einzige Weg, eine gute Mutter zu sein, aber die Alternativen bekam ich nicht vorgelebt, ich glaube, wir sind einfach eine der ersten Generationen, die es anders machen wollen. Und da so ganz unvorbereitet ohne Vorbilder, an denen man sich orientieren kann, reinzuschlittern, macht mir eine heiden Angst….

    Aber immer, wenn ich so kleine Knirpse sehe, denke ich mir “ach Mensch, so eins wär schon auch schön”…. und dann denke ich nach und schwupps macht der Kopf einem einen Strich durch die Rechnung. Ich denke zu viel nach…..das sagte mein Freund mir schon bevor wir zusammen kamen….und er hatte recht….vielleicht sollte ich mehr auf mein Gefühl vertrauen, aber das fällt mir schwer…

    Auch ein Roman….aber es hilft, alles mal zu ordnen und sich mitteilen zu können! Danke für die Möglichkeit!

    Antworten
    • Anie
      Anie sagt:

      Huhu Kieselchen,

      in deinem Bericht finde ich mich insbesondere wieder. Vielleicht gibt es die Möglichkeit sich privat mal auszutauschen. Geteiltes Leid, ist vielleicht halbes Leid und bald doppelte Freude!? ;-)

      Wenn du Interesse hast, lass es mich wissen, dann probiere ich eine Vermittlung über die Inhaberin des Blogs.

      Viele Grüße

      Anie

      Antworten
    • Natatoria
      Natatoria sagt:

      Hi Kieselchen,
      Habe leider gerade erst gesehen, dass Dein Artikel von 2014 ist. Wie ist der Stand der Dinge inzwischen? Habt Ihr Kinder, Hunde, Haus?
      Ich bin überzeugt, dass sich inzwischen alles positiv entwickelt hat. UndDu im Nachhinein darüber schmunzelst.

      Dein Text spiegelt auch sehr meine Gefühle wider; und auch wenn es jetzt vielleicht nicht mehr passt, möchte ich gerne meine Situation beschreiben.

      Ich bin seit knapp 3 Jahren mit dem tollsten und liebsten Mann der Welt zusammen, wir wohnen schon seit 2 Jahren zusammen und nächstes Jahr im Mai werden wir heiraten.
      Wir wünschen uns beide Kinder, wenn man das so sagen darf, er mehr als ich ;) er hat einfach nicht so viel Angst vor allem wie ich. Ich denke zu viel, sagt er.
      Ich habe sehr lange auf einen tollen Mann gewartet, 6 Jare um genau zu sein, und bin mir einfach sicher, eine Familie gründen zu wollen. Ich bin 29 Jahre alt und arbeite seit 9 Jahren.
      Womit wir auch schon zu meinem ‘Problem’ no 1 kommen… Ich habe mich in der Gastronomie hochgearbeitet und leite inzwischen einen ganzen Standort mit mehreren Filialen selbstständig. Ich verdiene auch sehr gut. Allerdings ist mein jetziger Vertrag auf 2 Jahre befristet, was mich plötzlich total stört und mir eine riesen Angst macht. Das heißt, im Dezember 2017 läuft er aus, bin ich bis dahin schwanger, werde ich sicher nicht verlängert (macht kein Arbeitgeber).
      Warte ich auf eine Verlängerung des Vertages und werde dann sofort schwanger, sieht es komisch aus & außerdem müsste ich noch 1 Jahr warten. Das will ich nicht.
      Ich mag meinen Chef nicht besonders, habe mich daher im letzten Monat in einem anderen Bereich (seriös, Büro sitzend, abgesichert) – bis jetzt leider erfolglos – bei anderen Firmen beworben. Wobei ich in einem Job auch erst mal warten müsste!
      Ich weiß einfach nicht, ob ich es einfach drauf ankommen lassen soll (sogar meiner korrekte planerische Mutter hat mir geraten, mich dann einfach arbeitslos zu melden falls ich schwanger werde ohne Job). Aber ich kenne mich. Ohne richtige Aufgabe und Arbeit bin ich nicht ich. Da bekomme ich totale Zustände, Zukunfts-Panik, Schiss um meine Existenz. Ich muss einfach was zu tun haben.
      Noch dazu hat meine Mitter mir schon voller Stolz ein Kleid geschenkt, das ein Traum ist!!!! Und es ist das Teuerste Etwas, das ich je besessen habe. Wenn wir es also jetzt drauf ankommen lassen, passe ich im Mai vielleicht nicht mehr in mein unsagbar teures Traumkleid (Problem no 2), habe ab 2018 keinen Job mehr …. und werde dick. Eh klar. Mit dem Gedanken kann ich mich irgendwie noch am besten anfreunden. Einfach auch Protest gegen dieses Getue – oberflächliche Angst, nicht mehr der Norm entsprechend auszusehen! Ich wünschte, wir könnten uns alle davon befreien. Meine Mutter ist auch ihr Leben lang mit ihrem Gewicht beschäftigt. Es dreht sich ständig nur ums (wenige)Essen. Sie ist so wahnsinnig schlank für ihr Alter, schlanker als ich.
      Ich bin so nicht. Ich liebe Essen und mache viel Sport. Das ist mein Stil.
      Warum weiß ich dann in anderen Lebenslagen nicht, was mein Stil ist?!
      Für was soll ich mich nur entscheiden?

      Warten? Wenn ja, wie lange? Ich habe das Gefühl, ständig eine Ausrede zu haben, noch zu warten.

      Danke Eich für Eure Kommentare oder Tipps :)
      LG Natatoria

      Antworten
      • Frollein M
        Frollein M sagt:

        Hallo Natatoria,
        ich habe hier vor fast 3 Jahren schon mal kommentiert, kurz vor der Geburt meiner Tochter. Meine Situation war ähnlich wie bei dir. Lange auf den Richtigen gewartet, gefunden, nach 3 Jahren ernsthaft über Kinder nachgedacht (ich war 29). Ich war damals ebenfalls in einer befristeten Anstellung und nicht sicher, ob ich es riskieren soll, vor Ende des Vertrags schwanger zu werden. Allerdings war der Job mies und es war absolut unsicher, ob ich entfristet werde. Dazu die ganzen anderen Bedenken, die Angst vor dieser riesigen Entscheidung ertc.
        Wir haben es dann gewagt, es hat schneller geklappt als gedacht. Dann wurde ich nicht entfristet (von meiner Schwangerschaft wusste der Arbeitgeber nichts), war kurz Arbeitslos gemeldet bis zum Mutterschutz, danach Elternzeit mit Elterngeld. Währenddessen habe ich begonnen, mich zu bewerben, natürlich eine Betreuung für meine Tochter gesucht. Nach der Elternzeit habe ich dann wieder Arbeitslosengeld bekommen, konnte noch eine geförderte Weiterbildung machen. Leider habe ich bislang nichts in meinem eigentlichen Beruf gefunden, die Chancen sind in meiner Branche aber auch wirklich schlecht, ob mit oder ohne Kind. Falls es in deiner Brache besser aussieht, würde ich mir um den Job nicht so große Gedanken machen, da findet sich dann schon wieder was, vor allem mit deiner Berufserfahrung. Aus beruflicher und karrieretechnischer Sicht sind Schwangerschaft und Kinder eigentlich eh nie passend, es gibt scheinbar nur schlechte und weniger schlechte Zeitpunkte dafür. Ob es in nächstes oder übernächstes Jahr besser aussieht, weiß du nicht. Zu alt zum Kinderkriegen bist du dann aber auch noch nicht. Diese Besfristungen sind einfach nur besch…eiden. Und ich fürchte als Frau mit Kinderwunsch muss man tatsächlich heutzutage immer noch Karriereeinbußen hinnehmen.
        Das mit dem Kleid kann ich verstehen, aber es dauert ja meist ein zwei Monate (falls du die Pille genommen hast) bis man schwanger wird und dann nochmal ein paar, bis der Bauch wächst. Nur obenrum könnte es schneller eng werden :-)
        Achja, was die Kilos angeht, hab ich den gleichen Standpunkt wie du (und scheinbar die gleiche Mutter…) nach der Schwangerschaft habe ich immernoch ein paar Kilos mehr, aber es gibt schlimmeres.
        Ich habe meine Entscheidung jedenfalls nicht bereut. Auch wenn ich beruflich nicht zufrieden bin, bin ich trotzdem eine sehr glückliche Mama. Kann ja nicht alles im Leben perfekt sein. Ich versuche jedenfalls, das Beste aus dem zu machen, was mir das Leben so zuwirft, auch wenns nicht immer Gold ist.
        Keine Ahnung, ob dir das weiterhilft, ich wünsch dir jedenfalls alles Gute, egal wie du dich entscheidest
        LG

        Antworten
  30. Jenny
    Jenny sagt:

    Hi,
    also ich hab jetzt nicht alle Kommentare gelesen, aber ich finde mich voll im Ursprungstext wieder. Icn bin gerade 28 geworden, bin seit knapp 8 Jahren in einer festen Beziehung, seit fast 3 Jahren verheiratet und wir wollen Kinder. Mein Mann ist 37 und so langsam denke ich es wäre jetzt an der Zeit. Seit 1/2 Jahr nehme ich jetzt keine Pille mehr, aber so ganz auf die Verhütung zu verzichten, sprich wirklich die Kondome wegzulassen macht mir Angst. Ich habe verschiedene Ängste. Zum einen frage ich mich schaffe ich das so alleine mit meinem Partner, da meine Familie weit weg wohnt, werde ich eine gute Mutter? Kann ich dem Kind eine Zukunft bieten – wir sind beide keine “Großverdiener” und dann die Angst das sich mein Körper verändert. Es hört sich vielleicht doof an, aber ich war bereits dick und hab hart gekämpft 20 kg abzunehmen. / Ich dachte ich lass jetzt alles auf mich zu kommen, aber dann kommen die anderen Mütter in meinem Umfeld und machen mir Angsg indem sie mir ihre Geburten ins Detail genau erklären. Fühl mich echt hin und her berissen, etwas hilflos und unverstanden.

    Antworten
    • Lisa
      Lisa sagt:

      Hallo Jenny,
      von der eigenen Geburt zu erzählen scheint wohl jeder Frau die schon eine Geburt erlebt hat ein echtes Bedürfnis zu sein. Aber in deiner Situation ist es wohl eher so, wie wenn man jemand mit Höhenangst über die Erzählung von einer besonders spannenden Gratwanderung zum Bergsteigen bringen will. Dabei gibt es doch auch schöne Touren ohne viel Tiefblick ;-)
      Der Gendanke es einfach mal auf dich zu kommen zu lassen, ist sicher gar nicht so verkehrt! Manches ist nämlich gar nicht so schlimm wie man es sich vorstellt und mit der Hilfe von guten “Bergführern”, sprich Partner, Hebamme, Doula, FA …, auch mit Höhenangst schaffbar. =B-)
      Was ich im Nachhinein echt hilfreich für die Geburt und auch während der gesamten Schwangerschaft sehr ausgleichend fand war Yoga für Schwangere. Da war Zeit zur Ruhe zu kommen und ich bin mir sicher viele Zipperlein sind bei mir deswegen gar nicht aufgetreten, wie z.B. Rückenschmerzen. Die Entspannung und das konzentrierte Atmen/Atemübungen haben mir bei der Geburt auch sehr geholfen.
      Noch paar Anregungen zu deinen Fragen: Bekannte von uns haben sich die Elternzeit genau aufeteilt: jeder im Wechsel immer drei Monate während des ertsen Jahres. Den ersten Monat waren sie zusammen daheim.
      Wenn man weiter aktiv bleibt, wird auch sicher das Gewicht nicht so übermäßig steigen. Alle die ich kenne, die weiter angepasst Sport gemacht haben, sind bei ca. plus 12kg am Ende der Schwangerschaft geblieben.
      Ein kleines Budget erfordert vllt ein bisschen mehr Kreativität als ein größeres, aber dafür gibt es tolle Basare, oft von Kindergärten oder den Kirchegemeinde organisiert, und (ebay)Kleinanzeigen wo man wirklich gute Sachen seehr Preiswert bekommen kann.
      Trau dich nur! Du wirst für deine Kindern mit Sicherheit die beste Mutter der Welt sein!
      Alles Gute für euch!

      Antworten
  31. Anissa
    Anissa sagt:

    Hallo.
    Ich bin überrascht, dass es vielen ähnlich geht, dabei dachte ich schon immer, ich wäre sonderbar. Schön zu lesen, dass ich nicht allein mit der Problematik bin, auch wenn ich das niemanden wünsche. Ich bin 40ig, habe eine 4 Jährige zauberhafte Tochter und hätte so gern noch mehr Kinder. Nun kommt das aber:…ich hatte immer Angst Kinder zu bekommen, fand die Geburt an sich eine Horrorvorstellung, die Schwangerschaft fremdbestimmt, hatte Ängste vor dem was mit meinem Körper passiert, dieser Kontrollverlust und später diese Verantwortung, Angst Fehler zu machen, denn keine Mutter ist perfekt. Ich selbst habe Therapieerfahrung, da meine Geschichte nicht reibungslos lief und ich wenig vertrauen habe in Alles. Somit war die Konsequenz bereits in der Pubertät, ich möchte nie Kinder. Dann lernte ich Mitte 30ig meinen Mann kennen und im Taumel der Verliebtheit und meinem eigenen verborgenen Kinderwunsch (die innere Uhr tickte und ging selbst an mir nicht spurlos vorbei) beschlossen wir ein Kind zu bekommen. Ich wurde sofort schwanger und versuchte alle Ängste zu ignorieren. Im Freumodus lief es 2 Wochen gut, dann kam es mit der 24 Std.Übelkeit, irgendetwas geschah mit mir, es ging mir richtig schlecht, physisch und psychisch. Ich hatte Panikattaken, alle Schangerschaftsbeschwerden der Welt auf einmal. Es wurde so schlimm, dass ich machmal nicht mehr wusste wie ich den nächsten Tag schaffen soll. Der Gedanke der Erlösung, eine Abtreibung wurde immer Hartnäckiger. Ich hatte einen Termin, wollte es dann aber nicht….war ihn und hergerissen. Mein Gynäkologe wär super und somit standen wir das gemeinsam durch. Nach der Übelkeitsphase, den ersten 3 Monaten wurde es etwas besser. Dennoch nahm ich in der Schwangerschaft alles mit und war fix und fertig, zählte die Tage bis zum Kaiserschnitt. Dann kam meine Tochter auf die Welt und ich versagte völlig. Ich kam in die Notaufnahme. Ich hatte eine beidseitig schwere Lungenentzündung und brauchte 2 Jahre zur Gesundung. Vor allem psychisch, da ich mich zuerst garnicht um meine Kleine kümmern konnte und sie nicht annehmen konnte. Ich hatte keine Kapazitäten und musste Antidepressiva nehmen. Gebeutelt von unendlich vielen Schuldgefühlen, meiner Tochter nicht den besten Start in das Leben ermöglicht zu haben, begab ich mich in Therapie um alles aufzuarbeiten. Wir wurden nach Monaten ein Dreamteam und nun ist alles super. Sie ist das Beste was mir je geschenkt wurde. Ich bin quasi eine richtige Gluckenmama und gehe voll und ganz darin auf.
    Im letzten Jahr wurde ich wieder schwanger und ich dachte dieser ganze Spuk von damals war einmalig und diesmal wird alles wie im Bilderbuch. Aber nach 2 Wochen als die Übelkeit einsetzte, kamen wieder diese Ängste, ich war nur noch am weinen, völlig neben der Spur, total depressiv, wusste wieder nicht wie ich den Tag überstehen sollte. Ich war geschockt, doch kein Spuck, anscheinend ich. Ich hab es mir nicht nochmal zugetraut, all das durchzustehen. Und diesmal musste ich leider abtreiben.
    Nun 1 Jahr später, alle um mich rum sind zum 2 mal Mutter geworden, nur ich nicht. Dabei würde ich mir ein Kind so sehr wünschen, bald ist meine Zeit abgelaufen ich bin 42ig.
    Ich weiß, ich habe eine gesunde Tochter, dass sollte reichen, aber das Thema lässt mich nicht los. Ich denke seit Wochen ständig daran. Manchmal denke ich, dass schaffst Du noch einmal, aber dann gibt es Momente in denen ich voller Ängste und Sorgen bin. Ich weiß Ihr könnt mir nicht helfen, aber schön, dass es Menschen gibt, die ähnliche Sorgen habe. Wer ist schon gern allein mit seinen Ängsten ;-)…

    Antworten
  32. Jana Friedrich
    Jana Friedrich sagt:

    Hallo Ihr Lieben,
    heute kommt auf RTL “Punkt 12” und auch bei RTL explosiv heute Abend,
    der Beitrag, an dem eine von Euch mitgewirkt hat. Vielleicht interessant für Euch!
    Liebste Grüße
    Jana

    Antworten
  33. Lala
    Lala sagt:

    Ich wollte noch nie Kinder haben. Dann habe ich meinen jetzigen Mann kennengelernt, wir haben geheiratet und ich war völlig überzeugt “wir wollen jetzt Kinder!”.
    Ich setzte die Pille ab und ein halbes Jahr hat sich nichts getan. Außer, dass wir (mein Mann und ich) uns darauf geeinigt haben, dass ich mein Studium wieder aufnehme, da sich die versprochenen Perspektiven in meiner Firma niemals einstellen werden. Also habe ich gekündigt, mich wieder in der Uni eingeschrieben und auf die nächste Periode gewartet.
    Fünf Tage später halte ich einen positiven Schwangerschaftstest in der Hand und es zieht mir den Boden unter den Füßen weg – wie konnte ich so anmaßend gewesen sein, zu denken ich wollte plötzlich Kinder? Ich wollte noch nie Kinder! Ich mag sie nicht und sie mögen mich nicht!
    Erste Reaktion: es muss weg. Mein Mann war so verständnisvoll wie man es sich in der Situation nur wünschen kann. Nach dem ersten Schock und der Beratung bei ProFamilia geriet unsere Entscheidung ins Wanken. Und ich änderte meine Meinung stündlich.
    Mittlerweile bin ich im siebten Monat und finde es immer noch schrecklich aber nicht mehr so lebenszerstörend wie am Anfang. Ich hatte ein intensives Gespräch mit meiner Therapeutin, die mir gesagt hat, dass das einzige, was für einen Abbruch spräche, mein Egoismus sei – den ich vielleicht jetzt noch (in einigen Jahren aber wahrscheinlich nicht mehr) vor mir selbst rechtfertigen könne. Deswegen habe ich mich nicht dagegen entschieden. DAFÜR aber auch nicht. Vielleicht verstecke ich deshalb meinen Bauch auch in der Uni. Ich schäme mich dafür, die gesellschaftlich festgesetzte Reihenfolge nicht eingehalten zu haben. ERST Abschluss, dann Arbeit, dann Kind.
    Wenn es (ich denke nicht mal “sie” obwohl ich seit Wochen weiß, dass es ein Mädchen ist) mich tritt oder ich von außen die Bewegungen sehe überkommt mich ein Gefühl der Falschheit – Fremdartigkeit. Mein Körper gehört mir – nicht mehr allein.
    ich stehe ständig unter Druck (ausgelöst durch übereifrige Verwandte und Bekannte), mich verdammt noch mal endlich über alle Maßen zu freuen – und das tu ich nicht. Ich baue auf Mutter Natur, die mich dann hoffentlich zwingt, wenn es soweit ist.
    Schön, dass es noch mehr nicht gesellschaftskonforme Frauen gibt.

    Antworten
  34. Angsthase
    Angsthase sagt:

    Hallo

    Als erstes möchte ich “Danke” sagen. Danke für den Artikel und auch Danke an die Frauen die hier so offen sprechen.

    Ich bin 26, bin seit 8 Jahren mit meinem Freund zusammen und seit einem Jahr wohnen wir zusammen… tja und nun ist das Thema Kinderkriegen ein konkretes Thema geworden. Vorher hieß es bei mir ” Irgendwann mal”

    Angst und ein auch Ekel vor der Schwangerschaft habe ich seit meiner Ausbildung zur Physiotherapeutin. Im Gynäkologieunterricht mussten wir uns ein Video einer Geburt ansehen… der armen Frau ist, trotz Dammschnitt, von der Scheide bis einschließlich Afterschließmuskel alles durchgerissen… Irgendwie hat mich das so geschockt, dass mir die Vorstellung, dass aus meiner Vagina ein Kind kommen soll arg verstört…

    Dann kamen die Praktikas in verschiedenen Krankenhäusern… und da traf ich auf Schwangere die straff liegen mussten und Angst hatten durch eine falsche Bewegung ihrem Kind zu schaden… auf junge Frauen die kaum aufrecht gehen konnten, sich vor Schmerzen nicht auf Toilette wagten, und und… ich habe auch 8 Wochen Praktikum in einer Psychiatrie gemacht… dort traf ich auf eine junge Frau die massiv an Wochenbettdepressionen litt…

    Ich habe noch nie eine glückliche oder zumindest zufriedene Schwangere gesehen.
    Als ich meine Mutter gefragt habe, wie das so ist, meinte sie nur kurz “Du warst eine Abschreckung für jedes Weitere…”

    Tja und da kam irgendwann der Gedanke “Das tue ich mir niemals freiwillig an” Klar es kann auch alles gut gehen, aber irgendwie traue ich meinem Glück nicht… um ehrlich zu sein finde ich die Vorstellung dass sich da “Etwas” in mir bewegt und von mir ernährt abstoßend… Ich habe auch Angst, wenn es denn erstmal da ist es zu schädigen, weil ich nicht weiß wie man mit Babies umgeht… Ich habe Angst es nicht lieben zu können… Ich kenne meine Macken und Launen gut genug und ich weiß, dass ich meinen Freund die Schuld geben würde wenn es mir schlecht gehen würde… und das daran die Beziehung zerbricht und ich dann alleine bin… In den Mütterforen darf man Ekel und vor dem eigenen Kind und dergleichen bloß nicht erwähnen, ansonsten hört man nur “Wie kann man nur!!”

    Um ehrlich zu sein finde ich immer mehr Argumente die gegen ein Kind sprechen… nur in ganz ruhigen Momenten kann ich mir eingestehen dass ich nach Ausreden suche…

    Ich habe mit meinem Freund direkt über meine Ängste gesprochen, naja und ich habe ach alle meine Ausreden vorgeschoben… er versteht es nicht… er ist nicht böse geworden… aber ich hätte mir mehr gewünscht als “Das wird schon werden, Andere haben es auch geschafft”

    Ich würde mir gerne Hilfe holen… weiß aber nicht genau wie… nächste Woche gehe ich zu meiner Gynäkologin und versuche das Thema anzusprechen…

    Eine Frage kann man sich auch auf eigene Faust einen Therapeuten suchen und zahlt das dann die Kasse? Oder wie sieht es in der Schwangerschaft mit psychologischer Betreuung aus?

    So und nun ist endlich Schluß mit dem Romanschreiben.

    Danke für den Blog!

    Antworten
    • Tani
      Tani sagt:

      Hallo lieber Angsthase,

      dein Bericht erinnert mich etwas an mich selbst, außer, dass ich diese schrecklichen medizinischen Erfahrungen nicht gemacht habe. Aber zu deiner Frage mit der Therapie: Ja kann man! Mit deiner Gyn zu reden ist sicher schon mal ein erster wichtiger Schritt. Sie kann dir eine Überweisung zum Therapeuten ausstellen, oder du suchst dir jemanden auf eigene Faust. Vielleicht kann sie dir auch Psychologen empfehlen, die sich auf diese Themen spezialisiert haben. Ich kann dir das nur absolut empfehlen. Ich bin seit März in Therapie und ich muß sagen, es ist eine Gefühlsachterbahn ohne gleichen, aber so nach und nach erkenne ich meine Ängste und meine Gründe und kann mich damit realistisch und rational auseinander setzen. Vieles ist so verdammt emotional. Aber, mit der richtigen Hilfe kann man das gut verarbeiten.

      Ich wünsche dir da verständnisvolle Menschen an dein deine Seite.

      Antworten
  35. Livia
    Livia sagt:

    Hallo!

    Zuerst mal vielen Dank an alle die hier etwas geschrieben haben. Ich habe alle Beiträge gelesen und kann mich in einigen wiederfinden.

    Ich bin 31, stehe mit beiden Beinen fest im Leben, habe einen guten Job und einen Tollen Mann
    an meiner Seite. Ich habe mir schon immer Kinder gewünscht. Mindestens zwei oder drei.
    Mein Mann und ich stehen jetzt an einem Punkt wo wir sagen ja wir wollen Kinder. Und
    ich bekomme Panik und schiebe es vor mich hin, ich habe Angst vor der Schwangerschaft, ich leide an einer leichten Panikstörung und habe Angst dem Baby zu schaden wenn ich einen Anfall habe,
    ich habe Angst das sich das Kind bewegt und ich es nicht ausshalte. Ich habe auch panische Angst
    vor einer Wochenbettdepression.

    Ich liebe Kinder und möchte nicht darauf verzichten. Ich habe nur panische Angst das ich das alles
    nicht schaffe. :(

    Antworten
    • PippiLotta
      PippiLotta sagt:

      Hey Livia,

      Oh man, plumps, ein “Glück”, dass ich mit meinen Sorgen nicht alleine bin.

      Wie lange schiebst du denn eine Schwangerschaft und Babyglück schon vor dir her? Kann dir nicht deine Frauenärztin etwas Mut zusprechen?

      Viele Grüße

      Antworten
  36. PippiLotta
    PippiLotta sagt:

    Oben kam die Idee von Jana auf, ein Forum einzurichten. Ich schau mal, was sich machen lässt und gebe dir bzw. allen anderen, die auch Interesse haben weitere Infos.

    Antworten
  37. PippiLotta
    PippiLotta sagt:

    Hallo, wer Interesse hat, kann sich gern der Gruppe Mädelszauber beim Gesichterbuch anschließen.

    Es ist eine geschlossene Gruppe, nur Mitglieder können Beiträge sehen.

    Bis bald!

    Antworten
      • PippiLotta
        PippiLotta sagt:

        Ich habe die Gruppe von zwei Unbeteiligten (einmal mit mir befreundet, einmal nicht) bei FB suchen lassen. –> beide Male mit Erfolg!?

        Antworten
          • PippiLotta
            PippiLotta sagt:

            Habe die Gruppe nochmal neu erstellt. Suche: Mädelszauber

            Gruppenbild ist ein kleines Pflänzchen.

            Wenns jetzt nicht klappt, weiß ich auch nicht weiter.

          • PIPPILOTTA
            PIPPILOTTA sagt:

            Ich habe eine Gruppe bei babycenter.de eingerichtet, dort können wir uns gerne alle austauschen.

            Die Gruppe hat den Namen: Die Angst vor dem Schwanger sein.

            Bis bald!

  38. Tani
    Tani sagt:

    Hallo zusammen,

    ich bin auf den Artikel gestoßen, weil ich bei Google nach “Angst vorm Kinder kriegen” gesucht habe.

    In meinem Umfeld werden nun nach und nach ALLE (wirklich ALLE) Frauen im gebährfähigen Alter schwanger. Es ist furchtbar gruselig. Mich selbst macht die ganze Thematik furchtbar fertig und ich bin auch die ganze Zeit schon nur am heulen. Ich wäre so gerne gelassen und würde mich auch gerne auf das “Kinder-Experiment” freuen können. Mein Partner und ich sind seit über zehn Jahren zusammen. Am Anfang wollte ich auf keinen Fall Kinder. Mit Mitte Zwanzig sagte ich dann, dass ich doch gerne ab dreißig dann langsam mit dem üben anfangen würde. Nun bin ich 32 und habe so große Panik, dass ich mich sogar sexuell meinem Mann komplett verweigere. Ich habe Panik davor, was mit meinem Körper passiert, Panik vor den ganzen Gefahren und Risiken, Panik davor ein krankes Kind zu bekommen, Panik vor einer Fehlgeburt und sogar Panik davor, dass es überhaupt nicht klappen könnte. Panik, wie es während und nach der Schwangerschaft beruflich und finanziell weitergehen wird, Panik, wie sich das ganze auf unsere Beziehung auswirken wird, Panik, ob ich dem ganzen gewachsen bin, Panik, weil ich mich nicht als Mutter vorstellen kann… Panik, Panik, Panik und trotzdem ist dieser Kinderwunsch doch da. Ich fühle mich furchtbar überfordert von allen diesen Gedanken und es hat mir wirklich sehr geholfen, zu lesen, dass es anderen Frauen ganz ähnlich geht.
    Ich bin bereits in psychologischer Behandlung und ich hoffe, dass ich am Ende der Therapie diese beschissene Gefühlsachterbahn in die Garage fahren und parken kann.

    Ich wünschte, dass viel mehr Frauen offen über ihre ambivalenten Gefühle reden würden, weil dann käme ich mir nicht ständig so unnatürlich vor mit meiner Angst.

    Ich danke allen Frauen hier sehr für ihre offenen und ehrlichen Worte.

    Antworten
  39. Wochenkind
    Wochenkind sagt:

    Wie froh bin ich, dass dieses spezielle Thema hier diskutiert wird! Ich quäle mich in letzter Zeit besonders damit und das hat einen konkreten Grund:
    Ich hatte eine schwierige Kindheit mit einem gewalttätigen, psychisch missbräuchlichen Vater und auch sonst nur schmerzhafte Erfahrungen mit Männern. Vielleicht ergab sich deshalb bei mir nie ein Urvertrauen und ein Gefühl für meinen eigenen Körper die Möglichkeit einer Schwangerschaft in Erwägung zu ziehen. Ich bin mir meiner diversen Traumata durchaus bewusst und gehe nun schon seit langen Jahren zu einem Psychologen, der mit mir ganzheitlich an meinen Ängsten im Leben arbeitet.

    Nun, ich lernte einen wunderbaren, einfühlsamen, sozial kompetenten und verantwortungsbewussten jungen Mann kennen und , (nachdem ich mich von ihm wieder getrennt hatte, weil ER sich Familie wünscht), bemerkte ich, dass ich ungewollt schwanger war!
    Ihr könnt euch meine Panik kaum vorstellen: Vom ersten Moment an, war mir klar, dass ich das nicht kann, nicht will und werde! Ich schäme mich irgendwie dafür, aber ich hasste das Ding da in mir, dass mir Übelkeit bescherte, einfach so meinen Bauch okkupierte, meine Brüste anschwellen ließ, mein Gewicht nach oben schnellen ließ, meine Taillie nihilierte. Ich hatte regelrechte Aggressionsschübe gegen dieses, ja “Alien” und versteckte mich vor der Welt. Ich schämte mich schlicht für meinen Zustand! Ich kann einfach nicht sagen, dass Schwangerschaft erstrebenswert, schön, beglückend und erfüllend ist. Ich empfand die Tatsache, dass da einfach etwas in meinem Bauch wächst ohne dass ich Kontrolle darüber habe als schrecklich.
    Mein glücklichster Moment war, als sie mich nach all den gesetzlichen Torturen der Beratung, Untersuchung etc. pp. endlich zum Schwangerschafsabbruch in den OP riefen und ich danach, mit leichtem Ziehen im Bauch, auf einer weißen Liege wieder aufwachte. Endlich war ich wieder “normal”!

    Ich weiß, das alles klingt in den Augen vieler anderer beinahe pathologisch und anormal, aber für mich ist es leider so. Dabei mag ich Kinder sehr, komme wunderbar mit ihnen zurecht und könnte mir durchaus vorstellen, vielleicht einmal zu adoptieren. Ich habe weder Angst vor beruflichen Einbußen, bin ein absolutes Sozialtier, würde mir eine fixe Partnerschaft mit gemeinsamen Lebensperspektiven wünschen. Nur schwanger sein – das kann ich unter keinen Umständen ertragen!
    Mein Selbstverständnis als Frau war nie abhängig von der Fähigkeit, gebären zu können. Frau sein ist für mich in erster Linie Mensch sein, nicht Mutter.

    Meine Gefühle in diese Richtung kann selten jemand nachvollziehen, besonders von Männern ernte ich, wenn ich sie äußere, verstörte Blicke. So, als hätte ich etwas ganz Schlimmes getan. Frauen, vor allem die mit Kindern, lächeln blöde und sagen huldvoll Dinge wie: “Das kommt schon noch” oder ” Du wirst das auch noch wollen, warte nur auf den Richtigen”. Nun – genau deswegen habe ich ihn – den Richtigen – nicht mehr, weil er das nicht verstanden hat. Darüber bin ich regelrecht verzweifelt, denn ich habe nicht das Gefühl, dass mit mir etwas nicht stimmt. Die Gesellschaft sieht aber für eine 29 jährige Frau wie mich aber immer noch etwas anderes vor… Was tun?

    Antworten
  40. anna
    anna sagt:

    Mahlzeit, sehr spannender Blog. Ich fühle mich sehr angesprochen. Aktuell bin ich auch freiberuflich unterwegs, bin sehr zufrieden mit meinem Einkommen. In Kürze nehme ich wieder eine Festanstellung an, wel der Job soooo gut klingt. Naja, wenn ich meine Oma und Mutter sehe ist die Familie sehr wichtig. Auch mein Freund hat große Lust auf Kinder. Er würde dafür auch Elternzeit nehmen, wenn ich lieber arbeite. Aber: Ich habe Panik. Das fängt bei der Schwäche an nicht mehr absolut arbeitskräftig zu sein bis hin zu Angst vor den Ärzten. Jedesmal wenn ich einen Arzt anrufe heißt es: Ja, so in zwei Wochen dann. Aber wenn es soweit ist bin ich schon völlig am Ende mit Kräften, Nerven, Hausmiteln. Immer wird man vertröstet. Und wenn ich mir dann überlege wie das im Fall eines Problemes in Schwangerschaft ist….Horror. Im Gegensatz zu anderen Vorschreiberinnen bin ich nicht schwanger – aber wenn es so wäre hätte ich einen guten Mann beiseite. Was sagt ihr? Ich habe kein Vertrauen in Ärzte, arbeite sehr gerne und viel und nach Feierabend schraube ich an Oldtimern (kein kinderfreundliches Hobby). Sollte ich vielleicht trotz der Begier einfach auf Kinder verzichten? Ich glaube, dass mir die Schwangerschaft nicht gut gefallen würde, definitiv eine Depression folgen …..und am Ende bestimmt ein prima Bürger dabei rauskommen würde.

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Hallo Anna, Danke für das Bloglob!
      Ich finde bei Dir hört es sich so an, als wenn Du “nur” eine richtig gute Hebammenbetreuung brauchst. Eine, die Dich echt unterstützt und immer für Dich da ist. Ich glaube alles drum herum lässt sich bestimmt gut organisieren. Und Kraftlosigkeit in der Schwangerschaft muss nicht unbedingt sein. Ich hab mich, bis auf gelegentliche Nachmittagseinbrüche immer gefühlt, als könnte ich Bäume ausreißen.
      Es wär doch schade, auf den prima Bürger zu verzichten. ;-)
      LG
      Jana

      Antworten
  41. Luna
    Luna sagt:

    Danke für den offenen Umgang mit diesem Thema! Ich finde es auch eher befremdlich, dass in der Öffentlichkeit fast ausschließlich das Bild der vor Glück erfüllten schwangeren Mutter herrscht, für die es nichts seeligeres gibt, als das Wunder der Geburt erleben zu dürfen.
    Ich wünsche mir manchmal Kinder, manchmal denke ich, ohne wäre das Leben auch in Ordnung.
    Wenn ich wieder eine Phase habe, in der ich Kinder in der Bahn verliebt anlächle und gedanklich durchspiele, selbst welche auf die Welt zu bringen, packt mich die Angst. Vor einer Fremdbestimmtheit, körperlich hässlichen Veränderungen (meine körperlichen Veränderungen in der Pubertät habe ich auch als verstörend erlebt), dass ich meinen Körper teilen muss, etwas lebt in mir und vor allem, will da auch wieder auf dem denkbar unangenehmsten Weg wieder raus!!! Kann ich das Kind nach fast einem Jahr der Mühen, Schmerzen und psychischen Zerwürfnissen noch lieben??? Was, wenn es auf der Welt ist und ich es erst mal nur nervtötend finde? Darf ich dies als Mutter aussprechen? Wütend werde ich dann noch, wenn mein Freund ganz selbstverständlich von Kinderplanung spricht und auf meine offen ausgesprochenen Ängste mit: “Ach was, das wird schon!!!” reagiert. Dann bekomme ich eine regelrechte Wut auf Männer, gepaart mit einem Neid, einfach Kinder zeugen und dann die gesamte Verantwortung (und damit meine ich nun natürlich nur die biologische) im Prinzip an die Frau abgeben zu können. Und sich dann im Anschluss über das Ergebnis zu freuen. Als Frau ist man mit der Schwangerschaft erst mal alleine, man kann sie nicht aufteilen, man kann höchstens Unterstützung erfahren. Ja, ich habe Angst vor diesen 9 Monaten und der krönenden Geburt, die im schlimmsten Fall mein Heiligstes- die Vulva- dank Dammschnitt verunstalten wird. Die manchmal auftretende Sehnsucht nach einem Kind und die Ängste vor einer Schwangerschaft zerreisen mich manchmal und lassen mich auch befürchten, dass meine Partnerschaft daran einmal zerreisen könnte…

    Antworten
  42. Anna
    Anna sagt:

    Ein ganz toller Blog, der mir aus der Seele und dem Herzen spricht. In jeder Eurer Geschichten erkenne ich einen Teil meiner eigenen wieder.
    Da mir Ärzte und Psychologen nicht weiter helfen konnten, habe ich im Laufe meiner mittlerweile 38 Jahre eigene Erklärungen gefunden nur immer noch keine 100 – prozentige Lösung… .
    Rein Rational betrachtet, könnte sich keine Frau ein Kind wünschen.
    Das, was in der Schwangerschaft und bei der Geburt körperlich und seelisch passiert, kann niemand wirklich freiwillig wollen! Es wünscht sich doch auch niemand einen Gallen – oder Nierenstein mit dazugehöriger Kolik: “Boa, was für ein schöner Stein! Tat das weh? Ja, wie die Hölle! Och Klasse! Ich will auch einen!!!”
    Die Ursache, weshalb sich trotzdem so viele Frauen Kinder wünschen, liegt aus meiner Sicht in den weiblichen Hormonen. Sie sind die “Schmerzmittel”, die alle diese – absolut nachvollziehbaren und realistischen – Bedenken über den Haufen werfen und die elementare körperliche Katastrophe des Kinderkriegens erstrebenswert erscheinen lassen. Von diesen Hormonen habe ich/ haben wir wohl zu wenig abbekommen. Hätte ich/hätten wir gar keine, wäre die Antwort auf die Frage Kind ein klares “Nein”. Aber da ich/da wir so am hadern bin/sind, scheinen schon welche da zu sein nur nicht genug und nicht in Beziehung auf Babys um diese rosarot (oder himmelblau) verklärte Sichtweise herzustellen. Sie flammt zwar bisweilen auf aber hält sich doch schön mit dem gesunden Menschenverstand die Waage. Soviel zum Thema: “Sind wir normal?”
    Sich letzten Endes bei vollem Bewusstsein und ohne den hormonverstellten Blick für ein Kind zu entscheiden erfordert meines Erachtens eine übermenschliche Portion Mut. Die habe ich nicht und ich schäme mich auch nicht dafür. Wer würde sich schon ohne Narkose (bestenfalls mit ein bisschen Alkohol vorab wie im Mittelalter) aus voller Gesundheit heraus den Blinddarm entfernen lassen? Da hätte doch JEDE Panik! (Wieder so ein Fall von Fluch und Segen moderner Medizin.)
    Aber was tun, wenn sich der Wunsch nach einem Kind doch nicht wegwischen lässt?
    Ich halte es jetzt so wie unsere Vorfahren. Da hatte Frau nur die Wahl zwischen lebenslanger Abstinenz oder Kind. Vorausgesetzt, sie war körperlich gesund. Habe soeben sämtliche Kondome entsorgt damit ich nicht in Versuchung komme. Wenn ich nun tatsächlich schwanger werde, wird sich die Natur schon was dabei gedacht haben und dafür sorgen, dass ich das auch überstehe. Glaube versetzt bekanntlich Berge und vielleicht ersetzt er auch fehlende Hormone! Ich drück Euch und mir die Daumen!

    Liebe Grüße, Anna

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Liebe Anna,
      Danke für das Bloglob und Deinem Beitrag, auch wenn ich den Steinevergleich (auch wenn’s sicher übertrieben war) so natürlich nicht stehen lassen kann: Ein Kind ist wie ein Nierenstein????! Also ich hoffe Du freundest Dich, wenn es klappt, bald mit Deinem kleinen Steinchen an und freust Dich darauf ihn kennen zu lernen! Und fang bitte rechtzeitig an, mit jemandem über die bevorstehende Geburt zu sprechen. Ängste sind normal und können auch überwunden werden. Es kann auch ein irres Erlebnis sein, die Kräfte des eigenen Körpers kennen zu lernen, dass nichts mit dem Gefühl des “ausgeliefert seins” zu tun haben muss, dass Du wohl empfindest, wenn Du die Geburt als: als elementare körperliche Katastrophe des Kinderkriegens bezeichnest.
      Es gibt allerdings auch Ängste, die sind festzementiert. Für solche Fälle gibt es Schmerzmittel.
      Ask your lokal Hebamme!
      Viel Glück!
      Jana

      Antworten
    • Krath
      Krath sagt:

      Anna, ich kann dich gut verstehen, auch wenn ich “nur” 25 bin. Rational betrachtet ist es so, wie du es beschrieben hast.
      Ich habe irgendwann auch gesagt: 10 Jahre Pille sind genug, jetzt wirds eben was oder eben nicht.
      Mach dir trotzdem keinen Kopf. Es wird so, wie es wird und ich drücke dir die Daumen, dass du mit jedem Ergebnis glücklich wirst.

      Antworten
  43. Krath
    Krath sagt:

    Wow, das Thema stößt doch auf sehr viel Gesprächsbedarf, wie in den Kommentaren zu lesen ist.
    Für alle, die sich keine Schwangerschaft wünschen, oder sich davor fürchten: Ich finde es nach wie vor eine Frechheit, was man sich als Frau (meist von anderen Frauen) anhören darf, wie man belächelt wird oder welche Blicke man bekommt, wenn man laut sagt, dass man sich vor der Schwangerschaft fürchtet oder sich das für sich nicht vorstellen kann. Wenn man Angst vor den Veränderungen des Körpers und den Beschwerlichkeiten hat. Oder den des Geistes. Meistens sind das dann aber auch genau jene Leute, die nichts dazu beitragen, diese Angst abzubauen. (Zitat: “Ja, wenn dir das Kind auf die Blase tritt, dann machst du dir nun mal in die Hose, egal wo du gerade bist.” – Das ist für eine unabhängige Frau Anfang Zwanzig, die gerade Zweifel über einen Schwangerschaftswunsch äußert, sehr hilfreich… Bestimmt habt ihr sowas auch schon gehört.)
    Im Moment bin ich in der 32. Woche, aber ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich mal keine Schwangerschaft wollte und mich fürchtete und ich fand das nicht ungewöhnlich. Es geht immer so viel um Kinder, dass viele die Mutter und die 9 Monate davor vergessen. Ich denke, Angst vor einer Schwangerschaft und ihren Auswirkungen zu haben, ist völlig normal. Und wenn man sie mit 40 noch hat, ist das auch normal. Abnormal finde ich, dass darauf nicht eingegangen wird (“Wenn das Kind da ist, hast du das alles vergessen.” Danke,das hilft vorher ungemein.). Andere Ängste werden doch auch verbalisiert und kommuniziert, warum also nicht diese?

    Mein Apell an alle anderen: Nehmt diese Gefühle ernst, wenn ihr davon hört. Mit anderen Ängsten wie Höhenangst oder Klaustrophobie tut ihr es doch auch. Denkt an die Frau und nicht an ein Kind, das noch nicht mal gezeugt ist.

    PS: Meine persönliche Angst vor der Schwangerschaft: Dieser leere, intelligenzverlassene Blick, den Schwangere, frischgebackene Eltern und Großeltern bekommen, wenn sie über Nachwuchs reden und es plötzlich nichts anderes auf der Welt mehr gibt und das völlige Unverständnis, dass man gerade nicht über die Ausscheidung des Neugeborenen oder den letzten Ultraschall reden möchte. Ich hatte Angst, auch so zombiehaft zu werden. Ergänzend dazu: Schwangerschaftsdemenz. Ich hatte schlichtweg Angst, plötzlich unerklärbare, dumme Dinge zu tun oder anderweitig unzurechnungsfähig zu werden. Ja, Ängste sind nicht rational, darum sind es Ängste ;-)

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  44. motsi
    motsi sagt:

    Danke für den Beitrag. Irgendwie gehöre ich auch zu denen, mit Angst vor der Schwangerschaft. Seltsamerweise gar nicht vorrangig vor der Schwangerschaft an sich – Alien / Parasiten im Bauch, Hormonüberschwemmung – sondern davor, was die Ärzte dann alles mit mir machen wollen und ich so wie ich in meinem Umfeld höre plötzlich jedes Recht an meinem Körper verliere.

    Ich gebe zu, ich bin eine Kampfpatientin, hasse Arztbesuche – allen Voran Frauenarzt – und hatte schon so meine Probleme damit, wegen der Pille abhängig von der Frauenärztin zu sein. Emotionale Erpressung, wenn man nicht macht, was der Arzt für richtig hält, obwohl man doch durchaus eigenes Körpergefühl hat. Ich will nicht schwanger werden und dann die ganzen Untersuchungen haben und dann noch über “diese Zusatzuntersuchung ist superdupersinnvoll wegen dem und dem Risiko ist es sonst DEINE schuld, wenn du das nicht machst und dem kind was passiert” nicht nur von Ärzten sondern auch von allen.

    Von selbstbestimmter Geburt hatte ich noch nie was gehört, bis ich über den Blog hier gestolpert bin. Ich kenne – außer der Erzählung zur Geburt meiner Schwester, wo meine Mutter durchgehend gedroht hat abzuhauen, wenn es nicht nach ihrem Willen geht – nur Berichte. wo die Frau ins Krankenhaus kam und dann haben “die im Krankenhaus gemacht”. Berichte von “nach Schichtwechsel stehen dann eben andere Leute um dich rum und gucken zwischen deine Beine” finde ich … super.

    Ich will auch kein Kind haben. Ich möchte meine Selbstbestimmtheit nicht Aufgeben und diese Erwartung der Gesellschaft, die Muterrolle zu übernehmen, darin aufzugehen und glücklich zu sein, stößt mich ab und macht mir Angst. Ich will nicht für ein Wesen verantwortlich sein, das alleine nicht lebensfähig ist. Ich kann nichts mit Babys/Kindern anfangen.

    Alles könnte so schön sein, wenn mein Partner nicht einen extrem ausgeprägten Kinderwunsch hätte und von mir “erwarten” würde, auch einen zu entwickeln. Er sagt, dass er mich unterstützenwürde, aber ich weiß nicht, in wie weit er das tun würde. Stillen kann er eh nicht, das fesselt mich ans Kind/Haus, nicht ihn.
    Ich kann nicht abschätzen, ob der Kinderwunsch noch passiert – ich bin “erst” ende 20 und noch kann mir die biologische Keule eins überbraten – oder ob ich ihm die gleiche Pistole auf die Brust setzen soll, wie er mir. Dann gibt es ein “mich nur mit kindern” noch ein “mich nur ohne kinder” :/

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    • Clara
      Clara sagt:

      Motsi, nochmal zu deinem Beitrag konkret. Ich finde es total nachvollziehbar zu sagen, ich will kein Kind/brauch das nicht/kann damit nichts anfangen. Was ich problematisch finde ist, dass es bei dir so klingt, als würde diese Haltung v.a. aus negativen Erfahrungen anderer Personen (zu denen es auch bestimmt ebensoviele positive gibt, nur hört man die vielleicht nicht so laut) gespeist, wie aus der Annahme, was andere von dir als “Mutter” erwarten. Also da kann ich nur aus eigener Erfahrung mein persönliches Mantra weitergeben: Die Erwartungen der Anderen sind die Erwartungen der Anderen!
      Solange du dir mit deinem Partner darüber einig bist, was für Eltern ihr sein möchtet und was ihr für wichtig haltet und was nicht, ist doch alles gut. Dann können einen die Anderen doch mal.
      Aber wie gesagt, ich finde nicht, dass man Kinder haben wollen muss und weder finde ich kinderlose egoistisch noch kinderhabende selbstlos. Gibt es beides in allen Varianten, Leute ohne Kinder die immer nur ichichich schreien, Eltern, die immer nur von sich und ihren super-Kindern erzählen, aufopfernde Singles ohne Kinder, die sich sozial oder politisch engagieren und Alleinerziehende Mamas, die trotz Scheidungskrieg und Logopädieterminen noch das Krippenspiel organisieren und Tante Emmis 90. ausrichten. Und vor allem, ganz viel dazwischen!
      Ich denke, am Ende des Tages ist es wichtig ehrlich zu sich zu sein und dann nach dem zu handeln, was man in sich trägt, sonst wird es schwierig. Wenn dein Partner drängelt und du wirklich und wahrhaftig sagen kannst, ich sehe das nicht für mich, dann finde ich es nur anständig die Karten auf den Tisch zu legen. Er muss dann entscheiden, was das für ihn bedeutet. Hinhalten finde ich in dieser, ja doch recht existenziellen Frage, inakzeptabel. Wenn du sagst, vielleicht irgendwann, solltest du aber auch gleich sagen, dass das auch nein heißen kann. Vielleicht, ich weiß nicht, ob so viel Pragmatismus hier angebracht ist, setzt ihr euch eine Frist, bis zu der das Thema zurückgestellt wird, wenn du dir nicht sicher bist. Ihr könntet auch mit einem Profi das Thema erörtern, quasi als Kommunikations-Hilfe.
      Deine Arztphobie kann ich übrigens noch toppen, ich werde immer (!) ohnmächtig sobald ich nur einen Fuß in ein Krankenhaus setze, auch nur als Besucher. Meine kleine Krankenhausphobie. Kein Scherz. Das ist übrigens im Zusammenhang mit SS und Geburt nur mäßig lustig. Ich oute mich hier mal als Fan der ambulanten Geburt, hab ich selbst zweimal praktiziert, das geht im Prinzip so: Kind im Krankenhaus bekommen, zwei bis vier Stunden im Kreissaal abhängen, nach Hause gehen. Muss gut organisiert werden, ist es aber wert!!!

      Antworten
  45. Clara
    Clara sagt:

    Hallo, ein wichtiger Artikel , das zeigt ja schon die große Resonanz hier. Eine kleine Ergänzung von meiner Seite, 31 Jahre, zwei Kinder (1,5 und 4 Jahre). Ich wollte immer Kinder, aber ich war als Jugendliche ess-gestört und hatte extremen Respekt davor, was “fremde” Kontrolle über meinen Körper auslösen würde. Am größten war aber meine Angst, geradezu Panik vorm Stillen! Die totale Abhängigkeit und diese körperliche Absolutheit haben mir totale Angst gemacht. Von allen Dingen war ich am wenigsten skeptisch bezüglich der Geburt, keine Ahnung warum.
    Tatsächlich habe ich dann positives wie negatives erlebt. Meine erste Schwangerschaft war traumhaft, hat mich geradezu mit meinem Körper ausgesöhnt, den ich seitdem viiiiiiiiel mehr zu schätzen weiß. Stillen war überhaupt kein Problem für mich, auch wenn ich nicht zu den total begeisterten Anhängern gehöre. Es hat bei mir gleich geklappt, als hätte ich nie was anderes gemacht. Aber es hat mich auch fertig gemacht, körperlich und emotional, v.a. als meine Tochter mit 4 Monaten anfing sehr aktiv zu werden und immer nur sehr kurz trank und dafür jede Stunde… Beim Sohn war dann SS und Geburt ein absoluter Alptraum, aufgrund verschiedener Dinge, die hier im Prinzip nix zur Sache tun. Stillen wieder kein Thema, nur dass der Junge, Mega-aktive Mann aus jeder Mahlzeit einen Ringkampf veranstaltete. Ihn habe ich dann schließlich aus Notwehr deutlich früher abgestillt, als ich ursprünglich gewollt hatte. Hat auch irgendwie geklappt. Ich hätte eigentlich noch gern ein drittes Kind, aber nach meinen verschiedenartigen Erfahrungen fällt es mir schwer, mich dazu durchzuringen. Ich sage immer, ich HÄTTE gern noch ein Kind, aber BEKOMMEN ist ein anderes Thema. Ich denke, die uhr tickt noch nicht so laut, dass es eilt, andererseits, weiß man ja nie. Meine Schwägerin, 37, hat immer ihre Beziehungen beendet, wenn es drohte ernst zu werden und der Partner Kinder wollte, hauptsächlich aus der hier beschriebenen Angst vor dem Fremdbestimmt-sein. Jetzt ist sie an Krebs erkrankt, völlig überraschend, und wird wohl dank Chemotherapie und Bestrahlung keine Kinder bekommen. Obwohl sie das eigentlich für sich immer fest geplant hatte. Das ist für sie sehr schlimm.
    Und, zweiter Fall, mein Chef wurde sehr jung Vater, zog mit seiner Frau zwei Kinder im Studium groß, beide Promotion, er Habilitation, keine einfache Konstellation. Er liebte seinen Beruf, aber seine Frau und Kinder waren ihm das Wichtigste. Mit 48 Jahren wurde er Opa! Zwei Jahre später starb er, von einem Tag auf den anderen, an akuter Leukämie. Seine Kinder sind froh, dass sie noch mit ihm aufwachsen und ihn auch als Erwachsene erleben durften. Sein tragischer Tod hat mir geholfen, mich für meinen Kinderwunsch zu entscheiden. Carpe diem!
    Also, was ich sagen will, ja, ich kenne diese Ambivalenz und habe sie nach zwei Kindern immer noch, aber ich sehe auch, was passieren kann, wenn man wegen diffuser Ängste wichtige Dinge zu lange aufschiebt. Auch nicht-entscheiden heißt hier entscheiden und manches lässt sich einfach nicht mehr rückgängig machen. Leute, die es bereuen, dass sie keine Kinder haben kenne ich viele, Leute die bereuen, dass sie welche haben nicht. Was nicht heißen soll, dass es die nicht auch gibt.

    Antworten
  46. Romina
    Romina sagt:

    Liebe Jana,

    ich bin wirklich erleichtert dass ich diesen Blog gefunden habe. Meine Mutter hat selber mit mir 4 Kinder und ich selber bin 25. Als meine Mutter mich damals fragte ob ich Kinder möchte habe ich immer mit “Nein” geantwortet. Ich kam mit 16 mit meinem damaligen Freund zusammen und wir waren 8 Jahre, mit ewigem hin und her, in einer Beziehung. Jetzt bin ich seit fast 5 Jahren mit einer Frau zusammen und ich muss auch sagen dass wir verheiratet sind. Ich fühle mich sehr wohl und endlich komplett – allerdings habe ich immer noch bedenken was Schwangerschaften angeht.

    Ich wusste immer wie eine Beziehung funktioniert oder was ich an meinem Partner brauche und schätze damit ich ein leben lang mit diesem zusammen bleibe und mit meiner Frau habe ich wirklich alles was ich brauche und ich kann mich endlich darauf konzentrieren “wie es weiter geht…”. Wir wollen irgendwann Kinder haben – das ganz klar. Ich liebe Kinder und habe auch meine kleinen Geschwister mit groß gezogen aber dieses Gefühl selber schwanger zu werden, eckelt mich ein wenig an.

    Ich habe die Zeilen gelesen … die Angst dass es sich anfühlt als würde ein Alien in mir wachsen ! Genau das sage ich seit Jahren und keiner aus meinem Familienkreis oder Freundeskreis versteht es oder kann es nachvollziehen aber genau das sind meine Worte , meine empfindungen. Ich bin schon kurz davor zum Therapeuten deswegen zu gehen weil ich es selber nicht mehr aushalte mit der ständigen Angst zu leben und dennoch die Sehnsucht zu sagen ein eigenes Würmchen in den Armen zu halten. Ich habe alle Optionen mit meiner Frau durch gesprochen und sie würde auch ein Baby bekommen – wir würden auch gerne eins adoptieren aber in erster Linie ist ihr Wunsch dass auch meine Gene weitergegeben werden und bei einer künstlichen Befruchtung wäre ja auch schon die Befruchtung an sich “angenehmer”. Wir haben schon lange darüber gesprochen und Sie ist auch sehr geduldig und ich weiß , wir haben noch sehr viel Zeit aber ich möchte mich schon früh genug darauf vorbereiten denn ich wüsste dass wenn es größer werden würde, oder sich in mir bewegen würde – ich würde mich eckeln, Angst bekommen oder gar brechen. Ich musste schon fast brechen als ich bei meiner Arbeitskollegin aus dem Bauch das Füßlein des Babys gesehen habe ( Sie war Hochschwanger und es hat gegen die Bauchdecke gedrückt und es war ein kompletter abdruck des Fußes zu sehen und viele Frauen mögen es, aber ich bin kreidebleich geworden!!! )

    Ich werde mich auch weiterhin informieren ob es Therapeuten gibt… ich möchte ja irgendwann Mama sein und auch sagen können: ” Ich hab’s geschafft ” und ” ich liebe mein Kind weil ich es 9 Monate unter meinem Herzen getragen habe “.

    Ich wünsch euch auch alles Gute
    Liebe Grüße
    Romina

    Antworten
  47. Sandy
    Sandy sagt:

    Ich habe tatsächlich ALLE Beiträge hier gelesen. Auffällig finde ich, dass es doch vor allem intelligente, reflektierte, selbstbewusste Frauen sind, die fest im Leben stehen…und die hier von ihren Erfahrungen berichten.
    Ich weiß nicht, ob es zu diesem Thema auch schon wissenschaftliche Studien gibt, die sich interdisziplinär mit diesem (neuen???) Phänomen befassen. Mich interessiert neben dem Blick auf die psychologische/soziologische Seite vor allem die historische! Ich befürchte jedoch eine eher dünne Quellenlage. Wann immer Frauen in der Vergangenheit diese Ängste gespürt haben mochten, sie haben wahrscheinlich nur wenige Möglichkeiten gefunden, diese in einem sicheren Rahmen zu äußern. Ich persönlich vermute, dass es diese Ängste und reflektierten Ambivalenzen zwischen einem gesellschaftlich auferlegten biologischen Rollezwang und persönlichem Autonomiebstreben schon in allerfrühster Zeit gab. Ich muss da spontan an die griechische Mythologie denken, wonach Artemis und Athene auf eigenen Wunsch unverheiratet und ohne Kinder blieben. Ich kann mir auch vorstellen, dass es vielleicht neuere Berichte aus den emanzipierteren 20er und 60er/70er Jahren geben könnte.
    Falls also jemand von euch eine ernstzunehmende Studie kennen sollte, wäre ich über jeden Hinweis dankbar!

    Gruß
    Sandy

    Antworten
  48. Rebecca
    Rebecca sagt:

    hallo zusammen,

    auch ich gehöre zu den Frauen, welche absolute Angst vorm schwangersein haben. Ich bin 27 Jahre alt. Mein Mann ist 12 Jahre älter. Wir haben beide gute jobs, ein Haus. Alles ist perfekt. Ich wusste schon als Kind dass ich Mama werden will. Nur jetzt wo es konkret wird habe ich absolute Panik. Richtig wissen warum tue ich nicht.
    ein Grund ist sicher auch, dass mein Chef mich sehr unter Druck gesetzt hat, dass ich nicht ausfallen dürfe. Vor kurzem hat er mir dann wieder nahe gelegt, die nächsten 2 Jahre nicht ausfallen zu dürfen. Ich habe ihm dann mehr oder weniger offen gelegt, dass ich Kinder will und ich ihm das nicht versprechen könne.
    Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Ich habe ständig dieses Gedankenkarussell. Ich bemühe mich derzeit um einen Platz bei einem Psychologen, aber einen Platz zu finden ist äußerst schwierig. Bei einem Erstgespräch war ich schon. Die Psychologin meinte, ich solle es versuchen schwanger zu werden.
    ich will auch eigentlich nicht mehr warten, aber jedesmal wenn wir es drauf anlegen gerate ich wieder total in Panik, dass es passiert sein könnte.
    Meine mum meint immer, dass sich das legt, wenn ich erstmal schwanger bin. Wenn ich wüsste dass es so ist, würde ich den Sprung echt wagen, aber ich habe so Angst, dass es mich total verspult, wenn ich wirklich einen positiven test in den Händen halte.
    ich wäre so gerne, wie andere Frauen, die einfach schwanger werden und sich mega freuen.
    Ich kann mir doch ein Leben ohne Kinder nicht vorstellen. Daher sage ich mir immer, warum warten…
    Ich weiß einfach nicht weiter….

