Mit der Louwen Diät zu einer leichteren, schmerzarmen Geburt – was ist dran?

Was bringt die Louwen Diät? „Verzichte in den letzten 6-8 Wochen vor der Geburt auf Zucker und weißes Mehl und die Geburt geht schnell und ist schmerzarm.“ Das ist so ungefähr das, was man über die Louwen Diät hört, im Netz liest und was viele Hebammen Schwangeren auch im Rahmen der Geburtsvorbereitung empfehlen.
Aber stimmt das auch? Und warum sollte man ausgerechnet durch den Verzicht bestimmter Kohlenhydrate eine leichtere Geburt haben? Um euch diese Frage ordentlich beantworten zu können, habe ich mir eine Übersicht über die Studienlage verschafft, aber auch recherchiert, was dazu im Internet noch so zu finden ist.
Was ich dabei herausgefunden habe, hat mich sehr erstaunt. Denn ganz offensichtlich hat sich die ursprüngliche, geburtsvorbereitende Ernährungsempfehlung von Prof. Dr. Louwen – ein bisschen wie bei „stiller Post“ – mit der Zeit verselbstständigt und verändert.

Warum es trotzdem supersinnvoll sein kann, in der Schwangerschaft, aber besonders in den letzten acht Wochen, auf kurzkettige Kohlenhydrate zu verzichten, und vor allem: wie das ganz einfach geht, das erfährst du in diesem Artikel.

Die Louwen Diät – kurz und knapp

Auf eine einfache, alltagstaugliche Formel heruntergebrochen, sollen Schwangere bei der Louwen Diät vorwiegend auf raffinierten Zucker und Produkte aus stark verarbeitetem Mehl (wie Weißbrot, Schrippen oder Teilchen) verzichten.

Warum heißt die Louwen Diät so?

Diese Diät ist nach Prof. Dr. med. Frank Louwen benannt. Louwen ist Professor und leitender Arzt für Pränatalmedizin und Geburtshilfe am Frankfurter Universitätsklinikum, wo er, neben seiner Klinikarbeit, intensiv zu Auswirkungen von Zuckerverzehr in der Schwangerschaft, Diabetes, sowie Epigenetik und fetaler Programmierung forscht. Bei der Louwen Diät handelt es sich aber nicht etwa um eine Methode zur Gewichtsreduktion, sondern um eine spezielle Ernährungsweise.

Wie geht die Louwen Diät?

Auf Informationsabenden für werdende Eltern rät Prof. Dr. Louwen den Schwangeren, ihren Blutzuckerspiegel in den letzten Wochen der Schwangerschaft möglichst konstant zu halten. Konkreter heißt das: von der 32.-34. Schwangerschaftswoche an – bis zur Geburt – vorrangig auf weißes Mehl und Industriezucker zu verzichten.

In vielen Onlineportalen finden sich inzwischen jedoch, ebenfalls unter dem Namen „Louwen-Diät“, weitreichendere Empfehlungsvarianten, die nahelegen, die Ernährung konsequent nach dem glykämischen Index (GI) auszurichten, was die Sache deutlich komplizierter macht.
Und eigentlich ist das – wie gesagt – auch nicht wirklich Teil der Louwen Diät. Daher kannst du den folgenden Abschnitt auch getrost überspringen, dich auf das Wesentliche konzentrieren und weiter unten bei „Was bringt die Louwen Diät?“ weiterlesen.
Du willst es ganz genau wissen? Dann lies einfach weiter. 🙂

Glykämischer Index, glykämische Last & Kohlenhydrate

Wie hält man, etwas genauer betrachtet, also seinen Blutzuckerspiegel konstant?
Dafür ist besonders relevant zu verstehen, welche Auswirkungen die verschieden komplexen Kohlenhydrate im Körper haben. Zur vereinfachten Darstellung kann man den glykämischen Index nutzen.
Das Ganze ist übrigens eine kleine Wissenschaft für sich und wird von mir hier daher nur kurz angerissen. Wer es noch ausführlicher wissen will, kann sich gerne bei der Verbraucherzentrale für Lebensmittel intensiver informieren.

