Stillprobleme: Was tun bei Milchstau?

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“Was tun bei Milchstau?”
Der Anruf kommt meistens am späten Abend. Die Wöchnerin, bei der beim morgendlichen Hausbesuch noch alles super war, hat plötzlich eine schmerzhaft geschwollene feste Stelle in der Brust und oft auch leichtes Fieber. Ich stecke dann die Milchpumpe in die Tasche, fahre beim Späti vorbei, um Quark zu besorgen, und stelle mich auf einen etwas längeren Hausbesuch ein.

 

Was ist ein Milchstau?

Ein Milchstau ist, wie der Name schon sagt, eine Stauung von Muttermilch in der Brust, oder in Teilarealen. Er kann sehr kurzfristig entstehen und bei zeitnaher Behandlung fast genauso schnell wieder verschwinden. Leider ist ein Milchstau immer sehr unangenehm bis schmerzhaft. Ein Milchstau kann in der gesamten Stillzeit entstehen.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO (2000) definiert Milchstau so: “Als Milchstau werden blockierte Milchgänge bezeichnet, die zu einem unzureichenden Abfluss der Milch aus Brust führen”.

Woran erkenne ich einen Milchstau?

Als erstes Symptom geht es den meisten Müttern plötzlich ziemlich schlecht und sie fühlen sich so, als hätten sie einen Infekt. Mehrheitlich bemerken die Frauen erst danach, dass dieses Unwohlsein etwas mit der Brust zu tun hat.

Typische Symptome für einen Milchstau

  • Rötungen an der Brust
  • Schwellungen oder feste Stellen („Knoten“)
  • Erhöhte Temperatur oder leichtes Fieber, überwiegend unter 38,4 Grad Celsius
    In der S3-Leitlinie zur Therapie entzündlicher Brusterkrankungen in der Stillzeit (2013),wird das nicht angegeben, aber ich erlebe oft kurzfristig Fieberspitzen und Schüttelfrost.
  • Schmerzen in der Brust
  • Betroffene Stellen fühlen sich sehr warm an

Warum kommt es zum Milchstau?

Eine häufige Ursache für den Milchstau ist ein stressbedingt gestörter Milchspendereflex. Die Brust reagiert in den allermeisten Fällen tatsächlich sehr empfindlich auf äußere Stressfaktoren. Wenn ich die Mütter bei meinen Wochenbett-Hausbesuchen befrage, dann können die meisten mindestens eins der folgenden Ereignisse benennen:

  • Zu viel Besuch
  • Extremer Schlafmangel
  • Externes Hereinreden und zu viele gut gemeinte Tipps
  • Zu viel unternommen (auch oft die Wohnung geputzt)
  • Streit (mit dem Partner, der Schwiegermutter, wem auch immer…)

Warum ist Stress so oft ein Grund für den Milchstau?

Wenn das Baby an der Brust saugt, wird Oxytocin ausgeschüttet. Oxytocin bewirkt die Kontraktion der glatten Muskulatur, welche die Milchgänge in der Brustdrüse umgeben, sodass die gebildete Milch ausgeschüttet wird. Das ist der sogenannte Let-down Reflex. Stress hemmt Oxytocin, sodass der Let-down Reflex gestört wird. (WHO, 2000)

Weitere Ursachen für einen Milchstau

  • Mechanische Störung des Milchflusses durch enge Kleidung
    Zum Beispiel durch einen schlecht sitzenden, oder zu engen BH oder eine schlecht eingestellte Tragehilfe, die die Brust abgedrückt hat.
  • Verstopfter Milchgang
    Manchmal entsteht ein kleines weißes Bläschen auf der Mamille (Brustwarze), die einen Milchgang verschließt. (Lawrence und Lawrence, 2011; WHO, 2000)
  • Mangelnde Brustleerung
    Zum Beispiel durch ungünstiges Anlegen, ungünstiges Saugverhalten deines Kindes oder zu seltenes Stillen, wenn dein Kind (zu) lange geschlafen und folglich zu wenig abgetrunken hat.
  • (Zu) viel Milch

Schmerzen bei Milchstau

Ein Milchstau kann stark schmerzen. “Bei zu starken Schmerzen ist es hilfreich, das Kind zuerst an der symptomfreien Brust anzulegen und nach Einsetzen des Milchspendereflexes zur betroffenen Brust zu wechseln” (Lawrence und Lawrence, 2011).
Zur Schmerzlinderung können Ibuprofen oder Paracetamol eingenommen werden.

Was tun bei „Milchbläschen“?

Ein “Milchbläschen” auf der Brustwarze ist eine Folge von Ablagerungen der Milchgänge. In Eigenregie kann man zunächst versuchen, das Bläschen mit feuchter Wärme aufzuweichen.
Es wird davon abgeraten, das Bläschen aufzupiken. Stattdessen wird die Einnahme von Lecithin empfohlen. Deine Gynäkologin kann dir zur Not auch eine steroidhaltige Creme für die Mamillenspitze verschreiben, um die lokale Entzündungsreaktion zu verringern. (O’Hara, 2012).

Wie behandelt und löst man einen Milchstau?

Was tun bei Milchstau? Am besten, du reagierst wirklich schnell, also gleich beim ersten Anzeichen.

Dein Behandlungsplan bei akutem Milchstau

  1. Zuerst solltest du die Ursache finden.
    Lass deine Hebamme deine Anlegetechnik überprüfen. Frage dich, ob es externe Stressoren gibt, die sich ausschalten lassen.
  2. Du benötigst (Bett-) Ruhe und Entstressung
  3. Die Milch muss raus!
    Dazu solltest du zuerst den Milchfluss fördern. Hier kann Wärme, eine Brustmassage oder die Oxytocin-Massage dazu beitragen, deine Milch wieder zum Fließen zu bringen.
    Für die dringend nötige Entlastung der Brust gibt es dann mehrere Möglichkeiten:
    • du stillst dein Baby,
    • du streichst die Milch von Hand aus,
    • oder du pumpst die Milch mit einer Milchpumpe ab
  4. Anschließend hilft dir die Behandlung mit einem kühlenden Quarkwickel.
    Wie du dir den ganz einfach selbst machst, habe ich in „Quarkwickel bei Milchstau – eine Anleitung“ beschrieben – kleines Anleitungsfilmchen inklusive.

Hebammenhilfe bei Milchstau

Ein Milchstau lässt sich oft gut in Eigenregie lösen. Natürlich steht einem dabei jedoch Hebammenhilfe zu. Übrigens, auch nach Ablauf der Wochenbettzeit, über die gesamte Stillzeit hinweg, solange sie auch dauert.

Milchfluss fördern bei Milchstau

Am besten erwärmst du zunächst die betroffene Brust durch ein Bad, eine Dusche, ein warmes Tuch oder ein Kirschkernkissen. Mit dieser Vorbereitung förderst du den Milchfluss. Danach kann mit einer der folgenden Entlastungsmöglichkeiten begonnen werden:

Stillen bei Milchstau

Wenn möglich, legst du dein Baby zum Trinken an die Brust. Säuglinge sind ja Experten im Brustentleerungsbusiness. Am besten funktioniert es, wenn dein Baby mit dem Unterkiefer in Richtung der gestauten Stelle liegt. Das ist vorrangig dann relativ einfach, wenn die Verhärtung außen oder unten in der Brust ist. Als Stillposition ist dann der Wiege- oder Rückengriff oder das Stillen im Liegen die beste Lösung.
Schon etwas schwerer wird es, wenn sich die Stelle oberhalb der Brustwarze befindet. Ein Trick ist, sich in den Vierfüßlerstand zu begeben und das Baby, entsprechend hoch und weich gelagert, unter sich zu legen. Ein festes Sofakissen ist dafür gut geeignet. So kann dein Baby in jede Himmelsrichtung gedreht und zielgenau angelegt werden. Insgesamt ist es gut, das Baby aus verschiedenen Stillpositionen trinken zu lassen.
Achtung: Das erste Andocken des Babys kann schmerzhaft sein. Hier heißt es dann leider einfach kurz die Zähne zusammenbeißen. Nach dem Lösen des Staus wird es aber sofort besser. Versprochen!
Für das Baby ist es übrigens nicht gefährlich, die gestaute Milch zu trinken. Selbst dann nicht, wenn du Fieber hast.
Es kann aber sein, dass die Milch einen leicht salzigen Geschmack annimmt und dies dein Kind etwas irritiert.