    Antworten
  49. ina
    ina sagt:

    wie auch bei meinem ersten Kind war ich nicht voller Freude als ich wusste ich bin Schwanger.
    Ich mag das Gefühl überhaupt nicht “fremdbesetzt” zu sein. Vor allem bedeutet es für mich ein Leben voller Einschränkungen zu führen und wenn ich an die Geburt denke, kriege ich jetzt schon Heulkrämpfe und Panikattacken mit Bauchkrämpfen.
    ABER so ätzend ich das jetzt alles empfinde, wenn sich das Baby im Bauch bewegt, dann bin ich Mutter und nix anderes mehr. Es stößt ja nicht gleich einen ganzen Fuß durch die Bauchdecke. Sondern es bewegt sich und ich spüre das Leben in mir. Die Bewegungen des Babys, kamen mir zumindest bei meiner Tochter, als was ganz natürliches vor. Als Zeichen “es wird alles gut”. Gerade die Ängste vor der Geburt hatte ich da auch schon. Ist aber schon 14 Jahre her und die Erinnerungen sind nicht mehr frisch.

    Antworten
  50. Rebecca
    Rebecca sagt:

    Ich hatte letzte Woche ein Erstgespräch bei einem Psychologen und bin nun Gott Sei Dank unter gekommen. Ab januar habe ich jede Woche einen Termin bei ihm. Ich habe ihn gefragt, wie er die Situation sieht, ob ich nun weiter versuchen soll, schwanger zu werden. Er konnte mir darauf keine Antwort geben.
    Momentan geht es mir wieder nicht so gut. Die fruchtbaren Tage rücken immer näher und ich weiß einfacht nicht, ob wir sollen oder nicht. Ich will einfach nicht, dass es mir wieder so schlecht geht aber andererseits will ich doch Mama werden. Das Thema frisst mich auf.
    Wenn ich nur wüsste, dass die Schwangerschaftshormone ihre Arbeit tun und mir die Ängste etwas nehmen, dann würde ich mich echt drauf einlassen.
    Hätte mir vor ein paar jahren jemand gesagt, dass das was ich mir schon immer wünschte, mir mal so “Probleme” bereitet, ich hätte es sicher nicht geglaubt….

    Antworten
      • Rebecca
        Rebecca sagt:

        Vielen Dank. Ich weiß nun nur nicht wie ich weiter machen soll. Ich habe mir auch ein Buch gekauft “Ängste bewältigen und verstehen”. darin ist zu lesen, dass man oftmals auch mit Angst in eine Situation gehen soll. Meistens stellt man dann fest, dass diese unbegründet war.
        Ich weiß einfach nicht, ob ich es wagen soll. Habe aber sehr Angst, dass ich total schachmatt bin, wenn ich wirklich schwanger bin. Welchen rat würdest Du mir als Hebamme geben?

        Antworten
        • Jana Friedrich
          Jana Friedrich sagt:

          Liebe Rebecca, ich bin keine Psychologin, daher bin ich hier nicht die Richtige für einen Rat. Ich kann Dir auch nicht versprechen, dass mit den Schwangerschaftshormonen alles gut wird. Wenn Du die ganzen Beiträge gelesen hast, hast Du erfahren, dass das bei manchen Frauen der Fall war, bei Anderen nicht. Ich glaube das es richtig gut ist, Dich in dem Prozess von einem Psychologen begleiten zu lassen und dann für Dich festzustellen, ob Du es wagst.
          LG
          Jana

          Antworten
        • Tina
          Tina sagt:

          Liebe Rebecca,

          du sprichst mir aus der Seele. Mir geht es ganz genauso wie dir. Ich bin auch am überlegen mir psychologische Hilfe zu suchen aber habe mich bis jetzt noch nicht getraut. Allerdings probiere ich im homöopathischen Bereich schon seit 2 Jahren alles mögliche aus. Bis jetzt hab ich mich aber noch nicht mal getraut einmal die Verhütung weg zu lassen. Ich denke jeden Tag darüber nach wie ich meine Angst überwinden kann und bin langsam am echt am verzweifeln da ich mir ein Leben ohne Kind nicht vorstellen kann. Gerne würde ich mal privat mit dir schreiben um zu erfahren was dir die Therapie bringt. Wenn du möchtest kann dir Jana gerne meine E-Mail Adresse weiter geben.

          Antworten
  51. Ghostwriter
    Ghostwriter sagt:

    Hallo zusammen!

    Eines vorweg: Vielen Dank für diesen Artikel und die vielen, vielen differenzierten und intelligent geschriebenen User-Kommentare!
    Ich habe schon in der Vergangenheit versucht, Diskussionen zu diesem Thema in diversen Foren zu finden. Allerdings finden solche Diskussionen oft auf einem derart unwürdigem Niveau statt und sind geprägt von Klischeevorstellungen und “faschistoid” anmutenden “Moralwächtern”, dass man sich gar nicht traut irgendetwas zu schreiben, das irgendwie nach “Ich möchte keine Kinder!” oder “Ich möchte mein Leben nicht aufgeben!” klingt!

    Zu meiner Person: Ich bin 36 Jahre alt, studiert, habe einen guten und fordernden Job und bin sehr, sehr, sehr glücklich verheiratet. Was ich an meiner Person gar nicht so besonders finde aber in diesem Kontext doch eher ungewöhnlich zu sein scheint: Ich bin ein Mann.
    Verwunderlich, dass anscheinend nur Frauen den Drang haben, sich zu diesem Thema auszutauschen.
    Natürlich leide ich nicht unter einer Schwangerschaftsphobie ;-). Meine Frau allerdings schon. Wenn gleich ich bis gerade noch nicht einmal wusste, dass dieser Terminus überhaupt existiert.

    Meine Frau und ich haben uns noch während der Schulzeit kennengelernt und sind jetzt seit über 17 Jahren ein Paar. Geheiratet haben wir im letzten Jahr. Und obwohl wir es uns beide nicht so recht vorstellen konnten, ist durch die Hochzeit etwas passiert, mit dem wir nicht gerechnet hatten: Alles wurde irgendwie noch schöner, noch besser, noch inniger.

    Kurzum: Unsere Beziehung ist so, wie wir sie uns wünschen. Alles ist perfekt. Wie lieben es, unsere Zeit miteinander zu verbringen, verreisen gerne (auch gerne weit), sind leidenschaftliche Kinogänger, lieben unseren Freundes- und Familienkreis und haben gemeinsame als auch separate Hobbies, lassen uns die Freiräume, die wir brauchen und sind immer füreinander da.

    Eigentlich könnte alles so bleiben wie es ist. Wenn da nicht diese verdammte biologische Uhr wäre! Das Problem: Wir müssten uns ziemlich bald entscheiden, ob wir ein Kind wollen oder nicht. Dazu sind wir beide im Moment aber nicht ansatzweise in der Lage!
    Dazu muss gesagt werden, dass ein ausgeprägter Kinderwunsch bei uns beiden nie existiert hat. Für mich galt immer das Motto “Wenn’s passiert, dann passiert’s halt” und das ist auch eigentlich immer noch so.

    Meine Frau kann das Ganze natürlich nicht so leicht sehen. Logisch: Die Konsequenzen einer Schwangerschaft sind bei einer Frau sowohl biologisch als auch aus sozialen Gesichtspunkten einfach weitreichender:

    Da sind die Veränderungen am eigenen Körper.

    Da ist der hart erarbeitete Job. Meine Frau ist zwar kein Karrieremensch, aber sie möchte die Stelle, die sie im Moment ausfüllt, aus vielerlei Gründen nicht verlieren. Und das Risiko ist sehr hoch, dass sie nach einer Schwangerschaft nicht mehr in diese Position zurück kommt.

    Da ist natürlich auch ein geschüttelt Maß “Egoismus” dabei: Uns beide täte es in der Seele weh, nicht mehr in der Lage zu sein, abenteuerliche Fernreisen zu unternehmen oder spontan auszugehen.

    Die größte Angst hegt meine Frau allerdings davor, dass sich durch ein Kind in unserer Beziehung etwas zum Negativen hin verändern könnte. Und ich kann es durchaus nachvollziehen: Wie ich es weiter oben schon schrieb, befinden wir beiden uns in einer Situation, um die uns die meisten Menschen wahrscheinlich beneiden würden: Wir sind WIRKLICH glücklich miteinander und das schon seit einer sehr langen Zeit.

    Dann stellt sich einem durchaus die etwas plakativ-naive Frage: Wenn doch alles perfekt ist, ist dann nicht die Chance, dass eine so massive Veränderung alles zum “schlechteren” wendet, zwangsläufig höher???

    Eine weitere Angst, unter der meine Frau leidet: Sie möchte auf GAR KEINEN FALL in diese klassische “Rollenhölle” (Er: Geldverdiener, Fußballfan und Autoschrauber; Sie: Mama und Herdbedienerin) hineingezwängt werden!

    Wir haben es in unserem Bekannten- und Freundeskreis schon oft erlebt, dass intelligente, interessante und lebenshungrige Menschen, mit denen man früher über alles mögliche reden konnte, sich selber nach der Geburt nur noch auf ihre Rolle als Mama oder Papa reduzieren und es auf einmal nur noch 1 einziges Gesprächsthema gibt (welches, muss ich hier sicher nicht weiter ausführen)! Ich glaube manchmal sogar, dass viele Paare am Ende wirklich nur noch “Mama & Papa” sind und nicht mehr “Frau & Mann”. Das ist eine Vorstellung, die uns beiden wirklich Angst einjagt.

    Was irgendwie absurd ist: Wir haben es ja durchaus selber in der Hand.

    Meine Frau leidet derzeit extrem darunter, dass sie sich nicht ansatzweise entscheiden kann. Würde sie sich gegen ein Kind entscheiden, wäre das für mich vollkommen OK. Würde sie sich für ein Kind entscheiden, würde ich ebenfalls nicht zurückschrecken. Auch wenn einige der Bedenken meiner Frau auch meine eigenen sind, aber ich kann damit (aus welchen Gründen auch immer) besser umgehen und bin eigentlich der Überzeugung, dass wir das geschaukelt kriegen (einfach weil wir in unserer Beziehung sehr stark aufeinander eingehen und immer über JEDES Problem sofort reden).

    Aber diese vollkommene Unfähigkeit zu einer Entscheidung zu gelangen, das Gefühl, vollkommen blockiert zu sein, damit kommt sie derzeit gar nicht zu Rande und dies raubt ihr sehr viel ihrer Lebensqualität.

    Leider wissen wir, dass meine Schwiegereltern und auch die Großmutter meiner Frau sowie meine eigenen Eltern nur darauf brennen, einen Enkel bzw. einen Urenkel zu bekommen. Gerade meine Mutter und ihre Großmutter können es sich manchmal einfach nicht verkneifen, Sprüche abzulassen wie: “Wann ist es denn bei Euch endlich so weit?” oder Ähnliches.

    Ich würde dann am Liebsten ausfallend werden. Im Geiste würge ich sie dann ;-) in echt Lächle ich und sage irgendeine nichtssagende Floskel. Klar, meinen sie es nicht böse. Aber anscheinend kann sich die Generation unserer (Ur-)Eltern einfach nicht vorstellen, was das für einen Druck ausüben kann (ich frage mich dann immer, was solche Gedankenlosigkeiten wohl bei Paaren anrichten, die ein Kind wollen, bei denen es aber einfach nicht klappt).

    Vor einem halben Jahr ist meine Frau Patentante von dem Baby eines sehr gut befreundeten Pärchens geworden. Das Baby ist unglaublich niedlich! Wir verbringen viel Zeit bei diesem Pärchen und es macht uns einen Heidenspaß, das Kleine zu bepuscheln. Aber wenn wir dann nach Hause kommen und wieder Ruhe haben, sind wir nicht wirklich traurig darum.

    Wenn ich versuche, die hoch emotionale Frage nach dem Kinderwunsch mittels einer rationalen und klassischen Pro & Contra-Liste zu beantworten, sehe ich auf der Contra-Seite eine erdrückend lange Liste von Gegenargumenten und auf der Pro-Seite nur etwas nebulöses wie “Bereichert vielleicht das Leben” oder “Gibt dem Leben vielleicht mehr Sinn”. Und es sagen halt auch alle bereits gewordenen Väter und Mütter, dass ein Kind das Beste ist, was einem passieren kann.

    Aber was ist, wenn es einfach nur politisch höchst inkorrekt ist, zuzugeben, dass es ein Fehler war, dem eigenen Kinderwunsch nachgegeben zu haben???

    Mir hat mal ein Arbeitskollege erzählt, dass er deswegen so viele Überstunden macht, damit er länger in der Firma bleiben kann und die Kinder vielleicht schon im Bett sind. Wobei ich dazu aber auch sagen muss, dass dieser Mann das hinterletzte A****loch ist. ;-) Jedenfalls möchte ich so niemals enden…

    Interessant (aber nicht überraschend) finde ich, dass es meistens eher kopfbetonte Frauen sind, die dieses Problem mit sich rumschleppen. Meine Frau zählt (sich) selber dazu: Sehr intelligent und immer darum bemüht, die Kontrolle zu wahren. Sie bezeichnet sich selber als kleinen Kontrollfreak.

    Was wir jetzt tun müssen, ist: Für uns feststellen, ob da wirklich ein Kinderwunsch existiert oder ob dieser nur vom Umfeld oder der Angst, im Alter allein zu sein, getrieben ist.

    Letzten Endes kann uns da niemand wirklich bei helfen. Aber mir war es wichtig, unsere eigenen Erfahrungen unter den Blog zu setzen. Vielleicht hilft es ja anderen Menschen.

    Meine Frau kennt diesen Blog und die zugehörige Diskussion noch nicht. Ich werde sie heute nach Feierabend darauf hinweisen. Ich denke, sie fühlt sich sehr alleine mit diesem Problem und evtl. hilft es ihr ja, festzustellen, dass sie offensichtlich gar nicht so alleine ist.

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Lieber Ghostwriter, erst einmal vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar. Ich finde es total spannend Deine Gedanken zu dem Thema zu lesen, vielleicht auch, weil Du der Erste Mann bist, der sich dazu äußert. Ich werde mir auf keinen Fall anmaßen, Euch helfen zu können. Schon allein deshalb, weil ein Kind zu bekommen eine der persönlichsten Entscheidungen ist, die ein Paar treffen kann. Da sollte einem wirklich keiner reinreden.
      Zu einigen Punkten möchte ich aber gerne ein paar Gedanken beisteuern:
      Ich glaube die Entscheidung ein Baby zu bekommen ist nie (oder fast nie) rational begründet, sondern einfach ein Wunsch, vielleicht auch ein Instinkt, der plötzlich so mächtig wird, das man ihm gerne nachgibt. Daher glaube ich, dass einem eine Positiv- Negativliste nicht wirklich hilft. Letztendlich muss es, denke ich, eine Bauchentscheidung sein.
      Ich verstehe die Angst ein Kind könnte die perfekte Harmonie der Beziehung stören. In eine liebevolle Zweierbeziehung eine dritte Person herein zu lassen kann ein Risiko sein. Eifersucht kann entstehen, der Fokus verändert sich…Es ist ein Abenteuer. Es kann großartig werden oder sehr anstrengend – am Anfang meistens beides.
      Aber – und deshalb nerven Eltern so mit ihrem Kindergequatsche ;-) – man kann vorher einfach nicht erahnen, wie viel zusätzliche Liebe einem durch ein Kind erwächst. Man teilt ja nicht die vorhandene Liebe durch drei, sondern es wird einfach noch mehr! Ich glaube in einer Beziehung, in der alle Gedanken, Wünsche und Bedenken geäußert werden und in der sensibel mit Rollenverständnis und -Verteilung umgegangen wird, besteht auch nicht die Gefahr, dass das Kind die Beziehung (zer)stört. Sie wird dadurch bestimmt sogar noch bereichert, wenn man das möchte. Ich persönlich fand es auch unglaublich spannend zu sehen, was aus dem Gemisch von zwei sich liebenden Personen entsteht.
      Ich finde es aber auch total legitim einfach alles so zu belassen, wie es ist und damit glücklich zu sein. Ein Kind ist ja kein Muss.
      Und ja, ich glaube der Kollege ist bescheuert und hat wohl einfach keinen Bock auf Familie.
      Gerade wenn man lange in Zweisamkeit glücklich war ist die Umstellung mit einem Kind extrem. Man muss Lust haben sich darauf einzulassen. Es kann toll werden.
      Ich wünsche Euch eine gute Entscheidungsfindung, wie auch immer die aussieht.
      Liebe Grüße,
      Jana

      Antworten
      • Lisa
        Lisa sagt:

        Hallo Ghostwriter und alle Männer, die hier vielleicht auch noch mitlesen:

        Wenn ein (großer) Teil der Schwangerschaftsphobie eurer Partnerinnen in der Angst vor der „Rollenhölle“ besteht, dann wäre vielleicht ein Weg dem zu begegnen, einen Plan zu machen (gemeinsam oder ihr kommt schon mal mit den ersten Ideen, ohne sie damit zu überfahren) wie ihr GLEICHBERECHTIGT Elternzeit aufteilen könntet und wann ihr dadurch der frühe Wiedereinstieg in den Job möglich wäre, eben nicht die „klassischen“ 12 Muttermonate und 2 Vätermonate, da gibt es die kreativsten und individuellesten Möglichkeiten, solang jedes Elternteil nur mindestens 2 Monate nimmt.

        Wie könntet ihr bringen/abholen zu KiTa organisieren, … zeigt ihr wie ihr euch einbringen könntet GLEICHBERECHTIGT bei Kinderbetreuung (auch im Krankheitsfall) und Haushalt eingebunden zu sein (oder eine Putzhife zu organisieren wäre ;) ), so dass dieser Teil des potentiell neuen Lebens eben nicht nur an eurer Partnerin hängen bleibt.
        So ein konkreter Plan hiflt der kopfbetonten Frau vielleicht mehr als das flapsige „das kriegen wir schon irgendwie hin“, bei dem sie vielleicht mehr an Wir=Du (also die Mutter allein) denkt.

        Was man von dem „alten“ Leben vor dem Abenteuer Kind beibehalten oder nach einer Zeit wieder aufnehmen kann, steht jedem frei und erfordert eben eine neue Herangehensweise (Babysitter zum Ausgehen, Fernreisen mit ein bisschen mehr Gepäck und anderem Schwerpunkt?, aber z.B. in Asien mit Baby/Kleinkind ganz viele nette Begnungen, …)

        Das „Kindergequatsche“ passiert Eltern leider wie allen die ein (neues) Hobby haben, dass sie sehr begeistert ;-)
        Gerade solange die Kinder klein sind und jeden Tag neues lernen wächst diese Begeisterung und Liebe manchmal ins Unermessliche.

        Alles Gute und viele Grüße,
        Lisa

        Antworten
        • Tani
          Tani sagt:

          Oh Lisa… so wahr, so wahr… hab auch so einen “Wir schaffen doch alles”-Mann… da wären echt Taten besser, als Worte… auch vorher mal schon sich zu kümmern und sich zu interessieren würde irgendwie viel mehr Vertrauen machen.

          Antworten
  52. Britta
    Britta sagt:

    Ich(37,15 Jahre verheiratet) kenne die Phobie zur genüge und hasse mich für mich und mein Tun.Ich habe einen Kinderwunsch,das weiß ich. 2x war ich schwanger.(mit 21 und mit 34)Habe abgebrochen im 2. monat. Es ging nicht. Sobald da 2 Streifen waren drehte ich durch. Schlug auf meinen Bauch ein,nahm Unmengen Vitamin C…Arthotec. Das ganze Programm. In dem Moment wollte ich lieber tod sein als diesen Ekel,dieses “Ding”in mir zu haben. Hass und Liebe gleichzeitig. Ich redete auf das Kind ein:”Verschwinde,ich schaffe es nicht” Die Verschmelzung zweier Leben war so schön(Empfängnis) und dann das.Sicher spielt bei mir auch noch Eitelkeit mit hinein,nicht fett alt und wabblig zu sein,aber nicht nur.Bis zum 30. Lebensjahr fand ich keine Anhaltspunkte. Kein Psychologe konnte mir helfen.Im Gegenteil. Mein Verhalten rief tiefe und vor allem OFFENSICHTLICHE Verachtung hervor. Mit 31 kam ein vages Gefühl woher und warum. Und mit 33 gings richtig los. Erinnerungsfetzen,Bilder blitzten im Kopf auf. Ich wurde als Kind missbraucht. Mein Unterbewusstsein hat das tief,tief verbannt,aber der Ekel vor dem “Fremden” in mir ist geblieben. Ich kann mich nicht wehren,würde wieder durchdrehn,das rationale Denken ist einfach weg! Kann man mich nicht ins Koma legen bis es vorüber ist? Ich würde so gern ein Kind im Arm halten…

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Liebe Britta, wenn Du das Thema Schwangerschaft angehen möchtest, dann hol Dir bitte professionelle Hilfe. Ich glaube nicht, dass Du das ganz alleine schaffst.
      Ich wünsche Dir viel Kraft und Glück!
      LG
      Jana

      Antworten
    • Lisa
      Lisa sagt:

      Ein Teilelement auf dem Weg der Heldin von “rein rationalen (Wieso ein Kind?!)” zum “irrationalen (Kinderwunsch)” ist der Ansatz Kinder als eine Art Zeitmesser zu verstehen.

      Antworten
  53. Friederike
    Friederike sagt:

    Vielen Dank für diesen Artikel! Ich bin auch eine -ehemalige- Schwangerschaftsphobikerin und habe mich in jeder einzelnen Aussage des Artikels wiedergefunden! Ich glaube, man kann die Angst davor überwinden, indem man den Schritt tut, ohne nachzudenken- also schwanger werden und dann Tag für Tag damit (er-)leben. Die Panikattacken und das befremdliche Gefühl weichen meiner Erfahrung nach leider nicht mit dem positiven Schwangerschaftstest. Es ist ein Prozess. Wenn das Baby dann da ist, spürt man vielleicht im Rückblick auch die schönen Erinnerungen an diese doch so besondere Zeit.
    Ich habe mich inzwischen für ein zweites Kind entschieden, da es einfach wunderschön ist, ein Kind zu haben und es aufwachsen zu sehen. Bei der ersten Geburt habe ich mich für einen Kaiserschnitt entschieden- das hat mir die Angst genommen und war eine goldrichtige Entscheidung. Bei der bald anstehenden Geburt lasse ich die Dinge auf mich zukommen- es macht Mut zu wissen, dass man das alles schon einmal geschafft hat. Und das Ergebnis- ein Kind- ist es tatsächlich wert, sich der Angst zu stellen.

    Antworten
  54. Kerstin
    Kerstin sagt:

    Guten Abend,

    auch ich behaupte mich in die Reihe der Schwangerschaftsphobiker einordnen zu können. Ich hatte nie einen konkreten Kinderwunsch, andere Dinge waren mir immer wichtiger, ich hielt es lange Zeit für überflüssig in diese Welt noch weitere Kinder zu setzen und eine Zeit lang war ich fest davon überzeugt, wenn ich Schwanger werden würde, aus versehen,würde ich es sicher nicht behalten wollen. Mit Kindern und Babies im Bekanntenkreis konnte ich nie etwas anfangen, da ich, wie mir inzwischen klar wird, aus Angst ich könnte sie doch niedlich finden und meine Meinung ändern, bewusst abgeblockt habe. Dann, Ende 20 kam ich in eine Phase in der ich mir sagte: könnte schon sein, dass ich irgendwann mal ein Kind bekomme, das müsste aber schon ein ganz toller Mann sein, der es schafft mich mit seiner Begeisterung dafür mit zu reißen – und das ist alles noch ganz weit weg, ich hab Zeit. Nun ist dieser Mann da, ich bin Anfang 30, beruflich ist es zwar nicht ideal aber machbar (sicherer wird es in den nächsten 5 Jahren eher nicht mehr werden, jedenfalls für mich, aber ich bin erfolgreich im Job) und wie hätten die volle Unterstützung unserer Familien. Trotzdem bin ich hin und her gerissen. Angst vor so viel Verantwortung, Angst die Karriere an den Nagel hängen zu müssen für die ich so hart gearbeitet habe, Angst viel Freiheit einzubüßen (eigentlich Quatsch, wie haben schon nen Hund können eh nicht mehr einfach machen was wir wollen – sicher nicht ganz vergleichbar, aber erfodert auch einiges an Organisationstalent), Angst vor der körperlichen Veränderung (auch ich kann diesen Glanz bei Schwangeren Frauen nicht wahr nehmen und habe Angst mit 9 Monate lang da durch zu quälen), Angst davor die Bewegungen des Kindes als fremd zu empfinden, Angst vor der Geburt, Angst dass der Körper hinterher so viel anders ist als vorher etc., Angst davor, dass mit dem Kind war “nicht in Ordnung” sein könnte. Und auf der anderen Seite möchte ich mich gerne darauf einlassen, möchte mir gerne diesen Arschtritt geben und es einfach wagen, einem Kind die Welt zeigen und in die Aufgabe rein wachsen und eine kleine Familie werden. Ich habe das Gefühlich habe so viele Ängste, die mir den Weg davor versperren ein Baby einfach nur süß und toll und spannend zu finden. Während es meinen Mann einfach nur überglücklich machen würde, bin ich hin und her gerissen. Wobei ich irgendwie auch finde, dass Frauen heut zu Tage einen riesen Spagat zwischen Beruf, Kindern und Co. hinlegen müssen und während Mann die Schwangerschaft liebevoll begleitet, ist Frau die, die evtl. mit ihrem Körper zu kämpefn hat (sorry Männer- ich möchte euch nicht unrecht tun!). Dazu kommt, dass ich eh noch nie das gesündeste Körpergefühl hatte, was sicher viel zu meiner Haltung mit beiträgt, die Angst mich hinterher nicht mehr annehmen zu können. Ich denke, wenn ich zufällig Schwanger werden würde, würde alles gut werden, aber die Bewusste Entscheidung fällt mir extrem schwer.

    Schön das es diesen Blog gibt, mir hats geholfen :)

    Antworten
  55. Paola
    Paola sagt:

    Hallo Ihr Lieben,
    Ich hab die Tage weiter oben schon etwas geschrieben. Heute hab ich es geschafft alle Kommentare zu lesen,naja fast alle.

    Ich bin froh zu lesen, dass es noch viele Frauen gibt,denen es genauso oder ähnlich geht wie mir.
    Ich leide seit fünf Jahren an einer Angststörung mit Panikattacken. Die Attacken sind zum Glück seit einem guten Jahr auf ein Minimum beschränkt.

    Vor einem halben Jahr haben mein Mann und ich geheiratet, nun kommt natürlich immer wieder die Frage wann denn endlich Nachwuchs käme.

    Es würde alles passen wir haben beide unsere guten Jobs, Platz wäre auch da und von Beruf her hab ich schon mit Kindern zu tun -ich bin Erzieherin.
    Leider macht mein Kopf mir einen Strich durch alles. Ich habe Angst vor der Schwangerschaft, Angst wie oben beschrieben “ein Alien” in mir zu haben, Angst nach einer Zeit nicht mehr zu wollen oder zu können. Angst bei der Geburt zu sterben das ist wohl die größte Angst -da ich noch nie im Krankenhaus war und panische Angst vor Narkosen habe. Aber ich wünsche mir ein Kind.

    Hab spontan vor ein paar Tagen den Schritt gewagt einfach keine Pille mehr zu nehmen – nur ganz auf Verhütung zu verzichten schaffe ich wohl (noch) nicht. Das Thema Kind beherrscht mich tagtäglich:-( und macht mich fast verrückt. Ich überlege mich an eine Hebamme zu wenden oder eine Therapeutin…. Ich bin mir froh zu sehen das es noch viele Frauen gibt denen es auch so geht und ich nicht alleine so “da stehe”

    Vielleicht hat ja die ein oder andere Lust sich auszutauschen. Die Gruppe auf fb hab ich leider auch nicht gefunden.
    Ich bin 31 und aus dem Saarland.

    Lieben Gruß Paola

    Antworten
    • Bine
      Bine sagt:

      Hallo ihr Lieben,
      Viele Beiträge sprechen mir aus der Seele. Es war für mich sehr interessant allesamt zu lesen.
      Ich stehe gerade vor einem riesigen Problem.
      Eigentlich hatte ich in jungen Jahren nie einen Kinderwunsch. Mit 20 wurde ich ungewollt schwanger. Damals habe ich einen Abbruch vornehmen lassen, den ich nie bereut habe. Nun bin ich 39. Das Thema Kind beschäftigt mich seit ca. 2 Jahren. Mein Mann ist 48. er hat aus erster Ehe einen Sohn. Er ist 20. Daher war er am Anfang des Themas Kind auch eher abgeneigt, auch in Bezug auf unser Alter. Nach langen Gesprächen hat er sich jedoch darauf eingelassen. Nach nur 2 Monaten hat es nun geklappt, und jetzt habe ich Panik wie nie. Ich frage mich, ob wir nicht schon zu alt sind, ob ich die Verantwortung überhaupt übernehmen kann und will. Ich habe Angst vor der großen Veränderung, Angst vor der körperlichen Veränderung. Das größte Problem ist die Angst, dass ich meinem Mann das alles aufgeschwatzt habe, ohne Rücksicht auf ihn. Ich weiß noch nicht, wie ich mich entscheide, und habe auch riesige Angst vor der falschen Entscheidung.

      Antworten
      • Miriam
        Miriam sagt:

        Hallo “Bine”,wie geht’s dir? Bin 37,mein Mann 43 und habe panische Angst vor dem Schwanger sein:-( Mein Mann hat auch einen Sohn aus der ersten Ehe…. Wie fühlst du dich momentan wenn du schwanger bist? Lg,Miriam

        Antworten
        • Bine
          Bine sagt:

          Hi Miriam,
          die Schwangerschaft hat nicht gehalten. Ein paar Tage nach meinem Beitrag habe ich Blutungen bekommen… die Situation ist nun nicht einfacher. Die Angst vor einer Schwangerschaft ist nach wie vor groß…. der Wunsch nach einem Kind aber auch. Was ist denn Deine größte Sorge?

          Antworten
    • Tani
      Tani sagt:

      Hallo Paola,

      ich bin 32 und auch aus dem Saarland :) Ich würde mich gerne mit dir austauschen.

      Ich hab im Sommer schon einmal hier kommentiert und ich muß sagen, dass es mir auch unheimlich hilft zu wissen nicht allein zu sein mit diesen Gedanken. Ich habe im letzten Jahr eine Therapie gemacht und ich habe das Gefühl, dass mir das sehr viel gebracht hat. Z.B. versinke ich nicht mehr im Boden vor Scham oder weil ich nicht weiß, was ich antworten soll, wenn mich jemand konkret auf die Kinderfrage anspricht. Außerdem glaube ich langsam, dass sehr viele Frauen Bedenken und Befürchtungen haben. Und bei einer guten Freundin, die im Dezember entbunden hat konnte ich nun eine Schwangerschaft auch mal sehr nah erleben. Sie hat mir z.B. erzählt, dass sie am Anfang ganz viele Bedenken hatte und Angst usw. aber je größer der Bauch wurde und je konkreter alles war, desto mehr und mehr nahmen ihre Bedenken ab…. nun ist das Baby da und es ist unglaublich…. diesen Schatz da zu sehen, der zwei Tage vorher noch in ihrem Bauch war. Dieses Wunder so nah mitzuerleben :D …. ich wünsche uns, dass wir das auch alle einmal selbst erleben und genießen können… das ist kein Alien, das ist ein Mensch, der will leben, der soll leben.

      Auch geholfen jat mir das Buch: “Gelassen durch die Kinderwunschzeit” eigentlich gedacht für Paare, bei denen das mit dem Kinder kriegen nicht auf anhieb klappt…. aber irgendwie zähle ich mich ja auch schon dazu, bin schon in der Kinderwunschzeit, auch wenn wir konkret immer noch nicht praktisch dran basteln können :)

      Vielleicht kann Jana dir meine Email-Adresse weitergeben, dann können wir uns mal privat schreiben und wenns passt vielleicht auch mal treffen :)

      Liebe Grüße Tani

      Antworten
  56. sarah
    sarah sagt:

    Ich war jahrelang davon überzeugt keine kinder zu wollen, da ich die vorstellung ebenfalls furchtbar ekelig und befremdlich fand ein lebewesen in mir wachsen zu lassen.letztes jahr wurde aber der kinderwunsch doch größer, da ich nun auch einen wunderbaren mann an meiner seite habe.ich bin jetzt fast im vierten monat schwanger und liebe mein kind jetzt schon.wenn ich es im ultraschall sehe bin ich sprachlos vor Glück. Aber komisvh fühle ich mich immer noch dabei, zu wissen dass ich es bald spüren werde und es dann aus mir raus quetschen muss im august.ich freue mich sehr darauf mein kind in den armen zu halten,aber auf die monate bis dahin könnte ich gern verzichten.ich bin trotzdem froh dass ich mich getraut habe schwanger zu werden, und auch wenn es nicht immer einfach auszuhalten ist, lohnt es sich in meinen augen die angst zu überwinden.

    Antworten
  57. Sandra
    Sandra sagt:

    Bei mir ist es etwas anders als bei den meisten von euch, aber im Moment katastrophal für mich…

    bin 42, glücklich seit 2002 verheiratet, habe 2 Töchter (9 und 11) und dachte all die Jahre: “mit dem Thema Baby bin ich durch!”. Beide Male war ich gerne schwanger, hatte mich von Anfang an sehr gefreut, wenn ich mir auch beim zweiten nicht vorstellen konnte, das Kind genauso doll lieben zu können wie das erste. Was dann aber so so war :)

    Beide Kinder im Geburtshaus entbunden, beim zweiten war es seeehr schwer, hatte Geburtsstillstand, stundenlange Presswehen, der kleine Brocken (4200) kam einfach nicht “rum” und ich war völlig fertig, sie auch, sie war noch stundenlang knallblau! Erst im Nachhinein gab meine Hebamme zu, dass es tatsächlich kritisch (!!) war und das hat mich nachträglich anscheinend echt traumatisiert.

    Seit ca. drei Jahren aber poppte plötzlich ein erneuter Kinderwunsch auf, der mich völlig überforderte. Jetzt nochmal?? In DEM Alter?? Jetzt, wo wir wieder so viele Freiheiten bekommen, die Kinder so selbstständig sind und wir am WE ungestört ausschlafen können? Wo doch alles supi ist?

    Wir haben beide viele Hobbys, mein Mann geht zum kickboxen, montainbiken, hat ne Dauerkarte für seinen Lieblingsverein, ist Mit-Trainer der Fußballmannschaft unserer Töchter, an Haus und Garten gibt´s immer was zu tun, ICH bin leidenschaftliche Gärtnerin, nähe und bastele gerne (habe viel zu wenig Zeit dazu:)), lese, treffe mich viel mit Freundinnen zum Essen, zum Kino, gehe viel wandern, gemeinsam gehen wir auch auf Konzerte oder zum Fußball…. also ihr seht, es ist keineswegs so, dass der Wunsch nach einem dritten Kind sich aus Langeweile auftat.

    Wir bzw. hauptsächlich ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht und hin und her überlegt, Listen angelegt mit Vor und Nachteilen,… eine Freundin hat mich mit ihren Worten dann inspiriert:” wenn irgendwas in dir sich noch ein Baby wünscht, solltest du es vielleicht wagen, wer weiß ob du sonst nachher bereust, es nicht wenigstens versucht zu haben”.

    Gut, also seit Mai 2014 geübt, im August war ich schwanger und wir freuten uns direkt nach zwei, drei Tagen schon! Dann nach einer Woche eine FG, musste nicht ausgeschabt werden.
    Hat mich auch nicht fertig gemacht, eher hoffnungsvoll: “Hey, es klappt also noch, dann klappt es auch wieder!!” Seit 15.12. weiß ich dass ich wieder schwanger bin, ich selbst und der Arzt rieten mir, die Freude erstmal im Zaum zu halten, “es kann ja auch wieder was passieren”. Man konnte da nur eine Fruchthülle ohne Herzschlag erkennen. Dann kam Weihnachten, Skiurlaub, so lag das ganze Thema irgendwie “auf Eis” bis ich gestern erst wieder einen Termin hatte (Anfang 9. SSW). Irgendwie so nach dem Motto: Was man nicht sieht, ist auch nicht.

    Ich konnte mich die ganzen Wochen iwie nicht freuen, obwohl ich das will. Außerdem geht es mir dauernd schlecht. Mir ist meist übel, der Kreislauf spinnt, ich bin MÜDE MÜDE MÜDE, schaffe es an manchen Tagen nicht mal, kurz durch den Flur zu saugen, ich mache mir Vorwürfe und Sorgen dass ich mich nicht freue obwohl es doch geplant ist, ich schiebe plötzlich Panik und Angst. Vor der Schwangerschaft, vor dem Dickwerden, was jetzt schon (!) anfängt, vor dem Gefühl des Fremdkörpers in mir, diese Kurzatmigkeit und die ständig verstopfte Nase macht mich fertig und mir Angst (bleibt das alles 9 Monate?!! wie soll ich das aushalten?!), ich fühle mich körperlich so unwohl, abends fühlt es sich an, als wäre mein Bauch schon “hart” wie in der SS, wenn man sich zu wenig schont. Aber das kann ja noch garnicht!! Ich habe ohne Ende Luft im Bauch, Blubbern, was sich ähnlich anfühlt wie Kindsbewegungen…..all das macht mich völlig fertig!!

    Gestern beim Gyn konnte ich nur heulen, obwohl wir ein Gumibärchen mit 1, 79 cm Größe sahen, Herzschlag ist da, in mir passiert aber nichts! Der Arzt hat mir geraten, zu Profamilia zu gehen und mir bald die Richtung, die ich gehen will zu überlegen. Abtreiben?! Ein Wunschkind?! Dieser Gedanke ist mir vorgestern abend zum allerersten Mal sogar selbst gekommen, und das hat mich total geschockt, denn ich MÖCHTE mich so gerne freuen können! Ich weiß doch wie es wird, früher war alles super, warum also jetzt nicht? Es ist doch wohlüberlegt!

    Natürlich ist blöd, dass ich noch kaum drüber reden “darf”, wir wollen natürlich erst die kritischen Wochen abwarten, vor allem unsere Kinder wissen nichts und das ist irgendwie sch… Meinen drei engen Freundinnen habe ich es schon erzählt und gestern auch meiner Mutter. Stundenlang habe ich mich bei ihr ausgeheult, sie dachte es wäre etwas ganz schreckliches passiert, Krankheit oder so!! Ich verstehe mich nicht. All das macht mir solche Angst. Ist es vielleicht doch die falsche Entscheidung oder soll ich mir vertrauen? Es ist, als sträubt sich mein Innerstes, schwanger zu sein, das anzunehmen oder auch nur zu akzeptieren. Vielleicht war es auch ein Fehler, erst gestern in der 9. SSW ja quasi den “Beweis” zu sehen, dass alles i.O. ist, dass es keine Schein-, EileiterSS ist oder keine leere Fruchthülle. Hat sich mein Unterbewusstsein bis dahin einfach keine Regung “erlaubt”? Aber wieso, denn die FG war ja auch nicht besonders “schlimm” für mich.

    Ich hab plötzlich Angst, höllische (!!!) vor der Geburt, vor der Beschwerlichkeit, vor meinem Alter, vor Behinderung und Krankheit, vor dem Schlafmangel, vor der Änderung unseres Familienlebens, gerade ist es so schön mit unseren großen Mädels, ich verzweifle. Kann es gut sein, ein Baby zu bekommen wenn man SO unglücklich ist bzw sich nicht freuen kann? Für morgen habe ich einen Termin bei Profamilia. Am liebsten würde ich es auch meinen Töchtern trotzdem schon sagen, aber ob das eine gute Entschiedung ist? Ich habe in den letzten Jahren seit einigen Panikattacken mit Angststörung (therapeutisch aufgearbeitet und wieder gesund) zunehmend Probleme mit Kontrollverlust in jeglicher Hinsicht, z.B. deshalb kommt es seit Jahren nicht mehr vor dass ich ein Glas zu viel trinke. Macht mir “nur” der Kontrollverlust solche Probleme? Oder denke ich einfach zu viel, soll ich mich zwingen, nicht soviel zu grübeln?…

    Schön, hier zu lesen, dass es vielen ähnlich geht, zwar in anderen Situationen, aber ambivalente Gefühle…

    Antworten
  58. Morgaine
    Morgaine sagt:

    Hi,
    so ich will mich jetzt auch nochmal zu Wort melden. Also ich bin 31 Jahre alt, habe im November von meinem Freund getrennt wir waren 8 Jahre zusammen.
    Am Anfang war ich mir sicher gewesen, ich will heiraten und 2 Kinder bekommen.
    Dann kam 2013 meine Not-OP (habe Morbus Chron und muss dafür auch Azathiopirin nehmen) am Darm 30 cm raus, für ein halbes Jahr Stoma wurde 2014 zurückverlegt.
    Seit dem ist mein Darm durch die Medikamente ruhig, habe keine Probleme und mir geht es echt gut gesundheitlich und auch sonst.
    Ich weiß dass ich eine Risikoschwangere wäre mit meinen Medikamenten und meiner Vorgeschichte.
    Auch habe seit Mitte Dezember einen neuen Freund mit dem ich sehr glücklich bin und wir unsere Freiheiten genießen, oft unterwegs sind und einfach das Leben genießen. Dazu muss ich sagen, er war verheiratet hat eine erwachsene Tochter und ist 20 Jahre älter. Für ihn ist das Thema Kinder eh abgeschlossen.
    Auch habe ich einen super Job der mir echt Spaß macht und in dem ich endlich die Chance habe mich zu entwickeln.
    Das waren jetzt mal so meine Rahmenbedingungen aber jetzt zu mir.

    Ich habe bei dem Thema Kinder einfach Angst. Die Angst kam erst seit meiner Krankheit. Weil ich jetzt im Moment so glücklich und zufrieden bin, dass es mir gesundheitlich so gut geht und ich froh bin, dass ich die Not-OP überlebt hab (den die Ärzte haben meinen Eltern gesagt, sie tun ihr bestes können aber nichts versprechen), weiß ich nicht ob ich eine Schwangerschaft überhaupt riskieren will.
    Es ist erwiesen, dass die Erkrankung schlimmer werden kann und dass ich meine Medikamente absetzen müsste oder wenn ich sie weiter nehme das Risiko für Behinderung bzw. Fehlbildung steigen könnte.
    Ich habe einfach Angst davor all dass nochmal zu erleben oder das ich wieder mit Schmerzen kämpfen muss, dass man mich ins Krankhaus fahren muss und nur starke Schmerzmittel in Form von Infusionen helfen. Das alles habe ich hinter mir gelassen und ich bin da sehr unsicher ob ich dass für ein Kind riskieren will.
    Auch will ich meinen Job den ich überalles Liebe nicht aufgeben.
    Finanziell und Beziehungsmäßig wäre ich voll abgesichert, mein Freund verdient auch gut. Und er meinte nur wenn ich schwanger werden würde, würde er trotz allem auch zu dem Kind stehen und wäre dann halt doch noch mal Vater, damit hätte er dann auch kein Problem.
    Aber ich habe auch Angst damit überfordert zu sein. Überfordert wenn das Kind da ist und es mir nicht so gut geht. Den manchmal gibt es Tage wo ich mich zu nichts aufraffen kann und einfach nur schwach und müde bin. Und wenn da ein Kind noch da wäre, wie sollte es den versorgt werden.
    Mein Freund muss arbeiten gehen.
    Wie erkläre ich einem kleinen Baby, Mama kann heute nicht. Sie ist dafür zu schwach und kann sich nicht aufraffen. Davor habe ich Angst und ich weiß nicht ob all das es wert ist es zu riskieren nur um ein Kind zu bekommen.
    Ganz zu schweigen von der Angst vor der Geburt, den Schmerzen etc.
    So dass waren jetzt mal meine Ängste und Gefühle

    Antworten
  59. LALA
    LALA sagt:

    Theoretisch gehört mein Beitrag nicht zu der Sorte “Angst vor dem schwanger werden/ sein” aber nachdem ich hier bereits im Juli meine Angst vor der bereits bestehenden Schwangerschaft kundgetan habe, möchte ich meinen Kommentar sozusagen aktualisieren.

    Seit dem 10.10.14 bin ich die Mutter – das kann ich mittlerweile mit Stolz geschwellter Brust sagen – eines wunderschönen Mädchens. Die Geburt war der absolute Horror und dank des Notkaiserschnitts so weit von meinem “geplanten” Geburtsvorgang entfernt, wie man es sich nur irgendwie vorstellen kann. Stillen wollte (laut Säuglingsschwestern wegen des Kaiserschnittes) auch partout nicht funktionieren aber das war mir egal – ich war stur und hab alles dafür getan, dass es klappt. Um meiner Tochter Willen.

    Meine gesamte Angst vor der Schwangerschaft und was danach kommt, hat sich mit ihrer Geburt in pures Glück verwandelt. Das klingt natürlich fürchterlich abgedroschen aber es ist anscheinend tatsächlich so, dass man sich der Natur nicht erwehren kann. Zum Glück.

    Vielleicht klingt das alles glaubhafter und weniger “abgedroschen”, wenn man sich vor Augen führt, dass ich noch – aus lauter Verzweiflung und Unmut – bis kurz vor der Geburt darüber nachgedacht habe, ob ich mich nicht doch besser für einen Abbruch hätte entscheiden sollen.

    Natürlich hat sich alles verändert. Aber ich vermisse – vielleicht noch – nichts von vorher. Na gut, vielleicht ein bisschen Schlaf. Aber nicht viel! :)

    Antworten
  60. Blume
    Blume sagt:

    Ihr Lieben,
    der Blog-Eintrag und die Kommentare dazu haben mich sehr berührt. Ich fühle mich das erste Mal in meinem Leben ein bisschen verstanden und nicht völlig allein.

    Ich hoffe wirklich, dass mir die ein oder andere Mitfühlende antwortet und mich nicht nur verurteilt, denn ich habe Angst nicht normal zu sein. Irgendetwas stimmt nicht mit mir.
    Meine Geschichte: ich liebe Kinder, schon mein ganzes Leben wollte ich welche haben und bin auch stolze Patentante. Das alles hat sich geändert als ich mit ende zwanzig schwanger wurde. Ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll, aber es war furchtbar!
    Ich habe mich gefühlt, als ob ein Alien in mir heranwächst, die Vorstellung hat mich wahnsinnig gemacht, es war ekelhaft, gruselig…..hab mich nächtelang in den Schlaf geheult und geschrien, dass es verschwinden soll.
    Ich weiß das klingt furchtbar, aber das ist mein Körper und die Veränderungen waren nicht auszuhalten, wie ein Parasit der sich in mir breit gemacht hat……die Rahmenbedingungen haben gestimmt. Ich hatte einen tollen Job, einen Mann der mich und das ungeborene liebte.
    Um die Geschichte abzukürzen, ich habe es nicht ertragen und die Schwangerschaft abgebrochen, ansonsten wäre ich daran zerbrochen. Allerding haben wir nichts unversucht gelassen….hatte viele Gespräche mit einer Hebamme, Psychologin und Sozialarbeitern – jedoch hat mir nicht geholfen, alle waren sich einig. Sie hatten so jemanden wie mich noch nie getroffen.
    Meine Beziehung zerbrach daran und ich habe diese Geschichte noch nie jemandem erzählt, weil ich mich so für mich selbst schäme.
    Ich hätte gerne eine eigene Familie, aber der Gedanke daran wieder schwanger zu werden macht mir Angst. Was ist, wenn es mir wieder so ergeht?
    Bitte verurteilt mich nicht – ich habe es mir nicht so herausgesucht.

    Antworten
    • Paola
      Paola sagt:

      Hallo Blume,
      Es verurteilt dich niemand. ich kann gut nachvollziehen wie es dir geht… Wenn du möchtest können wir gerne mal schreiben. Lg Paola

      Antworten
    • Alien
      Alien sagt:

      Ich kann dich total gut nachvollziehen :( das was du durchgemacht hast ist auch das, was ich befürchte, wenn ich schwanger werden würde. Habe vor kurzem auch mal geträunt, dass ich ungewollt schwanger war und nicht mehr abbrechen konnte und nur noch geweint habe und ausgeflippt bin und mir am Ende selbst den Bauch aufgeschnitten habe, um den Alien dort rauszuholen… Ich weiß nicht, woher dieses Empfinden darüber kommt, aber ich fühle mich etwas besser seit ich weiß, dass es nicht nur mir so geht …. kannst dich auch gerne bei mir melden, wenn du willst.

      Antworten
  61. Paragoni
    Paragoni sagt:

    Ich gehöre leider auch zu den leidgeplagten Schwangerschaftsphobikerinnen und ich höre meine Uhr sehr laut ticken. :(
    Eigentlich stand für mich in jungen Jahren immer fest, dass ich Kinder haben möchte. Es gehört halt einfach zum Frau sein dazu. Als ich mein Abi machte scherzten Klassenkameradinnen, dass ich in 10 Jahren zum Klassentreffen wahrscheinlich mit einer Horde Kinder aufkreuzen würde. Ich kam war nach außen hin das Mutter- und Familientier. So habe ich mich glaub ich auch selbst gesehen, auch wenn ich schon einige leise Zweifel hatte, da ich noch nie mit Kindern oder Babys zu tun hatte.
    Nach meinem Abi fand ich meinen Freund, zog mit ihm zusammen, startete ein Studium, was ich aber nach kurzer Zeit abbrach und dann ging das Elend los. Ich bekam eine starke Angststörung. Die Angst vor Kontrollverlust und Fremdbestimmtheit ist dabei das Schlimmste. Einen Job fand ich so nicht mehr aber irgendwann keimte der Wunsch nach einem Kind so langsam auf. Ich muss sagen, er keimte nur bei mir auf. Mein Freund ist was Gefühle geht ein Eisklotz und er scheut Veränderungen wie der Teufel das Weihwasser. Er kann sich ein Leben mit Kind vielleicht vorstellen, es muss aber nicht sein.
    Jedenfalls waren wir absichtlich unvorsichtig und ich wurde vor 8 Jahren (mit 25) schwanger. Meine Freude den positiven Schwangerschaftstest in den Händen zu halten hielt ca. 2 Minuten an, dann kam schon leichte Panik auf. Das ganze wurde gekrönt von der Reaktion meines Freundes, der mich wie vom Blitz getroffen anstarrte und meinte: Was machen wir jetzt?
    Die Panik wurde größer…es gab scheinbar kein zurück mehr und das ganze Leben war dabei sich zu ändern. Wir müssten umziehen, ein neues Auto kaufen und ja wir (vor allem ich) hätte die Verantwortung für ein neues Leben…und das wo ich doch, dank der Angst, nicht mal mich allein vernünftig versorgen kann. Natürlich war mir das Ganze vorher auch klar aber auf einmal war es konkret und das überforderte mich total. Wir überlegte hin und her ob wir die Schwangerschaft nicht besser beenden sollten und schoben diese Entscheidung bis zum letzten Tag vor uns her. Meine Psyche war total am Ende und meine körperliche Situation war furchtbar. VORSICHT TRIGGER: Ab der 7. Woche kam eine dauerhafte Übelkeit dazu, ich konnte die meiste Zeit nur noch liegen, jede Bewegung (selbst das Umdrehen im Bett) brachte einen Brechreiz mit sich. Ich konnte gegen Ende nichts mehr essen oder trinken (und wenn blieb es nicht mal ne Minute drin) und hätte im Nachhinein betrachtet in ein Krankenhaus gehört. :/
    Mir ging es absolut nicht gut und trotzdem gab es auch wenige Momente in dem ich es genossen habe dieses kleine Wesen in meinem Bauch zu haben…nicht allein zu sein. Aber das war nur sehr kurz.
    Diese ganze körperliche Situation, dieser Kontrollverlust haben sicher auch dazu beigetragen, dass ich mich gegen das Kind entschieden habe. Mein Freund hat mir leider auch nicht den Rückhalt gegeben, den ich mir erhofft hatte oder ein positives Zeichen. Für ihn war es mehr meine Entscheidung und er würde sie mittragen, wie sie auch ausfiele. Das war nicht das, was ich hören wollte von ihm, denn ich wusste mit Freude hatte das nichts zu tun, eher mit einem notwendigen Mitziehen. Und gegen meinen Zweifel hatte das nicht gereicht. Ich hätte mir gewünscht er sagt, dass er das Kind möchte und wir das schaffen. Sowas sagte er in der Zeit leider nie.
    In der letztmöglichen Woche, nach langer Überlegerei entschieden wir uns also für den Abbruch. Ich fragte den FA an dem Tag noch nach einem Ultraschall…ich hatte mein Baby als solches noch nicht gesehen. Er meinte, das macht er in der Situation nicht mehr. Ich war ein wenig geschockt, denn ich hatte doch noch gehofft, dass mich der Anblick des kleinen Wesens noch umstimmt. Das ist bis heute ein Problem für mich.
    Meine Beziehung hat dieses ganze Desaster unglaublicherweise überstanden und ich dachte mir, später wäre ich was diese Entscheidung Kind ja/nein angeht gefestigter. Jetzt sind 8 Jahre vergangen, ich bin 33 und ich habe nur noch Zweifel und Fragen die mir Angst machen.
    Kann mein Freund überhaupt ein Vater sein? Kann ich mit meiner Angststörung überhaupt eine gute Mutter sein? Kann ich ein Kind lieben? Das war damals in der Schwangerschaft schon eine der größten Ängste, da ich kein Bezug oder Gefühl zu dem Kind hatte. Man bekommt immer gesagt, die Natur regelt das spätestens wenn das Kind da ist aber was wenn nicht? Diese Fälle gibt es ja leider auch. Da ein kleines Wesen davon betroffen ist möchte ich das Risiko nicht eingehen.
    Dann müsste ich auch erstmal die Schwangerschaft überleben….die Übelkeit, die Ängste, das Gefühlschaos. Was wenn ich dieses Baby im Bauch als Fremdkörper betrachte und es mir eine Panikattacke nach der anderen beschert? Ich wüsste nicht wie ich mit dieser Situation umgehen könnte, und das vielleicht täglich.
    Es deutet soviel darauf hin einfach einen Haken an das Thema zu machen. Das wäre der einfachere Weg…aber irgendwas in meinem Kopf möchte das auch nicht. Es ist verdammt verzwickt…ich hab kaum noch Zeit und eine Entscheidung muss her, die ich nicht treffen kann. Ich kann auch mit niemandem darüber reden, habe keine Freunde und meine Familie versteht mich nicht. Sie haben mich leider auch damals in der Situation allein gelassen und den Kontakt abgebrochen.
    Manchmal denke ich, man sollte es einfach tun und aufhören zu grübeln aber ich weiß, dass das nicht lange gut gehen wird und es nur eine Frage der Zeit ist bis die Zweifel zurück kommen und mich erschlagen. Ich bin aber froh zu lesen, dass ich nicht allein bin mit diesen Problemen.
    Vielleicht gelte ich hier dem ein oder anderen als ganz schlechtes Beispiel und sieht dass es noch schlimmer geht. Wer weiß….
    LG

    Antworten
    • Paola
      Paola sagt:

      Hallo Paragonie , auch dich kann ich im vielen Sachen verstehen. So etwas ähnliches habe ich auch erlebt. Hast du mal überlegt eine Therapie zu machen? Vorallem nach dem Abbruch ?
      Lg Paola

      Antworten
      • Paragoni
        Paragoni sagt:

        Hallo Paola,
        ja ich finde mich auch in vielen eurer Beiträge wieder. Hätte wahrlich nicht gedacht, dass es doch so viele betrifft. Als Frau darf man ja öffentlich leider nicht so denken und fühlen.
        Vor kurzem habe ich wieder eine Therapie angefangen. Allerdings wird dieses Thema, aufgrund meiner vielzähligen Probleme eher eine Nebenrolle spielen. Ich bin aber froh, dass sich darum gekümmert wird, auch wenn ich weiß, dass ich mir nur allein die Frage beantworten werde können, ob ich ein Kind haben möchte.
        Liebe Grüße :)

        Antworten
        • Paola
          Paola sagt:

          Ja leider kann uns diese Frage niemand beantworten. Aber eine neue Therapie kann dir vielleicht helfen. Ich bemühe mich auch gerade um eine neue Therapie. Lg Paola

          Antworten
          • Paragoni
            Paragoni sagt:

            Hallo Paola, das ist eine gute Entscheidung. Wenn der Leidensdruck zu groß wird, ist es gut sich professionelle Hilfe zu suchen. Zumindest schaden kann es nicht. ;) Liebe Grüße

  62. Theresa
    Theresa sagt:

    Danke für den Artikel. Beim Lesen habe ich mich in großen Teilen wiedergefunden, und das obwohl ich gerade schwanger bin. Mir kam der Gedanke schwanger zu sein auch immer wenig verlockend bis hin zu abschreckend vor, aber irgendwann dachten mein Mann und ich: ach, wir probieren es einfach aus, vielleicht klappt es ja auch gar nicht. Es klappte. Ich wurde schwanger und die Sorgen und Befürchtungen wuchsen ehrlich gesagt noch mehr. Ich fühlte mich zunehmend fremdbestimmt und ich fühlte mich unter Druck gesetzt, von meinem Umfeld und von mir selbst. Sollte eine Schwangere nicht glücklich sein und “irgendwie leuchten” (diesen Spruch hab ich am meisten gehasst). Ich fühlte mich nicht schön und leuchtend, sondern unwohl in meinem Körper, in dem ein Alien wohnte, der mich nachts wach boxte. Kurz vor der Geburt sah ich in meinen Augen aus aus wie eine Karikatur einer Schwangeren. Klein (unter 1,60m), mit einem absurd großen Bauch mit relativ dünnen Ärmchen und Beinchen. Die Geburt war dann eine Herausforderung, aber irgendwie hatte ich da wenigstens das Gefühl, aktiv etwas zu tun. Die Schwangerschaft kommt mir nämlich nicht als aktive Zeit vor, sondern, im Gegenteil, sehr passiv. Man wartet mehr oder weniger Geduldig, was in und mit seinem Körper passiert.
    Zu meiner großen Freude und Erleichterung habe ich meine Tochter von der ersten Sekunde an geliebt und mein Körper hat sich schnell wieder erholt und war nach einigen Wochen, spätestens einigen Monaten schon wieder fast genau wie vorher. Ich hatte das Gefühl, einen guten alten Freund wieder zu treffen. Mit all seinen liebenswerten aber auch nervigen Eigenarten, die man schon fast vergessen hatte. Eine kleine Brust gefällt mir an mir einfach so viel besser als diese Riesendinger und mein Bauch war vorher schon bei weitem nicht perfekt, aber ich habe mich gefreut, ihn nach der Schwangerschaft zurückzuhaben. Ich habe mich auch gegen das Stillen entschieden, weil ich die erste Zeit mit meiner Tochter nicht überschatten wollte mit einem “ich will eigentlich nicht, aber es muss ja leider sein, also komm her und trink”. Das war für mich die richtige Entscheidung.

    Dieses Unbehagen, das ich während der Schwangerschaft hatte, habe ich jetzt in meiner zweiten Schwangerschaft praktisch genau so wieder. Aber ich weiß, dass es vorbei gehen wird und dass es sich lohnt.

    Antworten
  63. Jana Friedrich
    Jana Friedrich sagt:

    Hallo liebe Frauen, mich erreichte heute folgende Anfrage, vielleicht hat ja eine von Euch Lust, Frau Homann ein paar Fragen zu beantworten:

    Liebe Frau Friedrich
    Für das Sonderheft “Familie in Berlin” , das von Zitty und Tip gemeinsam produziert wird, (erscheint im April) schreibe ich einen Artikel über Schwangerschaftsphobie. Offenbar sind viel mehr Frauen davon betroffen, als man weiß – dass nicht jede Frau strahlend vor Glück ist bei dem Gedanken schwanger zu sein, ist offenbar ein Tabu. Ich suche eine Frau, die von dieser Angst betroffen ist und bereit wäre, mir dazu ein paar Fragen zu beantworten – das kann auf Wunsch natürlich komplett anonym sein.

    Mit freundlichem Gruß
    Bettina Homann

    Antworten
      • Paola
        Paola sagt:

        Ich finde nämlich es sollten viel mehr Menschen darauf aufmerksam gemacht werden. Denn selbst manche Frauenärzte haben Probleme damit. :-(

        Antworten
    • Tani
      Tani sagt:

      Hallo Jana,

      kannst meine Mail gerne auch weitergeben.
      Auch wenn ich mich nicht direkt als “Angstpatientin” sehe und da in Teilen für mich schon einiges geklärt habe, denke ich auch, wie Paola, dass man dieses Thema öffentlich machen darf.

      Antworten
    • Sandra
      Sandra sagt:

      Hallo, ich wäre auch bereit, darüber zu sprechen! (mein Eintrag vom 14.1.15) Wenn es vielleicht anderen helfen kann… :-)

      Mir geht es übrigens jetzt endlich gut! Bin 14. SSW und freue mich (sogar), die Übelkeit ist auch weg. Zum Glück bin auch ich endlich in meinem Bauch angekommen :)

      Antworten
      • Jana Friedrich
        Jana Friedrich sagt:

        Vielen Dank! Ich glaube sie hat erst mal genug mutige Frauen zum Interviewen gefunden. :-)
        Schön, dass es Dir jetzt besser geht. Drücke beide Daumen für eine restliche schöne Schwangerschaft.
        Alles Liebe!
        J

        Antworten
  64. Liane
    Liane sagt:

    Danke für diesen Blog! Ich kann mich im Artikel und vielen, vielen Kommentaren wiederfinden. Danke, es hilft mir sehr zu wissen, dass ich mit meinen Ängsten nicht alleine bin. Kenne sonst auch mehr die Frauen, die einen klaren Kinderwunsch haben.