Was ist der glykämische Index?

Der glykämische Index (GI oder auch Glyx) beschreibt die Auswirkungen eines Lebensmittels auf den Blutzucker- und damit auf den Insulinspiegel.
Je komplexer der Kohlenhydratanteil eines Lebensmittels, desto geringer ist der Blutzuckeranstieg. Dementsprechend klein ist der glykämische Index. Traubenzucker lässt den Blutzucker am stärksten ansteigen. Daher nimmt man Traubenzucker als Maßstab für den GI. Er beträgt bei Traubenzucker daher 100 % (Verbraucherzentrale, 2018).

Die Diät nach dem glykämischen Index unterscheidet zwischen „guten“ und „schlechten“ Kohlenhydraten. Es gibt zahlreiche GI-Tabellen, die den Index von Lebensmitteln in Ampelform (rot = hoher GI, gelb = mittlerer GI, grün = niedriger GI) darstellen. Dadurch sieht man auf einen Blick, welche Lebensmittel man gerne essen darf, bei welchen man vorsichtig sein, und welche man sogar meiden sollte.
Allerdings gibt es noch weitere Einflussfaktoren, wie die Verarbeitung und Zubereitung der Lebensmittel. Wie gesagt, es ist komplex.

Schaubild: Glyx-Veranschaulichung zum Blutzuckeranstieg

Auf dem Schaubild sieht man, wie schnell der Blutzucker (BZ) bei Lebensmitteln mit einem hohen glykämischen Index nach oben schnellt – und wie schnell er wieder abfällt; und zwar deutlich unter das Niveau von zuvor. Dadurch entsteht Heißhunger.

Bei einem niedrigen GI steigt der Blutzucker langsamer und fällt auch wieder langsamer ab. Klar, dass eine Ernährungsform mit geringen Blutzuckerspitzen grundsätzlich günstiger ist.

Was ist die glykämische Last?

Die glykämische Last ist das Produkt aus glykämischen Index und Menge eines Lebensmittels. Die glykämische Last sagt etwas darüber aus, wie viel Insulin der Körper, als Antwort auf den Blutzuckeranstieg, ausschütten muss. Dafür spielt die Menge des verzehrten Lebensmittels eine wichtige Rolle.

Ein Beispiel: Wassermelone hat einen höheren glykämischen Index als Weißbrot. 100 g Weißbrot enthalten jedoch mehr Kohlenhydrate als 100 g Wassermelone.

Die glykämische Last, also die Menge der aufgenommenen Kohlenhydrate pro 100 g, ist bei Weißbrot dementsprechend höher – und zwar fast um das 2,5-fache!
Um also mit Wassermelone den gleichen Effekt auf den Blutzuckerspiegel auszuüben, wie mit dem Verzehr von 100 g Weißbrot, müsste man etwa 250 g Wassermelone essen. (Verbraucherzentrale, 2018)

Empfehlungen zur Kohlenhydratzufuhr der Deutschen Gesellschaft für Ernährung

Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (Hauner et al., 2012) fördert eine hohe Kohlenhydratzufuhr einen Anstieg der Triglyzeridkonzentration. Diese erhöhen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Besonders zuckerhaltige Getränke begünstigen Adipositas und Diabetes Typ 2. Dahingegen soll eine hohe Zufuhr von Ballaststoffen (hauptsächlich aus Vollkornprodukten) Typ 2 Diabetes mellitus, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Darmkrebs verringern.
Eine ausgewogene Ernährung, mit niedrigem Kohlenhydratanteil, ist also auch außerhalb der Schwangerschaft günstig.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) sowie die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) empfehlen eine Ernährungsweise nach dem glykämischen Index für gesunde Menschen übrigens nicht explizit (EFSA Panel on Dietetic Products, Nutrition and Allergies (NDA), 2010). Laut DGE scheint sie sich bei einem Vorliegen von Diabetes mellitus Typ 2 oder einer gestörten Glucosetoleranz jedoch günstig auszuwirken.

