Geburtsbericht: Eine ungeplante Hausgeburt

18 Dez
18. Dezember 2014

Wie kommt man eigentlich zu einem durchweg positiven Geburtserlebnis? Das fragen sich sehr viele Frauen.
Zu zeigen, dass Geburten nicht per se schrecklich sind, war und ist für mich noch heute mit ein Grund diesen Blog zu schreiben. Geburten können großartige Erlebnisse sein, aus denen Frauen sogar selbstbewusster und gestärkt hervorgehen. Und ich bin davon überzeugt, dass schöne Geburtsgeschichten zum Nachahmen anregen. Bei uns im Kreißsaal ist jedenfalls ständig eine Hebamme oder Ärztin schwanger.
Schöne Geburtsberichte können also bewirken, dass man das Abenteuer Geburt plötzlich nicht mehr nur als unausweichlich näher kommendes Grauen, sondern als positive Herausforderung verstehen kann: „Das hört sich toll an, so will ich das auch haben!“ Deshalb freue ich mich sehr, dass mir so viele Frauen ihre schönen Geburtsberichte zukommen lassen.*
So wie Maria, die mir schrieb : „Hallo Jana, ich stöbere oft und gerne auf deiner Seite herum und wollte fragen, ob du meinen Geburtsbericht auch haben magst? Eine ganz unkomplizierte, ungeplante, interventionslose Hausgeburt, vielleicht eine Mutmachgeschichte?“

Maria konnte für sich sehr gut verorten, warum sie ein so positives Erlebnis hatte: „Ich glaube, dass mein positives Erlebnis daher kam, dass ich auf mein Bauchgefühl vertraut, und mir mein Vertrauen nicht kaputtreden lassen habe. Das ist auch das, was sich hoffentlich eine werdende Mutter mitnimmt, die unsere Geschichte liest.“ Das hoffe ich natürlich auch! Hier kommt Marias Geburtsbericht, wie immer mit meinen Kommentaren in lila:

(*Wer hier liest weiß aber auch, dass ich natürlich auch die weniger rosigen oder gar dramatischen Geburtsverlerläufe bespreche.)

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Attachment Parenting-Buchtip: Das Geheimnis zufriedener Babys

04 Dez
4. Dezember 2014

Das Buch „Das Geheimnis zufriedener Babys“ von Journalistin, Autorin und Mutter Nora Imlau, ist perfekt für alle Eltern, die gerne auf ihr Bauchgefühl hören möchten, aber immer noch Angst vor dem Verwöhn-Gespenst haben. Ich mag sowohl Nora als auch ihr Buch sehr, so dass ich es euch heute hier im Blog gerne vorstelle.

Bedürfnisorientierte Erziehung – Attachment Parenting

Wollen wir nicht alle zufriedene Babys? In diesem Buch für einen entspannteren Familienalltag beschreibt Nora Imlau, anhand ihrer persönlichen Erfahrungen, wie der bedürfnisorientierte Umgang mit Babys gelingen kann.
Eingerahmt ist das Ganze von wunderschönen Schwarzweiß-Fotografien und vielen Zitaten rund um’s Kinderhaben.

Babys kann man nicht verwöhnen!

Nora forscht seit langem nach dem verloren gegangenen Wissen im Umgang mit Babys. Es wird aber – in unserer westlichen Welt – seit gut 200 Jahren durch ganz rigerose Regeln verdrängt. Damals wurden z.B. feste Schlaf- und Fütterungszeiten plötzlich als fortschrittlich eingestuft. Ein Kind wurde schreien gelassen: „Das kräftigt die Lungen“, wurde gesagt. weiter lesen →

Hebammenprotest – Das Sterben geht weiter

27 Nov
27. November 2014

Es ist an der Zeit mal wieder über den Eltern- und Hebammenprotest zu schreiben. Das letzte Update hier im Blog ist über ein halbes Jahr her. Aber ganz ehrlich: Es gibt leider nicht viel Neues und schon gar nichts Gutes zu berichten. Kurz und knapp: Das Haftpflichtproblem ist noch nicht gelöst – der Protest geht weiter – frohe Weihnachten!