    Seit meiner ersten Beziehung war für mich immer klar, dass ich keine Kinder wollte. Da war kein Wunsch, sondern eher im Gegenteil Angst. Angst vor Schwangerschaft und Geburt, aber auch – fast noch mehr – vor Überforderung hinterher. Ich bin ein Mensch, der seinen Freiraum braucht. Zeiten des Alleinseins. Und sehe, dass das etwas ist, was Müttern (meist) nicht zugestanden wird.
    Als ich meinen heutigen Mann kennenlernten, war er der erste Mann, mit dem ich mir ein Kind vorstellen konnte – so rein theoretisch. Dabei half auch der Umstand, dass bei ihm ein sehr starker Kinderwunsch vorhanden ist. Trotzdem war in mir kein klares Ja, aber immerhin – das erste Mal in meinem Leben – auch kein klares Nein mehr.

    Seit über 2 Jahren nun beschäftigt mich die Frage SEHR intensiv, eigentlich täglich.
    Im Sommer 2013 haben mein Mann und ich einmal sehr spontan (d.h. wir hatten zwar vorher öfters längere Gespräche über das Thema geführt, nur hatte ich mich “eigentlich” noch nicht entschieden) die Verhütung weggelassen. Prompt wurde ich schwanger. Ich hatte in der Zeit weder besondere Glücksgefühle, noch allzu negative Gefühle. Es war mehr, okay, jetzt ist es so und ich schaue, was so passiert, wie es sich entwickelt. Ich war eher etwas emotionslos dabei, aber meine Ängste waren nicht mehr so präsent – vielleicht weil ich sie einfach verdrängt habe. In der 9. Schwangerschaftswoche hörte das Herz auf zu schlagen und ich musste zur Ausschabung. Auch das hat meinen Mann mehr getroffen als mich, ehrlich gesagt, auch wenn ich es ungerne zugebe.
    Ab Anfang 2014 haben wir dann gesagt, okay, wir versuchen es wieder. Seitdem hat es nicht mehr geklappt und es gibt oft Momente, wo ich froh darüber bin. Meist denke ich, dass es klappen würde, wenn ich es wirklich wollen würde (kann nicht erklären warum, ist nur so eine innere Überzeugung, dass sich etwas in mir dagegen sperrt, was erst beseitigt gehört).
    Im letzten Sommer hatte ich einen Traum, wo ich auf einem Berg stand, der in Flammen stand. Alle Leute haben das Feuer ignoriert und ich bin in letzter Sekunde vom Berg heruntergesprungen. Am nächsten Morgen war mir klar, dass es mir mit dem Kinderwunsch so ging. Ich hatte solche Angst – aber verleugnete/ignorierte es.
    Als ich das meinem Mann unter Tränen erzählte, haben wir wieder drei Monate lang verhütete. Aber trotzdem ist das Thema auch für mich nicht abgeschlossen und nach den drei Monaten haben wir es wieder versucht – hat aber wie gesagt bis jetzt noch nicht geklappt.
    Ich denke, ich bin bereit das Risiko einzugehen – tue ich ja auch schon seit über einem Jahr – aber so dass die Ängste und Zweifel beseitigt wären – so ist es leider nicht.

    LG Liane

    Antworten
  65. A.
    A. sagt:

    Liebe Mädels,

    danke für diesen Blog und die Beiträge.

    Ich hatte auch nie einen Kinderwunsch und habe mit 20 und 24 zwei ungewollte Schwangerschaften abbrechen lassen. Das habe ich nie bereut. Ich liebte meine Freiheit (das tue ich übrigens immer noch), habe 4 Patenkinder, einen Freundeskreis voll mit Kindern und einen Beruf, der mich ausfüllt.

    Vor 1,5 Jahren bin ich (mit knapp vor 40) Mutter einer Tochter geworden, die auch nicht geplant war. Mein Lebenspartner und ich waren, als wir das positive Schwangerschaftsergebnis erhielten, seit 4 Wochen zusammen. Ich war keine glückliche Schwangere und mein Lebenspartner war diverse Male kurz vor dem Weglaufen, weil ich mich völlig daneben benommen habe. Aber er ist geblieben, weil er sich so auf sein Kind gefreut hat. Diese Freude habe ich so ziemlich zerstört, mit allen meinen Entscheidungen, die ich ohne ihn getroffen habe.

    Aufgrund meiner Angst vor Schwangerschaft, Geburt und Co habe ich nämlich (kopfgesteuert wie ich bin) sofort zu Beginn der Schwangerschaft festgelegt, dass ich per Kaiserschnitt entbinden will, nicht stillen und auf jeden Fall nach dem Mutterschutz wieder arbeiten gehe.

    Ob ich das Kind bekomme oder nicht, war für mich paradoxerweise nie eine Frage. Mit dem Mann klappts (hab ich mir gedacht).

    Ich habe auch tatsächlich alles so durchgezogen, wie geplant. Kaiserschnitt, Fläschchen statt Stillen, Arbeiten nach 2 Monaten. Der Vater hat gerne das Jahr Elternzeit genommen.

    Wir sind auch immer noch zusammen und lieben unsere Tochter über alles. Uns beide haben wir aber noch nicht wieder gefunden. Eine Zweisamkeit gibt es kaum. Gerade meine Entscheidungen und mein Verhalten in der Schwangerschaft haben bei meinem Lebenspartner offenbar so große Wunden hinterlassen, dass er nicht weiß, ob er mich noch liebt.

    Jetzt habe ich eine Tochter, die ich über alles in der Welt liebe, einen Partner, den ich liebe und unglaubliche Angst, beide wieder zu verlieren, durch meine Ängste vor, in und nach der Schwangerschaft.

    Meine Entscheidungen gegen das “Mutterspielen” haben auch noch den Effekt, dass unser Kind eine sehr viel stärkere Bindung zum Vater aufgebaut hat, als zu mir. Damit ist schwer umzugehen. Auch wenn ich alles selbst zu verantworten habe, tut es trotzdem weh, wenn mein Baby sich von mir nicht beruhigen oder ins Bett bringen lässt und ihr Lieblingswort “Baba” ist.

    Glücklicherweise kann ich mit meinem Lebenspartner über das meiste davon sprechen und wir sind nun seit kurzem in einer Paartherapie. Wir wollen beide dafür kämpfen, dass es mit uns und unserer kleinen Familie funktioniert und wir miteinander glücklich sein können.

    Zusätzlich bin ich bei derselben Therapeutin in Einzeltherapie. Und diese Entscheidung war die beste, die ich in meinem Leben getroffen habe – und das, obwohl ich immer der festen Überzeugung war, NIEMALS eine Therapeutin zu brauchen.

    Ich kann nur jedem raten, “professionelle” Hilfe wenigstens mal auszuprobieren, wenn man nicht mehr weiter weiß. Außer Geld, hat man nichts zu verlieren. Aber es gibt viel zu gewinnen.

    Viel Glück euch allen. Sorgen- und Angsfrei geht wohl nicht, aber Sorgen und Ängste mit Unterstützung fühlt sich schon viel leichter an.

    Antworten
  66. Nane
    Nane sagt:

    Hallo, ich bin echt überwältigt, dass es so viele Frauen gibt, die teilweise das gleiche fühlen wie ich. Ich habe immer gedacht, ich sei verrückt , keine richtige Frau, dass ich solche “Aliengedanken” habe….

    Mein Mann und ich wünschen uns ein Baby, aber ich würde viel lieber eins adoptieren. Meinem Freund sagt das gar nicht zu, er hätte lieber eigene Kinder, … Ich glaube, wenn ich ehrlich bin, möchte ich das ja erstmal auch lieber, aber ich möchte halt nicht schwanger werden und sein. Es gibt Tage, da denke ich, ich kann das schaffen. Da hab ich sogar manchmal ein Kribbeln im Bauch, wenn ich mir vorstelle, dass bald ein kleiner Wurm hier einziehen könnte…. Ich habe große Lust Mama zu sein…. Und im nächsten Moment kommt so eine Panik in mir hoch, ich fühle mich dann schlagartig so alleine und hilflos, fühle jetzt schon die Panik, die in mir hochkommen wird, wenn es ein soweit wäre, dass die Schwangerschaft beginnt. Ich würde mich alleine sein, das weiß ich. Mein Mann ünterstützt mich, wo er nur kann, aber ich muss es trotzdem, wenn es drauf ankommt alleine machen…. Bei der Geburt kann mir dann auch keiner mehr helfen…..
    Ich empfinde einen Ekel,wenn ich bedenke wie viel Blut mein körperproduzieren wird, wie sich mein Körper verändert… Die Untersuchungen beim Arzt, die Unbeweglichkeit. Etwas in mir, vor dem ich nicht weglaufen kann… Wenn ich einmal im 6 oder 7 Monat bin, und dann so viel Angst habe, dass ich nicht mehr will- wer kann mir denn dann noch helfen??? Ich bin oft so böse und enttäuscht über mich, weil ich mir so wünsche einen Kinderwunsch zu spüren, der so stark ist, dass ich mich über eine Schwangeschaft freuen würde…. Warum können das so viele Frauen???? Ich ziehe den Hut vor so viel Mut. Ich bin einfach zu schwach dazu:-(
    Seit zwei Monaten gehe ich nun zu einer Hebamme, die will mir helfen, sie macht auch Hypnose mit mir…. Ob es was bringt, keine Ahnung, aber ich möchte in jedem Fall, dass diese Angst aufhört….. Ich bin 33 Jahre alt und ich denke, ich sollte auch nicht mehr allzu lange warten…. Wenn ich doch nur über meinen eigenen Schatten springen könnte:-(
    An anderen Tagen denke ich, jetzt mach doch einfach, das können anre auch…. Aber irgendwie überrennt mich die Angst immer wieder aufs neue, sodass mein Mann sogar manchmal schon nachfragt,ob ich denn überhaupt Kinder möchte,….
    Es ist ein Mist!
    Trotzdem muss ich sagen, dass mir diese Seite auch etwas Mut macht…. Es ist schön zu wissen, dass ich nicht völlig verrückt bin….
    Danke fürs Zuhören und schönen Sonntag noch:-) Liebe Grüße, Nane

    Antworten
  67. Dani
    Dani sagt:

    Ich kann den Kommentar über mir (nane) wirklich nachvollziehen, da es mir genauso geht! Mein allergrößtes Problem ist meine Phobie. Vor Blut, vor Spritzen. Jedes Mal, wenn ich beim Frauenarzt bin und neben mir 10 Schwangere sitzen, die alle nacheinander zum Blutabnehmen aufgerufen werden, kippe ich fast jedes Mal um und könnte heulen. Ich weiß wirklich nicht, wie ich schwanger werden soll, mit dieser Phobie. Zumal: Es bleibt ja unter Umständen nicht nur bei den Routineuntersuchungen. Komplikationen kann niemand ausschließen. Und wenn ich dann noch einen Notfall-KS machen lassen müsste, wär es mit meiner Psyche sicherlich vorbei. Zumal medizinisches Personal eine solche Nadelphobie bei Erwachsenen leider nie Ernst nimmt. (Meine Frage an die Hebamme: Wie oft wird denn bei einer SS Blut entnommen, wenn man von einer komplikationsfreien SS ausgeht? Und wozu die verschiedenen Tests? Eine Blutgruppenbestimmung bräuchte ich beispielsweise gar nicht. Im Netz liest man teilweise, dass irgendwann wirklich alle 2-4 Wochen eine Probe entnommen wird.)

    Ein weiterer Grund ist auch bei mir die Fremdbestimmtheit über den Körper. Nicht nur, dass man seinen eigenen Körper plötzlich “teilen” muss, auch nach außen wird plötzlich alles fremdbestimmt. Mich nervt es jetzt schon, dass ständig ich von Verwandten oder Bekannten mit dem Thema Kind konfrontiert werde. Ich werde dann gefragt, wie ICH es denn schaffen möchte, meinen Beruf mit einem Kind zu vereinbaren. Und das während mein Mann neben mir sitzt. Da ich absolut nicht in traditionellen Rollen denke, macht mich sowas immer echt wütend. Ich habe den besseren Job, ich habe mich jahrelang dafür halb kaputt gearbeitet, um jetzt in dieser Position zu sein und trotzdem wird verlangt, dass ich das alles aufgeben soll. Zwar hab ich allgemein in diesen Dingen ein recht gesundes Selbstbewusstsein und mir persönlich ist es nicht so wichtig, ob jetzt jemand aus meinem Bekanntenkreis mich aufgrund meiner Einstellung als Rabenmutter ansehen wird. Da steh ich vollkommen drüber. Aber ich habe trotzdem Angst, dass es sich auf meinen Beruf auswirkt, weil einen plötzlich Kollegen und Vorgesetzte nicht mehr Ernst nehmen (als Frau muss man sich schon kinderlos mehr beweisen als Männer) und man später trotz wirklich kurzer Mutterpause bei weiteren Beförderungen und Aufgaben übergangen wird.

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Liebe Dani,
      eine Blutentnahme gilt grundsätzlich als Körperverletzung und darf nur mit dem Einverständnis der Frau erfolgen. Es ist Dein Körper, über den Du bestimmen darfst. Du kannst alles Ablehnen, oder Dich dazu durchringen einmalig zu Beginn der Schwangerschaft die BEs zu machen, die in den Mutterschaftsrichtlinien stehen. Wenn Du die BEs doch machen lassen möchtest gibt Cremes, die man vorher auf die Haut auftragen kann, um den Einstich zu betäuben. Auch andere Untersuchungen kannst Du natürlich ablehnen. Ich habe mich beispielsweise in den Schwangerschaften nicht vaginal untersuchen lassen, weil es meiner Meinung nach keine Konsequenz gehabt hätte. Am besten besprichst Du mit einer Hebamme die auf Dich zugeschnittenen Maßnahmen, die Du Dir vorstellen kannst.

      Zu der Diskriminierung von Müttern am Arbeitsplatz kann ich nur sagen: da gibt es in unserer Gesellschaft noch einiges zu tun!
      LG
      Jana

      Antworten
  68. ina
    ina sagt:

    Du musst dir kein einziges Mal Blut abnehmen lassen wenn du das nicht willst!!!!
    Es ist DEINE Entscheidung ob und wie oft du zum Arzt gehst!
    In meinem Bekanntenkreis gibt es mehrere Frauen die sowohl Schwangerschaft als auch Geburt ohne Arzt gemeistert haben.
    Ich für meinen Teil bin bis zum 6. Monat zum Arzt gegangen und den Rest der Schwangerschaft lasse ich mich von einer Hebamme begleiten. Die Geburt soll zu Hause sein.

    Antworten
  69. Dani
    Dani sagt:

    Liebe Jana, liebe Ina,

    vielen Dank für eure Rückmeldungen. Es geht mir gar nicht darum, dass ich dazu gezwungen werden könnte. Dass ich eine Behandlung ablehnen kann, das ist mir bewusst. Aber es ist natürlich etwas fahrlässig, mit dieser Phobie unvorbereitet schwanger zu werden, da man Komplikationen nie ausschließen kann. Es ist aber jedenfalls gut zu wissen, dass auch andere Frauen gewisse Behandlungen ablehnen und dass in diesem Zusammenhang keine Moralkeule von einer Hebamme erfolgt. Vielen lieben Dank dafür ;) Viele Leute haben da echt wenig Verständnis. (Psychologisch gesehen ist es die gleiche spezifische Phobie wie beispielsweise Flugangst, das findet komischerweise niemand lächerlich.) Vielleicht muss ich es mal mit Hypnose versuchen um mich wenigstens vor einer Schwangerschaft mal durchchecken zu lassen. Ich habe seit ich 14 bin jeden invasiven Eingriff abgelehnt. EMLA-Pflaster oder Salben helfen bei mir leider nicht. Eine Verhaltenstherapie hat auch nichts gebracht. Ich wünsche euch noch ein schönes Wochenende!

    Antworten
  70. Jetztnochnicht
    Jetztnochnicht sagt:

    Ich habe ebenfalls Angst Kinder zu bekommen und ich weiß auch ganz genau woran das liegt.

    Mein Ex-Freund wollte unbedingt Kinder mit mir (ich: 22 Jahre, er: 21 Jahre).
    Damals dachte ich noch es liegt an den Kindern, wenn ich welche gesehen oder gehört habe, dann lief es mir eiskalt den Rücken runter und ich habe die “Bälger” davongejagdt.
    Sein Wunsch wurde dadurch aber nicht kleiner, ohne Rücksicht auf mich hat er mich weiter bearbeitet und sogar eine wildfremde Frau auf mich losgelassen, die mich überzeugen sollte, mit ihm Kinder zu kriegen. Das hat mich nervlich zum völligen Zusammenbruch getrieben.

    Na ja, das Ende vom Lied war: Wir haben uns getrennt und im Nachhinein ist mir klar geworden, dass ich zwar Kinder mag,
    (Das haben mir alle Freundinnen/Freunde bestätigt, da ich vor meinem Ex wohl sehr wohl mit Kindern gespielt habe.)
    aber niemals die Kinder von meinem Ex austragen könnte, weil sie im Zweifelsfall genauso werden wie er – und er war schon sehr anstrengend.

    Also Fakt ist: Mein neuer Freund und ich (beide: 25 Jahre) wollen Kinder. In 1 1/2 Jahren soll es soweit sein. Wir verhüten mit Persona und an den roten Tagen mit Kondom. Ich dachte, das ich mit ihm an meiner Seite gar keine Angst haben muss… .

    Das Ende vom Lied war, dass ich 5 Tage drüber war und zwei Panikattakten bekam.
    Mein Freund ist sehr liebevoll und will am liebsten nur noch mit Kondom verhüten, um mir diese Angst zu ersparen.
    Leider weiß ich nicht, wie ich mich fühle, wenn die Zeit rum ist und ich dann nochimmer Angst vor dem Kinderkriegen habe.

    Antworten
  71. Ja oder nein
    Ja oder nein sagt:

    Ich finde die Seite sehr hilfreich und hilft mir echt weiter!
    Naja ich kenne dieses Gefühl….Angst das etwas kleines in mir wächst und auch raus kommen wird !
    Angst vor den Herausforderungen
    und auch die Angst alles so hinzubekommen .
    Ich habe Tage da möchte ich schwanger werden und dann denke ich wieder,das es ja noch Zeit hat.
    Ich werde jetzt 30 Jahre stehe voll im Leben und alles würde für ein kleines Würmchen super passen…wenn da nicht die Angst wäre!
    Angst mich körperlich zu verändern u.a. Schwangerschaftsstreifen, Gewichtszunahme,die Geburt selber etc. !
    Dann denke ich wieder wenn andere Frauen das schaffen dann schaffe ich das auch.
    Ich kann die Angst noch nicht so abwerfen.
    Meine Mutter sagt mir jedes mal,das ich es einfach auf mich zu kommen lassen soll aber allein der Gedanke die Pille ab zu setzen und ja es auf mich zu kommen lassen, bereitet mir sorgen. Was auch total bescheuert klingt ist,das ich kein ärger auf der arbeit haben möchte und ich dann sage das ich schwanger bin….wie es dann weiter geht aber viell. sollte ich das echt auf mich zukommen lassen! Ich bin noch hin und her gerissen aber viell. will ich es nächstes Jahr einfach mal auf mich zu kommen lassen :) Tolle Seite und bin froh das ich nicht alleine so denke! Lg,

    Antworten
  72. Eva
    Eva sagt:

    Nein! Nein! Nein!
    Ich bin 25 und wollte noch nie Kinder. Mir ist schon oft in den Sinn gekommen dass mein Verhalten nicht dem anderer Frauen entspricht und heute habe ich nach einem Begriff dafür gesucht. Für mich ist die Vorstellung schwanger zu werden wirklich wie ein Horrortrip. Ich bekomme Schweißausbrüche und verdränge den Gedanken ganz schnell wieder. Mir sind auch schwangere Frauen ziemlich suspekt. Ich weiß nicht richtig wie ich mit ihnen umgehen soll, denn ich empfinde ziemliches Mitleid aber es ist auch abstoßend für mich. Das ist keine Angst vor den Schmerzen, ich kann es einfach nicht erklären. Was für andere normal ist ist für mich “unnatürlich” und bizarr.
    Selbst als ich im Kindergarten war und keine Ahnung von Fortpflanzung hatte wollte ich nie Vater, Mutter, Kind spielen. Ich wollte einfach niemals Kinder bzw. nie eine Kugel vor mir hertragen.
    Was ich in diesem Beitrag sehen konnte ist dass keine Kinder zu bekommen offenbar keine Option ist. Man muss den “armen 13%” die Angst nehmen, sie ermutigen und am besten auch noch therapieren damit sie ja Nachwuchs in die Welt setzen, denn dem weiblichen Gehirn scheint zu entgehen, dass kein Kind zu haben nicht bedeutet dass man bemitleidet werden muss.
    Und das ist genau das was mich an den meisten Frauen stört. Als sei es der einzige Sinn des weiblichen Körpers Babys auszutragen! Als könne man ohne Kinder nicht glücklich sein! Als wäre das der einzige Lebensinhalt! Letztens sah ich eine Frau auf Youtube über ihre zahllosen Versuche schwanger zu werden reden. Hormontherapie, künstliche Befruchtung, alles.. Sie sagte dann den Satz “Ich warte darauf dass mein Leben endlich beginnt”. So etwas ist für mich einfach unverständlich! Frauen sollten aufhören sich selbst auf das Niveau einer Gebärmaschine herunterzuschrauben und endlich anfangen zu leben. Für sich selbst, nicht für ein Wesen was eines Tages aus einem herausgepresst wird. Und niemand sollte ermutigt werden schwanger zu werden. Nein, das Leben ist ohne Kind nicht weniger wert und nein, man ist nicht schlechter weil man irgendwann Mitte 30 im Freundeskreis die einzige ohne Kind ist. Natürlich kann man Verantwortung übernehmen -> aber auch für andere Menschen, nicht für ein “Neues” Leben.

    Antworten
    • Tani
      Tani sagt:

      Hallo Eva,

      ich habe gerade deinen Post gelesen und frage mich ernsthaft, wieso du so aufgebracht reagierst, weil andere Frauen sich ihren Kinderwunsch erfüllen wollen. Du schreibst:

      “Was ich in diesem Beitrag sehen konnte ist dass keine Kinder zu bekommen offenbar keine Option ist. Man muss den “armen 13%” die Angst nehmen, sie ermutigen und am besten auch noch therapieren damit sie ja Nachwuchs in die Welt setzen, denn dem weiblichen Gehirn scheint zu entgehen, dass kein Kind zu haben nicht bedeutet dass man bemitleidet werden muss.”

      Für die manche Frauen (ich z.B) , die diese Angst haben ist es tatsächlich keine Option keine Kinder zu bekommen, da der Kinderwunsch verdammt stark ist. Da stehen die Ängste und der Kinderwunsch gegeneinander. Ich muß auch sagen, das bei mir z.B. der Kinderwunsch ab 30 immer stärker wurde. Und ich sehe es auch nicht so, dass Frauen, die absolut sicher sind, dass sie keine Kinder möchten mit Therapien oder Überredungskünsten zum schwanger werden wollen gezwungen werden.

      Ich finde, es sollte jeder so machen, wie es für ihn stimmig ist. Ich kann akzeptieren, wenn du keine Kinder willst und wenn du damit glücklich bist. Nur würde ich mir auch wünschen, wenn du verstehst, dass es Frauen gibt, die absolut unbedingt Kinder möchten und damit unglücklich sind keine bekommen zu können.

      Ehrlich gesagt klingt dein Post für mich überhaupt nicht so, wie wenn du mit dir und mit diesem Thema im reinen bist. Weil, dann könntest du nämlich Schwangeren und Frauen mit Kinderwunsch gelassener entgegentreten.

      Antworten
      • Eva
        Eva sagt:

        Hallo Tani!
        Vielleicht habe ich wirklich etwas aufgebracht reagiert, da hast du recht. Ich bin im Reinen damit keine Kinder zu wollen. Allerdings werde ich auch oft mit Reaktionen konfrontiert die eher abwertend sind. So zum Beispiel “Was, du willst keine Kinder? Bist du bescheuert?” Da hat sich bei mir dann etwas Wut aufgestaut.
        Und als ich dann gesehen habe dass es für die Angst/Panik die ich empfinde einen Namen gibt habe ich es aus meiner Sicht interpretiert, nämlich so dass es Frauen wie mich gibt die enorme Angst davor haben Kinder zu bekommen und auch keine wollen aber denen es von anderen Frauen eingeredet wird. So etwas wie: “Wer soll sich im Alter um dich kümmern?”, “Du denkst nur dass du keine willst.” oder “Du verpasst das Schönste auf der Welt!”.
        Manche Frauen sind so machtlos dagegen dass sie am Ende doch Mutter werden. Weil sie den anderen Frauen glauben. Es ist mein Anliegen das zu verhindern. Denn letztendlich sollte man glücklich mit sich selbst sein. Und ein Kind ist nicht immer der Weg dorthin.

        Antworten
    • Sandra
      Sandra sagt:

      Hallo Eva,

      hast Du Dir die ganzen Posts hier durchgelesen?

      Denn so gut wie alle von uns stecken ja gerade in dem Dillemma, sich ausdrücklich (weitere) Kinder zu wünschen aber dennoch Angst und/oder Abscheu vor der Schwangerschaft an sich zu haben.

      Niemand sagte hier, dass “man” als Frau weniger wert ist, wenn man einfach keine Kinder möchte. Das ist absolut ok! Aber diejenigen (vielen wie man sieht), die ein Kind möchten aber Panik vor der Schwangerschaft schieben, finden sich hier wieder und daher machen wir uns gegenseitig mit unseren Berichten Mut, versuchen Selbstvertrauen zu geben in die eigene Entscheidung, ganz egal in welche Richtung sie ausfällt. Dies hier ist ein Hebammenblog, da tummeln sich naturgemäß auch einfach eher Kinder-bejahende-Frauen, ist doch klar.

      Dass Du keine Kinder willst und keine Gebärmaschine bist, ist doch absolut ok!

      Antworten
  73. Frollein M
    Frollein M sagt:

    Hallo Eva,
    ich denke, es macht einen großen Unterschied, ob du einen Kinderwunsch hast oder nicht. Es ist meiner Meinung nach überhaupt nicht unnormal, keine Kinder zu wollen, du hast recht, man kann auch ohne Kinder ein schönes Leben haben und ist deshalb als Frau mit Sicherheit nicht weniger wert. Aber es ist auch gut, dass Frauen, die Angst vor der Schwangerschaft haben und gerne Kinder möchten, sich helfen lassen können.
    Zwei meiner Freundinnen wollen ebenfalls keine Kinder. Und ich wollte immer Kinder, habe aber mir aber ebenfalls mal Gedanken über ein Leben ohne Kinder gemacht, weil einfach nicht der richtige Partner da war. Ich konnte mir das durchaus auch gut vorstellen. Und ich fand damals die ganzen Nachfragen ziemlich lästig, ich hatte auch das Gefühl, dass Frauen zwischen 20 und 30 nur aufs Kinderkriegen reduziert werden. Selbst bei der Jobsuche ist das ein Thema. Ich stimme dir absolut zu, dass man vor allem sich selbst nicht aufs Muttersein reduzieren sollte, man sollte sein Leben leben und es genießen, egal ob da Kinder reinpassen und dann auch kommen oder nicht.

    Antworten
  74. Alien
    Alien sagt:

    Vielen Dank für den tollen Blog und die bereichernden Kommentare von anderen Leserinnen. Ich fühle mich das erste Mal irgendwie verstanden. Mich beschäftigt der Gedanke an Hochzeiten und Geburten zur Zeit viel. Ich möchte gerne mal heiraten und kann mir mittlerweile auch vorstellen, mal ein Kind zu haben. Der ultimative Kinderwunsch ist leider nicht da, was schlichtweg daran liegt, dass ich nicht schwanger sein möchte. Natürlich wäre eine Adoption eine Möglichkeit, aber ich hätte ja doch vielleicht gerne ein eigenes. Nur wie, ohne es Auszutragen? Ich habe zum einen panische Angst vor der Geburt, aber auch vor der ganzen Schwangerschaft. Es geht weniger um mein Aussehen oder, dass ich die Gewichtszunahme befürchten würde, ich fühle ein beklemmendes, angeekeldes Gefühl, wenn ich daran denke, dass etwas in mir wächst und lebt. Ich sehe mich schon als völlig hysterische Frau, die dieses unschuldige Etwas wieder aus sich heraus haben möchte. Ich möchte keine Bewegung in mir spüren und auch nicht, dass sich etwas von mir ernährt und gegen meine Bauchdecke tritt. Vor kurzem wurde mir ein Video der Schwangerschaft meiner Mutter zugespielt, wo man meine Bewegungen im 9. Monat prima verfolgen konnte, ich wäre gerne in Tränen ausgebrochen. Abgesehen von dieser Schwangerschaftsangst ist da ja auch noch die Geburt – wie soll eine Melone durch ein Schlüsselloch passen? Einer Arbeitskollegin sind bei der Geburt der komplette Afterbereich und die Schamlippen gerissen – wieso tut man sich das freiwillig an? Ich habe Spaß an meinem Sexualleben und würde das auch gerne weiterhin so empfinden… Ich weiß langsam nicht mehr weiter mit dieser Angst und diesen Gedanken, gibt es für sowas Therapie- oder Beratungsstellen? So wird das mit der Reproduktion jedenfalls nichts :( dabei stelle ich mir das ansich schon schön vor, ein Kind zu haben, aber wenn ich meine Gedanken äußere werde ich immer nur betrachtet, als sei ich ein Kinderhasser :(

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  75. Muni
    Muni sagt:

    Hier meldet sich eine von den 13%
    Ich habe mir immer Kinder gewünscht und gleichzeitig immer schon gesagt, dass ich da nicht so ein Alien in mir wachsen haben will.
    Das Gefühl dass da was drin ist, das es 9Monate da drin sitzt, das es dann irgendwann unter Schmerzen raus muss…NEIN.
    Aber, ich bin schwanger. Ich habe meine Phobie lange bei Seite geschoben. Und die meiste Zeit freue ich mich, dass da bald ein kleiner Mensch in meinem Leben (außerhalb meines Körpers) ist. Aber wenn ich manche Symptome bemerke, die nicht weggehen weil da jetzt einer sitzt, dann überkommt mich doch kurz Panik, ich möchte es raus haben, kann nicht mehr atmen und bin ganz rastlos. Aber da hilft nur ablenken und atmen. Lesen, Bewegen, reden.

    Antworten
  76. Lena
    Lena sagt:

    Hier mein Umgang mit Angst

    Ich bin die Älteste von 5 Kindern alle im Abstand von ca. 1-2 Jahren einer davon 100% behindert. Aus dieser Not heraus wurde ich als Verantwortliche benannt. Bereits im frühen Alter werden dann einem die persönlichen Träume und das Kindsein genommen. Ich wurde in die Rationalität gezwungen.
    Ich liebte das Klavierspiel. Wir hatten ein altes, ungepflegtes in einem Raum stehen, auf dem ich bereits mit 3 Jahren ALLE meine Zeit die ich für mich hatte verbrachte. Es war meine Zuflucht. Die Realität zwang mich dann sachlich zu werden. Ich flüchtete mich in die Mathematik, mit gutem Erfolg. Ich lernte zu funktionieren.
    Wünsche waren Ballast und störten. Es wurde getan was getan werden musste und mit ca. 15 Jahren gab es keinen Platz für das letzte Stückchen Träumen (Klavierspiel). Ich musste funktionieren und wurde beruflich erfolgreich.
    Mit 42 lernte ich meinen Mann kennen, der mit seiner tapsigen Art mich ermunterte wieder zu meinen Wurzeln zurückzukehren und das Lächeln wieder neu zu lernen.
    Es hat funktioniert. Ich bin 45 und morgen habe ich meinen BT bei meiner Gyn. Und seit 2 Wochen steht ein Flügel in unserem Haus und ich starte wieder mit Chopins Etüden. Ich bin seit 1 Woche überfällig. Die alte Angst vor dem Unbekannten, vor der Überforderung ist da, insbesondere da ich zu der absoluten Risikogruppe gehören würde. Mein anerzogener Pragmatismus wird mich da durch steuern.
    Mein Mann sagt mir, das Klavierspiel und der gleichzeitige Gesangsunterricht werden Dir helfen Dein Kindsein wieder neu zu entwickeln und das Land des Lächelns wieder neu zu entdecken und vor allem Deine Ängste ins rechte Licht zu rücken.

    Antworten
  77. Angsthäsje
    Angsthäsje sagt:

    Wow! Es gibt doch so viele Frauen, die sich die gleichen Gedanken machen wie ich! Als kleines Mädchen habe ich immer gesagt, ich bekomme nie im Leben Kinder, da die ihren Eltern so viel Arbeit machen. Mittlerweile bin ich verheiratet und mein Mann wünscht sich Kinder. Ich bin jetzt 34 und seit etwa 5 Jahren versuche ich eine “Kopfentscheidung” für oder gegen ein Kind zu treffen. Bis heute habe ich keine Entscheidung getroffen. Ich habe den richtigen Mann, und das richtige Umfeld, und die letzten Jahre auch immer wieder leuchtende Augen, wenn ich mit fremden Kinder zu tun habe. Also habe ich mich entschieden, der Natur freien Lauf zu lassen und die Pille abzusetzen (das war vor 2 Wochen). Jetzt wo ich weiß, das ich jeder Zeit schwanger werden könnte, habe ich vermehrt Ängste, dass ich das alles nicht schaffe. Die Verantwortung, die Umstellung, woher weiß ich, was mein Kind will, was wenn es krank wird, bin ich grundsätzlich so stabil, dass ich alle nicht planbaren Situationen hinbekomme. Bei mir ist es weniger Angst vor der Geburt oder Schwangerschaft, oder dem “Aliengefühl”, sondern eher vor den Situationen, die nach der Geburt kommen.
    Ich fand eure Beiträge alle sehr spannend und hab mich ganz oft wiedergefunden.
    Jetzt weiß ich, dass es auch andere Frauen gibt, die sich die gleichen Gedanken machen und werde der Natur weiter ihren Lauf lassen.
    Dankeschön!

    Antworten
  78. schwanger2015
    schwanger2015 sagt:

    Wenn ich das alles hier so lese, finde ich mich zwar in sehr vielem wieder, denke aber auch, dass das klassische Mittelschichts-“Probleme” der Moderne sind. Wenn man sich nicht sicher ist, kriegt man halt keine Kinder (Verhütungsoptionen sei Dank) – man kann sich doch auch ohne am Leben freuen, und man ist niemandem Rechenschaft schuldig! Klar, das ist manchmal leichter gesagt als getan, aber wenn ich mich gegen Kinder entschieden hätte, würde ich sehr indigniert auf jede Indignation darüber reagieren. Meine Entscheidung geht nämlich niemanden etwas an!
    Und deshalb kann ich mit diesen ellenlangen kopfgesteuerten Überlegungen “Kind vs. Traumjob, persönliche Freiheiten aufgeben müssen” etc. überhaupt nichts anfangen. Ich hatte das wie gesagt auch jahrelang und habe halt abgewartet, ob sich das ändert und sich ein deutlicher Kinderwunsch einstellt – und das ist dann auch passiert. Zwar erst mit 34, aber es ist passiert. Ich bin dann ziemlich schnell schwanger geworden und damit auch sehr glücklich – ernsthafte Bedenken und Grusel vor der riesigen Lebensveränderung hatte ich übrigens trotzdem noch mindestens zwei Mal während der Schwangerschaft, inkl. Schlafstörungen und so.

    Allerdings ist es natürlich sehr schwierig, einen prinzipiellen Kinderwunsch zu haben, aber wegen “tagesaktueller” Überlegungen (dick werden, Hauskauf etc.) vor der Entscheidung für ein Kind zurückzuschrecken. Ich kenne mehrere Frauen, denen es während ihrer gesamten “gebärfähigen Phase” so gegangen ist und die jetzt, mit über 50, ziemlich unglücklich darüber sind und denken, dass man das doch alles hätte regeln können – und dass ein Kind es allemal wert gewesen wäre. Ich finde, SO sollte man das mal sehen.

    Antworten
  79. Antje
    Antje sagt:

    Liebe Jana,
    erst mal auch von mir vielen Dank für den tollen Blog.
    Ein paar Fragen von mir:
    Wenn du sagst, dass in manchen Situation “nur” eine gute Hebammenbegleitung erforderlich ist, finde ich das sehr beruhigend. Aber wie findet man die und vor allem die Gewissheit, dass die richtige dann auch im richtigen Moment da sein wird? Wenn heute Hebammen in den Medien sind, dann nur Artikel, dass der Beruf vom Aussterben bedroht ist, weil keine Hebamme sich mehr die geforderten Versicherungsprovisionen leisten kann :-( Wie ist das bei dir – hast du viele Anfragen, die du ablehenen musst, weil es zu wenige Hebammen und zu viele Kundinnen gibt? Ist es albern, seine Hebamme schon vorm Schwangerwerden kennen lernen zu wollen??
    Zu mir: 30, verheiratet, finanziell und beruflich alles schön, sozialer Kinderwunsch ja (Leben mit Kindern ist toll und würde super passen), biologischer nein (mir ist total egal ob das Kind die Gene von mir und/oder meinem Mann hat), Angst vorm Schwangersein und Geburt insofern, als dass ich Angst habe, dass mein Körper durch die Schwangerschaft und Geburt beschädigt und teilweise unbrauchbar (Gewicht, Verletzungen, geringere Arbeitsfähigkeit, Müdigkeit) wird und ich nach der Geburt nicht mehr leistungsfähig (egal ob beruflich oder familiär) bin, weil ich idealerweise neun Stunden durchgängigen Schlaf brauche.
    Ich bin total dankbar die Beiträge aller Schreiberinnen hier lesen zu können.
    Liebe Grüße, Antje

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Liebe Antje,
      es ist leider wahr: ich kann Dir natürlich keine gute Betreuung versprechen, denn es gibt schon jetzt zu wenige Hebammen. Ich selber muss täglich Frauen absagen und bin heute (Ende Mai) bis zum Anfang des kommenden Jahres ausgebucht. Kolleginnen geht es ähnlich.
      Zu den Ängsten immer müde zu sein, muss ich leider sagen: ja, Du wirst am Anfang oft schrecklich müde sein. Aber das geht auch wieder vorbei. Und die körperlichen Veränderungen sind pro Frau sehr unterschiedlich stark. Das alles musst Du eben auf die Waagschale legen, neben ein ganzes Leben mit Deinem Kind. Wenn der Kinderwunsch groß ist, ist einem am Ende all das egal.
      Das mit der verminderten Leistungsfähigkeit möchte ich entkräften. Ich finde immer – und habe das auch von vielen anderen Frauen gehört – das man plötzlich im Gegenteil unglaublich viel mehr gebacken bekommt, als vorher. Das klingt verrückt, ist aber tatsächlich so.
      Jedenfalls freut es mich sehr, dass das Lesen hier, Dir hilft. und ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deiner Entscheidungsfindung.
      Alles Liebe
      Jana

      Antworten
  80. Sandra
    Sandra sagt:

    Ich (42) habe Anfang des Jahres schon mal geschrieben, dass ich mich über meine -gewollte und geplante!- 3. Schwangerschaft irgendwie so garnicht freuen konnte. Ich war sogar regelrecht verzweifelt, unglücklich, panisch, alles in mir und an mir hat sich degen diese SS gewehrt. Jetzt ein Zischenstand:

    Mittlerweile bin ich in der 28. SSW und freue mich schon seit vielen Wochen auf unseren Sohn :-)) ZUm Glück ist es doch noch gekommen! Ich hatte und habe zwar mit vielen Zipperlein zu kämpfen, es ist nicht alles so rosig und einfach wie vor 10 und 12 Jahren, aber die Angst und Panikattacken, die ich bis ca. 16 SSW hin und wieder hatte (Luftnot, Schluckbeschwerden, Panikgefühle, Herzrasen, Unruhe,…) sind weitestgehend verschwunden, und mit allem anderen kann ich leben. Die teils starken Kindsbewegungen sind mir jetzt schon zuweilen unangenehm, aber ich habe mich damit arrangiert. Freue mich aber ganz ehrlich gesagt darauf und zähle fast die Tage ;) dass er raus kommt und mein Körper wieder ganz alleine mir gehört!! Die SS ist ja endlich :-)

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Liebe Sandra, vielen Dank für Dein Update. Du hast ja schon 3/4 geschafft! Yeah!
      Hört sich hart an, bis jetzt. Ich hoffe der Rest geht jetzt besser.
      Ich wünsche Dir alles Gute und freue mich dann über die Geburtsmeldung. :-)
      Liebe Grüße
      Jana

      Antworten
  81. Dany
    Dany sagt:

    Hallo alle zusammen,

    Zu meinen Lebensumständen muss ich (leider) ziemlich aussholen…..!

    Wie alle von euch, bin auch ich sehr froh auf diese Seite gestoßen zu sein!
    ws tut unglaublich gut zu wissen, dass man mir dieser Problematik nicht alleine ist.

    Ich bin 33 und fand Kinder von anderen immer schon nett und so manches jat mich auch dahinschmelzen lassen, jedoch war auch irgendwie insgeheim immer froh, dass es nicht meins, mit all den dazu gehörigen Sorgen und Prolemen, ist.

    Ich mag die meisten Kinder! Ich sage die meisten, weil ich auch schon viele kennengelernt habe, bei denen ich dachte, oh Gott hoffentlich bekommst DU nie SO EINS!

    Lange Jahre wollte ich nie Kinder, auch wenn beim Anblick so mancher Kinder trotzdem der Gedanke aufflammte, wie es wohl wäre ein eigenes zu haben und sich ein warmes Gefühl in der Brust ausbreitete, dieser aber schnell wieder weg geschoben wurde!

    Mit 21 war ich schwanger, in einer sehr schwieringen Beziehung und habe mich aber von der ersten Sekunde bewusst und ohne Reuhe dagegen entschieden. Bis heute ist diese Entscheidung immer noch für die Richtige und daher auch kein Problem.

    Nun habe ich einen sehr liebevollen, wenn auch mit (teils psychischen Probkemen belastet- Borderline-!) Partner an meiner Seite. Er ist 2 Jahre jünger als ich, hat aber einer fast 10 jährige Tochter.

    Der Umgang mit ihr und ihrer Mutter läuft fast reibungslos, bis auf Kleinigkeiten die ich als normal empfinde.

    Es ist komisch, aber dieses Kind weckt immer wieder eine mütterliche Verantwortung in mir, sodass der Wusch nach einem eigenen nicht mehr so unabwegig war.

    Allerdings hatte ich immerschon eine heiden Angst vor “sowas” wie Schwangerschaft und Geburt.

    Unsere Lebensumstände sind momentan nicht ganz einfach, wenn auch nicht aussichtslos. Wir sind beide ind der Gastronomie. Ich als Hotelfachfrau (2te Ausbildung, vor 4 Jahren erfolgreich abgeschlossen- davor 10 Jahre Friseurin mit Beendigung eines Meistertitels), mein Freund derzeit als Koch (auch 2te Ausbildung) die er erst jetzt im kommen Monat – hoffentlich erfolgreich- abschließen wird.

    Geld war bei uns schon immer knapp und auch aus diesem Grund, hatten wir beide den Wunsch vllt eine Zeit, so 3-6 Monate Erfahrungen in der Gastro im Ausland zu machen.

    Jetzt zum Ende seiner Ausbildung wurde das Thema konkreter, da ja der Plan ja auch schon über 2 Jahte wie eine Traumblase gewachsen ist…. aber mein Freund wurde mit Aussagen dazu immer verhaltener.
    Bis letzte Woche herrauskam, das er wegen seiner Tochter, nicht mehr ins Ausland (und mit Ausland war Bayern, Schweiz oder Österreich das angestrebte Ziel!) will, weil er diese “Trennung” nicht aushalten würde!

    Für mich war das ein Schlag ins Gesicht!
    Dazu sei gesagt, dass ich ihm geholfen habe aus einem Psychischen Sumpf mit Drogen, Alkohol und “ritzen” positiv wieder ins Leben zu gelangen.
    Seine Finanzen auf die richtige Bahn zu bekommen (wenn auch in Form einer Privatinsolvenz, aber anders ging es nicht) , habe ihm zum jetzigen Aisbildungs-/ Arbeitsplatz verschafft, indem er sich sehr wohl fühlt und den Umgang mit seiner Tochter (der ihm lange verwehrt war) unterstützend beeunflusst, sodass regelmäßige Treffen stattfinden können. (Denn er besitzt noch! keinen Führerschein)

    Ich liebe ihn, trotz aller Umstände. Er ist ein guter Vater, auch wenn er machmal sehr unbeholfen ist.
    Aber das war für mich zu viel. Ich hatte mich gedanklich schon getrennt und mich alleine im Ausland gesehen. Da es, bevor ich mich auf sowas wie Familie oder Selbständigkeit festlege, ein sehr großer Herzenswunsch von mir ist, noch einmal (bevor es dafür zu spät ist) alle Freiheiten auszuleben! Eigentlich wollte ich das mit ihm… aber der Wunsch wuchs derart über die letzten Jahre, ich wollte es unbedingt, wenn nötig auch ohne ihn.
    Leider glaube ich nicht an Beziehung auf Distanz.

    Doch alles kommt anders!!!!
    Letzten Freitag 05/06, einen Tag vorher haber ich erfahren, daß mein Freund nicht mehr ins Ausland will, habe ich aus einem komischen Gefühl heraus einen SS-Test gemacht…. positiv! !!!!

    Ach du scheiße…..

    Ich habe am 15/05 grad meine Festanstellung gekündigt, weil ich ein paae Monate bevor ich echt harte Saisonarbeit starte, als Aushilfe bei Bekannten in der Gastro arbeiten wollte und noch will. Den Vertrag habe ich erst gestern unterschrieben.

    Und nun das! !!!
    Ich bin in der 6/7 Woche! !!!!
    Mein Freund steht zu mir, egal wie ich entscheide und das rechne ich ihm sehr, sehr hoch an.

    Aber ich freue mich nicht….
    ich bin geschockt!
    Auch ich fühle mich unwohl mit diesem “Aliengefühl” und habe Angst… Angst vor der Angst, Angst davor, dass die Angst in Panik umschlägt. Angst vor die 9 Monaten, Angst davor es mittendrin loswerden zu wollen, Angst davor aus der Situation nicht mehr raus zu kommen…Angst vor der Geburt. ..
    Ich habe soooo unglaubliche Angst!!!!!!

    Ich habe keine Angst Mutter zu sein! Was ich wiederum total skurril finde.

    Aber vor allem, was ab jetzt passieren soll!!!

    Ich fühl mich hilflos, leer, alleine…. auch wenn ich es nicht bin, aber durch diese Sache an sich müsste ich ja alleine durch!

    Ich habe Gefühlskarussell… stündlich ändern sich meine Gedanken… aber für ein klares Ja konnte ich mich nicht entscheiden…
    und ich weiß nicht ob ich es kann…oder will?!?

    Auf der einen Seite versuche ich es mir positiv vorzustellen, aber ich schaffe es nicht. Sofort beschleicht mich die Angst/Panik!!!!

    Es ist alles soviel auf einmal. …

    Ich versuche mir Zeit zu geben…immerhin habe ich für einen Abbruch noch Zeit zum überlegen.
    Aber ich habe Angst mich dafür zu entscheiden.
    Ich habe Angst, wenn ich mich dafür entscheide und die “Frist” abgelaufen ist, es doch nicht mehr zu wollen und Angst davor dann durch zu drehen. Angst mir und dem Ungeborenen was anzutun, weil ich in Panik gerate. …

    Es ist die nackte, blanke Angst!!!
    Und ich weiß nicht mehr weiter….

    Ich habe es gestern meiner Mutter gestanden, ihr auch von meinen Ängsten erzählt…. sie war sehr verständnisvoll…und sie hat sich wahnsinnig gefreut und gesagt wie szolz sie auf mich/uns ist!!!
    Das war schön… leider nimmt es mir nicht die Angst!
    Sie ist natürlich dafür es zu bekommen…
    aber ich weiß es einfach nicht!!!

    Ich bin enttäuscht von mir selbst, das ich mich kicht freuen kann und wütend auf meine Angst…aber sie ist da und übermächtig! !!!

    Ich hoffe bald klarer sehen zu können. ..

    Liebste Grüße an alle denen es ähnlich geht und an alle die es gwagt und geschafft haben, ihr habt meine tiefste Bewunderung! !!!

    Antworten
  82. mom
    mom sagt:

    Liebe Dany,

    ich denke an Dich und wünsche Dir alles Gute in Deiner schwierigen Lage!
    Ich denke, es ist normal, dass man sich in einer so schwierigen Situation erst mal ambivalent oder panisch oder auch geschockt fühlt – besonders, wenn man sich noch gar nicht klar ist, ob man einen Abbruch will oder nicht.
    Ich halte Dir die Daumen, dass Du eine stimmige Lösung für Dich findest…hab selbst ein Kind unter schwierigen Umständen mit knapp 20 bekommen und kann mir gut vorstellen, wie es Dir geht.

    Antworten
    • mom
      mom sagt:

      Liebe Dany,

      mir geht Deine Situation gar nicht aus dem Kopf und ich wollte Dir noch was sagen – mir selbst hat es später sehr geholfen mich beraten zu lassen, und zwar von jemandem Außenstehenden. Ich habe die Erziehungsberatung in Anspruch genommen (wurde bei uns kostenlos und vertraulich über das Jugendamt angeboten), und es tat so gut, mal mi jemandem zu reden, der nicht involviert ist und Erfahrung hat mit ähnlichen Situationen, aber keine eigene Agenda.
      Vielleicht findest Du ja ein Beratunsangebot, das für Dich gut passt – einfach, um besser zu klären, was Du willst und wo Du hinwillst.

      Alles, alles Gute.

      Antworten
      • Dany
        Dany sagt:

        Danke dir, liebe MOM, für deinen Zuspruch.

        Ich würde so gerne dieses positive Gefühl haben und mich, ohne Zweifel oder diesem Angstzustand, dafür entscheiden.

        Aber es ist diese Angst, die auch die anderen hier beschreiben, und dieses “Aliengefühl”, diese Angst vor dem durchhalten (müssen), bzw daran zu scheitern. Nichts an der Situarion ändern zu können…”Es” nicht anzunehmen, lieben zu können.

        Ps: verzeiht bitte die Rechtschreibfehler… komm immer auf die falschen Tasten….!

        Antworten
    • Paragoni
      Paragoni sagt:

      Hallo Dany,

      ich kann dich und deine Gefühls- und Gedankenwelt so gut verstehen, denn mir geht es genauso, nur mit dem Unterschied, dass ich noch nicht schwanger bin aber wir planen schon. Letztens dachte ich eine Woche lang, dass ich schwanger wäre und schon stieg die Panik in mir auf. Ich dachte mir nur: nein nein nein, das darf nicht sein und hoffte nicht schwanger zu sein. Ich war nicht schwanger und mittlerweile frage ich mich wieder, warum ich immer wenn es konkret wird so in Panik verfalle. Auch ich weiß nicht wie ich 9 Monate mit Zweifeln und Ängsten überstehen soll, ohne komplett durchzudrehen und dabei noch eine Bindung zum Kind aufzubauen. Leider wird mir wahrscheinlich eine HG Schwangerschaft bevorstehen, was das Ganze nicht besser macht. :( Aber genug zu mir.
      Ich weiß nicht wirklich, was ich dir raten kann denn einen Weg aus diesen Ängsten kenn ich leider auch nicht. Es wäre vielleicht ratsam, dass du dir eine psychologische Begleitung suchst während der Zeit (wenn du dich für das Kind entscheidest). Ich denke es ist wichtig, dass dich jemand auffängt, wenn die Ängste stark werden. Ich persönlich hoffe ja darauf, dass sich diese irgendwann Ängste geben und man sich an die Situation gewöhnt, vielleicht doch auch freut. Aber keine Ahnung ob es wirklich so ist.
      Versuch dich wenn du Angst bekommst irgendwie abzulenken und nicht in das Gedankenkarussell einzusteigen. Wenn du negativ denkst sage “Stopp”! Suche dir positive Gedanken zur Schwangerschaft. Frag dich warum ist es schön dieses Kind zu bekommen, schreib es auf und sage dir das täglich wie ein Mantra auf….übe diese Gedanken, immer wieder, so dass du es verinnerlichst und sie ohne eigenes Zutun im Kopf bleiben. Ich weiß selbst, das ist leichter gesagt als getan und schwierig umzusetzen, aber genau das würde dir wahrscheinlich ein Psychologe raten, denn nur so wird man gegen diese Ängste und Zweifel ankommen.
      Ich drücke dir die Daumen, dass du für dich die richtige Entscheidung triffst. Vielleicht hältst du uns ja auf dem Laufenden wie es bei dir weiter geht und vor allem wie es dir ergeht. Alles Gute!

      Antworten
  83. Tani
    Tani sagt:

    Hallo zusammen,

    ich wollte mich auch nochmal zu Wort melden. Ich hab hier mal vor etwas mehr als einem Jahr von meiner Angst geschrieben und meinen Bedenken mit Schwangerschaft.

    Nun, heute sehe ich es so: Neulich war ich beim Frauenarzt, zufällig kurz vorm Eisprung. Ich war so aufgeregt und habs Abends gleich meinem Mann erzählt und gesagt, dass wir jetzt loslegen könnten, die Chancen stünden gut. Er meinte, wenn ich bereit sei und ich so “Jaaa, ich bin bereit” irgendwie war die Angst weg. Und nun bin ich ES+4 und natürlich weiß ich nicht, ob es geklappt hat, aber ich bin voll positiver Gedanken, es kommen keine negativen Gedanken in meinem Hirn an. Es ist unglaublich. Ich dachte sogar letztens, dass ich auch ein kleines Mädchen willkommen heißen könnte, obwohl ich vorher immer dachte, wenn Kind, dann bloß ein Junge…. es ist verrückt. An meiner Außensituation hat sich nix geändert, wir müßten auf der Arbeit Ersatz für mich suchen (sind selbstständig) und zu Hause in der 3ZKB Wohnung ist auch kaum Platz… aber egal, was solls… ich wills und das reicht doch vollkommen…. Ach, ich wollte das einfach mit euch teilen, um zu zeigen, das Schwangerschaftsphobie auch vergehen kann. Ich habe mich viel mit mir und verschiedenen Themen beschäftigt, Therapie gemacht, bin immer noch in einer Selbsthilfegruppe, die mir sehr viel Halt gibt. Eine freundin ist mit dem zweiten Kind schwanger, eine andere hat einen halbjährigen, den ich abgöttisch liebe und wickeln und tragen darf…. vielleicht kommen daher die Glückshormone :D

    Es wäre soo schön, schwanger zu sein :)

    Antworten
  84. Jen
    Jen sagt:

    Viele sehr bewegende Geschichten und ein spannendes Thema, was glücklicherweise auch als Thema in verschiedenen Forschungsrichtungen meines Wissens nach mehr und mehr ankommt. Auch, wenn man bereits eine Schwangerschaft “erfolgreich” hinter sich hat: Auch ich hatte tierisch Angst, wieder schwanger zu werden, obwohl ich ein zweites Kind wollte. Der Verzicht, die Einschränkungen, die ggf. starke Gewichtszunahme (habe in der ersten Schwangerschaft über 30 kg zugenommen – mein Körper ist also eh irreversibel verändert, wenn fast alles wieder runter war).
    Und vor allem: diese gesellschaftliche Norm, doch ein zweites Kind haben zu “sollen” – Mit allen Fragen wie “Wann ist es denn bei euch wieder so weit?”, “Wann plant denn ihr das zweite?”
    Und das in einer Gesellschaft, in der es ja absolut nicht auf der Tagesordnung steht, über die eigene Fruchtbarkeit und das eigene Sexualverhalten ansonsten offen mit Hinz & Kunz zu reden. Dass der eigene Körper plötzlich eine Art offenes Gut wird, finde ich soziologisch höchst spannend. Es wird darüber geredet; manchmal fast einem jemand sogar an den Bauch; der eigene Körper wird zum Thema eines smalltalks mit fast Fremden. Dass viele Frauen darauf absolut keine Lust haben und es befremdlich finden, erscheint mir sehr logisch – aber gefühlt habe ich mich damit auch oft allein.

    Jetzt, schwanger in der 13. Woche mit Nr.2, habe ich gerade das “Aliengefühl” überwunden – wenn es auch beim Ultraschall immer mal wieder aufkommt – aber es ist dann tatsächlich zumindest in meiner Erfahrung so, dass es umschwenkt. Es wird von diesem kleinen fremden Wesen, das fast schon parasitär in einem haust, zu einem Teil deiner selbst, einem geliebten Stück von dir, mit dem man seinen Körper gerne teilt. Dieser Fakt, dass man sich daran erst gewöhnen muss (und das auch wieder neu in jeder Schwangerschaft), kann gerade erst aufkommen. Fast so, als hätte man es zuvor nicht aussprechen dürfen. Solche Blogs und Diskussionen wie hier helfen dabei! Ich glaube tatsächlich, dass dies recht verbreitet ist – eben in diversen Abstufungen.
    Erst dann, wenn die Frauen, die es betrifft, darüber reden, kann es gesellschaftlich anerkannt werden – ähnlich wie das Problem von Vätern, die Ängste haben oder dergleichen.
    Genau dieses Gefühl des “Man darf keine Angst vor dieser natürlichsten Sache der Welt haben” macht es so mächtig. Wie so oft. Auch ein Grund ist denke ich diese Spanne, die zwischen diesem Pol und dem des “Um jeden Preis Kinder bekommen” entsteht – was wiederum auch mit dem Markt zu tun hat, der dahinter steckt (Babysachen, künstliche Befruchtung, Elternzeitschriften, Elternforen, etc.) und weshalb dieser Wahn kann man fast sagen so virulent verbreitet wird. Ein sehr interessantes Phänomen unserer Gesellschaft.
    Allen Frauen, die oben so eindrücklich ihre Geschichten geschildert haben, kann ich nur sagen: Toll von euch! Daumen hoch dafür und Daumen gedrückt für euer Glück, und dass ihr glücklich werdet, wie auch immer ihr euch entscheidet!

    Beste Grüße,

    Jen

    Antworten
  85. Nevaeh
    Nevaeh sagt:

    Ich habe auch eine sehr starke (krankhafte) Angst vor einer Schwangerschaft. Das liegt bei mir allerdings daran, dass ich mit 23 ein Geburtstrauma (inklusive sexueller Belästigung durch den Gynäkologen und verbale Anzüglichkeiten der betreuenden Hebammen) erleben musste.
    Für mich ist das Thema Kinder abgeschlossen (mein Sohn ist jetzt 10), habe andere Pläne für mein Leben, weitere Kinder sehen diese unter keinen Umständen vor.
    Frauen mit Schwangerschaftsphobie kann ich nur raten sich intensiv mit dem Thema zu beschäftigen (Was will ich wirklich? Wo sehe ich mich in 10 oder 20 Jahren?) eventuell auch mit Hilfe eines Therapeuten- denn sobald Frau eine Entscheidung getroffen hat ist das Thema nicht mehr allzu problem- und angstbehaftet. Liebe Grüße und alles Gute.