Brust ausstreichen bei Milchstau

Wenn dein Baby partout nicht trinken kann oder will, weil es etwa müde oder satt ist, kannst du die Brust auch von Hand ausstreichen. Am besten mit der Marmet-Technik.
Diese Technik empfehle ich auch für den Fall, dass der Milchstau beim Abstillen auftritt. Denn Entlastung durch Stillen oder Pumpen würde die Milchproduktion nur wieder unnötig anregen.

Milch abpumpen bei Milchstau

Manche Mütter möchten ihr Baby bei Milchstau nicht stillen, sondern lieber selbst dosieren, wie viel Sog sie an ihrer jetzt sehr empfindlichen Brust zulassen. Dann ist eine stufenlos verstellbare Milchpumpe bestens für die dringend nötige Entlastungsarbeit geeignet. Notfallmäßig bekommt man sie in der Apotheke. Einen Überblick über die Milchpumpen, die sich in meiner täglichen Arbeit bewährt haben, findest du in meinen Produktempfehlungen. Wenn dein Baby die überschüssige Muttermilch nicht gleich trinken möchte, kannst du sie für später einfrieren.

Kräuter-Tee bei Milchstau

Wenn ganz sicher ist, dass der Milchstau lediglich durch einen Überschuss an Milch entstanden ist, kann man versuchen, die Milchmenge durch naturheilkundliche Maßnahmen zu reduzieren.
Milch reduzierend wirken Pfefferminze und Salbei. Es gilt, die Einnahme vorsichtig zu dosieren, denn diese Kräuter wirken manchmal stark. Eine Tasse Tee kann dabei schon völlig reichen. Eine meiner Wöchnerinnen hatte bereits nach dem Genuss von ein paar Salbei-Bonbons, die sie wegen ihrer Erkältung nahm, einen deutlichen Rückgang der Milchmenge.
Natürlich empfehle ich, das alles möglichst immer in Absprache mit deiner Hebamme oder Stillberaterin zu machen.

Wie lange dauert ein Milchstau an?

In der Regel lässt sich ein Milchstau in kürzester Zeit wieder lösen. Oft verschwindet er, nach guter Behandlung, bereits nach einer halben Stunde!
Wenn sich die Beschwerden nach 24 bis 48 Stunden nicht verbessern, oder sich sogar verschlechtern, dann handelt es sich sehr wahrscheinlich um eine Entzündung der Brust: eine Mastitis.

Mastitis – Brustentzündung

Der Übergang von einem Milchstau zu einer Mastitis ist fließend. Man erkennt sie daran, dass das Fieber nicht fällt und die Verhärtungen einfach nicht wegzubekommen sind. Meistens sind dann Bakterien beteiligt und es muss, nach ärztlicher Konsultation, ein Antibiotikum eingenommen werden.

Stillen mit Antibiotikum
Eine Mastitis ist eine ernste Sache und wird mit einem Antibiotikum behandelt. Es gibt aber Medikamente, die stillverträglich sind. Bitte fragt hartnäckig nach. In den allermeisten Fällen kann trotzdem weiter gestillt werden.

Quarkwickel-Behandlung nach Milchstau

Sobald die Brust ausreichend entlastet ist – bedeutet: sie tut vielleicht noch etwas weh, ist auch noch gerötet, aber nicht mehr fest – kühlst du deine Brust mit einem Quarkwickel. Das lindert den Schmerz und verhindert das sofortige wieder Einschießen der Milch.
Quarkwickel haben eine angenehme Kühle und lassen sich perfekt um die betroffene Stelle deiner Brust legen.
Um es dir möglichst einfach zu machen, können die Quarkwickel, am besten von deinem Partner/ deiner Partnerin, vorbereitet und im Kühlschrank gelagert werden. Die Brustwarze wird dabei immer freigelassen.
Anleitung für Quarkwickel für die Brust
Quarkwickel können eine stressige Angelegenheit werden. Für „saubere“ und einfach anzuwendende Quarkwickel habe ich eine kleine Anleitung geschrieben.

Die Brust kühlen nach Milchstau

Für die Kühlung ohne Quarkwickel kann man alternativ auch Cool-Pads benutzen. Sie sind aber oft zu kalt und legen sich nicht ganz so gut an. Die anatomische Brustkompresse Temperature Pack von Ardo oder die Thermoperlen von Lansinoh sind genau dafür gemacht.

Viele Kolleginnen schwören auch auf Weißkohlblätter. Diese pikst du mehrfach mit der Gabel ein und rollerst sie dann einige Male mit dem Nudelholz, bis sie sich gut um deine Brust formen lassen.

Übrigens gibt es weder für die Evidenz von Kühlkissen, noch für Quarkwickel, Kohlblätter oder Tiefdruckmassagen aussagekräftige Studien. Jedoch werden all diese Möglichkeiten, aufgrund von langjähriger Hebammenerfahrung aus der Praxis, in der S3 Leitlinie zur Therapie entzündlicher Brusterkrankungen in der Stillzeit (2013) empfohlen.

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Alles wird gut

Schon 20 Minuten nach der Behandlung sollte das leichte Fieber bereits merklich sinken. Milchstau-Symptome, wie Rötung und Schmerzen benötigen allerdings noch ein bis zwei Tage, um gänzlich zu verschwinden. Wichtig ist, die Brust weiterhin regelmäßig zu entleeren. Denn eine einmal gestaute Brust ist äußerst anfällig für Rückfälle! Das Kühlen nach dem Stillen ist ebenfalls noch für einige Zeit sinnvoll und obendrein auch sehr angenehm.

Stress lass nach

Natürlich ist es damit aber noch nicht ganz getan. Denn, solange die Ursachen für den Milchstau nicht beseitigt werden, ist der Rückfall vorprogrammiert.
Also: Stressoren abstellen! Meistens hilft es schon, wenn ich die Frau erst mal „für krank erkläre“ und dem liebevollen Umfeld klarmache, dass jetzt noch einmal wirklich äußerste Schonung und Bettruhe wichtig sind. Also: zurück in den Modus der ersten Tage des Wochenbetts.

Milchstau vorbeugen

Um nach der Behandlung eines Milchstaus einen Rückfall zu vermeiden, solltest du unbedingt vorbeugen:

  • Stress vermeiden
  • Lockere Kleidung
  • Still-BH ohne Bügel
  • Kein Still-BH in der Nacht
  • Häufiges Anlegen oder Pumpen
  • Stillen nach Bedarf,
    anstatt zu große Zeitabstände eines bestimmten Stillschemas zu befolgen.
  • Keine Applikation von Cremes auf die intakten Mamillen!

Eine Frage des Biorhythmus

Warum diese Stauungen häufig gegen Abend auftreten und erst so gegen drei Uhr nachts ausgestanden sind, kann ich nicht sagen. Ich denke, das ist einfach eine Frage des Biorhythmus. Oder Stress am Tag, Quittung am Abend. Oder eben: Murphy’s Law…

Hattet ihr schon mal einen Milchstau? Wie seid ihr ihn wieder losgeworden? Gibt es noch einen guten Tipp, der hier fehlt?