Und nun: zurück zur Louwen Diät. 🙂

Was bringt die Louwen Diät?

Das Versprechen der Louwen-Ernährung ist, dass:

  • die Geburt im Geburtszeitraum stattfindet.
    Das Baby also „pünktlich“ zur Welt kommt und man nicht „überträgt„.
  • die Geburt leichter und schneller verläuft.
    Vor allem, dass die Anfangsphase der Geburt, die sogenannte Latenzphase nicht so lang ist, sondern es schneller „richtig losgeht“.
  • es eine leichtere Geburt wird, bei der die Wehen weniger schmerzhaft sind.

Warum erleichtert die Louwen Diät die Geburt?

Die Theorie der Louwen Diät besagt, dass ein häufiger, starker Blutzuckeranstieg einen negativen Einfluss auf die geburtsauslösenden Hormone hat.

Der hormonelle Startschuss für die Geburt

Um das zu verstehen, muss man wissen, wie die Geburt eigentlich losgeht. Und das geht so:
Das Baby gibt seiner Mutter ein hormonelles Signal, sobald seine Lungen ausgereift sind. Es sagt dem mütterlichen Körper gewissermaßen: „Ich bin bald fertig, mach dich mal langsam geburtsbereit“. Das passiert ab der 34. Schwangerschaftswoche.
Ab diesem Zeitpunkt steigt, im mütterlichen Körper, der Prostaglandinspiegel an. Prostaglandine werden in der Nebenniere hergestellt und sind unter anderem an Entzündungs- und Schmerzreaktionen beteiligt. Sie geben ein wichtiges Signal zum Wehenbeginn.
Durch das erhöhte Prostaglandinvorkommen bilden sich bei der Mutter die entsprechend zusätzlich benötigten Rezeptoren – vor allem an Muttermund und Gebärmutterhals.
Der Muttermund wird dann schon mal schön weich und beginnt sich zu öffnen. Der Gebärmutterhals verkürzt sich. Der Körper wird also geburtsbereit. Außerdem ist das eine hormonelle Vorbereitung auf den natürlichen Pressdrang (Ferguson-Reflex), der ja unter der Geburt am Ende einsetzen soll. Wenn dann der Prostaglandinspiegel eine bestimmte Schwelle überschreitet, starten die Wehen und die Geburt geht – gut vorbereitet – los. Bingo! (Büthe et al., 2020)

Insulin vs. Prostaglandin

Wenn in der Spätschwangerschaft aber der Blutzuckerspiegel ernährungsbedingt ständig hochschießt, schüttet der Körper zur Regulation Insulin aus. Das ist ganz normal, hemmt aber die Wirkung der Prostaglandine, da Insulin an dieselben Rezeptoren andockt. Die ausreichende Rezeptorenbildung am Muttermund ist dann nicht bereits vor der Geburt gegeben, sondern stellt sich, mehr oder weniger, erst unmittelbar unter der Geburt ein.
Das verlängert die Latenzphase, also die Anfangsphase der Geburt, in der die Wehen meist noch unregelmäßig sind. Sie müssen den Muttermund erst noch weich machen. Die Geburt verlängert sich und die Wehen sind schmerzhafter.
Soweit zur Theorie. Aber was sagen denn nun die Studien dazu?

Ist die Louwen Diät evidenzbasiert?

Mir ist keine wissenschaftliche Publikation bekannt, die sich konkret mit der Louwen Diät beschäftigt.
Allerdings wird eine mütterliche Ernährung mit hohem glykämischen Index (GI) mit Übergewicht und höherem kindlichen Geburtsgewicht in Zusammenhang gebracht. Adipositas sowie makrosome Kinder führen häufig zu erschwerten Geburten sowie höheren Kaiserschnittraten (Chu et al., 2007).