    Antworten
  86. Kira
    Kira sagt:

    Liebe Frauen, Liebe Frau Friedrich,
    ich möchte Euch erstmal danken das Ihr mit dem Thema so offen umgeht und vertraut darüber sprecht.
    Leider gehöre ich auch zu diesen Frauen und ich verstehe nicht warum, manchmal bin ich wütend darüber das es mir so geht wie es mir geht.
    Ich bin ein “ungeliebtes” Kind und wuchs in einem zerstörten Familiensystem ohne Vater auf. Viel Leid, Angst, Gewalt, Armut, Ablehnung, Zurückweisung, emontionale Vernachlässigung, Not, Hilflosigkeit und Machtlosigkeit des Ausgeliefertseins prägten meine Kindheit und Jugend auch noch mein Frau sein bis Ende 20.
    Schritt für Schritt befreite ich meine Seele aus diesem Psychoterror.
    Ich suchte mir eine eig. Wohnung, begann eine Ausbildung, suchte die Distanz zu meiner Mutter. Ich knüpfte Freundschaften wo ich Halt und Verständnis bekam, vor allem aber Akzeptanz. Ich achtete auf mein Geld und arbeitete mich hoch. Nebenbei rettet ich noch meine Mutter und meine Schwester aus ihrer Alkoholsucht. Es war ein langer Kampf, Wut, Angst, Trauer, Verlust, Aggressionen, Hilflosigkeit, schlaflose Grübelnächte und Depressionen begleiteten mich auf diesem Weg – aber ich konnte nicht zuschauen – ich hatte zu viel Angst davor meine geliebte Mutter und Schwester beerdigen zu müssen und vor der Tatsache zu stehen “ich habe es nicht geschafft” – und ich habe es geschafft – beide sind seit mehreren Jahren trocken und alles hat sich beruhigt.
    Vergessen hab ich dabei mich – meine Seele schrie nach Liebe – was passieren musste – ich geriet immer wieder an die falschen Partner – an was was mir sehr vertraut war – Zurückweisung, Ablehnung, Unterdrückung… immer wieder Verlieben, Glauben, Hoffen, Wünschen, Ablehnung, lösen, Enttäuscht werden, am Boden liegen – aufstehen, neuen Mut und Kraft tanken weiter machen.
    Seit Mitte 20 quält mich diese zerrissene Sehnsucht nach einem Kind, aber in jener Beziehung fehlte Sicherheit, in der anderen Vertrauen, hier das dort jenes..
    Als ich vor 2 Jahren wieder eine destruktive Beziehung verlassen habe und am Boden lag, lernte ich schnell – zu schnell, einen anderen Mann kennen, ich verliebte mich nicht, aber er gab mir irgendwas was mich anzog.
    Er stürtze sich auf mich wie eine wilde Hyäne, überrannte mich sozusagen, meine inneren Signale von Angst und Unbehagen überging ich, so wollte ich niemand vor den Kopf stoßen …wir probierten es im Bett, mit der Erwartung “vielleicht verliebe ich mich” ..das ging schief, mir gefiel es nicht, ich war weder seelisch noch körperlich bereit und so fühlte ich mich dann auch “von mir selbst mißbraucht” …aus diesem Versuch wurde ich schwanger trotz Pille danach.
    Eine Welt brach für mich zusammen…ich geriet in Angst und Panik, jetzt muss ich diesen Mann lieben, mit ihm schlafen, mit ihm Leben, kann ich dieses Wesen lieben, oder werde ich wie meine Mutter? Ich liebe diesen Mann nicht, ich will mich nicht unter Druck an einen Mann binden, den ich nicht liebe, die Macht die er über mich hatte machte mir Panik, die Ängste , meine Zweifel, die Angst vor dem sozialen Abstieg, Bindungsängste, die Angst vor der Angst, was passiert mit mir und meinem Körper, was ist das in mir drin, was wenn ich im 5. Monat merke “ich will es nicht mehr” “ich will diese Angst nicht mehr, dann muss ich da durch…
    Zudem kam hinzu das ich mich schämte vor meinem Chef, der mir seit 18 Jahren seine Lebensanschauung aufzwingt “so und so muss dies und jenes sein, das und dies darf im Leben nicht passieren, dies und das kann man steuern” – seine ganzen Vorurteile gegen Menschen wie sie fühlen , was richtig und falsch ist und so weiter, diese ganzen ungefilterten und gespeicherteten Gedanken ließen Demut und Erniedrigung in mir fruchten, so wollte ich meine Ehre nicht verlieren, der Druck war zu hoch, die Zeit zu wenig, der Druck eine Beziehung zu führen, der Druck die richtigen Gefühle zu haben…alles in einem trieb mich unbewußt und auch bewusst zu einer vorzeitigen Beendigung der Schwangerschaft.
    Der Druck “du musst dich freuen” – “ich kann mich nicht freuen” – der Druck ” du brauchst keine Angst haben” – “die Angst ist doch schon da”..
    Jetzt steh ich da mit dieser schmerzhaften Erfahrung und meinem Kinderwunsch und ohne Partner…mit der Wut auf mich ..wie beeinflussbar und fremdbestimmt ich von den Gedanken anderer bin…
    Mit dem Mann versuchte ich eine Beziehung zu erzwingen, er wollte Gefühle bei mir erzwingen und ich auch …er machte immer mehr Druck so das ich letztes Jahr in eine mittelschwere Depression fiel…danach löste ich mich auch aus dieser Beziehung, sexuell hatte ich ´mich schon lange verschlossen – wir führen mittlerweile eine offene Freundschaft, der Abbruch verbindet uns und ich klammere mich insgeheim an ihn,
    mittlerweile bin ich in Therapie um Selbstvertrauen und Selbstachtung zu lernen, ich kann nichts auf mich zu kommen lassen zu groß ist die Angst vor dem Kotrollverlust meiner Gefühle..
    Ich bete zu Gott,das er mir noch einmal die Chance gibt mit anderen Gefühlen, ich habe große Angst mit der Erfahrung aufhören zu müssen und später daran zu zerbrechen..ich würde mich hier über den Austausch von mutmachenden Gedanken freuen.
    Wünsche alle Frauen hier Mut und Kraft.
    Liebe Grüße Kira

    Antworten
    • tinchen
      tinchen sagt:

      Liebe Kira!

      Du hast wahnsinnig viel für Dich geschafft! Du hast Dich aus einer belastenden Familiensituation befreit, dennoch Hilfe geleistet, hast Dich, trotz allem, was man Dir an negativem Balast mit auf den Weg gegeben hat, intellektuell mit der Situation auseinandergesetzt und Deinen Weg gesucht. Du hast selbstbestimmte Entscheidungen getroffen, hast Distanz zu Deiner Mutter hergestellt, Dich von einem Mann getrennt der Dir nicht gut getan hat und hast eine mutige Entscheidung bzgl der Schwangerschaft getroffen. Perfekt ist niemand, erst einmal musst Du Dir selbst verzeihen und vor allem sehen, wie viel Du bereits geleistet hast!! Gib der Zukunft Zeit, alles kann und nichts muss, vertraue auf Dein Gefühl!
      Ganz liebe Grüße!!

      Antworten
    • Tani
      Tani sagt:

      Hallo Kira,

      ich hoffe, die Therapie ist hilfreich und du kannst du schlimmen Dinge verarbeiten, die dir widerfahren sind. Für Angehörige von Alkoholokern gibt es eine Selbsthilfegruppe, ich denke mal in jeder größeren Stadt. http://www.Al-Anon.de Vielleicht schaust du dir das bei Gelegenheit mal an.
      Angehörige und besonders auch Kinder von Alkoholikern haben es besonders schwer im Leben, weil sie aufgrund von der Krankheit ihrer Angehörigen viele ungesunde Lebensweise angenommen haben, mit denen sie sich selbst sehr weh tun. Auch, wenn deine Angehörigen mittlerweile trocken sind, hat die Krankheit doch lange dein Leben geprägt.

      Ich wünsche dir alles Gute auf deinem Weg zu dir und würde dich gerne fest in die Arme nehmen :)

      Antworten
  87. tinchen
    tinchen sagt:

    Hallo,
    Per Zufall bin ich gerade auf diesen Blog gestoßen. Vielen Dank für all die ehrlichen Berichte hier, ich glaube, alle differenziert denkenden Frauen können sich hier wirklich miteinander austauschen. Dies ist das erste Forum, das mich wirklich gefesselt hat!!

    Viele der geschilderten Erfahrungen und Gefühle kann ich verstehen bzw teile ich hinsichtlich Entfremdung des eigenen Körpers, Fremdbestimmung, Aliengefühle oder Angst Teil eines verhassten Rollenbildes zu werden…

    Ich arbeite als Ärztin (allerdings nicht als Gynäkologin), physische und psychische menschliche Abgründe bzw Schicksale sind mein tägliches Umfeld. So spannend und faszinierend ich eine Schwangerschaft und die Entstehung von Leben finde, so sehr jagt mir das bei mir persönlich auch Angst ein.
    Ich bin glücklich verheiratet, wir sind beide berufstätig und verdienen ganz gut, haben ein gutes Leben, leisten uns Urlauber und gutes Essen, Leben in einer großen Wohnung… Kurzum, es ist alles ok. Eigentlich.
    Der Wunsch nach einem Kind kam zunächst von meinem Mann, ich konnte es mir irgendwann mit ihm vorstellen, freute mich über seine Freude. Es klappte sofort, nach drei Wochen und ein bißchen Planung bzgl. des Zyklus war ich schwanger. Wir haben uns riesig gefreut, es ging mir gut, die ersten Babyartikel wurden gekauft nachdem die zwölfte Woche in greifbare Nähe rückte. Bei der ersten großen Routineintersuchung in der 11. SSW war kein Herzschlag mehr nachweisbar. Es folgte eine Kürettage die peri- und postoperativ nicht unproblematisch war.Ich wollte es erst nicht noch einmal versuchen, mein Mann sofort. Nach einigen Wochen Verarbeitung gaben wir dem Ganzen noch eine Chance. Es klappte wieder nach wenigen Monaten. Diesmal allerdings kann ich mich nicht freuen und wenn ich ehrlich bin auch nicht mit allen anstehenden Veränderungen anfreunden. Von Anfang an hatte ich ziemlich heftige Nebenwirkungen wie massive Übelkeit, Inappetenz, Diarrhoe, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindel… die ein normales Leben und Arbeiten unmöglich machen. Ich fühle mich eingesperrt und fremdbestimmt. Es ist nun erst die 9. Woche und der Gedanke an weitere 4 Wochen in diesem Zustand machen mich wahnsinnig. Manchmal wünsche ich mir wenn die Übelkeit ganz fies wird, es möge einfach vorbei sein… Die Gewichtszunahme ist noch nicht messbar, aber der sehr flache Bauch wölbt sich, die bisher kleinen Brüste sind von A auf C explodiert und schmerzhaft und ich finde es gar nicht interessant sondern nur beängstigend. Seitens des Gynäkologen wurde bereits ein Arbeitsverbot empfohlen, dazu kommt ein Jobwechsel in einigen Wochen (von Assistenz zu Oberarzt) und eine hierfür wichtige Prüfung in einer Woche, lernen derzeit kaum möglich.
    Ich glaube, dass das Gefühl von Fremdbestimmung, Persönlichkeitsverlust und Brutkasten für ein Alien zu sein alles andere als selten ist und vermutlich noch häufiger vorkommt, als es dieser Blog bereits erahnen lässt. Je selbstbestimmter und unabhängiger eine Frau ihr Leben gestaltet, um so weniger definiert sie sich trotz bestehendem Kinderwunsch über ihre reproduktiven Fähigkeiten. Hinzu kommen wie in einigen hier beschriebenen Fällen tiefgreifenden und einschneidenden Erfahrungen. Mein tiefster Respekt gilt den unglaublich ehrlichen persönlichen Berichten und sehr mutigen Entscheidungen!! Vielen Dank, es nimmt die Belastung, dass so einige ambivalente Gefühle nicht in Ordnung sind!

    Antworten
  88. Conchi
    Conchi sagt:

    Hallo zusammen,
    ich bin so froh, auf diesen Blog gestoßen zu sein und dieses Thema als Diskussion zu verfolgen. Mir geht es nämlich ähnlich.
    Ich bin 33, verheiratet, habe einen sicheren Job und eigentlich könnte es losgehen. Der Wunsch ist schon lange da. Allerdings leide ich seit Jahren an einer Angststörung, die mich vom Schwanger werden abhält. Ich mache gerade die 3. Therapie, die zwar Erfolge zeigt, aber ich kann diesen Schritt irgendwie noch nicht gehen. Ich habe Angst vor den Untersuchungen, den Diagnosen und der Zeit, wenn das Baby da ist und ich Angst habe, dass etwas nicht ok ist. Ich habe, obwohl ich seit vielen Jahren mit meinem Mann zusammen bin, Angst vor dem HIV-Test (wir verhüten seit eh und je nur mit Kondom (nur die ersten 1,5 Jahre nicht), da ich die Pille nicht vertrage. Ich war immer treu und er sicher auch, aber da kommt halt wieder meine Angststörung durch… Vielleicht hat man sich beim Arzt angesteckt, oder oder… Bitte erklärt mich nicht für verrückt.
    Ich habe auch Angst vor Brustkrebs. Wurde vor 7,5 Monaten von zwei Ärzten mit Ultraschall untersucht, weil ich knotiges Gewebe gespürt habe. Ist aber nur hormonell bedingt und nicht weiter schlimm, sagt der Arzt. Ich weiß aber, dass sich die Brust in der Schwangerschaft verändert und ich habe schon beim monatlichen Abtasten Probleme, nicht in Panik zu verfallen, weil sich das Links immer knotig anfvühlt. Davor habe ich also auch Angst, was mich hindert, endlich loszulegen. Mein Mann ist der beste, den man sich vorstellen kann und er würde so gerne.
    Wie kann ich mich bloß überwinden? Babys zaubern mir immer das schönste Lächeln ins Gesicht… Meine Therapeutin sagt: Einfach machen!

    Antworten
  89. mom
    mom sagt:

    Liebes Tinchen,

    ich wünsche Dir einen weniger anstrengenden weiteren Schwangerschaftsverlauf – ich hatte die ersten paar Monate üble Übelkeit und Müdigkeit und schleppte mich durch jeden Tag (wenn ich nicht gerade im Bett war und schlief wie bewußtlos), aber das wurde tatsächlich viel besser und ein “normales” Leben wieder möglich. In der Elendsphase der Frühschwangerschaft konnte ich mir tatsächlich nicht vorstellen, dass ich jemals wieder sowas wie Energie haben sollte, aber rückblickend war es ein überschaubarer Zeitraum. In ein paar Monaten geht es Dir vielleicht auch so!
    Gerade kickt mein Baby in meinem Bauch herum und erinnert mich daran, wie surreal es eigentlich ist, so ein kleines Leben mit sich herumzutragen und seinen Körper so bedingungslos zu teilen, während der Körper ein Programm ablaufen lässt, das ich nicht bewußt steuern kann. Gruselig, wie auf einmal die Beine Wasser einlagern und die Brüste aussehen wie ein Blauschimmelkäse vor lauter riesigen Adern…nie sonst war ich so meinem Körper ausgeliefert, und ich kann mich nicht recht entscheiden, ob ich mich ganz ehrfürchtig fühle oder leicht angeekelt. Also habe ich beschlossen, das Ganze als große Übung im Loslassen zu betrachten und einfach den Körper machen zu lassen…in der Hoffnung, genau das unter der Geburt und mit dem Baby besonders gut brauchen zu können.

    Antworten
    • tinchen
      tinchen sagt:

      Hallo MOM,
      danke Dir! Das wird sicher so sein und die Zeit wird ja immer weniger.
      Wahrscheinlich ist die Einstellung, dass alles ein großes Experiment ist, genau richtig. Letztlich muss man sich auch immer klar machen, wie viele Paare es gibt, die sich ein Kind wünschen würden und deren Wunsch nicht erfüllt wird. Ein wenig Dankbarkeit ist sicherlich auch angebracht…

      Antworten
      • mom
        mom sagt:

        Liebes Tinchen,

        ja, stimmt, meine Schwester ist ungewollt kinderlos und hat da ganz schön dran zu knabbern…es ist bei allen nervigen Begleitumständen ein Wunder, wenn es klappt. Aber ich glaube auch, ambivalente Gefühle sind ganz normal und man kann echt dazu stehen!
        Viel Glück Dir weiterhin,
        Mom

        Antworten
  90. Kira
    Kira sagt:

    Liebes Tinchen,
    schön das du deine Geschichte hier mit uns teilst! Und vielen Dank für Deine Worte!
    Ich sehne mich so sehr nach einem Kind, nach einem eigenen, aber diese Ängste verhindern es bisher und die Uhr läuft, das kommt erschwerlich hinzu ….ich rede mir gut zu”nicht drängeln – das geht schief” , “lass dir Zeit liebe Kira” – und ein Mann ist ja auch noch nicht in Sicht :-(
    Hinzu kommen meine Bindungsängste, ich kann mich schon auf einen Mann einlassen, aber ich brauch’ meine Hintertür, da ich erlebt habe wie sehr schlimm es ist emontional abhängig zu sein, von einem Mann nicht mehr los zu kommen, oder wie meine Mutter, die sich schlage lassen hat und dennoch blieb, das hat mich zutiefst geprägt – nicht abhängig zu werden und wenn ich merke “oh, von dem kommst du nicht mehr los, schleicht sich die Panik ein und ich brauche Abstand, diese Freiheit müßte mir ein Mann gewähren….ich bewundere Frauen, die ihre Kinder empfangen von verschiedenen Männern und dann doch allein erziehend sind und das großartig meistern….hier an dem Punkt erstmal großen Respekt vor diesen Frauen, gerne würde ich eure Stärke und Euren Mut haben!

    Innerlich zerbreche ich daran ….ich wäre bestimmt eine Super Mami….möchte auch so ein kleines Patschhändchen halten und ihm die Welt zeigen.

    Ich hatte ziemlich ungesunde Muster, aus denen ich mich grad befreie, die Anziehungskraft zu dominanten gemeinen Männern, die tiefe Wertlosigkeit in mir drin, das anderen gefallen müssen, das ich gemocht werde …das leg ich grad ab….ist aber mit viel Tränen verbunden …ich arbeite sehr viel an meiner Selbstliebe und versuche zu Gott zu finden, denn mir ist bewußt das er immer da war und mich getragen und beschützt hat….

    Ich habe eine sicheren Job, einen Nebenjob und viel Geld hart angespart extra für ein Kind.
    Alles was ich anfange gelingt mir, nur bei der Partnerschaft und einer Schwangerschaft habberts….schade….

    Schön das Euch gibt!

    Antworten
    • tinchen
      tinchen sagt:

      Hallo Kira!
      Du hast Recht, toll, dass es diesen Blog hier gibt.
      Verzwickte Situation, pass auf Dich auf, dass Du nicht in einen Kreislauf aus dringendem Wunsch, Enttäuschung und noch größerem Wunsch gerätst. Leicht gesagt, ich weiß…
      Auch wenn ich nicht die gleiche Vorgeschichte habe, so kann ich die Wege und die emotionale Abhängigkeit ziemlich gut nachvollziehen. Ich hatte auch eine Mutter, der ich nicht gleichen wollte, habe mir vermutlich genau deshalb für mich ein sehr unabhängiges Leben gewählt. Das Problem ist, dass, so lange Du nicht mit Dir selbst wirklich glücklich bist, auch meist der richtige Partner nicht um die Ecke kommt bzw die Hoffnung darauf, dass es diesmal der Richtige ist, nur die falschen Entscheidungen unterstützt. So bescheuert und abgenutzt es sich anhört (und ich habe es gehasst, wenn man mir das gesagt hat!), oft kommt der richtige Mensch dann, wenn man nicht danach sucht. Mein jetziger Mann hatte es schwer, ich hatte mich gerade von einem Mann getrennt (gebildet, Arzt mit eigener Klinik, sportlich aber völlig desozialisiert, eigentlich auf der Suche nach der Mutter seiner Kinder, nicht nach mir oder einem besonderen Menschen), war verletzt und fühlte mich benutzt, hatte entschieden nur noch auf mich zu achten, kein Gedanke an eine langfristige Beziehung und schon gar nicht an eine Familie… Einige Monate später lernte ich meinen Mann kennen, ich war nicht interessiert. Er hat sich aber so bemüht, dass ich nach einigen Monaten merkte, dass es diesem Menschen wirklich um mich ging. Alles andere entwickelte sich dann erst…. Und ist nicht planbar.
      Das Loslassen dringender, scheinbar unabdinglicher Wünsche macht diese erst möglich… Du möchtest es ganz bestimmt nicht hören, aber mach Dich etwas freier von dem unbedingten Wunsch nach einem Kind. Versuche zu sehen, was Du geleistet hast und sei stolz auf Dich. Denn die Nicht- Erfüllung morgen und übermorgen macht Dich nur unglücklich und die Enttäuschung macht Deinen Wunsch dann gänzlich unwahrscheinlich. Eine Freundin von mir wurde von einer ähnlichen Situation überrannt und kommt aus einer Depression nicht mehr raus. Glück ist immer die Entscheidung

      Antworten
  91. Xer0_T8
    Xer0_T8 sagt:

    Ich hatte nie einen Kinderwunsch. Da ich Mitte 20 bin, nimmt das kaum jemand ernst, dass es mir ernst ist damit. Aber ich weiß was ich nicht will/nicht habe -> einen Kinderwunsch. Mir erschließt sich das nicht.

    Was ich schräg finde in dieser Gesellschaft ist, dass davon ausgegangen wird, dass Mütter sich schon in die Mutterrolle reinfinden und einen positiven Bezug zum Baby aufbauen werden. … Tja die Realität sieht anders aus in nicht wenigen Fällen. Zynisch gesagt sind das die Kollateralschäden, die später beim Therapeuten landen bzw. deren Kinder.

    Aber ich habe das auch bei Tieren, dass ich mit Babytieren nichts anfangen kann; erwachsene Katzen und Reptilien mag ich dagegen. … Was mich persönlich stört ist, dass es wenig Leben & Leben-lassen gibt bei dem Thema. Tickt man anders und will z.B. keine Kinder, bekommt man doch einiges an Störungen unterstellt. Dabei stimmt das in meinem Fall nicht; ich bin psychisch gesund und habe keine Traumata o.ä. erlitten.

    Ganz grundsätzlich denke ich, dass sich eine emotionale Bindung zw. Baby und engsten Bezugspersonen (i.d.R. Mutter & Vater) erst aufbauen muss. Mütter mögen da einen Startvorteil haben, weil sie das Kind bekommen. Gleichwohl kann es später immer noch dazu kommen, dass die Mutter keine Bindung aufbauen kann zum Kind. Kommt übrigens auch im Tierreich vor. Aber das scheint ein sehr großes Tabu zu sein, weil eine Mutter ihre Kinder zu lieben hat und das in den Köpfen vieler irgendwie vom Himmel zu fallen hat mit der Bindung der Mutter an ihr Kind. Bei Vätern wird das zwar auch negativ bewertet, aber weniger übel genommen tendenziell, wenn sich keine große emotionale Bindung aufbaut.

    Zum Thema keinen Kinderwunsch haben als Frau: Nun ja … ich rede darüber nur noch online, weil ich es Leid bin mir die Spekulationen und dieses “was stimmt denn mit dir nciht”-Getue anzuhören von Mitmenschen. … Ich unterstelle denjenigen, die einen Kinderwunsch haben ja auch nicht pauschal krankhafte Profilierungssucht o.ä.. Allerdings ist es teilweise entlarvend, warum manche so irritiert auf meinen Nicht-Kinderwunsch reagiert haben; am besten war derjenige, der meinte, dass meine Ahnenreihe damit doch dann aussterben würde und ob mich das nicht belasten würde. … So so, DARUM geht es bei ihm also bei seinem Kinderwunsch.^^

    Antworten
    • tinchen
      tinchen sagt:

      Hallo,
      ich finde Deine Sichtweise absolut gesund! Und sie ist Dein gutes Recht! Es ist immer wieder interessant, wie frei und tolerant diese Gesellschaft ist.
      Kinder zu bekommen um sich selbst zu verwirklichen halte ich außerdem für unfair, denn sie sind unabhängige Wesen. Man kann sie auf ihrem Weg begleiten, muss Sie aber als Individuen sehen deren Zweck es sicherlich nicht sein sollte die Eltern glücklich zu machen oder die Familienlinie fortzuführen…

      Antworten
    • mom
      mom sagt:

      Ich denke, da kann allein der individuelle Maßstab zählen – letztlich muss die Mutter 20 Jahre für das Kind sorgen und es das Kind 20 Jahre mit der Mutter aushalten; nicht wohlmeinende Tanten und Omas, besorgte Politiker und Demographen, oder sonst irgendwer. Lass Dich nicht irre machen, DU kennst Deine Bedürfnisse am Besten und Du must mit den Folgen Deiner Entscheidungen leben, nicht irgendwer, der glaubt, er muss Dir ein schlechtes Gewissen machen!!!

      Antworten
  92. mom
    mom sagt:

    Kleiner Tipp, vielleicht hilft’s ja jemandem!
    Ich habe bei meiner Ärztin die Herztöne des Babies mit dem Handy mitgeschnitten – wenn ich wieder mal den großen “Oh mein Gott, was wächst da seltsames in meinem Bauch heran argh?”-Anfall habe, kann ich mir die Herztöne anhören. Es beruhigt mich total und erinnert mich daran, dass es ein echte Kind ist (Überraschung!), auch wenn man es noch nicht sehen kann, ist es da. :-)

    Antworten
  93. Kira
    Kira sagt:

    Hallo Mom,
    sehr schön hast du das beschrieben, ich wünsche mir ich komme
    auch noch in den Genuss….schade das ich so gestraft mit meinen Ängsten bin, hab das gar nicht verdient…

    Ihr seid tolle Frauen!

    Bitte mehr zuversichtliche Berichte….

    Antworten
  94. Lila
    Lila sagt:

    Hi,

    ich wollte nie Kinder. Ich will mit 37 Jahren immernoch keine Kinder. Ich mag Kinder zu unterrichten, mit ihnen zu spielen, sie auch ein Stückweit zu erziehen. Verantwortung übernehme ich gerne für Kinder. Auch gerne für mehrere Tage oder einmal für mehrere Wochen. Aber ich habe trotzdem nie, wirklich nicht ein einziges mal, den Wunsch gehabt eigene Kinder zu bekommen.

    Hinzu kommt: Wenn ich daran denke, selbst schwanger zu werden, denke ich auch an etwas, was mich innerlich auffrisst, sich in mir bewegt, was halt nicht hingehört. Es ist weniger Angst, vielmehr ist es ein Ekel. Als wäre ein Parasit oder sowas in mir, was unbedingt weg muss. Wenn ich dran denke, dass ein komisches fleischiges Ding in mir wächst, würgt es mich innerlich. Letztens las ich einen Text, dass Kinder im Gebährmutter Fruchtwasser im Mund haben. Das hat mich – und jetzt auch, wie ich es schreibe – so sehr angeekelt, dass ich mich beinahe übergeben habe. Ich kann keine Schwangere Bäuche anschauen – zum Glück kommt es äusserst selten vor – ohne mich zu ekeln. Zu sehen, wie etwas in der Frau bewegt hervorruft ein Gefühl von Bääähhh. Niemals würde ich mein Hand auch noch dran halten.

    Ich denke nicht, dass ich mich therapieren muss. Für mich ist das natürlich, dass man sich vor einem Lebewesen im Bauch ekelt. Es gehört ja irgendwie nicht hin. :) So natürlich, wie man sich vor Insekten oder Kotze ekelt. Ich leide keineswegs darunter. (Ausser ich lese über Geburten oder Lebewesen in Bäuchen, was mich anwidert.) Meine Partner bisher wollten selbst auch keine Kinder.
    Wenn ich einen Partner haben sollte, der Kinder will, würde ich gern einen Kompromiss: einen Adoption vorschlagen. Aber nur, wenn es ihm sehr sehr wichtig ist. Sonst wäre ich am liebsten ohne eigene Kinder.

    VG
    Lila

    PS: die Ausdrücke meine ich wirklich so, sollte aber niemand angreifen. Es sind halt Gefühle.

    Antworten
  95. Bianca
    Bianca sagt:

    Hallo,
    ich wollte immer irgendwann Kinder und beschäftigte mich bereits schon während des Studiums im pädagogischen Bereich mit dem Thema. Gegen Ende des Studiums wurden meine Ängste mehr und ich hatte Ängste vor geschlossenen Räumen und ähnlichem. Ich entschied mich mit 31 auch ein Kind zu bekommen. Ich wurde sofort schwanger und mit der Schwangerschaft kam auch die Angst. Die Angst schien mich beinahe aufzufressen, ich konnte nicht mehr schlafen, musste nur noch weinen und dachte über einen Abbruch nach. Ich wollte dieses Baby, wusste aber nicht wie ich die Schwangerschaft durchhalten sollte und konnte. Ich hatte irrsinnige Angst vor den Kindsbewegungen- ich konnte mir nicht vorstellen dass man sie als schön empfinden kann- die Schwangerschaft wurde zu meiner persönlichen Krise. Ich schleppte mich in die Arbeit, aufgrund des Schlafmangels war ich nicht mehr zu viel fähig. Ab der 8. SSW kam die Schwangerschaftsübelkeit hinzu und ich konnte nichts mehr essen und riechen. Ich zwang mich dazu etwas Müsli und Reis zu essen, mehr bekam ich nicht mehr hinunter und ich nahm an Gewicht ab- verlor fast 8 kg. Ich brauchte Hilfe, meine Familie wusste auch nicht mehr weiter und ich ging in ein psychatrisches Krankenhaus auch ein Schwangerschaftsabbruch war Thema Es wurde eine ausgeprägte Depression- verbunden mit massiven Angszuständen- festgestellt. Ich war nur noch leer, konnte oft nicht mal weinen und mich an nichts mehr erfreuen. Ich wollte nur noch sterben. Nach der 12. SSW bekam ich schwangerschaftsverträgliche Antidepressiva und ein Schlafmittel verschrieben. Da die Möglichkeit des Abbruchs nicht mehr gegeben war, war es besonders schlimm für mich (obwohl ich nie wirklich einen Abbruch wollte/ aber es nun endgültig war dass ich die Schwangerschaft durchhalten musste.)Nach 8 Wochen merkte ich eine Verbesserung meiner Gemütslage. In der 17. SSW bemerkte ich die ersten Kindsbewegungen und sie waren gar nicht so schlimm wie ich es mir immer ausgemalt hatte. Die weitere Schwangerschaft verlief gut /es gab sogar Zeiten wo ich sagen kann es ging mir blendend und ich bekam ein gesundes Kind das ich über alles liebe. Jetzt denke ich über ein zweites Kind nach, dennoch kommen die gleichen Ängste und Zweifel wieder hoch und ich weiss nicht, ob ich es mir noch einmal zutraue kann. Überdies habe ich die Verantwortung meinem Kind gegenüber fit und gesund zu sein, da es mich braucht.
    Vielleicht hat wer ähnliche Erfahrungen gemacht und ein 2. Kind bekommen?

    Antworten
  96. Tina
    Tina sagt:

    Vielen Dank für diesen Eintrag! Der Text könnte 1:1 von mir geschrieben sein! Genau dieselben Worte… Alien in mir, schwanger sein = strange… usw. Bisher haben wir das Kinder kriegen immer beiseite geschoben… um angeblich auf den “richtigen Zeitpunkt” zu warten. Aber eigentlich weiss ich ganz genau: Bei MIR wird der nie kommen, so lange ich diese Angst habe!
    Kann man diese Phobie denn irgendwie bekämpfen? Ich bin jetzt 32 und weiss eigentlich schon, dass ich mal 1 Kind (nicht mehr!) haben möchte – aber der Weg dahin… und jetzt ist mein Schwiegervater so schwer krank… wir möchten ihm eigentlich gerne noch sagen, dass er Grosspapa wird. Aber eben, die Angst…

    Antworten
  97. Bianca
    Bianca sagt:

    Bei mir waren die ersten Monate so schlimm, da ich solche Ängste bezüglich der Kindsbewegungen hatte, dazu kam die Übelkeit und die massiven Schlafstörungen. Schlimm fand ich auch die Situation der Endgültigkeit- man muss einfach die 40 Wochen durchhalten. Vor der Geburt selbst hatte ich nur gegen Schluss etwas Angst (da wollte ich sogar schwanger bleiben;)).- in der Geburtssituation war die Angst komplett weg.
    In der Schwangerschaft geholfen hat mir der vorzeitige Mutterschutz und auch die Medikation. Das Komische ist, dass mich die Kindsbewegungen in der SS wenig gestört haben, eher im Gegenteil ich habe oft sogar drauf gewartet, wenn es mal ruhig war. Ab Ende des 4. SSMonats ging es mir dann richtig gut- bis zum Schluss (ich hatte nur die üblichen Schwangerschaftszieperchen) . Im Nachhinein ist es jedoch so, dass ich die Kindsbewegungen gar nicht mehr richtig beschreiben kann- man vergisst es sobald das Kind da ist. (Ging auch vielen Freundinnen von mir so). Mein Kind war im Bauch schon sehr aktiv- und hat oft den ganzen Tag geturnt. Vom Gefühl her war es ja dann auch nie störend, sondern ich habe es immer eher als Organ das zu mir gehört, gefühlt. Schwer zu beschreiben das Ganze….

    Antworten
  98. Tina
    Tina sagt:

    Kleines update: Ich habe mich in den letzten Tagen intensiv mit dem Schwanger-Sein auseinandergesetzt und sauge die Informationen momentan regelrecht in mir auf – und das hilft mir sehr: Irgendwie habe ich das Gefühl, dass wenn ich ganz genau darüber Bescheid weiss (und – klingt zwar blöd – die” Kontrolle” darüber habe) alles einfacher wird.

    Da mein Schwiegervater ja so schwer krank ist (Krebs ohne Chance auf Heilung) und wir ihm gerne noch sagen wollen, dass er Grossvater wird, haben wir – nach intensiver Diskussion – die Pille per sofort abgesetzt und lassen es jetzt “draufankommen”. Wenns passiert, passierts. Vielleicht brauche ich dann ab und zu eure Hilfe hier, wenn ich mal wieder Panik schiebe ;-)

    Antworten
    • Paragoni
      Paragoni sagt:

      Hallo Tina,
      da sind wir ja in der gleichen Situation. :) Mein Liebster und ich lassen es seit 3 Monaten auch drauf ankommen, bisher mit mäßigem Erfolg. Was aber nicht schlimm ist, so kann ich mich an den Gedanken schwanger zu werden gewöhnen.
      Leider gibt es wieder Tage an denen ich arg zweifle und irgendwie hoffe nicht schwanger zu sein…dann gibt es wieder Tage an denen ich gespannt bin und hoffe das es geklappt hat. Diese sind aber leider noch in der Unterzahl. :/
      Belesen ist gut aber auch nicht immer, wenn man Horrorberichte liest von Schwangerschaft und Geburt. ;) Wenn es dir hilft ist’s aber super!

      Ich drück dir die Daumen, dass es schnell klappt! :)

      Antworten
      • mom
        mom sagt:

        Liebe Tina, liebe Paragoni,

        viel Glück Euch beiden!
        Ich halte Euch die Daumen – erst mal für’s “Klappen” und dann für einen guten, relaxten Schwangerschaftsverlauf!

        Antworten
        • Tina
          Tina sagt:

          Danke! In ein paar Tagen sehen wir, ob Versuch Nr. 1 gleich geklappt hat. Das wär ja was… spüre Angst und Freude gleichzeitig. Mal schauen, ob die Panik dann beim oder nach dem Test kommt.

          @Paragoni: Wünsche dir viel Glück für den nächsten Versuch!!

          Antworten
  99. pinkharmony92
    pinkharmony92 sagt:

    Ich möchte meinen Kommentar dazu auch gerne abgeben, nachdem ich wohl die Hälfte aller Einträge gelesen habe.

    Ich bin 22 (ok, in gut 1 Woche bin ich dann 23) und habe absolut nicht das Bedürfnis, schwanger zu werden. Was mir aufgefallen ist, als ich die vielen Kommentare durchgelesen habe ist, das Viele am Ende trotzdem schwanger wurden und es ganz wunderbar war (in den meisten Fällen zumindest).
    Doch ich bekomme einfach nur Panik bei den Gedanken, schwanger zu werden und alles was dazu gehört. Sei´s die körperlichen Veränderungen, die Geburt die ich mir äußert schmerzvoll vorstelle; zumal ich im Intimbereich sowieso empfindlich bin und eine Geburt alles andere als förderlich ist.
    Sicher, es gibt js auch Kaiserschnitt (ich bin ja selbst als Frühchen auf die Welt gekommen), aber auf so eine fette Narbe am Ende, und andere Komplikationen, habe ich absolut keine Lust.
    Auch wenn es paradox klingt (wie vieles in meinen Beitrag), da ist mir meine Narbe am Bein, die ich mir wegen meines selbstverletztendes verhalten zugefügt habe; aufgrund von Depressionen, hundert Mal lieber als dann eine am Bauch davonzutragen.
    Und nach der Geburt ist ja längst noch nicht alles vorbei. Dann geht es ja mit der Verantwortung los, die man gegenüber den Neugeborenen hat. Schreiende Kinder finde ich nervig, das erlebe ich oft genug auf meiner Arbeitsstelle. Und apropo Arbeit … ich gehöre nicht zu den Großverdienern und kann mir absolut nicht vorstellen, wie ich es zustande bringen soll, eine neue Wohnung zu finden und für den Unterhalt zu sorgen. Auch da kann man wieder sagen; es gibt finanzielle Hilfen aber die sind mir herzlich egal und bestimmt kein Argument, für mich, schwanger zu werden.
    Meine Freiheit und Unabhängigkeit will ich für ein Baby bestimmt nicht aufgeben. Ich bin zwar kein Partygänger, bin aber oftmals auswärts unterwegs, um Besorgungen zu erledigen. Das stelle ich mir mit einen Kind nervenaufreibend vor, wenn es ständig schreien sollte und man nicht weiß, was man tun soll, um es wieder zu beruhigen.
    Durch so ein Baby würde wohlmöglich meinen gesamten Tagesablauf durcheinanderbringen.
    Mit meinen Freund bin ich seit gut 2 Jahren zusammen (mag jetzt nach nicht viel klingen, wenn ich mir durchlese, das Manche schon viel länger mit ihren Partner zusammen sind), aber … wir wohnen nicht zusammen. Auch wenns blöd klingen mag – ich finde es ok so wie ist. Ich bin ein freiheitsliebender Mensch und habe meine Routine, die ich keineswegs aufgeben will. Egal, ob es sich jetzt darum handelt, zusammenzuziehen oder ein Kind zu bekommen. Mich würde soetwas einengen. Ganz zu schweigen von Heirat. Durch so einen Ring würde ich mich “gezwungen verbunden” fühlen.

    Natürlich bin ich am überlegen, noch eine Therapie drannzuhängen. Allerdings würde ich jeden Arzt einen Vogel zeigen, der mir empfehlen würde: “Werden Sie erstmal schwanger und dann sehen wir weiter.” Ich nehme ja nicht umsonst die Pille. Und sobald ich weiß, das diese nicht mehr ganz wirkt (aufgrund von Erbrechen, Durchfall, man hat sie vergessen …), bin ich sowieso panisch, wenn ich nur an Geschlechtsverkehr denke. Da krieg ich selbst schon beim Oralverkehr Panikattacken, obwohl da eigentlich nichts passieren kann. Tja… in der Zeit würde ich mich am liebsten ins Kloster zurückziehen und in völliger Abstinenz leben. Sobald ich merke, das da irgendetwas anders ist in der Einnahmezeit der Pille, renne ich zu Beginn meiner Periode (die blöderweise meistens am 3. Tag einsetzt) in die Drogierie und hole mir einen Schwangerschaftstest, um jedes Mal erleichtert festzustellen, das ich doch nicht schwanger bin. Denn sonst wäre ich die Erste, die beim Frauenarzt anstehen würde, und sofort Gegenmaßnahmen ergreifen würde.

    Vielleicht mag das in meinen Alter alles etwas überspitzt klingen, aber so sieht bei mir der “aktuelle” Stand aus. In die Zukunft kann ich nicht schauen; wer weiß, wie ich in 10 Jahren darüber denke.
    Ich bin allerdings froh, das ich nicht die Einzige bin, die ein solches Problem hat und es dafür auch einen Begriff gibt.

    Antworten
  100. Tina
    Tina sagt:

    Hallo zusammen

    Ich wollte euch nur kurz wissen lassen, dass es direkt im ersten ÜZ geklappt hat, ich konnte gestern positiv testen. Ich schwanke zwischen Panik und Freude, aber die Freude überwiegt eindeutig. Ich hoffe, ich pack’ das nun, ohne komplett durchzudrehen… :-)

    Antworten
    • mom
      mom sagt:

      Wie schön, HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!!!!
      Ich drücke Dir jedenfalls die Daumen, dass Du die Zeit mit viel Freude und Gelassenheit erleben kannst – sie vergeht wirklich schnell, glaub’s mir!

      Antworten
    • Tinchen
      Tinchen sagt:

      Herzlichen Glückwunsch! Drücke die Daumen, dass alles gut geht und Du eine schöne Schwangerschaft haben wirst, in welcher die Freude überwiegt!!

      Antworten
  101. Karen
    Karen sagt:

    Ich werde im November 36…. und war 2x Schwanger… :/
    das erste Mal recht überraschend, weil ich irgentwie immer dachte ich könnte gar nicht schwanger werden. Es war dann eine Fehlgeburt Anfang diesen Jahres… ich habe mich nicht Ausschaben lassen, sondern es so verloren.
    Danach dachte ich …. das ich wirklich schwanger SEIN MÖCHTE!!!!
    War es im März nochmal und bin daran vor Angst und Panik fast kaputt gegangen.
    Diese ganzen Foren bringen mir persönlich überhaupt nichts… weil endweder alles ja so toll ist oder man ein Unmensch ist… nicht fähig zu lieben.
    Mit Wem also darüber reden?
    Ich habe mich für einen Abbruch endschieden :( den ich nicht bereue… ABER der mich hat an MIR zweifeln lassen:
    Was stimmt nicht mit mir, bin ich nicht liebenswert, wieso schaffen das andere Frauen, woher kommt dieses Gefühl das ich nicht kenne….und sehr gerne fühlen würde.
    Denn mein Partner hat sehr gelitten, obwohl er immer hinter mir stand, wir über alles geredet haben….und trozdem…. es tut weh… jemandem etwas nicht zu geben, was aus uns endstanden ist….
    Ich weiß nicht wie es weiter gehen soll… an wen ich mich wenden soll… Diese ganzen Nebenwirkungen haben mich wahnsinnig gemacht, konnte ab der 6w nicht mehr auf Toilette und sah aus wie im 6ten Monat…
    Die angst das das Baby Neurodermitis bekommen könnte und ich damit allein zu Hause bin. Oder eine andere Behinderung… das könnte ich nicht ertragen.
    Zu wissen, das das Leben so wie es ist einfach vorbei ist… und ich nicht weiß ob ich das neue Leben will.. bzw schaffe.
    ich fühle mich troz Partner allein damit… Er ist wunderbar… aber ich hab das Gefühl das alles nur an mir liegt!
    Diese Beziehung (4,5J) ist die Beste, das Beste… und ich fange jetzt erst an..so zu sein wie ich bin…
    Ach man… in Worte alles schwer zu eklären… :/
    Dieser Blog beschreibt genau das was ich fühle…
    WO… ich das Gefühl… schwanger sein zu wollen?

    Liebe Grüße

    Antworten
    • Jana
      Jana sagt:

      Liebe Karen,
      fühl dich fest gedrückt. Ich kann dich so gut verstehen. Ich sehe mich in dir so deutlich wieder ….. Ich möchte es auch so gerne. Das alles erleben und lieben .. aber ich kann es einfach nicht. Ich verstehe es nicht …. Ich hatte diese Angst auch schon einmal und es macht mich so traurig …. Liebe Grüße, Jana

      Antworten
      • Karen
        Karen sagt:

        Hey Jana… :)
        schön von Dir zu lesen… :)
        Schon komisch…alles oder?
        mich beschäftigt das Thema grad deswegen wieder, weil eine Kollegin sich nichts sehnlicher wünscht als ein baby… aber bei Ihr funktioniert nur ein Eierstock und das zu knapp 50%. Gerade hat Sie wieder Ihre Tage bekommen und musste ins Krankenhaus.
        Ich war schon damals auf dieser Seite, weil ich so dringend Jemanden gesucht hab… der MICH versteht.
        *Drück-dich-zurück*
        Liebe GRÜSSE :)

        Antworten
  102. Sandra, 42 J.
    Sandra, 42 J. sagt:

    Hallo,

    ich habe Anfang des Jahres schon mal geschrieben, als ich frisch mit meinem 3. Kind schwanger war und plötzlich so überhaupt nicht damit klar kam, Panik hatte und völlig am Ende war.

    Nun ein <Mutmach-Update:

    am 30.8. kam unser (drittes) Sonntagskind in der letzten Sommer-Vollmondnacht auf die Welt. Ich habe 10 Monate Krampf und Megaangst vor der Geburt hinter mir und war alles andere als entspannt, obwohl ich mich seit Monaten mit Hypnobirthing (Kurs, Buch, CD´s) versucht habe, positiv auf die Geburt einzustimmen.

    Aber: die Geburt giung irgendwann unweigerlich los, da ist man ja dann einfach drin und "ergibt" sich in sein Schicksak, geht ja auch nicht anders. Diese 3. Geburt (meine Töchter sind schon 12 und 10 J.) war jedenfalls eine Wiedergutmachung an mich! :-)) Es ging recht schnell und ich hatte ein supertolles Team um mich herum, unser Sohn kam kerngesund und munter (mit Hilfe der Zange, aber das war nicht schlimm) aus dem Bauch direkt in unsere Herzen <3 <3

    Die SS war niht leicht, ich hatte mit vielen Zipperlein und Schmerzen etc… zu kämpfen und ich war oftmals regelrecht wütend auf den Knirps! Aber ich habe mich mit jeder Woche mehr an ihn, den Bauch, die Bewegungen gewöhnt und ganz ehrlich: am Tag nach der Geburt habe ich ihn mir fast wieder hinein gewünscht, mir hat mein Bauch und die Bewegungen plötzlich gefehlt.

    Ich ahtte vergessen, WIE GROß das Glück und die Liebe ist, wenn man ein Kind zur Welt gebracht hat und im Nachhinein soo froh und stolz, dass ich unseren wunderbaren Sohn ausgetragen habe!!!

    Jeder einzelnen von Euch alles Liebe und Gute!

    Sandra

    Antworten
    • Karen
      Karen sagt:

      Hallo Sandra :)

      ich weiß gar nicht wie ich fragen soll :/ Wie bist du immer mit der körperlichen Veränderung umgegangen?
      Ich war jedes Mal “schockiert” darüber wie extrem der weibliche Körper reagiert bei etwas das noch nicht mal einen Zentimer groß ist.

      Ich habe mir sagen lassen, das das die ersten 3Monate extrem sein kann.. wie war das bei Dir?
      Das beruhigt mich nämlich nicht wirklich… denn danach geht ja irgentwann das Bauch-wachsen los?!
      Und ändert sich die Angst, wenn man ENDLICH merkt das etwas in einem heran wächst?
      Weil die Wochen vorher finde ich… das ist ja noch nicht viel..und der Körper spinnt ja völlig rum.
      Ich glaube dieses sogenannte Kinderglück, kann man erst dann wirklich nachvollziehen, wenn man eines hat.

      :)

      Antworten
      • mom
        mom sagt:

        Hallo Karen, ich bin zwar nicht Sandra, aber mag jetzt trotzdem kurz sagen, wie ich das erlebt habe.
        Mir ging’s am Anfang beide Male wirklich bescheiden, und das war schon extrem, dass ich noch keinen Bauch hatte, das Kind ungefähr erbsengroß, und im Prinzip stellt sich der ganze Organismus um und ich hing dermaßen in den Seilen…in der Mitte war’sdann echt okay, ich fand’s beide Male bemerkenswert, das Kind endlich zu spüren – manchmal war ich ganz gerührt und fand das unglaublich schön, manchmal fühlte ich mich wie im Film “Alien”, wenn sich da irgendwelche Bewegungen am Bauch abzeichneten…das fühlte sich manchmal wirklich gruselig an, huch, es wächst etwas da drin und ES LEEEEBT…der Körper hatte sich da aber gut umgestelltt und ich war nicht mehr so müde und kaputt, sondern eigentlich ganz schön fit.
        Am Schluß fand ich dann alles sehr mühsam, aber schön langsam wurde die Sache ja konkreter und die Veränderung trägt es nach außen – jetzt steht halt ein Kinderbettchen da, wir haben ein Manduca gekauft usw. usf. Da konnte ich mich immer dran festhalten, dass das kleine “Alien” ein Baby wird und bald in personam erscheint.

        Jetzt warte ich gerade auf die 2. Geburt und bin einerseits recht froh, dass ich’s bald hinter mir habe, andererseits bin ich ein bisschen nostalgisch, weil das Baby nie wieder so ein enger Teil von mir sein wird wie jetzt.

        Antworten
        • Karen
          Karen sagt:

          Hey Mom :)

          Ich bin dankbar …für deine Worte…. :)
          Es ist so interessant das zu lesen… und ich bin froh darüber.
          Ich weiß nicht was ich mir davon erhoffe…vielleicht das es Klick macht?!
          Okey… also dieses ganze “es ist sooooo schöööön schwanger zu sein” sollte man genauso wenig ernst nehmen wie ” es ist die Hölle” :)
          Mal abgesehen davon das es bei jedem anders ist.

          Leider muss ich gestehen… ich hatte Jahre lang extreme Neurodermitis auch in der Pupertät.
          Dh… ich achte sehr darauf das ich nicht “komisch” aussehe… oder Pickel habe XD Gott klingt das bescheuert… aber es ist nunmal so….
          Ich war früher so leicht anzugreifen… das es bis heute geblieben ist… “so perfekt” wie eben geht zu sein.

          :(

          Tja… und dann… dicker bauch (obwohl noch nichts da ist) Pickel… die ich jedes Mal bekommen hab, hammer Müdigkeit, schmerzen in den Beinen, jeden Tag geweint, alles verflucht…
          Man… beim zweiten Mal habe ich einen Herzschlag gesehen (wenn auch nur kurz, ich konnte es nicht anschauen) und ich habe mich dagegen endschieden :(
          ich glaube ich denke das alles kaputt:
          Ich werde dick, pickelig, müde, übel, gereizt, alle fragen was los ist und man sagt ja erst noch nichts, danach kommen die Klugscheisser, bauch ist riesig, GEBURT!!!!!!! und dann?
          Wie gehts weiter? Kann ich das?
          Puhhhh :/

          Antworten
          • mom
            mom sagt:

            Hallo Karen,
            ich glaube auch, dass die Wahrheit irgendwo in der Mitte liegt….
            Neurodermitis ist echt übel, ich hatte als Kind eine leichte Form, kann mir vorstellen, dass eine starke Form echt hat auszuhalten ist. In meinem Schwangerschaftsyogakurs war eine junge Frau, die als Kind Neurodermitis hatte, die in der Schwangerschaft wiedergekommen ist, ich weiß nicht, wie oft das vorkommt…würde ich meinen Hautarzt fragen, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist.

            Ich fand am Schwangersein eigentlich cool, dass ich nicht “perfekt” sein musste – egal, wie du drauf bist, egal, wie du aussiehst, wirklich alle Leute, mit denen ich zu tun hatte, hatten immer extrem viel Verständnis und waren supernett…es hat noch nicht mal irgendwer auf meinen Bauch gegrabscht. In meiner Arbeit haben sie gesagt, ich soll auf keinen Fall kommen, wenn’s mir schlecht geht, sondern auf mich aufpassen, und auch sonst war wirklich jeder nett. Das war/ist eine schöne Seite des Schwangerseins für mich.
            Das Nervigste waren vielleicht drei, vier Leute, die mir von gefährlichen GEburten erzählt haben, das hätte ich nicht hören müssen…aber sonst hat mich das nicht so gestört.

            Ich denke mir halt, Schwangerschaft = 9 Monate, Geburt = 1, 2 Tage im schlimmsten Fall
            – das macht vielleicht keinen Spaß (oder ist ausgesprochen furchtbar), aber die spannenden 20 Jahre beginnen DANACH. Wenn man sich gut vorstellen kann, für ein Kind so lange zu sorgen, und wenn man sich denkt, dass einem das Spaß machen wird und dass man auch familiär soviel Vertrauen hat, dass Partner/Eltern usw. da eine Hilfe sind, kann man sicher auch die 9 Monate + 2 Tage irgendwie rumbiegen – selbst wenn man sie ätzend findet.
            Wenn man sich aber denkt, man hat keinen Bock auf 20 Jahre Kindererziehung und Klugscheißer (und das ist völlig legitim!), dann kann man sich vielleicht etwas anderes suchen, was einen wirklich erfüllt und froh macht und einem das Gefühl gibt, etwas Sinnvolles zu machen. Meine Schwester hätte gern Kinder gehabt und konnte nicht, und sie hat sich ihr Leben so eingerichtet und ihre Arbeit so gewählt, dass sie zufrieden und ausgefüllt ist.
            Also, das wär für mich vielleicht die wichtigste Frage: wie sehr würde es mich stören, wenn ich jetzt nicht über meinen Schatten springe und nicht schwanger werde: kann ich mir das konkret gut vorstellen, ohne Kinder zu leben?
            Ich halte Dir jedenfalls die Daumen, bei was immer Du planst und entscheidest!

  103. Karen
    Karen sagt:

    Hey Mom :)
    Das hört sich irgendwie gut an und auch logisch… :)
    Man ist… Wie man ist!!! Ich glaube das werde ich mein ganzes Leben immer wieder lernen müssen….;)
    Ich arbeite in einer grossen Firma wo die Hälfte mich kennt… Und im Büro ist eine Kollegin, die ich wirklich abscheuchlich finde.
    Eigentlich müsste es mir egal sein…was dieser mensch denkt oder redet. Sie ist kinderlos… Was auch echt besser so ist.
    IHR würde ich das nicht sagen wollen…. Ausserdem redet sie wirklich vh über jeden schlecht…..
    Wenn ich das so schreibe, denk ich…. Was fürn Blödsinn eigentlich.
    ….mir sollte das wirklich egal sein… Verdammt XD
    Such ich nach Ausreden?
    Ich kann die Frage nicht so einfach beantworten… Will ich ein Kind? Ohne schwangerschaft und gesund… JA :)
    Andererseits… So ein körperliches Erlebnis… Es ist ja zeitlich begrenzt… Sollte Ich mir nicht entgehen lassen oder?
    Familie … Oh die würden sich aaaalle so freuen… Ohja :)
    Daran liegt es nicht…
    Ich bin das einzige “problem” ;)
    Ich bin neidisch… Auch wenn ich dich nicht kenne… :) aber das hört sich sehr stark an nd selbstbewusst an.
    Selbstbewusst bin ich nicht soooo …
    Ich suche diesen “ich will” Schalter ;)
    Lg*

    Antworten
  104. Jana M.
    Jana M. sagt:

    Danke für diesen Blogeintrag, in vielen Redewendungen habe ich genau meine Denkweise erkannt! Ich wollte zwar schon immer Kinder haben, weil das in meinen Augen zu einer Familie gehört und ich sie großziehen möchte, aber ich habe mich nie bereit genug für die Schwangerschaft, Entbindung und alle, daraus resultierende körperliche Veränderungen gefühlt. Nun bin ich 24 und geplannt schwanger, weil ich weiß, dass ich meinem Körper keinen Gefallen tue, es noch weiter hinauszuzögern. Bisjetzt (7.Monat) habe ich zwar keine großartigen körperlichen Probleme gehabt, dafür aber weine ich oft, habe Angst vor vielen Dingen, bezeichne das Kind auch als Alien. Aber die ganze Verwandschaft um mich herum muss mir vorschwärmen, wie toll das für mich ist und dass ich mich nicht zu beschweren habe und dass ein 2. Kind bald kommt steht auch außer Diskussion. Und ich weiß gar nicht, ob ich überhaupt noch einmal schwanger werden will! Ich habe mir Zwillinge gewünscht, auch wenn das anstrengender sein soll, aber so würde ich mir ein Jahr Angst und Sich-Unwohlfühlen sparen, die Natur ist aber leider kein Wünsch-dir-was.
    Dazu kommt, dass sie mein zeitaufwendiges Hobby zwar schön finden, es aber schon immer belächelt haben, weil wenn ich Kinder habe (was außer Frage steht), ich das sowieso aufgegeben würde. Momentan ist mein Hobby das Einzige, wodurch ich mich zeitweise seelisch ablenken kann und mich trotz ab und zu wohl fühlen kann, aber das sehen sie nicht. Sie meinen, ich solle vor Freude strahlen und den Muttis interessiert und aufmerksam zuhören, wenn sie erzählen, wie viele Stunden Wehen sie hatte und wie laut sie geschrien haben, während man sie zugenäht hat.

    Antworten
    • Dani
      Dani sagt:

      Um Gottes Willen Jana, die Mitmenschen, die du beschreibst, hören sich ja sehr bevormundend und sehr einfach gestrickt an (verzeih mir, wenn ich damit jetzt auch Familienangehörige von dir beleidige). Aber anders kann man es kaum ausdrücken, denn Menschen, die sich selbst auch über ihre eigene Persönlichkeit definieren, sprechen meiner Ansicht nach nicht so. Ich hoffe du lässt dich davon nicht verunsichern. Ich kenne dein Hobby und damit die Vereinbarkeit nicht, aber ich wünsche dir, dass du diesbezüglich einen Weg findest, der dich zufrieden stellt. Es ist erstaunlich, wie sehr vor allem von uns Frauen verlangt wird, dass wir komplett zurückstecken müssten als Mütter. Ich kann dir mangels eigener Kinder nicht berichten, wie du dich nach der Geburt fühlen wirst. Ich könnte mir aus Erzählungen sehr gut vorstellen, dass du dich selbst natürlich erst einmal ein Stück weit für das Neugeborene “aufgibst”, auch wenn du das vielleicht (und hoffentlich) nicht als solches empfinden wirst. Ich finde es immer schade, wenn Frauen eingetrichtert wird, sie müssten sich in ihrem Leben nur um andere kümmern, alles andere sei egomanisch. Lass dir also bitte nicht einreden, du müsstest dich komplett selbst aufgeben und dein Leben unterordnen, nur weil du die Mutter bist. Sei ruhig in gewissem Maße “egoistisch” – schaffe dir trotz Kleinkindes auch Freiräume, wenn dir danach ist. Den Vätern gesteht man das ja auch zu. Gönne dir Babysitter (aus Familie oder dem Freundeskreis), wenn dir die Decke auf den Kopf fällt und nimm dir regelmäßig Zeit für dich selbst, dadurch entziehst du dich keiner Verantwortung, sondern lebst einfach nur so, wie es ein gesunder Mensch tun sollte! Du hast ja anscheinend genügend Muttertiere in deiner Umgebung, die sich sicherlich gerne mal um deinen Nachwuchs für ein paar Stündchen kümmern wollen ;) Wichtig ist einfach, dass du in ein paar Jahren – wenn die Kinder selbstständig bzw. aus dem Haus sind- nicht zurückblickst und bereust, dich aufgeopfert zu haben. So sehe ich das! Ich wünsche dir alles Gute für die baldige Geburt und das Leben mit Baby danach!

      Antworten
      • Jana M.
        Jana M. sagt:

        Danke für deine aufmunternden Worte, Dani.
        Ich meine schon, dass mein Hobby gut mit Kindern zu vereinbaren ist, denn ich sehe das an zahlreichen Beispielen von Bekannten mit dem gleichen Hobby (Cosplay falls dir das was sagt). Sie treten zwar kürzer, beziehen aber ihre Kinder mitein, wenn sie größer werden. Die Kinder scheinen sich darüber zu freuen, sich kreativ auszuleben.

        Eine weitere Sache: ich möchte nicht im Krankenhaus besucht werden, auch nicht in der ersten Wochen zurhause. Meine Hebamme und diverse Ratgeber sagen genau das Gleiche aus: Entbindung fordert von mir körperliche und geistliche Höchstleistung, die Eltern müssen sich an die neue Situation gewöhnen… Sorry, aber ich möchte danach meine Ruhe. Wenn ich mich krank und schwach fühle, möchte ich lieber vor allen in Ruhe gelassen werden und kein Besuchs- und Call-Center sein.
        Meine Eltern verstehen das. Meine Schwiegereltern – nicht und lassen auch nicht mit sich diskutieren. Mein Mann redet ihnen nach, weil wir sie ja sonst beleidigen und nicht mit ihrer Unterstützung als Babysitter rechnen könnten. Nun habe ich einen Brief vorbereitet, den ich ihnen zukommen lasse, wenn ich meine, ich muss bald ins KH. Ist sicherlich feige, aber wie sonst soll ich meine Meinung und Bitten argumentieren, wenn man mich da nicht mal ausreden lässt.
        Ich plane ca in der 2. Woche nach der Geburt alle, die den Kleinen unbedingt sehen wollen, zu selben Zeit einzugeladen Dann können sie sich den Kleinen angucken.

        Antworten
        • Frollein M
          Frollein M sagt:

          Hallo Jana,

          den Besuch dann zu haben, wann du bereit bist, ist dein gutes Recht, lass dir das nicht ausreden.
          Wir haben es auch so ähnlich gehandhabt. und haben schon früh angekündigt, dass wir die ersten 3 bis 4 Wochen erstmal keinen Besuch möchten. Wurde auch nicht von allen so positiv aufgenommen. Da unsere Eltern recht weit entfernt wohnen, ist das auch immer mit Übernachtung und mindestens zwei Tagen Aufenthalt verbunden.
          Ich habe allerdings entschieden, dass wer möchte, uns gern die ersten Tage im Krankenhaus besuchen kann, da ist die Besuchszeit sowieso begrenzt, die Leute fühlen sich da meistens nicht so wohl und gehen bald wieder. Und abends hat man seine Ruhe. So sind dann unsere Mütter und mein Bruder am Tag nach der Geburt angereist, mein Mann hat sie zu Hause versorgt und ich hatte zwei Tage lang ein bisschen Besuch tagsüber, das war eine nette Abwechslung. Als wir nach vier Tagen nach Hause kamen, hatte wir unsere Ruhe, nur die Hebamme kam anfangs täglich vorbei und nach drei Wochen mal kurz ein paar Freunde. Den ersten längeren Besuch hatten wir dann nach 4 Wochen. Ich war sehr froh über diese Entscheidung und würde es jederzeit wieder so machen. Die Geburt meiner Tochter hat sich über zwei Tage hingezogen und war zwar gut, aber auch sehr anstrengend. Die ersten Tage gingen noch, von daher war die Entscheidung, den ersten Besuch im KH zu empfangen, für mich genau richtig. Danach war ich 2 Wochen echt erschöpft und hätte auf keinen Fall Besuch gewollt.
          Wir haben für uns entschieden, dass wir diese strikten Besuchsregeln festmachen, weil man ja nicht weiß, wie es einem nach der Geburt geht. Wäre es uns supergut gegangen (wie z.B. meiner Mutter nach meiner Geburt, obwohl auch zwei Tage), hätten wir auch spontan schon früher Besuch empfangen. Das haben wir unseren Familien so gesagt, und sie haben das zum Glück auch akzeptiert.
          Vielleicht hilft dir meine Geschichte ein bisschen. Die Idee mit dem Brief finde ich gut, wenn sich sonst mit deinen Schwiegeltern nicht reden lässt. Ich denke, sie werden drüber hinwegkommen, wenn das süße Enkelchen erstmal da ist. Ich hoffe, dass dein Mann dich versteht, und auch wenn er verständlicherweise keinen Ärger mit seinen Eltern will, dich dennoch unterstützt. Mein Mann hat es so gesehen, dass wenn er mir schon bei der Geburt nichts abnehmen kann, er mir zumindest alles drumrum so angenehm wie möglich macht.
          Ich wünsche dir noch ein paar möglichst entspannte Restwochen und dann eine gute Geburt und alles Gute für euch drei.