O’Hara, Abstracts fromThe Academy of Breastfeeding Medicine17th Annual International Meeting Chicago, Illinois October 11–14, 2012. (2012). Breastfeeding Medicine, 7(S1), S-1-S-17. DOI: 10.1089/bfm.2012.9983

Jacobs, A., Abou-Dakn, M., Becker, K., Both, D., Gatermann, S., Gresens, R., Groß, M., Jochum, F., Kühnert, M., Rouw, E., Scheele, M., Strauss, A., Strempel, A.-K., Vetter, K., & Wöckel, A. (2013). S3-Guidelines for the Treatment of Inflammatory Breast Disease during the Lactation Period. Geburtshilfe und Frauenheilkunde, 73(12), 1202–1208. DOI: 10.1055/s-0033-1360115

Kußmann, G. (2019). AWMF Guideline Also Available for Breastfeeding. Deutsches Ärzteblatt International. DOI: 10.3238/arztebl.2019.0737a

Lawence, R. A., & Lawrence, R. M. (2021). Breastfeeding (9th ed.). Elsevier, Inc.; ISBN: 978-0-323-68013-4

Mitchell, K. B., Johnson, H. M., Rodríguez, J. M., Eglash, A., Scherzinger, C., Zakarija-Grkovic, I., Cash, K. W., Berens, P., Miller, B., & the Academy of Breastfeeding Medicine. (2022). Academy of Breastfeeding Medicine Clinical Protocol #36: The Mastitis Spectrum, Revised 2022. Breastfeeding Medicine, 17(5), 360–376. DOI: 10.1089/bfm.2022.29207.kbm

World Health Organisation (2000). Mastitis: causes and management. WHO/FCH/CAH/00.13

Yao, Y., Long, T., Pan, Y., Li, Y., Wu, L., Fu, B., & Ma, H. (2021). A Five-step Systematic Therapy for Treating Plugged Ducts and Mastitis in Breastfeeding Women: A Case–Control Study. Asian Nursing Research, 15(3), 197–202. DOI:10.1016/j.anr.2021.04.001

S3-Leitlinie: Therapie entzündlicher Brusterkrankungen in der Stillzeit Langfassung vom 18.03.2013. DOI:10.1055/s-0033-1360115; Deutsche Fassung (PDF).

Neuauflage-Hinweis: Diesen Blogbeitrag hat die Autorin im August 2012 erstveröffentlicht und im September 2022 vollständig neu überarbeitet wiederveröffentlicht. Daher sind einige LeserInnen-Kommentare älter datiert, als das aktuelle Veröffentlichungsdatum der „Neuauflage“. 

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Jede Frau hat das Recht auf eine positive, selbstbestimmte Geburtserfahrung. Seit ich Hebamme geworden bin verhelfe ich Frauen dazu.
Ich bin Jana Friedrich, Mutter von zwei Kindern, Hebamme seit 1998 (und seit September 2020 mit B. Sc. of Midwifery), Bloggerin seit 2012, Autorin zweier Bücher, Speakerin und Expertin im Themenbereich Familie. Mit meiner Expertise unterstütze ich darüber hinaus auch Kulturschaffende, Firmen und Politiker*innen.
In diesem Blog teile ich mit dir mein Wissen und meine Erfahrung rund um Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und das erste Jahr mit Baby.
Du bekommst bei mir Informationen, Beratung und „Zutaten“ zur Meinungsbildung für eines der spannendsten Abenteuer des Lebens.

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136 Kommentare
  1. Avatar
    Neeva sagte:

    Hier fehlt ein ganz entscheidender Hinweis, der mir eine Operation mit Krankenhausaufenthalt hätte ersparen können:
    Ein Milchstau ist eben nicht unbedingt schmerzhaft. Das kann auch einfach eine kleine rote, härtere Stelle an der Brust sein, die immer mal wieder weg geht und dann immer mal wieder kommt und sonst merkt man nichts.

    Durch diese alarmistischen Beschreibungen von Milchstaus in sämtlichen Büchern und Online-Ressourcen habe ich – und meine Hebamme – nämlich immer noch an einen Milchstau geglaubt, als ich schon längst einen zentimetergroßen Abszess in der Brust hatte. (Das ist ein spätes Stadium einer ausgewachsenen Mastitis.) Übrigens hab ich nicht mal mit dem akuten Abszess Fieber gehabt. (Logisch, wenn man sich den ganzen Tag einen Eisbeutel auf die Brust hält. Das könnte sich ein kleeeiiines Bischchen auf die Körpertemperatur auswirken.)

    Was aber auch wichtig ist: Selbst mit Antibiotikum und aufgeschnittener Brust kann man weiter stillen. Wer nicht wie ich das Glück hatte in einem sehr stillfreundlichen Krankenhaus zu landen, sollte das wissen und – wenn sie will – auf einer Behandlung bestehen, die das Stillen weiter ermöglicht.

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    • Avatar
      Jana Friedrich sagte:

      Mhm, also ein Milchstau ist ziemlich eindeutig definiert. Eine Mastitis, evt auch mit einem Abszeß entsteht ja nicht immer aus einem Milchstau, sondern oft auch durch Keime. Dann – und da hast du Recht – geht das nicht immer mit Fieber einher.
      Die Mastitis wäre noch mal einen eigenen Artikel wert. Kommt noch!
      LG + Danke für die Ergänzung
      Jana

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  2. Avatar
    lisa sagte:

    Hallo,

    mir hat nach über eine Woche Milchstau nur noch tapen geholfen. das hat echte Wunder bewirkt.
    Habe ich aber auch Medikamenten verweigert. Hatte dann noch mal nach 13 Monaten eine Milchstau und ihc gleich mit Tape behandelt udn bin ihnf fix losgeworden. Bei mir lage es immer an 2 Dingen. Meine Mutter kam mit zu Besuch und ich hatte Prüfungsfristen für Seminarabgaben.

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  3. Avatar
    Sarah Gerling sagte:

    Hallo!
    Ich nehme zum Anwärmen einen Fön, das finde ich sehr praktisch. Ansonsten hasse ich diese ständigen Milchstaus bäääh. Ich trinke auch immer super viel Pfefferminztee, gestern 2 Kannen, aber ob das hilft- keine Ahnung. Schaden kann es ja nicht. Es läuft bei mir von selbst aber ganz gut ab wenn ich sitze und mich auf die Knie stütze. Aber nur wenn der Stau nicht zu fest ist. Und ja, ich war mit Baby im Zoo wahrscheinlich war das zu viel Stress aber man kann doch nicht immer zu Hause hocken.

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  4. Avatar
    Angelique sagte:

    Hallo,
    Ich habe vor 8 Tagen abgestillt (nach 14 monate) und seit 7 Tagen einen heftigen Milchstau,
    War vor 3 Tagen beim Frauenarzt, diese war total erschrocken, meine Brust ist um die 2 Größen Größer.
    Sie hat mir gleich Antibiotika verschrieben und abstill Tabletten, die ich aber nur 2 Tage nehmen konnte, da ich diese nicht vertragen konnte, Schwindel, kopfschmerzen, flackern vor den Augen und kribbeln im Gesicht.
    Meine Brust ist trotz Quark Behandlung warm Baden e.t.c nicht besser es lässt sich auch nichts ausstreichen, es ist so schlimm das ich meine Tochter nur einseitig tragen kann, nachts schlafe ich kaum vor Schmerzen was kann ich tun?
    Danke und lg

    Antworten
  5. Avatar
    Angelique sagte:

    Ach ja meine Frauenärztin ist seit Freitag im Urlaub, sie sagte wenn es am 4 Tag nicht besser ist, heute 7 Tag sollte ich ins Krankenhaus fahren, ich möchte aber auf keinenfall hin wegen meiner Tochter, sie ist absolut Mama Kind. Lg

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    • Avatar
      Jana Friedrich sagte:

      Liebe Angelique, sobald ein Antibiotikum im Spiel ist, darf die Brust nicht mehr gekühlt werden. Sonst kann sich die Entzündung verkapseln, es kann ein Abszess entstehen. Bitte geh in die Klinik und lass die Brust noch einmal ansehen. Wenn du aufgenommen wirst, kannst du dein Kind auf jeden Fall mitnehmen! Hattest du keine Hebamme/ Stillberaterin? So schade!
      Viel Glück und gute Besserung!
      Jana

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  6. Avatar
    Angelique sagte:

    Liebe Jana,
    Vielen lieben dank für deine Antwort.
    Ich war heute beim Vertretungsarzt, dieser hat mir die selben Abstilltabletten verschrieben, trotz ich gesagt habe, dass ich wohl dagegen allergisch bin, er sagte ich soll nicht 2 sondern gleich 3 auf einmal nehmen.
    Ein Antibiotikum hat er ebenfalls verschrieben und ich solle mit einem Kühlpad kühlen.
    Es würde wohl noch ca. 1 Woche dauern bis Besserung in Sicht sein wird, sagte er.
    Ich kann es kaum noch aushalten meine Brust ist so hart wie ein Stein keine weiche Stelle
    Er dachte sogar zuerst dass ich Implantate hätte ;-(

    Echt ich könnte meine Tochter mit ins Krankenhaus nehmen, dass wusste ich nicht, ist es in jedem Krankenhaus gestattet?