2016 hat sich eine Forschungsgruppe des Nestlé-Forschungszentrums in Peking und Lausanne mit einer Ernährung nach niedrigem GI beschäftigt. Die beteiligten Forscher*Innen kamen zu dem Ergebnis, „dass sich eine Ernährung mit niedrigem glykämischen Index bei Müttern, bei denen das Risiko eines hohen Glukosespiegels besteht, positiv auswirken kann, ohne dass dies negative Auswirkung auf das Neugeborene hat“ (Zhang et al., 2016).

Also einfach gesagt: Diese Ernährungsform tut Müttern gut und schadet den Babys nicht.

Parallelen können auch aus einer Tierstudie zur ernährungsbedingten Regulierung der uteroplazentaren Prostaglandinproduktion und des Prostaglandinstoffwechsels (Fowden et al., 2009) gezogen werden, auf die sich auch Prof. Dr. Louwen in einem seiner Vorträge bezogen hat (Videoquelle inzwischen nicht mehr online verfügbar).

Sollten Schwangere die Louwen Diät einhalten?

Es ist, besonders in den letzten Schwangerschaftswochen, gesund und sinnvoll, sich mit dem Verzehr von kurzkettigen Kohlenhydraten zurückzuhalten. Es ist davon auszugehen, dass eine Ernährung mit niedrigem glykämischen Index einen positiven Effekt auf Schwangerschaft und Geburt hat. Ob diese Ernährungsform wirklich zu einer schmerzfreien Geburt beitragen kann und die Geburt tatsächlich verkürzt, ist nicht abschließend geklärt. Weitere Studien, die die konkreten Empfehlungen untersuchen, sind wünschenswert.
Dennoch liegen die Vorteile einer zuckerarmen Ernährung ziemlich klar auf der Hand.

Kann die Louwen Diät auch gemacht werden, wenn ein Schwangerschaftsdiabetes vorliegt?

Wenn bei dir ein Gestationsdiabetes festgestellt wurde, solltest du vor jeder Ernährungsumstellung mit deinem Diabetologen sprechen. Grundsätzlich ist die Glyx-Diät für dich sicher eher günstig, aber du solltest dich dazu speziell beraten lassen.

Bleib entspannt!

Klar, es ist von Vorteil, sich zuckerarm zu ernähren. Immer. Also auch außerhalb einer Schwangerschaft. Und für Schwangere ist eine gesunde Ernährung ja auch gleich doppelt gut.

Aber es gibt auch weitaus mehr Faktoren für eine gute Geburt, als die Ernährung in der Schwangerschaft.

Für viele Menschen ist Essen ein sehr emotionales und manchmal schwieriges Thema. Einige von euch hatten oder haben vielleicht sogar eine Erkrankung rund ums Essen, eine Essstörung.
Mach dir also bitte keinerlei Druck. Es ist viel wichtiger, eine entspannte, unbeschwerte Schwangerschaft zu genießen, als seinen Fokus total auf das Essen zu richten.

Es gibt vieles was du, ganz abgesehen vom Essen, aktiv dafür tun kannst, um körperlich fit und mental gut vorbereitet in deine Geburt zu starten. Was das ist, erfährst du in jedem guten Geburtsvorbereitungskurs und im Gespräch mit deiner erfahrenen Hebamme.

Wenn du jetzt aber Lust bekommen hast, es mal ganz entspannt mit dieser Ernährungsumstellung zu versuchen, dann sei auf jeden Fall nachsichtig mit dir.
Es gibt gute, leckere Alternativen zu Süßigkeiten. Vollkornfrüchtebrot oder ungesüßte Haferkekse dürfen als kleine Snacks oder bei Gelüsten verzehrt werden. Und wenn du eben doch mal Süßigkeiten gegessen hast, dann kannst du das mit einem strammen Spaziergang kompensieren. Und wenn auch das mal nicht geht, dann ist das halt so.
Kein Stress durch Essen! Das ist das Wichtigste.