          Antworten
        • mom
          mom sagt:

          Hallo Jana,
          uns wurde im Geburtsvorbereitungskurs explizit geraten, dass wir uns überlegen sollen, ob wir wollen, dass uns jemand im Krankenhaus besucht, und auch, dass wir klar sagen sollen, ab wann uns die Leute zu Hause besuchen können.
          Du bist also nicht allein mit Deiner Überlegung, es gibt genug junge Eltern, die Besuche zeitlich eher nach hinten verlegen, und das wird auch in manchen Geburtsvorbereitungskursen geraten. Vielleicht magst Du das ja Deinen Schwiegereltern verklickern. :-)

          Antworten
    • Jana M.
      Jana M. sagt:

      Hallo, ich dachte, ich schreibe, wie es mir nach der Entbindung ergangen ist:
      mein Sohn ist nun halbes Jahr alt, die anfänglichen Hindernisse sind überstanden (mein größtes Problem waren falsch zusammengewachsene kleine Schürfwunden, sodass ich ich erst nach 3 Monate ohne Naht war, der Kleine ist aber ein Ruhiger und ist gesund).
      Noch bin ich in der Elternzeit, aber die Sorge um mein geliebtes Kind, den Haushalt und paar Hobbys kriege ich bis jetzt ganz gut auch ohne Hilfe geregelt.
      Mein Problem: die Verwandschaft fragt, wann der 2. kommt, mein Mann genau so. Alle meinen 2 Jahre Abstand sollen am besten sein, aber ich habe mir bewusst eine Goldspirale einsetzen lassen, welche min. 5 Jahre drin bleiben kann, damit das Thema für diese Zeit vom Tisch ist. Die Angst, erneut schwanger zu werden ist keinesfalls geringer geworden, ich will es nie wieder erleben: Fremdkörper, seltsamer Zustand, ständige Angst…
      Aber immer wieder nerven mich die Gespräche, die ab und zu kommen: “Weißt du noch, als ich dich angeschrien habe, du sollst pressen und du…”, im Krankenhaus kam auch eine Horde an, obwohl ich doch so dagegen war und ich habe ihm verboten, je über meine Entbindung zu reden. Interessiert keine Sau, immer höre ich, ich soll lockerer werden und dass das alles Spaß ist und dass Kinder so toll sind, je mehr desto besser… Ich könnte diese Leute manchmal schlagen.

      Mein 2. Problem: ich habe mehr Lust auf Sex denn je! Das war schon 3 Wochen nach der Geburt so aber nun, da mein Hormonhaushalt wieder einigermaßen normal ist und ich hormonfrei verhüte, ist es wie in meiner Pubertät. Mein Mann scheint aber weniger Lust zu haben. Mein Körper hat sich nicht allzu sehr durch die Schwangerschaft verändert – paar Kilos sind noch drauf aber ich treibe regelmäßig Sport und tue auch was für mein Äußeres… Er meint, es liegt nicht an mir, bin trotzdem etwas enttäuscht.

      So langsam glaube ich, ich sei der Mann in der Beziehung…

      Antworten
  105. Xer0_T8
    Xer0_T8 sagt:

    Ich habe das oben in meinem Beitrag nicht extra erwähnt:
    Für mich wäre eine Schwangerschaft auch so, als ob da ein Fremdkörper, ein Alien in mir heranwächst. Es wäre als ob mir mein Körper weggenommen werden würde und nicht mehr mir gehört.

    Von teils auch irreparablen Schäden an der Figur, dem Gewebe während der Schwangerschaft und durch die Geburt, möchte ich nicht mal sprechen. Alleine etwas so Lebendiges in mir zu haben, das sich bewegt, meinen Körper verunstaltet und in mir ist, wäre eklig bis unerträglich.

    Aber da ich generell keinen Wunsch nach einem Kind verspüre, denke ich dass das daran liegt. Wer ein Kind haben möchte, wird am Ende ja immerhin belohnt für “Aushalten” und “durchhalten”.

    Für mich gäbe es keine tröstliche “Belohnung”. nur der Anfang vom Ende von vielem, das mir sehr wichtig ist:
    Meine pers. Freiheit; mein Gefühl, dass mein Körper mir gehört und ich mich dem verbunden fühle und ihn sehr mag; meine Sportlichkeit und mein Aussehen.
    (Die Veränderungen durch Geburt und Schwangerschaft sind für mich etwas anderes als ein natürlicher Alterungsprozess.)

    Eine Schwangerschaft würde mich von mir selbst entfremden. Ich fände das traumatisch ein Alien ungewollt in mir zu haben, das sich von mir ernährt und eines Tages “rauswill”.

    Antworten
  106. Xer0_T8
    Xer0_T8 sagt:

    p.s.:
    Ich finde das übrigens bezeichnend, dass sowas als “Phobie” eingeordnet wird. … Nur weil man negative statt positive Assoziationen dazu hat und das nicht verklärt toll findet, dass da eine so starke Veränderung durch die Schwangerschaft eintritt. Alleine die Vergrößerung der Brüste -> ich habe Körbchengröße A und das soll auch so bleiben. Von der Geburt und Schmerzen etc. möchte ich ja nicht mal reden.

    Antworten
    • Karen
      Karen sagt:

      Guten Morgen :)

      Genau DAS… nervt mich auch! In jeder Werbung, sei es Jogurt oder Strom… hüpft eine fröhliche Familie über den Bildschirm.
      Es wird einem ja quasi schon indirekt eingebrannt, das eine Familie nur eine glückliche sein kann, wenn eine Frau sagt … ja ich will ein Kind!
      Und wenn Sie was anderes sagt? Oh mein Gott!!!
      Aber ein Kind ist doch das Schönste… usw… ja kann sein, ich hab keins und trau mich nicht!
      Man kann mit Anderen selten darüber reden, weil man angeschaut wird als würde man Kinder essen.

      DAS NERVT MICH!
      Vorallem was Jana.M schrieb… die Familie drum rum “kann” echt anstrengend sein. Wobei das bei mir jetzt nicht der Fall ist.
      Nach den beiden SS habe ich gesagt, das ich keine Anspielungen mehr hören will. Das ich die PIlle wieder nehme… und gut ist!!!!
      MEIN LEBEN… MEIN KÖRPER!

      Ich finds scheiße…. das sogar fremde sich das Recht raus nehmen, mich zu beurteilen, weil ich mit 35 nicht Sicher bin, überhaupt Schwanger sein zu wollen?!

      Des weiteren glaube ich, das Viele Frauen auch nur so tun als ob alles mega toll wäre und sich selbst belügen.
      Was ist daran schlimm auf Sich zu hören? Sobald es um ein Kind geht, ist man egoistisch… oder Freiheitsgeil.

      Ein ätzendes Thema :( Ich zerbreche mir seit Tagen den Kopf, was ich machen soll :(
      Dieses Jahr kommt es für mich nicht mehr in Frage.

      Ich habe aber auch Angst… das ich es eigentlich schaffen könnte und es doch Ok ist.
      Man kann ja erst etwas beurteilen, wenn man es erlebt habt!!!

      Antworten
    • mön
      mön sagt:

      Hallo zusammen,

      als Kind wollte ich nie Kinder haben, als Jugendliche auch nicht, in der Schule musste ich den Raum verlassen, weil ich das Thema Schwangerschaft und Geburt nicht ertragen habe. Während des Studiums kam der Wunsch nach Kindern auch nicht auf, in den ersten Jahren im Berufsleben auch nicht. Dann habe ich meinen Freund kennen gelernt. Wir haben nicht viel über Kinder gesprochen – plötzlich war mir einfach klar: mit diesem Mann möchte ich, Ü30, eine Familie gründen.

      Ich bin jetzt in der 31. Woche und schäme mich nicht zu sagen, dass ich die Schwangerschaft als zumeist grässlich empfinde: Kontrollverlust in jeder Hinsicht (ich bin eigentlich eine sehr robuste Natur aber jetzt weine ich aber ständig; alles ziept und zwickt; ich kann nicht mehr joggen und MTB-fahren gehen, bräuchte aber sehr aktiven den Sport dringend als Ausgleich…) etc., etc. die Liste ist lang. Und das Fremdkörper-Gefühl kenne ich auch zu gut.

      Aber: in den letzten drei/vier Wochen habe ich angefangen, mich über die kleinen Bewegungen zu freuen – sicher nicht so euphorisch wie manch andere, aber für mich sind das sehr schöne Momente.

      Was mir persönlich hilft: ich nehme mir das Recht heraus – auch wenn man von allen schief angesehen wird – offen zu sagen, dass mir Schwanger sein kein Spass macht, ich muss nicht versuchen, das Ideal der überglücklichen Schwangeren nachzuspielen. Ich habe mir vorgenommen der Beziehung zu unserem Kind die Möglichkeit zu geben, zu wachsen und zu reifen – diese Beziehung muss nicht von Anfang an perfekt sein, schließlich müssen wir uns ja auch erst kennen lernen. Solche Gedanken nehmen viel Druck von mir und helfen mir trotz allem positiv auf die Schwangerschaft zu blicken.

      Was aber definitiv sicher ist: ich freue mich sehr auf unser Kind! Die Entscheidung, nun doch eine Familie gründen zu wollen bereue ich nicht.

      Antworten
      • Karen
        Karen sagt:

        Hallo MÖN :)
        Dein text ermutigt ein wenig…
        Du hast schon irgentwie Recht mit dem was Du geschrieben hast:
        Man muss sich ja auch erstmal kennen lernen.
        Wenn ich an die ersten Wochen zurück denke, Hormone etc… dann war ich jedes Mal komplett überumpelt und überfordert.
        Ich dachte: Wie kann man das sooo toll finden?
        Mitlerweile weiß ich ja was auf mich zu kommt und habe schon oft gehört, das sich das Gefühl zu dem “Untermieter” ändert sobald man ihn spürt.
        Trozdem finde ich es extrem… wie schnell und wie heftig sich der Körper für etwas umstellt, was noch nicht wirklich lebt.
        Ich fühlte mich Abseits und unwichtig…meinen Körper habe ich nicht mehr gespürt… so für mich, weißt Du?

        LG*

        Antworten
  107. HerzüberKopf
    HerzüberKopf sagt:

    Hallo ihr Lieben (Ex-)Leidensgenossinnen,

    es ist mir ein Bedürfnis nun auch mal hier zu schreiben, nachdem ich mir fast alles durchgelesen habe.
    Vielleicht hilft es um sich selbst ein wenig zu “therapieren” indem man sich mit anderen austauscht, Mut zuspricht und tröstet, getreu dem Motto: Geteiltes Leid ist halbes Leid!
    Es tut gut zu wissen dass man nicht allein ist mit seinem Problem und nicht schief angeschaut wird, bzw. auf völliges Unverständnis stösst, wenn man seine ehrlichen Gedanken ausspricht.

    Seitdem ich denken kann, habe ich eine perfekte kleine Familie vor Augen, die ich mal gründen werde, 1-2 Kinder, mit Hund und Haus.
    Mindestens genauso lange habe ich jedoch auch die Angst, selbst ein Kind auszutragen.
    Woher es kommt, keine Ahnung….vielleicht hängt es mit meiner Klaustrophobie zusammen?!

    Wenn mir der Storch ein Baby bringen würde, ich würde es sofort mit offenen Armen empfangen ;-)
    unseren Kater liebe ich wie ein Baby…und behandel ihn auch so. Jeder der mich kennt, ist der Meinung dass ich eine sehr gute Mami abgeben würde ;-) davon bin ich selbst auch überzeugt. Nur das mit der Schwangerschaft erscheint mir alles sehr strange….die körperlichen Veränderungen, die Angst dass ich mich nicht mehr bewegen kann mit so einem dicken Bauch. Ich war immer schlank, sehr sportlich und beweglich, kann mir nicht vorstellen mit 20 kg mehr auf den Rippen zu sein.

    Ich habe vor 4 Jahren meinen Mann kennengelernt, und vor 2 Jahren geheiratet. Er wünscht sich sehnlichst ein Baby mit mir, und kann es kaum erwarten.
    Ich setzte letztes Jahr die Pille ab und wir fingen an zu “üben” ich bin quasi ins kalte Wasser gesprungen und war so mutig mich auf eine Schwangerschaft einzulassen. Ehrlich gesagt hatte ich gar nicht damit gerechnet dass es so schnell klappt, und insgeheim hoffte ich jedes mal dass ich nicht schwanger bin. Im 3. ÜZ testete ich positiv, und war schon sehr geschockt in dem Moment…obwohl ich es ja schon geahnt hatte, sogar die Einnistung hatte ich bemerkt, hatte von Anfang an Symptome, und trotzdem dachte ich die ganze Zeit, es kann nicht sein.
    Es hatte etwas Endgültiges. Mein Mann freute sich riesig.
    Ich hatte sehr gemischte Gefühle, und versuchte mich einfach darauf einzulassen und mich darüber zu freuen dass ein neues Leben in mir entsteht. Das klappte mal besser, mal weniger gut.
    Nach wenigen Tagen hatte ich eine leichte Blutung und ab da fing ich an mich verrückt zu machen.

    Ich sollte mich laut Arzt schonen und keinen Sport treiben…viel liegen. Das war für mich der absolute Horror….Sport tut mir immer so gut, und nun sollte ich mich am besten gar nicht mehr bewegen um die Schwangerschaft aufrecht zu erhalten? Ich war nervlich am Ende, und konnte mich schlecht ablenken. Einerseits wollte ich das Baby in mir beschützen…andererseits habe ich gedacht, es wäre besser wenn alles vorbei ist, und ich mich nicht weiter verrückt machen und schonen muss obwohl ich nicht krank bin.

    In der 8. Woche hatte ich dann einen spontanen Abgang, wurde wach in einer Blutlache.
    Der Arzt bestätigte mir den Abgang. Ich war geschockt und erleichtert gleichzeitig. Erleichtert dass die ständige Sorge nun vorbei war und ich mein normales Leben wieder fortsetzen konnte.

    Nach dieser FG bin ich noch ängstlicher geworden. Habe Angst dass ich wieder irgendwelche Komplikationen haben werde und mich schonen und liegen muss, was mir sehr widerstrebt.
    Angst vor Behinderung, vor Dingen die ich nicht kontrollieren oder steuern kann. Glaub der Kontrollverlust, den hier viele erwähnt haben, ist das größte Problem.

    Professionelle Hilfe wäre sicherlich der richtige Weg, allerdings habe ich nun auch nicht mehr alle Zeit der Welt, denn ich bin 36. Damit hätte ich schon viel eher anfangen sollen.

    Vielleicht gibt es hier Betroffene aus NRW? So dass man sich mal treffen und austauschen könnte, und vielleicht das Projekt “Baby” gemeinsam startet ;-) Würde mich sehr freuen…

    @Tina
    Wie geht es dir? Deine Geschichte hat mir auch etwas Mut gemacht…vielleicht hälst du uns weiter auf dem Laufenden ;-)

    Antworten
    • Karen
      Karen sagt:

      Hey :)
      Habe gerade deinen Text gelesen :)

      Mich beschäftigt es genauso… da ich nächsten Monat 36 werde.
      Und ich kann einfach nicht glauben, das ich so vieles geschafft hab…aber diese Schwangerschaft nicht möglich sein soll, weil ich Angst davor hab?!

      Gestern sparch ich mit der Freundin von dem Bruder meines Freundes. Sie ist 23 und weiß von meinen Ängsten.
      Da sagte sie: Also wir beide wissen ja das wir Kinder wollen, also das ist nicht so wie bei Euch”
      ?????
      Was ist denn bei uns? Ich fand diesen Satz soooo scheiße…
      Ja was ist denn mit mir?
      Ich fühle mich wie ein Mensch/Frau nicht gleichwertig ist mit anderen Frauen.

      Dieses Gefühl den Körper nicht mehr zu fühlen, weil alles nur noch wegen dem Baby passiert… dieses Endgültige macht mir Angst.
      Es gibt keinen Stoppknopf.

      Du hast einen Pluspunkt… die weißt das du ein Baby wirklich willst… und ich denke das wenn Du es erstmal fühlst, du dich auch anders verhälst.
      Außerdem gibt es Sportarten, die Du als Schwangere auch gut machen kannst…und die Zeit ist absehbar. :)

      Ich würde auch gern zu 100% sagen können “ich will” veilleicht kann ich das sogar… merke es aber vor lauter Sorgen nicht.
      Was ist wenn es krank ist? Ich überfordert bin?
      Mein Freund/Mann geht wieder arbeiten..ist der held auf der Arbeit “high five” und ich sitze mit dem baby zu Hause…. und nu?
      :(
      Ganz ehrlich mich kotzt es an… das ich alles kaputt denke…darin bin ich echt der Meister!!!

      Antworten
  108. Rose1992
    Rose1992 sagt:

    Hallo liebe Jana

    Ich bin noch sehr jung. Gerade 23 Jahre geworden. Meine Karriere als Englischlehrerin an einem ‘Vocational College’ in der Schweiz läuft super. Ich liebe meinen Job, geniesse die Freiheit die ein regelmässiges Einkommen ermöglicht, zu reisen und nur für mich selbst verantwortlich zu sein.

    Ich komme aus einer Grossfamilie und bin das älteste von 7 Kindern. Ich habe sämtliche Schwangerschaften, Kinderaufziehen etc. zu Hause bei meiner Mama miterlebt und musste da auch viel mithelfen. Mir graut davor zu einem gleich öden alltags-routinemässigen Leben wie ich es bei meiner Mama gesehen habe, zurückzukehren. Ich liebe es zu studieren, mein Fachwissen zu vertiefen, junge Erwachsene zu unterrichten. Ich konnte noch nie gut mit Kleinkindern umgehen. Sie sind einfach geistig nicht in der Lage ein interessantes Gespräch zu führen oder ganz allgemein mit einem Erwachsenen zu interagieren. Obwohl ich zwischendurch gerne für Freunde Kinder hüte, bin ich sehr froh wenn ich nach ein paar Tagen die Kinder wieder den Eltern ‘abgeben’ kann. Ich finde auf Kinder aufzupassen und den Haushalt Tag aus Tag ein mehr oder wenig routinemässig zu führen extrem langweilig. Ich will weder meine Intelligenz noch meine harte Arbeit für ‘so einen simplen, stumpfsinnigen Alltag’ aufgeben.

    Obwohl mein Verlobter einen starken Kinderwunsch hat, finde ich die Vorstellung schrecklich, meine hart erarbeitete Karriere aufzugeben um zu Hause zu sitzen, Kinder zu hüten und den Haushalt zu führen. Da ich alle 6 Schwangerschaften meiner Mutter miterlebt habe, weiss ich sehr genau wie viel Stress, Unwohlsein, Schmerzen und emotionale Zusammenbrüche bevorstehen würden. Ganz zu schweigen von der Arbeit und dem emotionalen Stress den das Aufziehen eines (oder mehrerer) Kinder mit sich bringt. Ich sehe nicht ein, warum ich mir das antun sollte.

    Mein Verlobter findet die Idee Kinder zu haben toll, aber er wird ja auch an 5 Tagen die Woche nicht auf die Kinder aufpassen müssen. Und Väter sind… naja, nicht gerade erfolgreich im Bereich Kindererziehung, wohl eher im Bereich die Kinder zu VERziehen. Auch was die Führung des Haushaltes angeht, sind die meisten Väter sehr minimalistisch oder geradezu ‘blind’. Das kann ich von meinem Verlobten nicht behaupten, aber da er an 5 Tagen die Woche arbeitet, wird er wohl kaum Lust und Energie haben ab Abend oder Wochenende viel im Haushalt mitzuhelfen. Und da ist ja auch noch die Möglichkeit mittels z.B. ‘live’ Fussballspiele am Fernsehen der ‘tristen Alltags-Hausarbeit’ zu entfliehen, was die meisten Männer ja nur allzu gerne (und häufig) tun…

    Die Schwangerschaft, die Geburt und die Genesungsphase nach der Geburt finde ich schrecklich. Als ob mein Dasein als Frau und Mutter eine Strafe wäre. Ich würde liebend gerne die Rolle des ‘Papi’ übernehmen, aber die Natur hat es anders vorgesehen und ich hatte das Pech als Frau geboren zu werden. Als Frau muss ich meine hart erarbeite Ausbildung, meinen geliebten Job, meinen Körper, meine Zeit und das Reisen aufgeben und wozu? Um 7 Tage die Woche ein schreiendes Kleinkind zu füttern, Windeln zu wechseln und schlaflose Nächte zu erleben? Ich kann dem einfach nichts positives Abgewinnen.

    Ich weiss nicht, wie ich mit meinen Angstgefühlen, meiner Abneigung gegenüber Kleinkindern, Schwangerschaft, Geburt, Hausfrauen-Dasein überwinden soll. Für mich gibt es weder emotionale noch rationale Gründe die fürs Kinderkriegen sprechen. Um es mal so zu sagen: Ich möchte nicht als verbitterte und gelangweilte Hausfrau/Mutter enden.

    Ich weiss, dass sowohl meine Familie wie auch die Familie meines Verlobten, so wie mein Verlobter selbst es erwartet, dass wir mehr oder weniger gleich nach der Hochzeit mit dem Kinder kriegen beginnen. Aus Angst vor dem Kinder kriegen und Hausfrauen-Dasein habe ich den Hochzeitstermin schon 2-mal verschoben. Aber ein 3. Mal wage ich es nicht. Ich habe bereits schlimme Gewissensbisse meinem Verlobten gegenüber…

    Mir bereitet die ganze Sache sehr viel Kummer und bei meinem Verlobten und meiner Familie stosse ich auf Unverständnis. Hättest Du ein Rat, was ich tun könnte? Wie ich meine Abneigungen überwinden könnte?

    Ganz en liebe Gruess aus der Schwiiz

    Antworten
    • Karen
      Karen sagt:

      Hallo Rose ;)
      Ich verfolge hier alle Möglichen Texte und interessiere mich sehr dafür wie andere Frauen fühlen.

      Nunja… Du bist ja noch sehr jung und die Natur gibt Dir ja noch lange Zeit um ggf Mama zu werden.
      Ich finde es auch völlig richtig, das Du dein Leben leben willst, mit Studieren, Anderen etwas beibringen, Reisen usw….
      Du hast nach Zeit!!!!!!

      Aber rede mit deinem Verlobten. Die Familie würde ich vorerst gar nicht über deine Sorgen informieren. Aber dein Verlobter….wenn er der ist den Du heiraten möchtest, sollte Dich verstehen.
      Zumindest sollte er deine Ängste, Wünsche und auch Sorgen akzeptieren.

      Rede mit Ihm.

      Ich bin auch mit 35 schwanger geworden…. das geht alles… wenn man auf sich achtet ;)
      (habe es aber nicht behalten können/wollen)

      Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Puh, das ist ja starker Tobak. Ich persönlich finde (kleine) Kinder super spannend und bereichernd. Sie stellen Dinge in Frage, an die wir uns schon gewöhnt haben. Sie sind Philosophen. Sie haben ein Lerntempo drauf, wovon einem Schwindelig wird. Sie bereichern das Leben ungemein, wenn man sich darauf einlässt.
      Ich glaube du hast einfach Angst vor dem Rollencliche. Das kann ich nicht wegreden. Das ist ein Thema, welches du mit deinem Freund bebrüten musst. Ich persönlich denke, dass es mit guten Absprachen, mit dem richtigen Partner durchaus möglich ist, ein Kind zu bekommen, ohne im von dir befürchteten “Hausfrauensumpf” zu versinken. Ich kenne Paare, bei denen es sehr gleichberechtigt zugeht. Das müssen halt auch beide wollen und es bedarf einer sehr guten Organisation.
      Außerdem kann man auch mit Kindern tolle Reisen machen und andere abenteuerlichen Dinge tun. Niemand zwingt einen, einen perfekten Haushalt zu führen, außer der eigene Kopf. Keiner muss das Leben seiner Eltern führen.
      Ich denke, du solltest auf jeden Fall mit deinem Freund über deine Ängste und Befürchtungen sprechen und schauen wie er reagiert.
      Auf keinen Fall solltest du in eine Ehe voller falscher Erwartungen reinschlieddern, die du niemals erfüllen willst und kannst.
      Viel Glück!
      Jana

      Antworten
    • Frollein M
      Frollein M sagt:

      Grüezi Rose,

      vieles von dem was du schreibst kann ich nachvollziehen, weil es mir ähnlich ging. Mit dem Unterschied, dass ich in deinem Alter keinen Partner hatte und ich somit nicht vor der Entscheidung stand. Und, trotz aller Bedenken und Ängste, wollte ich im Grunde immer gern Kinder haben. Ich habe mit 30 meine Tochter bekommen und auch wenn ich manchmal denke, ich hätte sie gern früher bekommen, bin ich doch froh um die Zeit und die Freiheit, die ich ohne Kind hatte.

      Das Leben mit Kind ist nicht schlechter als ohne, es ist nur anders. Man muss etwas mehr organisieren und ist vielleicht nicht mehr ganz so spontan (zumindest am Anfang) aber wir können immer noch Urlaub und Sport machen, wandern gehen etc., es ist alles eine Frage der Einstellung. Und: auch wenn kleine Kinder langweilig erscheinen, wenn es die eigenen sind, ist es unglaublich spannend, ihnen beim wachsen und lernen zuzuschauen. Ich jedenfalls freue mich fast jeden Tag über mein echt cooles Kind und das entschädigt einen für alles :-) (Hört sich klischeehaft an, ist aber so).

      Die körperlichen und psychischen Veränderungen sind tatsächlich auch dagewesen, und ich habe vorher große Zweifel gehabt, ob ich das alles schaffe aber inzwischen kann ich sagen, dass ich mich besonders psychisch noch nie so gut und stabil wie jetzt gefühlt habe.

      Was die Rollenverteilung angeht, habe ich auch so meine Probleme. Mein Mann und ich sind uns in Erziehungsdingen und der Rollenverteilung zu hause einig, er ist auch ein ganz toller Papa und ist insgesamt 4 Monate in Elternzeit gegangen und stellt definitv die Zeit mit der Familie vor die Arbeit. Ich finde jedoch aufgrund meiner Berufswahl (Biologin) sehr schlecht einen Job und bin deshalb natürlich diejenige, die hauptsächlich zuhause ist. Das ärgert mich, aber dafür kann mein Mann nichts und ich bin froh, dass er wenigstens einen guten Job hat. Nach einem halben, dreiviertel Jahr ist mir zuhause die Decke auf den Kopf gefallen. Ich hatte keine Zeit für Bewerbungen oder Hobbies und ehrlich gesagt ging es mir ziemlich auf den Nerv, mich den ganzen Tag nur mit “Kinderkram” zu beschäftigen. Ich wollte mal wieder was anspruchsvolles machen und ich finde meine Erfüllung auch nicht in Kindererziehung und Haushalt. Deshalb haben wir einen Betreuungsplatz für unsere Kleine organisiert. Seit sie ein Jahr alt ist geht sie dorthin, erst 20 Stunden die Woche, inzwischen 40. Ich konnte so eine Weiterbildung in Vollzeit machen. Seitdem ich mich nicht mehr den ganzen Tag um sie kümmern muss, genieße ich die Zeit mit meiner Tochter um so mehr, ich bin wieder ausgeglichen und das kommt auch ihr zugute. Auch sie geht sehr gern in die Betreuung, hat dort Kontakt zu anderen Kindern und kann sich austoben. Insgesamt war es für uns genau das Richtige.

      Ich weiß, dass es in der Schweiz nochmals schwerer ist als in Deutschland, als Frau Beruf und Familie zu vereinen, oder als Vater mal eine Weile zuhause zu bleiben, aber auch das geht, wie ich von einigen Freunden weiß, die in der Schweiz leben und arbeiten.

      Mein Rat an dich: Nimm dir nicht deine Eltern als Vorbild. Denke darüber nach, was DU willst. Du kannst dein Leben mit deinem Partner selbst gestalten, du kannst entscheiden, wann und wieviele Kinder du willst und ob du dann ein Leben als Hausfrau und Vollzeitmutter führst oder ob du bald wieder in den Beruf einsteigst. Ich schließe mich da Karen an, du bistnoch jung. Also lass dir doch Zeit, rede mit deinem Partner darüber und über deine Bedenken was das angeht. Es ist euer Leben und nicht das eurer Eltern. Und den richtigen Zeitpunkt gibt es glaube ich nicht. Bei uns gab es den Zeitpunkt, wo es sich nicht mehr falsch angefühlt hat. Und dann haben wir den Sprung gewagt.

      Liebi Grüess und ales Gueti

      Antworten
    • mom
      mom sagt:

      Liebe Rose,

      ich kann mich nur Karen anschließen, in dieser Lebensphase sind Kinder wohl einfach nicht Deine Priorität – kann ich gut verstehen, ich habe sehr früh ein Kind bekommen und war dann lange Jahre sehr stark eingespannt, um meinen Lebensunterhalt zu verdienen und das Kind nicht zu kurz kommen zu lassen – ich würde nicht mehr so früh ein Kind wollen. Aber vielleicht kommt eine Phase, in der Du deine anderen Pläne “durch” hast und Dich dann doch noch für ein Kind entscheidest. In meiner Stadt sind ca. 50% der Mütter über 40, man muss also nicht bis 25 Kinder haben, damit das “klappt”. Ich würde aber an Deiner Stelle unbedingt mit Deinem Verlobten darüber reden – in meiner Beziehung hatte ich in den letzten Jahren einen starken Kinderwunsch (als mitlerweile relativ alte Schachtel lol), mein Partner war aber nur sehr verhalten begeistert – und das war schon belastend, weil klar war, dass einer seine Lebensplanung total umschmeißen muss – entweder wir kriegen ein Kind und er muss seine Freiheit stark einschränken, oder wir kriegen kein Kind und ich habe den Rest meines Lebens das Gefühl, mir fehlt etwas Wesentliches. Ich würde die Sache an Deiner Stelle mit Deinem Verlobten sehr offen und ausführlich besprechen, nicht, dass dann einer oder beide unter der Situation leiden.

      Antworten
  109. HerzüberKopf
    HerzüberKopf sagt:

    Hey Karen,

    um dich selbst mal zu zitieren: “Ich kann die Frage nicht so einfach beantworten… Will ich ein Kind? Ohne schwangerschaft und gesund… JA :)”

    Damit wäre deine Frage doch beantwortet ;-) Du willst schon ein Baby, es ist nur die Angst, die dich hemmt.
    Bei dir scheint es um die “Nebenwirkungen” in einer Schwangerschaft zu gehen…die ganzen Veränderungen die schon sehr früh zum Vorschein kamen.
    Dabei denke ich, dass die ersten 3 Monate die schlimmsten sind, der Körper stellt sich komplett um auf Schwangerschaft. Aber sobald sich der Körper daran gewöhnt hat, geht es wohl in die Wohlfühlphase ;-). Eine Bekannte schwärmt noch heute -35 Jahre später- von ihrer Schwangerschaft. Es wäre die schönste Zeit in ihrem Leben gewesen, sie hätte sich rundum wohl gefühlt…dank der Hormone.

    Bei mir fing es auch sehr früh an mit all den Nebenwirkungen…Sodbrennen, Verstopfung, Völlegefühl, Pickel, trockene Haut, Haarausfall, verstärktes Schwitzen, Kurzatmigkeit, Reizbarkeit an
    fand ich auch nicht prickelnd…aber man muss es wirklich als “vorübergehende Wehwehchen” betrachten

    Du hast sicher recht damit, dass man sobald man das Kind fühlt, sich anders verhält bzw. denkt. Die Hormone werden ihr übriges tun, daran glaube ich ganz fest.
    Es ist nur dieser Schritt, das Abenteuer “Schwangerschaft” zu wagen, der uns glaub ich schwerfällt.
    Anstatt es einfach zu tun und nebenbei laufen zu lassen, machen wir uns mit unseren Gedanken alles kaputt. Ich würde zu gerne einfach mal meinen Kopf abschalten und alles auf mich zukommen lassen. Und die Schwangerschaft als etwas ganz Natürliches sehen. So wie andere Frauen auch.
    Ich weiss dass ich es bereuen würde kinderlos zu bleiben, deshalb muss ich mich zusammenreissen – so die Theorie.Und wenn ich während der SS mit jemandem offen reden könnte, würde es mir sehr helfen. Auch mein Sport würde mir helfen mich zu entspannen, vorausgesetzt die SS verläuft komplikationslos.

    Antworten
    • Karen
      Karen sagt:

      Hallöchen HerzüberKopf :)

      Ja Du hast Recht mit dem was Du schreibst. Diese Überwindung es zu wagen… weil man ja nun gar nicht weiß was da alles kommt.
      Das macht mir schon Angst!
      Zufällig habe ich gestern mit einer Kollegin die ich sehr mag darüber “kurz” gesprochen.
      Sie ist eine Person die ich bewundere, 52J sieht toll aus, ist taff hat aber auch eigene Macken, die Sie mir erzählt hat.
      Sie wurde böse wegen Ihrer roten Haare gehänselt…und darunter “leidet” sie heute noch. Aber genau deswegen finde ich sie noch cooler :)

      Ihr habe ich das alles (fast alles) erzählt und Sie hat sich damals genauso gefühlt.
      Mit 32 SS, der Mann war ein Arsch… sie wollte lieber feiern und machen wozu sie lust hat. Konnte andere Kinder nicht wirklich leiden usw…

      Aber jetzt sagt Sie… man fühlt einen Stolz bei seinem eigenen Kind, das Gefühl könne man gar nicht beschreiben. ( da kamen uns beiden die Tränen XD auf dem Flur)

      Jedenfalls fühlte ich mich etwas mehr bestärkt… es nochmal zu wagen.
      Ich mag es lieber wenn ich planen kann… aber so eine SS kann man ja nicht planen.

      Ich denke dann immer sowas wie: Gegen Pickel hol ich mir so´n Extra Acknewaschamittel, Verstopfung da frag ich meine Ärztin was ich nehmen kann, und alles andere …tja… :/ das muss man ertragen. Vorerst.

      Dieses Jahr werde ich die Pille noch nehmen und dann mal schauen.

      Ich werde ja auch 36…
      Ich hoffe so sehr… das ich nicht wieder zusammen breche..das würde mir das Herz brechen.
      ich habe so viele Dinge geschafft…wie jede andere Frau hier auch, dann kann doch sowas nicht so schwer sein ;)
      ich mein…. nur wir Frauen können in den meisten Fällen schwanger werden. Allein DAS… ist doch schon wahnsinn eigenlich, im positiven Sinne.
      :)

      Antworten
  110. HerzüberKopf
    HerzüberKopf sagt:

    Hi Karen ;-)

    heute hörst du dich schon ganz anders an ;-)
    das Gespräch mit der Kollegin hat dir offensichtlich sehr gut getan.
    Zu hören dass es anderen genauso vor der Schwangerschaft ging, und sie die Schwangerschaft trotzdem gut gemeistert haben, beruhigt ungemein.

    Mit dieser Kollegin könntest du dich dann wenn es soweit ist, und du wieder meinst durchzudrehen, austauschen und beruhigen lassen.
    Das tut doch gut zu wissen!

    Ich verstehe was du meinst, ich bin auch eher die Planerin, will über alles die Kontrolle haben…deshalb fällt es mir so schwer mich auf eine Schwangerschaft einzulassen :-(
    Gibts keine Pille für Gelassenheit? ;-) Ich würd sie sofort schlucken!

    Ich nehme zur Zeit ein Medikament bis erstmal Ende des Jahres, und kann in dieser Zeit nicht schwanger werden…aber nächstes Jahr will mein Mann dann sofort loslegen….und bis dahin muss ich mich in Gelassenheit üben..

    Und klar würden wir es schaffen, wenn wir uns drauf einließen. Denn unser Körper kann dieses Wunder vollbringen!

    Antworten
    • Karen
      Karen sagt:

      Hallo HerzüberKopf :)

      Pille für Gelassenheit… wow…. das wäre auch Meine ;) Da haben Männer uns teilweise was Vorraus.
      Ich meine… ein Mann wird ja irgentwie mit-schwanger aber wirklich helfen können Sie einem nicht dabei.

      Ich habe meinem Freund schon gesagt, das wir uns darüber nochmal ernstahft unterhalten müssen.
      Da ich Neurodermitis hatte…habe ich natürlich Angst, das das Baby es auch bekommen könnte. Das wäre seeeeeehr schrecklich für mich.

      Meine Mom sagte das wenn man das Kind stillt, das Risiko minimiert wird.
      Aber ich habe diese Schlupfwarzen (wenn ich das mal so sagen darf) ich weiß gar nicht ob das bei mir geht?!
      Und der Gedanke das da ein baby dran rum nuckelt, finde ich grad sehr befremdlich…

      Und wieso nimmst du gerade Tabletten? ( hoffe das war jetzt nicht zu aufdringlich) ;)

      Und Du willst das alles auch? also zu 100%?
      Da bin ich noch nicht angekommen… aber es bessert sich… wie ich finde!

      LG*

      Antworten
  111. HerzüberKopf
    HerzüberKopf sagt:

    Huhu Karen,

    das Problem mit den Schlupfwarzen hätte ich auch ;-) Kann dich da aber beruhigen. Zum einen verändert sich ja die Brust in der Schwangerschaft um es mit dem Stillen möglich zu machen, und zum anderen gäbe es da noch Stillhütchen ;-) soll wunderbar helfen. Somit hättest du eine Sorge weniger dass dein Kind auch Neurodermitis bekommt.
    Gibt eigentlich für alles eine Lösung :-)

    Nach der Fehlgeburt war ich zur Nachkontrolle im Krankenhaus, dort wurden Myome bei mir festgestellt, es handelt sich dabei um gutartige Muskelknoten. Diese wachsen aufgrund der Hormone während der Schwangerschaft mit und können zur Fehlgeburt geführt haben.
    Um dieses Risiko auszuschließen, nehme ich Tabletten um diese Myome schrumpfen zu lassen, bzw. sie vielleicht sogar ganz verschwinden.

    Ach ich weiss auch nicht, manchmal habe ich Tage, da kann ich mir so gar nicht vorstellen dass ich ein Kind austrage, und denke, dass ich wegen der ganzen Ängste nicht dazu in der Lage bin….und dann gibt es wieder Tage wo ich zuversichtlich und mutig genug bin um mich darauf einzulassen. Also 100% gibt es bei mir leider auch nicht. Ich weiss nur, dass ich auf jeden Fall ein eigenes Kind will….da ist die Schwangerschaft unumgänglich ;-)

    Antworten
    • Karen
      Karen sagt:

      …Herzüberkopf :)

      ah ok… ja dann verstehe ich das. Meine Güte was es alles geben kann… das war mir so gar nicht bewußt.
      Ich hoffe das das bei Dir schnell ins Reine kommt, damit du Dir überlegen kannst ob und wann und wie ;)

      Ja.. so gehts mir auch :/ Heute so morgen so :/

      Aber ich muss sagen das mir diese Seite hier echt ein klein-wenig geholfen hat… das Ganze vielleicht nicht nur Negativ zu sehen.
      Wenn ich einmal anfange eine SS runter zu reden… dann aber ordentlich ;)

      Ich frage mich nur…. was mit mir anders ist… als bei anderen Frauen die schon im jungen Alter wissen “ich WILL Kinder”.
      Das gab es bei mir nie so….
      Vorallem KindER… also einmal mach ich das vielleicht aber 2x???^^

      Thema “Braustwarzen-Aufsätze” XD da musste ich gerade etwas schmunzeln ;) aber gut zu wissen das es sowas gibt…. danke :)

      Schon komisch ist bin 35 und glaube vernünftig gebildet zu sein und ein offenes Gemüt zu haben und trozdem merke ich, das ich echt wenig weiß über dieses ganze Thema…;)

      *LiebeGrüße*

      Antworten
      • mom
        mom sagt:

        Hallo Karen,
        dieses “ich WILL Kinder” – ich hatte das selbst erst jetzt, mit 39-40, vorher nie, und konnte das auch nie so richtig verstehen. Ich glaube, ein paar haben recht konkrete Vorstellungen, wie sich ihr Leben dadurch positiver gestalten lässt (meine Schwester z. B. wollte immer Kinder, hat auch immer viel mit Kindern zu tun gehabt – Babysitten und so, die wußte relativ gut Bescheid, was man mit Kindern macht); aber da sind, denke ich, auch genug dabei, die halt so dem Schema F folgen – “man” macht das halt so, “man” will halt Kinder.

        Antworten
  112. Dani
    Dani sagt:

    Hallo ihr Lieben! Hier mal eine kurze Rückmeldung (ich hatte am 27.02.2015 hier über meine Phobie geschrieben). Mittlerweile habe ich eine Hypnosebehandlung (beim Heilpraktiker) erfolgreich hinter mir. Therapeutische Hypnose kann sehr vielseitig eingesetzt werden und hilft u.a. bei unverarbeiteten Angststörungen, Kindheitserlebnissen etc., die jetzt eine Blockade beim Thema Kinderwunsch und Fremdheitsgefühl auslösen können. Natürlich nicht zu 100% und nicht bei jedem – man muss schon in gewisser Weise bereit und empfänglich für dieses “Experiment” sein. Bei mir hat es sich gelohnt. Wenn ihr dazu mental bereit seid und es euch leisten könnt (die Preise sind sicherlich unterschiedlich, bei mir hat eine Sitzung 70€ gekostet), kann ich es echt nur empfehlen! Man unterschätzt oft, wie sehr der eigene Kopf einem im Wege steht. Ich hatte eine sog. spezifische Objektphobie mit Ohnmachtsneigung, d.h. mein Körper hat sehr stark auf die Konfrontation reagiert und ich bin teilweise schon im Vorfeld nur durch meine Gedanken (!) zu Boden gesackt. Seit meiner Hypnosesitzung habe ich keinerlei körperliche Reaktion mehr hinsichtlich der Phobie verspürt, mir geht es selbst bei einer Konfrontation beim Arzt sofort sehr gut. Direkt nach der Hypnosesitzung habe ich einen Arzttermin zur Untersuchung vereinbart. Das habe ich zuvor 15 Jahre nicht gemacht und noch auf dem Weg zum Hypnotiseur war es unvorstellbar. Vielleicht helfe ich ja einigen von euch mit diesem Tipp – ich wünsche es mir sehr und es wäre natürlich sehr schön, wenn hier bald vergleichbare Berichte zu lesen wären ;)

    Das Thema Schwangerschaft und Kinderwunsch ist dadurch natürlich noch nicht komplett positiv besetzt für mich. Ich werde noch einige Zeit brauchen, um mir darüber bewusst zu werden, welchen Weg ich hier einschlagen werde. Aber zumindest ist schon einmal meine größte Hemmschwelle – die Angst vor ärztlichen Untersuchungen- von mir überquert worden und ich kann jetzt mit einer anderen Ausgangslage an die Thematik herangehen. LG euch allen ;)

    Antworten
  113. Kerstin
    Kerstin sagt:

    Hallo liebe Mütter,
    ich bin gerade über diesen Beitrag hier gestolpert und musste ganz viel nicken.

    Ich wusste schon immer, dass ich gerne Kinder haben möchte, aber vor der Schwangerschaft hat es mich gegraust. Ich bin beruflich im Consulting sehr erfolgreich, pflege mit meinem Mann einen aktiven Lebensstil mit einem Hang zu Extremsportarten und bin generell eigentlich immer unterwegs….schon immer. Das sind alles Gründe, warum mir eine Schwangerschaft schon immer unbequem vorkam, allerdings habe ich einen tollen Partner, der von Anfang an klar machte, dass er das Gros der Elternzeit übernehmen und mir und meiner Karriere so den Rücken stärken würde. Ein Traum und damit zumindest ein Teil der rationalen Befürchtungen in den Griff bekommen…

    Jedoch hatte ich schon immer auf irrationaler Eben unglaubliche Angst. Eben die Angst vor Veränderung des Körpers (ich achte penibel auf mein Gewicht und das Toning meiner Muskulatur), aber auch das Bewusstsein, dass ich (u.a. aufgrund familiärer Veranlagung) zu Depressioen neige…und eben das Aufgeben all der Freiheiten, von der Party mit den Freunden, über das Tauch- oder Skiwochenende bis hin zu den Einschränkungen bei der Ernährung. Witzigerweise hatte ich noch nie Angst vor der Zeit “danach”. Stress, Doppelbelastung, Herausforderung, all das machte mein Leben schon immer aus und ich freue mich darauf. Klar wird sich viel verändern und bis der Nachwuchs selbst zB mit zum Skifahren kann wird es Jahre dauernd, aber ich habe nichts dagegen mich eben auf andere Dinge zu verlegen: Wanderungen mit dem Tragetuch, Joggen mit dem KiWa, miteinander Campen und Co….Kind haben, das erschien mir immer toll, Kind bekommen, ganz grausam.

    Nach knapp 5 Jahren Beziehung und 3 Jahren Ehe schafften mein Mann und ich dann doch den Absprung. Ich bin jetzt in der 28. Woche schwanger und leider muss ich sagen, dass die Schwangerschaft nicht nur so schlimm wie erwartet, sondern noch viel schlimmer ist.

    Ich leide furchtbar unter Depressionen und obwohl ich durchgängig Sport treibe (mittlerweile fast nur noch schwimmen) fühle ich mich körperlich schrecklich unausgelastet. Die dauernde Müdigkeit macht mich wahnsinnig und ich verachte mich dafür, wie sehr meine Leistungsfähigkeit auf der Arbeit nachgelassen hat. Dann gab es parallel auch noch zwei Todesfälle in der engsten Familie und ich schaffe es momentan wirklich nur durch reine Willenskraft nicht alles hinzuschmeissen und mich irgendwo zu vergraben. Leider kam auch oft schon der Gedanke “das war ein Fehler.” Die Bewegungen in meinem Leib sind für mich nach wie vor befremdlich, ich habe keinerlei Beziehung zu dem Kind und kann es auch nicht beim Namen nennen, auch wenn wir längst einen haben. Der vormals so grandiose Sex mit meinem Mann ist nun quasi nicht-existent. Ich fühle mich fett, unförmig und minderwertig, so wie seit den dunkelsten Teenie-Jahren nicht mehr.

    Man soll mich bitte nicht falsch verstehen: Ich freue mich sehr auf den Nachwuchs, ich freue mich das kleine Wesen endlich kennen und lieben zu lernen, nur jetzt ist es für mich nur ein abstraktes Konstrukt, welches erst eine konkrete Form bekommen muss. Ich kann es nicht erwarten das Ganze endlich hinter mich zu bringen. Dabei habe ich vor der Geburt selbst überhaupt gar keine Angst. Hauptsache diese schreckliche Zeit findet endlich ein Ende und ich habe meinen Körper wieder!

    Ich hoffe, ihr haltet mich jetzt nicht alle für ganz furchtbar…aber so empfinde ich nun mal.

    Antworten
    • Tani
      Tani sagt:

      Hallo Kerstin,

      ich halte dich für ganz furchtbar…. und zwar furchtbar mutig! Deine geheimen Gedanken zu deiner Schwangerschaft hier öffentlich zu machen. Wahnsinn… zu sagen, wie schlimm die Schwangerschaft für einen ist… wer gibt das schon so offen und schonungslos zu…. es befreit mich von der Erwartung und den Druck an mich selbst, eine Schwangerschaft als rosaroter Wolkengang zu empfinden.

      Danke für deine Ehrlichkeit. Ich wünsche dir viel Kraft für die letzten Wochen und eine schöne Babyzeit.

      Liebe Grüße Tani

      Antworten
    • Karen
      Karen sagt:

      Hallo Kerstin ;-)
      Ich finde es auch überhaupt nicht schlimm… und verachte nichts von Dem was Du schreibst.
      Ich habe auf Grund meiner Gedanken auch schon öfter über dieses “Schwanger-Sein” mit anderen Frauen geredet… und fast alle sagen, das es eben nicht super toll ist… vorallem die erste Zeit.

      Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, schmerzende Beine…usw…
      Auch ich achte viel zu sehr auf meinen Körper…aber aus anderen Gründen als bei Dir ;-)

      Aber… lass Dir gesagt sein… das Du echt mutig bist.
      Es heißt ja immer: Frau kriegt irgentwann ein Kind, das muss so…und will die Gesellschaft, Familie etc so!

      Kein Mann dieser Welt (oder Frau) kann ich dich hineinfühlen…es sind deine Gefühle/Gedanken/Sorgen und für Dich ist es ein Herausforderung, die Du angenommen hast.

      ich bewundere Dich dafür…denn soweit bin ich noch nicht!

      Außerdem lass Dir einfach Zeit… und wenn Du dieses Mama Gefühl noch nicht aufgebaut hast, dann versuch es doch über diesen “Frotzel-weg” … ;-)
      Mach Dich über Dich lustig… motz lustig/bescheuert rum… mit Dir selbst.
      Mag sich komisch anhören… aber bei mir geht sowas XD

      Ich beneide Dich grad… ich suche noch den passenden Zeitpunkt obwohl ich weiß, das der Niemals kommen wird :(
      ich muss irgentwann sagen Jetzt oder nie!

      LG*
      Karen

      Antworten
    • Frollein M
      Frollein M sagt:

      Hallo Kerstin,

      ich finde es auch vollkommen normal, dass du die Schwangeschaft nicht sooo toll findest, dass du jetzt direkt ein Kind nach dem nächsten bekommen möchtest ;-) Ich kenne ehrlich gesagt wenige Frauen, die die Schwangerschaft so richtig toll fanden, ich selber muß jetzt auch grad nciht nochmal schwanger werden, sondern warte bis zum Zweiten noch ein bisschen. Ich war übrigens vor zwei Jahren gleich weit wie du jetzt, wir haben ein Valentinsbaby bekommen.

      Was mir sehr geholfen hat, eine gute Beziehung zu meinem veränderten Körper aufzubauen, war Yoga. Das wurde in meiner Hebammenpraxis speziell für Schwangere angeboten und ich konnte es bis zur Geburt machen. Ich fand es auch für die Geburtsvorbereitung hilfreich, und es ist gerade in der späten Schwangerschaft eine gute Art, noch ein bisschen Sport zu treiben, die Muskulatur verträglich zu beanspruchen und beweglich zu bleiben. Ich habe mich dadurch auch innerlich ausgeglichener gefühlt (hatte auch mit Depressionen zu kämpfen, die Tiefs sind seit der Schwangerschaft aber nciht mehr so schlimm). Yoga ist jetzt zwar nicht zum Austoben, aber als Ergänzung ganz gut, bei meiner Yogalehrerin kam man auch durchaus mal ins Schwitzen und hat gemerkt, dass man was getan hat, und ich bin nicht ganz unsportlich.
      Das Kind in meinem Bauch war für mich bis zum Ende auch immer etwas abstrakt, es war mir so nah und trotzdem so unbekannt, wir wussten auch nicht ob Junge oder Mädchen, daher hatte es keinen Namen.

      Jetzt hast du schon eine ganze Strecke der Schwangerschaft hinter dir, die letzten Monate wirst du auch noch schaffen Vielleicht tut dir die Mutterschutzzeit ganz gut, da kannst du dich ganz auf die selbst konzentrieren. Bisschen Wellness, Bücher lesen, schlafen, wann man will (wenn man denn kann), ins Kino und schön Essen gehen und sich mal so richtig betüddeln lassen ;-) muss man ja auch mal ausnutzen, so als Schwangere. Es hört sich vielleicht blöd an, aber versuche, nicht so hart mit dir ins Gericht zu gehen. Dass man so eingeschränkt und schlapp ist, ist natürlich ätzend, aber du hast schließlich einen guten Grund und es ist nur eine vorübergehende Phase. Wenn man die Situation schon nicht ändern kann, muss man das Beste draus machen.

      Ich wünsche dir eine bessere Rest-Schwangerschaft und eine tolle Babyzeit. Liebe Grüße

      Antworten
  114. Anne
    Anne sagt:

    Hallo Ihr lieben,

    ich möchte einfach nur Danke sagen und ich habe gedacht irgendwas stimmt nicht mit mir, aber es geht anscheinend vielen Frauen so wie auch mir. Danke das Ihr eure gedanken und gefühle hier mit uns teilt.

    LG, Anne

    Antworten
  115. Tinchen
    Tinchen sagt:

    Ihr Lieben!

    Nachdem ich seit einigen Monaten gerade alle (für mich seit damals) neuen Kommentare gelesen habe, fällt mir eigentlich nur auf, dass fast alle hier ganz ähnliche Ängste haben, eben nur in unterschiedlichen Ausprägungen und verschiedentlich damit umgehen….
    Ich habe mittlerweile die 30 SSW erreicht. Ich kann noch immer nicht sagen, dass ich eine Schwangerschaft unglaublich toll und spannend finde und verklärt Babybücher lese. Allerdings habe ich auch festgestellt, dass weder ich mich noch mein Leben sich dramatisch verändert hätten. Natürlich gibt es körperliche Einschränkungen (Übelkeit war zum Glück weitestgehend im vierten Monat überstanden, dafür Sodbrennen, eine gewisse Tolpatschigkeit, leichte Wassereinlagrungen an den Unterschenkeln, Müdigkeit), aber letztlich vergeht die Zeit so schnell und die letzten Wochen werden noch schneller vergehen, so dass es mir unnötig erscheint, mir davon die Laune verderben zu lassen. Die ersten Kindsbewegungen habe ich ganz leicht ab der 15 Woche bemerkt und mittlerweile ist das Kind so groß, dass es schon mal unbequem liegt. Ich muss manchmal schon schmunzeln, wenn sich der kleine Kerl unvermittelt bewegt. Ich gehöre noch immer nicht zu den Frauen, für die diese Bewegungen das Allergrößte sind, freue mich wenn das Kind da sein wird und kann mir auch nicht vorstellen, dass ich ihn mir in den Bauch zurücksehne, aber in einigen Situationen hat es schon eine gewisse Komik, als würde der kleine Wurm bemerken, dass ich mich gerade frage ob es ihm wohl gut geht weil er so lange nicht zu spüren war oder er scheinbar auf seinen Papa reagiert, der nur am Wochenende nach Hause kommt und gerade den nackten Bauch betrachtet und seinen Sohn begrüßt. Das alles ist einfach sehr normal geworden und ich im Übrigen unglaublich geduldig, gelassen und ausgeglichen. Auf den Geburtsvorgang an sich freue ich mich nicht gerade, aber alle Angst oder Befürchtungen zum jetzigen Zeitpunkt sind sinnlos. Ich lasse das einfach auf mich zukommen, ich kann es ohnehin nicht ändern. Und “raus” kommen sie alle irgendwie…
    Was ich damit sagen möchte: allen von Euch, die sich aufgrund Ihrer Ängste viele Gedanken machen oder dem eigentlichen Wunsch nicht nachgeben können, möchte ich Mut machen, dass sich Vieles nur im eigenen Kopf abspielt und eine Schwangerschaft kein Schreckgespenst bleiben muss. Ängste sind normal, individuell verschieden aber immer in Ordnung!

    Antworten
    • Karen
      Karen sagt:

      Hallo Tinchen ;)

      Schön das es Dir (Euch) gut geht ;)
      ich bin immer wieder extrem Neugierig, wenn Ich von Jemandem lese der aktuell schwanger ist und nicht zu den jubelnden Standard Müttern gehört.
      Das ist nicht negativ gemeint und ich hoffe Du empfindest das auch nicht so!

      Ich habe gerade meine Tage und könnte die Pille danach weg lassen…. AAABBER…. ;)
      Ich trau mich nicht. Mich haben die frühen Anzeichen echt fertig gemacht. Wobei ich mitlerweile weiß woher Sie kommen und was Sie bedeuten.
      Am Anfang dachte ich…das ich ein Monster bin, weil ich nur weine anstatt mich zu freuen.
      (Ich hatte eine FG und einmal tja… habe ich mich dagegen endschieden)
      Im nachinein betrachtet immer noch die richtige Endscheidung…aber ich hatte auch zu wenig Wissen (und das mit 35) :(

      Ich warte auf den Tag wo ich sag: OK… kann los gehen XD glaube aber das der nicht kommt, weil ich so viele ängstliche Gedanken hab.
      Ich geh mir manchmal echt selbst auf den Geist ;)

      Habe so einen tollen Partner der alles durchsteht und mich unterstützt, genau wie die Familie… die einzige die damit hadert bin ich.
      Naja…
      Mal schaun ;)

      Ich wünsch Dir alles Gute und dem kleinen Untermieter natürlich auch ;)
      LG*
      Karen

      Antworten
      • Tinchen
        Tinchen sagt:

        Hey Karen!
        Danke für Deine liebe Nachricht!!
        Ich habe alle Deine vorherigen Einträge und Deine Geschichte gelesen:-) Ich finde es toll, wie Du Dich mit Deinen Ängsten auseinandersetzt, ehrlich, humorvoll und analytisch! Aller Stress und Druck, den man sich selbst diesbezüglich macht, wirft nur zurück. Vielleicht verschwindet die Angst genau dann, wenn Du für Dich entschieden hast, dass Du ein Leben ohne Kind gut leben kannst? So ging es mir…
        Teile Deiner Geschichte kommen mir sehr bekannt vor:-) Mein Partner wollte gerne Vater werden. Ich war darauf gar nicht so versessen, konnte mir das mit ihm aber irgendwann vorstellen und habe einfach los- und mich darauf eingelassen. Ich hatte auch beim ersten Mal eine Fehlgeburt. Die war so komplikationsreich, dass ich meinem Mann damals sagte, dass ich nie wieder schwanger werden möchte, weil ich so etwas nicht noch einmal durchmachen wollte (einerseits die körperlichen Folgen, am Schlimmsten sich medizinisch ausgeliefert fühlen und andererseits die Tatsache, dass man uns dieses Lebewesen, auf das ich mich eingelassen und irgendwie auch schon lieb gewonnen hatte, wieder genommen hat). Schließlich siegte das Vertrauen und die Einsicht, dass dies ein ganz natürlicher Vorgang gewesen war. Wir haben einen tollen Gynäkologen und uns frühzeitig über einen Bluttest (Praenatest) bzgl. verschiedener Gendefekte abgesichert und nach einem positiven Ergebnis konnte ich mich völlig fallen lassen. Die ersten Wochen waren richtig zum ko…., aber rückblickend auch schnell wieder vorbei. Der Gedanke, dass es nun kein zurück mehr gibt, ob ich das wirklich möchte, kam immer mal wieder. Die Freude und auch die Neugierde überwiegten im Laufe der Zeit.
        Ich drücke ganz fest die Daumen, dass Du mit diesem Thema Deinen Frieden findest, wie auch immer das dann aussehen mag (wir hatten zB erstmal einen Welpen in die Familie geholt;-)). Es gibt kein Muss;-)

        Antworten
        • Karen
          Karen sagt:

          Huhu :)

          Ich kann mir ein Leben ohne Kind genauso wenig vorstellen wie mit. Das ist ja das Blöde… ich kann nicht mit reden…und nicht nach empfinden wie es ist eines zu haben.
          Und ich weiß nicht wie es sein wird… also bisher war es gut aber… naja…
          Mein Freund, Mann, Partner ist der erste mit dem ich mir das vorstellen kann. Ich meine was ist schöner und verbindener als ein Kind?!

          Trozdem habe ich Angst vor dem was dann kommt. Kein Stoppknopf, kein “ach…heute mal nicht” weißt Du?
          Ich kann mir diesen Bauch allein schon nicht vorstellen XD ICH?!
          Das fühlt sich so absurd an wie Yogi Köw beim Kunstturnen ;)

          Und dann gibts die andere Seite, die nicht glauben kann das ICH das nicht hinbekomme?!
          Die ja jetzt weiß… also zumindest mal bis zur 12W was da so alles kommt. (das war nicht schön)
          Und diese 9 Monate sind eben nur 9 Monate…alles andere macht man ja zusammen und mit der Familie.

          ARGH* XDXD das ist echt ne Zwickmühle… aber zumindest merke ich das meine anfängliche Wut nicht mehr da ist.

          Ich beneide Dich… ;) fast jede Frau… die das erlebt/erleben will.