    Danke und lg

    Antworten
    • Avatar
      Jana Friedrich sagte:

      Liebe Angelique, wie gesagt: nicht mehr kühlen nach dem Antibiotikum!
      Eigentlich muss die Milch erst aus der Brust. Abpumpen wäre wichtig. Dann das AB und dann ganz viel Ruhe!
      Ein so kleines Kind, kann in der Regel als Begleitkind aufgenommen werden!
      Jana

      Antworten
      • Avatar
        Viktoria sagte:

        Hallo Jana,
        Ich habe vor ca 2 Wochen LK Schwellung gemerkt und seitdem links Entzündung/Rötung/Schmerzen/verhärtet,vergrösserte LK in Axillia.
        Meine Frauenarztin ab sofort abstillen emppholen und Bromocriptin verschrieben. Linke Mamma
        Auch bei der Radiologie gewesen, ab sofort abstillen. Aber ich möchte nicht, meine Tochter ist 9 Mon alt, unruhiges Baby (schläft 11Std/Tag) und stille sie noch ca 6mal pro Tag (3mal pro Nacht, möchte keine Flasche… auch nicht mit Muttermilch)…aber ich habe Angst dass mein Gezundheit ist im Gefähr 🙁
        Ich trinke seit 2 Tagen Salbeitee, nehme seit 4 T. Antibiotika, warme/kühle mit Quark. Und stlle ob es weh tut. Meine Tochter hat auch Pilz imMund aber es ist besser (mit Cremen behandelt).
        Trotz massidren und kleine elektr Milchpumpe kommt fast nix.
        Ich weiss nicht ob abstillensoll mit Tablette , gibt keine andere Wahl als Bromocriptis?
        Vielen dank für deine Rückmeldung!
        LiebeGrüsse
        Viktoria

        Antworten
        • Avatar
          Jana Friedrich sagte:

          Hallo Viktoria, du musst die Thematik mit deiner Frauenärztin besprechen. Ich kann dich dazu auf die Entfernung nicht beraten. Du solltest aber jetzt, wo du ein Antibiotikum nimmst, auf keinen Fall mehr kühlen. Dadurch kann sich ein Abszess bilden.
          Und es hört sich so an, als wenn du schon auf natürlichem Wege abstillst. Durch den Salbeitee, weniger Pumpen, das Tragen eines festen BH’s (am besten ein Sportbustier) kann das noch beschleunigt werden.
          Viel Glück!
          Jana

          Antworten
  7. Avatar
    Stefanie sagte:

    Ich hatte im September einen Milchstau, dieser wurde trotz Anlegen, Wärme, Kühlen… nicht besser.
    Als ich beim Duschen ausstreichen wollte, stellte ich einen weißen Punkt auf der Brustwarze fest. Ich versuchte diesen abzukratzen, da er sich genau an der Seite der BW befand, an der auch die Verhärtung saß- (unglücklicherweise nach oben- Stillen erinnerte also an Yoga oder Milchkuh- über dem Kid im 4-Füßler. ) vermutete ich einen Zusammenhang. Abkratzen funktionierte nicht und tatsche weh. Ich habe diesen “Pfropf” dann mit einer Kanüle entfernt- der Milchgang war frei und lies sich sofort ausstreichen, ich habe sofort Erleichterung verspürt und ich war den Stau los.

    LG Stefanie

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    • Avatar
      Jana Friedrich sagte:

      Ja, guter Einwurf. Es gibt (relativ selten) das Phänomen, dass sich über einem Milchausgang ein kleines Häutchen bildet, welches dann tatsächlich (manchmal auch einige Male) aufgepiekt werden muss. Dies sollte natürlich am besten mit einer sterilisierten Nadel passieren.
      Danke Stefanie!
      LG Jana

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      • Avatar
        Steffi sagte:

        Wow, danke! Ich hatte gerade dasselbe.
        Wäre nicht drauf gekommen nach einem weißen Punkt zu suchen, wenn ich das hier nicht gelesen hätte

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        • Avatar
          Vreni sagte:

          Anscheinend doch nicht so selten..habe auch einen weißen Punkt gefunden..war fast wie ein Sandkorn ..danke für den Tip! Endlich Erleichterung..

          Antworten
          • Avatar
            Huhu sagte:

            stille schon über 10 monate und hatte auch einen verstopften Milchkanal….aufgestochen…..besser. Und die mam brustkompressen helfen gut.
            Dieses Häutchen über dem milchkanal bildet sich bei mir immer, wenn ich mal für meinen Mann wieder chicen bh trage (anstatt der ollen Stillbh’s)

        • Avatar
          Vroni sagte:

          Vielen Dank für den Tipp mit dem “Häutchen”. Hatte heute (nach fast 3 Monaten völlig problemlosem Stillen :-)) das erste Mal einen Milchstau – natürlich abends, wenn Hebammen, Stillberaterinnen und Ärzte schlecht zu erreichen sind…
          Habe das Häutchen mit einer sterilen Nadel ganz vorsichtig aufgestochen. Auf die Idee wäre ich sonst niemals gekommen… Es tat auch bei weitem nicht so weh, wie befürchtet. Gleich danach ließ sich die Milch gut ausstreichen. Habe dann noch Milch abgepumpt, da mein kleiner schon eingeschlafen war und kühle die Brust jetzt noch.
          Liebe Grüße und gute Besserung an alle “staugeplagten” Mamas! ♡

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      • Avatar
        Anna sagte:

        Ich bin soo dankbar, dass ich über diesen Tipp gestolpert bin!! Nach 15 Monatan fast problemfreien Stillens war ich mit dem Milchstau, den ich mir nicht erklären konnte und der trotz eifrig saugendem (und leicht frustriertem) Kind nicht besser wurde, erstmal ganz schön überfordert!
        Aber eine kleiner pikser und ein warmes Bad, ausstreichen und danach Kind nochmal anlegen und alles war wieder gut!!