Weitere Tipps zur Ernährung in der Geburtsvorbereitung

Dieser Text ist der erste Teil einer vierteiligen Artikelserie zur geburtsvorbereitenden Ernährung. Neben der Louwen Diät wird es in den kommenden Tagen noch die folgenden Artikel-Themen geben:

Eine zusammenfassende Themenübersicht gibt es am Ende der Serie dann in „Geburtsvorbereitende Ernährungs-Tipps – kurz & knapp erklärt„.

Welche Erfahrungen hast du mit der Louwen Diät gemacht?

Mein Gefühl ist: schwangere Frauen kommen inzwischen fast immer mit geburtsvorbereitenden Ernährungsempfehlungen in Kontakt. Oft durch die Hebamme oder durch das Internet.
Hast du in der Schwangerschaft von dieser Ernährungsumstellung gehört? Und wenn ja, dann von wem? Erzähl mal, hast du schon Erfahrungen mit der Louwen Ernährung gemacht?
Ist es dir leicht oder schwergefallen? Hatte das einen Einfluss auf deine Geburt? Wenn ja, welchen?

Ich bin ganz gespannt auf eure Antworten.

Büthe, K., Franke, T., & Hillen, K. (2020). Geburtsvorbereitung des Perineums. Die Hebamme, 33(03), 30–38. doi.org/10.1055/a-1159-4810

Chu, S. Y., Kim, S. Y., Schmid, C. H., Dietz, P. M., Callaghan, W. M., Lau, J., & Curtis, K. M. (2007). Maternal obesity and risk of cesarean delivery: A meta-analysis. Obesity Reviews, 8(5), 385–394. doi.org/10.1111/j.1467-789X.2007.00397.x

EFSA Panel on Dietetic Products, Nutrition and Allergies (NDA). (2010). Scientific Opinion on the substantiation of health claims related to carbohydrates that induce low/reduced glycaemic responses (ID 474, 475, 483, 484) and carbohydrates with a low glycaemic index (ID 480, 481, 482, 1300) pursuant to Article 13(1) of Regulation (EC) No 1924/2006. EFSA Journal, 8(2). doi.org/10.2903/j.efsa.2010.1491

Fowden, A. L., Ralph, M. M., & Silver, M. (2009). Nutritional regulation of uteroplacental prostaglandin production and metabolism in pregnant ewes and mares during late gestation. Experimental and Clinical Endocrinology & Diabetes, 102(03), 212–221. doi.org/10.1055/s-0029-1211285

Hauner H, Bechthold A, Boeing H, Brönstrup A, Buyken A, Leschik-Bonnet E, Linseisen J, Schulze M, Strohm D, Wolfram G; German Nutrition Society. Evidence-based guideline of the German Nutrition Society: carbohydrate intake and prevention of nutrition-related diseases. Ann Nutr Metab. 2012;60 Suppl 1:1-58. doi: 10.1159/000335326. Epub 2012 Jan 23. PMID: 22286913.

Zhang, R., Han, S., Chen, G.-C., Li, Z.-N., Silva-Zolezzi, I., Parés, G. V., Wang, Y., & Qin, L.-Q. (2018). Effects of low-glycemic-index diets in pregnancy on maternal and newborn outcomes in pregnant women: A meta-analysis of randomized controlled trials. European Journal of Nutrition, 57(1), 167–177. doi.org/10.1007/s00394-016-1306-x

Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Paleo-Diät, Glyx-Diät, Formula-Diäten – ein Überblick. DGE Online

Verbraucherzentrale für Lebensmittel: Glykämischer Index (GI) und Glykämische Last (GL) Glykämischer Index (GI) und Glykämische Last (GL), 2020, Verbraucherzentrale online