          Ganz liebe Grüße :) :) :)

          Antworten
  116. Kira
    Kira sagt:

    Hallo Karen,
    Ich”hatte hier schon mal einen Beitrag verfasst, weiter oben, in deinem Beitrag finde ich mich wieder.
    Ich hatte eine fürchterlich Kindheit, eine alkoholkranke Mutter und prügelnden Lebensgefährten dazu, traumatsiche Erlebnisse, in der ich als Kind um das Leben meiner Mutter bangte und um mein eig. …Liebe Fürsorge Geborgenheit Wärme sowas kenne ich nicht….das Resultat daraus ist das ich mich durch antrainiertes negeativs Denken “schütze” alles was auf mich zukommt wird negativ zu Ende gegrübelt….einen richtigen Partner hatte ich nie gefunden, immer nur der Liebe und der Geborgenheit hinterher gelaufen – enttäuscht verletzt und am Boden liegend meisterte ich mein Leben allein mit dem Lebensgefühl alleine was mich oft in schmerzhafte Tage riss …der einzige Halt war meine Arbeitsstelle als kaufmännische Angestellte, dort bin ich seit 17 Jahren tätig, mein Anker um alles andere zu meistern….ich habe Freunde, Hobbies, keine Dorgen, kein Alkohol, ich habe Geld gespart – aber ein Partner – nichts…
    Im April wurde ich mit 38 schwanger von einem Mann den ich nicht liebte der Sex gefiel mir nicht und ich war nicht offen, nicht bereit für eine Beziehumg geschweige denn stabil nach einer wieder mal verletztenden Trennung ….ich konnte mich aus Angst, Scham Schuld, Panik, nicht auf diese Schwangershaft einlassen – ich hatte Angst vor der Verantwortung ( ich denke das liegt in meiner Kindheit begraben, denn da war meine Verantwortung nicht gut genug ) die Verknüpfung ich liebe den Mann nicht erregte den großen Zweifel ich kann das Kind nicht lieben auch hier sicher wurden alte Rezeptoren angestoßen, wann in meinem Leben wurde ich lieb gehabt? Der Druck war für mich unerträglich und die Zweifel ließen mich dazu bewegen den Notausgang zu wählen, hatte Angst vor der Veränderung, Angst vor der Auseinandersetzung mit diesem Mann….der Abbruch hat ein tiefes Loch in mir aufgemacht, alles in mir ist mit Angst besetzt …. kein Vertrauen in mich…mir läuft die Zeit davon und die Angst “was wenn ich wieder so fühle” macht mir Angst und Druck und kein Parnter in Sicht…auch ich kann mir ein Leben weder mit Kind noch ohne vorstellen…beim Anblick eines Babys frage ich mich “warum ich ? ” Ich bin jetzt in Therapie um mir meine Ängste anzuschauen….bei mir ist ein STück weit das Urvertrauen gestört, das Vertrauen in mich und meinen Körper, das Vertrauen in meine Muttergefühle, das Vertrauen in mein Leben….das gilt es jetzt aufzuholen was auch wieder Druck macht….ich bete viel zu unserem Herrn, in der Hoffnung das er mich hört…meine Angst will von mir Vertrauen, Vertrauen in das Geschehen lassen, auf sich zu kommen lassen….aber erst brauch ich mal einen Partner und ob der noch kommt? Der Gedanken mit dieser Erfahrung aufzuhören läßt in mir alle Hoffnung sterben….Liebe Grüße Kira

    Antworten
    • Tani
      Tani sagt:

      Liebe Kira,

      ich wünsche dir viel Kraft auf deinem langen Weg.

      Es gibt Selbsthilfe-Gruppen für Angehörige von Alkoholikern von Al-Anon. Dort kann man Liebe und Geborgenheit und Selbstvertrauen finden. Wenn du soweit bist und vielleicht auch auf der Suche zur Selbsthilfe, dann wirst du in diesen Gruppen Menschen finden, die dich verstehen können. Menshcen ohne therapeutische Ausbildung, die aber auch eine Kindheit oder Partnerschaft mit einem Alkoholiker verbracht haben. Das kann sehr heilsam sein. Es gibt da auch spezielle Gruppen für Erwachsene Kinder. Wenn du magst schau mal bei http://www.al-anon.de. Ich hatte den Tipp damals von meiner Therapeutin bekommen und bin unendlich dankbar dafür.

      Alles alles gute, du bist es dir Wert!

      LG Tina

      Antworten
    • Karen
      Karen sagt:

      Hallo Kira,

      Wow… das sind sehr viele krasse Dinge die Du schreibst.
      Das tut mir Leid… :/
      Aber ich kann Dich verstehen…. egal Wieso und Woher es kommt, wenn man nicht gelernt hat sich Selber zu “lieben” und Sich selber immer anzweifelt… steht man sich Selbst oft im Weg.
      Egal um welche Endscheidungen es dabei geht.
      Man vertraut Sich selber nicht, wie soll man glauben das der Partner es tut?

      Also zumindest bin ich davon überzeugt, das meiner es tut. Ich denke Du weißt was ich meine,
      Ich hab nie gelernt mich gut zu finden… also rein optisch gesehen. Ich bin IMMER unsicher. Aufgrund dessen das ich jahrelang krasse Neurodermitis hatte und mich immer rechtfertigen musste.
      Nun so langsam komm ich mit mir ins Reine… und soll überspitzt gesagt “fett” werden???
      Maulig, kotzig, dicker… alles was mich wieder angreifbar macht.
      Selbst wenn eine schwangere das ja sein darf.. weil es so ist… mag ich vielen Menschen gar nicht davon erzählen. WEil man dann mehr beobachtet wird. Ich mag es nicht.. wenn man mich genau anschaut!
      Zb… würde ich nie ein Kleid oder Rock tragen… (außer weit weg im Urlaub) ich meine damit angreifbar zu sein.

      … puh… ich dachte ich hätte das ein wenig hinter mich gebracht, aber das genau sind meine Gedanken.

      Ich bin immer noch hin und her gerissen…. manchmal glaube ich ich hätte einfach lieber 2 Katzen (ich liebe Katzen)

      Aber andererseits kann ich ja nicht beurteilen ob ich das Schwanger sein kacke finde und die Zeit danach, weil ich es noch nicht erlebt hab.

      Wie kann ich etwas beurteilen und kaputt denken, was ich nicht kenne?

      Liebe Grüße

      Karen

      Antworten
  117. Kira
    Kira sagt:

    noch was: ich arbeite seitdem an mir….ich finde und erkenne langsam meinen eig. Wert, und das dieser schon immer war und immer sein wird, und er von nichts und niemanden abhängig ist….liebe Schwangeren Frauen die Angst haben, legt euer Hand auf Euer Herz und sagt Euch, ich bin liicht, ich bin liebe, gottes Kraft durchströmt mich, meine Kraft gewinnt, und diese Kraft die mich durchströmt ist stärker als alle Erscheinungsformen im außen.

    Liebe Frauen die einen Partner haben und ein Kind wollen, auf you tube gibt es geführte Meditaionen die eine Frau mit positiven Affirmationen bestärken!

    Ich selbst neige durch meine Vergangenheit auch zu Depressionen, Minderwertigkeit, Scham, Schuld, Wut, Angst….ich gehe zu einer psychosomatischen Kur um alles aufzuarbeiten….in der Hoffnung die letzten Jahre stabil zu werden – ob mein Wunschkind dann kommt oder nicht das weiß Gott….

    Liebe Frauen, die schwanger sind und Depressionen haben, geht in eine Klinik, dort könnt ihr Euer Baby austragen und ihr seid geschützt und getragen – ihr bekommt dort die Hlfe die ihr braucht….schämt euch nicht! Lasst euch helfen, ihr habt die Chance, ob ich sie nochmal bekomme steht in den Sternen! Wünsche Euch viel Kraft und Glück!

    Antworten
    • Mom
      Mom sagt:

      Liebe Kira,

      ich wünsch Dir von Herzen alles Gute auf Deinem Weg und dass sich die Dinge so weisen, wie sie gut für Dich sind!
      Alles, alles Gute Dir!

      Antworten
  118. Liliana
    Liliana sagt:

    Auch wenn der Eintrag schon einige Zeit her ist, möchte ich gerne darauf antworten.
    Man kann niemandem etwas aufzwingen. Ich finde es sogar ganz gut, wenn sie sich solche Gedanken macht und es irritierend, eklig oder merkwürdig findet. Das zeigt, dass sie sich doch gut mit ihrem Körper auseinandersetzt, versucht, sich hin eine andere Lage hineinzuversetzen, die sie nicht kennt. Ich finde das sehr gut, denn sie urteilt nicht einfach, sondern macht sich darüber viele Gedanken. :-)
    Ich werde bald 27, bin kinderlos und habe mir auch oft Gedanken gemacht, ob ich welche bekommen sollte oder nicht, wie sich das anfühlt, dann die Angst davor (Schmerzen, Probleme während der Geburt, etc.).

    Ich denke, wenn der richtige Partner da ist, sieht das Ganze vielleicht ein wenig anders aus. Entweder entscheidet man sich für ein Kind oder man lebt gemeinsam ohne Kinder. Beides ist richtig. Da gibt es kein falsch.

    Das Wichtigste ist, finde ich, dass man sich nicht in ein gesellschaftliches Korsett zwängt, das zu einem nicht passt. Egal, was die Gesellschaft denkt oder nicht, wichtig ist, was man selbst dabei empfindet.

    Es ist EGAL, ob man schwanger wird oder nicht, solange man sich für das eine oder andere entscheidet.
    Es ist EGAL, ob man mit 18, 23, 30 oder 38 Jahren schwanger wird. Wichtig ist, dass es sich richtig anfühlt und man den richtigen Partner hat. Ich selbst bin ein Scheidungskind und das war, auf gut Deutsch gesagt, scheiße. Es hat meine Kindheit enorm belastet mit Rosenkrieg, etc.
    Ich werde lieber mit 35 schwanger mit dem Richtigen, statt jetzt mit irgendwem, wo es vom Gefühl her einfach nicht so passen will. Das ist aber nur meine Ansicht, wegen der eigenen Erfahrung als Scheidungskind.

    Und zu anderen Erlebnisse, die ich hier kurz überflogen habe:
    KEINE Frau, kein Mensch Allgemein sollte ich je minderwertig fühlen! Es gibt so viele Menschen, die sowas ausnutzen und andere fertig oder nieder machen, damit sie sich ein bisschen “stärker” fühlen … Wir leben alle vermutlich nur ein einziges Mal. Und wir leben für UNS und nicht für andere. Wem das nicht passt, soll es genießen. ;-)
    Lebt für euch, weil ihr glücklich seid so wie ihr lebt und nicht, wie es irgendjemand von euch erwartet. Die, die nur mit dem Finger auf euch zeigen, haben so viele Probleme, dass sie sich davon ablenken müssen und gerne mit dem Finger auf andere zeigen.

    Lasst euch nicht von eurem Weg abbringen! Lernt, auf euer Gefühl und euer Herz zu hören und nicht von jemandem kaputt machen zu lassen, der neidisch ist, weil ihr euch selbst mehr vertraut als andere sich selbst.

    Alles Liebe und Gute! ♥
    Liliana

    Antworten
  119. Milalila
    Milalila sagt:

    Hallo zusammen,

    ich habe mir längst nicht alle Kommentare durchgelesen, möchte aber auch gern meine Gedanken und Gefühle mitteilen.

    Ich bin nämlich auch eine der 13%.
    Jetzt bin ich 25, seit 4 Jahren in einer glücklichen Beziehung und finde den Gedanken selbst einmal Kinder zu bekommen ganz, ganz fürchterlich.
    Mein Partner möchte auch keine Kinder, was bei ihm aber eher mit finanziellen Sorgen begründet ist. Prinzipiell könnte er es sich vorstellen, wenn eben die finanzielle Sicherheit da wäre. Wir haben beide anständige Jobs, dennoch würde es mit Kind mehr als knapp werden.
    Bei mir hingegen stehen die finanziellen Sorgen ganz weit hinten.

    Ich liebe Kinder, gerade Kleinkinder finde ich sooo toll. Habe in der Familie noch 4 Zwerge, die ich gerade aufwachsen sehe. Es ist schon wunderbar.
    Aber ein eigenes Kind!? Für mich ein völlig befremdlicher Gedanke. Ich finde es schon ein bisschen schade, dass ich das nicht empfinden kann: Familienwunsch, eine eigene Familie aufbauen usw. – aber so bin ich einfach nicht. Und ich lasse mich nicht in irgendeine Form zwingen, weil es sich so gehört.

    Aber wie kommt das?

    Für mich ist es einerseits der Gedanke daran, dass etwas in mir wächst. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ich das je als mein eigen Fleisch und Blut ansehen könnte. In meinen Gedanken ist es ein Fremdkörper. Wie ein Tumor. Der Gedanke macht mir selbst große Angst. Er vermittelt mir das Gefühl, niemals so etwas wie Mutterliebe empfinden zu können. Dass ich dem Kind mangels Liebe für es keine gute Mutter wäre.
    Andererseits habe ich Angst vor der körperlichen Veränderung, der Bauch wird riesig, Schwangerschaftsübelkeit, diverse andere Nebenwirkungen, von denen es mir wahrscheinlich elend gehen würde.
    Und dann ist da die Angst vor der Geburt, vor den Schmerzen und davor, dass man mich evtl. aufschneiden muss.
    Und dann habe ich Angst vor der Zukunft. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich in der Lage bin, die Verantwortung für ein Kind tragen zu können.
    Erst jetzt kommen die finanziellen Ängste.

    Niemand in meinem Umfeld kann das nachvollziehen. Jeder sagt, ich bekomme später mal Kinder, weil es einfach so zu mir passen würde und ich eine wunderbare Mitter wäre. Sie können nicht verstehen, was ich empfinde.
    Das macht mich sehr traurig und zum Teil auch würend.
    Was ist denn daran so schlimm, als Frau für sich die Entscheidung zu treffen, keine Kinder zu wollen? Bin ich ein schlechter Mensch, weil ich Angst habe?

    Ich habe mich mal mit jemandem unterhalten, der mich gar nicht erst fragte, ob ich Kinder bekomme, sondern wann. Da sagte ich ihm, dass ich der Meinung sei, niemals Kinder zu bekommen (aber sich das ja wider Erwarten doch noch ändern könne). Da fragte er mich ganz entsetzt, was ich denn bitte sonst mit meinem Leben anfangen wollen würde. – Bitte was!?

    Für mich steht das jedenfalls felsenfest. Ich bekomme niemals Kinder. Selbst mit dem wundervollsten, erfolgreichsten Mann der Welt mit dem ich die wunderbarste Beziehung, besser als in jedem Traum leben würde, nicht. Absolut undenkbar!

    Ich weiß nicht, wie ich in 5 oder 10 Jahren denke. Oder ob ich es im Alter bereue. Die letzten 25 Jahre hatte ich jedenfalls zu keiner Zeit das Bedürfnis nach einem eigenen kleinen Wurm. Ich erfreue mich daran, andere Kinder in meinem Umfeld aufwachsen zu sehen. Das reicht mir.

    Viele liebe Grüße an euch alle.
    Lasst euch nie entmutigen, ob nun mit oder ohne Kinderwunsch. Geht EUREN Weg, ich wünsche euch ganz viel Kraft und Erfolg dafür. :-)

    Eure Mila

    Antworten
    • Karen
      Karen sagt:

      Hallo Mila :)

      Es ist schon echt besch**** das die Gesellschaft der Frau diese Aufgabe überbügelt!
      Denn so wird es ja überall gemacht!
      Ganz wenige Menschen verstehen…die Angst vor dem Schwanger sein… und dem was danach kommt.
      Ich kenne auch viele Frauen… die werden…einfach… schwanger??!!!
      Das ist mir unbegreiflich!
      Die letzten Tage hat mich das wieder ziemlich aufgerieben.
      Als ich die Schwiegerelten fragte was Sie sich zu Weihnachten wünschen:
      “Dafür ist wohl nicht mehr genug Zeit..hm?” (bis 24.12)

      Toll… :(
      Ich will nicht dick werden, pickelig hormon-überschwemmt… und gleichzeitig die quietschend glückliche Mama vor täuschen?!
      Und dann?… die Geburt… da mag ich gar nicht dran denken…
      Aber genau DAS was wir hier so schreiben… wem kann man das sagen?!

      Wer versteht sowas oder nimmt das ernst?!

      Andererseits denke ich das muss doch ähnlich wie beim Führerschein sein XD
      Man dachte vorher… NIEMALS… das schaffe ich nicht (also ich^^) und nun? alles easy… man lernt es ja.
      Und wie kann ich eine Schwangerschaft beurteilen wenn ich nie weiter als 12W kam…?! Gar nicht!
      Gut… diese Wochen waren für mich schrecklich…. aber es muss doch auch anders gehen oder?

      …. *seuvz* wenn ich pech habe…bin ich 40 und grübel immer noch… was, wie, wann usw… und dann wars das!

      Ich glaube Mila… das Du noch genug Zeit hast…. egal für welchen Weg Du dich entscheidest… du muss tun was gut für dich ist! :)

      Und das in allen Bereichen :)
      Ich wünsche Dir alles Gute …
      Liebe Grüße

      Karen

      Antworten
  120. Mira
    Mira sagt:

    Ich will in nächster Zeit Kinder. Aber ich habe ganz schön Angst vor dem Schwangersein – und dem Kinder haben.

    Alle Mütter in meinem Umfeld sind glücklich, gehen in ihrer neuen Rolle auf, finden ihre Kinder toll und arbeiten mit ihrem Mann gut zusammen. Wenn ich all ihre Kinder sehe, tue ich verzückt, sage “wie süß” und bücke mich zu den Kindern runter. Teilweise (die Mädels) finde ich sie auch echt ganz süß, teilweise aber auch nur hässlich und doof. Ich denke mir jedes Mal: Bin ich froh, dass ich noch durchschlafen kann und nicht den ganzen Tag mit diesem Kind spielen muss.
    Was ist nun, wenn ich zu meinem eigenen Kind genauso keine Beziehung aufbauen kann? Wenn es für mich ein kleiner Alien bleibt, der von mir plötzlich verlangt “Mutter” zu sein, ohne dass ich eine bin? Was ist, wenn bei mir dieser “Hormoncocktail” für Mutterliebe nicht wirkt, der bei den anderen anzuschlagen scheint?

    Ich genieße die Aufmerksamkeit meines Mannes sehr. Nur er und ich sind auf der Welt. Was, wenn ich auf das Baby furchtbar eifersüchtig bin, da mein Mann nun ihm die Aufmerksamkeit schenkt? Was, wenn unsere Beziehung plötzlich von lauter Forderungen geprägt ist: “Du kannst das jetzt doch nicht so machen, das Kind schreit. Kümmer dich! Das ist deine Aufgabe als Mutter.” Und ich fühl mich einfach nur elend und will mein altes Leben zurück?

    Wenn ein Kind nicht beide, sondern nur ihn glücklich macht?
    Daneben hab ich vor der Veränderung meines Körpers angst, davor, dass ich die Geburt als erniedrigend empfinde, weil ich mich so aufführ, davor, dass ich mich danach nicht mehr im Spiegel anschauen kann, vor dem Stillen, was für mich eine absolut seltsame Vorstellung ist…

    Geht es jemandem ähnlich? Hat jemand Ratschläge, Tipps?
    Leider habe ich keine Freundinnen in ähnlichen Situationen und mein Mann bemüht sich zwar, kann das aber nur bedingt nachvollziehen.

    Antworten
  121. lafrancophile
    lafrancophile sagt:

    Mir ging es ähnlich :)

    Und um es kurz zu machen: Unsere Tochter ist vor kurzem ein Jahr alt geworden.

    Meine Ängste vorher waren ähnlich. Angst, dass mein Mann sich nur noch für das Kind und nicht (mehr) für mich interessiert, dass ich das Kind doof finden könnte und niemals eine Mutter sein werde.

    Nach vielen langen Gesprächen wagte ich den Sprung, und mein Mann hat mich nicht angelogen, als er mir sagte, dass ich an erster Stelle für ihn bleiben werde. Er liebt seine Tochter sehr, aber darüber hat er mich nicht vergessen oder so.
    Die ersten neun Monate Lebenszeit unserer Tochter habe ich mit einem schlechten Gewissen verbracht, weil alle anderen Mütter in meinem Umfeld in ihrem Muttersein aufgegangen sind und sich nichts Schöneres vorstellen konnten. Ich schon. Zumal unsere Tochter sehr anstrengend war, fast nur geschrien hat, unglaublich schlecht geschlafen hat und mich das alles fertig machte. Inzwischen hat sich die Situation beruhigt und ich finde schon, dass sie das süßeste Kind auf Erden ist ;)

    Zu dem Thema der Geburt etc. kann ich nicht viel sagen: Ich habe mich vorher bereits als recht häßlich empfunden und daher keine Angst vor möglichen Veränderungen gehabt. Mag blöd klingen, war aber tatsächlich so. Eine Geburt hatte ich in dem Sinne nicht, als dass bei mir zwei Monate früher ein Notkaiserschnitt nötig wurde, an den ich mich nicht erinnern kann.

    Was das Leben mit Kind angeht: Sicherlich hängt es auch vom Kind ab, aber niemand kann dich zwingen, dass sich dein Leben nur noch und ausschließlich ums Kind dreht. Unsere geht seit einigen Wochen zu einer Tagesmutter und ich muss ehrlich sagen, dass das zur Entspannung der Gesamtsituation beigetragen hat. Es tut mir gut, sie nicht 24/7 um mich zu haben, sondern auch eigenen Interessen bzw. einer Arbeit nachzugehen. Die Meinungen darüber gehen zwar auseinander, aber für uns war und ist das der richtige Weg.

    Das Schwierige an dieser ganzen Geschichte ist, dass man vorher nicht weiß, was kommt und man es sich auch überhaupt nicht vorstellen kann. Zwar hatte ich Vorstellungen, aber jetzt ist doch alles irgendwie anders.

    Liebe Grüße
    lafrancophile

    Antworten
  122. Karen
    Karen sagt:

    Hallöchen,

    ich schreib mal wieder :)

    Meine Pille neigt sich dem Ende… und habe mir keine Neue geholt.
    Ich fange gerade an mit einer Darmreinigung (Amazonas) um dieser Pickelhaut entgegen zu wirken. Und mal abgesehen davon kann es allgemein nicht schaden (für mich zumimdest) da es rein Pflanzlich ist.

    Ich mache grad mehr Sport… fühlt sich so an als wolle ich mich auf etwas vorbereiten.
    Meine Wut aus den anfänglichen Post´s hier ist verflogen… wobei ich nicht angstfrei bin.

    Vor Weihnachten und auch danach haben die Schwiegereltern wieder so unpassende Sprüche gesagt.. die mich sehr unter Druck setzten. Zusätzlich hat mein Freund aufgehört zu Rauchen…. einfach so… ich bin mega stolz auf ihn.
    Ich habe es aber nicht geschafft… auch das hat mich unter Druck gesetzt.

    Naja… jedenfalls…. lasse ich die Pille jetzt wieder weg… werde es aber nicht geziehlt drauf anlegen…
    Ich denke immer… schwanger sein paßt doch gar nicht zu mir?! und dann wieder: und wenn doch?

    Man… man müsste manchmal den Kopf ausschalten können ;) Das nervt echt.
    Ich bin mir ziemlich Sicher, das vieles was mir Angst/Sorgen bereitet im Nachinein eher lächerlich sein wird.
    Schaun wir mal was passiert…

    LG*

    Antworten
  123. Tina
    Tina sagt:

    Hallo zusammen

    Ich melde mich auch mal wieder: Ich habe ja am 7. September 2015 erfahren, dass ich schwanger bin – und am Anfang hatte ich wirklich Angst davor, mein Kind irgendwann dann auch zu spüren und zu sehen, wie der Bauch wächst. Nun bin ich schon fast in der 24. Woche und freue mich täglich darüber, wenn sich meine Kleine im Bauch bemerkbar macht. Es ist ein ganz vertrautes Gefühl, was ich nicht erwartet hätte. Ich nehme an, dass sich mit dem wachsenden Bauch auch einfach die Mama-Gefühle entwickeln und man seine Ängste, die man vor der Schwangerschaft hatte, irgendwie ablegt. Es ist halt schwierig, sich das vorzustellen, wenn man noch nie schwanger war, das weiss ich jetzt.

    Angst vor der Geburt habe ich aber nach wie vor. Falls die sich nicht legt, wird es wohl ein Wunschkaiserschnitt, aber da kann ich drüber stehen ;-)

    Bis bald, liebe Grüsse aus der Schweiz!

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Wow toll! Das sind ja mal richtig gute Nachrichten, die sicher auch anderen Frauen hier Mut machen! Dir noch eine gute zweite Hälfte und alles Gute für die Geburt, wofür auch immer du dich entscheidest!
      LG
      Jana

      Antworten
  124. Bianca
    Bianca sagt:

    Hallo ich habe ja weiter oben schon mal meine Geschichte beschrieben und meine Tochter ist nun schon 1,5 Jahre. Ich hätte gerne noch ein zweites Kind, habe aber Angst die ganze Geschichte nochmals durchzumachen und die jetzige Stabilität zu gefährden. Damals hatte ich massive Depressionen und Angstzustände sowie starke Schlafstörungen in der Frühschwangerschaft. Gibt es jemanden der hier der ähnliches durchgemacht hat und ein 2. Kind bekommen hat? Was war hilfreich?
    LG Bianca

    Antworten
  125. Birgit
    Birgit sagt:

    Hallo,

    ich wollte früher immer Kinder, dachte ich sei kinderlieb und so. Das hat sich nach zwei Kindern mittlerweile ziemlich relativiert. Beide Kinder kamen per Kaiserschnitt auf die Welt, weil Kopf zu gross und mein Becken zu eng. Die Schwangerschaft und Geburt waren eine Zeit, die mir nicht in guter Erinnerung geblieben sind, die Körperveränderung etc.. Jetzt kann ich sagen, dass ich definitiv nicht mehr schwanger sein will. Die Kindererziehung der beiden Kinder raubt mir Kraft, Nerven und Lebensenergie. Ich bin oft von meinen Kindern genervt, besonders vom Kleinen der gerade in der Trotzphase ist. An ganz dunklen Tagen, bereue ich meine Kinderwünsche total und würde gerne die Zeit zurückdrehen und den Undo-Knopf drücken… An guten Tage finde ich es schön, Mutter geworden zu sein, die sind aber zur Zeit ziemlich selten. Dank der Trennung vom Kindsvater habe ich die Kinder nur jede zweite Woche und nach dieser “Kinderwoche” bin ich immer ziemlich erschöpft und froh, dass jetzt ihr Vater übernimmt. Ich freue mich bereits auf die Zeit, wenn meine Kinder eigene Wege gehen und weniger von mir haben wollen. So hatte ich mir alles nicht vorgestellt, aber da muss ich halt jetzt leider durch und das Beste aus der ganzen Situation machen.

    Antworten
  126. Karen
    Karen sagt:

    Hallöchen ;)
    Nach viel Überlegen und Reden, nehme ich seit Anfang Januar die Pille nicht mehr. Ich kann also nicht sagen, das mein Zyklus regelmäßig wäre. Stehe kurz vor der 3ten Mens.
    Meine App sagt noch 10 Tage bis zur nächsten Periode und bin heute am 25 Tag des Zyklus… bissl lang wie ich finde. ;)

    Richtig drauf angelegt haben Wir es nicht (ich nicht) mit dem “Herzeln”.
    Allerdings… hatte ich am Dienstag so richtig Bauchweh den ganzen Tag und extrem Ausfluss (keine auffällige Farbe) und bis heute teilweise immer noch.
    Mit ist nicht schlecht, keine schmerzenden Brüste…aber sehr aufgebläht. Kann aber auch an dem Flammkuchen von gestern liegen XD

    Tja… ich habe meine Beiträge hier nicht nochmal gelesen, weil ich glaub ich, wesentlich entspannter geworden bin. Ich habe viel über das Privileg des “Schwanger sein zu können” nach gedacht. Kenne mindestens 2 Frauen, wo das gar nicht oder nicht so einfach geht.
    Außerdem… weiß ich das eher Angst vor der ganzen Ungewißheit hab, was die körperlichen Veränderungen betrifft. Nicht davor ein baby zu haben… ein Baby wäre schon toll…
    Das ich das mal schreiben würde ;)

    Tja… ich denke… meine Körper/Hormone spacken rum, weil es sich wieder einpendeln will oder wird. XD TRozdem macht es mich grad etwas fuchsig ^^

    Liebe Grüße
    :)

    Antworten
  127. Onkosophin
    Onkosophin sagt:

    Hallo liebe Schwangerschaftsphobikerinnen!

    Ich kann Euch allen, die Ihr nicht absolut sicher seid, ob Ihr ein Kind wollt oder nicht und nicht absolut und 100%-ig und bedingungslos JA zu einer Schwangerschaft und einem Kind sagen könnt nur einen Rat geben: LASST ES!

    Die oft zitierten Glückshormone werden – wenn überhaupt – nur ganz kurz ausgeschüttet, aber kümmern muss man sich Tag und Nacht und viele Jahre lang um dieses kleine Wesen. Und ein Kind verlangt einem nun mal sehr viel ab. Schlafentzug, rund um die Uhr Aufmerksamkeit, es bleibt wenig bis gar keine Zeit mehr für einen selbst und die eigenen Interessen. Sport, Hobbys, Ausgehen, abends nett beim Italiener sitzen – geht recht lange nicht mehr oder nur unter erschwerten Bedingungen oder mit schlechtem Gewissen. Die Beziehung zum Partner wird während der Baby- und Kleinkind-Phase keinesfalls besser, sondern – ganz im Gegenteil – oft auf die Probe gestellt. Die Schwangerschaft hinterlässt dauerhaft sichtbare wie unsichtbare Spuren am Körper der Frau.

    Ich finde, es muss sich auch niemand bei irgendjemandem rechtfertigen, wenn er bzw. sie keine Kinder möchte. Ganz im Gegenteil, ich habe großen Respekt vor dieser Entscheidung, weil ich inzwischen auch weiß, was mit Frauen (und deren Kindern) passiert, wenn sie für die Mutterrolle nicht bereit sind. Leider erlebe ich in meinem Umfeld und auch bei Freunden immer wieder psychische und physische Gewalt gegen Kinder, oft auch aus einer Situation der Überforderung und Hilflosigkeit heraus. Und dabei haben sich die meisten Mütter diese Kinder oft lange gewünscht.

    Mit einem Kind stößt man immer wieder an seine eigenen Grenzen. Wie reagiert man, wenn der 2-jährige das Töpfchen mit Pipi einfach auf dem Boden im Bad ausleert – 5 Minuten bevor die Freundin zum Kaffee vorbeikommt? Und solche und ähnliche Dinge passieren nun mal ständig mit kleinen Kindern.

    Und dass die Mutter-Kind-Beziehung oft problematisch ist, wenn die Mutter bereits vor der Schwangerschaft psychische Probleme hat (Borderline-Persönlichkeitsstörung, Depressionen, Angststörungen etc.), kann sich bestimmt auch jeder vorstellen. Ein Kind, dass man bereits vor der Schwangerschaft als “Alien” und potentiellen “Störenfried” empfindet, wird einem auch nach der Geburt und in den folgenden Jahren nicht das große Mutterglück bescheren, ganz im Gegenteil.

    Also mein Rat an alle Zweiflerinnen: Werdet doch bitte nur schwanger, wenn Ihr
    1) zu diesem Kind unbedingt und unter allen Umständen JA sagen könnt und
    2) selbst psychisch gesund seid.

    Glaubt mir, man kann auch ohne Kinder glücklich sein und man kann auch mit Kindern sehr sehr unglücklich sein! Gebt doch mal das Stichwort “regretting motherhood” bei Google ein.

    Dies sind meine Gedanken zum Thema Schwangerschaftsphobie. Ich habe selbst drei kleine Kinder, die ich mir alle drei sehr gewünscht habe. Trotzdem fühle ich mich oft gestresst. Ich muss nachts bis zu acht mal aufstehen, tagsüber gibt es selten mal 5 Minuten, in denen ich mich entspannen kann. In den letzten 5 Jahren habe ich kein einziges Buch mehr gelesen. Hausarbeiten machen und nebenbei die Kinder betreuen empfinde ich als wahnsinnig stressig – es schreit eigentlich immer jemand nach der Mama.

    Euch allen wünsche ich viel Kraft bei Eurer Entscheidung!

    Viele Grüße!

    Antworten
  128. Ploom
    Ploom sagt:

    Hallo ihr Lieben,

    vor einigen Wochen habe ich diesen Blog entdeckt. Viele der Kommentare haben mich sehr berührt, viele hätten auch von mir sein können. Der ambivalent Kinderwunsch belastet mich sehr. Gerne würde ich mich mit jemandem austauschen. Persönlich (komme aus München) oder per Mail….

    Liebe Grüße

    Antworten
  129. Mari
    Mari sagt:

    Hallo,

    mir ging es immer ähnlich: Kinder wollte ich, aber die größte Hürde war die Angst vor der Schwangerschaft. Mein Tipp: Yoga! Sich mit dem eigenen Körper verbinden, mehr Vertrauen zum eigenen Körper gewinnen und ihn besser kennenlernen. Noch dazu lernt man im Yoga besser zu erkennen, was man selbst will. Mir hat es sehr geholfen.

    Antworten
    • Girl86
      Girl86 sagt:

      hallo, ich mache auch yoga, aber irgendwie gelingt es mir nicht, mich auf meinen Körper einzulassen, zu verbinden und ihm zu vertrauen. Kann man das lernen?

      Antworten
      • Lisa
        Lisa sagt:

        Liebe Girl86,

        sich mehr mit dem eigenen Körper verbinden und besser in sich hinein hören, ja, das kann man lernen :)
        Aber es braucht natürlich Zeit.
        Machst du schon länger Yoga, oder hast du gerade erst angefangen? Du kannst auch deine/n Yogalehrer/in auf gezielte Übungen ansprechen.
        Gerade in der Schwangerschaft ist eigentlich ein guter Zeitpunkt sich mehr mit seinem eigen Körper an zu freunden, denn er wird sich ständig verändern, ohne dass du “Schuld” bist. Er ändert sich ganz von allein und nicht weil du “zu viel gegessen”, “zu wenig Sport gemacht” hast, oder was man sich sonst noch so für Vorwürfe zu einer runderen Figur machen kann, ganz einfach weil ein kleiner Mensch in dir wächst.

        Was dir vielleicht auch helfen kann, dich mehr mit deinem Körper zu verbinden, wäre den Hauptteil der Vorsorge bei einer Hebamme zu machen, da hast du dann nicht jedes Mal einen Ultraschall und/oder später CTG, die dir Glauben machen nur dadurch sehen zu können, wie es deinem Bauchbewohner geht. Ohne diese Technikbrille wird es dir, denke ich, leichter fallen auf dein Empfinden und die Zeichen aus dem Bauch zu hören. Außerdem wird die Hebamme mehr Zeit für dich haben, um dir zu zu hören und deine Ängste zu besprechen und hoffentlich aus dem Weg zu räumen ;)
        Alles Gute Dir!

        PS: eine kleine Übung fällt mir noch ein: Geh mal in Park/Wald/Wiese… allein spazieren. Probiere drei verschiedene Geschwindigkeiten aus und gehe dann so weiter wie es sich für dich am besten anfühlt :)

        Antworten
        • Girl86
          Girl86 sagt:

          danke für deine tipps, ich werde das mit dem wald mal versuchen. ich mach yoga ca 1 jahr. es fällt mir aber trotzdem schwer, sich auf sich selbst und den körper zu konzentrieren. die gedanken schweifen immer ab, zbsp über den alltag oder was man in den nächdn tagen noch erleigen muss etc….

          Antworten
          • Lisa
            Lisa sagt:

            Sei da nicht zu streng mit dir :) wenn du es schaffst ein paar Augenblicke abzuschalten ist das doch auch schon was, mit der Zeit werden die Momente vielleicht noch länger oder du versuchst in der Zeit an deinen Bauchbewohner zu denken :)

  130. Girl86
    Girl86 sagt:

    Hallo….ich bin gestern auf diesen Beitrag aufmerksam geworden. Heute dachte ich, das ich auch mal meine Story beschreiben möchte. Erstmal freut es mich, das dieser Beitrag immer noch aktuell ist und kommentiert wird.
    Ich werde dieses Jahr 30, bin mit meinem Freund 8 Jahre zusamen und wir haben vor 2 Jahren ein Haus gebaut. Die Voraussetzungen stimmen also. Wir sind uns beide einig, das sir ein Kind oder Kinder möchten. Das ist aber auch oft einfach mal schnell gesagt. Jedenfalls hab ich im Okt 2015 die Pille abgesetzt. Bisher ist nichts passiert. Nun bin ich aber 3 Wochen überfällig. Der Test vor 2 Tagen war positiv (2 dunkle Striche). Ich habe es mkr schon fast denken können, war jedoch erstmal etwas geschockt. Mein Freund freut sich darüber. Ich muss sagen, das es mir noch etwas schwer fällt, mich darüber zu freuen. Wie gesagt, Kinder haben wollen ist schnell gesagt, aber wenn es dann doch ernst wird, ist man irgendwie überfordert.
    Ich bin generell ein Mensch, der auf Veränderungen nicht immer ganz so aufgeschlossen gegenüber steht. Sei es an der Arbeit oder im privaten. Ich brauch immer etwas Zeit, um mich an die Veränderung zu gewöhnen. Wenn das dann passiert ist, dann gehts auch. Lebe ein bisschen getreu nach dem Motto “täglich grüßt das Murmeltier”. So geht es mir auch jetzt, ich mach mir den ganzen Tag Gedanken über diese Veränderung. Und im moment fühle ich mich damit noch nicht 100%ig wohl. Ich kann es selber noch gar nicht glauben, das es jetzt scheinbar wirklich so ist. Ich habe vor so vielem Angst. Angst mich nicht über die Schwangerschaft freuen zu können, Angst davor, wenn sich der Körper verändert, Angst, das ich mich selber verändere, vielleicht auch Angst vorm erwachsen werden, Angst vor den Nebenwirkungen die ein Schwangerschaft mit sich bringt, Angst vor der Geburt den Schmerzen, Angst das Kind nicht lieben zu können, keine gute Mutter zu sein etc….
    Am meisten gruselt es mir davor, wenn sich plötzlich der Körper verändert, der Bauch größer wird und man seinen Körper teilen muss. Neulich dachte ich, das es mir dann vorkommt, als wenn dann ein Alien in einem wächst. Ich dachte dann, oh man, du vergleichst ein Kind mit einem Alien? Du hast sie nicht mehr alle. Aber hier scheinen ja viele diesen Gedanken zu haben. Ich glaube Schwangerschaftsphobie trifft gut auf mich zu. Mir ist es dann auch irgendwie unangenehm, den Kollegen und Familie zu sagen, das man schwanger ist. Wenn man dann so im Mittelpunkt steht, weil jeder fragt, was der Bauch macht. Irgendwie fühl ich mich damit nicht wohl. Ich bin eher ein schüchterner Mensch. Weg machen lassen würde ich es nicht, das würde ich sicher nicht übers Herz bringen. Aber zur Zeit habe ich immer so ein Panikgefühl. Hilfe, jetzt bin ich wirklich schwanger und es gibt kein zurück mehr. Ich hoffe das sich das noch ändern wird, das ich mich irgendwann darauf freuen kann, so wie mein Freund. Früher ear das immer alles noch so weit weg, aber jetzt ist es tatsächlich und damit fühle ich mich überfordert und nicht wohl. Kommt das Gefühl von Freude noch irgendwann? Kann ich das allws irgendwann akzeptieren?

    Antworten
    • Ploom
      Ploom sagt:

      Hallo Girl,
      wie geht es dir jetzt? Etwas besser? Oder dominiert noch die Angst? Was sagt dein Mann dazu?
      Wünsche dir viel Kraft!

      Antworten
      • Girl86
        Girl86 sagt:

        Hallo Ploom,

        momentan geht es mir ganz gut. es sind jetzt ein paar tage vergangen. die ersten tage habe ich nur an dieses thema gedacht und was jetzt alles auf mich zu kommt. jede frau mit kinderwagen habe ich beobachtet, um mir vorzustellen, das ich das bin. in den letzten tagen hatte ich etwas ablenkung und so konntenich nicht die ganze zeit daran denken. ab und an kommt aber doch immer mal ein gefühl der angst und des unwohlseins hoch. ich hoffe das ich mich irgendwann daran gewöhne und freude daran haben werde. den richtigen zeitpunkt, um zu sagen, jetzt bin ich bereit dafür, den wird es eh nie geben. vielleicht muss man wirklich ins kalte wasser geworfen werden. mein mann freut sich darüber und er kann nicht verstehen, warum ich anhst davor habe. er sei doch da und unterstütze mich. für ihn ist das aber sicher alles einfacher. sein körper verändert sich nicht und er muss auch nicht die geburt meistern. ich zweifel manchmal an mir selber, ob ich überhaupt als mutter etwas tauge. habe angst das nicht zu schaffen. ich hab ja noch einige monate vor mir. ich hoffe das ich mich mit jedem monat mehr darauf freuen kann. am anfang jst alles erstmal ein schock, weils neu ist und viele veränderungen mit sich bringt. aber irgendwann gewöhnt man sich auch an die veränderungen, hofge ich zumindest. wie war es bei dir ploom?

        Antworten
        • Karen
          Karen sagt:

          Hallo Girl86 :)
          Ich habe hier lange nichts mehr geschrieben aber vielleicht findest Du noch einen Beitrag von mir… das ist schon länger her.
          Weißt Du… ich hatte viel Wut über dieses ganzes Thema Schwanger sein oder nicht. Wie geht Familie und Bekanntschaft damit um. Welche Erwartungen werden mir vor die Nase gelegt und welche habe ich?!
          Ich hatte keine Vorstellung… lange Zeit nicht… weil es nie Thema war in meinem Leben und dann wurde ich “gewollt” Schwanger. 6W und dann war es wieder weg! Fehlgeburt. Das war soooo krass… ich konnte mich gar nicht darauf einlassen. So schnell wie es da war war es wieder weg :/
          Ich war dann nochmal schwanger, weil ich dachte “ich will es”. Aber ich wollte es üüüüüberhaupt nicht… das war eine unglaublich schlimme Zeit für mich. (keine Details :(

          Ich hatte den Glauben an mich verloren, keine Frau zu sein, keine Kraft/Mut dafür zu haben. Ich bin nicht liebenswert genug um einen kleinen Menschen in mir zu tragen.
          Ich bin eine von denen die lieber ohne Kind sind.
          (……..)
          Ich habe die Pille wieder genommen, hab geraucht… und so gelebt wie ich es wollte. Habe aber troz dessen viel über das Vergangene nachgedacht und habe mit meinem Partner (der das alles mit erlebt und mitgemacht hat) gesprochen.
          Ich habe für mich gemerkt… Ja… schwanger sein ist einfach krass für die ein oder andere Frau, die diesen wahnsinns Wunsch nicht spürt … was überhaupt nicht schlimm ist!!!!!!!!!!!!!
          Ich gehöre dazu… ich mag schwanger sein nicht… mir macht das Angst. Alles was da mit einem passiert.
          Ich habe viel Sport gemacht um mich fit und in Form zu halten.
          Übelkeit, Verstopfung, Hormone ohne Ende, Zukunftsangst… mit wem reden??? Vorallem in der ersten Zeit wo man noch nichts sagen sollte???
          Das war alles sooooo viel für mich… :(

          Seit der ersten Fehlgeburt sind nun fast 2 Jahre vergangen… und sooo mega jung (lt Papier) bin ich auch nicht Ü-35.

          Ich bin jetzt in der 13ten SSW habe 2 Ultraschalluntersuchungen hinter mich gebracht.
          Krasse Sache… ich sags dir :)
          Ich bin immer noch Unsicher und an manchen Tagen wütend, ängstlich und denke alles mögliche kaputt. Habe einen ziemlichen Blähbauch das nervt mich extrem :/
          Familie und enge Freunde wissen es. Alle freuen sich… mir fällts hier und da noch schwer.
          Aber beim letzten Ultraschall hat es sich bewegt…. woooow… XD ich wäre fast von diesem Stuhl gefallen XD (ätzender Stuhl, mag ich gar nicht)
          Aber es war aufregend.
          Und so habe ich mir vorgenommen, das mein Bauchmonster und ich einfach zusammen daran wachsen. Jeden Tag… ein bisschen mehr..
          Bald erfahren es auch die Kollegen, wenn ich Lust dazu hab… mal schaun ;)
          Ich werde kein Blatt vor den Mund nehmen und sagen wie ich das alles empfinde.
          Denn ich unterscheide da zwischen dem Wesen das in mir wächst und dem Umstand des schwanger-seins.
          (……)
          Auf Grund von akuter Neurodermitis über Jahre früher habe ich nie gelernt mich gut zu finden, schön, sexy oder sonst was. Mein Selbstbewußtsein könnte besser sein ;)
          Also sehe ich diese Sache als meine Aufgabe mit mir und meinem Körper ins Reine zu kommen.
          Wie es ist ein Baby/Kind zu haben kann ich erst beurteilen wenn es soweit ist… :)

          Und über Geburt und wie sieht mein Körper danach aus XDXD darüber denke ich nicht gar nicht nach….. füüüüürchterlich!!!!!!!!!

          Ein Schritt nach dem Anderen.

          Ob Dir / Anderen das hilft?! Ich weiß es nicht… vielleicht?… wäre doch cool ;)

          Liebe Grüße

          Antworten
  131. S...
    S... sagt:

    Hallo Ihr,

    ich lese schon länger hier im Blog mit und erkenne mich ständig wieder. Bei mir geht die Angst soweit, dass ich es seit 5 Jahren nachdem ich jetzt die Pille abgesetzt habe um schwanger zu werden niemals geschafft habe komplett auf Verhütung(Kondom) zu verzichten. Wie schafft ihr denn diesen Sprung ins kalte Wasser. Ich wünsche mir oft das Kondom würde einfach reißen und es gäbe kein zurück mehr, aber solange ich es in der Hand habe kann ich mich einfach nicht überwinden. Ich habe Angst sofort nach dem GV sofort durchzudrehen obwohl ich nicht mal weiß ob ich schwanger bin. Ich traue es mich nicht mal an unfruchtbaren Tagen. Geht es noch jemanden so? Und wie konntet ihr diese Panik überwinden? Ich habe schon einiges ausprobiert wie z.b Hypnose und Homöopathie. Ich will unbedingt ein Kind aber habe Angefangen von der Empfängnis bis zu den Untersuchungen in der SS, dem großen Bauch mit Bewegungen und letztendlich die Geburt extreme Panik. Für mich würde auch auf jeden Fall nur ein Kaiserschnitt in Frage kommen, da ich diese ausgelieferte, unberechenbare Situation einer natürlichen Geburt auf keinen Fall erleben will. Irgendwie finde ich nirgends im Internet Informationen darüber wie man sowas behandeln kann. Kann mir von euch jemand weiter helfen? GLG

    Antworten
    • Girl86
      Girl86 sagt:

      hallo s….
      mir geht es ähnlich wie dir. ich hab die pille abgesetzt, weil wir zusammen entschieden haben, das sir ekn kind möchten, der zeitpunkt wäre jetzt eigentlich richtig bzw gut. ich hab immer gesagt, das ich irgendwann ein kind möchte, aber zwischen sagen und tun liegen welten, jedenfalls für mich. die ersten monate ist nichts passiert, immerhin habe ich 10 jahre die pille genommen. mit der heit denkt man, ok, es passiert nix….war immer erleichtert, wenn die tage gekommen sind. habe dann auch immer im kalender die fruchtbaren tage errechnet und versucht diese zu umgehen, weil ich einfsch angst davor hatte. doch einmal muss ich mich verrechnet haben, weil die tage anfangs unregelmäßig kamen, also mal 28 tage dann mal 32 tage. jnd plötzlich kam dann nix mehr. hatte aber die ganze zeit diese unterleibsschmerzen, wie, wenn die tage kommen. aber sie kamen nicht. der test zeigte 2 striche an. ich habs gleich meinem freund erzählt. er hat sich gefreut. er wünscht sich auch sehr ein kind. außer meine eltern weiss bisher niemand davon, ich möchte erst warten, ob es sicher ist. solange es mir tagsüber gut geht, denke ich momengsn nicht daran, die ersten tage waren schlimm. manchmal bekomme ich so einen anfall, wo ich wider vorallem angst habe jnd wünschte, ich wäre nicht schwanger. ich hab einfsch angst vor der köperlichen veränderung, hab angst das ich mich mit bauch nicht schön fühle, angst vor der geburt, vor den bewegungen des kindes im bauch. angst, alles falsch zu machen, wenn das kind da jst, angst sich seelisch zu verändern, erwachsen werden, angst, wenn sich mein alltag verändert, angst so lange von der arbeit weg zu sein, zuviel zu verpassen bzw zu vergessen. ich hoffe das ich die nächsten monate lerne besser damit umzugehen. und mich darauf zu freuen. kknder fallen leider nicht einfach vom himmel. im bekanntenkreis sind sociele schon eltern. die haben das auch alle geschafft. und so schlimm ist eine schwangerschaft vielleicht auch nicht. es gibt genug frauen, die haben 3 oder mehr kinder. andere tragen kinder von päärchen aus, bei denen es nicht klappt. sie stellen ihren körper dafür zur verfügung. vielleicht ist es doch nicht so schlimm wie man es sich denkt, hoffe ich jedenfalls.

      Antworten
      • Maybemom
        Maybemom sagt:

        Hab auch vor allem was du schreibst ebenfalls Angst. Und noch nicht mal den Wunsch nach einem Kind gehabt. Siehe nachstehenender Beitrag. Wie lang bist du schon schwanger?

        Antworten
  132. Maybemom
    Maybemom sagt:

    Ihr Lieben!
    Was bin ich froh, diesen Blog gefunden zu haben!
    Ich gehöre zu den Frauen, die einfach noch nie einen konkreten Kinderwunsch hatten. Bis Anfang, Mitte 30 hab ich drauf gewartet, dass er sich einstellt, kam aber nicht. Jetzt bin ich Ende 30!und hab das einfach akzeptiert und frage mich nicht mehr, ob irgendwas nicht stimmt. Ich habe einfach kein Bedürfnis eine Mutter zu sein. Bin auch kein großer Babyfan und finde die auch nicht süüüüüüüüß, sondern meistens eher Richtung so naja. In erster Linie aber sind sie mir egal, ich muss kein Baby angucken oder sogar anfassen. Das ganze geht also einfach an mir vorbei. Ich hab seit 2 Jahren einen sehr tollen Freund, beim Kennenlernen sozusagen schon drauf verständigt, wir wollen beide keine Kinder.
    Achtung: seit 10 Wochen bin ich von ihm nun schwanger!!! Natürlich ein Unfall, schätze das muss nicht extra erwähnt werden. Was hab ich immer den Kopf geschüttelt über Frauen, die ungewollt schwanger werden. Also es ist mir nun auch passiert, ich bekomme das Kind natürlich auch (so Gott will), aber es ist sehr verstörend. Beim positiven Test hatte ich erst mal Heulkrampf. Zum Glück hat der Mann super reagiert, ich solle nicht weinen und es wäre ja nichts Böses.
    Und dazu muss ich sagen, dass wenn ich mir ein Kind gewünscht hätte, ich es genau im Mai 2016 drauf angelegt hätte. Alles passt. Manchmal freue ich mich fast ein bisschen, bin aber eher neugierig wie es aussehen wird.
    Also ich hab keine wirkliche Panik oder den totalen Horror vor der weiteren Schwangerschaft, es geht mir nebenbei auch blendend, und bin eher etwas gespannt auf die Erfahrung.
    Dennoch… ich will eigentlich nicht.
    Geht es irgendjemand genauso? Und hat diejenige nun ein Kind und ist das dann tatsächlich gut und schön? Da hab ich nämlich als einziges Angst davor: dass es da ist und ich mir denke, ach nö geh wieder weg…

    Antworten
    • Girl86
      Girl86 sagt:

      hallo maybemom

      deine geschichte klingt ja auch interessant. mich würde auch interessieren, wie es den frauen heute mit dem kind geht, obwohl sie vorher nicht so richrig wollten. ich habe jetzt fast 3 monate hinter mir und so richtig kann ich es noch nicht begreifen, das es wirklich ich bin, die da schwanger ist. bei allen anderen finde ich es toll und voll normal, aber bei mir selber finde ich es total unnormal. unser nachwuchs war geplant, aber ich bin erschro ken, das es doch schon so schnell ging. aber den richtigen zeitpunkt, in dem man sich bereits fühlt, den wird es nicht geben. eigentlich ist jetzt genau der richtige zeitpunkt, aber ich selber fühle mich irgendwie nicht bereit dafür. es ist mit irgendwie unangenehm zu sagen, ich bin schwanger. und wenn ich an die nächdten schritte denke, den gruselt es mir. körperveränderung, geburt, schmerzen….ahhhh….gestern habe ich eine sendung gesehen, die nannte sich models im babyglück. wenn man da so dran denkt, das man bald auch so etwas hat. manchmal wünsche ich mir schon, das ich nicht mehr schwanger bin, weil ich einfach vor allem angst habe und mir das unangenehm ist. aber so wird es mir sicher auch noch in 5-10 jahren ergehen. also kann man auch jetzt ein kind bekommen. ich hoffe nur, das irgendwann wirklich diese glücksgefühle kommen, man sich drauf freut und vorallem auch happy ist, wenn das kind da ist. da hab ich auch angst davor, das ich dann nicht weiss, was ich damit machen soll, es mir fremd ist etc. irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, das ein leben im bauch wächst und sich darin auch bewegt bzw das das leben, was dann da ist, wirklich von mir ist bzw von uns. ach man, es könnte alle so einfach sein

      Antworten
    • Girl86
      Girl86 sagt:

      Mabymom, warum möchtest du eigentlich keiner kinder?
      ich muss sagen, das ich mir manchmal auch nicht so sicher bin, ob ich ein kind möchte. manchmal hab ich momente, da denke ich ja, in anderen momenten denke ich wieder, nein lieber nicht. bin ich überhaupt fähig eine mutter zu sein? ich fühle mich oft noch als kind. das kind meiner eltern, zu denen man gehen kann, wenn man probleme hat, bei denen man sich sicher und geborgen fühlt, zu den man aufschauen kann. bin ich auch so eine person? oder kann ich so eine person werden? wenn ich mir meine eltern ansehe, dann sehe ich 2 erwachsene, die schlau sind, die ein vorbild sind, die gest im berufsleben stehen, die immer eine antwort auf meine fragen haben, die alles im griff haben und meiner meinung nach richtig machen. die durch das leben erfahrungen gesammelt haben, die sie weiter geben können. wenn ich mich mit ihnen vergleiche, dann trifft nicht alles auf mich zu. ich fühle mich oft einfach wie kind, das oft nach rat fragt und auch mal hilfe braucht. bin ich so fähig ein kind zu erziehen? dann denke ich wieder, meine eltern waren auch mal jung, als ich kam. die sind nicht schon so geboren, die mussten das auch alles erst lernen. das macht mir dann auch wieder angst, das erwachsen werden. wahrscheinlich ist das ein punkt, warum man überlegt, ob man ein kind will oder nicht. der andere punkt ist, die körperliche veränderung, die eine schwangerschaft mit sich bringt. die form, die tut sich ja dann wieder ändern, wenn das kind da ist, aber ich habe dann immer den gedanken, was mein körper in dieser zeit geleistet hat und das er dann nicht mehr der selbe jst, wie er vor der schwangerschaft war. ich glaube das lässt mich am mutter werden zweifeln bzw überlegen, ob ich eine werden möchte. für die männer ist das einfacher. auch ist es der punkt, das sich das leben dann schlagartig ändern soll. ist es wirklich so? dan frage ich mich, was ich eigentlich von meinem jetztigen leben aufgeben müsste. ich glaube models oder sportler geben da weitaus mehr auf in dieser zeit, als ich, mit meinem normalen einfachen leben. und mit der zeit kommt ja auch das alte leben wieder zurück, hoffe ich. vielleicht macht man sich vorher auch einfach viel zu verrückt. aber im momet kann ich einfach nicht anders, diese gedanen kreisen die ganze zeit im kopf. ich hoffe, das ich alles irgendwann ganz gelassen nehmen kann, spaß und freude daran haben kann, eine tolle familie habe und sage, es war richtig so, wie wir es gemacht haben. sorry für den vielen text, aber es muss einfach mal raus. vielleicht geht es anderen auch so. dann kann man sich gegenseitig mut machen :-)

      Antworten
      • Maybemom
        Maybemom sagt:

        Liebe Girl 86,
        Da sind wir ja genau gleich… In der Schwangerschaft (bin ja auch 3. Monat) und bei den nagenden Fragen, ob wir das wollen. Kann uns wahrscheinlich niemand beantworten, aber das Kopfkarussell mal ausschalten lassen, wär auch schon hilfreich ;))
        Ich bin – wenn 86 dein Geburtsjahr ist – knappe 11 Jahre älter. Deine Sorge mit dem zu jung und unerwachsen für ein Kind kann ich auch nachvollziehen, ich rufe mit fast 40 noch den Papa an und frage wie macht man das und das… Hört also auch in 10 Jahren nicht auf, von daher kein Argument ;)
        Wenn du ein gutes Verhältnis zu den Eltern hast, ist das doch aber vorteilhaft!!! Und es stimmt, die waren auch noch jung als sie uns bekommen haben, meine waren auch Ende 20/Anfang 30. Vielleicht können sie oft zu Besuch kommen?? Und was auch sehr gut ist, sie sind jetzt auch noch jung bestimmt. Meine Eltern sind beide schon +- 70, da hab ich mir auch schon gedacht, oh neee hat das Kind nur noch gute 10 Jahre Großeltern womöglich?! Also man kann in allem ein Haar finden.

        Ich hab auch nie aufgepasst oder zugehört, wenns um schwanger und Babys ging, also ich weiß nix! NIX!!!! Bin jetzt total dumm und muss ständig im Internet gucken was was bedeutet, was man darf oder nicht darf, oh man.
        Kreischende Kinder nerven mich auch unverändert. Nur das ich mir jetzt noch zusätzlich denke, oh nein, bald ist da auch sowas neben mir!
        Das einzige was ich sagen muss, ist dass ich überhaupt nicht das Gefühl habe ich würde jetzt vielleicht was verpassen müssen zwecks Baby. So viele Reisen gemacht, so lange schon gearbeitet, so viele Partys schon gefeiert, mittlerweile sind eh alle nur noch Anfang/ Mitte 20 in der Stadt , also das ist für mich total ok. Ich kann das sehr gelassen als neue Erfahrung sehen, die mir auch gut ins Leben passt.
        Könnte mit 30 anders sein? Wie ist das für dich?
        Ich kann nicht sagen, warum ich kein Kind möchte. Ich habe einfach kein Verlangen, Sehnen, Wunsch danach. Ich mag meine Unabhängigkeit und bin gern und problemlos allein. Und dass 24/7 jemand um mich rumspringt…muss nicht sein. Und dann muss man sich ständig kümmern und machen und tun, da hab ich einfach auch keine Lust drauf. Finde Muttersein auch “uncool”, auf irgendeine Art und Weise (so viel zum
        Thema mir ist unangenehm zu sagen dass ich schwanger bin) Klingt oberflächlich, ist es vielleicht auch. Aber das ist ja auch kein Blog von Frauen hier, die schon immer sehnlichst 5 Kinder wollten.
        Wie gesagt, in erster Linie habe ich einfach nicht den inneren Wunsch danach. Noch nie gehabt und irgendwann leidenschaftslos aufgehört, drauf zu warten.
        Ja es ist schade man müsste Frauen hören, die auch nicht wollten und wie es ihnen jetzt geht. Ich glaub man liebt das Kleine und macht auch alles für das Kind und freut sich, dass es da ist, aber ich kann mir wirklich nicht vorstellen dass ich so eine Helikoptermommy werde die nur drum rotiert.
        Ich schätze mal, ich gehöre nicht zu der Kategorie Mut machen können…
        Andererseits: am schlimmsten ist für mich derzeit, dass ich in 14 Tagen so ein Erstrimesterscreeningscreening habe, weil ich ja schon so schlimm alt bin.
        Und davor hab ich echt richtig richtig richtig Angst, denn ein gesundes, aufgewecktes Kind? Ok vielleicht geht das irgendwie.
        Aber ein behindertes??? Nein. Das schaffe ich nicht und wir würden es nicht bekommen. Aber die bloße Vorstellung, dass in 2-3 Wochen alles wieder vorbei sein könnte, die ist trotzdem mal so richtig krass beschissen. Das heißt ja eigentlich auch was.