        Antworten
      • Avatar
        Christina Sänger sagte:

        Hallo genau das hat bei mir auch zu einem Milchstau und Abzess geführt
        Ich konnte aber nach der OP auch wieder stillen.
        Das selbe kam dann nochmal nach vier Monaten an der selben Brustwarze ,
        aber da wusste ich ja das es nur aufgemacht werden muss.
        liebe Grüße

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    • Avatar
      Teresa sagte:

      Genau das gleiche hatte ich auch, nur war kam das bei mir nach einigen Tagen wieder. Ich habs wieder mit der Nadel aufgepiekt, aber dann kams nach ein paar Tagen wieder. Als ich es dann aufpieken wollte, war der Punkt weg, aber der Stau blieb da. Der Milchgang hat sich einfach geschlossen – und er ist auch, soweit ich das sehen kann, nicht wieder aufgegangen. Den Stau hab ich glücklicherweise mit massieren und Kohlblättern und Leinsamenpackungen weggekriegt. Allerdings kommt er z.Z. immer wieder. Falls es wirklich durch Stress ausgelöst wird (es ist mein 3. Kind) hoffe ich wirklich, dass sich das bald mal einpendelt und nicht zum Dauerzustand wird. Versuche grad mich (unnötiger) Besuche und sonstiger Aktivitäten zu entledigen.. Gestern hatte ich (nachdem Besuch da war) wieder eine total schmerzende Brust mit stechendem Schmerz, da hat nicht mal abtrinken durch das Baby was geholfen, auch keine Leinsamen, kein Kohl und durch Quark wurde es nur leicht besser. Ich hab dann ausnahmsweise eine Paracetamol genommen weil es echt nicht mehr ging und damit ich wenigstens die Nacht einigermassen schlafend rumbringen konnte. Heute gehts wieder aber es sticht schon immer mal wieder. Ich hoffe echt dass das nix schlimmeres ist..

      Antworten
      • Avatar
        Anne sagte:

        Auch 2020 hilft dieser Tipp noch weiter! Vielen dank! Bin zum Glück drüber gestolpert, habe auch einen weißen Punkt entdeckt und aufgepiekt, und meine Tochter konnte den Stau in 5 min wegtrinken – nach 2 Tagen Schmerzen! Ich bin so dankbar!

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        • Avatar
          Steffi sagte:

          Und auch 2023 hilfreich…Hatte eine plötzlich harte Brust und nichts hat geholfen (Wärme, Stillen, Abpumpen, Ausstreichen – es kam einfach nichts) und es wurde immer schmerzhafter. Ein Piks mit einer sterilen Nadel in das bei mir eher durchsichtige Bläschen in der Brustwarze und die Milch sprudelte nur so hervor und der Druck war augenblicklich weg! Hab jetzt die Milch ausgestrichen und fühle mich soviel besser, das ist kaum zu glauben. Merci!!!

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          • Avatar
            Paulina sagte:

            Hallo zusammen, mir geht es genauso. Nichts hat geholfen, der Piks war dann die Erlösung! Bin sehr froh diesen Tipp hier entdeckt zu haben 🙂

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    Barbara sagte:

    Hi. Habe knochenharte Stelle kurz über BW. Keine Entzündung. Kein Abszess. Es hilft keine Massage, kein Erwärmen vor dem Stillen, kein Quark- o. Retterspitzwickel. Die Stelle schmerzt mittlerweile auch wenn ich nicht stille. Sie ist aber nicht rot. Ansonsten hegt es mir auch “gut”. Stille seit 5 Monaten. Ich versuchs jetzt mit phytolacca D4 und Salbeitee denn ich finde keine Hebamme die Zeit hat und mein FA kann mir auch nicht helfen. Hoffe dass das weggeht, wenn ich abstille.

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      Jana Friedrich sagte:

      Hallo Barbara, versuche es noch einmal mit Wärme und lege dann dein Baby so an, dass der Unterkiefer in Richtung der Verhärtung liegt. Wenn sich die Stelle oberhalb der BW befindet, geht das, indem du dich in den Vierfüßlerstand begibst und dein Baby unter dich auf ein festes Kissen legst, wobei die Füße des Kindes, von dir aus gesehen, nach vorne zeigen. So sollte es die Stelle ggf. abtrinken können. Wenn das nichts nützt, wäre es gut, wenn du dich bei einer Hebamme/ Stillberaterin oder deiner Frauenärztin vorstellst.
      Viel Glück und liebe Grüße
      Jana

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    Marina sagte:

    Hallo Jana,
    meine Tochter ist 3 Monate und ich habe seit 4 Wochen regelmäßig einen Milchstau. Jeden 2-3 Tag. Es ist zum heulen..
    Vor einer richtigen Mastitis bewahrte mich bis jetzt Phytolacca D 6, Kohlblätter. Quark Umschläge, häufiges Anlegen, Bettruhe, Lecitin, Vitamin C, Wärme Dusche, Milchpumpe… Du siehst, ich mache wirklich alles. Trotzdem kommt es immerwieder. Viel Stress habe ich nicht. Stille nach Bedarf- alle 2-3 St., achte auf den BH etc.
    heute merkte ich erstmals kleine durchsichtige Punkte(Körnchen) in der abgepumpten Milch. Ist das vielleicht die Ursache. Bin schon total verzweifelt. Meine Hebamme ebenso. Kannst du mir noch weiter helfen?

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      Jana Friedrich sagte:

      Liebe Marina, du Arme! Das ist ja furchtbar! Und ja, ihr habt offensichtlich schon sehr Vieles ausprobiert.
      Da kann ich leider auch nicht wirklich helfen (per Ferndiagnose schon gar nicht). Ich kann nur Empfehlen noch eine Stillberaterin hinzu zu ziehen. Manchmal hat eine andere Person ja noch mal einen etwas anderen Blick auf eine Sache. Mir hat jedenfalls der Austausch mit Kolleginnen schon oft den entscheidenden Hinweis gebracht. Auch wenn ich dachte: “Ich hab doch schon alles probiert”.
      Zu den Körnchen habe ich dir mal was aus dem Stillexikon kopiert: “Bei manchen Müttern wurden weiße, sandartige Körnchen in der Milch beobachtet. Es wird vermutet, dass sich Kalzium-Körnchen in der Muttermilch bilden und die Milchgänge verstopfen.”
      Oder hast du einfach zu viel Milch?
      Dann würde eine Tasse Salbeitee vielleicht Abhilfe schaffen.
      Ich hoffe es findet sich eine Lösung.
      Viel Glück und ganz liebe Grüße
      Jana

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    Tascha sagte:

    Hallo, gerade habe ich einen Milchstau hinter mir, heute ist der erste fieberfreie Tag. Die Brust ist fat wieder in Ordnung schmerzt nur noch minimal. Jetzt habe ich aber das Problem daß meine Kleine 14 Wochen die Staubrust nicht mehr will. Sie saugt zwei- dreimal und fängt dann an zu meckern und zu weinen, zieht auch heftig dran, was natürlich noch mehr schmerzt. Die andere Seite nimmt sie anstandslos, auch erst die gute dann die böse Seite macht keinen Unterschied. Was soll ich tun? Will nicht schon den nächsten Milchstau.

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      Jana Friedrich sagte:

      Manchmal läuft an der ehemals gestauten Seite die Milch noch nicht wieder so gut. Am besten erst wärmen und ein bisschen ausstreichen, damit der Milchfluss in Gang kommt und dann das Baby anlegen. Dann ist es nicht so frustrierend für sie.

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    Sandra sagte:

    Hallo,
    Danke für den Blog zu aller erst! Ich bin so dankbar für deine Tipps! Hab vor 5Wochen den ersten Stau mit Fieber und allen anderen Symptomen gehabt. Weiter gestillt, Quark, Kohlblätter, Phytolacca- dann Antibiotika was stillfreundlich ist. Das ging dann besser. Nach 14 Tagen den nächsten: anderes Antibiotika wieder Quark, Kohl etc. ausstreichen ging fast gar nicht. Der kleine trank gut, aber der Milcheinschuss war immer heftig! Jetzt wieder! Direkt 12Std. Nach der letzten Tablette! So gemein. Stress ist wohl mein Hauptproblem… Er hat wie ein Krokodil nachher nach der Brustwarze geschnappt. Und mit der einen Hand immer ins Gesicht gefasst und gekratzt oder gekniffen… Dazu der Schmerz beim abtrinken. Es war die Hölle! Jetzt unterstützt mich die Flasche: ich stille fast 24Wochen und das mit ganzem Herzen! Aber das entlastet mich! Diesmal ist es anscheinend mit Pfefferminz und Salbei gut zu reduzieren. Ich möchte nicht ganz abstillen, da würde mir/uns jetzt auch viel genommen werden… Aber so hoffe ich das sich der Rest Stau löst und sich meine Zuversicht positiv auf den Heilungsverlauf niederlegt.
    Ich möchte so schnell nicht aufgeben, doch wenn’s hart kommt- das Fieber und dieses Krankheitsgefühl haben mich völlig rausgebracht. Schrecklich!
    Allen betroffenen Mamas viel Kraft und auch Mut zur richtigen Entscheidung!
    Lieschen