Transparenz, Publikation & Handout

Dieser Artikel ist eine Ableitung aus meinem Vortrag „Von Zuckerverzicht bis Plazentophagie – Ernährungsfragen in der Geburtsvorbereitung“ – gehalten auf diversen Weleda-Fachtagungen für Hebammen.
Eine Zusammenfassung wird im Fachmagazin „Weleda Hebammenforum“ im Frühjahr 2022 publiziert und kann über weleda.de/fachportal bezogen werden.
Darin enthalten ist das Original-Handout für Schwangere, das in Kürze hier im Blog auch als PDF-Download zur Verfügung stehen wird. Ich danke Weleda für die freundliche Bereitstellung.
Der Text ist jedoch kein Bestandteil der Beauftragung. Darüber hinaus hat Weleda zu keinem Zeitpunkt inhaltlichen Einfluss auf die Ausarbeitungen des Vortrags oder die Erstellung dieser Artikelserie genommen. Die Inhalte basieren auf meiner aktuellen, persönlichen Recherche und spiegeln meine eigene Meinung wider.

Jede Frau hat das Recht auf eine positive, selbstbestimmte Geburtserfahrung. Seit ich Hebamme geworden bin verhelfe ich Frauen dazu.
Ich bin Jana Friedrich, Mutter von zwei Kindern, Hebamme seit 1998 (und seit September 2020 mit B. Sc. of Midwifery), Bloggerin seit 2012, Autorin zweier Bücher, Speakerin und Expertin im Themenbereich Familie. Mit meiner Expertise unterstütze ich darüber hinaus auch Kulturschaffende, Firmen und Politiker*innen.
In diesem Blog teile ich mit dir mein Wissen und meine Erfahrung rund um Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und das erste Jahr mit Baby.
Du bekommst bei mir Informationen, Beratung und „Zutaten“ zur Meinungsbildung für eines der spannendsten Abenteuer des Lebens.

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2 Kommentare
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    Katharina sagte:

    Danke für den Beitrag, sehr gut erklärt. Ich war zunächst skeptisch, sind doch Schmerzen irgendwie schwer zu messen und Berichte das es beim 2. Kind mit Diät schneller ging als beim 1. ohne sind ja auch mit Vorsicht zu lesen. Aber ich habe mittlerweile einfach auch gelesen das es die Gewichtszunahme in den letzten Wochen dadurch geringer war sowie die Frauen schneller wieder fit nach der Geburt waren. Und das finde ich, unabhängig von der Geburt auch einen Sehr positiven Effekt, weshalb ich mich dazu entschlossen habe es zu probieren. Schaden kann es ja nicht.

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  2. Avatar
    Tintenteufelchen sagte:

    Danke für diesen Beitrag. Ich war damals im Vortrag von Louwen und fand ihn sehr überzeugend. Der Typ ist aber auch ein extrem guter Redner und Entertainer a la TED Talk. Mich hat schon immer mal interessiert, ob das wirklich wissenschaftlich erwiesen ist, weil ich nirgends in anderen Büchern etc davon las. Also gut dass du das hier ins rechte Licht rückst und dir die Mühe gemacht hast das zu recherchieren, danke!

    Was ich später noch bei Bas Kast (Wissenschaftsjournalist und Bestellerautor) gelesen hatte, dass der Blutzuckerspiegel der Mutter auch den Blutzuckerspiegel vom Baby beeinflusst und das besonders im 2. Drittel wenn sich die Bauchspeicheldrüse des Babys entwickelt. Also dass da schon die Bauchspeicheldrüse vom Baby zu viel angeret wird Insulin zu produzieren. Er sagt also im 2. Ss-Drittel nicht übermässig den Blutzucker pushen und Louven im 3 Drittel. Ganz schön viel Verzicht wenn einem dann im 1. Drittel auch noch übel ist 😉 Dass zu viel Zucker, Weissbrot etc aber allgemein ja nicht wirklich was gutes für unseren Körper ist bestreitet glaub ich keine*r mehr, wie genau die Zusammenhänge bei der Schwangerschaft sind erscheint mir leider noch sehr wenig beforscht…

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