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        • Girl86
          Girl86 sagt:

          hallo maybemom,

          in manchen sachen denken wir wirklich gleich. ich bin auch nicht so der freund von kreischenden, wilden kindern. ich selber bin eher ein ruhiger mensch.
          ich brauche nicht immer aktion und habe auch gerne einfach mal meine ruhe. mag auch keine lauten menschen oder laute orte mit vielen leuten.
          aber ich denke, es ist auch etwas erziehungssache, wie ein kind ist. oftmals ist das kind, wenn die eltern ausgeglichen sind, auch ruhig. ich hoffe, das das kind nach mir kommen wird :-)
          klar müssen kinder auch mal laut und verrückt oder wild sein, aber bitte nicht dauerhaft.
          ich finde es manchmal schon doof, das ich so denke. woanders versuchen frauen krampfhaft schwanger zu werden und es klappt nicht. und dann gibt es frauen, die sind schwanger und
          freuen sich nicht richtig drauf. wie gesagt, bei uns war es ja geplant. ich bin einfach nur irgendwie überrumpelt, das es doch schon so schnell ging.

          genau, mein geburtsjahr ist 86. also bin ich eigentlich nicht unbedingt zu jung für ein kind. die tage habe ich die serie teenie mütter gesehen. die sind teilweise 16. und die bekommen das
          auch au die reihe. die müssen mit kind teilweise viel mehr aufgeben oder erstmal zurückstellen, als wir mit 30 oder 40.
          ich habe auch nicht unbedingt das gefühl, das ich dann was verpasse. ein partymensch bin nicht, reisen kann man mit kind auch.
          alleine bin ich auch gerne mal und meine unabhängigkeit ist auch schön. aber ich glaube diese punkte sind nicht der grund, warum man ins zweifeln kommt.
          ich glaube es ist einfach die angst vor der körperlichen und auch seelischen veränderung, also das erwachsen werden. vielleich ist es auch einfach die panik vorher, die einen jetzt zum grübeln bringt.
          oftmals geht es doch leuten vor einer hochzeit auch so, das sie nochmal kalte füße bekommen. ich denke, das das jetzt so bei mir ist.

          ich habe wie du, auch überhaupt keine ahnung von kindern und wie man damit umgehen muss. aber ich glaube, das bringt einem die hebamme alles bei, hoffe ich zumindest.

          Antworten
  133. Anonymia
    Anonymia sagt:

    Ich habe diesen Artikel mit angehaltenem Atem gelesen und förmlich aufgesaugt.
    Vor einigen Wochen hatte ich eine Abtreibung. Ich, die schon als Kind und Teenager total auf Babys und Kleinkinder abgefahren ist, die immer eine ganze Horde Kinder haben wollte, die eine pädagogische Ausbildung gemacht hat usw.
    Die Schwangerschaft ist nicht zufällig entstanden und ich wusste, dass es nicht leicht werden würde, weil ich eine Angststörung habe. Außerdem fand ich das Schwanger-sein in den letzten Jahren schon irgendwie seltsam, so science-fiction-mäßig. Ein Mensch in einem anderen, das ist doch total abgefahren! Mir war also klar, dass ich vielleicht das ein oder andere Problem kriegen würde. Aber die Panik, die sich entwickelt hat, nachdem der zweite Streifen auf dem Test war, hat alles in den Schatten gestellt, was ich davor an Ängsten hatte. Ich musste nachts den Notarzt rufen, weil ich aus einer Panikattacke nicht mehr rausgekommen bin. Es war einfach nur schrecklich. Obwohl ich mir so gewünscht hatte, schwanger zu sein, wusste ich dann, dass ich entweder abtreiben oder aus dem Fenster springen würde. Ich habe mich für ersteres entschieden. Jetzt bin ich traurig darüber, denn der Kinderwunsch ist immer noch da. Aber ich kann es auch nicht bereuen, denn ich hätte es nie geschafft, die Schwangerschaft durchzustehen.

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  134. Kerstin
    Kerstin sagt:

    Hallo miteinander,

    vor ca 1,5 Jahren habe ich einen Kommentar hier im Blog unter diesem Artikel hinterlassen, damals hatte ich gerade erfahren schwanger zu sein. Seitdem habe ich viele Beiträge von “Leidensschwestern” gelesen und habe mich selbst durch die Schwangerschaft gekämpft.

    Sie war grausam, furchtbar und eigentlich schlimmer, als ich befürchtet habe. Dabei war es eigentlich eine Bilderbuchschwangerschaft, nur bin ich – wie ich eigentlich schon immer wusste – eine schreckliche Schwangere. Die Hormone haben mich wahnsinnig gemacht, es war zum Kotzen nicht mehr meinen Hobbies nachgehen zu können, ich hab mich gelangweilt und fand meinen Körper zunehmend abstoßend. Zeitgleich ist auch noch mein Schwiegerpapa ganz schwer erkrankt und dann als ich im 7. Monat war auch verstorben. Mein Mann war mit anderen Dingen beschäftigt und ich gefangen in meinem egoistischen Selbsthass und dem immer ekliger werdenden Körper. Die Hölle! Die Geburt war unbeschreiblich schlimm. Ich hab keine Ahnung wie ich da ohne PDA durchgekommen bin….72 Stunden Wehen, 48 davon im Abstand von konstant 5 Minuten. Kurz vor der Diagnose Geburtsstillstand mit darauf folgendem Kaiserschnitt hat man es nochmal mit einem Wehentropf probiert und dann endlich “flutschte” es.

    Und dann war alles gut? Von wegen? Diese romantisierten Erzählungen ab dem Moment wo da Kind auf deinem Bauch liegt wäre alles besser….Blödsinn. Irgendwie hatte ich das Bündel schon gern, aber die große Begeisterung…eher nicht. Stillen war ein Krampf. Die ersten 6 Wochen waren die absolute Hölle auf Erden und ich saß mit meinem Mann weinend am Bettrand. “Unser Leben ist vorbei. Dies war die schlimmste Entscheidung unseres Lebens.”

    Bevor jetzt hier jemand nach dem Jugendamt schreit…. ;-)

    …ich bin zum Glück eine sehr viel bessere Mutter als Schwangere. ^^ Die ersten sechs Wochen gingen vorbei, die nächtlichen Dramen wurden weniger dramatisch und mein Mann und ich immer leidensfähiger. Seit die Kleine vier Monate alt ist gehe ich wieder arbeiten, mein Mann ist ein unfassbar toller Papa. Und heute lieben wir sie beide abgöttisch.

    Es stimmt (zumindest für mich) einfach nicht, dass die Liebe sofort da ist und die Instinkte reinkicken. Bei mir hat es gedauert. Aber ich kann heute sagen, dass unsere Kleine obwohl sie eine schlechte Schläferin, eine schlechte Esserin und sehr Aufmerksamkeitsbedürftig ist, nie angeschrien wurde, nie alleine schreien musste und sich zu dem fröhlichsten Mädchen entwickelt hat, dass man sich vorstellen kann. Die Liebe ist gewachsen und heute könnte ich vor Liebe zerspringen! Ich muss richtig Acht geben, dass ich beim Knuddeln nicht zu feste zudrücke, weil ich einfach kaum ertragen kann wie gern ich sie hab und wie süß sie ist. Meine Familie hat mich zum Glück immer unterstützt und mein Mann – so verzweifelt er selbst manchmal war – war stets an meiner Seite. Ich bin eine absolut glückliche Mama und mein Mann ein glücklicher Papa und auch wir als Paar haben uns so positiv weiterentwickelt…wir sind verliebt wie am ersten Tag.

    Es ist nicht alles heiter Sonnenschein. Ich hatte cshon vorher meine Probleme mit meinem Körper und heute find eich ihn leider ziemlich fies…sie Geburt ist nun knapp 6 Monate her und ich kämpfe verzweifelt gegen die Kilos (es sind derzeit noch 8 mehr als vor der Schwangerschaft). Ich stille zwar immer noch, aber bei mir scheint sich das nicht positiv aufs Abnehmen auszuwirken. ;)
    Meine Symphyse ist ruiniert und ich treibe fleissig Sport gegen den schwachen Beckenboden…
    Mein Bauch sieht eklig aus, hängt richtig. Am Montag war ich beim plastischen Chirurgen, der tatsächlich meine Bauchmuskulatur gelobt hat (ich trainiere schon seit 2 Monaten da sich mein Bauchspalt wenigstens zügig geschlossen hat) und erschien positiv, dass sich das Bäuchlein nach den 8 Kilo halbwegs zurück bildet…würde aber so früh sowieso nichts machen (das hat mich schon etwas niedergerissen, denn ich hab sogar den Spiegel im Schlafzimmer abgehangen, weil ich den Anblick nicht ertragen kann).

    Seit der Geburt habe ich bereits 10 Kilo abgespeckt (ich hatte am Ende 22 Kilo mehr und das obwohl ich penibel auf meine Kalorienbilanz geachtet habe die ganze Schwangerschaft) und mittlerweile mag ich wenigstens mein Gesicht wieder angucken…das war vorher so fett, dass mir zum Heulen war.

    Interessanterweise wirkt sich das kaum auf mein Liebesleben aus, denn ich habe meinem Mann noch nie so sehr geglaubt, dass er mich schön findet wie jetzt. Nur ich selbst kann das irgendwie nicht so sehen….

    Wie dem auch sei, für mich steht fest: Ich hätte gerne noch ein Kind, aber ich möchte nicht mehr schwanger sein. Daher haben wir uns entschieden, dass wir uns um eine Adoption bemühen werden.

    Sobald die Kleine uns etwas mehr Atem lässt werden wir uns darum bemühen. Drückt mir die Daumen. :)

    Unterm Strich bleibt: Ich bin glücklich, auch wenn die Schwangerschaft und ihre Spuren fast schon traumatische Auswirkungen auf mich hatten.
    Und es stimmt am Ende doch: Das Baby entschädigt für alles!

    Liebe Grüße
    Kerstin

    Antworten
  135. Karen
    Karen sagt:

    Hallo :)
    Ich dachte ich schreibe nochmal….
    Vor einem Jahr und länger habe ich hier wütende, traurige und ängstliche Kommentare hinterlassen. Ich habe sie mir nicht mehr durch gelesen.
    Ich weiß aber noch sehr genau wovor ich Angst hatte und noch habe. Aber ich kann vielleicht den ein oder anderen schlechten Gedanken korrigieren.

    Ich bin jetzt 20+0ssw also ende des 5 ten Monats. das ich jemals soweit kommen würde, sein würde hätte ich nicht gedacht. UNGLAUBLICH!
    Ich hatte pickelige Haut… ja.. aber mit sanfter regelmäßiger Reinigung war das so nach 4wochen wieder weg und jetzt habe ich eine glatte feine Haut…OHNE SCHEISS :D!

    Die ersten 10W sind wirklich scheiße… weil die Hormone alles auf den Kopf stellen. Ich habe sooo viel geweint, wieder alles angezweifelt und war wütend auf alles.
    Ich hatte aber kein Erbrechen nur Übelkeit… ich musste lernen regelmäßig, kleine Portionen zu essen. Ohne das ich peniebel drauf geachtet habe… wurde meine Ernährung auch bewußter… mehr Obst, Wasser, Tee, Volkorn… aber gerne auch Pizza ;)
    Kaffee gibts immer noch 1-2x am Tag… oder mal ein Glas Cola zur Pizza. Und wißt Ihr was… es ist mir nicht mal aufgefallen, das es sich geändert hat. Es kam so…
    Selbst das ich nicht mehr rauche ist super… wobei manchmal würde ich gern XD aber lasse es trozdem :) Mir gehts aber sehr gut ohne…
    Ich bin 173cm groß und bin mit 57kg gestartet…und jetzt bin ich bei 61kg… ich nasche gerne… esse aber nicht doppelt oder so… das heißt…ich trage noch immer meine normalen Hosen usw…
    Wobei BH´s mussten neu… weil ich riesen Brüste bekommen hab :D junge junge … aber auch die tun bis jetzt nicht weh. Ich öle nach dem duschen alles ein.
    Außerdem mach ich immer noch leichten Sport abends… vorallem für den Rücken.
    Der leidet leider schon etwas… so wie der Ischias… aber auch das hab ich im Griff.
    Ich gehe alle 4W zum Gyn… dh dazwischen weiß man ja nicht ob mit dem Bauchbesetzter alles gut ist?! Denn es dauert bist man ihn spüren kann.
    Ich hab mich vor dem Gefühl immer geekelt, Alien und so….
    Und gestern abend im Bett war es soweit… das war sooooo krass… und wenn irgentwo steht es fühlt sich an wie ein Schmetterling… Mädels dann ist das so! Auch diese kleinen Boxübungen sind unglaublich… erst jetzt schnall ich.. Ja man…mein Rollmops lebt und wächst!

    Hätte ich gedacht das ich mal so denken/fühlen würde??? NEIN.
    Waren Schwangere oder Mamas für mich Gehirn gewaschene? Ja… :D
    Vielleicht ist man das auch… und vieles was einige Übermuttis sagen und meinen, seh ich selber nicht so.
    Ich geh mit Sicherheit zu keinem Hechelkurs, habe bis jetzt keine Hebamme und hab ne SCHEISS Angst vor der Geburt!!!!!!!
    Und dann der Papierkram… Mutterschutz, Elterngeld…
    Dazu kommt das mein Partner und ich heiraten in 3w… juhuuuu…. was ich ziemlich geil finde, weil er der BESTE ist :)
    Und wißt Ihr noch was?
    Ich hab ein Kinderzimmer ausgesucht, Umstandsklamotten gekauft (aber nur coole sachen :D) Babyklamotten auf meine Wunschliste gelegt… USW…

    Also… was ist passiert? Ich habe mich viel mit Mir und meinen Ängsten auseinander gesetzt… und dann es einfach versucht… und es ertragen…die erste Zeit. JETZT… sag ich zwar immer noch, das ich froh bin wenn es überstanden ist ;) zu meiner Lieblings-Beschäftigung gehört Schwanger sein definitiv nicht :D Und ich werde Sport machen, weil ich meinen Köper wieder haben will… aber welche Frau will das nicht ^^

    Vielleicht … vielleicht war das ein oder andere Wort dabei, das DIR hilft es zu wagen. Alles was du im Netz dazu findest ist eh Müll… schließlich hat Dr. Google nicht umsonst KEIN Examen in Medizin bekommen ;)

    Liebe Grüße

    Antworten
    • Girl86
      Girl86 sagt:

      hallo karen, dein artikel hat mir gefallen. er macht mir etwas mut, das sich doch noch alles zum guten ändern kann, also was das psychische betrifft. wie hast du dich mit deinen ängesten auseinandergesetzt? ich war gestern beim frauenarzt und bin gerade in 16 ssw. den wurm konnte ich durch den ultraschall sehen, aber ich muss sagen, das ich noch nicht begreifen bzw verstehen kann, das das in meinem bauch ist. es kam mir so vor, als zeigt sie mir einen film. aber nicht mein ultraschallbild. meine ängste haben heute wieder zugenommen. ich hatte das gefühl, innerlich unruhig und leichg panisch zu sein, weil es jetzt quasi kein zurück mehr gibt. und das mir in gewissen momenten klar wird, das ich die ganze geschichte bewältigen muss. ich han so angst vor dem großen bau h und noch viel mehr vor der geburt. langsam wissen es familie und freunde, irgendwie ist es mir unangenehm, wenn alle fragen. ich hasse es im mittelpunkt zu stehen. warum kann der mann nicht auch mal die kinder bekommen. soviele dinge kann man zu zweit bewältigen, aber das hier muss ich ganz alleine machen. alle schauen auf mich. wenn das kind da ist, dann kann man wieder zu zweif daran “arbeiten”, aber die nächsten monate muss jch das alleine wuppen. mir gruselt es davor. mir gruselt es auch vor dem moment, wenn man das kind das erste mal spürt. irgendwie unheimlich. ich hoffe, das es mir dann wie dir gehen wird und ich mich darüber freue. ich freu mich schon auf das kind, aber zeitweise habe ich so eine art panik, überlege, ob es der richtige schritt war und uch wirklich dafür geeignet bin. dann gibt es momente, da freut man sich wieder. es ist schlimm. ein hin und her. seit dem besuch gestern fühle ich mich schon irgendwie anders. irgendwie so fremd mit meinem körper, weil es so neu ist. ich will auch lernen mich mit meiner angst auseinanderzusetzen, aber wie? irgendwie hab ich das gefühl das sie mich berherrscht. aber ich will, das die freude überwiegt. nachher will ich auch auf jedenfall wieder gut aussehen. ich hoffe das klappt. habe angst das sich der körper durch die schwangerschaft “verformt”. aber wahrscheinlich mach ich mich vorher viel zu sehr verrückt. wird alles irgendwann besser werden? ich hoffe es…..

      Antworten
      • Karen
        Karen sagt:

        Hey Girl86 :)
        Ja… Genau deine Gefühle, Ängste kommen mir bekannt vor.
        Ich hab auch laaaange gebraucht bis ich verstanden hab was mit mir und un meinem Bauch passiert.
        Mittlerweile freue ich mich auf jede Untersuchung… weil ich ihn (junge :) dann sehen kann.
        Ich fand es sehr wichtig und schön und beruhigend für mich als er sich angefangen hat zu bewegen. So das ich das merken kann. Das macht die Schwangerschaft realisisch. Hilft einem beim Begreifen.
        Ich hab keine Strategie gehabt… Ich hab viel über Ängste allgm gelesen.
        Und mittlerweile stresst mich der Gedanke an die Geburt nicht mehr halb so dolle wie am Anfang.
        Klar…. Hab ich Schiss… Aber ich bin da nicht allein… Ich hab gelesen wie man atmen soll… Welche wehen Arten es gibt… Wie man sie unterscheidet… Usw.
        Das ist wie für ne Mathearbeit üben XD
        Lust hab ich dazu nicht… Aber ich komm ja nicht drum rum.
        Gerade wo ich hier sitze… hampelt der kleine Mann im Bauch… ich freue mich über diese Bewegungen. :) hätte ICH… nie gedacht :)

        Antworten
  136. Frauke
    Frauke sagt:

    Hallo Jana,
    dein Blog ist großartig und mir in meiner bisherigen Schwangerschaft eine echte Hilfe. Danke dafür. Toll auch, dass du dich diesem Thema annimmst. Ich dachte bisher, ich bin allein etwas anders.
    Ich will gar nicht so lang ausholen. Ich kann nur sagen, dass ich die vielen Ängste, teilweise vielleicht auch Ekel oder irrationalen Vorstellungen zu einer Schwangerschaft und Geburt kenne. Laut ausgesprochen habe ich diese Dinge meistens nicht, sonst wurde ich schräg angeguckt. (Da waren zeitweise auch Erwägungen dabei, ob eine Leihmutter nicht eine Option wäre…).

    Bei mir lagen die Wurzeln dieser Gedanken aber auch vll einfach in der Angst fremd gesteuert zu werden und keinen Einfluss auf Entscheidungen oder Gelüste zu haben. Ich hatte früher über längere Zeit eine starke Esstörung. In dieser Zeit habe ich mich fast ausschließlich Fremdbestimmt und von der Sucht gesteuert gefühlt. Ich habe dann eine Therapie gemacht und mein Leben erfolgreich und aus eigener Kraft zum Guten verändert. Eine Schwangerschaft war in meinem Kopf evtl. immer weiterhin damit besetzt, nicht die Kontrolle zu haben und “dem Alien in mir” ausgeliefert zu sein.

    Den Umschwung brachte die Diagnose, dass ich vll keine Kinder bekommen kann. Da durchfuhr mich ein ziemlicher Schock, der bedeutend größer war als alle Ängste oder Gedankenspiele. Die Option, Kinder bekommen zu können, genommen zu bekommen war etwas, was mir vorher gar nicht so bewusst war und in diesem Moment wurde mir auch sehr klar, dass ich auf jeden Fall Kinder wollte. Das Thema Schwangerschaft war mir immernoch fremd und mit Bedenken und Ängsten versehen, aber eben nur noch ein notwendiges Übel, das ich bereit war hinzunehmen.
    Die Diagnose bestätigte sich auch zum Glück nicht. Wir hörten auf zu verhüten, ließen den Dingen ihren Lauf und bei jedem negativen Test schwang Enttäuschung und Trauer mit. Ich denke auch dieser Prozess hat dazu beigetragen, dass ich bei dem positiven Testergebnis überglücklich war.
    Die Schwangerschaft ist bisher auch recht anstrengend verlaufen. Gut wurde es eigentlich erst ab dem 7. Monat. Was mir immer viel geholfen hat: mit meinem Partner über alles reden: auch die schlimmsten Hirngespinste, Ängste und Befürchtungen. Sobald diese einmal ausgesprochen waren, ging es mir besser und das Kopfkino kam zur Ruhe. Ich habe mir auch früh eine Hebamme gesucht, mit der ich ein wirklich sehr vertrautes und gutes Verhältnis habe. Ihr konnte ich all die Fragen stellen, die man sonst irgendwie keinem stellt und sie war immer offen und hat mir viele emotionale Lasten und auch Ängste abgenommen.

    Das Schönste an der Schwangerschaft ist es mein Baby zu spüren. Mit ihm zu reden und Kontakt aufzunehmen. Ich sehe es nicht mehr als Fremdfaktor an, nicht mehr als jemanden der mich steuert, sondern eher einen Verbündeten. Viele Dinge, kann man sich sicher vor einer Schwangerschaft nicht so vorstellen. Muss man auch nicht. Wichtig ist wohl vor allem sicher zu sein, ein Kind zu wollen und einen Partner zu haben, auf den man sich immer verlassen kann und der einen auch mit den skurrilsten Alien-Gedanken liebt.
    Die Vorstellung, in der Schwangerschaft keine Kontrolle zu haben, konnte ich zum Glück komplett beiseite legen. Ich habe mir die Kontrolle einfach zurück geholt mit (hoffentlich) guten und durchdachten Entscheidungen. Mit Viel Bewegung, gesunder Ernährung und Gesprächen, wenn ich sie gebraucht habe. Zur Not wäre ich auch wieder zu meinem Therapeuten gegangen. Warum nicht?

    Schwanger sein gehört nach wie vor nicht zu meinen Lieblingsdingen und ich freue mich auf die Zeit es nicht mehr zu sein und mein Baby in echt zu haben. Nach wie vor sage ich solche Dinge nicht so laut, da ich mit dem ein oder anderen nüchternen Satz doch immer auf sehr verstörte Gesichter treffe. Aber das ist nicht schlimm. Bald werde ich mit meinem Baby belohnt und das ist das Schönste, was ich mir vorstellen kann.

    Jetzt ist es doch ein Roman geworden :)

    Antworten
  137. Junikäfer
    Junikäfer sagt:

    Hallo zusammen,

    ich kann mich hier nur anschließen.
    Ich habe immer gesagt, vor 30 möchte ich kein Kind haben. Nun bin ich 30 verheiratet, hab ein tolles Haus und einen tollen Job.. und nun? Der Impuls/Wunsch nach einem eigenen Kind lässt noch auf sich warten. Die ersten im Freundeskreis haben bereits ein Kind bekommen und alle waren sich so sicher und haben sich das gewünscht. Da macht man sich dann schon seine Gedanken, warum ist das bei mir nicht so.
    Ich mag Kinder und hatte auch immer gesagt dass ich gerne welche hätte und jetzt wo das Thema aktuell ist bekomme ich kalte Füße. Aber irgendwie möchte man doch auch ein Kind haben.
    Dann ist da noch die Angst der Veränderung, weniger Zeit für sich, nicht mehr so spontan sein, den Job vorerst mal aufgeben, weniger reisen, Angst davor eine “Mutti” zu werden,… Kann man mit solchen Bedenken Mami werden? Dazu kommt die Schwangerschaft an sich, die Veränderungen des Körpers, die zunehmede Unbeweglichkeit… Dazu kommen die Eltern, Schwiegereltern und Omas die sich so sehr drauf freuen und bei jeder Gelegenheit fragen wann es denn endlich so weit sei.
    Gibt es denn keinen “Ich will Mami werden” Knopf?

    Antworten
  138. Anna
    Anna sagt:

    Hallo Ihr Lieben,
    habe gestern diesen Blogeintrag entdeckt und bin so froh darüber! Ich finde es so erleichternd, beruhigend, dass es so vielen Frauen so geht wie mir.
    Ich warne alle, die weiterlesen wollen, das hier wird niemanden unbedingt ermuntern, schwanger zu werden, soll aber schonungslos und ehrlich beschreiben, wie ich zu dem Thema stehe.

    Zu meiner Situation – ich bin 27 Jahre alt, bin seit einem Jahr glücklich verheiratet und mit meinem Mann seit 5 Jahren zusammen. Ich bin derzeit in der 37. Woche mit meinem ersten Kind schwanger. Und mir geht es absolut dreckig damit. Die ganze Zeit über, bis zum heutigen Tag.
    Schon die ersten vier Monate waren die Hölle. So ziemlich ab der 7. Woche war mein Körper auf einmal wie ausgeknockt. Ich erkannte mich nicht mehr wieder. Von dem Zeitpunkt an überkam mich dieses Gefühl der Fremdbestimmtheit, das bis heute stark anhält.
    Mir war ständig übel, ich war die ganze Zeit müde und fühlte mich noch nie so traurig und ängstlich. Ich kam nachmittags nach Hause und konnte nichts anderes mehr zustandebringen, als mich hinzulegen und vor mich hin zu dämmern. Ich wusste teilweise nicht einmal mehr, wie ich mich hinlegen sollte, so unangenehm und übel fühlte sich alles an. Ich wäre am liebsten aus meinem Körper entflohen.
    Ab dem vierten Monat hörte diese totale Abgeschlagenheit glücklicherweise auf. Ich musste zu der Zeit gerade meine Bachelor-Arbeit schreiben und nebenbei noch arbeiten (duales Studium). Wäre es zu dem Zeitpunkt nicht besser geworden, so hätte ich das Studium wohl unterbrechen müssen. Zum Glück habe ich es aber geschafft und auch als ich dann wieder zurück an der Uni war, wurde es mit meinem Zustand etwas besser. Meine Freunde und der Lernstoff konnten mich etwas ablenken.
    Aber glücklich wurde ich nicht. Auf keinen Fall. Im Gegenteil – im Wohnheim hatte ich ständig alle die anderen Studenten vor Augen, die weiterhin unbeschwert ihr Leben lebten, feiern gingen, Alkohol tranken und ich fühlte so furchtbar alleingelassen, als Außenseiter, gefangen, in einer Situation, die komplett auswegslos scheint. Am Anfang habe ich noch viel Sport gemacht, und streng auf meine Ernährung geachtet. Auch weil ich wusste, dass alle meine körperlichen Veränderungen genau im Blick hatten.
    Ich hasse die körperlichen Veränderungen zutiefst und finde sie beängstigend. Ich habe nicht mal unglaublich viel zugenommen (bis zum heutigen Tag knapp 10 kg, bin aber auch 1,80 m groß, da ist das relativ wenig) und ständig sagen mir Leute, dass ich doch immer noch megaschlank sei, man von hinten gar nicht sähe, dass ich schwanger sei und nur mein Bauch zugenommen habe. Aber ich fühle mich trotzdem so schrecklich unwohl in meinem Körper, unattraktiv und fremd. An Sex ist im Moment nicht zu denken. Ich kann mich nicht darauf einlassen, da ich mich einfach nur hässlich fühle. Und das obwohl mein Mann und ich ein wirklich erfülltes Sexleben hatten und ich Sex und Sexualität einen sehr hohen Stellenwert beimesse. Alles weg.
    Auch bekomme ich nun auch noch die ersten Streifen am Bauchnabel und bin todunglücklich darüber. Man kann fast zuschauen, wie es täglich mehr werden. Ich hatte so innig gehofft, dass ich davon verschont bleibe…
    Zu dem Kind habe ich bis heute überhaupt keine Beziehung aufbauen können. Ich rede auch nicht mit ihm oder ähnliches. Ich würde es vielleicht nicht als Alien-Gefühl bezeichnen, aber es ist etwas ähnliches. Die Kindsbewegungen empfinde ich einfach nur als lästig und unangenehm, mittlerweile sind sie sogar schmerzhaft, da er ziemlich viel Kraft hat. Ich bin manchmal sogar wütend auf ihn, da er die Ursache für meinen “Zustand” ist. Ich weiß, dass dies vollkommener Blödsinn ist und das Kind tut mir so leid, da es nichts, aber auch gar nichts dafür kann.

    Ich bereue die Entscheidung, schwanger geworden zu sein. So ist es tatsächlich.
    Oft hinterfrage ich deshalb natürlich, warum ich es dann trotzdem darauf angelegt habe. Es war nämlich eigentlich ein Wunschkind. Mein Mann wollte schon immer Kinder und ich hatte auch immer die perfekte Vorstellung von Haus, Hund und zwei Kindern. Am besten nicht zu spät Mutter werden und die Kinder sollten auch möglichst im Abstand von 2 Jahren kommen … Wahnsinn, man malt sich das so toll aus, aber die Realität holt einen schneller ein, als man denkt.
    Dann kam dazu, dass fast alle Freunde im Freundeskreis auf einmal Kinder bekamen. Auf einmal änderte sich alles. Meine beste Freundin, mit der ich oft wunderbare amüsante Abende mit Musik und viel Sekt verbrachte, wurde schwanger und alles war auf einmal anders. Als das Kind da war, gab es nur noch das Kind. Ich konnte nicht mehr viel mit ihr anfangen. Und so ging es mit den meisten meiner Freundinnen hier im Umkreis. Keine Partys mehr – stattdessen Gespräche über Kinder, Kinder und noch mehr Kinder. Ich konnte damit nichts mehr anfangen und fühlte mich ziemlich alleingelassen. Und dann die ständigen Fragen von allen: “Wann ist es denn bei euch soweit?” Die Erwartungshaltung war ständig da, dass wir endlich mit der Neuigkeit herausplatzten. Jetzt im Nachinein betrachtet, gab es glaube ich nie die Frage, ob wir überhaupt Kinder wollen – Nein – nur die Frage wann. Das macht mich jetzt gerade so wütend.
    Und jetzt bin Ich im Endeffekt auch einfach nur wütend auf mich selbst, ich habe die Entscheidung getroffen, nicht mehr zu verhüten und das aus den falschen Gründen. Ich wollte wieder dazu gehören, auch wieder mitreden können. Ich wollte meinem Mann seinen großen Wunsch erfüllen, meine eigene Traumwelt erfüllen und habe das ganze einfach mal komplett unterschätzt! Ich glaube es gibt wenig Situationen im Leben, wo man so hart und gnadenlos mit sich selbst und seinen Gefühlen konfrontiert wird, wie in einer Schwangerschaft.

    Nun zum Thema Geburt: Ich habe mich ganz bewusst für einen Kaiserschnitt entschieden. Aus meinem tiefsten Bauchgefühl heraus. Ich fand das Thema Geburt schon immer beängstigend und abstoßend. Eigentlich war mir schon immer klar, dass wenn ich mal Kinder bekomme, nur eine Geburt per KS infrage kommt.
    Ich bin der absolute Kontrollmensch, der alles am liebsten soweit wie möglich plant. Mit spontanen Situationen bin ich oft überfordert und blocke ab. In kaum einer Situation ist man so ausgeliefert und bloßgestellt wie in einer Geburt.
    Auch kommt dazu, dass mir mein Intimbereich absolut heilig ist. Ich hatte bis jetzt wie gesagt ein verdammt gutes Sexleben und das soll definitiv auch so bleiben! Mit meinem Beckenboden könnte ich wahrscheinlich Nüsse knacken und kann fast nur durch Muskelanspannung einen Orgasmus erreichen. Ich bin, was das angeht ziemlich zufrieden und komme beim Sex voll auf meine Kosten. Wenn ich mir nur vorstelle, dass dort irgendwas reißen könnte, überkommt mich der Horror. Ich weiß aus meinem Bekanntenkreis, wie viele Frauen mit Geburtsverletzungen und Inkontinenz zu kämpfen haben. Aber dieses Thema wird gern totgeschwiegen und tabuisiert. Wir haben uns als Frau gefälligst durch die Geburt zu quälen und alle möglichen Folgen in Kauf zu nehmen. Schließlich wissen wir ja wofür wir das tun, oder? Das Kind macht dann alles wieder wett! Nein – auf keinen Fall! Was nützt dem Kind eine unglückliche Mutter, die durch die Geburt traumatisiert ist und unter den Spätfolgen leidet?
    Und ja, jetzt kommen die ganzen Moralapostel auf mich zu, “Wie kannst du nur?”, “Für das Kind ist eine natürliche Geburt immer das Beste!”, “Die Gefahr für Allergien und Diabetes und Asthma sind viel größer!” Meine Drei Geschwister und ich mussten alle per KS geholt werden und keiner hatte je Probleme mit Allergien, Diabetes oder Asthma.
    Ich habe also einen Termin zum Geburtsplanungsgespräch im Krankenhaus gemacht und stellte mich auf das Schlimmste ein – dass ich mir eine fette Moralpredigt anhören muss oder mir der KS gar verweigert wird – aber nichts davon trat ein. Der Arzt versuchte nicht einmal, mich zu überreden. Er meinte nur, dass laut der aktuellen medizinischen Forschung sich die Risiken eines geplanten KS und die einer natürlichen Geburt nichts mehr nehmen und die Klinik deswegen auch Wunschkaiserschnitten nicht im Weg steht.
    Aber so läuft es noch lange nicht überall – viele Frauen werden für ihren Wunsch zutiefst angefeindet. Ich hoffe, dass das Selbstbestimmungsrecht der Frauen in Zukunft mehr respektiert wird und so viele traumatische Geburten vermieden werden können.

    Stillen werde ich wahrscheinlich nicht oder nicht lange. Ich wünsche mir im Moment nichts mehr, als meinen Körper endlich wieder für mich zu haben. Auch kann ich diese Abhängigkeit und Fremdbestimmtheit nicht mehr länger ertragen. Ich möchte endlich wieder ein Glas Sekt trinken und essen, worauf ich Lust habe. Ich möchte endlich wieder die Möglichkeit haben, die Last und Verantwortung auch mal abgeben zu können. So kann auch der Vater das Füttern mal übernehmen und ich kann das Kind auch mal abgeben.

    Die nächste Sorge, die ich habe, ist die dass ich nur noch aufs Muttersein reduziert werde. Das wäre das Schlimmste für mich. Ich möchte noch immer meine Freiheit und Unabhängigkeit bewahren. Für mich stand von Anfang fest, dass ich nach der Geburt spätestens nach einem Jahr wieder arbeiten gehe. Die Rolle der Hausfrau und Mutter am Herd wäre für mich der Horror! Ich erwarte von meinem Mann ganz klar, dass die Rollen gleichberechtigt verteilt werden. Im Moment habe ich schon daran zu knapsen, dass ich 12 Monate zu Hause bleiben soll, während er nur die zwei Monate Mindestzeit nimmt. Väter haben es da so leicht!

    Ich fiebere im Moment diesem Tag entgegen, an dem diese schreckliche Zeit der Schwangerschaft endlich ein Ende hat und ich bete fast dafür, dass ich mein Kind dann endlich annehmen und liebhaben kann. Ich habe bis jetzt einfach nur Angst vor allem, was da auf mich zukommt.

    Vielleicht tut es mir aber auch gut. Vielleicht kann ich dadurch endlich ein Stückchen mehr zu mir finden. Vielleicht rückt mein Zwang, alles unter Kontrolle behalten zu wollen, dann endlich mal ein Stück in den Hintergrund. Vielleicht werde ich ja tatsächlich glücklich und es wird alles nicht so schlimm, wie ich es mir derzeit ausmale.

    Ich möchte auch niemanden davon abhalten, schwanger zu werden! Ich möchte nur, dass ihr euch alle noch einmal ganz genau damit auseinandersetzt, denn es ist kein Spaziergang, gerade dann, wenn man so wie ich nicht so sehr auf emotionale Stabilität verlassen kann. Es ist eine riesige Verantwortung, die man auf sich zieht und man sollte dazu absolut bereit sein. Wenn ihr den positiven Test in der Hand haltet, ändert sich euer Leben. Verlasst euch darauf – es wird nie mehr so sein wie vorher.
    Sicherlich wird es sich nicht nur zum Negativen ändern – sonst wären wir wahrscheinlich wirklich schon ausgestorben … ;-) und auch ich werde sicherlich mal über diese Zeilen lächeln, die ich hier verfasst habe, aber ich musste mir einfach mal alles von der Seele schreiben und finde es unglaublich wichtig, dass Schwangerschaft, Geburt und Kinder nicht zu einer romantischen Sache verklärt werden und dass die damit verbundenen Unannehmlichkeiten nicht tabuisiert werden.
    Traut euch, den Mund aufzumachen und sprecht ehrlich! Und vor allem verurteilt keine anderen Frauen für ihre Handlungen und Entscheidungen.

    Liebe Grüße, Anna

    Antworten
  139. HerzüberKopf
    HerzüberKopf sagt:

    Hi Karen….icH war schon länger nicht mehr hier und habe mir nun alle Beiträge durchgelesen.
    Glückwunsch zu deiner Schwangerschaft;-) freue mich sehr, etwas so positives von dir zu lesen ;-)
    Wahnsinn dass du irgendwie ‘umgeswitcht’ hast und dich nun auf die Schwangerschaft einlässt. Das macht mir Mut.

    Ich musste ja für ein paar Monate Tabletten nehmen wegen der festgestellten myome, wobei sich herausstellte, dass eines davon zur Fehlgeburt geführt hatte und erfolgreich entfernt werden konnte. Es könnte also losgehen…Wenn mein Mann und ich uns nicht total verbracht hätten..standen kurz vor der Scheidung und haben dann nochmal die Kurve gekriegt.seitdem ist der kinderwunsch wieder präsent.
    Sind jetzt quasi im 2. Übungszyklus und es könnte schon geklappt haben…bin überfällig und habe ein paar Anzeichen, habe aber noch keinen testen gemacht….
    Ich weiss noch nicht wie ich diesmal reagieren würde, wünsche mir aber, es gelassen hinzunehmen und dass die Freude überwiegt ;-)

    Wäre schön, wenn du uns weiterhin auf dem laufenden halten würdest…Wünsche dir weiterhin eine schöne Schwangerschaft
    ….Und Glückwunsch zur Hochzeit;-)

    Antworten
    • Karen
      Karen sagt:

      Hallo HerzüberKopf :)
      Daaaaankeschön :)

      Oh es sind 7 Tage her das Du geschrieben hast :) Ich hoffe das es geklappt hat?
      Wie gehts Dir? Deinem Mann?

      Ich glaube das Problem ist, das ich immer gerne wissen will was Sache ist im Vorfeld. Und das konnte mir Niemand bei einer Schwangerschaft sagen. So grundsätzliche Dinge ja… ok.
      Aber was liest man denn im Internet? Meistens nur die Sachen, die nicht so schön sind oder? Und Jemand der zweifelt fühlt sich dadurch bestätigt.

      Ich zb kann mit Fug und Recht behaupten 28 SSW ;) das meine Schwangerschaft bisher ein Kinderspiel war. :)
      Gut am Anfang extreme Geruchsempfindlichkeit aber ich musste mich nie übergeben.
      Meine Haut ist bisher nicht eingerissen :)
      Hab aktuell 66kg auf der Waage XD junge junge ^^
      Aber ansonsten…
      Ich habe gestern mit einem Stetoskop seinen Herzschlag gehört… DAS war unglaublich. Und auch gerade wieder… wie ich hier sitze und schreibe… rödelt der kleine Mann in meinem Bauch rum.
      Und es fühlt sich gut an…
      Es hat NICHTS mit einem Alien zu tun… GAR NICHTS.
      Ich dachte das immer…

      Auch das ich meinen Körper verliere… gut… die ersten 10-12W sind nicht die Schönsten…aber jetzt kann ich es kaum erwarten, das er bald endlich da ist.

      Mein Gott… ich kaufe Baby Klamotten und finde das Ultra-niedlich :D
      Das ICH…. das mal sagen würde… hätte mir das Einer vor 1-2 Jahren gesagt.. hahahaaaa… dem hätte ich nen Vogel gezeigt.

      Ich sage aber auch.. das ich es kein 2tes Mal machen würde.
      Ich bin unglaublich Stolz auf Mich, das ich soweit gekommen bin.
      Aber ich werde auch 37…und MEIN Leben endet ja nicht mit einem Baby. Deswegen werde ich auch kein 2tes bekommen… ich möchte nicht 60j sein, wenn mein Kind 18 Jahre wird.

      Ich wette Du wirst (wenn es geklappt hat) recht bald verstehen was ich meine ;) Man wächst mit dem Kind. Jeden Tag :)

      LG*
      Karen

      Antworten
  140. HerzüberKopf
    HerzüberKopf sagt:

    Hallo liebe Karen,

    schön dass du von dir hören lässt ;-) … und noch schöner dass du dich so rundum wohlfühlst..wer hätte das gedacht?! Der absolute Wahnsinn! Bin mega stolz auf dich!

    Und jetzt kommt´s….ich bin schwanger ;-))) habe mir echt Zeit gelassen mit dem Test, weil ich Angst vor meiner Reaktion hatte falls er positiv ausfällt. Aber hab ihn dann alleine gemacht, und es hat nur wenige Sekunden gedauert bis 2 Striche sichtbar wurden….kurz darauf gratulierte mir eine Freundin per whatsapp zu unserem 3 jährigen Hochzeitstag – den ich gar nicht auf dem Schirm hatte – da dachte ich…ein perfekter Tag und ein perfekts Hochzeitsgeschenk ;-)
    aber ich gebe zu dass ich gemischte Gefühle hatte, habe erst laut geschrien…dann gelacht, dann geweint und gezittert…
    ich akzeptiere jetzt das Ungewisse, lasse mich einfach drauf ein und sehe was passiert.
    Bisher geht es mir Gott sei Dank sehr gut…paar Symptome machen sich schon bemerkbar, aber ich habe (bisher) keine Übelkeit! Was ich aber immer noch nicht begreifen kann ist, dass es im 2. Übungszyklus geklappt hat…und das in meinem Alter…ich sage immer, die größten Schisser werden am schnellsten schwanger *lach*

    Nun lese ich fleissig meine Schwangerschaftsbücher, und bin relativ entspannt und zuversichtlich dass alles gut geht. Bin heute schon in der 7. Woche und freue mich auf den nächsten Termin nächste Woche….da sehen wir hoffentlich ein pochendes Herzchen.

    Mit meinem Mann ist seit unserem Urlaub auch wieder alles in Ordnung. Er ist überglücklich Vater zu werden und kann sich nichs schöneres vorstellen…

    Wer hätte das gedacht, dass wir zwei mal so reden würden? ;-)

    Antworten
    • Karen
      Karen sagt:

      Hallo HerzüberKopf

      Oh Woooow… was höre/lese ich denn da?? :)
      Das ist super toll und freut mich riesig :)

      Das Beste ist, wenn du so wenig wie möglich unentspannt bist und einfach alles auf Dich zukommen lässt. Wie Du selber sagtest.
      Genau das habe ich auch gemacht.
      Sicherlich habe ich viel gelesen und tue ich immer noch, schreibe auch vieles auf.
      Vergesse viel :D

      Oh man.. das ist wirklich toll… auch das es mit deinem Mann besser läuft :)

      Ich drücke Dir die Daumen… hoffentlich konntest Du das kleine Herz sehen :)

      Weißt Du.. ich hatte so viele schreckliche Vorstellung, Meinungen in die ich mich verrannt hab :( und jetzt kann soweit schon sagen, das Vieles einfach eben gar nicht stimmt.
      Bis heute kann ich sagen… das ich wohl bis jetzt eine entspannte Schwangerschaft hatte/habe.

      Ich tue aber auch einiges ^^
      Bissl Sport soweit das noch möglich ist aber lang nicht mehr so extrem wie vorher. Gesünder/ausgewogener essen ^^ wobei ich mir Süßes NICHT verkneife :D
      Wechselduschen…wirken tatsächlich wahre Wunder. Denn ich habe an den Beinen etwas zugelegt wegen Wasser denke ich mal.

      Schlafen geht zwar auch nicht mehr soooo dolle… aber wir haben ein Wasserbett..damit gehts ganz gut.

      Und ganz ehrlich… wenn ich merke wie seine kleinen Käsefüße sich in meine Seite drücken, ich sie dann anfasse und er dann strampelt :D DAS … ist herrlich… du wirst hoffentlich bald wissen was ich meine :)

      Ich hätte NIE gedacht, das ich das mal sagen/schreiben würde.
      ich dachte immer ich wäre keine gute Mama… oder Frau.
      Aber Angst vor dem Unbekannten zu haben, ist gar nicht schlimm. Wenn man sich Darüber..im Klaren ist, ist OK Angst zu haben.
      Sie darf einen nur nicht zerdrücken oder hindern.

      Ich freue mich soooooooooo darauf wenn Er da ist. Wie er aussieht, wie groß und so… und das ich dann meinen Bauch wieder für mich allein hab :D

      Bin gespannt auf deine Antwort
      *daumendrücken*
      LG*

      Karen

      Antworten
      • HerzüberKopf
        HerzüberKopf sagt:

        Huhu Karen ;-)

        ist es normal dass man auch in der Frühschwangerschaft schon so vergesslich und schusselig ist?? ;-) Ich merke das total an mir, echt schlimm!

        Hatten diese Woche den Termin, mein Mann war dabei…
        Das Herzchen schlägt….haben es gehört und waren hin und weg ;-)
        ein unglaubliches Gefühl.

        bisher kann ich mich nicht beklagen, Übelkeit habe ich nicht bekommen und bleibe höchstwahrscheinlich davon verschont. Mit etwas Sodbrennen, Brustspannen, Müdigkeit und Kreislaufproblemen am Vormittag kann ich gut leben ;-))
        so langsam wölbt sich auch schon der Bauch, und ist auch morgens nicht mehr flach…daran werde ich mich echt gewöhnen müssen…und akzeptieren dass der Beach Body zum Baby Body mutiert ;-) zum Sport gehe ich weiterhin, mache aber nicht mehr Kurse, wo der Puls so hochgepeitscht wird. Bewegung tut sehr gut, und ich möchte mir das gerne so lange wie möglich beibehalten.

        Finde es so schön dass du KEIN Aliengefühl hast wenn du das Baby spürst ;-) muss ein tolles Gefühl sein. Ich bin ja schon so gespannt…

        Nur weil wir unsere Ängste hatten/haben, heisst es ja noch lange nicht dass man keine gute Mutter wäre. Im Gegenteil…wir wollen dass alles perfekt ist, machen uns Gedanken und Sorgen. Sind zu kopflastig, aber keineswegs (werdende) schlechte Mütter!

        Du hast es bald geschafft und wirst reich belohnt für deine Tapferkeit ;-)
        Wünsche dir weiterhin eine entspannte Kugelzeit und freue mich, regelmäßig von dir zu hören,

        Ganz liebe Grüße
        HerzüberKopf

        Antworten
        • Karen
          Karen sagt:

          Huhu HerzüberKopf :)

          Das sind ja tolle Neuigkeiten :D ich freu mich. Oh man… da fehlen mir ja fast die Worte :D
          Soviel zum Thema Vergesslichkeit… übrigens das Sprechen wird dir dann auch schwerer fallen. XD
          Also so Wortfindungs-Störung nenne ich das gerne… sprechen wie ein “spacken” :D

          Sport solltest Du so lange machen, wie es gut für Dich ist. Habe ich auch gemacht, mach ich auch jetzt noch aber lange nicht mehr so viel. Denn die Luft habe ich leider nicht mehr :( Aber danach gehts wieder los…mit dem kleinen Mann zusammen :)

          Ja so war es bei mir auch anfangs… das kenne ich :)
          Bei mir sieht es so aus als hätte Jemand einen Fußball auf meinen Bauch geschnallt :D Also breiter bin ich nicht geworden… außer die Beine aber denke das wird bissl Wasser sein.
          Was zum Glück wieder verschwindet.

          Eine ganz spannende Zeit wird das… und ich bin der festen Überzeugung…gerade bei Dir/Mir ist das etwas tolles für das Selbstbewußtsein.. was der Körper schaffen kann… was WIR schaffen können und was daraus entsteht.

          Es grenzt schon fast an Gehirnwäsche :D aber dieser kleine Mensch im Bauch ist wunderbar :D <3

          Nein wir sind nicht schlecht… wir denken eben und vielleicht manchmal 1 bis 2x zu viel leider…
          Aber das Gute ist ja… das Wir unsere Macken kennen und damit umgehen können (meistens :D)

          Ich drück Dir weiter die Daumen :):):) Und freu mich ebenfalls von Dir zu lesen :)

          LG*
          Karen

          Antworten
  141. Jen
    Jen sagt:

    Ich erkenne mich in einigen Kommentaren auch wieder. Auch wenn diese schon älter sind.

    Bei mir war es immer ein auf und ab mit dem Kinderwunsch. Und nun habe ich vor zwei Wochen die Pille abgesetzt und solangsam kommen doch wieder Zweifel hoch, nicht nur das der Körper durch die nicht mehr verabreichten hormone “verrückt” spielt, macht mir zu schaffen, sondern auch die Ängste die größer werden. Zum einen die Angst vor dem “Alien-gefühl” und alles was noch zur Schwangerschaft und Geburt dazu gehört, und zum anderen die Angst, wie es danach weiter geht. Angst davor überfordert zu sein, vor dem finanziellen etc. Von meinen bisherigen Gesprächspartner kommen dann Sätze wie “das schaffst du schon” und ” da wächst du rein”, also keine wirkliche Hilfe

    Ein Punkt der mich aber sehr beschäftigt, ist meine Vorgeschichte. Bei mir wurde vor zwei Jahren, sowohl am gebährmutterhals, als auch im äußeren Bereich die höchste Krebsvorstufe diagnostiziert. Meine behandelnden Ärzte meinten, wenn ich Kinder haben möchte sollte ich dieses bald in Angriff nehmen. Super, da fühlt man sich gleich erstmal dazu gezwungen, aber der Kinderwunsch ist definitiv da. Und solangsam höre ich auch die Uhr so leise ticken ( bin nun 28) Eigentlich hatte ich, wie jeder anderen wahrscheinlich auch, vorgesehen erstmal alles zu festigen. Derzeit bin ich bei meinem Bachelorabschluss bei, danach so dachte ich immer, werde ich erst einmal arbeiten etc. Aber das Leben läuft ja nicht immer so wie man es geplant hat. Klar, ich stehe fest im Leben, arbeite (zwei Jobs) neben dem Studium um dieses zu finanzieren, mein Partner hat auch einen festen Arbeitsplatz. Und dennoch kommen immer wieder Zweifel, ob es der richtige Zeitpunkt ist. Ich denke aber auch, das es im Grunde nie den richtigen Zeitpunkt gibt.

    Wie man immoment sehr wahrscheinlich merkt, bin ich hin und hergerissen und bin dennoch froh das es einigen im Bezug auf die Schwangerschaft und Geburt, genauso geht. Ich hoffe, das ich meine Zweifel besiegen und mich voll und ganz darauf einlassen kann.

    Liebe Grüße
    Jen

    Antworten
  142. Magna
    Magna sagt:

    Hallo an alle,

    ist zwar schon etwas her, seit dem letzten Eintrag, aber ich wollte auch meine verzwickte Situation von der Seele zu schreiben. Es tat gut, zu lesen, dass ich nicht allein und schon gar nicht verrückt bin.

    Ich bin 33 Jahre alt und in einer langjährigen Beziehung mit einem tollen Mann. Einen Kinderwunsch hatte ich schon seit ich denken kann. Obwohl 33 “noch kein Alter” ist, um sich Sorgen um seine Fertilität zu machen, gehöre ich leider zu den Pechvögeln, deren biologische Uhr lauter und schneller tickt als bei anderen (vorzeitige Wechseljahre). Zu allem Übel musste ich nach der Diagnose noch 2 Jahre warten, bis mein Partner für Kinder bereit war. Als seine Entscheidung feststand, stürzten wir uns regelrecht darein (inklusive Zykluskurven, GV nach Plan, LH-Tests, unzählige negative Schwangerschaftstests… neuerdings Medikation=stimulierter Zyklus).

    In den folgenden Monaten musste ich eine erschreckende Feststellung machen: mein Unterbewusstsein sagt eindeutig NEIN zu einer möglichen Schwangerschaft und ich weiß bis heute nicht, wie damit umgehen soll.

    Meine Angst äußert sich in regelrechten tagelangen Unruhezuständen mit diversen Panikanfällen. Insbesondere Nachts kann ich deswegen nicht schlafen, tagsüber drehen sich alle meine Gedanken um die Frage, ob es jetzt geklappt hat oder nicht. Die Angst kommt, wenn ich kurz vor meinem Menstermin stehe und geht schlagartig, wenn die Regel eintritt. Zyklus für Zyklus. Heute kam auch die Mens. Das habe ich gestern Abend (mit erschreckendem Gefühl der Erleichterung und anschließender, wohltuender Seelenruhe) begriffen.

    Aber ich verstehe es nicht! Ich will Kinder! Ich weiß es, aber ein Teil von mir weigert sich. Ich kann mir leider denken, welcher und warum. Zum Einen wurde mir die eigene Entscheidung darüber, WANN ich mein Baby bekomme, von den Umständen abgenommen. Zuerst war es meine eigene Biologie und dann mein Partner. Zum Anderen hasse ich den Kontrollverlust über meinen Körper und mein Leben allgemein. Obwohl ich mir die Schwangerschaft überhaupt nicht schlimm ausmale und auch nicht befremdlich finde, einen anderen Menschen in meinem Bauch heranwachsen zu lassen. Ich glaube mir geht es einfach um die Endgültigkeit dieses Ereignisses. Sobald ich schwanger bin, MUSS ich dadurch, mit allen Konsequenzen. Komme ich mit den physischen und psychischen Veränderungen zurecht, und später mit dem Baby? Was ist, wenn ich der Verantwortung doch nicht gewachsen bin, obwohl ich jetzt glaube, es zu sein? Eine Schwanger-/Mutterschaft ist eine Unbekannte, der ich mich ausliefern soll/muss und das geht absolut wider meiner Natur. Meine Angst ist irrational und rational zugleich.

    Wie bekomme ich nun meinen Körper und Geist auf einen Nenner? Ich würde gerne wissen, wie meine Leidensgenossinnen, als / bevor sie schwanger wurden, diese nervenaufreibende Zeit zwischen Eisprung und Schwangerschaftstest überstanden haben; wie lange es gedauert hat, sich an die neue Situation anzupassen, sie zu akzeptieren?

    Aktuell stehen wir kurz vor konkreten Kinderwunschbehandlungen, die uns sehr teuer zu stehen kommen werden, ganz abgesehen von den zusätzlichen psychischen Belastungen (für die Frau), die damit einhergehen. Ich habe Angst, dass mein Unterbewusstsein stark an einer Abwendung der Schwangerschaft “arbeiten” wird. Ich bin nämlich der festen Überzeugung, dass der emotionale Stress verhindernd wirken kann und es evtl. deshalb noch nicht geklappt hat.

    Danke für’s Lesen!
    LG
    Magna

    Antworten
    • Jen
      Jen sagt:

      Hallo Magna,
      Auch ich weiß wie das ist wenn das “wann” einem abgenommen wird. (Siehe Beitrag über dir). Ich suche derzeit auch nach einer Lösung. Leider kann ich dir noch keinen Tipp geben, aber sobald ich was gefunden habe, würde ich es dir schreiben.

      Liebe Grüße
      Jen

      Antworten
    • WildeHilde
      WildeHilde sagt:

      Hallo,

      ich dachte, ich schreibe einfach mal die Verfasserinnen der letzten Kommentare an.
      Mich beschäftigt das Thema auch sehr und ich denke, es wäre toll, einen Platz zu haben, wo man sich darüber austauschen und gegenseitig unterstützen kann. Hättest du Interesse an einem Forum oder einer facebookgruppe zum Thema? Vielleicht könnten wir sowas ins Leben rufen…

      Antworten
      • Magna
        Magna sagt:

        Hallo WildeHilde,
        grundsätzlich finde ich die Idee eines Forums gut, in dem Betroffene sich austauschen können. Allerdings würde ich das niemals über Facebook machen, weil man da soweit ich weiß nichts anonym machen kann. Ein richtiges Forum kann jeder auf entsprechenden Seiten erstellen, der muss dann aber gepflegt werden. Ich muss sagen, dass ich nicht der typische Forummensch bin, der rege an sowas teilnehmen kann. Ich weiß aber nicht, ob es bei mir nur auf das Thema ankommt und in diesem Fall mehr Elan/Bereitschaft da ist, mitzuwirken.
        Kennst du dich mit Forum (von der administrativen Seite) aus? Habe gerade gegoogelt. BBoard.de scheint eine interessante Plattform/Anbieter zu sein.
        LG
        Magna

        Antworten
  143. Karen
    Karen sagt:

    Hallo zusammen,
    Mittlerweile ist unser Sohn 8w und 2tage.
    In den Kommentaren weiter oben, seht ihr wie ich zu dem Thema SS stand. Panik, Angst, Wut… Unsicherheit.
    Ja… Die SS war im Nachhinein easy. Tatsächlich.
    Die Geburt… XD Tja, wie Geburten eben sind. Eine krasse Erfahrung.

    Nun bin ich den 5ten Tag alleine mit unserem Sohn zu Hause :( DAS ist nicht schön… Jedenfalls für mich. Als Team mit meinem Mann ist es einfacher aber so?
    Ich hab schon o9die Entscheidung verflucht Schwanger geworden zu sein und das ich auf mein Gefühl hätte hören sollen.
    Diese angeblich so schöne Anfangszeit gibt es nicht. Also… Klar.. Was der absolute Wahnsinn ist wenn euch das baby anlacht. Das versteht man erst wenn man es selbst erlebt… Wirklich!!!!
    Aber gerade hab ich ihn im Stubenwagen liegen und trau mich nicht aufzustehen, weil ich schiss habe das er wach wird.

    Nunja…was ich damit sagen will… Alles ist machbar. Und man braucht Geduld und ein breites Kreuz. Davon besitze ich wenig :/
    Deswegen weine ich auch viel. Aber ich warte auf den Tag wo ich verstehe was alle über Kinder sagen.

    Lg
    Karen

    Antworten
  144. Lumen
    Lumen sagt:

    Hallo, ich habe jetzt lange hier gesessen und einige Beiträge gelesen. Mich treffen wohl auch die 13% der Phobie vor einer Schwangerschaft und allem was danach kommt. Die Beiträge konnten mich wenig beruhigen, der letzte hier hat mir sogar jetzt noch den letzten Rest genommen, dass es nach der Schwangerschaft besser werden könnte….
    Aber ich erzähle erstmal:
    Ich hatte noch nie einen besonders großen Kinderwunsch, weder als Kind noch bis heute mit 35 Jahren. Ich hatte eher Phasen, so wie Hormonschwankungen, worauf ich es auch etwas schiebe, dann aber konnte ich es mir ganz gut ausmalen. Viele rationale Überlegungen haben es aber oft geschafft diese Gefühle wieder schnell zu zerstreuen.
    Ich hatte 8 Jahre eine fern Beziehung mit einem Mann. Ich kann heute sagen, dass ich wohl grundsätzlich Bindungsängste habe, nachdem ich zurück blicke, denn es gab immer wieder gemachte Probleme, wenn wir zusammen ziehen wollten, oft auch wechselseitig. Irgendwann haben wir es dann doch zu einer Wohnungssuche und einer Lösung geschafft, die mir meine Wohnung in Berlin dennoch ließ (natürlich, wie ich mir immer vor machte aus beruflicher Ortsabhängigkeit :-)) Wir hatten Pläne, wollten ein paar Jahre nach China und Familie Gründen.
    An dem Punkt lief etwas schief…ich ergriff die Flucht mit einem anderen Mann, der mich seit langem umgarnte und ich plötzlich selbst überzeugt war, ich werde mein Leben mit ihm verbringen. Die rede war von zusammen ziehen und Kinder und in einem unheimlichen Rausch, machten wir uns gleich daran. Ich wurde gleich schwanger und war geschockt. Ich bin wie aus einer Blase gefallen und habe sofort alles hin geschmissen. Ich kannte mich selbst nicht mehr und wusste nicht warum ich das alles getan hatte. Ich hatte zu diesem Mann auf einmal eine riesen Abneigung und zu meinem Körper der sich in der 5. Woche Abstoßend voll anfühlte, eine Zeitbombe, ich wollte es nur noch “los Werden”.
    Ich habe damals gedacht, dass ich diese Schwangerschaft so empfinde, weil ich das alles gar nicht gewollt habe und aus Panik in die Arme eines anderen gerannt bin.
    Ich habe damit meine Beziehung zerstört als ich es meinem Freund erzählt habe. Eine Abtreibung war für mich ganz klar und habe ich auch danach nie bereut.
    Ich schreibe das hier nicht mit Stolz. Ich habe ewig mit allen erdenklichem Leid und Schuldgefühlen danach zu kämpfen gehabt, nicht was eine Abtreibung betrifft aber dass es alles überhaupt so weit kommen musste und kannte mich selbst nicht mehr. Ich dachte ich sei ein ethisch korrekter Mensch mit Werten und klaren Vorstellungen. Heute weiß ich wohin mich die Panik treiben kann und wie unberechenbar sie ist.