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  12. Avatar
    helin sagte:

    Hallo mamis, ich stille seit fast 16 monaten. Mein Sohn kann gar nicht mehr ohne. Bis vor 2-3 Monaten wollte er auch gar nicht essen sondern nur die brust. Das war frustrierend. Er wollte einfach nicht essen. Weder Hipp oder alete Gläschen noch selbstgekochtes. Getsättigt hat er sich ausschließlich nur durch mumi.
    So nun habe ich wieder milchstau. Seit 2 Tagen bin ich sehr erkältet.vielleicht auch deshalb. Gestern habe ich warm geduscht und versucht milchauszupressen. Ich weinte vor schmerzen. Ich hatte eine dritte brust!!! Brustwarzen haben beide diesen wissen punkt. Habe auch vorsichtig versucht diese wegzumachen. Vergeblich. Habe ritterspitz versucht.auch vergeblich. Habe meinen Sohn saugen lassen, dieser hat eine herpangina, daher wollte er nicht so wirklich. Pumpe hat auch nix genützt .Bin am Ende mit meinem Latein. Trinke Literweise Salbei tee. Möchte abrupt abstillen. Morgen Frauenarzt termin. Möchte Tabletten. Mein Sohn wird sehr darunter leiden weil er Nacht alle 2-3 std gestillt werden möchte. Das mit fast 16 monaten. Sehr anstrengend. Ich wollte alles richtig machen und gab ihm auch immer das was er wollte. Jetzt bin ich nervlich fertig. Der milchstau ist sehr schmerzhaft. …

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      Jana Friedrich sagte:

      Liebe Helin!
      Eventuell ist ein Häutchen (Bläschen) über den Öffnungen der Brustwarze. Diese kann mit einer sterilen Nadel ganz vorsichtig aufgepikt werden. Hast du eine Hebamme, die dir dabei helfen kann?
      Sonst lass doch deine Ärztin zeitnah(!) drauf schauen. Es wäre ja schade, deswegen abzustillen, wenn du eigentlich noch Stillen möchtest!
      Viel Glück und alles Liebe!
      Jana

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        helin sagte:

        Hallo jana,

        Danke für deine Antwort. Habe auch das mit der Nadel versucht. Es tat zu sehr weh.vor allem weil es dort schon blutig ist. Aber tatsächlich als ich ein kleines Stück mit der Nadel öffnete spritze es schon raus.leider konnte ich nicht alles abmachen. Habe morgen einen arzttermin. Mal sehen. Meine Hebamme war sehr distanziert.nicht wg milchstau sondern weil mein Sohn nicht isst. Grundsätzlich lehnt er alles immer ab. Ich muss es ihm gezwungenermassen erstmal stopfen.vielleicht schmeckt es ihm..:) er hat bereits 16 zähne. Alle komplett schon raus. Aber das ist ein anderes thema.
        Jedenfalls habe ich sehr gerne gestillt.hätte es auch gerne weiter gemacht. Aber der milchstau macht mich fertig.
        Lg helin

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  13. Avatar
    Diana sagte:

    Meine Hebamme hat mir Quarkwickel empfohlen. Die haben echt gut getan. Hatte das Problem selbst bei meinem kleinen. Auch Stillen, stillen ,stillen! Regelmäßiges Stillen (und Abpumpen) ist entscheidend: So wird die Brust geleert, Sie fühlen sich wohler und es kann sich nicht so schnell eine Entzündung bilden.

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    Svea sagte:

    Hallo und danke für den sehr differenzierten Beitrag. Mein Sohn ist jetzt 13 Wochen alt und ich habe zum zweiten Mal eine Mastitis mit 40 Grad Fieber und allem, was dazu gehört. Ich liege seit 2,5 Tagen ausschließlich im Bett (zum Glück helfen die Omas mir!!!!).
    Nachdem ich das erste Antibiotikum nicht vertragen habe (Erbrechen, konnte nichts mehr zu mir nehmen), bekomme ich seit gestern cefuroxim und heute ist das Fieber ein bisschen gesunken und ich fühle mich etwas besser. Die Brust ist allerdings immer noch knallrot und hart, obwohl ich pumpe/stille und leicht massiere. Heute war meine Hebamme da und meint, ich solle UNBEDINGT kalte Wickel machen. Das verunsichert mich, weil man mir im KH mal gesagt hat, dass Kühlen die Wirkung der Antibiose verringert, weil das Gewebe ja dann nicht so gut durchblutet wird. Das schien mir einleuchtend! Hier lese ich jetzt auch, dass Kühlung kontraindiziert ist. Nur: wie bringe ich das meiner Hebi bei :-o? Die ist felsenfest überzeugt, dass nur Quark oder retterspitz helfen. Können Sie mir vielleicht eine Quelle nennen, aus der hervorgeht, dass Kühlung und Antibiotikum zusammen nicht gut sind? Man liest ja immer wieder die Empfehlung (meine gyn meinte auch, ich soll kühlen…). Ich bin sehr verwirrt!!!!
    Danke und herzliche Grüße

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      Jana Friedrich sagte:

      Liebe Svea, du Arme! Also, das Kühlen ist immer gut und richtig, bis man eine Antibiose bekommt. Dann darf man auf keinen Fall mehr kühlen, weil es sonst zu Verkapsellungen kommen kann! Sogar eher im Gegenteil. Ein Erwärmen der Brust führt oft dazu, dass die Mich dann besser ausgestrichen werden kann.
      Ich suche morgen mal nach der wissenschaftlichen Quelle! Bis dahin: gute Besserung!
      Alles Liebe
      Jana

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        Svea sagte:

        Vielen lieben Dank! Eine so schnelle und herzliche Antwort – ich freue mich sehr :). Ich werde auf keinen Fall kühlen – egal, was meine Hebamme nun sagt 😉 Ein wissenschaftlicher Beleg würde mich trotzdem sehr interessieren.
        Im Übrigen geht es mir besser heute: bislang ganz normale Temperatur! Die Schwellung/Rötung ist allerdings noch immer enorm und die Schmerzen nur etwas weniger. Es ist ein richtiges “Ei” im unteren Teil der Brust :-(. Ob das wohl gestaute Milch oder die Entzündung bzw das entzündete Gewebe ist? Anders gefragt: Sollte ich versuchen, die Stelle auszustreichen oder sie beim Stillen oder Pumpen massieren? Oder besser in Ruhe lassen? Und: Wie lang dauert es in der Regel, bis die Schwellung zurückgeht? Und bedeutet das Zurückgehen der Temperatur, dass das Antibiotikum anschlägt? Ich hoffe es so sehr!!!
        Viele, viele Fragen von einer kranken Mama, die sich endlich wieder mit ganzer Kraft ihrem Baby widmen möchte.
        Herzlichst, Svea

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          Jana Friedrich sagte:

          Ein zurückgehen der Temp. bedeutet ein Anschlagen der Therapie. Der Knubbel sollte dann auch verschwinden. Bzw. durch Stillen, Abpumpen oder Ausstreichen zu beheben sein. Wenn er nicht weggeht, müsst ihr mal mit dem Schall drauf schauen. Es kann auch mal ein Abszess sein…
          Weiterhin gute Besserung!
          LG
          Jana
          (Wenn ich irgendwann dazu komme, den wissenschaftl. Beleg zu suchen, schick ich dir den per Mail)

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          Crini sagte:

          Hallo,
          Mir geht es momentan genauso wie es dir damals erging. Mich würde interessieren, ob dieses „Ei“ welches ich jetzt nämlich auch bei mir ertaste, nun ein Abszess war oder ob es durch ausstreichen irgendwann weg war?