Problem verschoben auf 2016

Auf der Seite des Deutschen Hebammenverbandes heißt es:

„Wir haben einen einjährigen Vertrag abgeschlossen, der bis Ende Juni 2015 läuft. Danach wird es einen neuen Vertrag geben, der bis Ende Juli 2016 läuft. Einher geht dieser allerdings wieder mit einer deutlichen Preissteigerung. Für die Zeit danach gibt es momentan noch keinen Versicherer.“

Dazu muss man leider sagen: Schon die letzte Preissteigerung haben viele von uns einfach nicht mehr hinbekommen. Wir haben noch nie großartig verdient – jetzt können wir von unserem Beruf oft nicht einmal mehr leben. Viele von uns können sich die Hebammerei nur noch mit einer Quersubventionierung durch den Lebenspartner leisten. weiter lesen →

Geburtsbericht: Alleingeburt in Indien

20 Nov
20. November 2014

Eine Alleingeburt ist eine heikle Sache und erhitzt die Gemüter. Daher ist dieser Geburtsbericht auch mehr als nur ein Bericht. Ich kann ihn einfach nicht so stehen lassen, ohne dazu Stellung zu beziehen. Diesmal also ein Geburtsbericht mit etwas mehr als nur ein paar kleinen Anmerkungen.

Alles geht gut – fast immer

Ich glaube an die Stärke und die Intuition von gebärenden Frauen. Ich bin überzeugt davon, dass man mit einer positiven Einstellung den Geburtsverlauf günstig beeinflussen kann. Ich weiß, dass viele Frauen, wenn sie den Mut hätten, eine Geburt auch alleine schaffen würden. Und in vielen, vielleicht in den meisten Fällen, würde auch alles gut gehen.
Bin ich durch diese Haltung eine Befürworterin der „Alleingeburt“?
Auf gar keinen Fall!

Allein im Wald

Es gibt immer wieder Frauen, die eine Alleingeburt planen. Eine von ihnen ist Marianne, eine Leserin des Hebammenblogs, die mir den Geburtsbericht ihrer Alleingeburt in Indien schickte. Sie schrieb mir: weiter lesen →

Achtung Spendenbetrug im Fall „Anna“!

14 Nov
14. November 2014

Aus aktuellem Anlass warne ich vor einem üblen Spendenbetrugsversuch auf Kosten einer guten Sache.

Der Fall „Anna“

Der Fall der Hebamme und Ärztin Anna Rockel-Loehnhoff, die sich nach einer Hausgeburt, bei der ein Kind starb, wegen Totschlags vor Gericht verantworten musste, ist sicher fast allen bekannt. Auch bekannt ist wahrscheinlich, dass Frau Rockel-Loehnhoff tatsächlich zu einer Haftstrafe, als auch zu einer Strafzahlung verklagt wurde. Berufsverbot inklusive. Soweit so schlimm.

Hintergründe

Das ist eine ganz schreckliche Geschichte, auf deren Details ich hier gar nicht weiter eingehen möchte. Wer sich hierzu weitergehend belesen möchte kann das beispielsweise hier tun.

Der falsche Spendenaufruf

Es gibt tatsächlich Menschen, die versuchen, sich auf Kosten von Frau Roeckel-Loehnhoff, zu bereichern:
Einen Freund von mir erreichte vor einigen Tagen ein Spendenaufruf via Mail. Angeblich von der Hebamme Claudia Kummert. Sie hatte tatsächlich, direkt nach der Urteilsverkündung im Oktober, eine Spendenaktion initiiert. Diesen hat nun offensichtlich jemand imitiert. In der gefälschten Mail heißt es: weiter lesen →

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