    Jetzt zu heute:
    Ich habe seit drei Jahren einen Freund in Bayern. Ich wohne noch immer in Berlin. Ich habe es nur Schritt für Schritt geschafft halb bei meinem Freund ein zu ziehen, das nötigste ist da und ich verbringe lange Zeiten im Dorf.
    Die Beziehung hatte ihre Schwierigkeiten, noch durch meine alten Wunden aber wir haben es immer näher zueinander geschafft und es läuft so gut, wie ich es noch nie hatte. Auch ich habe viel verstanden und mit kleinen Schritten konnte ich einige Ängste ablegen. Mein Freund ich sehr verständnisvoll und geduldig. Er hatte schon als wir uns kennen gelernt haben klar gestellt, dass er keine Kinder möchte. Seine letzte Beziehung hatte er sogar unter anderem aus diesem Grund beendet.
    Ich habe es mir erstmal offen gelassen und das Thema dann in den drei Jahren intensiv erforscht, für und wieder überlegt und mein Umfeld mit Kindern beobachtet. Gefühle hatte ich dann immer mal wieder es müsse jetzt sein. Vor allem, wenn wir besonders schöne Zeiten zusammen hatten, kam der Wusch einfach hoch mich mit diesem Mann noch inniger zu verbinden und etwas zusammen zu haben. Ein sehr schönes Gefühl, dass ich aber immer wieder an dem Punkt eindämmen musste, weil klar war an der Stelle wird es nicht weiter gehen. Wir hatten viele Hochs und danach dann ein schlimmes Tief, wegen dem Thema, weil es jedes mal scheinbar auf eine Absurde Entscheidung zwischen Kind oder Mann hinaus zu laufen schien. Es war ein hin und her.
    Irgendwann haben wir beide unseren frieden geschlossen, denn ich war mit mir innerlich klar, dass, es ein schöner Gedanke ist mit meinem Freund Kinder zu haben und ich aber verstehe, wenn er nicht möchte und die Lösung, wie auch immer sie ist schon kommen wird.
    Und sie kam…auch mein Freund hatte sich viel damit auseinander gesetzt in der Zwischenzeit, war sich sicher er wolle mit mir definitiv zusammen bleiben und könne sich auch ein Kind ganz gut vorstellen. Er sagte er habe eben auch seine Ängste, über die er nur nach und nach hinweg käme…
    Jetzt bin ich in der 5. Woche Schwanger, es ging sehr schnell, eigentlich sofort. Es waren sehr schöne erste Wochen, wir waren beide ganz verliebt ineinander.
    Aber seit einer Woche habe ich die selben Gefühle wie bei meiner ersten (unglücklichen) Schwangerschaft. Ich mag mein Körpergefühl gar nicht. Fühle mich voll und aufgedunsen. War immer schlank und sportlich und mochte das leichte Körper Gefühl.
    Außerdem habe ich extreme Panik vor dem Endgültigen, vor der Gesellschaftlich aufgezwungenen Mutterrolle, Langeweile und Eintönigkeit. Stress und keine Zeit für mich. Panik vor einem Umzug und Berlin ganz zu verlassen. Keine Fluchtmöglichkeiten. Kein längerer Urlaub in Asien mehr. Ich bin unstetig beschäftigt, so wie mein Freund. Wir arbeiten nach Projekten und er sagte schon, wenn die erste Zeit vorbei ist, wenn das Kind die Mutter braucht, dass wir uns dann mit den Aufträgen abwechseln können, so dass jeder mal zu Hause ist oder arbeitet. Er findet gerade für alles Lösungen und ich weiß die gibt es ja sicher auch, ich habe aber dennoch eine riesen Angst!
    Dazu kommt jetzt noch, dass ich mich kein Bisschen mehr freue über die Schwangerschaft und mir graut es schon vor der Geburt, den Bewegungen und der Schlaflosigkeit danach. Ich kann keinen positiven Gedanken mehr fassen und habe schon wieder das Gefühl ich will nur noch dass es “weg ist”. Ich bin sehr verzweifelt darüber, ich habe gedacht ich möchte wirklich und es schockiert mich, dass es das selbe Gefühl ist wir damals in dieser ganz anderen Situation.
    Ich muss mich heute fragen ob es auch damals nicht die Situation war sondern ich diese Phobie immer habe, dass ich Bindungsangst habe, dass ich mir damit alles kaputt machen könnte und ich gar nicht klar sagen kann was ich will.
    Es ist unheimlich und ich weiß gerade nicht was ich tun kann.
    Therapien hatte ich schon einige, Familienaufstellung, Gespräch, EMDR, Kinesiologie, Yoga. Es ist nicht so, dass ich mir nicht vielen Dingen in mir bewusst wäre und daran gearbeitet hätte. Ich habe auch erfolge, aber eben nur Schritt für Schritt in sehr kleinen Schritten.
    Ich habe jetzt Angst das falsche zu tun. Egal ob ich abbreche oder es bekomme. Was ist, wenn es wie im letzten Beitrag so panisch und unzufrieden weiter geht?
    Mit meinem Freund rede ich offen und er steht voll hinter mir, egal für was ich mich entscheide.
    Aber die Panik greift gerade auch weiter um sich und ich würde am liebsten alles abbrechen, verschwinden, mich nicht fest legen müssen mit nichts.
    Genau das habe ich wohl damals auch gespürt und getan, nur traf es da gleich zwei Männer.

    Das hört sich alles ziemlich schlimm an, finde ich und ich fühle mich als ob es nur mir so geht. Gibt es denn hier jemanden, der durch die Schwangerschafts Phobie auch in anderen Bereichen diese Angst verspürt? Trifft diese Panik nur eure Schwangerschaft oder vielleicht auch das Zusammenziehen, einlassen, allgemeines Festlegen?
    Ist es vielleicht gar keine “Schwangerschafts Phobie”, sondern allgemein Angst sich ein zu lassen? Beziehungsangst?
    Und sind wir hier eigentlich noch bei nur 13%? Mir kommt es vor als ob es schon sehr vielen so geht, wenn man das hier ließt.

    Vielleicht habt ihr einen Tipp, wo ihr damit hin gegangen seid und ob es geholfen hat. Ich versuche gerade alles um wieder ruhig zu werden und zu wissen was ich will. Zumindest hilft mir schon meine damalige Erfahrung nicht so schnell der Panik nach zu gehen und darin gleich zu reagieren.

    Viele Grüße
    Lumen

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    • lafrancophile
      lafrancophile sagt:

      Liebe Lumen,

      vorab: Da ich dich nicht kenne, kann ich das “Ausmaß” deiner Gefühle nicht einschätzen und eine Therapeutin o.Ä. bin ich auch nicht.

      Was ich weiß ist dagegen, dass Ängste und Unsicherheiten gerade in den ersten Schwangerschaftswochen normal sind, auch bei Frauen, die keine Phobie oder sonstige psychische Probleme haben.
      Und ich kann mir gut vorstellen, dass dies umso heftiger ausfällt, je “unsicherer” man vorher war. Für mich war das auch nur zu überstehen, weil für mich kein Abbruch in Frage kam und es damit keine Alternative gab. Und selbst jetzt, in meiner zweiten Schwangerschaft, die absolut gewünscht war, hatte ich anfangs wieder heftige Zweifel und Angst, was da alles kommen wird und ob ich bzw. wir das überhaupt schaffen kann/können.
      Das Blöde ist, dass einem vorher ja niemand sagen kann, wie es sein wird. Wie man selbst sich erlebt und fühlt in der neuen Rolle, wie gut man mit den Umstellungen klar kommt, welche Dinge mit Kind möglich sind oder nicht. Ich fürchte, man kann sich nur für oder gegen den Sprung ins kalte Wasser entscheiden und dann das Beste daraus machen.

      Bist du denn derzeit in therapeutischer Behandlung, wo du deine Gefühle vielleicht auch in einem professionellen Rahmen besprechen kannst?

      Ich würde dir gerne etwas Ermutigendes schreiben, aber ich weiß nicht genau, was. Bei mir war das Problem anders gelagert, weniger die Angst vor der Verbindlichkeit, als vielmehr eine Angst vor den körperlichen Veränderungen und Übelkeit/Erbrechen während der Schwangerschaft und Sorge vor meiner psychischen Belastbarkeit (ich bin da vorbelastet). Wir haben es dennoch gewagt, es war (und ist) nicht immer einfach, aber ich bin da auch ein Stück weit rein gewachsen. Die Entscheidung wird dir wohl niemand abnehmen können, das ist wahrscheinlich wie der Sprung vom 10 Meter-Turm. Wenn du dabei Unterstützung hast, umso besser.

      Liebe Grüße
      lafrancophile

      Antworten
  145. Foxy
    Foxy sagt:

    Liebe Lumen, wer kann dir sagen, was du von deinem Leben erwartest und was du willst…?
    Ein Kind ist kein Must-have. Eine Abtreibung ist nicht grundsätzlich verwerflich.
    Ich hatte im Sommer einen Kommentar geschrieben, denn ich bin total ungewollt in einer relativ jungen Beziehung (1,5 Jahre) schwanger geworden, ohne den geringsten Kinderwunsch meiner- oder väterlicherseits.
    Jetzt ist es seit genau 3 Wochen auf der Welt!
    Es ist schon auch so wie du befürchtest, eintönig und langweilig und trotzdem wahnsinnig anstrengend. Ganz seltsame Mischung. Ich gehe Abends um 19 ins Bett damit ich nicht zum komplett Zombie werde., die Gewissheit in 2 Stunden wieder wach zu werden, ist echt schlimm. Muss das aktiv verdrängen, irgendwie geht es aber und man ist morgens doch fit.
    Dabei ist das Kind lieb und knuffig und macht es uns eigentlich leicht. Dennoch… manchmal frage ich mich, ob ich nicht doch besser hätte verhüten sollen?!
    Zwei, nein drei Dinge erzählen mir das Gegenteil:
    Am 2. Tag im KH meinte die Kinderärztin, er hätte einen kleinen Herzfehler der beobachtet werden müsse. Ich bin schier durchgedreht in diesem Moment, dem Kind darf NIE was zustoßen.
    Ich freue mich wie irre aufs erste Lächeln und die Stimme meines Kindes und dass er mal die Arme nach mir ausstreckt und Mama sagt!
    Und vorhin bin ich zum Bäcker gegangen und zwar nicht nur um für mich ein Stück Sonntagskuchen für mich zu holen, sondern Frühstück für meine FAMILIE!
    Das war ein sehr glücksreiches, bewegendes und erhebendes Gefühl.
    Du liebst das Baby einfach und kompromisslos. Punkt.

    Und noch was: ich hab in der SS nur 9 kg zugenommen und jetzt schon wieder 1 Pfund weniger als vorher. Ich hatte keine körperlichen Einschränkungen, immer noch Sport gemacht und mich null reingeströmt. Was soll ich sagen, die Geburt naja, ist viehisch aber irgendwie auch spannend. Und es geht vorbei, ich sehe aus und fühle mich genau wie vorher.
    Alles wird gut.

    Antworten
  146. Noni
    Noni sagt:

    Hi liebe Leidensgenossinen, ;)

    es stehen hier zwar eigentlich schon genug Berichte, aber ich füge trotzdem mal noch meinen hinzu. Vielleicht kann ich ja was berichten, das dem ein oder anderen hilft. ;)
    Ich bin 27 und hatte nie einen richtigen Kinderwunsch.
    Von Kindheit an bis hin zum jungen Erwachsenen hatte ich immer panische Angst vor dem Schwanger sein und – wenn ich ehrlich bin – es ist noch heute so. Nur heute bin ich schwanger.
    Warum? Weil ich und mein Partner uns bewusst dazu entschieden haben. Ich war sogar die treibende Kraft dabei.

    Dahinter stand eine einfache Erkenntnis/Überlegung:

    Will ich Kinder? – …Vielleicht. (der Gedanke lässt mich unruhig werden)
    Will ich jetzt Kinder? – Nein! (Panik! Angst!)
    Ok, also will ich niemals Kinder? – …Doch. Ich will irgendwann Familie haben. Ich will, wenn ich alt bin nicht allein sein. Ich will irgendwann Oma sein. Ich möchte meinen Kindern Vorlesen. Ich will ihnen das beibringen, dass auch meine Eltern mir beigebracht haben. Ich will, dass ein Teil von meinem Partner und mir weiter lebt, und, und, und, ….
    Erkenntnis 1: Ok, ja ich will Kinder.
    Führt nun wieder zu der Frage: Wann?
    Selbstverständlich bricht nun wieder der Angstschweiß aus.
    Also habe ich versucht es rein logisch und objektiv anzugehn:
    Partnerschaft: Bin überglücklich mit ihm und er mit mir. Lang genug zusammen sind wir auch.
    Geld: Er verdient gut und ich ebenfalls. Und wenn mein verdienst wegfallen würde, würde es trotzdem gut gehen.
    Karriere: Würde meiner Karriere nicht schaden / und wenn empfände ich es als nicht schlimm.
    Will er überhaupt Kinder: Ja.
    Ab wann finde ich ist man zu alt um Mutter zu werden? (Hier schreibe ich meine Erkenntnis nicht rein, da ich niemanden verunsichern will, da hat jeder eine andere ansicht ^^ )
    Will ich mehr als ein Kind?
    Wie lange dauert es, bis man schwanger wird? (zur Info: Man soll ca 2Monate vor dem Versuch schon Folsäure nehmen und normal ist auch, dass es bis zu einem Jahr dauern kann schwanger zu werden.)
    Nun mal runterrechnen, wann es nach diesen Überlegungen los gehen sollte…
    Erkenntnis 2: Wenn nicht jetzt wann dann? – Mit Partner besprechen. :)

    Die Angst war/ist immernoch da. Aber es gibt einen schönen Sprüch der (finde ich zumindest) perfekt passt:
    “Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst, sondern die Erkenntnis, dass etwas wichtiger ist als Angst.”
    Ich habe meinem Partner auch von der Angst erzählt und er hilft mir nun dabei und tröstet mich, wenn sie wieder hoch kommt. Auch geholfen hat mir, dass er mir versprochen hat, mir nach der Geburt zu helfen, meinen Körper wieder in Originalzustand zu bringen (mich also bei Rückbildung und Sport anzutreiben). ^^
    Und über die Schmerzen denke ich inzwischen so:
    Wenn ich versuche mich an große körperliche Schmerzen in meinem Leben zu erinnern, dann geht das nicht, obwohl es davon einige gab. Ich weiß, das unser Körper so gemacht ist, dass er uns Schmerzen danach bewusst vergessen lässt. Wir wissen nur noch, dass es schlimm war. Aber wie es genau war – das ist weg. Daher komme ich zu dem Schluß, dass ich es überstehen werde und wer will, kann sich inzwischen ja auch von den Ärzten was geben lassen. ;)

    Ich versuche nun auf dem Weg zur Mutterschaft mich überraschen zu lassen und es zu nehmen wie es kommt.
    Ich sehe die Schwangerschaft nicht als schön an. Konnte nie verstehen warum so viele Frauen es so empfinden. Kann es immernoch nicht. Aber ich akzeptiere sie als notwendig, um einem neuen Stern das Leben zu schenken – meinem kleinen Stern – und das kann (objektiv betrachtet) doch gar nicht so schlimm sein, oder? ;)

    Antworten
  147. Lumen
    Lumen sagt:

    Tausend dank für die antworten auf meine nachricht und liebe noni, wie schön du das geschrieben hast! Mir geht es genau so wie du schreibst mit diesem thema. Schon immer. Es tut gut das nochmal so klar gelistet und rational zu lesen.
    Ich bin mit meiner entscheidung noch immer nicht weiter aber wenigstens fühlt sich mein körper schon ein wenig besser an und der appetit wird wieder normaler. Die entscheidung ist sehr anstrengend aber mir geht es genau wie noni, es würde alles passen und ich weiss zumindest, dass auch ich in diesem leben nicht kinderlos bleiben mag….nur diese panik darüber….das jetzt fest legen und entscheiden….hm.

    Alles liebe
    Lumen

    Antworten
  148. Marie G
    Marie G sagt:

    Hallo zusammen,
    oh mann. Was haben mich hier die Beiträge berührt :-( könnt immer noch ein Tränchen verquietschen…
    Ich bin knapp 38 und kinderlos…und höre meine Uhr verdammt laut ticken!!
    Bin jetzt seit 5 Jahren in meiner 2. Ehe und sehr glücklich mit dem Mann an meiner Seite. Aus erster Ehe haben wir keine Kinder.
    Leider habe ich seit fast 7 Jahren immer wieder mit Angst-und Panikattacken zu tun. War und bin immer noch in psychosomatischer Behandlung. Und habe jetzt eine Therapeutin die wirklich wirklich gut ist.
    Leider ist es so, dass mein Mann und ich jetzt schon sehr sehr lange keinen Sex haben ;-( ich sag mal so. Aufgrund einigen Dingen in meiner 1. Ehe habe ich leider die Lust am Sex verloren und habe große Angst mich fallen zu lassen. Das heißt ja, kein Sex – keine Kinder…grob gesagt
    Klar am Anfang meiner Beziehung mit meinem jetzigen Mann war der Sex großartig und so toll, wie ich ihn niemals zuvor erlebt habe (und das habe ich dann auch mal mit Anfang 30 erleben dürfen…was es heißt ein Orgasmus zu bekommen während des Sex!!!)

    Nun ist es aber so, dass ich meine biologische Uhr echt sehr laut ticken höre, habe zudem Endometriose und im Verwandten und Bekanntenkreis nur Mädels die schwanger sind oder schon Kinder haben. Fühle mich langsam echt mies und weiß nicht wohin mit mir!
    Es ist ja so. Dieses Trauma aus meiner vorherigen Beziehung in sexueller Hinsicht gesehen, krieg ich gerade erst mit meiner Therapeutin mal aus mir raus, da hab ich jetzt Jahre für gebraucht. Und ob das jetzt innerhalb ein paar Monate “geheilt” wird und ich dann auch den Mut habe, mir zu zutrauen Mutter bzw. erstmal schwanger zu werden – keine Ahnung :(

    Wisst ihr, ich hab so dieses Gefühl dass ich das will…SOFORT – und direkt darauf wieder ” ach nee, doch nicht. Ich bin bestimmt mit meinen ganzen Ängsten keine gute Mutter”

    Während ich das schreibe kullern wieder Tränen, denn ich werde nun mal 38 und die Zeit rennt…..

    Ich bin froh, nicht alleine zu sein. Freue mich sehr, diesen Blog gefunden zu haben.
    Denn alle um mich rum mit Kindern können das ja ÜBERHAUPT NICHT VERSTEHEN!!! Weder Freunde noch Familie

    Sende euch ganz liebe Grüße
    Marie

    Antworten
  149. Judith
    Judith sagt:

    Zitat aus der Studie bzw. dem Artikel:
    “Laut einer britischen Studie von 2001 berichteten 13% der nicht schwangeren Frauen Angst vor der Schwangerschaft zu haben, so dass sie diese verschoben oder sogar gänzlich vermieden”

    Das finde ich alles andere als phobisch, d. h. krankhaft. Wer keinen Kinderwunsch hat, der will sicher nicht schwanger werden.

    Antworten
    • Jana Friedrich
      Jana Friedrich sagt:

      Hallo Judith, wenn kein Kinderwunsch da wäre, gäbe es ja auch kein Problem. Aber diese Studie bezieht sich natürlich auf Frauen mit Kinderwunsch, die diesen aber aus Angst nicht verwirklichen.
      LG
      Jana

      Antworten
  150. gast(w)
    gast(w) sagt:

    Hallo.

    Ich (Ende Dreißig) finde es mutig und hilfreich, wie ehrlich viele hier schreiben. Habe lange nach sowas gesucht.

    Nachdem meine Frauenärztin solche Ängste bei ihren Patientinnen offensichtlich nicht kennt und nicht verstehen konnte, wie ich trotz Planung dann so panisch in die Praxis kam, tröstet es mich, dass es nicht nur mir so geht.

    Das mit der Panik ist nun mehrere Monate her. Mein Mann und ich haben uns inzwischen fürs Beibehalten der Verhütung entschieden, nachdem der erste geplante Versuch in Richtung Schwangerschaft direkt in eine ca. 2-wöchige Panikattacke bei mir führte, die auch nur langsam abklang, nachdem die Regel normal gekommen war. Als sehr Sicherheits- und Kontrollbedürftiger Mensch habe ich durch den Versuch den extremsten Kontrollverlust meines Lebens erlitten. Das gilt es nun zu verdauen. Und ich weiß nicht, wie ich diese Panik noch länger ausgehalten hätte, wenn der 1. Versuch geklappt hätte.

    Wir als Paar hatten und haben beide keinen starken Kinderwunsch. Mit (beide) Mitte Dreißig haben wir uns nach langer vergeblicher Partnersuche recht spät gefunden. Daher kam das Thema eigener Nachwuchs auch erst spät im Leben auf. Und es blieb die 2 Jahre vor unserem 1. Versuch durchweg ambivalent – ein inneres Hin und Her bei mir. Wir erleb(t)en ebenfalls viele Schwangerschaften im Umfeld, vereinzelt auch in unserem Alter (Ende Dreißig). Wir erleb(t)en die Fragen und Erwartungen an uns. Und ich erlebe nach wie vor Momente der Begeisterung für kleine Kinder und die dann kurzzeitig aufkommenden Muttergefühle. Trotzdem entwickelt(e) sich kein klares “Ja” bei mir, nur dieses leise, aber nagende “vielleicht” und der Gedanke es vielleicht zu bereuen später, wenn nicht.

    Inzwischen denke ich, diese Ambivalenz gehört zu meiner derzeitigen Lebensphase, also den ausklingenden fruchtbaren Jahren. Es ist auch Trauerarbeit und Abschiedsschmerz, mich so langsam von der Lebensgestaltungs-Möglichkeit (eigenes Kind) zu verabschieden. Es ist eine Möglichkeit, die ich wegen der späten Erfüllung meines Partnerwunsches nur kurz hatte und wegen der starken Ängste dann einfach nicht umsetzen konnte. Ängste sind ja erstmal etwas Gesundes, haben Schutzfunktion. Warum sie in Bezug auf die Veränderungen durch eine Schwangerschaft bei mir so übersteigert sind und wovor sie mich denn schützen wollen – ich weiß es nicht. In jüngerem Alter hätte ich diese Ängste psychotherapeutisch aufarbeiten wollen, aber nun mit Ende Dreißig schaffe ich das (von der Zeit her, die ich in meinem Tempo bräuchte verglichen mit der Zeit, die mir biologisch noch bleibt) nicht mehr.

    Also geht es jetzt um das Akzeptieren meiner Biographie. Und um das Gestalten unserer Ehe zu zweit. Es geht um Dankbarkeit und das Genießen dessen, was in meinem Leben doch geworden ist bis jetzt und was auch ohne Nachwuchs noch so Spannendes kommen kann. Darüber freue ich mich ja auch. Nur langsam wachse ich aus der Ambivalenz heraus und in einen inneren Frieden über diesem “Nein” hinein.

    Ich wünsche euch allen, dass ihr den Mut für eure passende Entscheidung findet bzw. den Mut zum Frieden mit der eigenen Situation, wie sie jetzt ist. Danke Jana für diesen starken blog, auch wenn wir die Hilfe deiner Fachkollegen nun wahrscheinlich nicht mehr brauchen werden.
    P.S.: Mit dem letzten “wir” meine ich uns beide als Paar. :)

    Antworten
  151. Wolline
    Wolline sagt:

    Hallo zusammen, ich bin schon seit längerem stille Mitlesern. Nun möchte ich auch einmal meine Geschichte erzählen.Ich bin sehr froh, dieses Forum gefunden zu haben. Ich finde mich in vielen Aussagen 1:1 wieder. Zu meiner Situation: Ich bin fast 36 Jahre alt, bin seit mehreren Jahren glücklich verheiratet. Ein (latenter) Kinderwunsch besteht bei mir schon lange. Ca. 7 Jahre. Zuerst war das Thema Schwangerschaft und Kinder sehr weit weg. Es ist viel in meinem Leben passiert. Studium und Reisen, Hochzeit und Hausbau. In dieser Zeit war bei mir immer der Gedanke, “irgendwann” wird sich schon der richtige Zeitpunkt zur Familiengründung finden.
    Viele Jahre habe ich erhebliche Anstrengungen unternommen, beruflich Fuß zu fassen. Was sich bei mir sehr schwierig gestaltete, da meine Arbeitssituation sehr prekär (befristete Verträge,Freiberuflichkeit, Minijob etc.) war und ist. Zum Glück hat mein Partner einen festen, gut bezahlten Job. Ich muss dazu sagen, dass ich auch gern arbeite. Durch diese berufliche Unsicherheit meinerseits, (ich dachte das dies der Hauptgrund sei) habe ich den Kinderwunsch ständig unterdrückt und immer wieder gehofft, endlich einmal einen unbefristen Vertrag zu bekommen und dann kann ich endlich an ein Kind denken. Mein Mann und ich haben oft geredet, ob wir es nicht trotz der Unsicherheiten wagen sollen. Ich hatte jahrelang eine Blockade. Ich konnte mich nicht dazu durchringen, die Verhütung wegzulassen. Es ging einfach nicht. Ich habe mich leider nicht getraut, aus diesem Kreislauf “auszubrechen”. Es war alles eher ambivalent für mich. Dieses jahrelange berufliche Aufreiben hat mich dann vor zwei Jahren in einen “Burnout” geführt.Ich war lange Zeit arbeitsunfähig und hatte viel Glück, meine Biografie aufzuarbeiten zu können. Dabei wurde festgestellt, das ich an einer Angststörung mit allem was dazugehört) bezüglich Schwangerschaften leide. (Schwangerschaftsphobie) Durch gute therapeutische Gespräche (die sehr an die Substanz gingen) und mit Medikamenten konnte ich vieles aufarbeiten. @ Gastw. Meine Therapie dauerte ca. 1,5 Jahre und ich habe heute noch Sitzungen.
    Dabei ist u.a. ein Punkt, das ich in meiner Familie einen Fall einer schweren Behinderung habe. Mein Cousin hatte bei der Geburt einen Sauerstoffmangel erlitten und ist seit dem schwerstbehindert. Wir sind zusammen aufgewachsen.Das jahrelange Verdrängen des Kinderwunsches ist auch u.a. darauf zurück zuführen. Das war mir viele Jahre nicht bewußt.Dieses hatte mich in meiner Kindheit und Jugend sehr belastet. Ich habe doch erheblich darunter gelitten. Zu sehen wie die Familie daran fast an dem Schicksal zerbricht, oder meine Tante ihren Beruf ausgeben mußte, das erste Kind deswegen vernachlässigt worden ist etc.
    Mir geht es heute besser mit dem Thema umzugehen. Der Kinderwunsch ist jetzt stärker da denn je.Ich kann nun sagen, ich wünsche mir ein Kind. Es ist innerlich wie eine Befreiung. Aber ab und zu kommen aber auch noch Zweifel hoch. Es schwankt.
    Ich habe viele Momente, wo ich Panik bekomme,das es für mich zu spät sein könnte, da ich meine biologische Uhr ticken höre. Fast alle unserer Freunde haben Kinder. Es tut schon weh dieses Glück nicht erleben zu können.Aktuell habe ich einen Job, leider wieder nur einen Jahresvertrag. Diesmal möchte ich aber alles anders machen.Mein Mann und ich planen es in ein paar Wochen darauf ankommen zu lassen. Ich habe schon Bammel davor (könnte mein Kind auch eine schwere Behinderung haben, wie gehe ich damit um wenn es so wäre, wie stehe ich eine möglich Schwangerschaft durch etc.) aber ich bin auch gespannt. Ich hoffe die Therapie hat “gewirkt”.
    Ich wünsche euch allen viel Kraft bei euren Entscheidungen.

    Antworten
    • Anna Hendler
      Anna Hendler sagt:

      Hallo Wolline,

      Ich kann deine Angst sehr gut nachvollziehen.
      Ich hab mich deshalb für einen geplanten Wunsch-Kaiserschnitt entschieden. Es war super. Mein Kind war von Anfang an topfit. Und ich bin am nächsten Tag wieder aufgestanden. War die beste Entscheidung überhaupt.
      Vielleicht wäre das ja auch eine Lösung für dich?
      Liebe Grüße

      Antworten
      • Wolline
        Wolline sagt:

        Hallo Anna, vielen Dank für deine Nachricht. Das freut mich sehr das es dir mit deiner Entscheidung so gut ging und das dein Kleines so fit ist. :) Über einen WKS habe ich auch schon einmal nachgedacht. Das würde ich bei meiner Vorgeschichte auch in Betracht ziehen. Darf ich dir noch ein paar Fragen stellen? Z.B. würde ich gern folgendes wissen: kann ein Wunschkaiserschnitt von den Ärzten abgelehnt werden? Wie hast du da argumentiert? Hat man dich versucht umzustimmen? Wovor ich am meisten Bedenken hätte: es wird oft geschrieben, dass die Wahrscheinlichkeit bei einem Kaiserschnitt höher ist, das etwas passiert. Ich hätte irgendwie schon Angst z.B. vor starken Blutungen oder vor einer Fruchtwasserembolie bei der OP. Das ist der Horror für mich. Hilfe, da kommt meine Angst wieder hoch. :( Keine Ahnung wie oft sowas vorkommt. Aber angeblich gäbe es da kaum eine Rettung, wenn so eine Embolie eintritt. Hast Du vorher auch an sowas gedacht? Diese Sachen sind echt schwierig für mich. Solche verzerrte Gedanken. So nach dem Motto, vielleicht “schaufelst du dir damit den eigenes Grab”. Sorry für die vielen Fragen. Alles, alles Gute für dich. LG!

        Antworten
        • Jana Friedrich
          Jana Friedrich sagt:

          Liebe Wolline, sorry ich muss mich mal kurz einklinken. Du mußt keine Angst haben:
          Wenn du dir auf Grund deiner Vorgeschichte nur einen Kaiserschnitt vorstellen kannst und das dem Klinikteam so klar sagst, dann wirst du auch eine bekommen. Es reicht hier wirklich zu sagen, dass du extreme Angst vor der spontanen Geburt hast, die du nicht denkst, bewältigen zu können. Sonst gehst du in eine andere Klinik, die dafür mehr Verständnis hat.
          Sectios sind sehr sichere OPs und eine Fruchtwasserembolie ist eine extrem seltene Komplikation, die wirklich nicht zu erwarten ist.
          Alles Liebe, Jana

          Antworten
          • Wolline
            Wolline sagt:

            Hallo Jana, danke für deinen Kommentar. Das ist sehr nett was du geschrieben hast. Das hilft mir echt weiter. Ich habe letztens zufällig in einem Bericht eine Frau gesehen, die leider dieses Komplikation hatte. Das hat mich natürlich echt getriggert. Naja, ich muss vertrauen wenn es mal soweit ist, das alles gut gehen wird. Danke für dieses Forum. LG!

  152. Jen
    Jen sagt:

    Hallo mal wieder
    Ich wollte mal ein Update abgeben.
    Ich hatte nach meinem Post immer und immer wieder mit meinen Gedanken zu kämpfen. Aber Schlussendlich, hab ich den Sprung ins kalte Wasser gewagt. Naja, das Ergebnis ist, das ich fast sofort schwanger geworden bin ( befindet mich nun in der 21. SSW) vielleicht war das auch ganz gut so, sonst hätte ich es immer und immer wieder aufgeschoben. Nachdem klar war, dass ich schwanger bin kamen natürlich wieder Zweifel hoch, aber ich denke das ist ganz normal. Auch jetzt noch schleichen sich die Gedanken ein. Aber ich habe so liebe Unterstützung von meinen lieben, das diese nicht lange anhalten. Ich hatte auch sehr Glück, ich hatte bisher nur minimale schwangerschaftssymptome, da kann man sehen das jede Schwangerschaft anders läuft. Auch das mit dem “Alien-gefühl” ist gar nicht so schlimm. Klar ist es am Anfang eher befremdlich wenn man das kleine merkt. Aber ab da hofft man das alles gut wird und die schlechten Gedanken verschwinden.
    Also ich kann nur sagen, das man es nur wagen muss ins kalte Wasser zu springen. Mir geht’s mit der Entscheidung auch gut.
    Ich hoffe allen, die noch nicht sicher sind was sie machen sollen, alles gute und hoffe das es euch mit euren Entscheidungen genauso geht wie es mir geht. Ich wünsche euch alles gute
    Liebe Grüße

    Antworten
  153. Pamela
    Pamela sagt:

    Hallo in die Runde, eine sehr gute, langjährige Freundin, die selber drei Kinder hat, hat mir diesen Link zum Blog geschickt. Ich fühle mich sehr angesprochen und finde es toll, dass man mit seinen Gedanken doch nicht alleine ist und anscheinend doch nicht abnormal ist. So komme ich mir schon immer vor.
    Ich bin fast 32, seit einem Jahr verheiratet, mein Mann hat von Anfang an gesagt, er möchte Kinder aber er gibt mir die Zeit die ich brauche. Naja sind wir ehrlich, unendlich Zeit hat man nun mal nicht und auch er möchte nicht mehr lange warten.
    Ich habe schon immer gesagt ich will nie Kinder, so recht hat sich bis heute aus diversen Gründen nichts daran gändert . Meinem Mann zuliebe habe ich aber versucht mir ein Leben mit Kind vorzustellen. Wie wäre das, wie lauft dann alles ab mit Elternzeit, wir wollen umziehen. Daher schauen wir natürlich auch ob kita, Arzt, Schule etc. In der Nähe sind. Aber das ist eben alles theoretisch. Da kann man ja mal seinen Gedanken freien Lauf lassen. Ich würde meinem Mann diesen Wunsch prinzipiell gern erfüllen aber mir fallen leider nur Gründe gegen ein Kind ein und nichts daür . Und ich denke darin liegt genau das Problem, dass ich denke dass mit mir etwas nicht richtig ist im Kopf oder ich als Frau völlig missraten bin. Zwischen keinem Kind und einem bekommen, gibt es nun mal leider keinen Kompromiss und einer bleibt unglücklich und mein Mann könnte sicher auch nicht bei mir bleiben bei unerfülltem Kinderwunsch. Aber mir reicht mein Mann vollkommen aus. Also denke ich mir du musst dich notgedrungen irgendwie mit dem Gedanke anfreunden. Aber was wenn ich das Kind dann nich will, es nicht mal ansehen kann? Okay vielleicht etwas weit und krass gedacht.
    Aber bei mir geht es eben auch schon los mit der Angst vor der Schwangerschaft . Was ist daran schön? Ich will nicht kotzen müssen, ich will nicht fett werden, ich will hinterher wieder so aussehen wie vorher und von der Geburt selber fange ich nicht an. Ich habe mal 25 kg mehr drauf gehabt, daher habe ich Angst dass mein Körper nicht wieder in Form kommt. Ich will nicht dahin zuück .
    Ich glaube nicht eine gute Mutter sein zu können, mir gehen schon unsere zwei Katzen auf den Keks wenn die rum schreien und Blödsinn machen. Wie soll ich da Nerven aus Stahl für ein Kind haben. Ich denke da immer an das Supermarkt Szenario. Wer will schon von allen angesehen werden und jeder denkt, was für eine Rabenmutter. Ich weiß ich muss mir bei meinem Mann auf gar keinen Fall Gedanken über fehlende Unterstützung machen, aber dennoch ist man die meiste Zeit mit dem Baby alleine. Ich weiß hier geht es erstmal vorwiegend um die Angst vorm schwanger zu sein aber der Rest gehört ja dann auch dazu.
    Ich fände es sehr schön, wenn es auch auf anderem Weg noch die Möglichkeit geben würde, sich auszutauschen. Viele Grüße

    Antworten
    • Lisa
      Lisa sagt:

      Hallo Pamela,
      da haben du und dein Mann ja eine vertrackte Situation.

      Wenn SEIN Kinderwunsch so groß ist, habt ihr auch mal über eine weniger klassische Aufteilung der Kinderbetreuung konkret gesprochen?
      Wäre er denn bereit den Hauptteil der Kinderbetreuung gerade in der Baby-/Kleinkinderzeit zu tragen (wenn sie noch nicht so rational erreichbar sind)? Dann hättest du z.B. 2 Monate Elternzeit und er die restlichen 12?
      Ist er bereit das Mehr bei der Kinderbetreuung zu leisten, wenn du sagst es ist dir zu viel, Papa übernimm du? So wie es sicher in der klassischen Aufteilung einige Väter öfter machen ;)
      Auf der Basis könntest du ihm dann vielleicht besser entgegen kommen und den Teil des “Kind wachsen lassens” eher übernehmen?
      Alles Gute für euren Weg, ob nun mit oder ohne Kind!
      Liebe Grüße,
      Lisa

      PS zum Kind: den eigenen Kindern gegenüber empfindet man anders, das hat die Natur wohl ein Stück weit so angelegt. Wie sehr anders weiß man leider vorher nicht und ist auch als Nichteltern schlecht vorstellbar/ergründbar. Leider kein Probelauf möglich, wie du schon schreibst.
      PS zum Körperlichen: die Frauen, die ich kenne die in der Schwangerschaft auch weiter regelmäßig Sport getrieben haben, hatten keine so große Gewichtszunahme wie du sie befürchtest. Auch nach der Geburt waren sie in absehbarer Zeit wieder “in Form” auch wenn es natürlich nicht von jetzt auf gleich geht ;)

      Antworten
  154. ute
    ute sagt:

    Hey ihr Lieben,
    ich bin in einer mir sehr ungewohnten Situation. Das erste Mal in meinem Leben bin ich wahrscheinlich schwanger, es steht aber noch eine Eileiterschwangerschaft sowie ein früher Abgang im Verdacht. Morgen bekomme ich die zweiten Hormonwerte, und erst ab da gibt es mehr Gewissheit. Kurz zu mir: 36, Musikpädagogin, jetzt aber Grundschullehrerin und bald Referendarin. Ich habe ein gutes Einkommen, mein Freund auch, und rein rechtlich bin ich denke ich auch sicher. Also alles nichts schlimmes. Nur: ích und er leben in zwei unterschiedlichen Ländern und wir haben uns quasi “gerade” erst kennen gelernt, d.h. dass ich in Zukunft erstmal viel alleine zurecht kommen muss. Vor allem mit diesen emotionalen Stimmungen zur Zeit. Das ist furchtbar. Meine Familie besteht eigentlich nur aus meiner Schwester, Mutter und Vater, sowie andere sind leider nicht fähig dazu. Freunde sicherlich- aber auch diese haben eine eigene Familie.
    Ich bin ein starkes Weibchen, denke ich, aber ich habe riesen Schiss davor, schwanger zu sein, soviel alleine damit und alles von heute auf morgen neu zu überdenken. Ich war in meiner jetzigen Situation recht zufrieden, Kinder schaute ich trotzdem manchmal wehmütig an, aber ich war auch schon bei dem Gedanken angekommen, eben nicht Mutter zu werden, weil ich schon 36 bin und mich selbst noch nicht ganz erwachsen fühle. LOL- ich weiß. Nun muss ich bis morgen abwarten, und ich versuche mir alle Freude darauf in Gedanken zu rufen und nicht in Panik zu verfallen. Morgen werde ich sicherlich auch noch aufrecht stehen und normal denken können, auch wenn ich schwanger bin.
    Also danke danke für diesen Artikel ganz oben, es hilft sehr zu wissen, dass man mit seinen Sorgen keine totale Ausnahme ist!!!

    Antworten
  155. Muhkuh-87
    Muhkuh-87 sagt:

    Heyho,

    auch wenn der Bericht jetzt schon 3 Jahre alt ist, gibt es ja immer noch dieses “Phänomen”. Ich habe wohl eine etwas andere Form davon ;P
    Seit ich klein bin wünsche ich mir nichts sehnlicher als ein (bzw. 2) Kind. Meine Antwort war immer: “Wenn ich 25 bin, bin ich verheiratet und habe 2 Kinder.”
    Mein (mittlerweile) Mann wollte aber nicht so früh Kinder, so dass wir jetzt nach 11 Jahren Beziehung, unser erstes Kind Anfang November erwarten. Ich (29 Jahre), habe mich riesig gefreut als der Test positiv wurde (Nach einer unentdeckten ELS mit Not-OP und Endometriose sogar mehr als nur gefreut).
    Aber irgendwann schlug diese Freude um…in Zweifel…in Angst…in einem gestörten Verhältnis zu seinem Körper…
    Plötzlich tauchten Fragen auf, wie: “Schaffe ich das Leben mit Kind wirklich? Ist es das, was du wirklich wolltest? Die Einschränkungen im Leben? Die schlaflosen Nächte? Ohne Spontanität?”
    So kamen auch die Zweifel, ob diese Entscheidung richtig war.
    Gleichzeitig freute man sich natürlich auf das Baby, aber diese Ängste/Zweifel mischten sich dazwischen. Dann kamen die Ängste UM das Kind… “Geht es ihm gut, bekomme ich eine Fehlgeburt und woran merke ich diese? Wann spüre ich Krümel bzw. warum spüre ich ihn/sie nicht? Was ist das für ein permanentes Ziehen im Unterleib und warum habe ich das? Woher kommen diese Schmerzen beim Aufstehen und schaden sie dem Kind?”.
    Auch die körperlichen Veränderungen machen mir zu schaffen: Ich mag meinen Körper im Moment absolut nicht! Ich habe jetzt schon (22 SSW) ca. 12 kg zu genommen. Ein Albtraum, da ich vorher, aufgrund unserer im August statt findenden Hochzeit, auf Diät war. So musste auch das Kleid 3 Nummern größer bestellt werden… Ich war tot traurig! Und ehrlich gesagt auch verzweifelt, da ich nicht weiß, wieso ich sooo viel zu genommen habe (ich führe Ernährungstagebuch!). Vielleicht liegt das in der Familie, denn auch meine Mutter und ihre Schwester haben in ihren Schwangerschaften 22-30 kg zu genommen.
    Auch die Tritte und Bewegungen meines Kindes nehme ich eher als “Fremdkörper” wahr und fühle mich unwohl, wenn ich es spüre…
    Je weiter man denkt, desto mehr nehmen die Ängste zu. Ich habe immer gesagt, dass ich einen Kaiserschnitt mit Vollnarkose habe möchte (ich bin eher Sissi was Schmerzen angeht :)).
    Mittlerweile denkt man ja weiter:
    Ist es wikrlich sinnvoll, eine Vollnarkose zu nehmen, oder schade ich dem Säugling dadurch doch mehr als ich dachte? Baue ich dadurch eventuell ein schlechteres Verhältnis auf?
    Ich bin schon so weit, dass ich mir eine natürliche Geburt mit Lachgas überlegen würde (natürlich ohne Schmerzmittel: nein, PDA: Haha, ich habe panische !!! Angst vor Nadeln), aber keines der 3 umliegenden Krankenhäuser bietet dies an…
    Und weiter geht’s: Bin ich nach der Geburt in der Lage, mein Kind zu lieben???
    All das sind Fragen und Ängste, die mich im Moment überkommen. Allerdings habe ich das “Glück” (und ja, in diesem Fall ist es wirklich Glück), dass ich über meine Ängste reden kann und ganz, ganz tolle, liebevolle und verständissvolle Mitmenschen habe, die mir zu hören und mir beistehen…
    So…jetzt habe ich mich ausgek*tzt :)
    Liebe Grüße

    Antworten
  156. Frau 32
    Frau 32 sagt:

    Hallo liebe Frauen

    Auch ich bin leider davon betroffen, solche Ängste zu haben!

    Ich habe diesen Blog erst gestern gefunden und bin dankbar, dass es Menschen gibt, die ähnliche Gedanken haben und es sogar aussprechen…!

    Die große Fake World wird sehr gerne da draußen kommuniziert und selten finde ich solche ehrlichen Kommentare!

    Ich bin bald 33 und mein Mann will schon seit 3 Jahren oder mehr Kinder!

    Ich drücke mich und weiß nicht was ich tun soll!

    Ich glaube ich weiß auch woran es liegt…!
    Ich bin sehr realistisch und kein Risiko Mensch! Des weiteren wäge ich alles im Leben ab und überlege immer welche pro und Contras eine große Entscheidung mit sich bringt!

    Das Problem ist nur, dass beim Thema Mutter werden, sehr sehr sehr vieles unvorhersehbar ist und die Pro und Contras sehr schwer zu finden sind!

    Früher dachte ich dass es an meiner Kindheit lag, weil es so schwer war….! Aber da ich sehe dass es auch (ganz normale) Frauen haben, muss es ein Zusammenspiel aus vielen Faktoren sein!

    Mein Schwarz Weiß Denken trägt leider auch noch dazu bei …,!

    Viele haben hier sehr viele Contra Inhalte genannt, die ich alle sehr gut nachvollziehen kann!

    Und leider tun fast alle Mütter die ich kenne als wäre alles super dupper!

    Ich kriege einiges mit: angefangen vom Mega Stress, Betreuungsstress, Beziehungsstress, untreue des Ehemannes, oder Männer die trotz 2017 immer noch die Frauen nicht 100% unterstützen und sie in die Mittelalter Zeit drängen…., finanzielle Probleme,
    Und Frauen die nonverbale Signale senden, dass sie so erschöpft sind, dass sie sich so hängen lassen und irgendwo ihr eigenes Ich aufgeben ……usw etc.

    Frauen die nie wieder ihren Job bekommen haben, obwohl sie so lange dafür gekämpft haben und dann vom Arbeitgeber abgeschrieben werden!

    Sorry manchmal hab ich das Gefühl, dass die Politik und die Gesellschaft die Frauen gezielt dahin drängen und es so schwer machen, dass die meisten aufgeben und sich damit abfinden und dann?

    Vielleicht bin ich egoistisch, aber ich hab mich beruflich versklavt und sehr viel gearbeitet um endlich den Job zu bekommen den ich jetzt habe!
    Ich weiß jetzt schon dass ich den in Teilzeit nicht wieder bekommen werde!

    Und sich dazu entscheiden etwas so hart erkämpftes wegzuschmeißen und dann zu akzeptieren dass somit 18 Jahre Schweiß umsonst waren, ist für mich sehr sehr schwer!

    Was ist wenn die Ehe kaputt geht?
    Was mache ich dann Alleinerziehend?
    Wie oft sehe ich, dass Frauen in Hartz 4 rutschen, aufgrund fehlender Kinderbetreuung!
    Oder Arbeitgeber die Mütter trotz super Qualifikation nicht eingestellen oder teilweise heraus mobben……!

    Mansche Mütter oder Familien tun mir richtig Leid….die sind teilweise so kaputt und traurig……!
    Ich will nicht als frustrierte depressive Frau enden und mich am Ende fragen, warum ich diesen hohen Preis für ein Kind bezahlt habe!

    Wenn das kind dann auch noch schwierig wird oder Probleme macht…. ja dann wirds noch viel schlimmer!

    Anscheinend muss ich mich als Frau entscheiden: Selbstverwirklichung oder doch alle persönlichen Wünsche zurückstellen und Mutter werden?

    Wenn ich einer meiner ehrlichen befreundeter Mütter frage, wie machst du das? Dann sagen alle das gleiche:
    Irgendwie gehts schon und das Kind gibt dir so viel zurück!

    Also ich mag schon Kinder, aber nur wenn sie mit mir spielen und gut erzogen sind!
    Sobald die schreien oder schlecht erzogen sind und z.b sich sehr schlecht benehmen oder fies zu anderen Kindern sind…. kann ich dir gar nicht ertragen….!
    Dann gehe ich immer….!

    Seit mir nicht böse, aber das sind nicht gerade sehr rosige Aussichten!
    Ich weiß diese Mutterliebe kann man wahrscheinlich nur als Mutter nachvollziehen!

    Also wenn mir jemand einen Job vorschlagen würde, der 24std. Schicht hat
    Und dann die Struktur sowie Organisation und Vorraussetzung nicht 100% vorhersehbar sind und das Gehalt viel weniger als vorher ist ! Dann dass ich vorab noch 9 Monate fremdgesteuert werde mit zusätzlichen unvorhersehbaren Problemen: physisch und psysisch…..
    Und die Prämie: Liebe und manchmal vielleicht ich auch mal einen Urlaubstag bekommen würde…….! Spontanität total wegfällt….u.s.w etc.

    “Wer bitte würde so einen Job annehmen?”
    Also ich stehe dazu, ich auf gar keinen Fall!

    Ich war schon beim Psychologen und leider hat sie gesagt, dass ich mansches an mir nicht ändern kann, weil es meine Persönlichkeit ist!
    Kontrollfreak, schwarz weiß denken und zu realistisch!

    Tja und nun? Soll ich jetzt aufgeben?
    Zu groß ist die Angst meinem Mann zu verlieren….
    Zu groß ist auch die Angst mich dagegen zu entscheiden, weil ich es evtl. später bereuen könnte….

    Also Ihr merkt ich bin da leider sehr negativ eingestellt….! Ich versuche mich selbst positiv zu manipulieren….schließlich gibt es genug Mütter die das schaffen….!
    Aber mir fällt so gut wie nichts positives ein….!???

    Hat irgendjemand einen Masterplan?
    Gibt es überhaupt eine Version, die Eltern und Kind glücklich machen?

    Kann man die Risiken und Nebenwirkungen irgendwie minimieren?
    Was ist ganz konkret positiv eine Mutter zu sein?

    Was stimmt mit mir nicht?
    Warum empfinde ich das ganze als Verlust meiner selbst?

    Falls jemand antwortet:

    Vielen Dank für jeden kleinen Rat!!!!

    Antworten
  157. Foxy
    Foxy sagt:

    Ich will dir gern antworten, denn ich kann alles was du sagst zu 100% nachvollziehen. Ich bin komplett ungewollt schwanger geworden und hatte nie einen Kinderwunsch, mein Freund noch viel weniger. Jetzt ist der kleine Kerl 5 Monate alt und mein/unser größtes Lieb. Wenn er lacht oder in meinem Arm sein Köpfchen an mich drückt, könnte ich schier zerbersten vor Glück. So viel Emotion hätte ich niemals für möglich gehalten.
    Ich will nicht verschweigen: es ist gleichzeitig das alleranstrengendste was mir je passiert ist. Die Nächte sind Ultra kurz, wenn er schreit, dreht man fast durch. Betreuung ist natürlich höllisch, wir gucken jetzt schon für in 7 oder 8 Monaten. Partnerschaftliche Aktionen und Intimität = 0.
    Mein Job ist allerdings sicher, Teilzeit kein Problem, da habe ich Glück.
    Mein Fazit: ein Kind ist kein Must-have, aber wenn du es hast, kannst du dir nichts anderes mehr vorstellen. Das sind leider die wahren Nebenwirkungen vom Mutterdasein!

    Antworten
  158. Frau 32
    Frau 32 sagt:

    Liebe Foxy

    Danke für deinen Rat und ich glaube dir, dass wenn sie oder er da ist , es alles wert ist

    Ich bin tatsächlich gerade positiv gestimmt

    Dankeschön und alles gute für deine Familie

    Antworten
  159. Frau 32
    Frau 32 sagt:

    Heute schreib ich wieder, weil ich nur hier mich mitteilen kann!

    Momentan hatte ich manchmal das Gefühl: ich springe jetzt ins kalte Wasser…!

    Also haben mein Mann und ich es letzten Monat tatsächlich versucht…!

    Ganze 4Tage freute ich mich ein bisschen….!
    Dann leider nicht mehr….!
    Plötzlich bekam ich den Drang feiern zu gehen und Dinge zu unternehmen, die ich in Zukunft nicht mehr machen kann….!

    Es setzte mich extrem unter Druck und die negativen Gedanken kamen alle zurück….!

    Gott sei dank habe ich gestern meine Erdbeerwoche wieder bekommen und freue mich sehr, dass ich nicht schwanger bin! Ich regelrecht erleichtert und 10kg leichter…..!

    Letztes Wochenende erlebte ich bei Freunden, dass die sich wegen ihrem Kind fast getrennt haben…!

    Das macht seit 3 Monaten nur Stress… schreit ist fies, schlägt um sich und ist richt aggressiv gegenüber anderen Kindern und auch anderen Erwachsenen ….!
    Das hat mich sehr erschrocken und ich mag ihr Kind auch nicht mehr….!

    Eine andere Freundin ist Alleinerziehend und ihre Tochter ist seit 1 Jahr unerträglich!

    Vor ein paar Tagen war sie so aggressiv und schlug ohne jeglichen Grund um sich, warf alles durch die Gegend, schrie 2 Stunden um sich, wie ein Zombie aus einem Hollywood Film…!
    Das alles nur weil sie schlafen sollte….!
    Die Terrorparty ging bis 22:30 Uhr!
    Die Mutter brach danach zusammen und teilte mir mit, dass sie das seit Monaten täglich erlebt und sie nicht mehr weiter weiß…! Sie hat mir nur noch leid getan und sie ist abgemagert hat 0 Privatleben und das Kind macht ihr das Leben gerade zur Hölle!

    Ich war dabei und die Mutter hat alles gemacht um sie zu beruhigen und es half nichts. Ich bin nicht sicher, aber es kam mir so vor, als ob das Verhalten des Kindes richtig berechnet war und sie geschauspielert hat um ihr Ziel: Mama gehört mir und muss alles machen was ich möchte, sonst erpresse ich sie wieder, bis ich Mamas Tag wieder 100% zerstört habe!

    Ich weiß dass ist nur eine Einschätzung von mir, aber ich bin nicht die einzige die das über ihr Kind sagt…!

    Ich war so traurig danach und die Mutter hat mir so sehr leid getan! Es war wirklich schrecklich und ihr Kind kann ich gar nicht mehr ertragen! Ich empfinde teilweise sogar Verachtung und möchte es auch nicht mehr sehen!
    Ich hab das Gefühl, dass es wirklich ein echter böser Mensch ist und sie sich wohl niemals ändern wird….!

    Naja auch andere Mütter sagen, die Kinder kriegen alle so eine Phase und da könnte man nichts dran ändern…!

    Tja, das gibt mir leider noch mehr Gründe kein Kind zu bekommen!

    Wer will denn sowas freiwillig erleben?
    Ist das wirklich bei jedem Kind so grausam?
    Momentan muss ich sagen, das würde ich nicht ertragen!

    Ich habe 4 Geschwister und keiner von uns war so schrecklich! Allerdings sind wir mit Gewalt aufgewachsen und sind wahrscheinlich deswegen immer diszipliniert und lieb gewesen!

    Ich möchte auf gar keinen Fall Kinder mit Gewalt erziehen!
    Nur wenn so eine Situation kommt, wie soll man damit umgehen?
    Das Kind zur Therapie abgeben?
    Eine Nanny einstellen?

    Kostet alles Geld…! Was ist wenn es nicht reicht, muss ich mir dann den Rest meines Lebens diesen Terror ergeben?

    Ich weiß nicht mehr weiter, ich habe so Angst in einem Mutter Gefängnis zu landen und nie wieder daraus zu kommen….!

    Ich kann mich nicht dafür entscheiden und leider auch nicht ganz dagegen!

    Ich bin nicht ganz sicher, aber ich glaube es setzt mich auch unter Druck, weil mein Mann unbedingt Kinder möchte….!
    Ich habe Angst wenn ich mich dagegen entscheide, dass ich ihn früh oder später deswegen verlieren werde!
    Des weiteren werde ich es vielleicht auch später bereuen, wenn ich es nicht mache…,,!
    Aber vielleicht bereue ich es auch wenn ich es mache…! Denn wenn man 0 Zeit für den Partner hat und dann das Kind noch Terror macht, geht die Ehe ja auch zu Bruch…!

    Ich kenne leider kein einziges Beispiel, wo alles glatt läuft….! Irgendwas davon wird eintreffen….! Wenn ich nur wüsste was es sein wird, dann könnte ich mich besser entscheiden…..!

    Hat irgendjemand für mich eine Rat?
    Was soll ich nur machen?
    Das setzt mich alles so unter Druck….!

    Ich bin so ratlos wie noch nie….!
    Ich muss leider in den nächsten 2 Jahren eine endgültige Entscheidung treffen, denn danach ist eh zu spät….!

    Irgendwas stimmt doch nicht mit mir….!

    Manchmal wünsche ich mir ich wäre ein Mann, dann müsste ich mir diese Gedanken nicht machen….!

    Danke für diejenige, die mir antwortet….✌️

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    • Lisa
      Lisa sagt:

      Liebe Frau 32,

      auch als Mann müsstest du dich mit einem Kinderwunsch deiner Partnerin auseinandersetzen, nur gesellschaftlich hättest du weniger Probleme, dich einer aktiven Vaterschaft zu entziehen, also wäre es auch nicht ganz so einfach ;)

      Kinderhaben ist ein riesen Abenteuer und kein unanstrengendes Vorhaben, keine Frage. Aber wie auch Foxy schreibt, man bekommt eine Menge zurück. Als Außenstehender bekommt man meistens die lauten, anstrengenden, trotzigen, … Phasen der Kinder mit. Das Glück ist oft eher leise, wie eben das erste Lächeln am Morgen, diese unbändige Freude etwas das erste Mal selbst geschafft zu haben (z.B. eine Hose anziehen :D, auf einem Bein hüpfen, …), wenn es auf dem Arm schläft, …
      Was man auch nicht vergessen darf: bei den EIGENEN Kindern ist das Gefühl einfach anders. Da ist mein Geduldsfaden z.B. erheblich länger als bei fremden Kindern…
      Einen kleinen Einblick wie es ist (sein kann) Kinder zu haben, findest du z.B. hier:
      https://www.grossekoepfe.de/2017/08/wie-es-ist-kinder-zu-haben.html

      Zu deinen “Erziehungsfragen” findest du vielleicht Tipps auf dem echt tollen Blog mit dem schönen Namen “Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn” (http://www.gewuenschtestes-wunschkind.de/p/inhaltsverzeichnis.html)
      Diesen Gedanken haben bestimmt alle Eltern mal ;) Vielleicht findet deine alleinerziehende Freundin dort auch Anregungen? Dass die Kinder so mega anstrengend sind, ist meistens zum Glück tatsächlich nur eine Phase, in der man sich im besten Fall als Elternpaar abwechselt und einander Verschnaufpausen schafft, damit eben nicht einer so komplett an seine Grenzen kommt. Es ist auch keine Schande sich ggf. an eine Erziehungsberatung zu wenden, damit das Miteinander als Familie besser klappt.
      Vielleicht helfen dir auch die Einblicke in das Familienleben und die Gedanken auf dem Blog kinderhaben.de dich ein bisschen zu sortieren.

      Bezüglich Verzicht: ich weiß nicht was du konkret meinst, aber vieles in der Schwangerschaft gründet auf übertriebene Vorsicht, meist zeigt dir dein Körper was geht und was nicht.
      Mit Kinder geht noch sehr viel, manches eben abgewandelt, z.B. Reisen, da sind gerade kleine Kinder oft Türöffner ;)
      In der aktiven Kinderwunschzeit würde ich mich z.B. NULL einschränken, nur rechtzeitig einen Test machen, damit du ggf ohne Alkohol feiern gehst, oder z.B. bei teuren Reisen eine Rücktrittsversicherung abschließen für den Fall, dass die Reise eben kurzfristig doch nicht angetreten werden kann ;)
      Vor allem seid kreativ bei der Elternzeit! Wenn dein Mann den größeren Kinderwunsch hat, muss er sich entsprechend mehr in der Betreuung engagieren :)

      Wie auch immer euer Weg aussehen wird, ich wünsche euch alles Gute!
      Viele Grüße,
      Lisa

      Antworten
  160. Foxy
    Foxy sagt:

    Nein du musst dich gar nicht entschuldigen, glaube ganz viele Frauen können deine Gefühle nachvollziehen!!
    Aber du hast anscheinend gerade echt nur die schlechtesten Beispiele erlebt… klar sind Kinder bestimmt mal trotzig und launisch und anstrengend sowieso, aber mir hat mal jemand gesagt, man bekommt mehr zurück als man verliert. Ich gehe davon aus, das stimmt!!
    Selbst wenn ich noch nicht so richtig mitreden kann, denn mein Sohn ist erst 6 Monate alt und ich weiß natürlich auch nicht was noch kommt.
    Allerdings kann ich dir trotzdem Mut machen!! Ich bin komplett ungewollt (und ohne den Hauch eines Kinderwunschs! Hatte ich einfach nie, geht also auch!) schwanger geworden. Erst kurz mit dem Mann zusammen, gerade mal 1,5 Jahre. Er auch kein Kinderwunsch, das volle Programm eben.
    ABER: es ist so toll, Mama zu sein! Alle blöden Sprüche sind wahr, wenn er einmal lächelt ist es das Schönste von der Welt!
    Ich will nichts rosa malen, ich schlafe seit 1/2 Jahr nicht, stillen wird langsam lästig, ich gehe nirgendwo mehr allein hin und spätestens 20:30 ins Bett.
    Aber das Kind entschädigt für ziemlich viel. Morgens der strahlende Blick der “hallo Mama” sagt: priceless.
    Ach ja und obwohl mein Freund und ich uns nur kurz kannten, ist unsere Beziehung auf ein andres Level gekommen durch das Kind. Vorher waren wir halt zusammen, jetzt sind wir Eltern. Andere Qualität.
    Und wieso hast du nur noch 2 Jahre Zeit?? Mein Sohn kam 2 Tage vor meinem 40.!! Alles gut gelaufen und total unkompliziert.
    Mein Fazit ist, es lohnt sich und der Junge ist quietschvergnügt!
    Vielleicht schaust du mal die fröhlichen Kinder auf dem Spielplatz an, mit fröhlichen Eltern und nicht nur die Horror Beispiele?!
    Quäle dich nicht, das brauchst du nicht!!
    Alles Liebe!

    Antworten
  161. Foxy
    Foxy sagt:

    Ja ich wollte auch mal ein positives Feedback geben, NACHDEM ich während der Schwangerschaft noch voller Zweifel und Ablehnung war. Ich hatte im Juli 2016 ein paar Beiträge geschrieben, damals unter dem Pseudonym “maybemom”…

    Antworten

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