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            Astrid sagte:

            Hallo, leider war es bei mir ein Abszess, der operativ entfernt werden musste. Eine Vorstufe davon ist eine Punktion. Ich drücke dir alle Daumen!! Lass es aber möglichst schnell abklären. Es wird von allein nicht besser, sondern nur immer schlimmer!

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    Antonia sagte:

    Hallo Jana,
    Ich bin jetzt 2 Tage beim abstillen, da das Stillen unmöglich mehr ist. Ich trinke Pfefferminz- und Salbeitee, und nehme Phytolacca D1, trage enge BH und kuhle die Brust mit Quark. Die brust ist etwa 2 Gr. gewachsen, steinhart und schmerzt sehr:'(, hab keine Hebamme die ich um Rat fragen könnte. Was soll ich machen damit die schmerzen weggehen und das abstillen richtig klappt. L.G. Antonia

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      Jana Friedrich sagte:

      Wenn du natürlich abstillst, geht das nicht von einem Tag auf den Anderen. Du musst das Stillen langsam reduzieren, sonst bekommst du einen Stau (steinharte Brust!). Wenn du, aus welchem Grund auch immer, nicht mehr Stillen kannst/willst, musst du noch ein paar mal ein bisschen entlastend pumpen, oder zumindest Ausstreichen.
      LG
      Jana

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  16. Avatar
    Antonia sagte:

    Danke für schnelle Antwort,, beim ausstreichen kommt nits raus, soll ich erst warme Dusche nehmen, damit was raus komt?oder durch masage? Oder durch Handpumpe..?Wird es nicht noch mehr Milchfluss anregen?-möchte das eigentlich vermeiden:/, Sorry, hab so viele Fragen-bin einfach verzweifelt:( L.G. Antonia

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  17. Avatar
    C. sagte:

    Mein Sohn ist nun fünfeinhalb Monate alt und ich habe ständig Milchstaus. Bei meiner Tochter hatte ich gar keinen! Es ist einfach Schlafmangel und Stress, denke ich. Die beiden sind nur 21 Monate auseinander und die Große momentan ständig krank. Bisher hatte ich zum Glück nur einmal (am Anfang) Fieber. Seitdem befolge ich den super Tipp meiner Hebamme, wenn es hart wird sofort Mercurialis-Salbe auf die Brust zu schmieren und das hilft wirklich super! Meistens löst sich der Stau dann nachts. Heute war es auch wieder. Ich merke dann schon beim Milcheinschuss, dass der in “die falsche Richtung” geht und die Brust hart wird. Gerade ist es ziemlich unangenehm (deswegen habe ich noch rumgegooglet), aber ich habe auch noch eine Ibuprofen eingeworfen. Jetzt wirkt die Salbe jedenfalls ein und es ist keine Quarksauerei… 😉 Ich kann es sehr empfehlen!
    Aber besser wäre natürlich weniger Stress und gar kein Stau mehr 😉

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      mom sagte:

      Oh nein…ich hatte genau 1x einen Milchstau und das hat mir für’s Leben gereicht! Finde ich toll, dass Du weiterstillst, obwohl Du unter wiederholten Milchstaus leiden – ich wünsche Dir für den Rest der Stillzeit weniger Stress UNDweniger Staus! 🙂

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  18. Avatar
    Billy sagte:

    Hallo,

    es ist beruhigend zu wissen, dass man mit so einem Problem nicht allein ist. Gerade das hat mich in letzter Zeit stark runter gezogen. Aber ich reihe mich in die unter Milchstau leidenden ein.
    Die Staus kommen seit ca. 3 Wochen immer wieder. Bisher konnte ich sie erfolgreich “wegstillen”. Auch der Fiebertag und die Übelkeit gingen vorbei. Dann kamen Milchstaus und gingen nicht mehr. Seit einer Woche habe ich eine harte, dicke Brust davon. Die nächte sind die Hölle! Selbst mit Stillhütchen hebt es mich fast an die Decke beim Stillen. Mit Quarkwickeln, Abpumpen und Weiterstillen hatte ich heute zum ersten mal das Gefühl es wäre besser, obwohl der Milchfluss sehr zurückgegangen ist. Leider hat sich in der letzten Stunde ein neuer, heftiger Stau gebildet. Beim Abpumpen kommen nur noch wenige Tropfen Milch aus der Brust. Letztens hatte ich beim Versuch die verstopften Gänge an der BW freizubekommen ein Körnchen in der Hand. Ich bin grad völlig überfordert mit dem ständig andauernden Schmerz, den immer wiederkehrenden Staus und der Tatsache, dass mein 6 Wochen alter Sohn an der Brust nur noch wenige Minuten versucht überhaupt etwas rauszubekommen, bevor er aufgibt, weil ja nicht viel kommt.
    Ich weiß echt nicht mehr, wie ich die Situation in den Griff bekommen soll und wieder etwas entspannter an den Alltag gehen kann.

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        Sibylle Grundeis sagte:

        Liebe Jana,

        es war auch viel Psyche. Ich habe mich mal eine Woche bei meinen Eltern erholt, die leider weiter weg wohnen, aber sich dann sehr liebevoll um mich und den Kleinen gekümmert haben. Viel von der Seele reden und sich klar machen, dass man kein Versager ist, wenn das Kind mal eine Stunde brüllt hat mich entspannter gemacht. Wenn sich jetzt was staut breche ich nicht mehr in Panik aus, sondern mache mir klar, wie gut es dem Würmchen tut, wenn Mama ruhig bleibt. Es geht mir viel besser!

        Danke für deine Antwort!

        LG Billy

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    Esther sagte:

    Hallo 🙂

    Ich bin auch von meiner rechten Brust geplagt, die linke ist supertoll. Hatte bisher 6 Milchstaus und kämpfe gerade mit meiner 2. Brustentzündung. Ich hatte keinen Knubbel und gehe davon aus, dass es rein bakteriell ist. Die Brust ist so angeknackst 🙁 Hat auch vom 1. Milchstau (11 Wochen her) immer noch eine festere Stelle. Die Stillberaterin meinte, dass könnte Monate dauern, bis das wieder weg ist.
    Seit gestern bekomme ich auch Antibiotikum (Staphylex) und mir wurde auch gesagt, dass ich kühlen soll…?!?!? Auf dem US war keine Abkapselung zu sehen.
    Gestern Abend hatte ich 40 Grad Fieber und durch das Kühlen ist es gesunken. Aber jetzt bin ich doch verunsichert… Habe heute den Tag über nicht mehr gekühlt. Habe aber immer noch 38,7 Fieber. Bei der 1. Brustentzündung ist das Fieber irgendwie schneller gesunken. :-S
    Ist das Kühlen bei einer rein bakteriellen Brustentzündung ohne harte Stellen auch schlecht?

    Ach – ich wünsche mir einfach ein schönes Stillen, ohne mir nachts immer den Wecker stellen zu müssen und ständige Angst vor einem neuen Milchstau zu haben.

    Wie ist das eigentlich, wenn die Brust jetzt so “geschädigt” ist, ist sie das dann auch bei weiteren Stillkindern?

    Liebe Grüße

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      Jana Friedrich sagte:

      Liebe Esther, das Fieber ist sicher auf Grund der AB-Gabe gesunken. Das Kühlen ist prinzipiell immer gut, solange kein AB genommen wird. Dann sollte man es unbedingt unterlassen, weil sonst Verkapselungen entstehen können. Wenn es dir nicht innerhalb von drei Tagen besser geht, muss evt an eine AB-Resistenz gedacht werden.
      Ansonsten ist es schon so, dass eine, einmal belastete Brust danach für eine Weile leichter “rückfällig” wird. Da muss man gut auf sich achten und vor allem Stress vermeiden.
      Gute Besserung und alles Liebe
      Jana

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  20. Avatar
    Ena sagte:

    Mein Mädel ist etwas über 4 Monate und ich hatte schon einmal einen Milchstau, weil sie mir in die Brust getreten hat. Seit gestern habe ich den zweiten Milchstau, von dem ich vermute, dass der Grund Stress war und der GSD wieder am Abklingen ist.
    Ich habe herausgefunden, dass mir ein kleiner Massageball hilft, den ich kreisend – mit etwas Druck – über die Verhärtungen bewege. Dadurch werden diese wieder weicher bzw. lösen sich auf. Lg

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  21. Avatar
    Ulrike sagte:

    Hallo alle zusammen,

    ich wünschte ich hätte diese Seite schon früher aufgesucht, denn bei all meinen Problemen mit dem Stillen habe ich offensichtlich nicht annähernd so gute und zahlreiche Tipps bekommen, wie man sie hier finden kann. Trotz Hebamme die auch Stillberatung macht (!!!)
    Leider habe ich schon abgestillt. Beim nächsten Baby bin ich schlauer. Aber es ist schwer mit dem Thema abzuschließen, wenn man eigentlich gerne gestillt hätte.
    Also kann ich nur allen werdenden Muttis ans Herz legen: Kopf hoch in langen Nächten mit Milchpumpe und Wärmelampe. Und, was auch ganz wichtig ist denke ich, Stillprobleme nicht herunterspielen, sondern seine Gefühle und Probleme mit vertrauten Personen teilen.

    Viele liebe Grüße
    Ulrike

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  22. Avatar
    Yvonne sagte:

    Hallo, ich habe vermutlich seit gestern auch einen Milchstau. Die linke Brust (meine starke Brust) tut weh, ich fühle Verhärtungen und sie ist auch an der Stelle, wo die Schmerzen sind, rot. Ich habe es nun schon mit anders anlegen probiert, das mit dem 4-Füßler-Stand wusste ich noch nicht, habe nach dem Stillen abgepumpt und danach war ich noch in der Wanne und habe ausgestrichen. Es gab aber nur eine kurzzeitige Besserung. Im Text steht, dass nach dem Abpumpen die Brust weicher sein soll. Gilt das auch für die Knubbel? Denn sie sind weiterhin da.

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  23. Avatar
    Yvonne sagte:

    Ach, was ich vergessen habe zu erwähnen, ich hatte gestern plötzlich Gliederschmerzen, die heute aber weg sind. Fieber habe ich nicht. Meine Tochter ist 5 Monate alt.
    Meine Hebamme antwortet meist erst nach 24 Stunden auf meine Nachrichten (ist das normal oder sollte ich mir eine andere suchen?).

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  24. Avatar
    carina sagte:

    Hallo.
    Ich muss sagen ich finde diese Seite und deine schnellen Antworten supertoll, Jana! Wenn man wüsste wie sich ein Milchstau ankündigt könnte man sich vorher schön belesen. Bei mir kam der erste Samstagnacht: hatte tierische Schmerzen in der Brust. Hab versucht meinen Kleinen mit dem Kind auf sie schmerzende Stelle zu legen, hat aber überhaupt nicht funktioniert, da zum einen mein linker arm beim Heben höllisch weh tat und zum anderen der Kleine schrie wie am Spieß, weil der Hunger so groß. Mit kreisenden massierenden Bewegungen mit einem warmen Kirschkernkissen vor und beim Stillen konnte ich mir Linderung verschaffen. In der Nacht hatte ich Schüttelfrost. Am nächsten Tag tat meine Brust kaum weh, ich fühlte mich nur ziemlich matschig. In der nächsten Nacht kam dann das Fieber und der gestrige Tag War eine einzige Tortur. Ich konnte kaum mein 7kg Baby hochnehmen und blieb den ganzen Tag im Bett. Die Brust schmerzte weiterhin kaum. Gestern Nachmittag hatte ich plötzlich größere Schmerzen in der Brust, erst schob ich das auf die nachlassende Wirkung des Ibuprofens. Über Nacht wurden die Schmerzen schlimmer und heute früh konnte ich meinen Arm kaum heben. Das Fieber habe ich nachts weggeschwitzt und bis auf die Brustschmerzen bin ich beschwerdefrei und topfit.
    Meine Hebamme meint dass wäre ein erneuter Milchstau, ich glaube allerdings der alte War nie weg. Kühlen mit Fieber ging nicht das hab ich kaum ausgehalten. Und jetzt bekomme ich das Handling mit vorher wärmen dann stillen und dann kühlen nicht hin, da mein Kind tagsüber selten länger als 10min anderswo als auf dem Arm schläft. Auch wenn meine Hebamme meint das Antibiotikum schläge auch bei meinem Kleinen auf den Magen, der eh öfter Bauchweh hat, habe ich mich nun nach Rücksprache mit meiner Gynäkologin dazu entschlossen. Denn durch den Stress mit Kind wärmen und kühlen wird es sicher nicht besser. Hoffe die Knoten und die Schmerzen gehen bald zurück.
    Liebe Grüße an alle die das selbe durchmachen. Haltet durch!

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      Esther sagte:

      Hallo! Wünsche dir auch gute Besserung! Verzweifle nicht, ich habe auch zwei Mal Antibiotikum wegen Brustentzündung hinter mir und habe mich bei beiden Malen echt verrückt gemacht, weil die Knoten vorerst nicht verschwunden sind (die Schmerzen aber schon). Ich habe alles alles versucht, damit sie weggehen, aber sie waren extrem hartnäckig. Ich brauchte einfach Geduld, es wurde nach ein paar Tagen wieder alles gut 🙂

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        carina sagte:

        Vielen Dank für die aufmunternden Worte. Heute morgen war ich so verzweifelt, dass ich das erste Mal ans Abstillen gedacht hab. Vor dem Milchstau hatte ich 3Tage Migräne und hab schon Ibu gekommen, da ich bei Triptanen sicher mehrere Stunden geschlafen hätte und das ginge weder für meine Brust noch für mein Baby. Gestern Abend hab ich mit dem AB begonnen. Ein paar Stunden später setze meine Regel ein (denke ich, bisher kam nicht allzuviel aber was soll es sonst sein). Dabei dachte ich während des Stillens sollte man davon normalerweise verschont bleiben.. heute morgen wachte ich mit so extremen Kopfschmerzen auf, dass ich anfing zu weinen. Ich weiß nicht was mein Körper grade veranstaltet aber ich habe seit 6 Tagen täglich wechselnd Schmerzen.. mein Kleiner trinkt sehr viel mejr. Eigentlich hört er gar nicht mehr auf. Wenn ich ihn irgendwann abmache quakt er kurz und ist sann zufrieden. Er trinkt alle 1-2hweil ich ja viel anlege sollte. Nun hab ich die Befürchtung dass ich so meine Milchproduktion noch mehr ankurbel. Sonst hat er alle 3h getrunken und War zufrieden und hat auch aufgehört wenn er satt war. Soll ich weniger Stillen? Dann Ibu hab ich keine Schmerzen weder Kopf noch Brust. Brust massiere ich ständig. Durch auflegen von Wärme schießt es dummerweise in und aus der anderen Brust, sodass ich nun dort demnächst einen Milchstau befürchte. Ich will mir durch Wärme und ständiges Anlegen nicht das ganze Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage zerstören. Mein Baby ist eh schon rund und wird von jedermann mit netten Buddha -Bezeichnungen etc liebkost. Will ihn auch nicht mästen. Noch eine Frage zum BH: ich lese überall Brust stramm einpacken damit nicht so viel Milch kommt. Meine Hebamme sagt, bloß nicht, das staut sie Milch noch mehr. Was ist denn nun richtig? Viele Grüße vom Rand der Verzweiflung

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